Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Eine sehr gelungene Kinderbibel
Die große Kinderbibel für alle. Die bekanntesten Geschichten aus der Bibel für Kinder erzählt. Originell & farbenfroh illustriert. Ab 6 Jahren oder zum Vorlesen in der Familie, Kita & Grundschule von Christiane Herrlinger
Meine Tochter und ich lieben die Kinderbibeln aus dem Verlag "Deutsche Bibelgesellschaft". Dies ist nun mindestens die dritte Kinderbibel von Christiane Herrlinger und Mathias Weber, die uns sehr gut unterhalten hat. "Die bunte Kinderbibel für dich", aber auch "Gott und die Welt" haben uns bereits sehr gut gefallen.
Christiane Herrlinger schreibt mit viel Liebe und altersgerecht. Es gibt viele richtig schöne und gute Kinderbibeln auf dem Markt, jedoch sind nicht alle so wunderbar bibeltreu wie diese. Die Autorin schreibt mit viel Einfühlungsvermögen, kindgerecht und vor allem bibeltreu. Mir persönlich ist die bibibeltreue und nahe am Ursprungstext geschriebene Art sehr wichtig.
Die in dieser Ausgabe enthaltenen Geschichten aus der Bibel, beginnen mit dem alten Testament bei der Entstehungsgeschichte, Noah und die große Flut, Jona und der große Fisch, über Jesaja wird Prophet. Und aus dem Neuen Testament beginnen die Geschichten mit der Weihnachtsgeschichte, der verlorene Sohn, über Saulus wird Christ, bis zur Offenbarung "Johannes sieht große Geheimnisse". Insgesamt 18 tolle und spannende Geschichten für die Kinder zum Erleben und zum Nachdenken. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass bei "David und die Psalmen" die Psalmen kindgerecht erklärt werden. Außerdem gibt es vier umgeschriebene Psalmen. Das ist besonders schön, denn oft werden die Psalmen in den Kinderbibeln vergessen.
Die Illustrationen von Mathias Weber runden die Erzählungen mit wunderschönen und kreativen Bildern ab. Die bunten Bilder sind sehr authentisch und kunstvoll gemalt. Sie helfen den Kindern bei der Vorstellung der Geschichten und sind wunderschön zum Anschauen.
Insgesamt eine sehr schöne und gelungene Kinderbibel, die sehr bildhaft und in leichter Sprache erzählt wird. Sowohl meiner Tochter, als auch mir gefällt sie sehr gut, daher absolute Leseempfehlung unsererseits!
Rezensionen von peedee:
Schöne Fortsetzung
Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach
Kamelienhaus, Band 2: Lucinde „Lucy“ Riwall ist Geschäftsführerin der Kamelienöl-Manufaktur auf der japanischen Insel Soshima. Ihr ist bewusst, dass sie eine grosse Last geschultert hat, denn so viele Menschen sind von ihr abhängig. Die Bank sitzt ihr im Nacken – sie muss das marode Unternehmen im Schnellzugstempo sanieren.
Sie denkt immer wieder mal an Finn und fragt sich, ob sie je wieder zusammenkommen. Aber für solche Sehnsüchte bleibt aufgrund der vielen Arbeit keine Zeit. Und dann ist da das Jubiläumsfest des elterlichen Betriebes auf der Kamelieninsel in der Bretagne. Auch für ihre Mutter gibt es geschäftlich einige Stürme zu überstehen…
Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit Berg, Wasser und Kirschblüten – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da es bei mir erst drei Wochen seit der Lektüre von Band 1 her ist, war ich gleich wieder in der Geschichte drin.
Lucys Aufgabe ist gigantisch: Als noch junge Geschäftsführerin muss sie den vor der ausländischen Übernahme geretteten Betrieb schnellstens in die schwarzen Zahlen bringen. Nicht alle trauen ihr dies zu. Sie arbeitet so viel, dass wenig Zeit zum Zweifeln bleibt: Es muss einfach funktionieren! Der Austausch mit ihrer Familie in der Bretagne ist für Lucy sehr wichtig, denn einerseits ist ihre Familie in der gleichen Branche und andererseits sind ihre Eltern erfahrene Geschäftsleute. Lucy denkt oft an Finn und fragt sich, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann. Er meint, sich beweisen zu müssen und dass er sich erst dann wieder mit Lucy treffen kann, wenn er sein Leben „auf die Reihe“ bekommen hat. Diese Geheimniskrämerei führt zu Unsicherheiten und Spannungen. Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance? Sie senden sich über lange Zeit nur Fotos von Brücken – warum sie dies machen, verrate ich nicht. Manche mögen dies als romantisch empfinden, mich hat es zunehmend gestört.
