Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
Magisch und mysteriös
Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter von Clare Harlow
stas Vater verschwindet bei einem Auftritt spurlos und ihre Suche tritt einige Steine los. Sie begegnet einem Monster und wird erpresst. Dabei verschwinden auch andere Menschen in der Stadt und Ista versucht, auch dank ihrer Fähigkeiten, die von Ebbe und Flut abhängig sind, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Dabei bekommt sie Hilfe von Nat und Ruby.
Das Buch ist einfach zu lesen und fördert trotzdem mit längeren Sätzen und neuen Wörtern die Lesekompetenz. So wurde es auch durch den Schreibstil nicht langweilig und die kurzen Kapitel sind gut abgepasst. Die Kapitel machen nämlich neugierig und dann liest man doch noch ein bisschen weiter. Mir haben auch die verschönernden Zeichnungen auf jeder Seite gefallen, die das Buch aufwerten und zum maritimen Stil passen. Einfach schön gemacht.
Es ist ein spannendes Fantasy-Abenteuer, rasant erzählt, aus der Sicht von Ista. Es ist so und mitreißend, dass es großen Spaß macht, in diese Gezeitenwelt einzutauchen. Die Geheimnisse machen es spannend und die raffinierten Wendungen überraschen. Die Charaktere sind sympathisch, mutig und wir mochten sie von Anfang an, genauso wie die Gezeitenmagie uns fasziniert hat und mal was anderes war, was wir noch nicht kannten. Ebenso wie das Seeting. Der Cliffhanger lässt hoffen, dass Istas Abenteuer bald weitergeht.
Fazit: Wunderschön geschriebener Auftakt zum Vorlesen für beide Seiten oder zum Selberlesen für Kinder ab 10 Jahren, die spannende Abenteuer, Mysterien und Fantasy mögen.
Ein kleines Juwel
Unsere Suche nach Zärtlichkeit von Martin Ehrenhauser
In diesem Buch geht es um Dumont, der eine Reise nach Südfrankreich unternimmt und eine Frau kennenlernt, mit der er eine intensive Zeit verbringt. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, vor allem, wenn man den Grund kennt, warum Dumont diese Reise angetreten hat. Mehr möchte ich nicht verraten.
Ich kann verstehen, wenn manchen diese Liebesgeschichte zu langsam und unspektakulär ist.
In meinen Augen ist es eine große Stärke etwas so genau beobachtet und gut vorstellbar zu erzählen, dass die Handlung beinahe zur Nebensache wird. Die Sprache ist so flüssig und ruhig, dass ich beim Lesen runterkommen konnte. Diese sanfte Erzählweise hat einen ganz eigenen Rhythmus und fängt die Stimmung zwischen Dumont und Florence ganz zauberhaft ein. Für mich war die Geschichte zu keiner Zeit langweilig, denn ich wollte wissen, wie sich die Beziehung entwickelt und wie es endet. Das lässt sich nämlich nicht vorhersehen. Die Charaktere, die Entwicklung, das wirkte alles sehr authentisch auf mich. Florence Geheimnis hat mich intensiv bewegt und ihre Äußerungen dazu sind mir im Gedächtnis geblieben. Das hat mich nachdenklich gemacht und es ist dem Autor gut gelungen, die Sichtweise von Florence und Dumont nachvollziehbar darzulegen. Es gab einige Textstellen, die ich mir rausgeschrieben habe. Textstellen, die viel tiefer gehen oder schön formuliert sind. Definitiv ein Buch, über das man reden möchte. Die Romanze ist im richtigem Maße romantisch, überhaupt nicht kitschig und dem reifen Alter der Hauptfiguren entsprechend. Das hat mich sehr abgeholt. Dieses kleine Buch ist ein Juwel, das sich Zeit für die Charaktere nimmt und lebensnah von Liebe erzählt. Ich freue mich sehr, es bei Vorablesen gewonnen zu haben und irgendwann nochmal lesen zu können.
