Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Das Unterbewusstsein verstehen und beeinflussen
Wie unsere Psyche tickt von Andreas Winter
„Wie unsere Psyche tickt“ ist ein hilfreicher Ratgeber des Diplom-Pädagogen Andreas Winter.
Die menschliche Psyche, ein großes Rätsel, oft verstehen wir uns selbst nicht, wissen nicht warum wir uns so verhalten und noch viel weniger wie wir es ändern können. In diesem Buch erklärt der Autor in einfachen Worten und für jeden verständlich wie unsere Psyche aufgebaut ist und wie sie funktioniert.
Viele unserer physischen Krankheiten und psychischen Verhaltensweisen haben ihren Ursprung bereits vor unserer Geburt oder in den ersten Lebensjahren. Deswegen gilt es zunächst an die Auslöser heranzukommen, um im Anschluss dagegen anzugehen. Das klingt zunächst schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, aber Andreas Winter beschreibt an Fallbeispielen wie wir damit umgehen und z.B. psychosozialen Stress angehen können um körperliche Ursachen zu beseitigen. Seine Beispiele aus der Praxis sind beeindruckend und gleichzeitig klingen sie einfach und schlüssig.
Die menschliche Psyche ist bis heute noch nicht in Gänze erforscht, aber so weit dies möglich ist, findet man in diesem Ratgeber wissenschaftliche Fakten und Beweise, die auch für den Laien leicht verständlich sind.
Besonders interessant fand ich welche Auswirkungen frühkindliche Traumata auf das spätere Leben haben können und wie man an sie herankommt.
Auch wenn die Erklärungen einfach sind und vieles logisch klingt, werde ich das Buch sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen, da die praktische Umsetzung nicht ganz so einfach ist.
Dennoch kann ich das Buch jedem, der sich für seine Psyche interessiert und etwas ändern möchte, nur empfehlen.
Rezensionen von _ich.lese_:
Wunderbar schräges Kinderbuch
Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann
Endlich zieht ins Nachbarhaus ein Familie. Eine Familie mit drei Kindern und einem Opa. Endlich ist Ottilie nicht mehr alleine.
Aber irgendwie sind die ganz anders als Ottilie erwartet hatte. Muh sieht zwar aus wie ein normaler Junge, aber er hat auch Hörner auf dem Kopf. Der Hund sieht auch nicht aus wie ein Hund, sondern ähnelt einem Wischmopp, der sich alleine bewegen kann.
Alle sind eigentlich ganz seltsam, aber das stört Ottilie nicht, sie mag sie trotzdem als Freunde haben.
Sabine Bohlmann hat sich mal wieder selbst übertroffen. Ich liebe ihr Frau Honig Bücher so sehr und freute mich schon sehr auf das neue übersinnlich, schräge Buch aus ihrer Feder. Sehr humorvoll, sehr schräg und kurios werden wir in die Familien Grauens eingeführt. Kurze Kapitel, die ein oder andere Illustration, die ganz wunderbar zum Gelesenen passt und das ganze auflockert und einfach ein riesen Lesespaß. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten, habe das Buch mit meiner kleinen Schwester gelesen und auch sie hatte sehr viel Freude an der Geschichte. Absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Tara:
Eindringlich & brilliant
Der Stich der Biene von Paul Murray
„Der Stich der Biene“ ist das Portrait einer irischen Familie des in Dublin lebenden Autors Paul Murray.
Der Einstieg ist dramatisch. Ein Mann erschießt seine Familie und im Anschluß sich selbst. Warum ? Wie kam es zu dieser Tragödie ?
Im Nachbarsdorf wohnen Cass und Elaine, zwei Freundinnen mit vielen Gemeinsamkeiten, äußerlich aber vollkommen verschieden.
Beide wollen weg. In weitere Einzelheiten über den Inhalt möchte ich mich gar nicht verlieren. Dafür passiert einfach viel zu viel.
Bereits auf den ersten Seiten werden die - teils ein wenig eigenwilligen - Charaktere sehr anschaulich und authentisch dargestellt. Die Ereignisse sind aus dem Leben gegriffen und ich war schnell mitten in der Story.
