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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kokoloreslot:

Wegweiser für Paare mit Neurodivergenz

Zu viel, zu nah, zu sehr von Dr. Rosalie Weigand

Wie zeigt sich Neurodivergenz in einer Partnerschaft?
Wo sollte man ansetzen, wenn man merkt, dass man nicht weiterkommt? Wann ist eine Paartheraphie sinnvoll?

Mithilfe des Buches lassen sich solche Schwierigkeiten im Beziehungsalltag benennen und verstehen. Neurodivergente sowie auch Neurotypische werden sich in den treffenden Aussagen erkennen und erfahren, was sie eigenverantwortlich tun können.

Es ist toll, wie in diesem Buch Verständnis und Akzeptanz für unterschiedliche Bedürfnisse geschaffen wird. Eine gute Basis, die beide Parteien berücksichtigt und auf der man aufbauen kann. Dazu gibt es einigen Gesprächsstoff und Beispiele, um die richtigen Worte zu finden.

Nach unserer Erfahrung lassen sich die vorgestellten Therapie-Tools auch in einen stressigen Alltag integrieren und haben sich als hilfreich erwiesen. Schon kleine Veränderungen können eben viel bewirken.

Geschrieben ist es mit fachlicher Kompetenz, Sachlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Es erinnert an klassische Ratgeber und ist dafür gedacht, es von vorne bis hinten durchzulesen, wobei die häufigsten Fragen aus der Praxis und der Community einen runden Abschluss bilden.

Damit heben sich die interessanten Ratschläge und Gegenüberstellungen von Neurodivergenten und Neurotypischen von dem ab, was ich bisher gelesen habe. Das zeigt, dass eine spezifische Betrachtung von Beziehungskonstellationen sinnvoll sein kann. Man könnte dieses Buch allen empfehlen, die Neurodivergenz im Ganzen und die Auswirkung auf soziale Beziehungen besser verstehen möchten.

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Düstere Dystopie über Macht

Insel der Ratten von Jo Nesbø

Nach einer Pandemie bricht die gesellschaftliche Ordnung zusammen: eine postapokalyptischen Welt bricht herein. Der reiche Unternehmer Colin Lowe flieht mit seiner Familie auf die abgelegene Insel, während sein Sohn als Anführer der brutalen Chaos-Gruppe in der Stadt die Anarchie feiert. Will, Colins bester Freund, verliert seine Tochter an die Chaos-Gruppe und sinnt auf Rache.

Jo Nesbø schreibt gewohnt deutlich, ohne unnötige Ausschmückungen, was die Spannung erhöht, die brutale Handlung vorantreibt und alle Grausamkeiten offenlegt. Diesmal kurz, ohne Einleitung oder Erklärungen, aber auch hier findet sich ein klarer gesellschaftlicher Unterton und eine grandiose Inszenierung, während schonungslos eine Zivilisation in Chaos und Barbarei kippt. Wer Gerechtigkeit will, muss auf Rache verzichten. Wer Rache will, opfert die Gerechtigkeit.

Für mich war es ein beklemmendes aber geniales Buch, das ein Szenario entwirft, in dem die Schattenseiten der Menschheit gnadenlos zutage treten. Ich habe es schnell durchgelesen. Spannender Stoff, der nicht nur reine Unterhaltung bietet, aber so düster und brutal vielleicht nicht für jeden geeignet ist.

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Philosophie, die Spaß macht

Alice im Land der Ideen von Roger-Pol Droit

Als anfänglich philosophisch Interessierter, der keine trockene Theorie mag, war „Alice im Land der Ideen“ genau richtig. Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Abenteuerroman und philosophischer Wissensreise.
Alice Gedanken kreisen um große Fragen, über die Menschen schon seit Jahrtausenden nachdenken, um globale Krisen, das Erwachsenwerden und auch um kleine Fragen, die sie gerade beschäftigen.

Das verlangt nach Antworten und so begegnet Alice großen Philosophen und Denkern, die ihre Weisheiten mit ihr teilen. Eine Interessante Frage dabei lautet: Alles, was wir denken, fühlen oder tun, soll auf Ideen basieren, die in unseren Köpfen oder denen anderer entstehen?

