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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anja S:

Wunderbarer Roman

Das Jahr ohne Sommer von Constanze Neumann

Diesen Roman hab ich direkt durchgelesen und ich hab eine Achterbahn der Gefühle hinter mir. Constanze Neumann schreibt sehr unaufgeregt und manchmal fast sachlich aus der Sicht des Mädchens. Wir lesen von misslungenen Fluchtversuchen und wie sich das auf sie ausgewirkt hat, einem Neuanfang in der BRD, den der Vater immer nur als positiv wahrgenommen hat, Sehnsucht nach der Heimat und dem Gefühl nirgendwo hinzugehören.

Da ich selber aus Leipzig bin haben mir die Abschnitte, die in Leipzig spielen besonders gut gefallen und auch so einige Erinnerungen geweckt. Der Konflikt zwischen Ost und West wurde toll erzählt und auch die Zeit der Wende grandios eingefangen. Zum Ende hin nimmt der Roman noch richtig Fahrt auf und da konnte ich mir die Tränen auch nicht mehr verdrücken. Eine absolute Empfehlung für alle, die Interesse haben sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

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Rezensionen von lesen=liebe:

Die Superregenwürmer

Kackadiesisch! Darwins großes Regenwurm-Spektakel von Polly Owen

Kackadiesisch! Darwins großes Regenwurmspektakel ist bei Penguin Junior erschienen und umfasst 32 Seiten. Kinder ab 5 Jahren können in diesem Buch nicht nur den großartigen Wissenschaftler Charles Darwin kennenlernen, sondern auch das Wissen über Regenwürmer aufpeppen.

Und seien wir uns mal ehrlich.

Wir alle kennen diese wendigen Gesellen, aber Superkräfte hätte ihnen wohl noch niemand zugeschrieben und wahrscheinlich auch nicht mit Charles Darwin in Verbindung gebracht.

Liebevoll wird in diesem Buch erzählt, wie Darwin den Regenwürmern verfallen ist und wie wichtig sie schlussendlich für unseren Boden sind. Schön ist, dass sich auch die Würmer selbst immer wieder zu Wort melden. Es macht richtig Spaß dieses Buch zu lesen. Die Texte sind kurz und sorgen für einige Lacher. Auch die Illustrationen sind schön und witzig gemacht.

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Rezensionen von liesmal:

Autor wird zur Romanfigur

Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier

Die hundertjährige Anouk Perleman-Jacob möchte ihre Lebensgeschichte so erzählen, wie sie noch keiner kennt. Sie will ihre eigene Wahrheit weitergeben an einen Schriftsteller, dem keiner wirklich glaubt, einem, bei dem sich die Lesenden nicht sicher sein können, ob er die Wahrheit schreibt oder nicht.

Diesen Autor hat sie gefunden.

Es hat eine Zeit gedauert, bis ich gemerkt habe, dass der Autor Michael Köhlmeier selbst zur Romanfigur geworden ist. Er hört der fiktiven Anouk Perleman-Jacob zu und schreibt ihre Geschichte als Roman. „Das Philosophenschiff“ ist eines von mehreren Passagierdampfern, mit denen russische Intellektuelle deportiert worden sind. Die damals 14-jährige Anouk Perleman-Jacob und ihre Eltern gehörten dazu.

Niemand von ihnen wusste, was auf dem Schiff geschah. Doch die große Verunsicherung und die Ängste der Menschen, gerade im Hinblick auf die Frage, wem man vertrauen kann und vor wem man sich in Acht nehmen sollte, hat Köhlmeier sehr realistisch und spannend eingefangen. Die Verunsicherung der Menschen war stets hautnah spürbar.

Mir hat sehr gefallen, dass historische Fakten – gründlich recherchiert – und Fiktion vermischt und miteinander verflochten wurden. Mir war oftmals nicht klar, ob die vielen historischen Erzählungen um reale Personen tatsächlich geschehen waren oder der Fantasie des Autors entsprungen sind. An dieser Stelle bin ich froh, dass es ein Leichtes ist, sich einer Suchmaschine zu bedienen, um sich näher zu informieren, wovon ich reichlich Gebrauch gemacht habe.

