Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
Wie Ms. Atkins ihre Träume wiederfand
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Die einsame Dame Ms. Atkins ist seit vielen Jahren eine treue Besucherin der Bibliothek. Doch sie macht einen Bogen um Geschichten und greift lediglich zu Fachbüchern, obwohl „Peter Pan“ ihr Lieblingsbuch ist. Ein erster Hinweis?
Als der neue Mitarbeiter Henry sie in das Geheimnis des Fahrstuhls einweiht, der in die Traumkorridore führt, beginnt für sie ein ganz neues Kapitel und auch die Suche nach einem Schlüssel.
Doch sie ist nicht allein. Wir lernen noch Robert kennen, der seit zehn Jahren die Bibliothek besucht, sowie zwei Teenager: den bereits erwähnten, schüchternen Nerd Henry und die abweisende Xiao Mei, in die Henry verknallt ist. Jeder von ihnen trägt ein unsichtbares Päckchen und ist in die Geheimnisse der Bibliothek eingeweiht.
Das klingt etwas vielversprechender, als es am Ende ist. Die Erzählweise ist langsam und zu viel Magie darf man nicht erwarten. Emotionen und Selbstfindung stehen zwar im Vordergrund, eingebettet in eine geheimnisvolle Traumwelt, die sich nicht zufällig in einer Bibliothek befindet. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas und ich verlor zwischenzeitlich das Interesse und habe überlegt, abzubrechen, aber es wurde besser. Einerseits war der Roman interessant und einnehmend geschrieben, andererseits wirkte er oberflächlich und nicht tiefgreifend genug. Zudem zog sich die Handlung an manchen Stellen schon sehr, und die wirklich spannenden Handlungsstränge griffen zu kurz. Der Plot konnte aber noch überzeugen und das Ende wird niemanden kalt lassen.
Doch das Schöne an dem Roman ist, dass sich dem Leser die Vorstellung dieser Traumtüren geradezu aufdrängt. Die Schreibweise ist leicht, flüssig und bildgewaltig. Alles wird so genau beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann. Am Ende dachte ich, dass die Geschichten von Amanda, Robert, Henry und Xiao Mei nur wenige von unzähligen Geschichten sind.
Besonders toll fand ich die Gestaltung des Buches: Jedes Kapitel beginnt mit einem persönlichen Logo, das zu einer der vier Perspektiven passt. Außerdem enthält das Buchpaket liebevolle Beigaben wie Tee oder einen Bibliotheksausweis. Ideal für die, die sich eine berührende Wohlfühlgeschichte über Bücher und Träume wünschen und auf solche Kleinigkeiten Wert legen oder das Buch verschenken möchten.
Actionreiche, hollywoodmäßige Unterhaltung für Lesemuffel
Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias
Eine spannende Handlung, Witz und Action stehen im Vordergrund, sowie die 12-jährigen Jungs, die unfreiwillig in dieser Situation stecken und sich zusammenraufen müssen, obwohl sie ganz unterschiedlich sind. Milo ist der ruhige Nerd mit Höhenangst und Finn der unsportliche Gamer, dessen Gedanken oft um Fast Food kreisen.
Aus seiner Sicht liest es sich locker und witzig. Der Sprachgebrauch ist anspruchsvoller, aber im Glossar werden Fachbegriffe, die beim Militär verwendet werden, gut erklärt.
Der Star des Buches ist Artemis, ein Flugsaurierweibchen, die nicht mehr von Finns Seite weicht, seit die geschlüpft ist, und Grund dafür ist, dass Finn, Milo und Dr. Lara auf der Flucht sind. Nun kommt es auf Zusammenhalt in einer Ausnahmesituation an, um zu überleben. Ein paar Illustrationen und interessante Fakten sind auch dabei.
Actiongeladene, hollywoodmäßige Unterhaltung für Lesemuffel, die sich für Survival, geheime Agenten-Missionen und Dinosaurier begeistern. Das ist spannender Lesespaß, der sich nicht zu ernst nimmt und bei dem deswegen auch die Lesemotivation hoch bleibt. Lieber gleich den zweiten Band besorgen, denn bei dem offenen Ende, möchte man sofort weiterlesen.