Angenehm schräg, komödiantisch, voller verrückter und fantasievoller Anregungen, präsentiert Roger-Pol Droit in einem vorstellungsstarken und surrealen Stil, kultur- und literarische Anspielungen, andere Länder und andere Zeiten. Was sind Ideen? Wie prägen sie unser Leben? Wie können wir die Welt verändern? Was haben anderen darüber gedacht und geschrieben?
Das Buch lädt zum Nachdenken ein, ohne belehrend zu wirken – stattdessen schafft er eine Atmosphäre, in der Abstraktes greifbar wird und anregende Gespräche stattfinden. Insgesamt ist mir aber etwas zu oberflächlich geraten und kann mit Werken, wie „Sophies Welt“ nicht mithalten. Trotzdem kann ich empfehlen, mit Alice und ihren mausigen Begleitern ins Land der Ideen zu reisen.

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Erschreckend reale Dystopie

Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis

Eine erschreckend reale dystopische Welt zeichnet das neue Bienenbuch von Caryl Lewis, das dem Aussterben von Bienen geschuldet ist. Diese beängstigende Stimmung einer leider nicht allzu unmöglichen Zukunftsvision einer auseinanderbrechenden Gesellschaft macht das Buch so spannend. Es geht um Menschlichkeit, Würde, Träume, Freundschaft und Zusammenhalt.

Mittendrin ist Jess, die die Natur liebt und sie doch gar nicht kennt. Jess, die mehr vom Leben will, als das, was man ihr aufzwingt. Ihre junge Perspektive macht es sehr eindringlich und lässt mich schätzen, was ich für selbstverständlich halte und ihr versagt bleibt.

Es ist toll geschrieben – einfach, aber kraftvoll. Der Roman ist für Jugendliche zugänglich und thematisiert nicht nur ökologische Katastrophen, sondern auch gesellschaftliche Strukturen, die junge Mädchen in extreme Abhängigkeit und Ausbeutung drängen.

Der dichte, fast dystopisch-melancholische Ton, der die Hoffnungslosigkeit der Welt einfängt, ist beängstigend gut getroffen. Doch es sind die Momente der Hoffnung und des Widerstands, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Mich hat der Roman sofort gepackt – seine nachdenkliche Intensität lässt einen nicht mehr los. Ich hätte ihn am liebsten mit anderen gelesen, um darüber ins Gespräch zu kommen. Daher könnte ich ihn mir gut als Schullektüre vorstellen. Ein wirklich lesenswertes Buch.

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Forschung und Abenteuer

Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger

Der Roman „Die Insel der Schimpansen“ klang sehr interessant für mich, da er Themen wie Naturschutz und die Verbindung zwischen Mensch und Tier aufgreift. Auch das Setting von Samaki Island und der Urwald Tansanias schien verlockend. Ich wollte wissen, wie die Profiturnerin Angel es schafft, die Schimpansen für sich zu gewinnen und ihre Sprache zu erforschen, während sie hoch oben in den Baumkronen balanciert.

Die Forschung über die Kommunikation der Tiere war dann auch ein lesenswerter Teil von Interesse. Die Bindung zwischen Angel und dem sympathischen Milo ist zudem toll beschrieben. Spannung kommt aber erst spät auf, als die Schimpansen durch den Verkauf der Insel in ihrer Existenz bedroht sind und von Trophäenjäger gejagt werden. Zuvor kam bei mir durch die langatmige Erzählweise oft Langeweile auf. Die Vorgeschichte entwickelt sich sehr langsam. Ich musste mich zwingen, weiterzulesen. Da der Klappentext viel preisgibt, ist die Handlung vorhersehbar.

Schlussendlich blieb die Glaubwürdigkeit für mich auf der Strecke, als sich wissenschaftliche Betrachtungen in ein abenteuerliches Gut gegen Böse wandelte, das nicht ganz rund war. Denkanstöße gibt es dennoch, die einen nicht loslassen. Schwierig, das zu bewerten. Ich tendiere zu 3 Sternen, würde aber nicht gleich von dem Buch abraten, wenn man sich für die Themen interessiert.

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Unvergessliche Heldin

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike

Tibb Ingleby ist eine junge aber starke Persönlichkeit, die einiges durchmachen musste. Sie ist zwar allein, aber nicht hilflos. Ohne Heimat und Familie streift sie in kurzen Kapiteln durchs spätmittelalterliche England. Trifft Ausreißer, Schausteller und lässt sich zu einer kleinen Schwindelei hinreißen.

