Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücherfreundin:
Aufrüttelnder Roman über Recht und Gerechtigkeit
Zeit der Schuldigen von Markus Thiele
"Zeit der Schuldigen", der neue Roman von Markus Thiele, basiert auf einem wahren Kriminalfall, der sich 1981 im Landkreis Celle ereignete.
November 1981: Die 17-jährige Schülerin Nina Markowski ist abends nach der Chorprobe auf dem Weg nach Hause. Sie verpasst den Bus und stellt sich als Anhalterin an die Straße.
Zuhause kommt sie nie an, vier Tage später wird ihre Leiche in einem Waldstück aufgefunden. Die Obduktion ergibt, dass Nina einem brutalen Sexualverbrechen zum Opfer gefallen ist. Bald wird die Polizei auf Volker März aufmerksam, Reifenspuren seines Autos am Tatort und Stofffasern an Ninas Kleidung belasten ihn schwer.
Vor Gericht bestreitet der Angeklagte die Tat, wird aber aufgrund von Indizien zunächst schuldig gesprochen. Einige Monate später hebt der Bundesgerichtshof das Urteil auf, im anschließenden Prozess wird März freigesprochen. Als Jahre später neue Beweise vorliegen, erhebt Hans Larsen, der Vater des Opfers, Zivilklage gegen März und startet danach eine Petition mit dem Ziel einer Gesetzesänderung.
November 2022: Die knapp 50-jährige Polizistin Anne Paulsen versucht aufgrund persönlicher Motive im Alleingang, Volker März zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei überschreitet sie jedoch Grenzen.
Die spannende Geschichte ist in sehr schöner, klarer Sprache auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt und liest sich sehr flüssig. Im Hier und Jetzt begleiten wir Anne Paulsen, in Rückblenden werden Ninas Vergangenheit und die ihres Vaters aufgeblättert. Neben der Polizistin Anne Paulsen lernen wir auch Kriminalhauptkommissar Klaus Margraf kennen, der in der Mordsache ermittelt und noch nach seiner Pensionierung darunter leidet, dass er den Fall nicht aufklären konnte.
Die Charaktere sind sehr bildhaft und authentisch beschrieben. Ich mochte das lebensfrohe Mädchen Nina, das dann so brutal aus dem Leben gerissen wurde, und ich hatte großes Mitgefühl für ihren trauernden und verzweifelten Vater, der über Jahrzehnte gegen die Mühlen der Justiz ankämpfte.
Markus Thiele, der hauptberuflich Rechtsanwalt ist, beschreibt neben den Verfahrensabläufen die damalige und heutige Gesetzeslage präzise und für Laien sehr gut verständlich. Er erklärt, dass Recht und Gerechtigkeit manchmal weit auseinander liegen, und was es bedeutet, den Rechtsfrieden herzustellen. Es ist für mich unfassbar und absolut nicht nachvollziehbar, dass es nicht möglich ist, beim Vorliegen neuer Beweise einen Strafprozess wiederaufleben zu lassen. Ich hoffe sehr, dass es hier doch noch zu einer Gesetzesänderung kommt.
In seinem Nachwort geht der Autor auf den Fall Frederike von Möhlmann ein, der ihn zu diesem Buch inspiriert hat. Er schildert den damaligen Verfahrensablauf und lässt uns wissen, was in seinem Roman frei erfunden ist.
Mir hat das aufwühlende Buch, in dem es neben Recht und Gerechtigkeit auch um Selbstjustiz und Loyalität, Freundschaft und erlittene Traumata geht, sehr gut gefallen. Es hat mich nicht nur betroffen, sondern auch wütend gemacht.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Roman, der mich noch lange beschäftigen wird!
Rezensionen von nanu?!:
Fritzi und Carlos auf Geisterjagd
Spuk im Kiosk von Lena Hach
Für Fritzi und Carlos gibt es nur einen Lieblingsplatz auf Erden, den Kiosk von Fritzis Großeltern nämlich.
Denn hier gibt es für Fritzi immer die neusten Mangas und für Carlos Gummischlangen bis zum abwinken.
Doch neuerdings passieren hier seltsame und schlimme Dinge. Kunden werden mit Süßigkeiten attackiert, ständig mopst jemand alle Lollis mit Himbeergeschmack aus dem Glas oder die Bonbons werden heimlich mit Chili gewürzt.
Aber das Allerschlimmste an der Sache ist, die Großeltern glauben langsam, Fritzi und Carlos haben etwas mit der Sache zu tun.
So kann es nicht weitergehen, und die beiden Freunde legen sich nachts im Kiosk auf der Lauer.
