Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nentwich:
Gelesen von M. 9 Jahre
Chilly Wuff (1). Die Welt liegt mir zu Pfoten von Sabine Zett
gelesen von M. 9 Jahre:
In dem Buch geht es darum, daß Chilly berühmt wird,
denn seine Menschenkinder, Lavinia und Jasper Video
von Chilly auf Instagram und You Tube posten. Einmal
mussten die Kinder mit Chilly raus gehen, doch auf
einmal gehen sie nicht in den Park, wo Chilly immer so
gerne hingeht, sondern in's Einkaufszentrum.
Und so
weiter. Chilly Wuff, ein Buch, das sehr lustig ist und
spannend. Viel Spaß!!!
Rezensionen von begine:
Emotionsvoll
Geteilte Träume Eine deutsche Familiengeschichte. Roman. Kartoniert. von Mothes Ulla
Die Schriftstellerin Ulla Mothes verwebt in ihrem Roman „Geteilte Gebiete“ den Osten und den Westen Deutschlands.
Es beginnt 1992, als 18jährige Inke erfährt, das sie adoptiert ist. Sie ist in der DDR aufgewachsen und ihrer Mutter Petra wurde wegen Republikflucht, die Erziehungsberechtigung aberkannt.
Denn Inke will verstehen was Familie ist.
Aus ihrer Adoptivfamilie erfährt sie von deren Schicksalen ab 1945.
Die Autorin schafft es die Erlebnisse aller Beteiligter ganz gut zu beschreiben. Besonders kann man Inkes Emotionen nachvollziehen.
Es wurden menschliche und politische Katastrophen liebevoll verwebt.
Vielleicht ist das Ende etwas zu einfach, aber der Roman liest sich schön.
Rezensionen von Caroline :
Eine deutsch/französische Geschichte
Klaras Schweigen von Bettina Storks
Das Nachkriegsdeutschland ist zwischen den USA, UdSSR, England und Frankreich aufgeteilt. Beziehungen zwischen den ehemaligen Feinden werden ungern gesehen.
Aber vor allem das Zusammenleben zwischen Deutschen und Franzosen gestaltet sich schwierig. Der Hass, der Neid und die Schuld gären ständig unter der Oberfläche.
"Die Franzosen" sind in deutschen Familien nicht gerne gesehen. Frauen, die sich mit französischen Soldaten einlassen, werden schnell und oft beschimpft und nicht selten von in ihren Familien ausgeschlossen.
Klara lernt Pascal kennen, als sie in einem französischen Economat arbeitet. Ein Supermarkt, der nur für Franzosen geöffnet ist. Mit ihm verbringt sie wundervolle Monate, bis Pascal von einem Tag auf den anderen verschwindet und Klara traurig zurücklässt.
Über 70 Jahre später erleidet Klara einen Schlaganfall und verliert vorübergehend die Sprache. Als sie ihre ersten Worte wieder spricht, klingen diese zwar sehr verwaschen aber eindeutig französisch. Ihre Enkelin Miriam ist verblüfft, denn ihre Oma hat immer bestritten, eine Fremdsprache zu können. Um ihrer Oma weitere Reize zu geben, sucht sie in deren Wohnung nach Erinnerungsstücken und findet dabei Papiere. So beginnt eine persönliche Reise mit Blick auf historische Ereignisse.
Dies ist mein drittes Buch der Autorin. Vielen Dank an sie und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Es hat mich aus einer kleinen Leseflaute geholt.
Ich will gar nicht so viel über die Geschichte selbst erzählen, aber ich sage euch, warum es mir gefallen hat:
Mein Opa (den ich leider nicht kennengelernt habe) war Soldat und von 1951 bis Ende 1952 Besatzungssoldat in Tirol, genauer gesagt in Innsbruck. Seine Familie, sprich meine Großmutter, meine Mutter und die drei restlichen Geschwister, begleitete ihn. Meine Mama hat nicht ganz viele Erinnerungen an diese Zeit, sie war noch recht jung. Aber sie wollte immer zurück nach Tirol. Das hat sie schließlich auch gemacht und meinen Papa geheiratet. Somit schließt sich der Kreis in meiner Familie.
Ich habe nun mal in den alten Fotos gekramt und einige Bilder gefunden, auf denen mein Opa in Uniform in der Innenstadt posiert. Auch meine Oma, meine Mama und meine Onkel und Tante sind verewigt.