Ich mochte Tibb, weil sie mit ihren rohen Gefühlen und ihrer ehrlichen Art ungewöhnlich, unterhaltsam und liebenswert ist. Die trägt die Geschichte auf eine bewegende Art und Weise und hat ein liebes Wesen. Außerdem würde sie sich nicht verstellen oder gar aufgeben, aber tut sich schwer damit, jemanden zu vertrauen. Mit Ivo zeichnet sich Hoffnung ab, aber schließlich zieht sie mit den Schaustellern weiter. Wie sich das noch entwickelt, macht es noch spannender.

Alles an diesem Roman ist zusammen genommen einzigartig: die Hauptfigur, das düstere Zeitalter und die moderne teils derbe Sprache. Mich hat alles daran mitreißen und überraschen können. Es ist leichter, in diesen historischen Roman abzutauchen, wie bei anderen Büchern dieses Genres. Und es hat sich schneller weggelesen, als ich gedacht hätte. Es rührt einen, wie Tibb wie eine Lichtgestalt in dieser harten Realität ihren Weg geht und nach Liebe und Sicherheit sucht. Nur zu empfehlen.

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Wie Ms. Atkins ihre Träume wiederfand

Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking

Die einsame Dame Ms. Atkins ist seit vielen Jahren eine treue Besucherin der Bibliothek. Doch sie macht einen Bogen um Geschichten und greift lediglich zu Fachbüchern, obwohl „Peter Pan“ ihr Lieblingsbuch ist. Ein erster Hinweis?

Als der neue Mitarbeiter Henry sie in das Geheimnis des Fahrstuhls einweiht, der in die Traumkorridore führt, beginnt für sie ein ganz neues Kapitel und auch die Suche nach einem Schlüssel.

Doch sie ist nicht allein. Wir lernen noch Robert kennen, der seit zehn Jahren die Bibliothek besucht, sowie zwei Teenager: den bereits erwähnten, schüchternen Nerd Henry und die abweisende Xiao Mei, in die Henry verknallt ist. Jeder von ihnen trägt ein unsichtbares Päckchen und ist in die Geheimnisse der Bibliothek eingeweiht.

Das klingt etwas vielversprechender, als es am Ende ist. Die Erzählweise ist langsam und zu viel Magie darf man nicht erwarten. Emotionen und Selbstfindung stehen zwar im Vordergrund, eingebettet in eine geheimnisvolle Traumwelt, die sich nicht zufällig in einer Bibliothek befindet. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas und ich verlor zwischenzeitlich das Interesse und habe überlegt, abzubrechen, aber es wurde besser. Einerseits war der Roman interessant und einnehmend geschrieben, andererseits wirkte er oberflächlich und nicht tiefgreifend genug. Zudem zog sich die Handlung an manchen Stellen schon sehr, und die wirklich spannenden Handlungsstränge griffen zu kurz. Der Plot konnte aber noch überzeugen und das Ende wird niemanden kalt lassen.

Doch das Schöne an dem Roman ist, dass sich dem Leser die Vorstellung dieser Traumtüren geradezu aufdrängt. Die Schreibweise ist leicht, flüssig und bildgewaltig. Alles wird so genau beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann. Am Ende dachte ich, dass die Geschichten von Amanda, Robert, Henry und Xiao Mei nur wenige von unzähligen Geschichten sind.

Besonders toll fand ich die Gestaltung des Buches: Jedes Kapitel beginnt mit einem persönlichen Logo, das zu einer der vier Perspektiven passt. Außerdem enthält das Buchpaket liebevolle Beigaben wie Tee oder einen Bibliotheksausweis. Ideal für die, die sich eine berührende Wohlfühlgeschichte über Bücher und Träume wünschen und auf solche Kleinigkeiten Wert legen oder das Buch verschenken möchten.

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Actionreiche, hollywoodmäßige Unterhaltung für Lesemuffel

Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias

Eine spannende Handlung, Witz und Action stehen im Vordergrund, sowie die 12-jährigen Jungs, die unfreiwillig in dieser Situation stecken und sich zusammenraufen müssen, obwohl sie ganz unterschiedlich sind. Milo ist der ruhige Nerd mit Höhenangst und Finn der unsportliche Gamer, dessen Gedanken oft um Fast Food kreisen.