Nicht mein Fall
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Ausgerechnet ein Tsunami nimmt Annie ihre Eltern, dabei ist es ihre Verbindung zum Meer, ihrer Heimat, aus der sie Kraft zieht. Annie muss dieses schweren Verlust verarbeiten und mit ihrem alten Leben abschließen, als ihre zweite Heimat evakuiert wird und sie Walker kennenlernt.
Rückblinkende Handlungsstränge geben Aufschluss über Annies ungewöhnliche Kindheit auf dem Meer, die Liebe ihrer Eltern und die Beziehung zu Evan, mit dem Annie seit der Kindheit befreundet ist.
Kelly Anderson versteht es, über die Natur zu schreiben, aber verliert sich oft in Beschreibungen von Kleinigkeiten oder Unwichtigem. Diese langweiligen Passagen haben meine Leselust merklich gedrosselt und waren mir zu langatmig. Die Handlung nahm dann einen mystischen Verlauf, den ich nicht erwartet hätte. Generell ein interessanter Einschub, für mich passte das hier aber einfach nicht und es fiel mir schwer, wieder in die Geschichte zu finden, obwohl es trotzdem Abschnitte gab, dir ich eindrucksvoll und berührend fand. Das Ende hat meine Befürchtungen dann leider bestätigt und ließ mich mit vielen Fragen zurück.
Nicht mein Fall, aber man spürt, wie die eindrucksvolle Schönheit, Kraft und die Bedeutung der Natur gefeiert wird und ich mochte die schöne Sprache und wie von Familie und Liebe erzählt wird, ist besonders.
Träume dürfen auch sehr, sehr groß sein - Pieks-Spaß für alle!
Edward von Stechowsky von Moritz Neumeier
„Edward von Stechowsky – Von einer Mücke, die sich etwas Größeres erträumte“ von Moritz Neumeier und Timo Zett ist ein urkomisches, lehrreiches Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, das lange Zeit gereift ist.
Es erzählt die Geschichte einer Mücke, die anders ist als die anderen und sich traut, unbeirrt gegen den Strom zu schwimmen.
Das Vorlesen der Reime bereitet großen Spaß, während die Kleinen staunend die Seiten betrachten: Mal zoomt die Illustration nah heran, mal bietet sie mehrere Bildinhalte, wechselt in die Vogelperspektive oder spielt mit dem Text. Die Reime sind flüssig, rhythmisch und gehen leicht ins Ohr – was ich sehr wichtig finde.
Edward besticht durch viel Charisma: Seine prägnante Mimik hat uns immer wieder zum Lachen gebracht. Edward hat uns alle begeistert. Die gesamte Umsetzung wirkt durchdacht und fein abgestimmt, sodass wirklich keine Wünsche offenbleiben.
Besonders gefallen haben mir die kreativen Lösungen, mit denen Moritz Neumeier und Timo Zett mit klugem Humor und künstlerischem Anspruch Kinder begeistern. Dahinter steckt natürlich auch eine „Moral von der Geschicht“: Neben Individualität, großen Träumen und dem Mut, man selbst zu sein, geht es auch darum, selbst die Kleinsten zu achten.
Die ganze Familie findet: es ist ein unterhaltsames und sehr lesenswertes Bilderbuch für alle!
Zwischen Lachen und Weinen
Pause von Lena Kupke
Ein zeitgemäßes, ernstes Thema so unterhaltsam zu verpacken, dass einem das Lachen quasi im Hals stecken bleibt, gelingt nicht vielen: Lena Kupke ist es grandios gelungen. Sie hat mit ihrem Debüt „Pause“ gezeigt, dass Humor und Tragik zusammen funktioniert und sich das gut anfühlen kann. Ihre „Art von Witz“ blitzt immer wieder authentisch durch.
Wenn man ihren Humor auf der Bühne feiert, lohnt sich das Buch noch mehr.
