Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
„In der Fantasie sind alle Ideen erlaubt!“
Mein geniales Leben von Jenny Jägerfeld
„Mein geniales Leben“ ist ein humorvolles, tierisches und außergewöhnliches Buch mit starken Charakteren. Der zwölfjährige Sigge berichtet von einem Sommer-Countdown bis zum Schulstart an der neuen Schule und damit der Chance, endlich beliebt zu werden. Das ist ihm so wichtig, weil er an seiner alten Schule keine Freunde hatte und gehänselt wurde.
Während seine Schwester Majken einfach so Freunde findet, versucht Sigge an seinen sozialen Fähigkeiten zu arbeiten. Aus den daraus resultierenden Pleiten und Pannen ergibt sich eine unterhaltsame Geschichte, die vor allem durch die unterschiedlichen Familienmitglieder, allen voran Sigges extravagante Großmutter, dem ungewöhnlichen Hotelgast Krille Marzipan und einem entführten Gartenzwerg, großen Lesespaß bereitet.
Es geht um ein Thema, das viele Kinder beschäftigt: Wie bekomme ich Anerkennung und gewinne Freunde? Sigge ist eine Figur mit Schicksalsschlägen und Schwächen, der sich mithilfe von Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen weiterentwickelt. Dabei steckt er einige Rückschläge ein, wirkt zutiefst authentisch und ist mit seinen Mutausbrüchen ein Vorbild dafür, sein Selbstbild nicht von anderen bestimmen zu lassen. Gemeinsam mit Sigge entdeckt man, worauf es wirklich ankommt. Die Handlung ist altersgerecht und der Schreibstil sehr angenehm. Zum Ende ist das Buch etwas vorhersehbar, aber dabei versöhnlich und wohlwollend, mit der Botschaft: gib niemals auf.
„Mein geniales Leben“ behandelt Mobbing, Familienzusammenhalt und Soziale Medien. Beliebtheit bei Gleichaltrigen und soziale Kontakte stehen dabei im Fokus. Eine bunte und lebendige Geschichte, mit witzigen Ereignissen und tiefgreifenden Erkenntnissen. Wer auch gern beliebter wäre oder Lust auf einen bunten schwedischen Roman hat, deren Figuren man nicht so schnell vergisst, dem sei dieses Buch empfohlen.
Rezensionen von Streiflicht:
Wirklich anders
Der Malik von Bernhard Kreutner
Ich liebe Kirmis und Thriller und wenn man über Jahre sehr viel in einem Genre liest, wird es manchmal ein bisschen öde. Vieles ähnelt sich dann doch irgendwie und man lässt sich oft nicht mehr so richtig packen von den Geschichten. Daher bin ich immer umso begeisterter, wenn der Autor es schafft, mich komplett in das Geschehen hineinzuziehen oder wenn die Hauptfiguren besonders sind.
Hier ist beides der Fall gewesen. Ich fand den Kriminalfall sehr spannend, weil man eigentlich sehr schnell wusste, wer der Täter ist... gleichzeitig war es aber immer weiter spannend, weil man gemeinsam mit dem Ermittlerteam unterwegs war, um diese ach so integre Familie schnappen zu können. Und dann noch die wahrhaft gelungenen Figuren des Michael Lenhart und seiner Partnerin Sabine Preiss. Ich mochte seine Ausführungen und ihre coole Art sehr!
Leider kenne ich das Vorgängerbuch "Der Preis des Lebens" bisher nicht, aber weil mir dieses Buch so gut gefallen hat, habe ich es noch während der Lektüre gekauft. Das spricht ja auch für sich. Man kann diesen zweiten Band gut lesen, ohne den ersten zu kennen - also auch bestens für Quereinsteiger geeignet.
Wer etwas anderes, besonders abseits vom Mainstream sucht, wird hier sicherlich begeistert sein. Hoffentlich dürfen die beiden als Team noch lange gemeinsam ermitteln!