Wenn es um lustige und unterhaltsame Geschichten für Kinder geht, ist man bei der Autorin Lena Hach eigentlich immer an der richtigen Adresse.
Auch hier wieder gibt es viele witzige Szenen, und so ein Kiosk ist für eine Kindergeschichte genau der richtige Schauplatz. Es gibt immer etwas zu gucken, Comics und Süßigkeiten in Hülle und Fülle, und Fritzi darf den Großeltern sogar im Kiosk helfen.
Natürlich sieht es nachts schon etwas anders aus mit der Gemütlichkeit. Mit einer kleinen Prise Gruseligkeit gehen die beiden also auf Verbrecherjagd. Aber ob der Quatschmacher sich so einfach fangen lässt, ist eine andere Sache.
Die Kapitel sind immer sehr kurz gehalten und haben genau die richtige Länge, um Abends noch schnell ein Kapitel vor dem Schlafengehen vorgelesen zu bekommen.
Der Verlag empfiehlt das Buch allen Kindern ab zehn Jahren, aber ich finde, das können auch jüngere Kinder noch gut verstehen.
Es gibt keine komplizierten Nebenstränge und die Sprache ist einfach und kindgerecht.
Rezensionen von Ruth:
Moderner Familienroman, der aktuelle Lebenswelten beschreibt
Weiße Wolken von Yandé Seck
Dieo und Zazie sind zwei Schwarze Schwestern. Dieo, die Ältere, lebt gut situiert mit Mann und drei Söhnen im trendigen Frankfurter Nordend. Sie arbeitet als Psychotherapeutin, ihr Mann ist Mitarbeiter in einem florierenden Finanz-Start-Up. Zazie, mit Ende Zwanzig ein paar Jahre jünger als ihre Schwester, hat gerade ihr Masterstudium hinter sich gebracht und jobbt in einem Jugendzentrum.
Das teure Frankfurt kann sie sich nicht leisten, sie wohnt im günstigeren Offenbach. Ihre Mutter, ebenfalls Psychotherapeutin, hat die beiden Töchter alleine großgezogen, nachdem sie sich von ihrem Mann, einem Senegalesen getrennt hatte.
Während Dieo sich überfordert fühlt von ihren Aufgaben als Mutter, Hausfrau und berufstätiger Frau ( „ Warum war Sysiphos eigentlich ein Mann, wenn doch die Erfahrung der sich ewig wiederholenden Überlastung eine typisch weibliche war?“), arbeitet sich Zazie an den Ungerechtigkeiten der Welt ab. Überall sieht und erlebt sie die Anzeichen und Auswirkungen von Rassismus, Sexismus und patriarchalen Strukturen. ( Es war, als wäre in ihr ein Scanner eingebaut, der jeden Satz aufnahm und durch ein Diskriminierungs- Prüfsystem laufen ließ.“)
Die Autorin Yande Seck hat in ihre beiden Protagonistinnen viel aus ihrer eigenen Biographie einfließen lassen. Sie selbst ist in Heidelberg geboren und in Frankfurt aufgewachsen. Die Mutter ist Deutsche, der Vater stammt aus dem Senegal. Sie arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche und lebt mit Mann und Kindern in Offenbach.
Dass die Autorin die Lebensumstände und die Gesellschaftsschicht ihrer Figuren gut kennt, spürt man. Sehr authentisch beschreibt sie das urbane und bürgerliche Milieu mit ihren „Codes“ und sprachlichen Mustern.
Yande Seck wechselt kapitelweise die Erzählperspektive. Dabei nimmt sie nicht nur die der beiden Schwestern ein, sondern lässt auch Simon, Dieos Ehemann, seine Sichtweise darstellen. Simon versucht als „ mittelalter weißer Mann“ alles richtig zu machen. Doch seine Arbeit erfordert viel Zeit und Engagement, so dass er nicht immer der Partner und Vater sein kann, der er gerne wäre.
Die leicht überzeichneten Nebenfiguren lassen schmunzeln. Gerade die Elterngeneration entspricht so ganz dem Bild allzeit engagierter Alt- Linker. Da die Psychotherapeutenmutter, die beständig ihre Töchter analysieren muss. Da die Mutter von Simon, die darunter leidet, dass ihr Sohn in seinem Job so richtig gut Geld verdient. Hatte sie sich doch gewünscht, dass ihre Kinder „ den Drang haben, die Welt zu verändern, stattdessen…“
Entgegen den Erwartungen, die der Klappentext weckt, steht die Reise in den Senegal zur Trauerfeier für den plötzlich verstorbenen Vater nicht im Zentrum des Romans. Erst im zweiten Drittel des Buches werden die Schwestern in die frühere Heimat ihres Vaters aufbrechen. Trotzdem spielt diese Reise eine wichtige Rolle für die Frauen, besonders für Dieo, für die es die erste Begegnung mit der dortigen Verwandtschaft ist. Hier erlebt sie eine ganz andere Form von Familie; gleichzeitig bedeutet es für sie eine Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Teil ihrer Identität.
