Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein gelungenes Debüt
In dunklen Wäldern von Rieke Jost
KOK Lodi Lenke, 38, vom K11 der Kripo in Kassel hat ein Problem. Nie wieder wollte sie, die dort immer wieder Parallelen zum Tod ihrer Mutter von vor über 30 Jahren sieht, einen Wald betreten. Nun muss sie es tun, da dort im Habichtswald die Leiche einer vermissten Frau gefunden wurde. Sonja Werkmann wurde erschlagen.
Lodi und ihr Kollege KHK Thomas Ziegler machen sich auf die Suche nach dem Täter. Nur werden die Fragen immer mehr und Verdächtige gibt es auch mehr als einen.
Mit „In dunklen Wäldern“ stellt Rieke Jost nicht nur ihren Debütkrimi vor. Es ist auch für sie der Einstieg als Krimiautorin. Und beides finde ich gelungen.
Ich habe es genossen ein Buch zu lesen, bei dem ich merke, wie stark die Autorin hinter ihren Figuren steht. Gerade Lodi Lenke ist kein einfacher Charakter. Sie wird immer noch und immer wieder von Panikattacken heimgesucht, von denen sie glaubte, sie habe sie endlich überwunden. Und auch wenn sie mehr zu Wein greift, als es mir gefällt, mag ich sie in ihrer taffen, emotionellen und zupackenden Art recht gern. Ich finde es klasse, dass sie sich, gerade wenn es um die Wahrheitsfindung geht, auch mal über Anweisungen hinweg setzt und eigene Wege geht. Wobei sie sich da nicht nur selbst mal in Gefahr bringt.
Auch ihren Partner Thomas Ziegler mochte ich mit seiner manchmal flapsigen Art recht schnell. Und ich hoffe sehr, dass er sich sein Vorhaben nach einem tragischen Zwischenfall noch mal genau überlegt.
Die dritte im Bunde, die ich sehr mag, ist Staatsanwältin Hannah Grün. Warum? Das werdet ihr beim lesen des Buches bestimmt schnell heraus finden.
Auch alle anderen Figuren konnte ich mir schnell gut vorstellen. Wobei mir da manchmal die Ausführlichkeit der bildlichen Beschreibungen zu viel war. Meinem Kopfkino hat das allerdings gut gefallen, da es jedes kleinste Detail gut umsetzen konnte.
Mir hat auch der Handlungsort Habichtswald gut gefallen, da auch ich sehr gerne im Wald unterwegs bin. Auch Kassel, das ich bisher nur vom Zug aus im Vorbeifahren kenne, lerne ich hier etwas besser kennen. Vielleicht sollte ich dort auch mal halt machen.
Der Fall an sich ist interessant und spannend aufgebaut. Es gibt einige, zumeist äußerst unsympathische Verdächtige, von denen ich den ein oder anderen immer mal wieder in Verdacht hatte. Dass ich dann den wahren Täter schnell ins Visier bekam, kam vielleicht daher, dass er auf mich richtig unausstehlich wirkte. Sonst wäre er mir gar nicht so aufgefallen. Jedenfalls sehr gut gemacht mich durch neue Wendungen immer wieder auf andere Fährten zu schicken.
Ganz wichtig für mich bei einem Krimi, dass ich die Auflösung nachvollziehen kann und sie für mich schlüssig ist. Und beides kommt hier sehr positiv bei mir an.
Jedes neue Kapitel wird mit dem Tag, der Tageszeit und dem Ort eingeleitet. So weiß ich immer, wo ich wann gerade bin. Dadurch, dass die Kapitel nicht zu lang sind, wird der Fall sehr temporeich und ich hatte Mühe, das Buch auch mal aus der Hand zu legen.
Alles in allem ein spannender, interessanter Fall, der mich gut unterhalten hat. Mit Ermittlern mit Ecken und Kanten in einer Gegend Deutschlands, die ich gerne weiter kennenlernen würde.