Es geht um 36-jährige Hannah, die, nach einem Krankenhausaufenthalt ins Elternhaus nach Lüneburg zurückkehrt, dort mit Verlust und Rückzug konfrontiert wird und gegen bürokratische Hürden kämpft. Ganz nah am Leben also. Wie ist das, wieder zum Kind zu werden – mit dem Gefühl, versagt zu haben? Solchen Fragen nähert sich Lena Kupke einfühlsam und mit Augenzwinkern an. Wer sich mit Hannah identifizieren kann, wird in dieser Buch tröstliche Heilung, reale Wahrheiten und Liebe finden, die alles erträglicher macht. Ich fand es großartig und konnte es kaum aus der Hand legen, was mich am meisten überrascht hat.
Wen interessiert, wie Hannah damit umgeht, wieder bei ihren Ü60-Eltern eingezogen zu sein und was man daraus für schlechte Zeiten mitnehmen kann, sollte „Pause“ lesen.
Spannende Unterhaltung vom Feinsten
Vega Varg – Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
Eine malerische Insel an der schwedischen Westküste wird von einem Mord erschüttert. Das Opfer ist der Ermittlerin Vega Varg nicht unbekannt. Trotz familiärer Unterstützung ihrer Söhne, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten, braucht es die Hilfe eines alten Kollegen aus Oslo, um auf der Spur zu bleiben.
Bei dem ruhevollen Cover vermutet man nicht unbedingt einen so spannenden Kriminalroman, bei dem man mitraten kann. Der Klappentext deutet zwar bereits auf familiäre Komplexität hin, aber was dann passiert, lässt sich kaum vorhersagen. Wie alles mit Früher und Heute zusammenhängt, war sehr gut verstrickt und spannend erzählt, auf eine Art, die es leicht macht, den Krimi nicht mehr weglegen zu wollen.
Mir haben dabei sowohl die Protagonisten, denen man sich nah fühlen kann, als auch das ganze komplexe Drumherum gefallen, weil es mit Gefühl und Tiefe punkten kann. Die überraschenden Wendungen machen diesen Auftakt dann schließlich zu einer so guten Unterhaltung, dass ich auf weitere Teile der Reihe gespannt bin.
Für alle geeignet, die spannende Kriminalromane mögen, bei denen Ungewissheit erzeugt und authentische Ermittlungsarbeit gezeigt wird.
Skizzen des Daseins
Die Straße von Robert Seethaler
Mein erster Roman von Robert Seethaler – eine Geschichte, die sich um eine Straße und ihre Bewohner dreht. Da wohnt ein Geistlicher, eine Blumenhändlerin, eine Heimleiterin und noch ein paar andere. Jeder geht seinen Alltag, begegnet sich auf der Heidestraße, aber eigentlich kennen sie sich kaum.
Die Figuren bleiben namenlos, und ihre Erlebnisse, Erfahrungen und kleinen Momente ergeben zusammen ein Ganzes. Eine richtig interessante Idee.
Der Roman lebt vom ständigen Wechsel der Charaktere, ganz ohne überflüssige Worte. Seethaler schreibt entschlackt und direkt, fast so, als würde er das Menschsein mit ein paar präzisen Strichen einfangen. Dazu gibt’s kurze, fragmentierte Szenen, die sich nach und nach zu einem Bild zusammensetzen. Ich hatte aber das Gefühl, dass sich der Lesefluss nicht so recht einstellen wollte. Stattdessen fühlte ich mich oft wie ein trostloser Beobachter großer Resignation, ohne richtig Anschluss zu finden. Die Sprache war aber wirklich gut. Als Abbild des Lebens funktioniert der Roman ohne große Dramen oder Höhepunkte – aber er war trotzdem ein unterhaltsamer Zeitvertreib.
Ein Mann und seine Hunde
Penny, Prince und Ginny von Brian Sewell
Brian Sewell erzählt in „Penny, Prince und Ginny“ von den Hunden, die sein Leben geprägt haben – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Für ihn waren Hunde immer wichtig, egal ob Rassehund, Mischling, groß oder klein. Manche wurden ausgesetzt, verletzt oder landeten im Tierheim, bevor er sie adoptiert hat, aber alle hatten ihren eigenen Charakter, strahlten Lebensfreude aus und waren voller Dankbarkeit und Treue.