Impulse zum Umdenken und Handeln
Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann
Es ist ein Sachbuch, das in vieler Hinsicht auffällt und fasziniert. Der Erzählstil ist ungewöhnlich, denn es wird ein leidenschaftliches Gespräch über Natur abgebildet, dass die Naturforscherin Sarah Darwin (der Familienname dürfte Aufhören lassen), Botaniker Johannes Vogel und Journalist Boris Herrmann zusammenbringt.
Gemeinsam wird über die Rettung der Welt gesprochen, indem sie sich auf die Sammlung des Berliner Naturkundemuseums beziehen, die sie auf wissenschaftliche Weise deuten. Ihr Ziel ist es, zum Umdenken und vor allem zum (politischen) Handeln zu bewegen.
Ein sehr tiefgehend beeindruckendes Buch, dem ich große Aufmerksamkeit wünsche. Sowohl die umwerfende Aufmachung aus Text und Abbildungen als auch der anregende Inhalt sind so vielseitig wie lehrreich. Es bewegt dazu, bekannte Sachverhalte neu zu betrachten. Deswegen würde ich meine Empfehlung nicht nur auf Interessierte beschränken. Es ist so geschrieben, dass man den Ausführungen gut folgen kann. Noch dazu unterhaltsam, ansprechend und interessant für alle. Deshalb eine große Empfehlung, dieses Werk der eigenen Sammlung hinzuzufügen.
Sehr empfehlenswert
Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen von Michael Engler
Wer ein einfühlsames Bilderbuch zum Thema Tod und Abschiednehmen für Kinder (und Erwachsene) sucht, findet in Weißt du noch? eine kindgerechte Geschichte, die tröstet und anschaulich den emotionalen Prozess darstellt, von der Verdrängung und der allmählichen Gewissheit, dass jemand nicht mehr ist, bis zur Trauerbewältigung.
Es unterstützt im Trauerfall, ich finde jedoch, es ist eine schöne Bilderbuchgeschichte, die man immer lesen kann. Tabus brechen, über die Geschichte reden - das sind alles nur Angebote, um sich dem Thema zu nähern, das irgendwann jeden betreffen wird.
Es geht um die Waldbewohner Haselnuss, Igel, Specht und Eichhörnchen, die den Eichelhäher nicht finden können. Es ist Frühling im Wald und alles blüht und erwacht zum Leben. Sie suchen den Eichelhäher überall und erzählen sich Geschichten von ihm, erinnern sich an schöne Zeiten. Ein Wald ohne Eichelhäher? Unvorstellbar! Schließlich neigt sich der Tag dem Ende und die kluge Eule gibt ihnen tröstliche Worte mit auf den Weg, als klar wird, der Eichelhäher ist für immer fort.
Es ist ein stimmungsvoll illustriertes und geschriebenes Bilderbuch, dass bei der Verarbeitung hilft und nicht traurig macht. Das großformatige Buch wurde liebevoll und durchdacht gestaltet. Ich würde sogar sagen, es ist einzigartig, denn viele Bilderbücher diese Art gibt es nicht. Es bietet eindrucksvolle Illustrationen und schafft eine friedliche Atmosphäre der Ruhe, durch die verschiedenen Schauplätze in der Natur, die Darstellung von Tieren und dem Kreislauf des Lebens.
Ein ganz tolles Bilderbuch, das in ganz viele Kinderzimmer und Bibliotheken gehört. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung.
Hommage an das schöne Leben
Es kann so schön sein, das Leben von Alexander Oetker
Ich verstehe dieses Sachbuch als eine Art Hommage an das schöne Leben und den Weg dahin. Es ist eine Sammlung mit Ratschlägen zur Achtsamkeit, Ernährung mit ein paar mediterraner Rezepten, Bewegung, Selbstverwirklichung und sozialen Beziehung, die an die mediterrane Lebensweise angepasst sind. Einiges lässt sich leicht in den Alltag integrieren, bei einigen "Geheimnissen" der südlichen Länder fehlte mir die Lebensrealität, mit der ich mich hätte identifizieren können.