Das Buch hat sich wiederum flüssig lesen lassen. Die Herausforderung war für mich auch dieses Mal, die zahlreichen Protagonisten korrekt zuzuordnen; glücklicherweise gibt es in den Umschlagklappen Personenlisten. Des Weiteren gibt es ein Glossar mit japanischen, französischen oder englischen Ausdrücken. Überraschend fand ich die rege Reisetätigkeit der Personen aus Frankreich und Japan. Die jeweiligen Reiseziele sind nicht gerade nahe beieinander… Interessant waren die Einblicken in die japanische Kultur. Für mich ist klar, dass ich meine zuweilen sehr direkte Art ziemlich „runterschrauben“ müsste, um nicht überall anzuecken. Aber das wäre wohl für viele Europäer:innen ein grosser Lernprozess. Am besten gefallen haben mir Lucys Halbbruder Noah und Lili. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf Band 3 (ist schon lange vorbestellt).
Rezensionen von Gute_Laune:
Ja, warum eigentlich darfst immer Du bestimmen?
Katzenpfade von Sara Lundberg
Mensch und Katze gehen jeden Tag spazieren. Dabei bestimmt Mensch immer, wohin es geht. Katze möchte aber gern auch spielen, sich von anderen streicheln lassen, Dinge entdecken und beobachten. Doch dafür lässt Mensch ihr keine Zeit. Also fragt Katze, wieso eigentlich immer Mensch bestimmen darf? Mensch ignoriert diese Frage zunächst und verlangt von Katze, mitzukommen.
Das tut sie nicht, Mensch geht weiter und dann ist Katze weg. Mensch wartet, hat Angst, fühlt sich verloren, geht erst nach langer Zeit nach Hause. Dort wartet, als sei nichts geschehen, Katze. Mensch verspricht, Katze darf beim nächsten Spaziergang bestimmen.
Diese Geschichte ist so zauberhaft, wunderbar, voller Liebe! In wenigen Worten und mit einfachen, aber wunderschönen Illustrationen erzählt Sara Lundberg, die Autorin und Illustratorin ist, so enorm viel! Mensch bleibt ziemlich alters- und geschlechtslos, Katze ist Sinnbild für Eigenständigkeit, Freiheitsliebe, eigene Meinung, Ungebundenheit, aber auch Anhänglichkeit, Geduld und Treue. Denn als endlich Katze bestimmen darf, gehen beide gemeinsam neue, andere Wege. Die sind für Mensch nicht immer angenehm oder schön, doch am Ende steht die Erkenntnis, dass man nur so Dinge entdeckt, die einem anders verborgen geblieben wären. Besser könnte man Freundschaft auf Augenhöhe wohl kaum erklären oder beschreiben!
Sehr schön finde ich auch, dass nicht verschwiegen wird, dass es Verlustängste gibt, dass es nicht so leicht ist, immer offen für anderes zu sein, es auch mal Ärger und Ängste auslösen kann, das aber okay ist, solange man richtig damit umgeht. Katze scheint das anfangs egal zu sein, aber im Laufe der Geschichte erkennt man, dass diese Gleichgültigkeit etwas anderes ist, nämlich Geduld mit Mensch. Das ist also eine weitere Lektion, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen! Zudem lernt man noch, dass man immer auf den Weg achten muss, auch wenn man ihn so gar nicht mag, weil man diesmal folgt, satt bestimmt, denn sonst übersieht man kleine oder größere Gefahren. Und ein ganz besonderes Highlight ist die ausklappbare Seite, die im Buch versteckt ist.