Der Titel verweist nicht auf eine romantische oder meteorologische Symbolik, sondern meint jene weißen Flecken auf den Fingernägeln, die man auch „ weiße Wolken“ nennt. Sie sind nicht, wie vielfach angenommen, Zeichen von Kalziummangel, sondern sind Überbleibsel von kleinen Verletzungen in der Nagelstruktur. Im Roman geht es also um Verletzungen und Einwirkungen, die ein Gesellschaftssystem auf die Identität eines jeden hat. „…dass Verletzungen uns zu dem Menschen machen, der wir sind.“ „ Viele winzige Verletzungen, die unseren Charakter formen.“
Yande Seck überzeugt mit einem genauen Blick und pointierten Dialogen. Ihr Text ist gespickt mit Anglizismen, einer woken Sprache und Begriffen aus der Psychoanalyse. Das macht ihn sehr gegenwärtig.
Neben den schon erwähnten Themen wie Rassismus und Sexismus verhandelt der Roman auch noch Fragen zu Frauen- und Männerbildern, sowie Mutterschaft und Vatersein. „ Übermächtige Mütter und abwesende Väter gehören zusammen.“
Auch wenn ich als alte weiße Frau aus der deutschen Provinz nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehöre, so habe ich mich mit dem Buch doch bestens unterhalten gefühlt. Ein kurzweiliger moderner Familienroman, der aktuelle Lebenswelten beschreibt. Man darf nach diesem Debut gespannt sein auf weitere Bücher der jungen Autorin.
Rezensionen von brauneye29:
Zwischendurch ein wenig langatmig
Hallo, du Schöne von Ann Napolitano
Zum Inhalt:
William, der eine eher unglückliche Kindheit erlebt hat, lernt am College Julia kennen und verliebt sich in sie. In ihrer Familie erfährt er, was es eigentlich heißt, eine Familie zu sein, denn die Geschwister halten zusammen und William wird schließlich Teil dieser Gemeinschaft. Gemeinsam überstehen sie viele Krisen wie den Tod des Vaters.
Doch die tiefe Einsamkeit Williams treibt die Geschwister schließlich auseinander bis ein Schicksalsschlag den alten Zusammenhalt erfordert.
Meine Meinung:
Das Buch hat mich anfangs schon gefesselt, war es doch eine ungeheuer spannender Beginn, gerade auch was die aufkeimende Liebe angeht. Auch die völlig verschiedenen Verhältnisse in Williams und Julias Familie waren sehr interessant zu lesen. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass das Buch irgendwie zäher wurde, langatmig. Vielleicht weil viele Ereignisse aus der Sicht von verschiedenen Personen wieder und wieder erzählt wurden. Klar, war das im Grunde nicht unwichtig für den Verlauf der Geschichte, hat mich dann aber nicht mehr so bei der Stange gehalten. Grundsätzlich hat das Buch aber dennoch was.
Fazit:
Zwischendurch ein wenig langatmig
Rezensionen von Nele33:
enttäuschend
Mörderfinder - Stimme der Angst von Arno Strobel
Mit Mörderfinder - Stimme der Angst ist der vierte Band um den Fallnalytiker und ehemaligen Ermittler Max Bischoff erschienen.
Der Mentor von Max Bischoff Professor Bormann ist gestorben, was Max doch ziemlich aus der Bahn wirft. Hatten sie doch eine enge Bindung aufgebaut und Bormann Max oft mit Rat und Tat zur seite gestanden.
auf seiner Beerdigung steht Max aufeinmal einer Kopie seiner ermordeten Jenny gegenüber- er kann es nicht fassen und die Geschehnisse um Jenny`s Verlust holen ihn wieder ein. Dies zu einem zeitpunkt an dem er biginnt sich ein neues Leben aufzubauen und Gefühle für eine Frau in seinem Leben zuzulassen versucht.
Die mysteriöse Fremde nimmt schnell viel Raum in seinen Gedanken, aber auch in seinem Leben ein. Scheint sie doch in einer schwierigen Lebenssituation zu stecken. Max will helfen und bringt damit niht nur sich, sondern auch wieder die Menschen in seinem Umfeld in Gefahr.