Der eindringliche, intensive Schreibstil des Autors, der auch immer wieder humorvolle Momente enthält, liest sich unterhaltsam. Die Handlung steckt voller unvorhersehbarer Wendungen, die mich überrascht haben und dafür sorgten, dass ich unbedingt erfahren wollte, wie es für die einzelnen Charaktere weitergeht. Dabei blieb allerdings das ungute Gefühl, dass jeder von ihnen auf ein Unheil zusteuert.
Es ist ein sehr eindringliches Portrait einer irischen Familie, verstörend, tragisch, aber auch zum Lachen, in dem Paul Murray zahlreiche Themen des alltäglichen Lebens miteinbezogen hat. Es geht um Familie, Geheimnisse, Veränderungen, gesellschaftliche Normen, Armut, Privilegien und vieles mehr.
Das Ende kam ein wenig plötzlich, da hatte ich mir nach 700 Seiten ein wenig mehr erhofft. Dennoch ist es zuvor ein so grandios geschriebener Roman, dass ich froh bin, ihn gelesen zu haben.
Rezensionen von Tara:
Köln in der Nachkriegszeit – gelungene Fortsetzung
Lieder des Wandels von Marion Johanning
„Lieder des Wandels“ ist nach „Der Klang eines neuen Lebens“ der zweite Teil der Neue-Zeiten-Serie der Autorin Marion Johanning. Zum besseren Verständnis und um die Ereignisse richtig einordnen zu können, würde ich empfehlen zunächst den ersten Band zu lesen.
Die Handlung beginnt im Januar 1946 in Köln.
Emmas Mann Christian war an der Ostfront und gilt noch immer als vermisst. Die Lebensumstände sind nach wie vor schwierig, aber Emma macht das Beste daraus. Kurt ist inzwischen durch das Erbe eines Freundes - das nicht aus legalen Quellen stammt - zu Reichtum gekommen. Nachdem zunächst Kurt die Stadt verlässt und dann Christian zurückkehrt, ändert sich für Emma alles….
Emma ist eine tolle Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck trägt. Ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar. Sie – wie auch die übrigen Charaktere – wirkt authentisch.
Die Atmosphäre der Nachkriegsjahre, die Not der Menschen sowie die wiederkehrende Lebenslust werden spürbar.
Durch den angenehmen Schreibstil von Marion Johanning liest sich der Roman leicht und flüssig. Mit Köln hat die Autorin ein tolles Setting gewählt, das sie großartig beschreibt. Da ich die Stadt kenne, hatte ich beim Lesen alles direkt vor Augen.
Abschließend werden im Glossar einige umgangssprachliche und kölsche Ausdrücke erklärt, die die Atmosphäre des Romans nochmals gelungen unterstützt haben.
Auch mit diesem zweiten Band ist es der Autorin gelungen ein Stück deutsche Nachkriegsgeschichte lebendig werden zu lassen und ich hoffe, dass bald ein weiterer Band aus der Neue-Zeiten-Serie erscheint.
Rezensionen von _ich.lese_:
Es hat mich sehr berührt
i fell in love with hope von Lancali
Sam will nie wieder Lieben, hat Sam doch seine große Liebe verloren.
In einem Krankenhaus lernt Sam aber Neo, Sony und Coeur kennen. Neo, ein immer schlechtgelaunter, weil toleranter Junge, Sony hat nur einen Lungenflügel und Coeur ist Herzkrank. Zusammen versuchen sie dich zurückzuholen, was die Krankheiten sich genommen haben.
Und noch einiges mehr.
Ich habe mich in das wunderschöne, wenn auch ein wenig gruselige, Cover verguckt und ich mag so dramatisch-traurige Geschichten wie z.B. drei Schritte zu dir. Und mich hat das Buch sehr berührt, ich habe einige Male sehr nahe am Wasser gebaut.
Die Charaktere sind zwar alle noch Jugendlich, nennen sich teilweise selbst noch Kinder, aber ob das Buch für Jugendliche geeignet ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist schon stellenweise harter Tobak und schwer zu verarbeiten. Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr berührt, aber auch sehr mitgenommen. Teilweise ist es schwer auszuhalten, was den Protagonisten so alles widerfährt, was das Leben für sie bereit gehalten hat. Dennoch oder auch gerade deshalb habe ich das Buch so gerne gelesen, es wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ein Klassiker für junge LeserInnen
Stolz und Vorurteil von Disney; Jane Austen
Stolz und Vorurteil. Miss Benett und Mr. Darcy. Der Klassiker von Jane Austen mit den Disney-Helden nacherzählt.