Rezensionen von BarbaraM:
Sehr berührend, humorvoll und authentisch – empfehlenswert!
Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande
„Als wir uns die Welt versprachen“ von Romina Casagrande umfasst in der gebundenen Ausgabe 480 Seiten.
Die Autorin Romina Casagrande erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte der Südtirolerin Edna, die sich auf den Weg zu ihrem Kinderfreund Jacob macht, um eine alte Schuld zu begleichen.
Als kleine und aus ärmlichen Bedingungen stammende Kinder wurden beide als sogenannte „Schwabenkinder“ über die Alpen nach Oberschwaben gebracht.
Zwischen den beiden Kindern entwickelte sich über viele Jahre fernab der Heimat eine wichtige Freundschaft. Sie haben zusammen ihre Flucht geplant, aber nur einem Kind gelang sie.
In hohem Alter entdeckt Edna ein Lebenszeichen ihres Freundes in einer deutschen Zeitung und beschließt diesen aufzusuchen. Sie geht den Reiseweg noch einmal zurück und macht dabei die unterschiedlichsten Begegnungen.
Romina Casagrande schafft es das sehr wichtige und erschreckende Thema der „Schwabenkinder“ gekonnt anzugehen. Ihr Buch lässt sich trotz des „harten“ Themas sehr flüssig, humorvoll und dabei so authentisch und auch spannend lesen und ich konnte mich sehr gut in die fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen.
Man begibt sich als Leser gemeinsam mit Edna und ihrem Papagei auf eine sehr naturverbundene und waghalsige Reise, durchlebt ihre Vergangenheit, erlebt teilweise skurrile Begegnungen in der Gegenwart und hofft und freut sich dabei gleichzeitig so sehr auf ein gelungenes Wiedersehen mit Jacob und das Begleichen der alten „Schuld“.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus, das bei jedem Leser sicherlich lange nachwirken wird. Mich hat es sehr berührt.
Rezensionen von BarbaraM:
Was für ein wunderbarer und so sympathischer Mutmachhase!
Nobbi, der Mutmachhase (Band 2).Bd.2 von Maike Bollow; Judith Allert
„Nobbi, der Mutmachhase. Zusammen schaffen wir das“ von den Autorinnen Maike Bollow und Judith Allert und der Illustratorin Stefanie Reich ist im März 2021 im Edel:KidsBooks-Verlag erschienen. Das Bilderbuch umfasst 32 Seiten. Es handelt sich hier um den zweiten Band um den Mutmachhasen Nobbi. Die Bücher können aber gut unabhängig voneinander betrachtet und gelesen werden.
Diese Mal hilft Nobbi, der Mutmachhase dem kleinen Bibermädchen Lilli. Lilli benötigt dringend ein bisschen Zuspruch und Mut, denn ihr großer Bruder traut ihr einfach nicht zu, dass sie ein neues Spielzimmer am Biberbau ganz alleine bauen kann. Jetzt ist eine Prise Mut vonnöten und zum Glück ist da Nobbi und sein kleiner Vogelfreund Flatterpiep zur Stelle. Das tut Lilli richtig gut. Zusammen kann man so vieles schaffen.
Mit Ängsten, Verunsicherung und auch Selbstzweifeln sind auch Kindern heute immer wieder konfrontiert. An diese Themen gehen die Autorinnen ganz ehrlich und kindgerecht heran. Sie zeigen dabei kleine Lösungsstrategien auf und verdeutlichen, dass niemand damit alleine ist. So fühlen sich die kleinen Leser Nobbi und seinen Freunden sicherlich sofort ganz nahe. Zudem sind alle Charaktere richtige Sympathieträger – allen voran natürlich Nobbi, der Mutmachhase. Er ist sehr empathisch, mutmachend, ehrlich und so sanft und verständnisvoll.
