Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesehamster12:

Mega tolle Story mit Herz

Lakestone Campus of Seattle, Band 1 - What We Fear von Alexandra Flint

Das Buch "Lakestone Campus of Seattle" von Alexandra Flint ist ein ganz tolles Buch.
Das Cover ist so ansprechend, wenn man Glück hat und das Buch mit Farbschnitt hat, wie ich - wirkt es noch drei mal schöner.

Die Geschichte erzählt von Harlow, die durch unglückliche Umstände an die Universität in Seattle kommt, was eine gigantische Chance für sie ist.

Sie lernt neue Freunde kennen, auch Zackary (genannt Zack) - er kann wegen eines Gendefekts leider nicht sprechen.
Doch leider wird sie von ihrer dunklen Vergangenheit eingeholt.
Alles kommt durcheinander, weil Harlow ihre Vergangenheit geheim hält.
Kann sie es so schaffen, an der Universität zu bleiben?

Die Charaktere sind tolle beschrieben, die Gefühlsebenen werden bis ins Detail genannt und man fühlt die Zerrissenheit von Harlow, warum sie sich wie verhält.
Immer wieder kommen spannende Momente dazu und das Buch ist ruck zuck verschlungen, weil es so schön ist!

Von mir ganz klar eine Empfehlung :-)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesehamster12

Rezensionen von Arambol:

Unterhaltsame Abenteuergeschichte

Die Burg von Ursula Poznanski


"Angst zwingt uns alle in die Knie, wenn sie nur groß genug ist."

Spätestens seit "chat GPT" wissen wir, wozu Künstliche Intelligenz in der Lage ist. Die fiktive KI-Software "KIsmet" im neuen Thriller von Ursula Poznanski geht hier noch einen Schritt weiter, sie generiert komplexe "Escape Room"-Szenarios und projeziert diese dann via riesiger LCD-Bildschirmwände in das unterirdische Labyrinth der Burg Greiffenau.

Bevor diese revolutionäre Escape-Welt aber eröffnet werden kann, soll eine bunt gemischte Gruppe einen letzten Testlauf absolvieren.
Zu dieser Gruppe gehören Maxim Asher (hoch verschuldeter Betreiber einiger eigener Escape Rooms), Yvonne Rothe (Influenzerin), Prof. Lothar Melerski (Altertumsforscher), Emil Strauss (ein ehemaliger Olympiaschwimmer) und Petra Seifert (die Gewinnerin eines Preisrätsels).

Die Spiele können beginnen...

Doch KIsmet scheint offensichtlich seine eigenen Pläne zu verfolgen, und so geht die Generalprobe gründlich schief.

Die Geschichte wird mit extrem hohem Tempo in einer angenehm eingängigen Sprache erzählt. In insgesamt 47 überschaubar kurzen Kapiteln folgt ein Handlungs-Höhepunkt dem nächsten, so dass man tatsächlich sehr schnell durch das Buch fliegt.

Wirklich immersiv eintauchen in die Welt der Escape-Burg konnte ich leider nicht. Zu stereotyp, klischeehaft und bisweilen oberflächlich eindimensional sind die Protagonisten charakterisiert. Eine Identifikation mit den handelnden Charakteren gelingt nur schwer.

Die Lösung des finalen Rätsels folgt einer erstaunlichen und überzeugend schlüssigen Logik.
Für mich so nicht vorhersehbar, findet die Autorin tatsächlich eine für die Vorkommnisse auf der Escape-Burg nachvollziehbare und in Ansätzen glaubhafte Erklärung.

Fazit: "Die Burg" ist eine thematisch sehr aktuelle und abwechslungsreiche Abenteuergeschichte, die deutlich aufzeigt, welche Möglichkeiten und Chancen, aber auch welche enormen Gefahren und Risiken uns der Umgang und die Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll anbietet.

Ich habe einige recht unterhaltsame Lesestunden auf der Burg Greiffenau verbracht, die mich mal wieder daran erinnert haben, nicht zu sorglos und unbedacht mit meinen privaten Daten in den sozialen Netzwerken umzugehen.

Das Internet vergisst nie...