Sie verschwinden und mit Dr. Marvin Wagner versucht Max zu retten was zu retten ist.
Leider konnte mich der vierte Band um Max Bischoff nicht so begeistern wie die ersten Bände, es gibt zu viele Wiederholungen und das Ende und die Auflösung waren relativ schnell ersichtlich.
Auch die Dialoge waren mir hier zu einfach und anscheinend mit schneller Feder geschrieben, was die vielen Wiederholungen erklären könnte.
Da sich anscheinend etwas neues mit Max und Wagner aufbaut, werde ich einen nächsten Band in Hoffnung auf mehr Spannung noch lesen.
Rezensionen von Nele33:
Lesenswert
Zeit der Schuldigen von Markus Thiele
Zeit der Schuldigen des Autors Markus Thiele, angelehnt an den Mord an den Fall Frederike von Möhlmann ist ein bedürckender und aufwühlender Roman.
30 Jahre nach dem Mord an Nina Markowski werden aufgrund der immer weiter fortschreitenden Möglichkeit in der Spurenverwertung DNA Spuren des Täters bestimmt.
Es handelt sich um den damaligen Tatverdächtigen Volker Merz. Dieser wurde allerdings in einem vorherigen Prozess von der Schuld, mangelns Beweisen, freigesprochen. Für den damaligen Ermittler sein einziger ungelöster Fall.
Die Gesetzeslage lässt einen zweiten Prozess nach Freispruch im gleichen Fall nicht zu, so lange kein Geständnis vorliegt. Anne Paulsen, Kriminalkommissarin will dieses mit aller Macht erzwingen. Doch wie weit wird sie dafür gehen? Wird sie selber für die Gerechtigkeit zur Täterin.
Aufgrund der häufigen Berichterstattung des Falls von Frederike von Möhlmann war mir einiges der dargestellten Tatsachen bekannt.
Mich hat das Buch sehr berührt, die Verzweiflung des Vaters, das zerstörte Leben der Mutter und die Arroganz des Täters. All dies vermag Markus Thiele hervorragend zu transportieren. Der Schreibstil hat mich erwartet wieder begeistert. Markus Thiel versteht es aktuelle Themen in einen guten Kontext zu setzen, dabei ist alles immer sehr gut recherchiert. Dies verbunden mit genügend Spannung sind Bücher von Markus Thiele ein Garant für Gedankenanregungen. Man merkt beim Lesen die Erfahrungen des Autors als Rechtsanwalt und bekommt immer einiges an Hintergrundwissen mitgeliefert.
Lesenswert.
Rezensionen von S.:
Spannende Mörderjagd
Mörderfinder – Stimme der Angst von Arno Strobel
Fallanalytiker Max Bischoff glaubt, seine große Liebe Jennifer gesehen zu haben. Nur ist sie schon seit Jahren tot. Wer ist die Unbekannte? Ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse in Bischoffs Leben. Ein Freund wird zusammengeschlagen, eine Freundin verschwindet und eine höhere Polizeibeamtin macht ihm das Leben schwer.
Als ob das noch nicht reichen würde, spitzen sich die Dinge weiter zu. Ein Psychopath hat einen perfiden Plan ausgeheckt, Bischoff stellt sich untypisch naiv an … .
Arno Strobel hat erneut einen sich langsam steigernden packenden Thriller mit genau dem richtigen Gruselfaktor geschrieben, aufregend und undurchsichtig bis zuletzt, überraschende Wendungen inklusive.
Wieder ein spannender und nervenzerfetzender Fall für Max Bischoff!
Verlegt vom Fischer Taschenbuch Verlag.
Rezensionen von Emmmbeee:
Ein Titel, lang wie Spaghetti
Die Spaghetti-vongole-Tagebücher von Stefan Maiwald
Eine heitere Geschichte um Essen und Trinken, um Italien und seine Menschen, wer liest so eine Neuerscheinung nicht gern. Autor Stefan Maiwald versteht es auch, uns Italien und die Italiener nahezubringen, was er bereits in früheren Werken bewiesen hat.
Reichhaltig mit Zutaten ausgestattet, fährt der erzählende Schwiegersohn im Auto zwischen Venedig und Triest durch Norditalien, kehrt hier ein, besorgt sich dort noch rasch dies und jenes, ist offen für einen Rat.
Zwischendurch erfahren wir Leser, was genau er an seinem Geburtstagsfest kochen und kredenzen will und vieles über typisch italienische Speisen und Getränke.
