Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sheilo:
Ein Romantasy Highlight
The Romeo & Juliet Society, Band 2 - Schlangenkuss von Sabine Schoder
Joy wurde von ihren Freunden und dem Mann, für den ihr Herz schlägt, getrennt. Sie muss sich an ihr neues Umfeld gewöhnen, aber Rhyme geht ihr nicht aus dem Kopf. Eine Achterbahn der Gefühle beginnt...
"The Romeo und Juliet Society - Schlangenkuss" entführt den Leser direkt wieder an die Akademie in Verona und man ist sofort wieder mitten im Geschehen.
Der amüsante und lebhafte Schreibstil von Sabine Schoder verleitet einen dazu, nur so durch die Seiten zu fliegen. Die Geschichte ist absolut mitreißend und fesselnd bis zum Schluss, voller Überraschungen und Wendungen. Auch im zweiten Teil wird der Inhalt von dem bekannten Drama "Romeo und Julia" mit tollen Fantasy-Elementen zu einer einzigartigen Geschichte verwandelt.
Ich liebe die Charakter des Buches sehr, den Freundeskreis von Joy muss man einfach ins Herz schließen. Gerade Ink, der kleine Bruder vom Katzenfürsten Cut, hat mit immer wieder mit seiner Reife trotz des jungen Alters begeistert.
Joy versucht, mit ihrer neuen Situation so gut wie möglich umzugehen. Sie ist authentisch und die Gefühle von Joy gleichen einer Achterbahnfahrt, doch wo wird diese Fahrt enden?
Joy findet zusammen mit ihren Freunden immer mehr Geheimnisse heraus, auch wenn sie alle bei der Beschaffung der Informationen jedes Mal hohe Risiken eingehen.
Für mich ist der zweite Band der Romantasy-Reihe ein echtes Highlight, tolle Plot-Twists und eine spannende Handlung mischen sich zu einem wundervollen Buch. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der im Herbst 2024 erscheinen wird und kann die Reihe sehr weiterempfehlen.
Rezensionen von Streiflicht:
Wenn die Bronze erzählt
Zeit der Bronze von Linda Dielemans
Schon beim ersten Blick auf das Buch war mir klar, dass ich es lesen muss und dass es bei mir ins Regal gehört! Als ich es zum ersten Mal in der Hand hatte, hab ich mich noch mehr verliebt. Es ist einfach wunderschön, die Illustrationen sind geheimnisvoll, liebevoll und voller Mystik. Sie unterstreichen das geschriebene Wort auf beste Weise und berühren auch immer wieder.
Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen, es ist hochwertig und sehr ansprechend. Das Inhaltsverzeichnis ist super übersichtlich, die Karte hinten und das Glossar sind hilfreich und schön gestaltet.
Die Geschichten sind toll erzählt, sowohl die Sachbuchebene als auch die andere. Besonders fasziniert und begeistert haben mich die Abschnitte, in denen die Bronze selbst erzählt. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, aber es ist genial. Ich mochte es sehr, man war so nah dran am Geschehen, als hätte man selbst eine kleine Zeitreise im Kopf gemacht! Die Geschichten im Sachbuch sind einfach bezaubernd und ergänzen das Wissen um den menschlichen, berührenden und faszinierenden Teil.
Dieses Buch zieht auf jeden Fall in mein Regal ein - wo längst nicht mehr jedes Buch reindarf, weil es einfach schon so voll ist - und ich freue mich schon jetzt darauf, es nochmal zu lesen.
Rezensionen von brauneye29:
Gefällt mir
Gruß aus der Küche von Ingrid Noll
Zum Inhalt:
Irma hat aus dem Gasthaus "Zum Hirschen" ein vegetarisches Lokal, das "Aubergine" gemacht. Dort arbeitet einen bunte Mischung von Menschen, die alle etwas besonderes an sich haben. Und wie in jeder Lokation gibt es neben guter Laune und positiven Vibes auch viele Turbulenzen.
Meine Meinung:
Unglaublich, wie die Autorin auch in ihrem hohen Alter immer wieder Bücher raushaut, die etwas Besonderes haben. Hier hat mir der Gemüsemann als Figur besonders gut gefallen, aber auch die anderen Figuren hatten einfach Charme. Mit viel Humor und Ironie wird eine einfach unterhaltsame Geschichte erzählt.