Wenn ich auch hier nicht die Seite der "Besiegten" zeige, waren auch die Besatzungssoldaten normale Menschen, mit Frauen und Kindern. Natürlich gab es auch keine langwährende Feindschaft zwischen Österreichern und Franzosen. Diese Beziehung war sehr viel komplizierter. Deshalb mochte ich die Geschichte gerne. Sie erzählt vom Leben, von Liebe, von Träumen, Schuld, Vergebung, Herkunft und Familie.
Bettina Storks schreibt mit Liebe zum Detail. Ihre Figuren stecken voller Leben, handeln manchmal auch ein wenig übertrieben, aber niemals komplett an der Realität vorbei. sie machen Fehler, bereuen Dinge. Das sind Charaktere, über die ich gerne lese, mit denen ihr mit fiebere und leide.
Mit jeden Buch erfüll die Autorin meine Erwartungen. Setzt neue Maßstäbe und selbstverständlich mag ich Frankreich als Schauplatz. Absolute Leseempfehlung für Fans des historischen Genres aus dem 20. Jahrhunderts.
Rezensionen von qq:
Mehrwert vorhanden
Ich kann das von Bodo Schäfer
Mehrwert vorhanden
Ein weiteres Ratgeber von Bodo Schäfer. In einer Geschichte verpackt, in der es um Karl geht, dem das nötige Selbstbewusstsein fehlt, gibt Bodo Schäfer Ratschläge und Tipps für mehr Selbstbewusstsein - man liest davon, dass diese zumindest bei Karl im Laufe der Zeit zu Erfolg führen.
Die Geschichte von Karl ist in meinen Augen zu konstruiert - sie wirkt nicht authentisch, und das finde ich für das Buch sehr schade. Bei den Ratschlägen selber ist das ein oder andere nützliche dabei. Ich bin mir sicher, wenn man als Leser das ein oder andere in sein Leben integriert oder anwenden kann, dann kann man auch davon profitieren und sich daher etwas aus dem Buch mitnehmen.
Laut dem Autor sind die entscheidenden Fragen: Wer bin ich? Kann ich das?
Sicher ein Buch das zum Nachdenken und zur Selbstreflektion anregt, daher sehe ich einen gewissen Mehrwert, auch wenn die Geschichte von Karl für mich eher etwas unpassend ist.
Rezensionen von melanie82:
Achtsamkeit als Schlüssel für ein glückliches Leben
Happy Life Diät von Shermine Shahrivar
Der Titel lässt auf den ersten Blick einen anderen Inhalt vermuten, aber schon der Klappentext macht deutlich, dass es nicht einfach nur ein weiterer Ernährungsratgeber ist, sondern Shermine Shahrivar einen anderen, ganzheitlicheren Ansatz verfolgt. Es geht ihr um Achtsamkeit für den eigenen Körper, für sich selbst, um bewusstes Leben.
Dabei spielt natürlich auch Ernährung eine große Rolle, aber eher vor dem Hintergrund, welche positiven Auswirkungen das auf den Körper und damit verbunden auch auf den allgemeinen Gesundheits- und Gemütszustand hat. Neben Ernährung bezieht sie u.a. auch Sport, Familie, Sexualität und Spiritualität mit ein und verdeutlicht alles durch persönliche Erfahrungen. Sie zeigt auf, wo sie bei ihrem eigenen Lebensweg auf Hürden gestoßen ist und wie dieser ganzheitliche Ansatz ihr dabei geholfen hat. Das Buch ist gut und schnell lesbar und bringt die behandelten Aspekte auf den Punkt. Es liefert Anhaltspunkte, wo man sich tiefer einlesen kann und sollte. Für mich hätte es hier teils auch gerne tiefer gehen können, denn das Wissen gerade zu Nährstoffen ist bei der Autorin offenbar da, wird aber nicht ausführlicher dargestellt. Das Buch kann und will hier aber offenbar nicht jedes Detail klären und ausführen, was man aber durchaus auch positiv sehen kann. Stattdessen ist es ein inspirierender Denkanstoß, für sich selbst zu überprüfen, wo man selbst noch Verbesserungspotential hat, bewusster und achtsamer mit sich selbst umzugehen.
Rezensionen von melanie82:
Bewegende Zeitgeschichte
Lebenssekunden von Fuchs Katharina
„Lebenssekunden“ begleitet die beiden Mädchen bzw. jungen Frauen Angelika Stein in Westdeutschland und Christine Magold in Ostdeutschland auf ihrem Lebensweg und bei ihrem Erwachsenwerden in den Jahren 1956-61, geprägt durch die Zeitgeschichte und die individuellen Umstände.