Ich liebe Stolz und Vorurteil und vor allem den wunderbaren Mr. Darcy, der in diesem wunderbaren Buch von Micky Maus verkörpert wird.
Die Geschichte hält sich grob an die "wahre" Vorlage, aber dennoch ist es gut verständlich was die Geschichte sagen möchte.
Die Figuren sind durch die Disney Charaktere gut besetzt. Micky wie gesagt als Mr. Darcy, Minnie ist Miss Bennett, Onkel Dagobert das Familienoberhaupt der Bennetts.
Ich fand fand die Umsetzung ganz gelungen, so kann man die Klassiker schon jüngeren LeserInnen nah bringen, aber auch Erwachsene haben noch ihren Spaß an der Story.
Das Buch ist wunderschön gestaltet, ganz zauberhafte Illustrationen, mal etwas mehr, mal etwas weniger Text. Zum Selberlesen, aber auch zum Vorlesen geeignet. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit dem Buch.
Rezensionen von _ich.lese_:
Reise nach Kuba
Die vermisste Tochter von Soraya Lane
Claudia bekommt ein kleines Holzkästchen und begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter. In der Holzschachtel sind außer dem Namen der Großmutter auch noch ein ihr unbekanntes Familienwappen, dass sie nach Kuba führt. Claudia fliegt nach Kuba um dort eventuell etwas über ihre verstorbene Großmutter und somit übe rihre Familie zu erfahren.
Die vermisste Tochter ist nach der verlorenen Tochter das zweite Buch der Aurorin, das zweite Buch der Reihe, welches ich auch wieder sehr gerne gelesen habe. Eine ganz wunderbare Atmosphäre, ein wunderschönes Setting auf Kuba dazu eine spannende Familiengeschichte mit vielen Geheimnissen. Ein Wechsel zwischen der Gegenwart mit Claudia und einer berührende Liebesgeschichte mir Matteo und der Vergangenheit der 1950er auf Kuba. Allerdings kam anhand der Liebesgeschichte zwischen Claudia und Matteo die Geschichte der Großmutter ein wenig zu kurz. Mir hat Buch eins besser gefallen, aber trotzdem eine schöne Unterhaltung, die mir gut gefallen hat.
Rezensionen von bedard:
Informativer und anspruchsvoller Politkrimi
Die Spiele von Stephan Schmidt
Der Journalist Thomas Gärtner steht noch am Anfang seiner Karriere, als er in Mosambik zufällig auf eine Demonstration ehemaliger Vertragsarbeiter aus der DDR trifft. Dabei lernt er den charismatischen Charles Murandi kennen, der ihn über die Hintergründe aufklärt. Diese Begegnung bedeutet einen Wendepunkt im Leben des Journalisten.
Immer wieder trifft er im Laufe der Zeit auf Murandi, der von einem um seinen Lohn betrogenen Vertragsarbeiter zum einflussreichen IOC Funktionär wird und knapp 30 Jahre später in Shanghai dabei ist, als das Olympische Komitee über die Vergabe der olympischen Spiele entscheiden wird. Doch Murandi wird ermordet und Thomas Gärtner, der sich sein Visum erschlichen hat, ist der Hauptverdächtige.
Sehr schnell schaltet sich das deutsche Konsulat ein und auch die Kanzlerin wird involviert, für die die Bewerbung um die olympischen Spiele ein unspektakulärer Routinetermin am Ende ihrer Karriere sein sollte.
Obwohl der Autor ausdrücklich darauf hin weist, dass der Roman und alle darin vorkommenden Personen Fiktion ist, lassen sich einzelne Personen und auch Geschehnisse unschwer identifizieren.
Shanghai, das politische System und die Strukturen innerhalb der Behörden sind sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben. Überwachung und Kontrolle, Rücksichten, die genommen werden müssen, das Taktieren im diplomatischen Umgang – diese Beschreibungen zeugen von sehr guter Kenntnis der aktuellen politischen Situation und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl. Auch die Ein-Kind-Politik Chinas in der Vergangenheit und die heutige Bedeutung Chinas in der Welt spielen eine Rolle, ohne das der Roman überfrachtet wird.