Fazit:
Gefällt mir
Rezensionen von Manfred Fürst:
Dionysos, ein böser Schlingel
Die Unbekannte von Guillaume Musso
Capitaine Roxane Montchrestien wird wegen „In Gefahrbringung“ ihrer Einheit „Zielfahndung“ zum BANK versetzt, ruhiggestellt, vielleicht auch abgeschoben. BANK wie „Bureau des affaires non conventionneles“ oder „Büro zur Aufklärung nicht konventioneller Angelegenheiten“. Ihr Vorgänger Commissaire Marc Batailley hat sich unglücklicherweise bei einem Sturz verletzt und liegt im Krankenhaus – im Koma.
Der „Leuchtturm“, Roxanes zukünftiger Arbeitsplatz, von außen furchteinflößend, aber innen entdeckt sie zwei heimelige Etagen mit einem erstaunlichen Panorama von Paris: „Im Westen der Eifelturm und die Kuppel des Invalidendoms, im Norden Montmartre und Sacré-Coeur, im Süden der Jardin du Luxembourg und die hässliche Tour Montparnasse, im Osten die Kathedrale Notre-Dame, noch immer nicht wieder ganz aufgebaut.“ Und eine Flasche Weißwein – Pessac-Léognan, Domaine de Chevalier 2011. Zusätzlich zwei Mitbewohner im Turm: Kater Poutine und Studentin Valentine.
Eine junge Frau wird vor dem Ertrinken aus der Seine gerettet. Sie ist verwirrt und nicht ansprechbar. Bekleidet nur mit einer Armbanduhr, wie sich später herausstellt, einer Chronometre à Résonance, preislich nahe einer 80 m2 Eigentumswohnung und einem auffälligen Tattoo um den Knöchel; auch hier stellt sich später heraus, dass dieses dem Dionysos-Kult zugeordnet wird. Bei der Überbringung in die Psychiatrie entwischt sie dem einzigen sie begleitenden Polizisten. Um die Konfusion auf die Spitze zu treiben, stellt sich heraus, dass ihre DNA Milena Bergmann gehört, einer gefeierten Pianistin, die vor einem Jahr bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war.
Obwohl Roxane nicht mehr bei der Zielfahndung ist, will die sie diesen Mysterien auf den Grund gehen, mit Hilfe ihrer „Mitbewohnerin“ Valentine. Bei ihren Ermittlungen entdeckt sie, dass ihr Vorgänger Batailley verschiedene Spuren verfolgt hat, aber verdeckt. Für Roxane ergibt das keinen Sinn. Sie kämpft gegen ihre Frustration: „Sie war aus ihrem Job entlassen worden, sie hatte null Privatleben, sie ging allen auf die Nerven und alle gingen ihr auf die Nerven. Sie hielt diese Stadt nicht mehr aus, diese Leute, diesen Blödsinn, den man hörte, sobald man das Radio anschaltete, den Fernseher, den Computer. Dieser große Sieg der Mittelmäßigkeit. Immer. Überall.“ (S. 237ff.)
Die schwerfällige französische Bürokratie und die konkurrierenden und sich gegenseitig behindern und blockieren Polizeieinheiten, erschweren den wahren Blick auf die komplexen Entwicklungen. Einzig Mussos eigensinnige Hauptakteurin Roxane ist auf der richtigen Spur. Sie weiß zu kämpfen und bleibt ihrer Linie treu.
Primär schreibt Musso als Erzähler, wechselt aber zeitweise die Perspektive und wird zum Ich-Erzähler. Ab der Hälfte des Romans steigt die Spannung, griechische Mystik und französische Realität vermischen sich. Weil die Puzzeles nicht linear zur Lösung führen muss der Leser gespannt bis zum Schluss warten.
Musso versteht es meisterhaft, seinem Roman eine Brise Ironie beizumischen, absichtlich - sei dahingestellt, vielleicht liegt es an der Übersetzung.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (11 Jahre, Innsbruck)
Magic Agents - In Prag drehen die Geister durch! von Anja Wagner
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (11 Jahre, Innsbruck)
Das Buch -„In Prag drehen die Geister durch!“, der zweite Band der „Magic Agents“ Reihe von Anja Wagner hat mir nicht so gut gefallen. Die Orte sind wie im ersten Band wieder sehr lebensecht beschrieben. Jedoch bin ich etwas enttäuscht, da es lange dauert, bis in der Geschichte etwas spannendes passiert.
Erst bei der Hälfte des Buches reist die Hauptfigur Elia Evander nach Prag, wo die Geschichte spielt.
