Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Alais:
Ein US-amerikanisches Spin-off zu Aaronovitchs Die-Flüsse-von-London-Reihe
Die schlafenden Geister des Lake Superior von Ben Aaronovitch
Diese Fantasyerzählung mit Geistern, Eistornadas und unheimlichen Tierwesen spielt vor der eindrucksvollen Kulisse des Lake Superior an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Dieses Setting war eine hervorragende Wahl: eine raue Gegend, die von eisiger Kälte, alten Mythen, der bewegten und nicht immer glorreichen Geschichte der USA und dem großen "Oberen See" mit all seinen düsteren Geheimnissen geprägt ist.
Hier ermittelt die für übernatürliche Fälle zuständige FBI-Spezialagentin Kimberley Reynolds, die auf der Suche nach einem ehemaligen Kollegen ist, der einen unheimlichen Vorfall gemeldet hat und danach verschwunden ist. Kimberley ist quasi das US-amerikanische Pendant zu Peter Grant vom Scotland Yard in London aus Aaronovitchs Die-Flüsse-von-London-Reihe, zu dem sie auch gelegentlich in Kontakt steht. Das ist ein Punkt, der mir sehr gefiel: Durch diese Verbindung wird die Flüsse-in-London-Romanwelt ausgebaut, erscheint so authentischer und Fans der Reihe können mit diesem Buch noch tiefer in diese Welt eintauchen.
Mit ihrer christlichen Prägung ist Kimberley eine etwas ungewöhnliche Heldin. Ungewöhnliches finde ich eigentlich gut, aber weder war sie mir sympathisch noch hatte sie irgendetwas Interessantes an sich. Letzteres galt auch für die meisten anderen Figuren, abgesehen von einem Jungen, der allerdings erst spät in die Geschichte eintrat. Selbst die unheimlichen Wesen, die in dieser Geschichte ihr Unwesen treiben, wirkten zwar angemessen gruselig und gefährlich, aber auch etwas flach und eindimensional - sehr schade. Als Drehbuch hätte dieses Buch vielleicht besser funktioniert, da die Schauspieler:innen ihr Talent einbringen und die Figuren mit mehr Leben und Tiefe hätten erfüllen können. Leider ging es mir wie schon so oft bei Aaronovitchs Büchern, nur hier in besonders starker Ausprägung: Alle Zutaten für eine gute Geschichte sind vorhanden, aber die Umsetzung ist einfach nicht überzeugend. Die Geschichte liest sich flott, es geschieht viel und eigentlich auch ziemlich Aufregendes und dennoch konnte für mich keine richtige Spannung aufkommen, da mir die Hauptfiguren nicht nahe genug waren.
Fast schon interessanter war für mich die deutsche Übersetzung, da die Übersetzerin Christine Blum etwas andere Sprachgewohnheiten hat als ich ("der Level" statt "das Level" (wobei das keine Kritik sein soll, beide ist korrekt) und das Wort "verpuscheln" kannte ich noch gar nicht). Das empfand ich als bereichernd.
Fazit: Für mich leider kein Highlight, aber ein Buch, das sich leicht liest, unterhaltsam und auch schön gruselig ist.
Rezensionen von BR:
großartig
Himmelwärts von Karen Köhler
Toni und ihre beste Freundin YumYum verbringen eine Nacht im Zelt im Garten. Ihr Ziel ist es mit einem präparierten Radio Kontakt zu Tonis verstorbener Mutter aufzunehmen.
Dies ist nicht einfach ein Abenteuer, denn die Trauer um die Mutter überlagert alles. Die beiden erzählen uns ihre Erinnerungen, so dass wir Leser uns ein gutes Bild über das Zusammenleben von Toni und ihrer Mutter machen können.
In jedem Satz merkt man die tiefe Trauer und den Schmerz, den Toni empfindet. Und wenn YumYum von ihrer Zeit mit Tonis Familie erzählt merkt man dass die Mutter ihrer besten Freundin auch ihr sehr fehlt.