Die Zeitsprünge umfassen manchmal Jahrzehnte, dann 1 oder 2 Tage vor oder nach dem Mord oder auch nur wenige Stunden innerhalb eines Tages. Auch die Ortswechsel sind sprunghaft angelegt. Dies erfordert schon etwas Aufmerksamkeit, trägt aber zur Erhaltung des Spannungsbogens bis zum Ende des Romans bei. Das ist sicher auch dem wirklich gut lesbaren Schreibstil geschuldet und den gut herausgearbeiteten Charakteren. Wirkliche Sympathieträger oder Identifikationsfiguren gibt es allerdings nicht.
Wer einen spannenden, gut geschriebenen Krimi mit fundiertem politischem Hintergrundwissen lesen möchte, dem ist dieser Roman absolut zu empfehlen.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Aus dem Leben der Familie Hartmann
Der Lärm des Lebens von Jörg Hartmann
Der Schauspieler Jörg Hartmann ist vielen als Kommissar Faber aus dem Dortmund-Tatort bekannt. In diesem Buch dürfen wir ihn persönlich kennenlernen, aber es handelt sich nicht um eine Biografie.
Hartmann berichtet über seine Familie, seine Eltern und Großeltern, seinen Anfängen als Schauspieler, den Schwierigkeiten Engagements zu bekommen und den damit verbundenen Ortswechseln.
Er geht dabei nicht chronologisch vor, sondern springt zwischen den Rückblicken in die Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Wir dürfen ihn dabei von der Berliner Schaubühne bis in seine Heimat im Ruhrpott begleiten. Dabei erzählt er auf charmante und humorvolle Art und Weise eine Menge Persönliches und das nicht nur von sich, sondern auch von seinen Eltern und Großeltern.
Es ist ein Buch aus dem Leben, über die Familie, die Heimat, das unterhaltsam und berührend zugleich ist.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Unbedingte Leseempfehlung!
Sturmmädchen von Lilly Bernstein
Lilly Bernstein hatte mich bereits im vorherigen Jahr mit einem historischen Roman begeistern können, ihr mitreißendes Werk "Findelmädchen" zählt zu meinen absoluten Highlights aus diesem Genre. Wie soll man ein Buch toppen, das noch Monate später in einem nachhallt - ist das überhaupt möglich?
Nach der Lektüre von "Sturmmädchen", dem aktuellen - ich kann es nicht anders ausdrücken - Geniestreich dieser begnadeten Autorin, lautet meine Antwort: Definitiv!
Ich lese ja relativ häufig historische Romane mit dem Themenschwerpunkt Zweiter Weltkrieg, doch selten ging mir eine Geschichte dermaßen unter die Haut.
Ich hatte Tränen in den Augen, habe mit angehaltenem Atem mit Elli, aus deren Perspektive erzählt wird, mitgefiebert, ihre hilflose Wut und Verzweiflung gespürt und war ein ums andere Mal erschüttert, wie herzlos und barbarisch Menschen miteinander umgehen können. Umso mehr ging mir der Mut jener zu Herzen, die ihr eigenes Leben riskierten, um der jüdischen Bevölkerung zu helfen. Wie stolz war ich auf Elli, die im Laufe der Handlung eine bemerkenswerte Entwicklung durchläuft!
Trotz all des Schreckens wartet diese hochgradig berührende, in ihrem Detailreichtum hervorragend recherchierte Geschichte auch mit zahlreichen positiven Lichtblicken auf, mitunter Twists, die ich so nicht hatte kommen sehen.
Lilly Bernstein versteht es meisterhaft, ihre Figuren zum Leben zu erwecken und uns direkt in die damalige Zeit, in die dunkelste Stunde der deutschen Vergangenheit, eintauchen zu lassen. Nie wieder dürfen sich solche Ereignisse wiederholen, weshalb Werke wie dieses, so schockierend und aufwühlend sie auch sind, einfach ungemein wichtig sind.
Fazit:
Schonungslos ehrlich, in puncto Intensität und Gefühl absolut fesselnd und schlichtweg bravourös erzählt! Unbedingte Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen.