Für mich als Hundeliebhaber war es richtig schön zu lesen, wie Sewell in kurzen Kapiteln jedem seiner Hunde mit Wärme, Humor und echter Verbundenheit begegnet. Die Geschichten dahinter sind oft berührend. Nach diesem Buch hat man mehr Verständnis dafür, wie bereichernd ein Leben mit Hunden sein kann, und wie schnell man selbst zum Hundefan wird.
Es ist einfach eine Wohltat und Freude, dieses Buch zu lesen: eine persönliche Liebeserklärung eines Mannes, der jeden seiner Hunde von Herzen geliebt hat.
Ein Tod, der alles verändert
Sommerhaus von Rachel Joyce
Rachel Joyce’ Roman „Sommerhaus“ ist ein einfühlsam geschriebener Familienroman über die sozialen Spannungen der Hinterbliebenen nach dem überraschenden Tod des weltberühmten Künstlers Vic Kemp, der im italienischen Lago d’Orta lebte und bei einem Badeunfall starb. Eingehend lernt man die Geschwister Netta, Susan, Goose und Iris kennen, die ihrer neuen, deutlich jüngeren, Stiefmutter, ebenfalls Künstlerin, und deren dubiosen Cousin zum ersten Mal begegnen, nachdem ihr Vater schon verstorben ist.
War der Tod wirklich ein Unfall? Daraus entstehen Konflikte, alte Wunden werden aufgerissen und Geheimnisse enthüllt. Die Geschwister merken schnell: Da brodelt mehr unter der Oberfläche als nur Trauer.
Mir hat am meisten der kluge Aufbau gefallen, der mich überraschen konnte. Schnell hineingefunden, war es leicht, dem flüssigen Schreibstil zu folgen und sich in die stickige Hitze der Villa zu träumen. Der ironische Unterton gibt dem Ganzen eine angenehme Leichtigkeit, selbst wenn’s mal richtig ungemütlich wird. Es gibt ein paar Klischees und Momente, in denen die Spannung etwas nachlässt, aber letztlich bin ich gern in diese beklemmenden Abgründe eingetaucht. Lohnt sich als Sommerlektüre.
Inselsommerglück mit Herzklopfen und Freundinnen
Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen
Mit seinem farbenfrohen Design, den vielen Extras und der herzerwärmenden Atmosphäre ist dieser Band ein echter Magnet: Wer einmal ins Inselfeeling eingetaucht ist, will die ganze Reihe besitzen.
Vier Bände, vier Freundinnen, vier Jahreszeiten: Jeder Band der Seaside Sisters ist einem Mädchen und ihrer Lieblingsjahreszeit gewidmet – so erlebt man den Frühling, Sommer, Herbst und Winter auf Insel Rosenholm aus verschiedenen Perspektiven.
Im ersten Band der Reihe gehts um Lene, ihre Zwillingsschwester Elsa und ihre Freundin Amba. Sie gehen auf der Insel in die selbe Klasse und sind beste Freundinnen. In diesem Band beginnen ihre Sommerferien, Lene ist verknallt, sucht nach einem Thema für den Schreibwettbewerb und findet eine neue Freundin.
Locker und warmherzig geschrieben, kann man mit Lene mitfühlen und der einfachen Handlung über Freundschaft, unbeschwerte Sommermomente und der ersten Liebe leicht folgen.
Macht einfach süchtig! Glücksgefühle, gute Laune, süße Robben und Meeresrauschen inklusive. Man legt das Buch kaum aus der Hand, weil man immer wieder in dieses Inselidyll zurückkehren möchte – selbst wenn nicht alles harmonisch abläuft. Die Freundinnen sind so lebendig und herzlich, dass man sich sofort wünscht, ein Teil von ihnen zu sein. Jede hat ihre eigenen Hobbys und Vorlieben, doch gerade diese Unterschiede schaffen eine tiefe Verbundenheit. Man spürt: Diese Mädchen können sich blind aufeinander verlassen.
Für Kinder ab 10 Jahren die Lust auf Sommer, Schmetterlinge im Bauch, Freundinnen, Meer und Strand haben.