Das Buch erzählt großartig von Freundschaft und Zusammenhalt, von Trost und vom Mut zum weiterleben. Eine so gute Freundin wie YumYum wünscht man jedem, nicht nur bei einem so schweren Schicksalsschlag wie der Tod der Mutter. Das wichtigste ist dass YumYum Toni nicht alleine lässt, was ja leider oft passiert.
Ich als Erwachsene ohne Kinder habe nur wenig Begegnungen mit Büchern für Kinder oder Jugendliche. Aber dieses Buch hat mich sehr angesprochen und ich denke, dass es vom Thema und besonders vom Schreibstil jungen Menschen viel geben kann. Die Illustrationen von Bea Davies gefallen mir sehr gut und ich finde sie passend zum Lesealter. Besonders das Bild auf dem Cover mit dem kleinen roten Zelt in der großen Welt ist stimmig.
Rezensionen von lesen=liebe:
Schreckliche Geschichten von Adele
Die schreckliche Adele 08 von Mr. Tan; Diane Le Feyer
Die schreckliche Adele treibt wieder einmal ihr Unwesen. Dieses Mal will sie ihre Eltern loswerden.
Wir hatten bis jetzt noch kein Buch von Adele gelesen. Eigentlich wollte ich es meinen Kindern nicht vorlesen, aber ich hatte das Buch in der Küche liegen gelassen und mein Sohn - der schon ein bisschen lesen kann - hat hineingeschmökert.
Er hat sich immer wieder die Bilder angesehen und einige Sprechblasen gelesen. Er war so neugierig, dass ich nachgegeben habe und ihm das Buch vorgelesen habe.
Was soll ich sagen... er ist begeistert. Er findet Adeles Streiche so lustig und lacht sich schief über ihre Gemeinheiten.
Meinen Geschmack trifft Adele jedoch nicht. Ich war etwas überrascht, dass es sich hier um keine durchgängige Geschichte handelt sondern eher um Sketches. Eigentlich ideal für Leseanfänger. Erstens wenig Text und zweitens kurze Geschichten. Leider ist die Schriftart für Erstleser etwas schwierig. Das l schaut aus wie ein I. Da es aber kein Erstleserbuch ist, ist es eigentlich kein Kritikpunkt, nur schade.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Sehr spannend, aber das Ende ...
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler
Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena unternehmen jedes Jahr eine Wanderung in den Fjäll im Norden Schwedens. Doch diesmal ist Jakob, Milenas neuer Freund dabei und die Route wird geändert. Doch die Wanderung wird zum Kampf ums Überleben.
Ich fand die Inhaltsbeschreibung des Buches sehr interessant, so dass ich es mir kaufen musste und ich war gespannt, ob es auch das hält was ich mir davon versprochen haben.
Im Großen und Ganzen ja. Ich fand es sehr spannend, von Anfang an und bin auch immer neugierig geblieben wie es wohl weitergehen wird und vor allem wie letztendlich das Ende des Buches sein wird. Und das Ende war das Einzigste wovon ich etwas enttäuscht war. Da hätte ich mir mehr erhofft, bzw. ein klares Ende wäre wünschenswert gewesen.
Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Die einzelnen Kapitel waren nicht zu lang und es gab zwischendurch immer wieder die Polizeibefragungen mit Anna, als Abgrenzung zur Story.
Außerdem ist das Cover des Buches sehr schön und ansprechend gestaltet, es fällt mit der grünen Farbe ins Auge und auch der grüne Buchschnitt ist super.
Fazit: Sehr spannender Thriller, nur das Ende war nicht so meins.
Rezensionen von lesen=liebe:
Liebe auf den zweiten Blick
Naturgeschichten rund um die Welt von Angela Mc Allister
Naturgeschichten rund um die Welt von Ravensburger, ist ein Geschichtenbuch prall gefüllt mit vielen tollen Geschichten über Mutter Natur.
Insgesamt kann man sich auf 50 Geschichten, mit unterschiedlicher Länge, zu den Themen: Blumen, Früchte und Samen, Wind und Wetter, Große und kleine Geschöpfe, Sonne, Mond und Sterne, Blätter und Bäume, Seen, Flüsse und Meere und Wüsten, Gebirge und Steine, freuen.
Für uns war dieses Buch Liebe auf den zweiten Blick. Anfangs hatte, vor allem mein jüngerer Sohn (5) , überhaupt kein Interesse an diesem Buch. Ich denke, dass es an den Illustrationen liegt, die eher künstlerisch als kindgerecht gestaltet sind. Außerdem sind es für meinen Sohn deutlich zu wenig pro Geschichte. Mein älterer Sohn (6) hingegen, war sofort begeistert von den Geschichten und konnte gar nicht genug bekommen, weshalb auch der Kleine anfing zuzuhören und mittlerweile auch total auf dieses Buch steht.
Ich finde die Geschichten auch sehr schön. Sie sind leicht verständlich und es gibt kürzere und längere. Die Altersangabe müsste man wohl etwas höher schrauben. Ich glaube kaum, dass ein 3-jähriges Kind schon etwas mit diesem Buch anfangen kann.
Rezensionen von Kathie:
Kannst du ihnen helfen, den Dieb zu fassen?
Meisterdetektiv Sherlock Bones, Band 2 - Die verfluchte Maske von Tim Collins
Die weltberühmten Detektive Sherlock Bones und Dr. Jane Catson machen Urlaub in Ägypten und entdecken ein gefährliches Labyrinth unter einer Pyramide. Als eine wertvolle Maske aus dem Grab des Katzenkönigs gestohlen wird, beginnen sie, nach Hinweisen zu suchen, um den Dieb zu finden. Auch bei diesem Fall sind die beiden auf die Unterstützung der jungen (und älteren) Leser*innen angewiesen.
Das Buch bietet eine Vielzahl mehr oder weniger kniffliger Rätselaufgaben, die meine Enkelinnen und mich als Oma zum Mitdenken und Raten einladen. Die Lösungen waren mit durchschnittlichen detektivischen Fähigkeiten gut lösbar, sind aber für den Notfall auch im hinteren Teil des Buches zu finden. Die schwarz-weißen Illustrationen passen gut zum Sherlock-Holmes-Flair des Buches. Auch der Schreibstil und der Humor fügen sich gut in das Gesamtbild ein.
Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern auch interaktiv und kreativ gestaltet. Es lässt sich sehr gut in verschiedenen Rollen vorlesen und ist auch ab 8 Jahren gut zum Selbstlesen geeignet.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Sigmund Freuds Hamburger Jahre
Freud schweigt von Frank Posiadly
Dieser historische Roman wird in zwei Zeitebenen um den Wiener Psychoanalytiker Sigmund Freud erzählt. Die erste beschreibt seine Hamburger Jahre und die zweite seine Emigration 1938 nach England ins Exil.
Der junge Sigmund Freud hat Martha Bernays 1882 kennen und lieben gelernt. Leider steht einer Hochzeit das auf beiden Seiten fehlende Vermögen entgegen.
So bemüht er sich, Patienten aus der vermögenden Hamburger Gesellschaft zu finden. Doch alles was er zunächst entdeckt, sind ein totes Baby in einem Fleet, drei Jugendliche, die sich mit allerlei Gaunereien über Wasser halten und Elfie, das ehemalige Dienstmädchen einer angesehen Hamburger Familie, das in einer Heilanstalt untergebracht ist und mehr als ein Geheimnis mit sich herumträgt.
Im Erzählstrang rund um Freuds Emigration lernen wir einen todkranken Freud kennen, der auf Grund seines Alters und der Krebserkrankung nur mehr ein Schatten seiner selbst ist.