Angelika wird aus der Schule geworfen, findet über Umwege eine Ausbildung als Fotografin und kann so ihre Leidenschaft, die sie durch ihren Vater entwickelt hat, zum Beruf machen, wenngleich dieser Weg dennoch auch weiter von Hürden geprägt ist.
Christine ist Leistungsturnerin in der DDR - mit dem damit verbundenen Leistungsdruck und Einschränkungen. Bei einem Turnier lernt sie einen westdeutschen Turner kennen, in den sie sich verliebt und mit dem sie Kontakt hält, aber es wird zunehmend klar, wie schwer eine solche Beziehung über zwischen Ost und West wird. Im Internat werden Briefe abgefangen und sie und ihre Familie geraten kurz vor dem Mauerbau schließlich auch ins Visier der Stasi. Im Lauf des Buchs wird aufgelöst, wie die beiden Leben der Mädchen bzw. jungen Frauen verknüpft sind, bis sie sich 1961 in Berlin schließlich unter dramatischen Umständen begegnen.
Das Buch hat mich von der ersten Sekunde an gepackt, die Erzählweise ist fesselnd, mitfühlend und bringt die beiden Hauptcharaktere nah an den Leser. Die Kapitel, die abwechselnd von Christine und Angelika erzählen, nehmen einen mit in die Entwicklungen der Protagonistinnen und ich war begeistert davon, wie gut man sich durch die Schreibweise in die Zeit und die Charaktere hineinversetzen kann. Beide Frauen sind auf ihre Weise sehr stark und haben mit jeweils ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Die Verwebung der beiden Geschichten ist auch schlüssig gelöst. Mich hat „Lebenssekunden“ sehr berührt und gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich klare 5 Sterne und absolut empfehlenswert!
Rezensionen von barbara.liest:
Erwachsenwerden ist nicht einfach
Hard Land von Benedict Wells
Samuel lebt in einer Kleinstadt namens Grady. Seine Schwester ist schon vor längerer Zeit ausgezogen, sein Vater nach der Schließung der Fabrik arbeitslos, seine Mutter an Krebs erkrankt und er ein typischer Außenseiter.
Im Sommer, als seine Mutter dann verstirbt gelingt es Sam allerdings Freunde zu finden, in das Leben eines Jugendlichen einzutauchen und eine Spur von Freiheit zu spüren.
Er nimmt einen Aushilfsjob im Kino an, freundet sich mit den anderen Angestellten an und erlebt einiges was Jugendliche halt so erleben.
Trotzdem ist im HIntergrund immer die Sorge um seine Mutter und der Kampf um die Anererkennung seines Vaters.
Benedict Wells ist mit Hard Land wieder ein wunderbares Werk gelungen. Er schreibt nicht nur die Geschichte von Sam, er schreibt die Geschichte einer Kleinstadt, die auszusterben droht, sondern auch eineGeschichte über Mobbing und Einsamkeit, eine Geschichte über die Erkrankung und den Tod der Mutter, eine Geschichte des Erwachsenwerdens und eine Geschichte über die erste Liebe.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Zeit und Ort bestimmen dein Leben
Lebenssekunden von Fuchs Katharina
Lebenssekunden ein Roman von Katharina Fuchs (Droemer Verlag)
Angelika nickte, ohne den Blick von dem Negativ abzuwenden. „Wenn sich die Mitteltöne aus dem braunen Film schälen, man eine Ahnung bekommt, ob es gelungen ist, ob es was Besonderes ist oder Durchschnitt, ob man eine Lebenssekunde festgehalten oder man nur Material verschwendet hat.
..“
„Eine Lebenssekunde!“, wiederholte sie. „Das ist ein schöner Ausdruck!“ S.317
Zwei ganz unterschiedliche Lebenswege verbinden sich an einem historisch bedeutenden Punkt deutsch-deutscher Geschichte. Die Liebe zur Fotografie und die damit verbundene Ethik bestimmen Angelika Steins Wunsch Fotografin zu werden. 1956 lebt sie in Kassel und ist mit 15 Jahren, ohne Schulabschluss auf der Suche nach einer Lehrstelle.
