Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
Hilfreiche Tipps
Konfetti im Kopf von Doreen Aldugan
Doreen Aldugans „Konfetti im Kopf“, empfohlen für Kinder ab fünf Jahren, ist ein reich illustriertes Sachbuch über ADHS und Neurodivergenz. Die Autorin erklärt in kindgerechter Sprache ADHS, Symptome und Bewältigungsstrategien.
Das Buch hilft, Stigmata abzubauen – fördert somit ein verständnisvolleres und offeneres Bild von ADHS, es zeigt, dass Neurodiversität nur eine andere Variante von Gehirnen beschreibt.
Es werden keine unangenehmen Wahrheiten verschleiert, obwohl der Ansatz bewusst positiv ist. Die Autorin, selbst von ADHS betroffen, feiert Vielfalt. Kinder lernen, dass sie anders, aber nicht schlechter sind.
Stärken stehen jedoch nicht nur im Vordergrund, sondern reale Alltagsprobleme im Familienleben, was das Buch realistisch und wertvoll macht. Denn wenn es schwer fällt, sich auf die Hausaufgaben zu konzentrieren, Gefühlsausbrüche zu bewältigen oder mit Impulsivität umzugehen, braucht es handfeste Strategien, die für Kinder leicht umsetzbar sind und das Familienleben erleichtern.
Es eignet sich als Aufklärungsbuch für Familien und Schulen, sowie als Begleitbuch für Kinder in akuten Belastungssituationen, deren hilfreiche Tipps leicht umsetzbar auf Verständnis und gemeinsamer Bewältigung beruhen.
Ein ausgewogenes Verhältnis aus Wissen über ADHS und realistischen Bewältigungsstrategien für Kinder hebt das Buch von bereits erschienenen Titeln ab und macht es für mich empfehlenswert.
Die Pfaueninsel als Lizenz zum Träumen
Träume aus Feuer von Florian Illies
Der historische Glasmacher Johannes Kunckel erschaffte eines der begehrtesten Luxusgüter Europas: Rubinglas. Als Magier und Alchemist des 17. Jahrhunderts ließ er ein geheimes Laboratorium auf der Pfaueninsel errichten – eine Insel zwischen Potsdam und Berlin, die ihm der preußische Kurfürst Friedrich Wilhelm geschenkt hat.
Florian Illies bringt diese Biografie jetzt auf seine ganz eigene, mitreißende Art zu neuem Leben – voller Stimmung, Tiefe, Charme und einer Prise Augenzwinkern.
Dabei ist trotzdem die Grenze historischer Erzählungen spürbar: es wirkt, aus der Distanz berichtet – wie eine dialogarme Nacherzählung statt einer Erlebnisbeschreibung. Der Schreibstil von Illies ist jedoch ein abwechslungsreiches Erlebnis, das vieles aufwiegt. Er malt Bilder, spielt mit Worten und erweckt die wenigen historischen Figuren zum Leben. So entsteht eine ganz eigene ruhige Atmosphäre mit intensiven Schilderungen der Landschaft. Darüber hinaus erfährt man etwas über Kunckel, den Kurfürsten, die Handwerkskunst der Glasherstellung und das Hofleben. Mit einem erleichterndem Humor versehen, ist es ein kurzes Stück Geschichte der Pfaueninsel, die auch heute noch zum Träumen einlädt. Ein empfehlenswertes literarisches Kleinod.
Herausragendes Gesamtpaket
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Britta, Pia und Martin waren bis zu Pias Verschwinden unzertrennlich. „Der Sommer, der uns blieb“ erzählt davon, was geschehen ist und wie ein Wiedersehen nach Jahrzehnten aussieht.
In diesem Roman verschmelzen die hochwerte Buchgestaltung, ästhetischen Accessoires und der Inhalt harmonisch miteinander.
Es ist eins der Bücher, die man besitzen möchte, obwohl sie gelesen sind. Eins über das man sich ganz besonders freut, wenn man es geschenkt bekommt. Greta Herrlicher erzählt nicht nur vom Sommer, sonder sorgt dafür, dass man ihn spürt, hört und sieht, und ganz eintaucht in die Geschichte um drei Freunde und ein gut gehütetes Geheimnis.
Der Schreibstil ist einfühlsam und leicht, während es auch um Probleme des Lebens geht, die nicht einfach wegzuwischen sind. Drei Perspektiven und Blicke in die Vergangenheit ergeben ein Bild der Ereignisse, die nicht spurlos an einem vorbeigehen. Die Nuancen sind sorgfältig ausgearbeitet, finden immer eine Balance aus Tiefe und Mühelosigkeit. Das schafft sanft eine subtile Entwicklung. Das macht „Der Sommer, der uns blieb“ zu einem sehr guten Buch mit einer besonderen Geschichte, die im Kopf bleibt und mir außergewöhnlich gut gefallen hat.