Ob das Buch aber für Kinder ab 5 Jahren geeignet ist, finde ich für mich schwer zu beurteilen. Auch wenn die Kinder in dem Alter tatsächlich gern so handeln, wie Mensch im ersten Teil des Buches, bin ich mir nicht sicher, ob sie so einsichtig sind, wie Mensch im zweiten Teil des Buches. Trotzdem finde ich das Buch, die Illustrationen, die Geschichte und die Message sehr schön! Klar, ein wenig könnte ich mich auch in Katze verliebt haben, weil sie fast wie meine Katze aussieht! Fünf Sterne!
Wäre ich der Katze auf ihre abenteuerlichen Erkundungen gefolgt? Oh, ich bin mir da ziemlich sicher, dass ich das getan hätte! Vermutlich ab einem gewissen Punkt nicht so sauer, wie Mensch in der Geschichte, aber wohl ängstlich und vor allem unsicher. Welche Illustration hat mir am besten gefallen? Eindeutig die ausklappbare Seite, aber dann auch noch die beiden letzten Seiten im Buch, auf denen Katze im Sessel zufrieden schläft und Mensch liebevolle Zeichnungen von Katze macht, ganz viele! Wohin würde mich mein nächstes Abenteuer führen? Meine Katze liebt den nahen Fußballplatz, jedenfalls mit etwas Sicherheitsabstand. Und sie liebt Baumaschinen. Also würden wir wohl zum Sportplatz gehen oder auf eine Baustelle!
Rezensionen von Gute_Laune:
Redensarten auf die Schliche kommen
Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? von Rolf-Bernhard Essig
Diese Sammlung von Redensarten und die Erklärungen, wo sie herkommen und was sie bedeuten, ist enorm unterhaltsam! Man achtet nach dieser Lektüre viel mehr darauf, wer welche Redensarten anbringt, auch bei sich selbst. Ich ertappe mich auch immer wieder, dass ich nachschlage, wenn ich mal wieder selbst eine benutzt habe oder eine höre.
Das bedeutet also auch, dass ich dieses Buch immer wieder zur Hand nehme und es definitiv nicht einstauben wird!
Rolf-Bernhard Essig hat die Redensarten sinniger Weise alphabetisch aufgelistet, immer nach dem Schlagwort, das dazu passt, beispielsweise findet man also die Redewendung Nach Strich und Faden unter S, wie Strich. Jeder Buchstabe des Alphabets ist witzig gestaltet und illustriert den entsprechenden Kapiteln vorangestellt. Zusätzlich gibt es noch zehn Sondertexte zu diversen Themen, beispielsweise Tierische Redensarten oder Redensarten aus der Bibel. Es ist spannend, erheiternd und super informativ zu erfahren, woher sie alle stammen und wie sie sich in unserem Sprachgebrauch etabliert haben. So viele Faktoren spielen eine Rolle dabei!
Manche Redewendungen findet man nur auf Umwegen. So ist Stehenden Fußes nicht zu finden, aber Stante pede, also die lateinische Redewendung, die exakt das Gleiche aussagt. Das ist ein wenig schade, aber vermutlich nur schwer zu vermeiden, ohne einen dicken Wälzer aus dem Buch zu machen. Übrigens kam die erste Version dieses Buches tatsächlich bereits 2014 heraus. Dies ist schon die dritte Version!
Wer wie ich Spaß an Sprache und Wörtern hat, wird dieses Buch einfach lieben! Ich jedenfalls gebe fünf Sterne!
Rezensionen von Sophie H.:
Normal anders
Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher
Oz ist anders als die anderen Kinder. Er hat ADHS und hat in der Schule mit Problemen zu kämpfen. Jetzt hat er sein Zeugnis mit dem Schnitt bekommen, den er braucht, um das Gymnasium besuchen zu können. Leider hat er aber auch einen Brief an seine Mutter in der Schultasche, denn Oz hat etwas richtig Schlimmes angestellt.
Er hat Angst, diesen Brief seiner Mutter geben zu müssen, denn sie tickt regelmäßig über alle Maßen aus. Deswegen bittet Oz Gott um den Gefallen, dass eine Katastrophe hereinbrechen müsse, damit er seiner Mutter den Brief noch nicht geben muss. Und aus der Sicht von Oz erhört Gott sein Flehen. Seine Mutter Ann muss sich von einer Sekunde auf der anderen um ihre Mutter kümmern, die schwer erkrankt aus dem Krankenhaus geflüchtet ist und anscheinend an Demenz leidet.
Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich mich auf ein Buch über ein Kind mit ADHS und seiner Mutter, die für ihr Kind kämpft, gefreut. Leider konnte mich der Roman von Birgit Birnbacher nicht ganz abholen. Abwechselnd wird die Geschichte aus der Perspektive von Oz und seiner Mutter Ann erzählt. Die Geschichte beginnt stark mit der Gedankenwelt von Oz und seiner großen Verfehlung. Doch schon sehr bald dreht sich eigentlich alles nur noch um die Gedanken seiner Mutter, die die eigentliche Person mit Problemen ist.
Ich habe den Schreibstil als sehr anstrengend empfunden. Auf wörtliche Rede wird vollkommen verzichtet. Das Cover ist ansprechend gestaltet, jedoch fehlt für mich der Bezug zur Geschichte. Auch den Titel „Sie wollen uns erzählen“ kann ich nicht richtig einordnen.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein interessantes Buch
Ein windiger Tag von Tony Sandoval
Ein Mädchen das beim Spielen von bösen Kobolden angegriffen wird die ihren Drachen klauen wollen, ein Wolfshund der genau im richtigen Moment auftaucht um das Mädchen zu beschützen und ihm die Angst zu nehmen.
Das Mädchen und der Wolfshubd Freunden sich an und sie gibt ihm schließlich den Namen "Mut"
Ich finde die Geschichte sehr interessant da man oftmals Kinderbücher zum Thema Angst gut gebrauchen kann.
Leider gefallen mir die Zeichnungen im Buch nicht gabz so gut. Sie wirken zwar für das Buch passend aber ich finde sie etwas sehr trist und deprimierend, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Im großen und ganzen ein gutes Buch auch wenn es mich leider optisch nicht ganz überzeugen konnte
Rezensionen von Odina:
Jenseits von Zeit und Raum
Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka
Der Fantasyroman „Die Geister von La Spezia" wurde von Oliver Plaschka verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Mary Shelley, die nach dem rätselhaften Tod ihres Mannes im Exil lebt.
Mithilfe der Spezialagentin Pat Colombari reist sie zum Golf von La Spezia, wo sie Lord Byron begegnet und in geheimnisvolle, übernatürliche Ereignisse verwickelt wird. Mit einer flüssigen, bildhaften und geheimnisvollen Sprache gelingt es dem Autor, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen und die Schauplätze sowie die Charaktere eindrucksvoll zum Leben zu erwecken. Die Geschichte ist im Großen und Ganzen spannend und voller Rätsel, wobei es stellenweise zu kleinen Längen kommt. Die Vielzahl an Perspektiven und Zeitsprüngen fordert einiges an Aufmerksamkeit. Besonders die Figuren Mary Shelley und Pat Colombari sind gut nachvollziehbar und vielschichtig gezeichnet. Insgesamt ist das Buch ein guter Fantasyroman für alle die, die Mystery und Geschichte mögen.
Rezensionen von rosetheline :
Lebenswelt junger Erwachsener
Salto von Kurt Prödel
Mit "Salto" hat Kurt Prödel seinen zweiten Roman veröffentlicht und ich war sehr gespannt auf das neue Buch, da mir "Klapper" so gut gefallen hatte.
In "Salto" geht es um Marko, einen sehr guten Schüler, der unbedingt Medizin studieren möchte, nicht nur, weil seine verstorbene Mutter (eine Krankenschwester) und er die Idee hatten irgendwann einmal zusammen zu arbeiten.
Und so beschließt er zusammen mit Claire nach München zu gehen und dort zu studieren, wäre da nicht das Problem, dass er nicht angenommen wird. In keiner Uni in Deutschland. Nach einem großen Hin und Her ermutigt Markos Vater Frank ihn schließlich ein teures Medizinstudium in Budapest zu absolvieren, zumindest bis zum Physikum: Mit dem Geld aus der Lebensversicherung der Mutter. Marko sieht das als einzige Möglichkeit. Doch mit dieser Entscheidung zerbricht auch die Beziehung mit Claire und es folgen viele weitere Hindernisse auf ihn.