Zur gleichen Zeit entscheiden im Ostteil Berlins andere über den Werdegang der jungen Leistungsturnerin Christine Magold. Gefangen in ihrem eigenen Leben bestimmen Sport und Drill ihren Tagesablauf. Mit Disziplin, Unterordnung und Gehorsam rücken die Olympischen Spiele für sie in greifbare Nähe.
Anhand Christines Schicksals kann man das Ausmaß der Maschinerie des Leistungssports der DDR hier nur ansatzweise erahnen. Mit System, Härte und unmenschlich erscheinenden Praktiken wurden politische Ziele auf Kosten Einzelner verfolgt. Abweichler wurden mit strukturierten Methoden auf Linie zurückgebracht. Ein dunkles Kapitel der Ostdeutschen Geschichte!
Auch Angelika kommt mit politischen Größen in ihrem Teil Deutschlands in Berührung. Sie erfährt, was es heißt als Fotografin in einer Männerdomäne unterwegs zu sein.
Mit Raffinesse und einer intensiven Erzählweise schreibt die Autorin hier eine eindringliche Geschichte, die unter die Haut geht. Sie erzählt abwechselnd aus dem Leben der beiden Hauptfiguren. Dabei erscheinen die Episoden und Erlebnisse von Christine und Angelika lebendig und real. Geschickt verbindet Katharina Fuchs die beiden detailreichen Erzählstränge in einem schicksalhaften Zusammentreffen.
Fazit: Durch die Aufmachung des Buches und den Plot habe ich mich angesprochen gefühlt und wollte dieses ergreifende Buch unbedingt lesen.
„Lebenssekunden“ hat mich tief berührt und ist schon jetzt das Lese-Highlight 2021 für mich. Die bewegende Geschichte von Angelika und Christine bleibt in Erinnerung. Trotz fiktiver Charaktere stehen sie für reale Einzelschicksale in beiden Teilen Deutschlands. Die Geschichte weiß, dank des bekannt einzigartigen Schreibstils und der ausgezeichneten Recherche, grandios zu unterhalten. Spannender geht Geschichte wohl kaum! Eine unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von mamaofhannah07:
Sonneberg im Wandel der Zeit
Wo wir Kinder waren von Kati Naumann
Wo wir Kinder waren ein Roman von Kati Naumann (Harper Collins Verlag)
Flora saß neben Otto und betrachtete die kostbaren Porzellanköpfe, die in einer Kiste auf der Bank lagen. Ein Teil von ihnen war schon bemalt, andere warteten noch darauf, ein Lächeln zu bekommen.
Flora fragte Otto: „Kannst du so schöne Gesichter malen?“ Otto wusste, dass er es konnte.
Und schließlich hatte sie nicht gefragt, ob er es durfte. Also sagte er: „Ja.“ S.21
Drei Erben der ehemals erfolgreichen Puppenfabrik aus der zerstrittenen Familie Langbein blicken zurück auf eine traditionsreiche Vergangenheit dieser Familie. Doch die Autorin erzählt nicht nur eine Familiengeschichte, sondern die beispiellose Geschichte einer ganzen Stadt, Sonneberg im Süden Thüringens. Denn in dem Zweig der Spielzeugherstellung waren am Anfang des 20. Jahrhunderts fast alle Familien im Ort beteiligt. In einzelnen Rückblicken blickt Kati Naumann vom Werdegang der einstigen heimischen Produktion der Puppen bis zum Aufstieg einer Weltspielwarenstadt zurück. Anhand der Episoden aus der Vergangenheit etabliert sie ein Beispiel deutscher Geschichte, historisch und wirtschaftlich gesehen. Unter dem Einfluss politischer Entscheidungen entschieden sich Menschenschicksale mit weitreichenden Folgen für eine ganze Region.
Die ausgezeichnete Recherche erkennt man in jedem Satz. Die Einflüsse der eigenen Familiengeschichte der Autorin fließen nahtlos in den Text ein und formulieren die historische Geschichte zu einem stimmigen Gesamtkontext.
Die einzelnen fiktiven Figuren sind glaubhaft dargestellt. Besonders die Charaktere des Teils aus der Vergangenheit konnten mich mitreisen und überzeugen.
Der Aufbau der Geschichte funktioniert gut und der Text liest sich dank des flüssigen und einfachen Schreibstils interessant. Der Stammbaum der Familie Langbein am Anfang und Ende des Buches trägt zur Verständlichkeit und zeitlichen Einordnung bei. Eine Danksagung, ein Interview mit der Autorin und die Zeittafel der Spielzeugindustrie in Sonneberg ergänzen das Geschriebene. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Einband, dem Cover, dessen Gestaltung mir besonders gefallen hat.