Rezensionen von KimVi:
Nicht ganz so spannend wie die vorherigen Bände, aber dennoch lesenswert
Enna Andersen und das weite Land von Anna Johannsen
Als in Butjadingen die sterblichen Überreste des seit zwanzig Jahren vermissten Ehepaares Feddersen gefunden werden, bittet Enna Andersens Chef sie darum, diesen alten Fall neu aufzurollen. Bevor sie sich mit ihrem Team richtig einarbeiten kann, wird Feddersens Bruder, der damals ganz weit oben in der Liste der Verdächtigen stand, ermordet aufgefunden.
Enna ist sich sicher, dass der aktuelle Mord untrennbar mit den damaligen Ereignissen verknüpft ist. Der Kollege, der die Ermittlungen zu diesem Todesfall leitet, erweist sich allerdings alles andere als kooperativ...
"Enna Andersen und das weite Land" ist bereits der sechste Fall für das Cold-Case-Team, das von Enna Andersen geleitet wird. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat.
Wenn man bereits Bände dieser Reihe gelesen hat, darf man sich über ein Wiedersehen mit den sympathischen Hauptcharakteren freuen und kann beobachten, wie es ihnen mittlerweile beruflich und privat ergangen ist. Diese Handlungsstränge drängen sich allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern fließen harmonisch ins Geschehen ein und sorgen eher dafür, dass die Protagonisten lebendig wirken.
Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt problemlos, da die Autorin es wieder hervorragend versteht, Handlungsorte und Akteure so authentisch zu beschreiben, dass man alles vor Augen hat und sich ganz auf die Ermittlungen einlassen kann. Dieses Mal gestaltet sich das Aufrollen des alten Falls für das Team etwas schwierig. Der Ermittler vor Ort gibt nur die nötigsten Informationen weiter und versucht außerdem, Enna und ihre Mitarbeiter aus den aktuellen Mordermittlungen herauszuhalten.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wodurch man einen guten Überblick bekommt. Es gilt einigen Spuren zu folgen, da der Bauer politisch engagiert und für sein aufbrausendes Wesen bekannt war. Seine Rolle, bei dem damaligen Vorhaben, Windkraftanlagen zu bauen, wird ausführlich durchleuchtet. Diese Ausführungen wirken zuweilen leider etwas langatmig und hemmen die sonst durchaus vorhandene Spannung. Mühsam gelingt es dem Team, kleine Puzzleteilchen zusammenzutragen. Doch sie ergeben lange Zeit kein stimmiges Bild. Genau wie Enna, versucht man Zusammenhänge zu erkennen und wird zum Miträtseln angeregt. Zum Ende hin verknüpft sich alles stimmig miteinander.
Durch allzu ausführliche Hintergrundinformationen nicht ganz so spannend, wie die vorherigen Teile, aber dennoch lesenswert.
Rezensionen von Jazz:
Durchwachsen
Enna Andersen und das weite Land von Anna Johannsen
In diesem Roman wird sehr viel Werbung für Peleton und Tiktok gemacht, was mich extrem gestört hat. Außerdem ist der Roman von vornherein vorhersehbar, aber passabel geschrieben. Er ist flüssig zu lesen und leicht verständlich, wobei ein paar englische Begriffe vorkommen.
Insgesamt wirkt das ganze Szenario aber unrealistisch.
In diesem Buch wirkte das "enemies to lovers" für mich unrealistisch, da erstens sich die beiden Protagonisten in der Schule anscheinend gehasst haben. Und nach Jahren will man dann diese Person? Ich denke eher nicht. Zweitens wirkt es sehr unwahrscheinlich, dass die Klassenbeste nach Jahren als gescheiterte Fotografin endet.
Auf jeden Fall finden beide per Zufall wieder zusammen und beginnen einen Roadtrip von 2 Wochen, in denen sie sich schon ganz am Anfang so anziehend finden, dass sie früh übereinander fallen und der Roadtrip gar nicht mehr richtig zur Kenntnis genommen werden kann, da alles aus Bettgeschichten überschattet wird. Die Mitte des Buchs ist wirklich inhaltslos. Ein wirkliches Reisefeeling kam bei mir nicht durch. Und als beide dann auch noch zu einer Wahrsagerin gegangen sind, konnte ich nur noch mit den Augen rollen.