Aus seiner Sicht liest es sich locker und witzig. Der Sprachgebrauch ist anspruchsvoller, aber im Glossar werden Fachbegriffe, die beim Militär verwendet werden, gut erklärt.

Der Star des Buches ist Artemis, ein Flugsaurierweibchen, die nicht mehr von Finns Seite weicht, seit die geschlüpft ist, und Grund dafür ist, dass Finn, Milo und Dr. Lara auf der Flucht sind. Nun kommt es auf Zusammenhalt in einer Ausnahmesituation an, um zu überleben. Ein paar Illustrationen und interessante Fakten sind auch dabei.

Actiongeladene, hollywoodmäßige Unterhaltung für Lesemuffel, die sich für Survival, geheime Agenten-Missionen und Dinosaurier begeistern. Das ist spannender Lesespaß, der sich nicht zu ernst nimmt und bei dem deswegen auch die Lesemotivation hoch bleibt. Lieber gleich den zweiten Band besorgen, denn bei dem offenen Ende, möchte man sofort weiterlesen.

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Nicht mein Fall

Das Jahr der Wale von Kelly Anderson

Ausgerechnet ein Tsunami nimmt Annie ihre Eltern, dabei ist es ihre Verbindung zum Meer, ihrer Heimat, aus der sie Kraft zieht. Annie muss dieses schweren Verlust verarbeiten und mit ihrem alten Leben abschließen, als ihre zweite Heimat evakuiert wird und sie Walker kennenlernt.
Rückblinkende Handlungsstränge geben Aufschluss über Annies ungewöhnliche Kindheit auf dem Meer, die Liebe ihrer Eltern und die Beziehung zu Evan, mit dem Annie seit der Kindheit befreundet ist.

Kelly Anderson versteht es, über die Natur zu schreiben, aber verliert sich oft in Beschreibungen von Kleinigkeiten oder Unwichtigem. Diese langweiligen Passagen haben meine Leselust merklich gedrosselt und waren mir zu langatmig. Die Handlung nahm dann einen mystischen Verlauf, den ich nicht erwartet hätte. Generell ein interessanter Einschub, für mich passte das hier aber einfach nicht und es fiel mir schwer, wieder in die Geschichte zu finden, obwohl es trotzdem Abschnitte gab, dir ich eindrucksvoll und berührend fand. Das Ende hat meine Befürchtungen dann leider bestätigt und ließ mich mit vielen Fragen zurück.
Nicht mein Fall, aber man spürt, wie die eindrucksvolle Schönheit, Kraft und die Bedeutung der Natur gefeiert wird und ich mochte die schöne Sprache und wie von Familie und Liebe erzählt wird, ist besonders.

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Träume dürfen auch sehr, sehr groß sein - Pieks-Spaß für alle!

Edward von Stechowsky von Moritz Neumeier

„Edward von Stechowsky – Von einer Mücke, die sich etwas Größeres erträumte“ von Moritz Neumeier und Timo Zett ist ein urkomisches, lehrreiches Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, das lange Zeit gereift ist.

Es erzählt die Geschichte einer Mücke, die anders ist als die anderen und sich traut, unbeirrt gegen den Strom zu schwimmen.

Das Vorlesen der Reime bereitet großen Spaß, während die Kleinen staunend die Seiten betrachten: Mal zoomt die Illustration nah heran, mal bietet sie mehrere Bildinhalte, wechselt in die Vogelperspektive oder spielt mit dem Text. Die Reime sind flüssig, rhythmisch und gehen leicht ins Ohr – was ich sehr wichtig finde.

Edward besticht durch viel Charisma: Seine prägnante Mimik hat uns immer wieder zum Lachen gebracht. Edward hat uns alle begeistert. Die gesamte Umsetzung wirkt durchdacht und fein abgestimmt, sodass wirklich keine Wünsche offenbleiben.

Besonders gefallen haben mir die kreativen Lösungen, mit denen Moritz Neumeier und Timo Zett mit klugem Humor und künstlerischem Anspruch Kinder begeistern. Dahinter steckt natürlich auch eine „Moral von der Geschicht“: Neben Individualität, großen Träumen und dem Mut, man selbst zu sein, geht es auch darum, selbst die Kleinsten zu achten.

Die ganze Familie findet: es ist ein unterhaltsames und sehr lesenswertes Bilderbuch für alle!

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