Der Vorlesetext der Geschichte ist klar verständlich und die Illustrationen von Stefanie Reich unterstützen und erweitern das Gelesene ganz wunderbar. Uns hat richtig gut gefallen, dass die Gefühle der einzelnen Tiere auf den Bildern so gut durch die Gestik, Mimik und Haltung zum Ausdruck kommen und ganz eindeutig sind. Fast immer gehen die Illustrationen über zwei Seiten und die Tiere darauf sind richtig groß abgebildet und schaffen so gleichzeitig eine Nähe zu den lesenden Kinder. Gut finden wir auch, dass die Bilder nicht zu überladen mit vielen Details sind, es aber dennoch Kleinigkeiten zu entdecken gibt.
Von meinen Kindern und mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung.
Das herrliche Bilderbuch ist zum Vorlesen sicherlich für Kinder ab 3 Jahren geeignet.
Rezensionen von Dana:
schöne Geschichte, tolle Gestaltung
Mission Hollercamp Band 1 - Der unheimliche Fremde von Lena Hach
Im Hollercmap können Leon, Jakub und Emily so richtig die Seele baumeln lassen und die Ferien genießen. Jedes Mal, wenn sie an den idyllischen See fahren, freuen sie sich darauf, sich wiederzusehen, gemeinsam zu entspannen, die Gegend zu erkunden und auch mal kleine Abenteuer zu erleben. Doch dieses Mal ist etwas anders.
Es passieren seltsame Dinge: während des Schwimmens verschwindet Kleidung, Holz, das eigentlich trocken war, ist plötzlich nass, Schilder werden versetzt oder zur Irreführung beschmiert.
Kann das an dem Fremden liegen, der recht neu in der Gegend zu sein scheint und den alle nur aus der Ferne beäugen? Die Freunde begeben sich auf die Suche nach der Wahrheit und finden dabei allerhand heraus.
Der Auftakt der Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Die Sprache und die Satzstruktur sind einfach gehalten, so dass es auch für jüngere Leser gut verständlich ist und sich das Buch zügig und flüssig lesen lässt. Es schwingt auch eine gute Portion Humor mit, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat und einfach auch zeigt, wie anders Kinder Situationen manchmal sehen und empfinden. So werden sich jüngere Leser bestimmt gut mit vielen der Dinge identifizieren können, die Leon berichtet, Erwachsene schmunzeln vielleicht einfach ein paar mal öfter, weil sie die Lage aus einer anderen Sicht betrachten.
Besonders toll gemacht fand ich die kleinen Einschübe von Emily, die hier und da kommentiert, was Leon aus der Ich-Perspektive berichtet. Manchmal stimmt sie zu, manchmal widerspricht sie, lobt ihn dafür, dass er das erwähnt hat oder gibt einfach noch mal ihren eigenen Senf dazu. Das lockert den Textfluss auf und bringt einem die Figuren und die Stimmung, die zwischen ihnen herrscht noch einmal näher. Zusätzlich gibt es auch kleine Illustrationen, die die Handlung gut unterstützen.
Die drei Freunde sind alle unterschiedlich, was mir gut gefallen hat. Emily spricht zum Beispiel auch Englisch und Hindi, weil ihre Familie Wurzeln in den Ländern hat. Das ist ebenso selbstverständlich in den Text eingebaut, wie Jakubs Hörgeräte und seine polnische Heimat bzw. die seines Vaters. Sie akzeptieren einander, wie sie sind und auch wenn sie sich gegenseitig mal aufziehen, mit ihren Stärken und Schwächen, geschieht das immer auf eine Art und Weise, die mir niemals abwertend erschien. Gemeinsam ergeben sie ein starkes Team, unterstützen sich, tüfteln an cleveren Ideen, bauen sich auf bei Misserfolgen und halten einfach zusammen, egal was kommt. Abgesehen von den Freunden lernt man auch Leons Eltern, seine Schwester, seine Cousine, Emilys Granny, Jakubs Vater, den geheimnisvollen Fremden und einige andere vom Campingplatz bzw. aus dem Ort kennen. Viele von ihnen spielen jedoch eher am Rand eine Rolle und rücken nicht so sehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Auf jeden Fall entsteht ein sehr bunt gemischtes Figurenfeld.