Fazit: Kann man sich gut nebenbei anhören (Ich hatte das Hörbuch), bleibt aber nicht lange im Kopf. Der Roman ist sehr seicht und locker zu lesen. Das Drama am Ende ist an den Haaren herbeigezogen. Insgesamt gesehen aber eine ganz süße Liebesgeschichte, wenn man die Kritik außer Acht lässt. Sie ist solide geschrieben und das Ende konnte für mich noch das Ruder reißen.
Rezensionen von Julchentim:
Schwieriger Charakter und tiefe Einblicke ins Verlagswesen
Yellowface von R. F. Kuang
Ich werde diese Rezension nun aber etwas anders angehen, als sonst. Ich schreibe mir einfach von der Seele, was ich beim Lesen gefühlt habe.
"Yellowface" von R. F. Kuang war bereits im letzten Jahr ein promotetes Buch in Reese Witherspoons Buchclub "Reesesbookclub". Lange habe ich die deutsche Übersetzung herbeigesehnt und war so gespannt auf die angepriesene Story.
Die Protagonistin June hat meine Gefühle zum Rasen gebracht, aber nicht auf positive Art und Weise. Von Anfang an konnte ich sie nicht leiden, ihre Sicht auf die Dinge, ihre moralischen Vorstellungen und wie sie sie passend zu ihrem eigenen Nutzen umbiegt, ihr Urteil über ihre "Gegnerin" Athena, deren Geschichte sie in der schlimmsten aller Situationen an sich reißt. Einfach ekelerregend unmoralisch und selbstsüchtig.
Ich wollte diese Geschichte wirklich lieben, aber June hat sie mir vermasselt. Ja, non-konforme Charaktere sind gerade absolut in und wollen auch wahrgenommen werden. Aber June Hayward ist eine Person, der ich im echten Leben niemals über den Weg laufen möchte, geschweige denn etwas mit ihrem falschem Leben zu tun haben möchte.
Sie gibt uns viele Gründe, warum ihr Handeln richtig sein soll. Aber in keiner meiner Wertevorstellungen passt auch nur einer ihrer Beweggründe hinein.
R. F. Kuang hat wieder einmal brillant recherchiert und geschrieben, bis ins kleinste μ des Verlagswesens, von der Idee bis hin zum Leser. Wieder einmal ein so detailreiches Buch von ihr, dass man darin versinken könnte. Wenn nicht June wäre.
Es tut mir wirklich leid, aber mehr als 3* kann ich nicht geben.
Rezensionen von LeserinLu :
Blick hinter die Maske
Wer zuerst lügt von Ashley Elston
"Wer zuerst lügt" ist ein Thriller, der ab Seite 1 spannend beginnt. Erzählt wird die Geschichte von Evie, einer Diebin, die versucht, ihre Identität geheim zu halten, während sie ihr neuestes Opfer auskundschaftet. Durch Rückblenden von ihrer Schulzeit bis zur Gegenwart erfährt der Leser von Evies eigentlicher Identität, früheren Jobs und falschen Identitäten.
Die Kapitel in der Gegenwart schildern Evies aktuellen Job, bei dem ihre Vergangenheit sie einholt. Evie wird so als eine intelligente, wenn auch nicht vollständig glaubwürdige, Figur dargestellt, die im Spiel immer mehrere Züge voraus ist. Dass man hinter ihre Maske blicken kann, führt dazu, dass man mit ihr mitfiebert und ihr die Daumen für ihre Verbrechen drückt.