Kurt Prödel hat mich wieder mit seinem Stil abgeholt, der nahbar und gut leserlich ist. Die Geschichte hat einige Spannungsbögen und eine der Thematiken, die im Roman einen großen Stellenwert bekommt, ist meiner Meinung nach eine über die ich bisher in keinem Buch gelesen habe und eine worüber vor allem junge Menschen viel zu wenig wissen.
Die Beziehung zwischen Marko und Claire ist für viele bestimmt typisch für ihr Alter und dem Stil von Sally Rooney gleich, doch für mich fühlte sie sich sehr platonisch an. Zum Ende des Buches habe ich ein bisschen das Interesse verloren und hätte mir ein bisschen mehr gewünscht.
Alles in Allem war "Salto" für mich ein gutes, aber leider kein herausragendes Buch, anders als der Vorgänger "Klapper". Dafür hat mir ein gewisser Nachhall gefehlt. Es ist dennoch lesenswert und ich bin gespannt auf weitere Bücher von Kurt Prödel. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Teilweise gelungen, aber nicht ganz mein Geschmack
Missratene Schlampen brauchen Sex | Erotische Geschichten von Johanna Söllner
Dies ist bereits mein zweites Buch von Johanna Söllner, und auch dieses hat mir nur teilweise gefallen. Das Buch besteht aus 12 Kurzgeschichten – einige davon haben mich wirklich überzeugt, während andere eher weniger meinen Geschmack getroffen haben. Besonders die Geschichten mit Bestrafungsszenarien waren nicht unbedingt meins.
Die übrigen Geschichten hingegen fand ich sehr gelungen. Sie haben mein Kopfkino sofort angekurbelt und waren spannend und anregend zu lesen. Die Autorin schreibt leidenschaftlich und abwechslungsreich, auch wenn sie meinen persönlichen Geschmack dieses Mal nicht durchgehend getroffen hat.
Die verschiedenen Fantasien sind kreativ umgesetzt, und beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, jede Geschichte ist in sich abgeschlossen und bietet Abwechslung. Die erotischen Szenen sind intensiv und direkt geschrieben, ohne etwas zu beschönigen.
Ein schönes Extra ist der Gutscheincode am Ende des Buches für eine zusätzliche Geschichte – das fand ich eine tolle Idee.
Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung und würde es auch weiterempfehlen, da Geschmäcker ja bekanntlich unterschiedlich sind.
Rezensionen von cosmea:
Die Uhr tickt
Noch fünf Tage von Helena Falke
Die Spitzenköchin Lis Castrop hat nach Jahren im Londoner Gourmetrestaurant Catch unter ihrem Chef Quirin das Angebot der Schweizer Milliardärsfamilie Harman angenommen und arbeitet in ihrer prunkvollen Villa in Davos als Köchin. Als sie das Silvestermenü ausrichtet, passiert das Unvorstellbare. Die Eltern und zwei Kinder sterben an Polonium-210 im Essen.
Auch Lis wird vergiftet, hat aber eine geringere Dosis des Gifts abbekommen. Die Ärzte geben ihr noch fünf Tage. Lis will möglichst viel Zeit mit ihrer Tochter Cosima verbringen, aber auch den Mordanschlag aufklären, denn sie selbst gilt als Verdächtige, obwohl sie ebenfalls Opfer ist, weil sie das Essen zubereitet hat. Die sympathische Palliativschwester Esme unterstützt sie. Der Leser begleitet die beiden Frauen bei ihren Nachforschungen und erfährt viel über die Vergangenheit der Köchin, aber auch über die Harmans. Währenddessen läuft die Uhr, verdeutlicht durch die Angabe der Uhrzeit zu Beginn eines jeden Kapitels, was den Aufbau von Spannung verstärkt. Am Schluss ihres Lebens hat Lis herausgefunden, wer der Mörder ist und will ihn töten, vor allem, um ihre Tochter zu schützen.
Der Thriller ist spannend und liest sich sehr schnell. Er ist auch sprachlich gelungen und enthält vor allen Dingen keine Beschreibungen von exzessiver Gewalt. Mir hat besonders gefallen, dass immer wieder von ausgefallenen Rezepten und Zutaten der Gourmetküche die Rede ist. Das ist für den Normalverbraucher eine fremde Welt. Insgesamt ein sehr empfehlenswerter Roman.