Da immer mehr ungewöhnliche Dinge passieren, schmieden die Freunde Pläne, um hinter die Machenschaften zu kommen. Dabei lernen sie auch den „Fremden“ kennen, der von den meisten nur aus der Ferne betrachtet wird, mit dem sich aber die wenigstens nur persönlich beschäftigen. Ihre erste Begegnung verlief jedoch ganz anders, als die Kids das geplant hatten. Dabei wird schnell deutlich, dass es ihnen irgendwie unheimlich ist, sie aber auch sehr neugierig sind und sie die Vorurteile, die ihnen von anderen eingetrichtert wurden, nicht einfach glauben wollen, wo ihr Gegenüber doch einen ganz anderen Eindruck auf sie macht und ihnen sogar geholfen hat.
Insgesamt ist die Handlung nicht oft überraschend, aber es gibt schöne Entwicklungen und die Charaktere bei ihrer Suche zu begleiten, war interessant und hat mir viel Spaß gemacht. Für jüngere Leser ist der Spannungsfaktor sicher auch noch etwas größer und man fiebert noch intensiver mit den Figuren mit. Schön eingeflochten fand ich auch die Freundschaft zwischen dem 12 jährigen Leon und seinen Freunden.
Fazit
Ein schöner Auftakt, der neugierig darauf macht, was Leon und die anderen noch im Hollercamp erleben und herausfinden werden. Können sie Beweise sammeln oder wird es weitere Streiche geben, für die sie selbst sich möglicherweise verantworten müssen, obwohl alles ganz anders ist? Durch die Illustrationen und die Kommentare von Emily ist das Buch sehr ansprechend gestaltet und es entsteht gemeinsam mit dem schönen, einfach gehaltenen Schreibstil eine lockere, teilweise witzige Atmosphäre zum Wohlfühlen.
Rezensionen von Dana:
facettenreiches Setting, spannende Handlung, toller Auftakt
Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen") von Jennifer Benkau
In Laires Leben lief schon so einiges nicht nach Plan. Sie lebt mit ihrer Mutter im Exil und kann sich nur knapp mit den Verkäufen ihrer Produkte über Wasser halten. Nur wenige Menschen halten noch zu ihr, der Zugang zur Universität wird ihr nicht gestattet und darüber hinaus trägt sie auch noch ein großes Geheimnis mit sich herum, das ihr gefährlich werden könnte.
Doch all die Schwierigkeiten und Entbehrungen haben sie auch stark gemacht und lassen sie bedingungslos für ihre Ziele einstehen. Wenn ihr etwas wichtig ist, dann gibt sie nicht so schnell auf. Daher war auch sofort klar, dass sie sich auf den Weg ins Daemareich machen würde, als sie erfahren hat, dass ihr Verlobter verflucht wurde und sich nun in den Fängen des düsteren Lords befindet.Wer im Reich der Schatten bestehen will, muss allerdings einiges auf sich nehmen und sollte sich auf keinen Fall das falsche wünschen…
Zunächst beginnt das Buch relativ ruhig und man bekommt die Gelegenheit in die komplex aufgebaute Welt einzutauchen und die wichtigsten Figuren kennen zu lernen. Im Verlauf der Geschichte erfährt man dann immer mehr Details, die deutlich machen wie facettenreich schon allein das Daemareich ist, in das die Charaktere reisen, um den Verfluchten zu befreien. Im Reich der Schatten ist nicht viel, wie es scheint. Es wird mit Wünschen, Ängsten, Hoffnungen, Stärken und Schwächen gespielt. Nur wem es gelingt, sich nicht in die Irre führen zu lassen, wer sich seinen Gedanken stellt und felsenfest an seinem Ziel festhält, hat überhaupt die Chance, es