Erschreckend war für mich, dass in den Erzählungen aus der Vergangenheit so viele Parallelen zur Gegenwart zu erkennen sind.

„Das Philosophenschiff“ ist weit mehr als die Erinnerung einer alten Frau. Das Buch ist auch nicht eines, das man schnell weglesen kann. Mehrere Textpassagen habe ich mehrmals gelesen, um die ganze Tragweite erfassen zu können. Es ist ein Buch, das viel Anreize bietet zum Nachdenken.

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Rezensionen von lesen=liebe:

Eine schräge, aber sehr sympathische Familie

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann

Willkommen bei den Grauses ist im Thienemann Verlag erschienen. Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren und umfasst ca. 192 Seiten.

Ottilie Schmidt lebt in einer Sackgasse. Sie hat eigentlich keine Freunde und ist am liebsten zu Hause. Eines Tages, also eigentlich eines Nachts, zieht eine Familie in das schon lange leer stehende Haus in der Sackgasse.

Die langweiligen Tage scheinen ein Ende zu haben. Schon bald freundet sich Ottilie mit der etwas schrägen Familie an.

Ich habe die Geschichte meinen Kindern (5 und 6 Jahre) vorgelesen und sie konnten ihr ohne Probleme folgen. Manches Vorlesebuch in ihrer Altersgruppe, war tatsächlich anspruchsvoller als dieses Buch. Nichts desto trotz hat uns die sympathische Familie sofort in den Bann gezogen. Vor allem Opa hat es uns angetan. Eine kurzweilige Geschichte über eine etwas andere Familie, die uns sehr sehr gut gefallen hat.

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Rezensionen von Ele:

Racheplan

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal? von Sabine Bohlmann

Ich lüge bis du stirbst, Thriller von Gillian Hobbs, ebook vom Empire-Verlag
Rache ist süß.
Scarlett Dyer, die früher Olivia hieß ist zurück nach St. Pit gekommen, der Ort in dem sie geboren und aufgewachsen ist. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie und einer Gesichtsoperation wird sie nicht wiedererkannt.

Der Grund für ihre Rückkehr ist Rache, denn sie hat mit den Bewohnern des idyllischen Ortes noch einige Hühnchen zu rupfen. Sie stichelt hier und dort, bis das Ganze eskaliert. Auf raffinierte und radikale Weise rechnet sie ab und sie gibt keine Ruhe bis alle auf ihrer Liste gebüßt haben.
Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen, denn Geschichten in denen mit angetanem Leid abgerechnet wird schätze ich ganz besonders. Das tut Scarlett, da bleibt nämlich kein Auge trocken. Schon im Epilog ist der Leser informiert was der kleinen Olivia in ihrem Heimatort angetan wurde. Außerdem hat mir gefallen, wie die Menschen in diesem nach außen hin idyllischen Ort, so reagieren. Sie bespitzeln sich gegenseitig, da wird geratscht und getratscht oft ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, da wird gelogen, betrogen, es gibt häusliche Gewalt und ein korrupter Polizist ist auch vorhanden. Geld regiert und wer viel hat, der macht das Gesetz. Penny z.B. könnte direkt bei mir ums Eck wohnen. Deshalb habe ich die Geschichte auch mit einem hämischen Grinsen auf dem Gesicht verfolgt.
Andererseits kann ich das eine oder andere im Verlauf des Geschehens, nicht so ganz für bare Münze halten. Von ihren eigenen Eltern wird Scarlett/Olivia nicht sofort erkannt, dafür von Willi dem Dorftrottel – auf den ersten Blick. Die Naivität von ihrem Mann grenzt schon fast an Dummheit, denn sehr gut kann er die ihm Angetraute nicht kennen. Kaum zu glauben, was sie ihm im so alles vorspielt. Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass die Aussicht auf Sex einen Menschen zu einem Mord anstacheln könnte. Es gibt hier viele Charaktere die mir nicht geheuer, bzw. unsympathisch waren, am ehesten mochte ich noch Willi, den armen Tropf.
Trotzdem hat mir der Schluss gut gefallen, damit habe ich nicht gerechnet. Die Plottwists im Roman haben die Lesegeschwindigkeit befeuert, ich habe bis zur letzten Seite den Reader kaum aus der Hand gelegt. Wer nicht zuviel hinterfragt und turbulente schonungslose Rachethriller mag, kann mit dem Buch durchaus ein paar schöne unterhaltsame Stunden verbringen.
Von mir 3 Sterne

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Rezensionen von Frechdachs:

Wer kann sich schon dem Ruf des Buchdruckers Aelius Atramento alias Silbersilbe aus Flohall entziehen?