Dabei fand ich es grundsätzlich gut, dass Alexander Oetker nicht nur seine Sichtweise zeigt, die er durch seine Reisen gewonnen hat, sondern auch andere Menschen interviewt. Die Philosophie ist in der Tat eine andere und manches halte ich für gute Empfehlungen, die jeden bereichern und nicht zwingend mit der Mittelmeerregion in Verbindung zu bringen sind, aber manches sehe ich auch kritisch. Über das Glas Wein am Abend gibt es mittlerweile aussagekräftige Studien und neue Empfehlungen, von denen ich mir gewünscht hätte, dass man sie einbezieht, statt die alten Wahrheiten zu verbreiten, die längst widerlegt sind.
Es ist Alexander Oetker aber doch gelungen, die Dolce-Vita-Art zu zeigen, Unterschiede aufzuzeigen und Möglichkeiten, dieses Lebensgefühl zu leben. Dafür finde ich auch das Glossar praktisch. Seine Anekdoten sind unterhaltsam, warmherzig und es ist gut die Klischees zu hinterfragen und dem Sehnsuchts-Süden auf die Spur zu kommen. Es war für mich aber nicht viel Neues dabei.
Ich mochte den authentischen Schreibstil und die positive Einstellung, die wir alle gut gebrauchen können. Letztlich ist es aber kein Sachbuch, das man gelesen haben sollte. Deshalb würde ich es nur bedingt empfehlen.
Tolle Fortsetzung
Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall von Theresa Bell
Es wird noch spannender. Es wird noch abenteuerlicher und es wird noch magischer. Vorkenntnisse aus dem ersten Band sind dringend notwenig. Umso schöner ist es dann, wieder in die Tintenwelt einzutauchen. Es wird sehr aufregend, die Freundschaft wird auf die Probe gestellt und Sepia hat ihre erste Prüfung zu bestehen.
Vieles, was man aus dem ersten Band kennt, ist wieder dabei. Da wären die sympathischen Freunde, mit denen es ein Wiedersehen in Flohall gibt, woraufhin es direkt spannend weitergeht. Da wäre der flüssige Schreibstil, der mitreißt und sich leicht lesen lässt. Dadurch kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Natürlich wird es wieder Tintenmagie geben, die verzaubert und ein wichtiges Element ist auch die Freundschaft und der Zusammenhalt in diesem Buch. Gleichzeitig gibt es auch eine neue Bedrohung und es wird düster.
Ein spannendes Abenteuer, das sich lohnt. Mir hat es sogar noch besser gefallen, als der erste Band.
Ein entspannender Lesegenuss
Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen von Ito Ogawa
Die Atmosphäre im wunderbaren Schreibwarenladen ist genau so heimelig und gemütlich wie das Cover andeutet. Auch das Blau und die Ruhe, die es ausstrahlt, passen sehr gut zu diesem Roman. Es reiht sich in die japanische Literatur ein, die ich schon kannte. Es ist die Einfachheit und die entschleunigende Erzählweise, die mich immer wieder überzeugt.
Hatokos Sorgfalt, mit der sie die Briefe schreibt, laden dazu ein, auch die eigenen Worte achtsamer zu wählen. Gleichzeitig findet man viel Weisheit und Klarheit in diesem Buch. Ich bin dem Rhythmus der Geschichte und den Einsichten in die japanische Kultur verfallen. Dazu gehören auch die passend gestalteten Seiten und die schöne Aufmachung. Hier das japanische Original abzudrucken, war die richtige Entscheidung. Wer sich für die Schreibkunst der Kalligraphie interessiert, ruhige und bedachte Bücher mag und sich für Japan interessiert, wird dieses Buch lieben.
Krimineller Problemlöser für alles
Die Kurve von Dirk Schmidt
Es geht in "Die Kurve" um einen kriminellen Dienstleister mit gut vernetzten Kontakten, der sich mit Lösungen befasst, die außerhalb des Legalen liegen. Eine Rolle spielt ein alter Mafioso, der sich gerade in Deutschland aufhält und für seine Tochter einen Aufpasser braucht. Außerdem geht es um Rache an einem Mord und ein Jugendzentrum im Ruhrgebiet, als Ausgangspunkt krimineller Machenschaften.