bis zum Daemalord zu schaffen. Auf dem Weg dahin gibt es zahlreiche Hürden, die überwunden werden müssen und auch nicht alle Wesen des Reiches sind den Eindringlingen wohlgesonnen. So kommt es zwischendurch zu kämpferischen Auseinandersetzungen. Mir hat der Aufbau des Daemareiches unglaublich gut gefallen. Es gibt an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken und durch die unterschiedlichen Aspekte, die miteinander verwoben werden, wird es niemals langweilig. Dazu kommt dann noch, dass die Figuren sich ihren eigenen Gedanken stellen müssen und nicht nur den Hindernissen, die ihnen ganz offensichtlich in den Weg gestellt werden. Dabei müssen sie sich Dinge eingestehen, die sie lieber verdrängt oder für immer in sich verschlossen hätten. Durch lebendige Beschreibungen kann man die Handlung sehr intensiv verfolgen und umso weiter das Buch voranschreitet, umso temporeicher, spannender und dynamischer wird das Geschehen.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, wodurch es möglich wird, unterschiedliche Handlungsstränge zu verfolgen, aber auch in unterschiedliche Köpfe zu schauen und zu erfahren, was die Ereignisse mit den Figuren machen. Protagonistin Laire erzählt dabei aus der Ich-Perspektive und hat auch die größten Anteile im Buch, so dass man sie besonders intensiv kennenlernt. Ihren Verlobten zu befreien hat für sie oberste Priorität, dennoch ist sie sehr bemüht, sich selbst treu zu bleiben und weicht nur von diesem Weg ab, wenn es gar nicht anders geht. Durch ihr Geheimnis hat sie früh gelernt, wie schwer es ist, echte Freunde zu finden und dass sie nur wenigen Leuten vertrauen darf. Im Daemareich können ihre Fähigkeiten ihr jedoch helfen, allerdings nur, wenn sie mutig genug ist, es zuzulassen und es ihr gelingt, die Gabe nicht zu mächtig und unkontrolliert werden zu lassen. Eine ziemliche Gradwanderung für Laire, die es ihr immer wieder schwer macht. Auch Alaric macht ihr das Leben nicht unbedingt leichter. Er ist eine der weiteren Figuren, aus deren Perspektive man einen Teil der Handlung erlebt. Laire und er haben eine gemeinsame Vorgeschichte, die nicht besonders positiv ausgegangen ist. Tief verletzt, ist Laire zunächst nicht bereit, auf sein Angebot einzugehen und ihn mit ins Daemareich zu nehmen. Erst als sich kein anderer Ausweg mehr bietet, muss sie murrend zustimmen ihn, neben ihrer besten Freundin Vika und dem ehemaligen Paladin Jero, mitzunehmen und bereut diese Entscheidung immer wieder. Denn so gern sie Alaric einfach weiter verachten würde, für das, was er getan hat, so löst seine Anwesenheit doch sehr viel mehr in ihre aus.
Alaric ist ein interessanter Charakter, dessen Geschichte ich ebenfalls gern begleitet habe. Als Leser weiß man mehr als die anderen Figuren, da Alaric nicht über das sprechen darf, was ihn antreibt. Dadurch wirkt er oft kalt und unnahbar, die Kapitel aus seiner Perspektive geben jedoch trotz eines personalen Erzählers gute Einblicke in sein Innenleben und zeigen, wie sehr ihm einige Dinge zu schaffen machen und wie gern er einiges ändern würde, wenn es ihm doch nur möglich wäre. Ich mochte ihn als Figur sehr gern und bin gespannt, was da noch kommen wird, denn die Ereignisse und Enthüllungen zum Ende des Buches haben große Auswirkungen auf seine Zukunft.