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie von Theresa Bell

Theresa Bells Kinderbuchdebüt "Sepia und das Erwachen der Tintenmagie" entwickelte sich für mich persönlich sehr schnell zum echten Pageturner.

Maßgeblich dafür ist die Protagonistin Sepia, mit der man sich beim Lesen schnell Seite an Seite wähnt und mit ihr gemeinsam dieses fantastische Abenteuer durchlebt.

Rein nur vom Cover sowie dem Teasertext hatte ich sehr schnell aufgrund des Wortes Tintenmagie Assoziationen zu Funkes Bestseller-Buchreihe, der Tintenwelt-Tetralogie.

Dreh- und Angelpunkt der Handlung in der neu zu erkundenden Welt von Flohall ist das zwölfjährige Waisenmädchen Sepia, das eingangs des Buches eher einen Außenseiterstatus genießt. Der Charakter von Sepia selbst ist so geheimnisvoll wie ihr Mentor der Buchdruckerei Silbersilbe selbst, unter dessen Fittichen sich Sepia beweisen muss.

Theresa Bell gelingt hier nach meiner Meinung ein ganz besonderer Coup. Auch wenn vielleicht auf den ersten Blick der Plot mit der Außenseiterin nicht ganz neu erscheint so ist die Kulisse dafür wirklich genial ausgesucht. Wer Bücher und deren Herstellung mag wird dieses Werk dann schnell ins Herz schließen.

Ich selbst konnte der Einladung von Silbersilbe auch nicht widerstehen und folgte seinem Aufruf. Schnell umgarnte mich der ganz besondere magische Charme des Städtchens Flohall und ich tauchte schnell tief ein in diese neue mystische Welt. Welches dunkle Geheimnis sich hinter dem adretten Örtchen Flohall und dessen Einwohnern versteckt wird nach um nach in der Storyline aufgedeckt.

Über weite Teile wurde ich immer mehr vertraut mit dieser für mich neuen Welt und der darin befindlichen Magie. Für mich hat dieser Roman dann eher Prequelcharakter, um sich mit den Protagonisten sowie dem Worldbuilding vertraut zu machen. Die Handlung selbst kommt dabei allerdings in keinster Art und Weise zu kurz und es passiert unheimlich viel im ersten Band der angedachten Trilogie.

Sepia selbst wächst mit ihren Aufgaben, auch wenn sie eingangs des Buches vielleicht etwas verloren und schüchtern wirkt macht sie bereits hier im Werk eine beachtliche Entwicklung durch.

Bei mir hat Theresa Bell mit "Sepia" fast komplett ins Schwarze getroffen. Lediglich das Grande Finale war für mich dann fast zu schnörkel- und reibungslos und gerade hier hätte ich mir persönlich etwas mehr Raffinesse und auch noch mehr Spannung gewünscht.

Ich habe Sepia sehr gerne bei ihrem ersten Abenteuer in Flohall begleitet und bin bereits jetzt Fan von ihr. Ich hoffe die nachfolgenden beiden Erzählungen lassen nicht allzu lange auf sich warten und ich kann hoffentlich bald wieder ein Werk aus Silbersilbes Buchmanufaktur in Händen halten.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin LEA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Innsbruck)

Ginger und die Bibliothek der magischen Pflanzen von Judith Allert

Testleserin LEA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Innsbruck)

Ginger lebt zusammen mit ihren Pflegeeltern, den Dorns, in einem kleinen weißen Haus mitten in einem kleinen Dörfchen. Ihr Alltag ist richtig fad, da er immer gleich abläuft. Sie wird außerdem halb verrückt, weil sie anscheinend eine starke Allergie gegen Pflanzen hatte.