Während diese Handlungsstränge voranschreiten, entsteht gut gemachte Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. Die Charakter wissen dabei zu überzeugen und Betty und Ridley hatten ihre großen Momente, während die Beziehung zu Boos Carl immer klarer wird.
Ein seichter Thriller mit 275 Seiten für zwischendurch könnte man denken, aber es ist handlungsreich, bietet viel Abwechslung. Stetig ist der geheimnisvolle und übermächtige Carl, als Problemlöser und Profi. Dazu sein Team aus zwielichtigen Leuten, die für ihn arbeiten. Dirk Schmidt hat sein Tempo angepasst und dreht die Geschwindigkeit hoch. Das heißt aufmerksames Lesen, wenn man am Ende alle Teile zusammenfügen will. Den Schreibstil fand ich gewandt und schwarzhumorig. Mit dieser ganz eigenen und schrägen Art wars genau das Richtige für mich, obwohl anders als erwartet. Kein großes Match, aber lesenswert. Das KI-generierte Cover hätte allerdings nicht sein müssen und macht nicht viel her.
Packendes Abenteuer
Inkbound - Metty Jones und das Schicksalstattoo von Philippa Leathley
Eine ereignisreiche Geschichte voller Geheimnisse und Fantasie steckt in diesem Buch, mit Metty als mutiger Heldin in der magischen Stadt New London und einer dunklen Prophezeiung, verbunden mit Tintenmagie, Geheimnissen, einem großen Abenteuer und der Wunsch nach Freiheit. Ein packendes Fantasy-Abenteuer zum eintauchen, was wir einfach spektakulär fanden.
Das wird neuartig erzählt und alles um die Tintenmagie ist sehr interessant. Es wird einfach nie langweilig, ist mit Witz und Einfallsreichtum gespickt. Alles verpackt in einen süchtigmachenden Schreibstil, der einen mitzieht, Überraschungen bereithält und in einem packendem Ausgang gipfelt.
Bei der Aufmachung wurde sich auch viel Mühe gegeben, denn die Übersichtskarte ist praktisch und die Zeichnungen zu jedem Kapitel schön gezeichnet.
Das Buch liegt gut in der Hand und die sieben beigefügten Tattoos sind eine tolle Idee und lassen die Magie des Buches ein bisschen wahr werden. Der nächste Band erscheint im Frühjahr 2026 und da kommt keiner vorbei, der spannend verpackte Familiengeheimnisse und schicksalshafte Prophezeiungen mag. Wir empfanden es als etwas anspruchsvoller, weshalb man auch als Erwachsener auf seine Kosten kommt. Unbedingt reinlesen, denn es lohnt sich!
Fesselnd geschrieben
Stromlinien von Rebekka Frank
"Stromlinien" ist ein packender Familienroman über eine Frau, die nach ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester sucht. Die Umstände sind rätselhaft. Ihre Mutter Alea wurde frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen und verschwand. Jale verschwindet zwei Wochen später. Enna sucht nach ihnen, bis ihr klar wird, dass sie viel tiefer graben muss, um zu verstehen.
Die Zeitsprünge im Roman bringen einem die Familiengeschichte näher, deren Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart hat. So schließt sich Stück für Stück der Kreis und Enna gelingt durch ihre Nachforschung ein neuer Blick auf ihre Situation. Es gibt Bezüge zu realen Begebenheiten, auf die am Ende hingewiesen wird.
Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich warm gelesen hatte. Dann nimmt die Spannung zu und ich kam, trotz der Kompliziertheit, durch die fesselnde Schreibweise gut voran. Die Atmosphäre der Marschlandschaft ist einnehmend und wirkt wie ein Ausgleich zu der vielschichtigen Familiengeschichte und ihren starken Frauen. Ein faszinierender Roman, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.