So spannend wie am Anfang blieb der Roman für mich nicht durchgängig. Bei der Geschichte handelt es sich hauptsächlich um ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Machtverhältnisse zwischen den Charakteren ständig wechseln, was es zwar schwer macht, vorherzusagen, wer am Ende gewinnen wird, was allerdings auch etwas langatmig werden kann. Während die Handlung voranschreitet, entfaltet sich also langsam das Geheimnis und offenbart Schicht um Schicht, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als man zunächst vermutet. Leider ist die Handlung dabei nicht immer ganz glaubwürdig - warum weiß Evies Boss einerseits immer, wo sie sich aufhält, andererseits entgehen ihm aber wichtige Dinge?
Insgesamt ist "Wer zuerst lügt" unterhaltsam geschrieben, aber weniger clever als erwartet. Der Roman ist einigermaßen actiongeladen und spannend, aber auch etwas repetitiv. Gleichzeitig merkt man schon beim Lesem das Potenzial des Romans für einen Film oder eine Fernsehserie.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Tolle Fantasy-Story
Magiestaub von Anika Miller
Schon seit 1857 ist die Magie aus der Welt verschwunden. Das macht sich auch an vielen Gebäuden bemerkbar. Ein Großteil der Architektur, die damals mit Magie errichtet worden ist, hat sich in modrige Ruinen verwandelt. Sie zerfallen nach und nach und Menschen sterben an Krankheiten, bedingt durch Magiefall.
Brillante Köpfe suchen seit diesem Tag nach einem Weg, um die Magie zurückzuholen. Bisher vergebens.
Während sich für die Studenten der Paris-Sorbonne alles um gute Noten dreht, steht für Amelie Fournier viel mehr auf dem Spiel, denn auf sie lastet die gewaltige Aufgabe, die Magie zurückzubringen. Scheitert Amelie, steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel. Das Studium und das Ziel, das sie damit verfolgt hat deshalb für sie oberste Priorität.
Als es Amelie dann eines Tages gelingt, Magie zu wirken, wird sie heimlich von Raphael Chevalier, dem Sohn ihres Chefs dabei beobachtet.
Raphael, der als Laborassistent für Asclépios Industrielle arbeitet, erzählt seiner Vorgesetzten davon und bringt damit nicht nur die Forschung und das Leben von Amelie in Gefahr, sondern sorgt auch dafür, dass ihre Gefühle Achterbahn fahren.
Das wunderschöne Cover hat mich sofort in den Bann gezogen.
Den Schreibstil von Anika Miller ist herrlich locker und flüssig. Ich habe die Geschichte unheimlich gerne gelesen und bin innerhalb von wenigen Seiten darin eingetaucht.
Wir verfolgen die Handlung abwechselnd aus den Perspektiven von Amelie und Raphael. Es fiel mir leicht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Empfindungen nachzuvollziehen.
Amelie ist eine taffe, starke und ehrgeizige Protagonistin, die trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen beharrlich und ausdauernd daran forscht, die Magie zurück in die Welt zu holen. Sie will niemanden mit ihren Problemen belasten und vertraut sich nicht einmal ihrer Freundin an.
Allerdings sind einige ihrer Aktionen auch ziemlich waghalsig.
Mit Raphael konnte ich zu Beginn nicht so richtig warm werden. Er handelt am Anfang, sehr eigennützig, ohne nachzudenken und bringt Amelie dadurch in Gefahr. Doch msn muss ihm zugute halten, dass er sich große Sorgen um seine kranke Mutter macht. Raphael studiert Magiezin, um ein Heilmittel zu finden, dass sie von der, durch den Verlust der Magie ausgelösten Erkrankung heilt. Bei ihm hat mir besonders seine Entwicklung gut gefallen, denn mit der Zeit reflektiert und hinterfragt er vieles.
Die Nebenfiguren blieben leider etwas blass und ich hätte gerne etwas mehr über Sandrine und auch über David erfahren.
Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und unerwartete Wendungen und viel Action sorgen immer wieder dafür, dass es nicht langweilig wird.
Sehr gefallen hat mir auch das Setting.
Das teilweise zerstörte Paris als Schauplatz der Geschichte passte perfekt zum Plot. Den schiefen Eiffelturm mit seinem maroden Fachwerk hatte ich bildhaft vor Augen und habe Amelie und Raphael beim Spaziergang an der Seine begleitet.