Alles wurde immer schön sauber gehalten und sie durfte nur raus in den sogenannten „Garten“. Dort wuchs keine einzige Pflanze, es gab nur Asphalt und einen hässlichen und verdorrten Busch, der dringend mal wieder Wasser brauchen könnte. Doch dann entdeckt sie ein kleines schmetterlingsähnliches Wesen. Sie weiß wie durch ein Wunder den Namen: Fido. Leider verjagen die Dorns das wundersame Wesen sofort. Trotzig verkriecht sich Ginger in ihr Zimmer und schmollt. Doch dann entdeckt sie in der Abstellkammer eine kleine und verdörrte Zimmerpflanze. Mit dieser klettert sie auf das Dach des Hauses und beobachtet das Dorf. Oben am Dach lernt sie das sprechende Eichhörnchen Alva kennen, das sie zu einer Frau Blum führt.

Für Ginger beginnt eine spannende Reise durch die Welt der Magie und sie lernt viele neue Menschen kennen. Allerdings erwarten sie auch einige böse Überraschungen. Wird sie trotzdem ihre Eltern finden? Und wird sie die bösen Kräfte besiegen können? In dem Buch gibt es immer wieder schwarz-weiß Illustrationen. Ich fand die Namen der Personen immer sehr lustig und interessant. Leider finde ich, dass sich manche Passagen zu oft wiederholen, so dass es teilweise etwas langweilig zu lesen war. Ich gebe diesem Buch aufgrund dessen drei von fünf Sternen.

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Rezensionen von Claudia R:

tierische Abenteuer

Die Tiere der Lichtung am kleinen Bach von Paul Reinker

Klappentext / Inhalt:

Tauche ein in die Welt der Tiere auf der Lichtung am kleinen Bach und erlebe die ersten beiden Abenteuer mit diesem Doppelband.
Im ersten Abenteuer - "Das große Fest" ist es zunächst ruhig auf der Lichtung am kleinen Bach, nur Bonnie Biene fliegt einsam umher. Doch das ändert sich bald, als ein weißes Ei auftaucht und die Ruhe stört.

Nach und nach tauchen immer mehr Tiere auf und bringen Leben und ein großes Fest auf die Lichtung.
Im zweiten Abenteuer 2 - "Geheimnisvolle Spuren" sitzt Willi Waschbär verträumt auf einem alten Baumstamm und schaut über die Lichtung am kleinen Bach. Dabei fallen ihm geheimnisvolle Spuren im Sand auf. Er fragt sich, von wem diese Spuren wohl stammen und wohin sie führen. Gemeinsam mit seinen Freunden begibt er sich auf die Suche nach Antworten und erlebt dabei so manche Überraschung.
Die Lichtung am kleinen Bach befindet sich zwischen zwei Wäldern und bietet sowohl felsigen Untergrund als auch saftige Wiesen mit kleinen Büschen und einzelnen Bäumen. Ein kleiner Fluss mit glasklarem Wasser fließt mitten durch die Lichtung. Der Untergrund am Ufer des Bachs ist sandig und die Landschaft karg. Nur wenige zarte Gräser wachsen hier. Die Tiere der Lichtung treffen sich gerne rund um einen alten Baumstamm in der Nähe des Bachufers. Dort beginnen viele ihrer Abenteuer. Die tierischen Freunde erleben dabei Spannendes und Aufregendes. Der Zusammenhalt der Tiere, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und natürlich ihre Freundschaft machen jedes Abenteuer zu etwas ganz Besonderem. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß oder klein die Tiere sind, woher sie kommen oder wie sie aussehen.
Auf der Lichtung am kleinen Bach ist eine bunte Gemeinschaft entstanden. Zu ihr gehören unter anderem zwei Bären, eine Ameise, eine Biene, ein Löwe, ein Pferd, eine Blattlaus, ein Adler, eine Amsel, ein Marienkäfer, ein Huhn, ein Eichhörnchen, ein Igel, eine Maus, ein Waschbär und viele andere Tiere.
Geeignet sind diese Geschichten über die Tiere für Grundschulkinder im ersten Lesealter ab 2. Klasse und für Kindergartenkinder ab 4 Jahren zum Vorlesen. Die Kinder freuen sich an den spannenden Erlebnissen der Bewohner der Lichtung am kleinen Bach. Sie können die Geschichten selbst lesen oder sich vorlesen lassen, zu Hause oder in der Schule.