Der Roman erinnert mich an Simmels „Es muss nicht immer Kaviar sein“. Auch dort sind viele Rezepte und Tipps zu finden, natürlich nebst zahlreichen Liebestreffen und Abenteuern (bei Simmel). Man könnte bei diesen Autoren Appetit bekommen.
Nach dem Bild mit dem langen Titel fällt der haptische Eindruck des Hardcovers auf. Es ist recht anspruchsvoll in aufgeleimtes Leinen gebunden. Die jeweiligen Zwischenkapitel „Am Wegesrand“ befassen sich mit Nebenthemen, ebenfalls auf besonderen in Lachsrosa getauchten Seiten werden kurze Textstellen wiederholt, die der Autor bedeutsam findet. Im Anhang erläutert er Einzelheiten, welche über bloße Fußnoten hinausgehen. Die drei Teile des Buches werden ebenfalls mit Farbe und Platz großzügig bedacht. So bietet der Schnitt insgesamt einen rotdurchwirkten Anblick.
À propos drei Teile und ihre Kapitel: Das Inhaltsverzeichnis ist derart umfangreich, dass es sich über fünf Seiten hinweg erstreckt.
Der Titel, und das haben wir als erstes am Roman kennengelernt, verheißt an seinem Ende, dass Maiwald mit seinen Kochkünsten die Schwiegereltern beeindrucken möchte. Ganz klar, die Vorarbeit dazu nimmt mehr als 99 Prozent des Platzes im Buch ein. Doch dann lediglich zwei kurze Bemerkungen, wie die Eltern seiner Frau auf seine doch immensen Anstrengungen reagiert haben, beschränkt auf zwei Gesten, das hat mich ein wenig enttäuscht. So vollmundig angekündigt, hätte ich gern mehr erfahren.
Rezensionen von readpassion9:
Pageturner
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler
Schauplatz Schweden, Nationalpark Sarek: Wie jedes Jahr haben Anna, ihr Freund Henrik und ihre Freundin Milena eine Wanderung durch Schwedens Nationalparks geplant. Doch kurz vor Start der Wanderung schlägt Milena vor, dass ihr neuer Freund Jakob sie begleiten soll.
Jakob ist dominant und schlägt gleich eine Änderung der Route vor, der die anderen eher widerstrebend zustimmen.
Die Wanderung ist aufgrund der Wetterlage und des schwierigen Geländes eine Herausforderung und bringt alle an ihre Grenzen. Die psychische Belastung ist ebenso hoch, es kommt zum Streit und die Situation eskaliert.
Wow, das Buch ist ein richtiger Pageturner. Aus Annas Perspektive rollt sich die Handlung auf, aus ihrer Sicht lernt man Milena und Henrik kennen, auch wie sie Henrik kennengelernt hat. Die erste Begegnung mit Jakob zeigt, dass der ganze Ausflug unter keinem guten Stern steht.
Der Autor schafft eine einzigartige Atmosphäre in der wilden Landschaft des Sarek, ich hatte die unwirtliche Umgebung vor Augen und das Gefühl, mitten drin zu sein. Sehr spannend ist der Kampf ums Überleben geschildert, ebenso die Dynamik zwischen den vier Akteuren.
Ich fand den Thriller unglaublich spannend, einzig für das unbefriedigende Ende gibt es einen Stern Abzug.
Fazit: Genialer Pageturner in der wilden Landschaft des Sarek.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir sehr gut gefallen
Wer ist schon normal?,2 Audio-CD von Sabine Bohlmann
Zum Inhalt:
Ottlilie hat nicht gerade viele Freunde, sie liest lieber. Aber jetzt ist ins Nachbarhaus eine Familie eingezogen, mit drei Kindern, einem Opa und so eine Art Wischmopp, weil ein Hund kann das wohl kaum sein und sie hofft, dass sie vielleicht dort Freunde findet. Doch die Familie ist irgendwie sonderbar und gerade der Opa verhält sich sehr sonderbar.
Meine Meinung:
Das ist ein richtig schöne Geschichte. Ich habe so oft lachen müssen, ich konnte so manche Szene förmlich vor mir sehen. Besonders schön fand ich, die Aussage Familie ist Familie, egal wie schräg diese auch ist. Das einzige, was ich bemängeln könnte ist, dass die Geschichte viel zu kurz ist, aber ich habe durchaus Hoffnung, dass die Geschichte fortgesetzt wird. Ich hatte das Hörbuch und fand es sehr gut gelesen. Ich habe das Zuhören sehr genossen.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen










