Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Ein Student, die Geheimnisse seiner Mutter und verbotene Beziehungen
Brynmor University - Versuchungen von Dominik Gaida
Nate und Lucas verbringen eine leidenschaftliche Nacht, die abrupt endet, als Nates Großvater dazwischen geht. Ihm ist wichtig, dass sein Enkel sich seinem Studium widmet und seine Noten verbessert, dabei soll Nate sich ganz sicher nicht von irgendwelchen männlichen Liebhabern ablenken lassen. Nate ist die Brynmor University aber ziemlich egal, bis er auf die Spuren seiner Mutter stößt, die bei seiner Geburt starb; anscheinend hat sie vor ihrem Tod noch einiges erlebt.
Lucas freut sich über seinen neuen Job an einer renommierten Universität, doch alles wird komplizierter, als ihm ausgerechnet sein One Night Stand Nate über den Weg läuft. Zuerst glauben sie noch, dass sie ihre Gefühle unterdrücken können, doch da sie sich kaum aus dem Weg gehen können, fällt es ihnen gar nicht so leicht. Als es darauf ankommt, ist Lucas auch für Nate da und unterstützt ihn bei seinen Recherchen.
Wie auch im ersten Buch steht ein Mysterium im Mittelpunkt, das mindestens einer der Protagonisten ergründen will, und die Handlung entwickelt sich darum herum. Nate und Lucas verbringen viel Zeit damit, weitere Hinweise zu sammeln, und außerdem gibt es eine weitere Perspektive, die jede Menge Einblicke gewährt. Dadurch war es für mich schon deutlich weniger spannend, dabei hätte die Geschichte mit den interessanten Protagonisten schon noch mehr Potenzial gehabt.
Aber außerhalb des Geheimnisses erleben sie nicht sehr viel, auch nicht miteinander. Es geht außerdem noch um ihre Familienprobleme: Nates Familie macht ihm sehr viel Druck und hat viele Erwartungen, während Lucas seiner Mutter ziemlich egal ist, es sei denn, sie braucht Geld, was eigentlich immer der Fall ist. Außerdem muss Nate trotz der Anziehung zwischen ihm und Lucas auch seine heimlichen Gefühle für seinen aktuellen Schwarm erstmal hinter sich lassen.
Fazit
Insgesamt fand ich die Protagonisten durch ihre Probleme, ihre Wünsche und ihre Gefühle füreinander sympathisch, aber das Geheimnis an der Brynmor University fand ich eher mittelmäßig und kaum spannend.
Rezensionen von Reiseweise:
Spannende Odyssee
Kantika von Elizabeth Graver
In diesem spannenden, teils biographischen Roman lässt die Autorin Elizabeth Graver die Lesenden an der Odysee ihrer Großmutter Rebecca Cohen und ihrer Familie teilhaben. Man reist von den 1920er Jahren bis in die 1950er und folgt der Protagonistin von Konstantinopel (heute Istanbul) nach Barcelona, Adrianopel und Havanna bis in die Vororte New York Citys.
Anhand dieser Lebensreise erfährt man unglaublich viel über das Leben einer sephardischen Familie vor, zwischen und nach den Weltkriegen.
Der Roman ist mitreißend und eindringlich geschrieben und von Juliane Zaubitzer sehr gut übersetzt. Auch wenn die Kantika des Buchtitels, also die sephardischen Lieder, erst nach 200 Seite auftauchen und keine große Rolle spielen, hat mich der Sprachenmix des Buches restlos überzeugt: Es werden viele Sätze aus dem Ladino, dem sogenannten Judeospanischen der sephardischen Diaspora, eingeflochten, ebenso Spanisch, Hebräisch, Französisch, Türkisch, Englisch - all die Sprachen, die Rebecca Cohen während ihres langen Lebens sprach.
Rezensionen von Bibibabby:
Wunderschönes Comicbuch
Lily Halbmond - Magie ist nur der Anfang (Lily Halbmond, Bd. 1) von Xavier Bonet
"Lily Halbmond" ist ein wunderschön illustriertes Comicbuch, empfohlen für Kinder ab acht Jahren. Das tolle Cover sieht einfach märchenhaft aus und ist mir sofort ins Auge gefallen. Es zeigt die Hauptfigur Lily und, im Hintergrund, einige andere Figuren aus der Geschichte.
Die Protagonistin, Lily, ist neun Jahre alt und entwickelt plötzlich magische Fähigkeiten, die sie noch nicht kontrollieren kann.
In ihrer neuen Schule wird die Zauberkraft bemerkt und sie darf dann die geheime Zauberschule besuchen.
Das Buch ist wunderschön gezeichnet und würde junge Leserinnen sicher begeistern. Das Thema (Kind entdeckt Zauberkraft und besucht Zauberschule) ist nicht besonders originell und die Handlung nicht zu tiefsinnig, aber das Buch richtet sich an ein jüngeres Publikum und von daher finde ich die Geschichte passend.
Es gibt auch nicht wahnsinnig viel Text und das Ganze ist schnell durchgelesen. Was dieses Buch von den anderen abhebt, sind die Illustrationen. Für Mädchen, die auf Feenwelten stehen wäre dieses Buch ein tolles Geschenk.
Rezensionen von Tara:
Eine spannende Kombination aus Fakten und Fiktion
Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier
„Das Philosophenschiff“ ist eine fiktive Geschichte, die auf historischen Ereignissen beruht, des in Österreich lebenden Autors Michael Köhlmeier.
Über die bekannte europäische Architektin Professor Anouk Perleman-Jacob gibt es bereits zwei Biografien. Inzwischen ist sie 100 und möchte, dass eine Monografie - über das, was noch niemand weiß - geschrieben wird.
Dafür hat sie sich den Autor Michael Köhlmeier ausgesucht, einen Autor, dem man oft nicht glaubt, wenn er die Wahrheit schreibt und dem man Glauben schenkt, wenn er schummelt. Sie beginnt 1922 in Russland als sie mit ihren Eltern auf eines der Philosphenschiffe gebracht wird. Die Philosphenschiffe gab es wirklich und mit ihnen wurden unliebsame Intellektuelle aus dem Land gebracht.
Die Handlung findet auf zwei Ebenen statt. Da sind der Autor und Anouk, die ihm von ihrem Leben erzählt und die Erinnerungen der alten Dame. Durch diese erhält man Einblicke in die russische Geschichte, die Atmosphäre auf dem Philosophenschiff, dem Ende Lenins und den Anfängen von Stalin.
Die historischen Begebenheiten wurden hier gelungen mit der Biografie von Anouk Perleman-Jacob verbunden. Vieles wird allerdings nur angerissen wodurch Fragen aufkommen, die nicht in Gänze beantwortet werden. Neben den historischen Ereignissen und den Einflüssen auf das heutige Europa gibt es auch Parallelen und Anspielungen auf die heutige Zeit.
Mit Anouck Perleman-Jacob wurde hier eine interessante, leicht skurrile Protagonistin mit einem bewegenden und berührenden Leben erschaffen, an der ich beim Lesen meinen Spaß hatte. Ein durchaus gelungener Kontrast zu den historischen, teils sehr detaillierten, Fakten.
Michael Köhlmeier hat hier gekonnt Fiktion und Realität miteinander verknüpft und das Buch bietet eine Menge Stoff zum Nachdenken. Auch wenn ich mir an einigen Stellen etwas mehr Informationen gewünscht hätte, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es Lesern, die sich für die Geschichte Russlands interessieren, empfehlen.
Rezensionen von drachenzahn:
Ist das noch gerecht?
Voll ungerecht! von Assata Frauhammer
Das Buch „Voll ungerecht“ ist ein tolles Sachbuch, das auf informative und lustige Weise das Thema Gerechtigkeit für Kinder verständlich erklärt und sie zum Nachdenken anregt. Was bedeutet überhaupt das Wort und kann dieselbe Sache für den einen gerecht und für den anderen ungerecht sein? Und warum?
Das Buch besteht aus zahlreichen kurzen Kapiteln von 2 bis 4 Seiten, in denen jeweils ein spezifischer Aspekt von Gerechtigkeit betrachtet wird.
In den ersten Abschnitten wird zunächst der Begriff als solches dargelegt. Im Mittelteil finden sich auch ein paar philosophische Konzepte wie etwa Rawls Schleier des Nichtwissens oder die römische Göttin Justitia. Ab der Mitte beschäftigt sich das Buch beinahe ausschließlich mit rechtlichen Fragen in der Arbeit, im sozialen Leben (z.B. Teilhabe, Steuern) und auf globaler Ebene (z.B. fairer Handel).
Neben den teilweise recht trockenen Erklärungen befindet sich auf jeder Seite ein anschaulicher Comic, der versucht die Themen für die Kinder greifbarer zu machen. Dabei nimmt das Buch selbst keine Position ein. Der Leser kann sich selbst eine Meinung bilden, was er in dieser Situation persönlich für gerecht oder ungerecht hält.
Der Band ist wirklich sehr interessant, da er auch die Vielfalt des Themas sichtbar macht. Die Beispiele sind zudem kurzweilig und bieten jede Menge Gesprächsanlässe. Ich selbst hätte mir noch mehr solche Beispiele gewünscht, da mir manche Thematiken dann doch etwas zu trocken herübergebracht wurden. Insgesamt handelt es sich dennoch um ein schönes Nachschlagewerk über Gerechtigkeit.
Rezensionen von drachenzahn:
Die Kreativität der Sprache
Der Wortschatz von Rebecca Gugger
„Wortschatz“ ist ein tolles Buch über den Wert und die Wirkung von Sprache. Auf anschauliche und kreative Weise wird kleinen Kindern ab vier Jahren gezeigt, was in einem einzelnen Wort steckt, was es bedeutet und wie man selbst zum Akteur seiner sprachlichen Umwelt werden kann.
Oscar findet an einem Herbstmorgen eine verschlossene Holztruhe.
Doch statt den erwarteten Schätzen befindet sich darin lediglich ein Durcheinander von bloßen Wörtern. Seine Enttäuschung ist entsprechend groß. Als er jedoch genervt das Wort „quietschgelb“ ins Gebüsch wirft, rennt kurz darauf ein wütender gelber Igel an ihm vorbei. Offensichtlich haben Wörter doch mehr Bedeutung, als Oscar es ihnen zugetraut hätte. Aber was passiert, wenn keine Wörter mehr in der Kiste sind? Wie (er)findet man neue?
Kindern wird auf anschauliche Weise über die Illustrationen gezeigt, welche Bedeutung ein Wort haben kann. Was ist „pompös“, „wolkenweich“ oder „beflügelt“? Manche Wörter kennt man bereits aus dem Wörterbuch, andere sind aber völlig neue Zusammensetzungen wie „zauberhimmelschön“ oder „pflaumensommersüß“? Das Buch ermutigt den Leser, über Sprache und ihre Wirkung nachzudenken, und zum Schluss selbst kreativ zu werden und sich Wörter auszudenken.
Damit eignet sich das Buch nicht nur für Vorschulkinder, sondern auch für den Deutschunterricht. Tatsächlich wird am Ende des Bandes sogar ein kostenloser Download von pädagogischem Begleitmaterial zum Thema Sprachkompetenz und Textverständnis über einen QR-Code zur Verfügung gestellt. Als Lehrer erhält man so eine Menge an Ideen und Materialen. Absolut empfehlenswert!
„Wortschatz“ hat mich mit seinem Charme und seiner Ausdruckskraft völlig verzaubert. Dieses Buch verleiht Wörtern wortwörtlich Flügel und zeigt uns, welche Kraft in unserer Sprache steckt. Kinder werden hier zu Wortschatz-Entdeckern und -Erfindern. Toll!
Rezensionen von Lilli33:
Konnte mich erst ganz am Schluss packen
Die Legende des Phönix, Band 2 - Schicksalsfeder von Greta Milán
Konnte mich erst ganz am Schluss packen
Inhalt:
Eden kommt nicht über die vergangenen Ereignisse hinweg, ist aber fest entschlossen, die Sache zu einem guten Ende zu führen. Mit einigen Freunden macht sie sich auf die Suche nach der letzten Feder des Phönix, um ihn erneut zum Erwachen zu bringen.
Meine Meinung:
Während mich Band 1 dieser Dilogie von Anfang an begeistern konnte, schaffte der 2. Band dies leider nicht. Zunächst brauchte ich eine gewisse Zeit, um mir die Geschehnisse wieder ins Gedächtnis zu rufen; hier hätte ich definitiv mehr Hinweise gebraucht, was natürlich an meinem löcherigen Gedächtnis liegen mag. Als ich dann endlich wieder parat hatte, worum es geht, wer wer und was eigentlich das Ziel ist, konnte ich die Geschichte leider immer noch nicht genießen, denn es passiert - gefühlt - kaum etwas. Ein paar Kämpfe, ein bisschen Liebesgedöns, aber nichts, was unsere Protas weiterbringt. So sagt dann schließlich auch jemand zu ihnen:
»Ihr sucht nun schon seit Wochen nach dieser dubiosen Höhle, habt Zeit und Ressourcen verschwendet – und ihr habt absolut nichts vorzuweisen.«
Erst im letzten Drittel wird es dann richtig spannend und gefühlvoll. Da konnte ich endlich richtig mitfiebern und die letzten Seiten noch in einem Rutsch lesen, weil ich dann doch noch wissen wollte, wie es ausgeht. Die Idee fand ich sehr schön, wenn auch vieles vorhersehbar war.
Die Dilogie:
1. Dunkelaura
2. Schicksalsfeder
Rezensionen von yellowdog:
Frühe Erzählungen
Wild Herbeigesehntes von Urs Widmer
Der 2014 gestorbene Schweizer Schriftsteller Urs Widmer ist unvergessen.
Dennoch ist es natürlich gut, dass der Diogenes-Verlag weiterhin seine Bücher veröffentlicht. Hier sind es frühe Erzählungen.
Enthalten ist z.B. die aus 10 Kapiteln bestehende Erzählung Alois, von 1969. Das war Widmers Debüt.
Es ist eine sprachlich faszinierende Geschichte, überwiegend wirkt das erzählte zusammenhanglos, fast schon surreal. Ich glauibe, so eine Geschichte konnte man nur zu dieser Zeit schreiben. Sie erinnert mich an die Anfänge von Wolf Wondratschek.
Auch Widmers zweite große Erzählung „Die Amsel im Regen im Garten“ ist sprachlich bemerkenswert.
Manchmal bleibt mir auch unklar, was Widmer dem Leser eigentlich sagen will.
Manche Geschichten sind Teil ihrer Zeit und enthalten Sätze, die man heute nicht mehr schreiben könnte.
Bei mir bleibt beim Leser der Geschichten also ein zwiespältiges Gefühl.
Rezensionen von yellowdog:
Eine Begegnung in Cannes
Tahara von Emanuel Bergmann
Selten liest man einen Roman, dessen Schauplatz ein Filmfestival ist.
In Cannes trifft der Filmjournalist Marcel Klein auf Heloise, die gerade ihren Mann verlassen hat. Sie kommen ins Gespräch, geraten dabei aber in Streit. Dennoch ziehen sie sich gegenseitig an.
Das Emanuel Bergmann schreiben kann, weiß man seit seinen ersten Roman Der Trick.
Emanuel Bergmann gelingt es, die Begegnungen der beiden Hauptfiguren effektvoll in Szene zu setzen. Es sind keine einfachen Charaktere. Beide haben ihre Geheimnisse. Es gibt immer wieder überraschende Passagen und es wird nie langweilig.
Eine Stärke des Buches ist, dass Emanuel Bergmann sich in der von ihm beschriebenen Branche auskennt und deshalb glaubhaft und realistisch schildert. Ich habe auch für die Figuren viel übrig, die zwar nicht ohne Schwächen und Fehler sind, die man aber doch gefesselt durch die Handlung begleitet.
Rezensionen von Buster:
Fesselnd
Der Sturm: Vergraben von Karen Sander
Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt und in seinen Bann gezogen. Die Geschichte um die gefundenen Skelette bei einem Abbruch eines Stückes Steilküste bei einer Sturmflut ist unglaublich gut geschildert. Die Untersuchungen, die Verwicklungen der Personen und die verschiedenen Geschichten.
Es ist zu Beginn nicht möglich zu ersehen ob es sich um unabhängige Geschichten handelt oder ob sie irgendwie zusammen hängen. Die Beschreibung der Arbeit der Polizeikräfte und auch des Kommissares und der Kryptologin sind interessant.
Was mir nicht gefallen hat ist, das es schon 3 Bücher gab mit dem Haupttitel "Der Strand" in dem der Kommissar und die Kryptologin zusammen eine Geschichte haben. Diese 3 Bücher waren sozusagen Fortsetzungen und aufeinander aufgebaut und das trifft leider hier auch zu!! Es wird insgesamt 3 Bücher mit dem Haupttitel "Der Sturm geben" und sie sind nicht in sich abgeschlossen!! Leider wird nirgendwo erwähnt das es sich um Fortsetzungen handelt, was ich schade finde. Ich hätte mir das Buch sonst nicht besorgt.
Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen, mit dem Vorbehalt das man die anderen beiden auch kaufen muss um zu wissen wie es endet!!