Die Leiterin der S.A.M Behörde Epione ist besorgt. Immer mehr magische Vorfälle ereignen sich in der Stadt Prag in Tschechien. Als die Geisterprinzessin Libuse entführt wird, beschließt Epione, Elia Evander auf geheimer Mission nach Prag zu schicken. Dort lebt Elia in einer Jugendpension. Doch von Libuse keine Spur. Bis Elia versteht, dass sie die Glaskugelstücke von Libuse finden und zusammensetzen muss, um darin zu sehen, wo die Prinzessin sich befindet. Die beiden neugierigen Geisterschwestern Katze und Tatze, die in der Pension leben, scheinen sehr nett zu sein. Doch immer mehr Hilfsgegenstände von Elia und auch die Zauberpaste ihres magischen Begleiters, ohne die dieser nicht überleben kann, verschwinden. Geklaut? Als Elia neue Zauberpaste aus der Behörde anfordert, findet sie in der Lieferdrohne eine Wanze. Wird das Quartier der S.A.M etwa ausspioniert? Und kann Elia hier wirklich allen vertrauen?
Rezensionen von S.:
Nicht lesen!
Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1) von Jens Schumacher
Karoline Kneberwecht ist eine ältere, stets genervte und resolute
Spinnendame. Mit Schürze, Brille, Dutt. Sie lebt in einem Buch und will ihre Ruuuuuhä! Also wird jeder, der das Buch in die Hand nimmt, von ihr genötigt, das Buch wieder wegzulegen. Ihre Argumente sollen überzeugen: „Lesen ist langweilig; es nervt; Wörter bringen Unruhe; Buchstaben sorgen für Verwechslungen; Gedichte sind schrecklich …“! All das < beweist> sie mit tollen Rätsel, witzige Texten, spannenden Spielen und vielem mehr.
Natürlich erreicht Spinne Karoline genau das Gegenteil, das Buch macht einfach Spaß, es ist unterhaltsam und spannend, bietet Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und überzeugt Lesemuffel, dass Bücher toll sind! Eine entzückende Idee, gekonnt umgesetzt von Jens Schumacher. Ansprechend und phantasievoll illustriert von Steffen Winkler. Allerdings mochten wir nicht, dass der Seitenhintergrund oft in einem trüb-dunklen Ton gedruckt war.
Für Kinder und Lesenlerner ab sieben, 80 Seiten und mit 10€ jeden Cent wert.
Rezensionen von LeserinLu :
Intelligente Geschichte
Reichlich spät von Claire Keegan
In Claire Keegans kurzer Erzählung "Reichlich spät" verfolgen die Leser:innen einen Tag im Leben von Cathal, der scheinbar ereignislos in seinem Büro in Dublin beginnt und sich dann langsam zu einem reflektiven und emotionalen Rückblick auf seine vergangene Beziehung zu Sabine entwickelt.
So wird in Cathals Gedankenwelt eingeführt, während er sich an seine gemeinsamen Erlebnisse mit Sabine in Dublin erinnert, die ihm jetzt als verlorene Möglichkeiten erscheinen. Die Geschichte enthüllt subtil die Komplexität ihrer Beziehung, wobei die Thematik der Misogynie als unterschwelliges Element präsent ist.
Durch Cathals Erinnerungen und Reflexionen taucht die Geschichte tiefer in Cathals Charakter ein, sodass deutlich wird, dass seine Vorstellung von Sabine von Enttäuschung und Unverständnis geprägt ist, die letztlich auch in seiner Lebensgeschichte begründet liegt. Er betrachtet sie als eine Frau, die zu viel Geld ausgibt und zu viel Raum einnimmt, und bedauert, dass sie nicht die Frau ist, mit der er sein Leben hätte verbringen können. Diese Einsichten regen zur Reflektion über die Natur von Beziehungen und Geschlechterdynamiken an.
Ich habe zum ersten Mal etwas von Claire Keegan gelesen und bin begeistert von ihrem eleganten, klaren und flüssigen Schreibstil, wodurch die Geschichte eine Atmosphäre erhält, die mich in ihren Bann gezogen hat. Sicherlich hat auch die Übersetzung hier gute Arbeit geleistet. Dadurch entsteht ein Text, der einerseits leicht zugänglich ist, andererseits durch die zahlreichen Leerstellen der kurzen Geschichte aber auch Raum für tiefgründige Interpretationen und persönliche Reflexionen lässt.
Insgesamt ist Claire Keegans "Reichlich spät" eine Erzählung, die ich aufgrund ihrer gut beobachteten Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen und ihres Erzählstils wärmstens empfehlen kann. Das war sicher nicht mein letzter Text von Keegan!
Rezensionen von downey_jr:
Liebe und Besitz - Atemberaubend gute und heftige Geschichte
Geordnete Verhältnisse von Lana Lux
Ich kannte bereits Lana Lux großartigen Erstling "Kukolka" und mochte auch "Jägerin und Sammlerin" deshalb habe ich mich umso mehr auf diese Neueescheinung gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.
Was als harmlose Kinderfreunschaft zwischen zwei Außenseitern beginnt, entwickelt sich zu einer toxischen Beziehung, in der es mehr um Macht und Besitz als um Liebe und Freundschaft geht.
Mehr möchte ich vom Inhalt gar nicht verraten, das sollte jeder selbst lesen.
Lana Lux schreibt einfach atemberaubend gut. Der Stil und Wechsel der Perspektiven gefallen mir sehr. Sowohl Täter- als auch Opferseite sind verblüffend überzeugend dargestellt. Wobei ja auch der Täter, Philipp, in gewisser Weise ein Opfer seiner schlimmen Kindheit und seine kranken Mutter ist.
Man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es ist wahnsinnig intensiv und fesselnd. Man ist am Ende traurig und schockiert gleichzeitig, dass es tatsächlich so endet, wie es ja eigentlich enden musste. Unbedingt lesen, ein ganz großes Meisterwerk!
Rezensionen von yellowdog:
Filmstars des deutschen Reich
Schau nicht hin von Evelyn Steinthaler
Evelyn Steinhammer schreibt über Zeit der UFA. Das haben schon viele getan und sie baut darauf auf. Kenntnisreich und verdichtet schreibt sie in erster Linie über 4 Schauspielerinnen, die als Diven des Films dem Reich dienlich waren.
Es beginnt mit Zarah Leander, gefolgt von Marika Rökk.
Schließlich noch über due aus heutiger Sicht weniger bekannten Lída Baarová und Kristina Söderbaum.
Natürlich werden auch viele andere im Umfeld erwähnt.
Was die Diven getan haben, waren Unterhaltungsfilme, dennoch war es Propaganda.
Die Filme waren mit Durchhalteparolen durchsetzt.
Manche Filme waren sehr wirkungsvoll, z.B. Die große Liebe mit Zarah Leander. Da sang sie Davon geht die Welt nicht unter und Es wird einmal ein Wunder geschehen.
Auch 80 Jahre später kann man diesen Film noch ansehen, wenn man ihn richtig einordnet.
Obwohl sich die Schauspielerinnen betont unpolitisch gaben, werden auch sie gewusst haben, was sie tun. Bei allen fehlte auch nach dem Krieg ein Unrechtsbewusstsein und eine Aufarbeitung. Deshalb bleibt ihr Werk mit einem deutlichen Schatten verdunkelt.
Gut, dass dieses Buch das ganze im Zusammenhang und aller Deutlichkeit zeigt.
Rezensionen von Jazz:
Ethische Grenzen
Trophäe von Gaea Schoeters
Der Roman ist nicht chronologisch verfasst, sodass man konzentriert lesen muss, um die Zusammenhänge zwischen den Kindheitserinnerungen und der Handlung rund um die Jagd in Afrika verstehen kann. Hunter White befindet sich in Afrika auf der Mission ein Spitzmaulnashorn zu jagen und als Trophäe für seine Frau in Mexiko zu bringen.
Die Whites sind im Übrigen so reich sind, dass sie unter anderem auch ein Apartment in Paris im Wert von 1,5 Millionen besitzen. Der Preis allein für eine Trophäe könnte viel besser genutzt werden, aber so funktioniert die Welt nicht und es ist markerschütternd zu lesen, was für Ansichten die weiße, privilegierte Schicht hat und wie sie damit unbestraft davon kommt.
Während der Jagd schweift Hunter stets in Erinnerungen in seine Kindheit ab und erzählt, wie er durch seinen Großvater zum Jagen kam. Während der Jagd um das Nashorn, welches nicht glatt verläuft, erklärt ihm sein Freund, der die ganze Jagd organisiert hat, von den Big Six... Und stellt nun Hunter vor ethische und moralische Fragen, mit denen er zum ersten Mal in seinem Leben konfrontiert wird. Wie weit dürfen die reichen Weißen gehen? Wie weit ist zu weit? Ist es moralisch verwerflich? Obwohl es erlaubt ist? Unterstützt wird? Wann ist Mord akzeptabel? Wo ist die Grenze?
Nebenbei lernte ich auch sehr viel über die Kultur in Zentralafrika, was sehr aufschlussreich war. Auch hier konnte ich sehr viel neues, erschütterndes Wissen mitnehmen. Die Menschheit hat noch einen weiten Weg vor sich ist mein abschließendes Fazit.
Empfehlenswert für Hartgesottene.