Zauberhafte Fantasy
Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin
„Faye Fableheart - Das magische Schloss“ wird als Auftakt einer Reihe alle verzaubern, die tapfere Heldinnen, Fantasy und Wohlfühlstimmung lieben.
In einem Turnier soll ein Nachfolger für das magische Schloss gefunden werden, in dem Faye lebt. Nur Jungs sind erlaubt. Unerhört, denn eigentlich wäre Faye die besten Wahl, aber von ihren magischen Kräften darf niemand erfahren, weil nur Jungen zaubern dürfen.
Es ist so magisch, spannend, atmosphärisch, witzig und abwechslungsreich, dass das Lesen sehr großen Spaß gemacht hat. Wir wurden völlig eingezogen und haben die magische Welt nur widerwillig wieder verlassen. So sollte es am besten sein, wenn man eine Fantasy-Reihe startet. Dass man das Buch zuschlägt und den zweiten Band gar nicht erwarten kann. Alles war faszinierend und sehr erfinderisch und fantasievoll. Wir mochten natürlich die mutige Faye am liebsten, weil sie nicht aufgibt, aber auch Puck. Die Illustrationen erinnern an japanische Anime und sehen zu dem Farbschnitt einfach toll aus. Für alle Kinder ab 9 Jahren, die es fantasievoll mögen.
Keine standardmäßige Geistergeschichte
Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Es geht um die ungewöhnlichen Ermittlungen zweier Frauen, die sie durch eine Art Zeitreisen in das Haus der Geister führen in La Spezia. Mithilfe einer Ermittlerin will die Ehefrau den vermeintlichen Unfall ihres Ehemannes aufklären. Die Umsetzung ist übernatürlich und originell: eine Fantasy und Science Fiction Idee, die auf einem real historischen Hintergrund aufbaut.
Zudem hat es mein Interesse für Mary Shelley geweckt, da der Autor mit Hingabe in seine Figuren eingetaucht ist, von denen es nur so wimmelt. Bei dem Schreibstil musste ich mich schon sehr konzentrieren. Es wird viel in den Zeiten gesprungen. Es gibt langatmige Strecken und es packt einen nicht durchgehend, aber für mich hat es trotzdem funktioniert, wenn es auch etwas gedauert hat. Wenn man generell gern Science Fiction mag, hilft dieses Verständnis vielleicht. Zwar vielschichtig und komplex, aber keine standardmäßige Geistergeschichte.
Konnte mich nicht erreichen
Schlaf von Honor Jones
„Schlaf“ erzählt die Geschichte von Margaret und ihrer belasteten Beziehung zu ihrer narzisstischen Mutter Elisabeth. Besonders Margarets Kindheit nimmt im ersten Teil eine zentrale Rolle ein und wird erzählerisch intensiv dargestellt. Später, als Margaret erwachsen ist und selbst zwei Töchter hat, wird deutlich, wie sehr sie ihre Erfahrungen nie wirklich verarbeitet hat.
Ab diesem Punkt verlor ich jedoch zunehmend das Interesse. Zwar gefielen mir der humorvolle Ansatz und manche Beschreibungen, doch die Erzählweise erschwerte mir den Zugang zur Geschichte.
Ich hätte mir eine Sprache gewünscht, die nicht nur sachlich berichtet, sondern auch emotional berührt und verschiedene Perspektiven vielschichtig öffnet. Für mich blieb „Schlaf“ erzählerisch zu oberflächlich und verfehlte es, die komplexe Tiefe von familiärem Missbrauch und traumatischen Erfahrungen wirklich greifbar zu machen. Die Geschichte wirkte dadurch wenig ausgewogen und hinterließ bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit.
Hörbuch
Alexander von Ferdinand von Schirach
Wir haben das Hörbuch gehört, das von dem Autor Ferdinand von Schirach selbst gelesen wurde. Seine Betonung ist präzise, genau wie die Schreibweise, was gut harmoniert hat. Man konnte gut zuhören, und der Hinweis am Ende ließ uns Schmunzeln. Natürlich fehlten die Illustrationen aus dem Buch, aber als Hörbuch beweist das Kinderbuch nochmal ganz eigene Stärken und ich würde es empfehlen.
Es geht um den Jungen Alexander. Es ist ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. in der Zeit der Antike und Alexanders Heimatstadt Kaliste droht erneut Krieg. Um das zu verhindern, muss Alexander herausfinden, wie man eine friedvolle Gesellschaft bildet und dies durch Gesetze in Kaliste erreichen kann. Die lehrhafte Erzählweise passt in die Zeit und vermittelt eine moralische oder belehrende Botschaft, weshalb ich sie als Parabel einordnen würde. Sehr komplizierte Zusammenhänge werden vereinfacht dargestellt, was unterschiedlich gut gelingt, aber zu einem Kinderbuch passt. Es gibt warmherzige Szenen, wie mit dem Pferd, aber in der Summe hat es einen kühlen und abstrakten Charakter. Alles berücksichtigend fanden wir das Buch aber gut und die Lehren sind unmissverständlich klar. Ich bin aber froh, dass wir es gemeinsam gehört haben und darüber sprechen konnten. Die dadurch sichtbaren Ungerechtigkeiten und Verletzungen der Menschenwürde in unserer Realität waren nicht leicht zu erklären.
Gleichzeitig schönes und trauriges Hörbuch
Starfish von Lisa Fipps
Ellies Geschichte hat die ganze Familie sehr bewegt und wir haben viel über das Buch gesprochen. Die Sprecherin liest das Hörbuch leidenschaftlich und emotional. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hier erlebt man hautnah, wie ein Kind wegen seines Aussehens gemobbt wird. Schwer zu ertragen und genau deswegen so wichtig.
Wie fühlt sich das an, ausgegrenzt und schikaniert zu werden? Wenn niemand deine inneren Werte sieht, sondern dich nur auf dein Gesicht reduziert? Was tut man Kindern damit an? Wie kann man Betroffene von Mobbing helfen? Das fördert Empathie und es ist so gut geschrieben, sodass wir mit Ellie mitgefiebert haben, und wissen wollten, wie sie dem Fettshaming entgegentreten wird, denn sie ist unglaublich stark, klug und wundervoll. Zum Glück hat sie Menschen in ihrem Leben, die ihr das klar machen und sie lieben und akzeptieren, wie sie ist. Ganz tolles Kinderbuch und ich empfehle besonders das Hörbuch, weil die Sprecherin alles gibt und zu Ellie wird.
Märchenhafte Fantasy mit Tiefgang
Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel
Marcus Raffels Roman „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ handelt von dem 13-jährigen Mädchen Flora und ihrer Suche nach der Maikönigin, um den Frühling zurückzubringen und damit die Hoffnung. Auf ihrer Reise begegnet sie fantastischen und ungewöhnlichen Wesen.
Dieses spezielle Kinderbuch kann man nicht in die klassische Fantasy für Kinder einordnen – es ist viel mehr als das.
Die Grenzen der Wirklichkeit verschwimmen zwar, und das macht es gerade so interessant, aber gleichzeitig vernetzt sich die Geschichte über den Text hinaus mit tiefgreifenden Themen, die über Mut, Freundschaft und dem Bewahren der Umwelt hinausgehen. Neben der großartig fantasievollen Handlung fällt die poetische und philosophische Erzählweise auf, die auch herausfordernd sein kann. Das macht „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ jedoch auch für erwachsene Leser:innen interessant. Trotz auflockerndem Humor, dringt immer mal wieder die Schwere an die Oberflächliche, aber es wird nie zu finster. Kinder, die konzentriert lesen und mehr erwarten, als eine spannende Geschichte, kommen hier auf ihre Kosten. Wir hatten zwar etwas anderes erwartet, aber diese märchenhafte Zusammensetzung ist gelungen.
Perfekt, wenn man ein Kinderbuch mit Tiefgang, Naturverbundenheit und viel Fantasie sucht, dass sich vom Rest abhebt und anregend fordernd ist.
Wohlfühlroman mit Tiefgang
Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy
Simon Van Booys Roman „Eine Maus namens Merlin“ erzählt von einer Witwe, die durch eine unerwartet tierische Begegnung einen Neuanfang wagt.
Das Leben hält auch im hohen Alter noch Überraschungen bereit. Helen lebt seit kurzem zurückgezogen in einem kleinen Ort in der Nähe von Oxford. Plötzlich gerät ihr einsamer Alltag durcheinander, als sie versucht, eine Maus loszuwerden und dafür Kontakt zu anderen Menschen aufnimmt, den sie sonst vermeidet.
Hier darf man sich auf niedliche Momente, eine sanfte Annäherung zwischen Helen und Merlin und auch die ein oder andere Überraschung freuen. Diese außergewöhnliche Freundschaftsgeschichte zeigt, dass das Schicksal manchmal ungewöhnliche Wege geht und es nie zu spät für eine Wendung ist. Das macht das Buch zu einer warmherzigen Kost mit wohltuendem Unterhaltungswert, toll geschrieben und voller liebenswerter Figuren. Durch das harmonische Zusammenspiel von Nachdenklichkeit und Zuversicht entsteht eine Geschichte, die sowohl tröstet als auch inspiriert.
Perfekt, um der Realität zu entfliehen, wenn man etwas Wärme und Zuversicht nötig hat. Deswegen würde ich sagen, für alle, die gefühlsvolle und positive Mensch-Tier-Geschichten lesen möchten, die tief gehen und ohne Kitsch auskommen. Danach sieht man Mäuse mit anderen Augen.