Fazit
Mir hat die Geschichte gut gefallen und durch die tolle Mischung aus Fantasy, Action, Romance und Spice überzeugt.
Rezensionen von drachenzahn:
Super Idee, schlechte Ausführung
Cosima und der Diamantenraub von Laura Noakes
Die Idee von „Cosima und der Diamantenraub“ fand ich wirklich toll. Endlich mal starke unkonventionelle Heldinnen, die sich von ihrer Behinderung bzw. von einer chronischen Beeinträchtigung nicht ausbremsen lassen, sondern aktiv gegen ihr Schicksal vorgehen und sogar noch Raubzüge begehen. Nun, die Idee ist ja wirklich gut, die Ausführung ist jedoch leider äußerst unglaubwürdig.
Cosima lebt als Nummer 1 schon von klein auf im Heim für beklagenswerte Mädchen. Zugern wüsste sie, wo sie herkommt. Das Heim wird von den Geschwistern Frau und Herr Makel geleitet, die wenig Interesse oder Mitgefühl für ihre Schützlinge übrighaben. Sie schikanieren die Mädchen, lassen sie teilweise hungern und treiben sie zum Arbeiten an. Doch die beiden stellen eine weitaus geringere Gefahr dar als Lord Fitzroy, der die Kinder der Heimleitung für dubiöse Zwecke abkaufen möchte. Ihre einzige Rettung sehen die Mädchen darin, das Diadem und andere Juwelen aus seiner Ausstellung zu rauben.
Die Mädchen sind wirklich allesamt sympathisch und sehr unterschiedlich. Man kann sich schnell mit identifizieren und mit ihnen mitfiebern. Ich denke, ihre Behinderungen werden weitestgehend realistisch dargestellt und sie werden von der Autorin ernstgenommen. Sie sind mehr als ihre Beeinträchtigung und sie definieren sich nicht darüber. Aber ich finde, sie haben eine durchaus glaubwürdigere Geschichte verdient.
Die Kinder kommen praktisch ihr ganzes Leben nicht aus dem Heim heraus, haben aber keine Probleme nach nur einem kurzen Aufenthalt auf der Ausstellung genau zu wissen, wie man an die Schätze gelangt und unbemerkt stiehlt. Und natürlich können sie absolut identische Kopien von den Juwelen aus Seilresten und etwas Farbe herstellen, nachdem sie besagte Edelsteine nur in einer Zeitung und einmal kurz in Echt gesehen haben.
Etwas seltsam finde ich auch die Beziehung der Mädchen zu ihren Eltern. Angeblich lieben sie sie, aber warum schiebt man dann sein Kind überhaupt dorthin ab und unternimmt nichts, wenn es doch offensichtliche Missstände in diesem Heim gibt. So ganz nachvollziehen kann ich auch nicht, wie die Mädchen ihre teilweise sehr umfassende Bildung erworben haben. Die Makels werden sie sicher nicht geschult haben. Streckenweise ist die Geschichte zudem etwas langatmig und kommt kaum voran. Zumal einige Wendungen sehr voraussichtlich sind.
Insgesamt bietet das Buch tatsächlich wundervolle Charaktere, die aber meiner Meinung nach eine bessere und vor allem glaubwürdigere Geschichte verdient hätten. Schade! Alles in allem vergebe ich dem Buch 3,5 Sterne.
Rezensionen von froschman:
Die Macht der Worte
Gestehe von Henri Faber
Johann »Jacket« Winkler ist Österreichs beliebtester und bekanntester Ermittler. Er hat beinahe im Alleingang einen Organhändlerring zur Strecke gebracht und ein kleines Mädchen vom OP-Tisch gerettet, allerdings wurde dabei sein Kollege Leo ebenfalls Opfer der Bande. Er hat ein Buch herausgebracht und ist Testimonial der Wiener Polizei.
Durch Zufall kommt Winkler an einen Tatort gegenüber seiner Wohnung. Das Opfer ist nackt, an einen Tisch gefesselt. Es wurde grausam ermordet, an der Wand steht mit Blut geschrieben das Wort „GESTEHE“. Jacket wird schlecht, denn er erkennt, dass hier eine Szene aus seinem noch unveröffentlichten Roman nachgestellt wurde! Das Buch trägt den Titel „GESTEHE“ und da er das beim Verlag eingereichte Skript kennt, weiß er, dass das Morden erste begonnen hat!
In kurzen Kapiteln hat Faber einen Thriller geschrieben, die Spannung steigert sich bis zum Schluss. Unerwartete Wendungen, Anspielungen an die österreichische Politik und Prominenz, Fremdenfeindlichkeit innerhalb der Polizei (Jackets neuer Partner Mohammad Moghaddam ist afghanischer Abstammung) sind ebenfalls Themen.
Bestens gelungener Thriller mit Hoffnung auf weitere Fälle für die Ermittler Mo und Jacket.
Rezensionen von brauneye29:
Starke Frau
Geordnete Verhältnisse von Lana Lux
Zum Inhalt:
Faina landet in einer deutschen Kleinstadt und lernt in der Schule Philipp kennen. Philipp hat so seine Probleme, aber wünscht sich nichts sehnlicher als einen Freund zu haben. Faina soll dieser Freund sein und darum tut er alles, damit sie es wird. Jahre später steht sie schwanger und verschuldet vor ihm und er hilft ihr, doch um welchen Preis?
Meine Meinung:
Was zunächst erst harmlos beginnt, wird später zum Alptraum.
Genau so habe ich das Buch empfunden, denn zunächst plätscherte die Geschichte vor sich hin. Zeitweise ging mir die Art von Faina auch gegen den Strich, sie wurde mir aber zunehmend sympathischer. Nach und nach erkennt man ihre Stärke und das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil des Buches hat es mir auch immer mehr gefallen und auch die Story ist richtig gut. Ganz klare Leseempfehlung.
Fazit:
Starke Frau
Rezensionen von Tara:
Eine Ikone der Wissenschaft
Das verborgene Genie von Marie Benedict
„Das verborgene Genie“ ist ein biografischer Roman über Rosalind Franklin der in Pittsburgh lebenden Anwältin und Autorin Marie Benedict.
Die Handlung beginnt am 3. Februar 1947 in Paris, wo Rosalind Franklin an der Laboratoire Central des Services Chimiques arbeitet. Das Forschungsinstitut steht unter der Leitung von Jacques Mering und die Stelle hat ihr die Physikerin Adrienne Weill vermittelt.
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Rosalind Franklin geschildert. Dadurch habe ich schnell einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Arbeit bekommen. Sie ist eine vielschichtige Persönlichkeit, klug, ehrgeizig und brillant, aber auch ein wenig schwierig und eigensinnig. Durch sie werden hier wissenschaftliche Arbeiten mit den daraus resultierende Erkenntnisse gut verständlich erklärt, wodurch ich Neues aus der Forschung und Wissenschaft erfahren habe.
Sie war es, die das Rätsel um die Doppelhelix gelöst, wichtige Daten geliefert und die Ergebnisse verifiziert hat.
Der Schreibstil von Marie Benedict ist leicht und flüssig zu lesen. Auch wenn der Roman fiktiv ist, basiert er auf historischen Begebenheiten mit realen Personen.
Mich hat das Leben von Rosalind sehr beeindruckt. Mit ihren bedeutsamen Forschungsarbeiten hat sie - wie so viele anderen Frauen auch - leider viel zu lange im Hintergrund gestanden.
Für mich ist dies ein weiterer interessanter Band aus der Reihe "Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte" in der die Autorin das Leben einer interessanten Persönlichkeit geschickt mit dem Weltgeschehen verwoben hat. Ich bin schon gespannt über wen Marie Benedict als nächstes schreiben wird.