Die dritte Figur, die begleitet wird, ist Desmond, Laires Verlobter. Er befindet sich beim Lord des Daemareiches und wagt kaum zu hoffen, dass jemand kommen könnte, um ihn zu befreien. Es gibt nur hin und wieder Kapitel aus seiner Sicht, in diesen bekommt man dann noch mal andere Eindrücke vom Lord, aber auch von Desmonds Leben, seinen Absichten und Geheimnissen. Laire und Alaric lernt man insgesamt besser kennen, als Desmond, auch wenn er mehr oder weniger die treibende Kraft ist, die die anderen antreibt, überhaupt ins Reich der Schatten zu gehen.
Zusammen ergeben die einzelnen Perspektiven ein komplexes, abwechslungsreiches Gesamtbild und da sich die Stränge alle in gewisser Weise bedingen und zumindest die von Alaric und Laire direkt miteinander verwoben sind, wird die Handlung trotz der Wechsel stetig vorangetrieben. Ich mochte auch die Dynamik zwischen den Figuren sehr gern. Es ist für alle nicht einfach, sie müssen Kompromisse eingehen, sich aufeinander verlassen, obwohl sie einander nicht alle vertrauen und immer wieder stehen ihnen unterschiedliche Gefühle und Empfindungen im Weg. So müssen sich die Protagonisten auch viel mit sich und ihren Eindrücken auseinandersetzen, um im großen Ganzen voran zu kommen.
Der Schreibstil von Jennifer Benkau lebt von der facettenreich ausgebauten Welt, all den fantastischen Ideen, den dynamischen Gesprächen und den lebendigen Beschreibungen. Ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt, auch wenn der Start insgesamt recht ruhig und eher gemächlich war. Die Handlung nimmt dann allerdings stetig mehr Tempo auf und man möchte die Geschichte kaum noch beiseite legen. Besonders gut gefallen mir auch die bildgewaltigen Formulierungen, die die Atmosphäre und Emotionen super transportieren. Am Ende des Buches ist viel passiert, es war sehr spannend und turbulent, es gab zahlreiche Hürden zu bewältigen und Herausforderungen zu meistern, die Figuren sind zusammengewachsen und doch hat jeder so seine Geheimnisse, von denen zwischendurch einige ans Licht kommen und doch bleiben für den weiteren Verlauf der Handlung noch viele Fragen offen und es haben sich neue Konstellationen ergeben, bei denen es interessant sein wird, zu verfolgen, wie es weitergeht.
Fazit
Ein richtig toller Auftakt, der einen in eine komplexe, fantasievolle Welt entführt. Besonders das düstere Reich der Schatten hat mich fasziniert und immer wieder für Überraschungen gesorgt. Auch wenn es zunächst eher ruhig startet, nimmt die Handlung dann an Fahrt auf, es wird sehr turbulent und spannend, mit einigen Wendungen und unerwarteten Ereignissen. Durch die lebendige Erzählweise entstanden detaillierte Bilder in meinem Kopf, die das Lesen der angenehm und stimmungsvoll gemacht haben. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird mit den interessanten Charakteren und der ziemlich veränderten Konstellation, die sich zum Schluss ergeben hat.
Rezensionen von Dana:
schönes Kinderbuch zum Entdecken und Lernen
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 71 - Turnen, tanzen, Musik machen von Constanza Droop
Wieso, weshalb, warum? Ich mag die Art dieser Bücher total gern. Die Themen werden kindgerecht präsentiert und es gibt immer viel zu entdecken, auch über die kleinen Texte hinaus, die auf den Seiten stehen. Die kurzen Passagen beschreiben grob das Geschehen der tollen Illustrationen, zusätzlich kann man aber weitere Kinder, Sportgeräte, Musikinstrumente oder andere Dinge, je nach dem behandelten Aspekt auf der Seite, sehen.
Zu dem offensichtlichen Geschehen gibt es hinter den vorhandenen Klappen für die Kinder vor dem Buch noch zusätzlich etwas zu entdecken. Die Kinder auf den Buchseiten verändern ihre Haltung im Ballett, machen eine neue Bewegung beim Turnen, fangen an ihre Instrumente zu spielen oder führen ihre Tänze fort, wenn man die Klappen im Buch umklappt. Beim ersten Knicken waren einige dieser Klappen etwas schwergängig, danach ging es dann aber problemlos. Gut gefallen hat mir auch, dass die Klappen unterschiedlich von der Form und Größe sind, das macht es zusätzlich abwechslungsreich. So sind die Kinder beim Ansehen des Buches auch aktiv integriert und können selbst etwas machen. Besonders schön finde ich auch das Drehrad, das zum einen zeigt, welche Yogaübung zu welchem Bild passt und auf der anderen Seite unterschiedliche Möglichkeiten präsentiert, Bänder durch die Luft wirbeln zu lassen. Die im Buch gezeigten Kinder sind alle sehr unterschiedlich, was mich ebenfalls angesprochen hat. Unterschiedliche Haaar- und Hautfarben, unterschiedliche Interessen und Talente und auf der einen Seite gibt es auch ein Kind im Rollstuhl. So kann man auch an solche Themen heranführen und zeigen, dass es nicht auf Handicaps oder Herkunft ankommt, sondern auf das Miteinander und den Spaß an der Sache.
Ein toller Querschnitt durch die Themen Turnen, Tanzen und Musik machen, bei dem man sehr viel sehen und entdecken kann und das eine oder andere Kind sicher auch Lust bekommen wird, selbst etwas von dem Gezeigten auszutesten. Es wird bei keinem Thema sehr lange verweilt, aber es bietet auf jeden Fall die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen und bei Interesse das eine oder andere noch mal zu vertiefen. Da es so viel auf den Seiten zu entdecken gibt, kann man es auch sehr gut mehrfach anschauen und immer mal wieder auf andere Aspekte den Fokus legen.
Rezensionen von Lesemama:
Nicht immer ist Schweigen Gold
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
Zum Buch:
Sophie und Thiele haben das schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann. Ihr einziger Sohn Aaron ist in der Elbe ertrunken.
Während die beiden nach über einem Jahr noch immer versuchen, damit zu leben, geht bei ihren Freunden und Nachbarn Inga und Bodo das Leben ganz normal weiter. Bis eines Tages die mysteriöse Mara auftaucht und alles durcheinanderwirbelt.
Meine Meinung:
Eine Geschichte voller Missverständnisse oder eher eine Geschichte voller sgeheimnisse und voller Schweigen.
Sehr atmosphärisch erzählt von Kristina Hauff.
Während sich Sophie nach dem Verlust ihres Kindes in Arbeit stürzt ist Thies seither zuhause und arbeitet nicht mehr.
Ich fand die Geschichte unglaublich berührend, auch wenn ich gerne mehr über Aaron erfahren hätte. Manchmal driftet er so in Hintergrund.
Der Autorin ist es trotzdem gelungen, eine spannende Geschichte zu erzählen, viele Lose Fäden, die am Ende zusammenführenten.
Mara, die ich zu Beginn für eine Nebencharaktere hielt, hatte zwischendurch dann doch einiges zu sagen, auch wenn ich ihr Ende dann nicht so überzeugend fand.
Mich hat jedenfalls sehr gerührt, welche Fortschritte die Mutter von Aaron machte, war es doch nicht immer einfach, mitzuerleben, wie der eigene Sohn von anderen gesehen wurde.
Eine berührende Geschichte die mich am Ende mit der Überzeugung hinterlassen hat, das Schweigen nicht immer Gold ist.
Rezensionen von heinoko:
Manchmal passen Buch und Leser einfach nicht zusammen
Die dritte Frau von Fleischhauer Wolfram
Manchmal passen Buch und Leser einfach nicht zusammen
Eigentlich klingt der Text auf der Rückseite des Buches sehr interessant: „Ein junger Romanautor versucht vergeblich, ein geheimnisvolles Gemälde des Louvre zu entschlüsseln. … Jahre später wünscht eine Nachfahrin einer der porträtierten Frauen mit ihm in Kontakt zu treten.