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Arambol

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Penibel recherchiert un gekonnt erzählt

Flammender Himmel über Köln von Gabriele Goslich

Gabriele Goslich entführt uns nach Köln rund um 1910. Die Menschen sind aufgeregt, ist doch der Halleysche Komet wieder einmal zu sehen. Während die einen das Naturschauspiel im Frühjahr fasziniert, aber doch gelassen, beobachten, breitet sich unter Teilen der Einwohner Kölns Panik aus. An den zahlreichen Selbstmorden sind unter anderem die schlechte wirtschaftliche Lage dieser Menschen sowie der eine oder ander reißerische Zeitungsartikel beteiligt.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass hinter dem gemeinsamen Tod des reichen Immobilienmaklers Robert Hai und der jungen Fernsprechgehilfin auf den allerersten Blick ein erweiterter Suizid vermutet wird. Doch recht schnell weiß Kriminalkommissar Martin Ehrmanns, dass es sich hier um einen Doppelmord handelt. Doch was könnte das Motiv sein? Wenig später findet man eine weitere Leiche ... Ist hier ein Serienmörder am Werk?

Ehrmanns beginnt mit Hilfe des eigentlich als Inspektionsschreiber eingestellten Franz Lindau mit den Ermittlungen. Je mehr sie sich mit der Familie des Immobilienmaklers beschäftigen, desto verwickelter wird die Geschichte. Zusätzlich bereiten ihnen verschwundene Fernsprechfräuleins Kopfzerbrechen. Wie man es dreht und wendet, am Fernsprechamt und seinen Fräuleins kommen sie nicht vorbei.

Meine Meinung:

Himmelserscheinungen wie Mond- oder Sonnenfinsternis oder so wie hier das Auftauchen des Halleyschen Kometen üben auf die Menschen seit je her eine besondere Faszination aus. Das ist auch der Grund, warum ich zu diesem Krimi gegriffen habe. Allerdings spielt der Komet weniger Rolle als ich geglaubt habe.

Gut hat mir die Beschreibung von der Stadt Köln um 1910 gefallen. Zunächst von einer Stadtmauer umgeben, wächst die Stadt nach deren Abriss rasant und diversen Immobilienspekulationen ist Tür und Tor geöffnet. So werden Häuser abgerissen und neu gebaut, andere renoviert und aufgestockt. Alles möglichst billig, so dass auf Sicherheit für die Arbeiter keinen Wert gelegt wird, weshalb es immer wieder zu tödlichen Arbeitsunfällen kommt. Die hinterlassen mittellose Witwen und Waisen, da es noch keine Sozialversicherung gibt.

Sehr gut sind die Lebensumstände der Menschen herausgearbeitet. Da sind zum Beispiel die verarmten Adeligen, die sich als HauslehrerInnen, Gesellschafterinnen oder sonstiges Haus- und Dienstpersonal ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Die Lage der Frauen ist besonders prekär. Als Lehrerinnen oder Fernsprechgehilfinnen ist es ihnen verboten zu heiraten. Also, nicht dass eine Ehe immer das Gelbe vom Ei wäre, aber der gesellschaftliche Status als verheiratete Frau ist dem einer unverheirateten vorzuziehen.

Auch der Einblick in die Arbeit der Kriminalbeamten, die ohne DNA-Analysen arbeiten müssen, aber immerhin einen Ermittlungskoffer haben, hat mir gefallen.

Die Auflösung bietet eine Überraschung, ist aber dennoch schlüssig.

Ich denke, wir werden eine Fortsetzung lesen dürfen, denn der Krimi endet mit einem fiesen Cliffhanger.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von Sheilo:

Die erste Liebe

Celebrity Crush (Celebrity 1) von Kirsti Kristoffersen

Die 14-jährige Karoline freut sich überhaupt nicht auf den Sommer, statt wie erträumt die Zeit mit ihrer besten Freundin Emma zu erleben, soll sie ihre Ferien bei Oma auf dem Campingplatz verbringen. Doch dann wandelt sich das Blatt, denn sie trifft auf Norah und Mathias und sie verbringen eine wunderschöne Zeit zusammen.

Karoline fühlt sich zu Mathias hingezogen, aber ob es ihm genauso geht?

"Celebrity Crush" ist der erste Band der dreiteiligen Jugendbuch-Reihe von Kirsti Kristoffersen. Der Schreibstil ist angenehm locker und es werden sehr viele typische Jugendworte wie "cringe" oder "Cutie" verwendet, wodurch sich das Buch perfekt an die Zielgruppe anpasst.
Das Cover ist ein wirklicher Hingucker im Bücherregal und gefällt mir sehr gut, die sommerlichen bunten Farben werden durch einen glitzernde Prägung ergänzt sowie eine Abbildung von Karoline, die den Gitarre spielenden Mathias anhimmelt.
Der Roman dreht sich rund um Freundschaften und die erste Liebe. Karoline stellt sich den Fragen, ob es beispielsweise normal ist, dass man Freunde weniger vermisst, wenn man andere Menschen kennenlernt und Zeit mit ihnen verbringt. Außerdem entwickelt sie das Bewusstsein dafür, dass Darstellungen in Social Media nur ein Abbild dessen sind, was man anderen Menschen zeigen möchte und es daher besser ist, die Personen persönlich kennen zu lernen.
Die Gefühle und Emotionen sind für den Leser greifbar und man kann sich sehr gut in Karoline hinein versetzen. Karoline und auch Mathias sind dabei sehr authentisch, ich mochte die ehrlichen Worte zwischen ihnen sehr.

Für mich ist "Celebrity Crush" ein tolles Jugendbuch mit "Der Sommer in dem ich schön wurde"-Vibes. Ein toller Coming of Age Roman, den ich wirklich sehr empfehlen kann, vor allem für alle Teenies ab 12 Jahren oder Erwachsene, die gerne Jugendromane lesen. Der nächste Teil der Reihe "Celebrity Sweetheart" erscheint bereits im April und nach dem spannenden Ende des ersten Bandes freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo

Rezensionen von S.:

Die Poesie des Lebens und der Liebe

Hallo, du Schöne von Ann Napolitano

William wird vorgestellt, seine Liebe Julia und deren Familie auch. Sehr gut vorstellbar, als besondere Menschen angelegt. Julias Familie ist voller Leben, voller Bewegung - all das, was William bisher fehlte.
Julia hat immer einen Plan. Sylvie sucht die wahre Liebe. Die Zwillingsmädchen stehen ein wenig im Schatten der älteren Schwestern.

Aber Pläne können sich ändern. Altmodische Ansichten und das Festhalten an überholten Konventionen machen allen das Leben schwer.
Die Gedanken der Protagonisten werden ausführlich dargelegt, nachvollziehbar geschildert. Tiefgründig geht Ann Napolitano auf verschiedene Befindlichkeiten ein, schafft Verständnis für nahezu jeden der doch so verschiedenen Charaktere. Egal, ob Charlie, den ich sehr mochte, oder für Sylvie, besonders für William.
Sehr feinfühlig, sehr emotional wird der Weg der Schwestern verfolgt, Williams Leben erzählt, die Freunde einbezogen, die Töchter beobachtet - ein ganz, ganz besonderes Buch über viele Facetten des Lebens.
Lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.

Rezensionen von PeWie:

Gefühlt zwei Bücher

Die Halbwertszeit von Glück von Louise Pelt

Drei Frauen zu unterschiedlichen Zeiten, es sind die Geschichten von Johanna, 1987 im Grenzgebiet der DDR, Holly, 2003 in Los Angeles und Mylene, 2019 in Paris. Wie passen sie zusammen, haben sie etwas gemeinsam oder versucht die Autorin nur eine Zeitreise. Auf dem ersten Blick haben die Frauen nichts gemeinsam, erst am Ende erfährt man mehr über die Verbindung zwischen ihnen, die eine echte Überraschung war.

Ich hatte das Gefühl ich habe zwei verschiedene Bücher gelesen.
Die Charaktere waren außer Johanna dermaßen egozentrisch, kindisch und sich wenig an die Wahrheit haltend dargestellt, das sie sehr unsympathisch für mich waren. Gleichzeitig waren die Recherchen zur Geschichte der DDR mangelhaft und das war unverständlich, denn die neuere deutsche Geschichte ist leicht zu recherchieren und für mich als geborene Westdeutsche waren die Fehler schon zu viel, wie geht es denn Lesern die in dieser Zeit dort gelebt haben. Für sie muss es wie Geschichtsklitterung wirken.
Nun zum zweiten Teil meiner Meinung.
Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil. Gedanken zum Glück und seiner Vergänglichkeit, zu den kleinen Freuden des Lebens, die Spannung durch die verschiedenen Frauen und Zeiten das alles war wunderschön zu lesen. Einige dieser Textstellen habe ich mir rausgeschrieben um sie bei passender Gelegenheit weiter zu geben.
Mir ist die Diskrepanz zwischen diesen beiden Meinungen sehr bewusst, aber das Buch wirkt so auf mich. Im Grunde muss ich akzeptieren das die Autorin für mich schreckliche Figuren geschaffen hat, kein großes Interesse an Recherche hatte, aber sehr gut mit der Sprache und den Worten umgehen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PeWie

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Dieser Roman stellt wichtige Fragen am Ende des Lebens

Das späte Leben von Bernhard Schlink

Martin, 76 Jahre, erhält die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Aussicht, noch zirka zwölf Wochen zu leben, die Hälfte davon vermutlich in gutem Zustand. Was kann er seiner jungen Frau Ulla und dem sechsjährigen Sohn hinterlassen? Was kann er für die beiden noch tun? Wie soll er die verbliebene gemeinsame Zeit mit seinem Sohn nützen? Wie ihm etwas mitgeben, so dass er sich später, wenn er einmal erwachsen sein wird, an ihn erinnern kann? Was wird bleiben, wenn er einmal nicht mehr ist? Alles Fragen, die Martin sich stellt.

Ein melancholisches Buch, das sehr nachdenklich stimmt über eine der wichtigsten Fragen des Lebens: wie gestaltet man die Zeit, wenn man erfährt, dass der Tod unmittelbar bevorsteht? Ein schwieriges Thema, das in diesem Buch sehr sensibel, jedoch nicht wehleidig umgesetzt wird.

Ganz große Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Rezensionen von LeserinLu :

Wie erwartet

The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe von Emily Wibberley; Austin Siegemund-Broka

Bei "The Breakup Tour" bekommt der oder die Leser:in, was die Kurzbeschreibung des Romans verspricht: eine mitreißende Liebesgeschichte, die die Leser:innen auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt und an zahlreiche Songs von Taylor Swift erinnert. Ich hatte keine große Literatur und auch ein bisschen Kitsch erwartet, von daher wurden meine Erwartungen voll erfüllt.

Der Prolog des Romans führt sofort in Rileys inneren Konflikt ein, ohne zu viel zu verraten: Nach zehn Jahren seit der Trennung ist die erfolgreiche Sängerin immer noch nicht über Musiker und Besitzer eines Altenheims Max hinweg - und dann stellt sich bald auch schon heraus, dass Max auch nicht über sie hinweg ist. Die Spannung steigt, als Riley plant, die Wahrheit über ihren Hit-Song "Until you" zu enthüllen, während Max dies verhindern möchte. Ihre sich entwickelnde Beziehung wird zusätzlich durch die Notwendigkeit verkompliziert, das Lebenswerk von Max' Eltern zu retten. Daraus ergibt sich eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen, Spannung aber auch Längen, die mich schlussendlich aber doch zu Tränen rührte.

Ein Element des Romans, das mir besonders gut gefallen hat, ist das Schreiben über Musik, insbesondere durch Verweise auf Joni Mitchell, Bruce Springsteen und die unausgesprochene Präsenz von Taylor Swift. Die Musik durchdringt die Geschichte und verstärkt die emotionale Resonanz der Handlung, insbesondere in den Kapiteln aus Rileys Perspektive, die ihre Gefühle durch Songtexte ausdrückt. Die Momente, in denen Max und Riley über Musik miteinander kommunizieren, sind besonders berührend. Die Konflikte, die aus ihren unterschiedlichen Lebensstilen resultieren, werden glaubhaft und nuanciert dargestellt.

Insgesamt ist "The Breakup Tour" eine schöne Liebesgeschichte, die mit ihrer authentischen Darstellung von Musik überzeugt. Die Handlung ist mitreißend und die Verwendung von Songtexten verleiht dem Roman eine zusätzliche Ebene der Tiefe und Emotionalität - ein Muss für alle Swifties!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LeserinLu

Rezensionen von Meli:

Trauer, Treue und neue Gefühle

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love. von Rebekka Weiler

Hendrik soll ein radikaler Aktivist gewesen sein, der in eine Massentierfarm eingebrochen ist, dort den Wachmann angegriffen hat und daraufhin gestorben ist. Freya kann diese Geschichte nicht mit ihrem liebevollen Freund unter einen Hut bringen und besonders die negative öffentliche Meinung über ihn kann sie kaum ertragen.

Hendriks Bruder Emil versteht sie und als Freya mehr über Hendriks heimliche Taten herausfindet, ist es Emil, auf dessen Unterstützung sie sich verlassen kann.

Emil hätte Freya damals auf der Party selbst angesprochen, doch sein Drillingsbruder kam ihm zuvor. Jetzt ist der Tod von Hendrik schon Monate her und als Freya ihn braucht, ist Emil für sie da. Ihre gemeinsame Trauer und ihre Liebe für Hendrik bringt sie einander näher, sie spenden einander Trost und haben das Gefühl, wirklich verstanden zu werden.

Denn mit ihren Familien ist es komplizierter. Freyas Eltern glauben daran, dass Hendrik selbst schuld an seinem Tod ist und Freya endlich nach vorne blicken soll. Emil ist genauso allein mit seiner Trauer: Sein Vater distanziert sich als Bürgermeisterkandidat von den Taten seines verstorbenen Sohnes, seine Mutter ist kaum ansprechbar und seine Schwester Lene hat sich aus dem Staub gemacht und ist kaum zu erreichen. Beide Protagonisten haben zwar noch andere Freunde, aber diese können nicht auf die gleiche Art begreifen, wie es ist, Hendrik zu vermissen.

Zwischen Trauer und Trost kommen Freya und Emil sich näher, aber durch die Umstände ist es natürlich schon etwas komplizierter zwischen ihnen. Die Entwicklung ihrer Gefühle und die Veränderung ihrer Beziehung war für mich insgesamt natürlich und nachvollziehbar und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Außerdem ist die Handlung spannend durch die Frage, was wirklich in der Nacht geschah, in der Hendrik gestorben ist.

Fazit
Insgesamt fand ich die Protagonisten sehr sympathisch und ihre Liebesgeschichte, ihre Trauerbewältigung sowie ihre Familienprobleme konnten mich berühren, dazu ein bisschen Spannung um die Geschichte abzurunden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von barbara.liest:

moderner Heimatroman

Mühlensommer von Martina Bogdahn

Die Leseprobe von Mühlensommer hat mich sofort überzeugt, das Buch leider eher weniger.

Maria muss kurzfristig auf den heimatlichen Hof zurückkehren, da der Vater einen Forstunfall hatte, der Bruder auf Urlaub war und die demente Oma nicht alleine bleiben konnte.
Am Hof kommen dann alte Erinnerungen hoch, Maria kümmert sich um eine Muttersau und auch ihre beiden Töchter lernen das Landleben kennen.

Die jahrelang bestehenden Spannungen mit dem Bruder und der Schwägerin kommen zu Tage, alte Sehnsüchte werden wach und die Vorstellungen der unterschiedlichen Generationen prallen aufeinander.

Die Protagonisten wurden gut beschrieben und man konnte sich bald mal in die unterschiedlichen Charaktere hineindenken.Mich haben die Rückblicke in die Kindheit beim Lesen leider gestört, da ich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen wurde und mir nicht klar war, was die Autorin damit sagen möchte.
Kurz zusammengefasst: Ein Heimatroman des Jahres 2024.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von barbara.liest