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll gestaltet. Die unterschiedlichen Tiere und Charaktere sind darauf zu entdecken. Es ist einfach und schön gestaltet und spricht die Altersstufe an. Optisch und farblich ist es passend umgesetzt.

Meinung:

Dieses Buch beinhaltet zwei tierische Geschichten. Das erste Abenteuer nennt sich "das große Fest" und das zweite Abenteuer heißt "geheimnisvolle Spuren".

In beiden Geschichten wird es spannend und beide sind toll erzählt. Inhaltlich halte ich mich bei beiden Geschichten zurück. Lest einfach selbst hinein.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen. Die große Schrift ermöglicht ein gutes Lesen und auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass auch die kleinen Selbstleser dran bleiben und motiviert werden. es eignet sich ab Klassenstufe 2. Aber man kann es auch zum Vorlesen nehmen. Die Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen. Der Satzbau ist einfach und gut verständlich, so dass man dem Inhalt und den Ereignissen gut folgen kann. Auch Spannung wird aufgebaut und der Humor kommt auch nicht zu kurz.

Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten. Die Illustrationen runden das Ganze dabei sehr gut ab und lockern zugleich das Schriftbild auf. Die schwarz-weiß Zeichnungen und auch die Verzierungen sind toll gewählt und die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen.

Beide Geschichten sind sehr niedlich und liebevoll umgesetzt. Tierische Abenteuer mit niedlichen Charakteren und spanender Storyline.

Toll fand ich auch die Steckbriefe der Charaktere als Bonus im Anhang. Auch diese sind sehr gut durchdacht und Rinden das Gesamtkonzept perfekt ab. Die Steckbriefe sind niedlich und hilfreich zugleich. So erzählt man zu jedem der Charaktere noch ein bisschen was.

Fazit:

Tierische Abenteuer mit tollen Charakteren und spannendem Verlauf. Das Buch enthält gleich zwei Abenteuer und als Bonus noch die Steckbriefe der Charaktere.

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Rezensionen von Petra Gruber:

Schwestern

Hallo, du Schöne von Ann Napolitano

Die Schwestern Padavano stehen sich sehr nahe. Sie teilen alles, lieben ihr Leben zusammen. Da ist Julia, die älteste. Sie weiß immer eine Antwort, scheint alles lösen zu können und einen Plan zu verfolgen. Sylvie ist nur wenig jünger. Sie ist die Leseratte in der Familie, manchmal schleicht sie sich sogar aus dem Unterricht, um im Park zu lesen.

Emeline und Cecelia sind Zwillinge. Eine ohne die andere ist undenkbar. Während Emeline die ruhigste und häuslichste der vier Schwestern ist, ist Cecelia die Künstlerin der Familie. So unterschiedlich sie auch sind, so eng verbunden sind sie auch.
Als Julia ihren ersten Freund kennenlernt, ist es selbstverständlich, dass William den Schwestern sehr schnell vorgestellt wird. Herzlich und mit viel Temperament wird er in die Familie Padavano aufgenommen. Eine völlig neue Erfahrung für den vereinsamten jungen William, dessen Eltern den Tod der Schwester nie verkraftet hatten und William keine Wärme und Nähe geben konnten.
Alles sah nach einem vorgezeichneten Leben aus. Julia und William heirateten, die Schwestern immer in der Nähe. Doch manchmal kommt es im Leben anders.
Diese Familiengeschichte rund um die Padavano Schwestern und William wird von ihrer Jugend bis ins Erwachsenenalter erzählt. Wir erleben Höhen und Tiefen, werden immer mehr Teil dieser Familie, leiden mit und hoffen. Voller Wärme erzählt die Autorin diese Geschichte. Und dennoch wirken ihre Protagonist:innen sehr real, sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler, versuchen ihr Bestes und scheitern dennoch manchmal.
Sehr schön gemacht auch, wie immer wieder Zitate aus der Literatur ihren Einzug finden. Einerseits Gedichte, vor allem von Walt Whitman, den der Vater der Mädchen verehrte, aber auch auf Alcotts Little Women wird immer wieder Bezug genommen. Da streiten sich die Mädchen, wer welche Schwester aus Little Women ist. Und ein wenig erinnert auch die Konstellation der vier Padavanos an die Schwestern aus Little Women, ohne dass diese Geschichte eine Neuerzählung in der Gegenwart ist.
Ich habe diesen Roman wirklich sehr genossen. Er ist wunderschön erzählt, sehr menschlich, eine Geschichte, bei der man lachen und weinen muss.
Für mich Lesegenuss pur!