Offenbar hat sie Antworten…“ Die kurze Leseprobe, die ich vorweg gelesen hatte, hatte mich neugierig gemacht. Aber mit dem gesamten Buch habe ich mich schwer getan, besser gesagt, ich fand darin nichts, was ich mochte.
Vielleicht lag es daran, weil ich das Vorgänger-Buch nicht gelesen habe und insofern manche Verknüpfungen für mich nicht verständlich waren. Vielleicht weil die Gesamtmischung des Sujets für mich verwirrend war. Verschiedene Zeitebenen, historische „Ausflüge“ in die Renaissance und eine Art Liebesroman – das war mir schlichtweg zu viel von allem und in der Summe nichts. Die Protagonisten bleiben allesamt ungreifbar und flach. Meine lesehungrigen Augen fanden in diesem Buch einfach keinen Ort, an dem ich gerne bleiben wollte, so als eine Art roter Faden, anhand dessen ich mich durch die „Handlung“ hindurch lesen hätte können, ohne die Lust am Buch zu verlieren. Langweilig wurde mir beim Lesen in zunehmendem Maße, und so legte ich das Buch immer wieder weg. Mag auch sein, dass ich das Buch und seine Intention einfach nicht verstanden habe trotz meines Bemühens. Manchmal passen Buch und Leser einfach nicht zusammen.
Rezensionen von Katzenmicha:
Zauberhafte Reise nach Cornwall
Die Roseninsel von Gabriele Diechler
Emma die Buchhändlerin aus Köln,ist von ihren Eltern Peggy und Hannes liebevoll aufgezogen wurden.Ihre Eltern führten ein liebevolle Beziehung und kümmerten sich gemeinsam um die Buchhandlung.Nachdem Emmas Eltern kurz hintereinander gestorben sind fällt Emma in ein tiefes Loch.Es macht ihr alles keine Freude mehr und auch in ihrem Job ist Emma unterfordert.
So nimmt sie Urlaub um nach London zu fliegen um ihrer Eltern nah zu sein.In ihrem Gepäck die Liebesliste ihrer Mutter Peggy.In einem Park in London läuft ihr der süße Mischlingshund Jimmy zu.Sie bringt Jimmy zu seiner BesitzerinAva Allington.Diese bittet Emma sich eine Weile um Jimmy zu kümmern und bei ihr zu wohnen.Beide sind sich gleich vertraut und als Ava erfährt das sich Emma leidenschaftlich gerne um Bücher kümmert bittet Ava Emma auf ihrem Anwesen Rosewood Manur die Bibiothek auf neusten Stand zu bringen.Was Emma sehr gerne macht,den nach Cornwall wollte sie auch,da war auch ihre Mutter Peggy.Auf der Roseninsel trifft Emma auf Avas Sohn Ethan,doch dieser ist zu ihr sehr abweisend-nicht so wie Ava ihn beschrieben hat.Aber Emma verliebt sich in Ethan und durch Zufall erfährt Emma warum Ethan so abweisend ist…
Die Autorin Gabriele Diechler hat einen warmherzigen ,wundervollen Schreibstil.Schnell waren meine Koffer gepackt und ich bin an Emmas Seite mitgereist.Für mich war es ein echtes Leseerlebniss,so voll Leben,Angst-Höhen und Tiefen des Lebens.Ich hatte den Duft der Rosen in meiner Nase.Leider viel zu schnell hatte ich das Buch fertig gelesen-5 Sterne,leider kann ich nicht mehr geben.Selten habe ich so ein schönes Lesevergnügen gehabt,was alles angesprochen hat-Herz,Verstand,Liebe und Angst zu Sterben.