Fazit: Ich bin in der DDR, in Thüringen geboren, heimatverbunden und begeisterte Leserin von Kati Naumanns Romanen. Daher hat mir diese Erzählung aus Sonneberg sehr gut gefallen. Wo wir Kinder waren verbindet eine über Jahrhunderte mit dem Spielzeug verwobene Tradition mit der Moderne und den Gegebenheiten der Geschichte. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, da es mir stimmungsvolle Lesestunden bereitet hat.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Es wird nie mehr so, wie es einmal war
Abels Auferstehung von Thomas Ziebula
Abels Auferstehung ein Kriminalroman von Thomas Ziebula (Wunderlich Verlag)
„Und was willst du hier?“ „Dich abholen, Paul, was sonst?“ Junghans lächelte müde. „Ob du es glaubst oder nicht: Es gibt Arbeit.“
Anspruchsvolle Aufgaben und Ermittlungen warten auf den Kriegsrückkehrer und Kriminalinspektor der Leipziger Wächterburg Paul Steiner in seinem neuen, alten Leben.
Ein Maler aus Heidelberg wurde im Hotel Fürst Bismarck ermordet aufgefunden. Dabei hat Steiner eigentlich schon genug Tote für ein ganzes Leben gesehen. Doch trotz der Leichen, die sein Beruf nun mal mit sich bringt, braucht er die Arbeit in der Kriminalabteilung wie die Luft zum Atmen. Und es bleibt nicht bei diesem einen Verbrechen. In Anbetracht der verborgenen Zusammenhänge ist jetzt die Suche nach dem Motiv und dem Mörder entscheidend.
Kriminalistische Unterstützung bekommt Paul von seinen Kollegen, Junghans, Kupfer und Co. Doch nicht nur Freundlichkeit und Teamgeist bestimmen seinen Alltag. Gegenwind weht ihm in Form seines mürrischen und spitzfindigen Vorgesetzten Kasimir und dessen Handlanger Heinze entgegen. Dabei scheint ihm auch seine Vergangenheit wieder in die Quere zu kommen. Denn desaströse Erfahrungen und unvorhergesehene Schicksalsschläge haben tiefe Spuren auf Steiners Seele hinterlassen. Er kämpft mit seinen vergangenen Dämonen und versucht dabei irgendwie die Kurve zu kriegen.
Thomas Ziebula erzählt in Abels Auferstehung eine komplexe, anspruchsvolle Kriminalgeschichte. Zur Freude der Leser, denn schwerlich erkennt man die Zusammenhänge der verschiedenen Mordfälle und Geschichten hinter den Taten.
Die atmosphärisch und stilistisch hervorragend vorgetragene Handlung füllt die Buchseiten mit Leben. Mit gezielten Handlungsunterbrechungen an spannendster Stelle am Ende fast jeglicher Kapitel gelingt es ihm ein „unbedingt-weiterlesen-Gefühl“ zu erzeugen. Die große Kunst den Bücherwurm bei Laune zu halten ist Thomas Ziebula mit diesem Roman mehr als gelungen.
Neben der eigentlichen Krimihandlung spielt der historische Aspekt eine markante Rolle. Man bekommt ein stimmiges Bild vom vergangenen Leipzig dank der interessanten und lebendigen Erzählweise. Der Autor glänzt mit einer hervorragenden Recherche und fundierten Basis über die Ereignisse jener Zeit.
Die Randgeschichten der Leipziger fließen gekonnt in die Erzählung ein. Er überzeugt mit seinen individuellen, facettenreichen Figuren, die einem ans Herz wachsen oder die man einfach nur zum Teufel scheren möchte.
Fazit: Ein spannender Krimi Anfang der 20iger Jahre in toller Aufmachung! Der 2. Teil kann unabhängig vom ersten Kriminalfall „Der rote Judas“ gelesen werden. Trotzdem sollte man sich den ersten Steiner nicht entgehen lassen, denn auch dieser Fall ist spannend bis zur letzten Seite und verspricht glänzende Krimiunterhaltung. Ich rate dringend zu einer unbedingten Leseempfehlung! Ich freue mich auf den hoffentlich baldigen 3. Paul Steiner!