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Rezensionen von rewareni:

VOROS und ich

Menschlichkeit 2.0 von Ed Berg

Im Jahr 2750 leben die Menschen ohne Krieg, schwere Krankheiten sind verschwunden und auch sonst geht es ihnen gut, da die KI VOROS für sie sorgt. Doch was sie nicht mehr besitzen ist die Fähigkeit selbständig zu denken, zu handeln und all das zu tun, was die Menschen früher einmal eigenständig getan haben.

Nach einem Kryoschlaf, der ungeplanterweise über 700 Jahre gedauert hat erwacht Alex in dieser unbekannten Welt, wo vorerst alles unglaublich klingt um wahr zu sein. Doch bald merkt Alex, dass diese von der KI gesteuerte Leben die Menschen zu Marionetten gemacht hat, die ohne VOROS scheinbar nicht wirklich lebensfähig sind. Also muss schleunigst ein Plan her um das zu ändern.
In dem dystopischen Roman ,, Menschlichkeit 2.0- Aufstand gegen VOROS, taucht der Leser in eine besondere Welt ein, wo man Alex bei einer schier unglaublichen Mission begleiten kann. Der Autor Ed Berg, lässt dabei auch den Leser selbst entscheiden, ob Alex ein Mann oder eine Frau ist, weil das den ganzen Roman über nicht geklärt wird.
Eingeteilt in drei Kapiteln bekommt man besonders im ersten einen sehr humorvollen Vorgeschmack, was in dieser neuen Welt alles anders ist und Alex stolpert dabei von einer komischen Situation in die nächste.
Es gibt dabei vieles Szenen wo man sieht, dass der Autor sich Gedanken darüber gemacht hat, was eine KI alles den Menschen abnehmen kann und wie jemand, so wie Alex der gewohnt ist selbständig zu agieren, damit überfordert sein kann.
In den beiden anderen Kapiteln wird man damit konfrontiert, wie Alex versucht all die Eigenschaften, die die Menschen in der Vergangenheit besessen haben, auch hier in die KI gesteuerte Welt zu bringen. Dabei hat er es leider für mich etwas zu gut gemeint mit gewissen Schlagworten wie Freiheit, Unabhängigkeit, Fähigkeiten.... die auf jeder Seite einzeln oder gemeinsam auftreten. Da habe ich als Leser mit der Zeit das Gefühl gehabt, unmündig zu sein, da mir immer wieder alles ,,erklärt“ wird, was Alex erreichen möchte .
Trotz vieler witziger und origineller Szenen, stellt sich mit der Zeit auch eine Art Gewöhnungseffekt ein. Alex möchte etwas Neues ausprobieren wie z.b gemeinsames Kochen, es geht vieles schief, aber am Ende sind alle glücklich und so passiert es mit vielen anderen Dingen wie mit einem Werkzeug hantieren oder die ungewohnte Gartenarbeit....
Es läuft dabei jede Handlung und jede Situation immer wieder ähnlich ab, sodass man
keinen wirklichen Überraschungsmoment mehr hat.
Anstrengend für mich war dabei auch, dass alles lachend erklärt und beschrieben wird. Es ist zwar schön, dass die Menschen Freude am Experimentieren und Neues entdecken haben, aber auf jeder Seite zu lesen, wie alle immer dabei lachen müssen, nervt mit der Zeit.
Man merkt in dem Roman, dass viel an Herzblut des Autors drinnen steckt und es sind auch interessante Gedanken dabei, wenn man überlegt, wie weit die technischen Fähigkeiten einer KI eines Tages vielleicht gehen können. Spannend dabei war auch, was die Menschen alles ,,verlernt“ haben und wie abhängig sie dabei geworden sind, was eigentlich ein beängstigender Gedanke ist und zum Nachdenken anregt.

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