Meine Meinung:
Sehr geschickt sind hier Fakten und Fiktion miteinander verquickt. Wir lernen hier die extremen Gegensätze der Hamburger Bevölkerung kennen: Hier die Reichen, als Pfeffersäcke bezeichneten Handelshäuser, und dort diejenigen, die sprichwörtlich von der Hand in den Mund leben und sich durch kleine (oder größere) Gaunereien über Wasser halten. Zentrales Thema ist der Missbrauch des Dienstpersonals durch die Herrschaft und dessen Folgen, die natürlich das Personal zu tragen hat.
Sigmund Freud wirkt auf mich nicht sehr souverän, was aber verständlich ist, ist er doch als Wiener Jude mit der Hanseatischen Lebensweise nicht vertraut. Die ständigen Geldnöte, das intensive Suchen nach zahlungskräftigen Patienten machen aus ihm einen Getriebenen. Sein - wie selbstverständlich wirkender - Kokainkonsum, machen ihn mir nicht wirklich sympathisch. Ich weiß schon, viele Ärzte haben sich Selbstversuchen mit diversen Drogen unterzogen und Kokain war so etwas wie ein „Allheilmittel“ gegen allerlei Beschwerden.
Der Schreibstil ist gefällig. Der Leser kann sich Hamburg am Ende des 19. Jahrhunderts sehr gut vorstellen. Die Kluft zwischen reich und arm ist sehr groß.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem interessanten Einblick in die frühen und die letzten Lebensjahre von Sigmund Freud 4 Sterne.
Rezensionen von tonton:
Tolle Geschichte wunderschön erzählt und illustriert
Meck und Schneck: Klappt doch! von Michael Engler
"Meck und Schneck: Klappt doch!" ist das zweite Buch mit den gleichnamigen Protagonisten. Dieses ist ein Pappbilderbuch, empfohlen für Kinder ab 2 Jahren.
Die Geschichte ist sehr süß und nicht zu kompliziert, also perfekt für das Zielalter. Meck und Schneck müssen schnell nach Hause gehen, bevor sie in einen Sturm geraten.
Auf dem Rückweg gibt es viele Hindernisse, die sie bewältigen müssen.
In der Geschichte wird das Thema Freundschaft großgeschrieben. Schneck ist eher ängstlich und es fällt ihr schwer, Lösungen zu sehen. Meck ist hingegen optimistisch und ermutigt Schneck, weiter zu gehen und Auswege zu finden. Zusammen schaffen sie es rechtzeitig, in Sicherheit zu kommen.
Das Büchlein ist wunderschön illustriert. Die Zeichnungen sind übersichtlich und die Menge an Text ist passend für die Zielgruppe. Die Sätze sind auch für Kleinkinder einfach zu verstehen.
Eine tolle Geschichte, wunderschön erzählt und illustriert.
Rezensionen von Lesemama:
Die sieben Phasen einer Séance
Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner
Zum Buch:
London 1872, die geheime Gesellschaft für Übersinnliches ist ein reiner Männerclub. Mr. Morley ist zuständig für das Departement of Spiritualism, dem kein guter Ruf vorangeht.
Miss Vaudeline D'Allaire jedoch ist ein Medium das Séancen abhält, allerdings nur von R
Toten, die unnatürlich gestorben sind.
Lennas Schwester Evie, die bei Vaudeline in Ausbildung war, wird tot aufgefunden und Lenna vesucht durch eine Séance ihren Mörder zu finden. So geraten sie und Vaudeline in große Gefahr
Meine Meinung:
Ich las das erste Buch der Autorin sehr gerne und fand es total spannend, so war ich sehr gespannt auf das neue Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Abwechselnd erzählt von Linna und Mr. Morley erfährt man, wie es zu dem Tod von Evie kam. Ich fand es total spannend und wurde einige Male von der Wendung total überrascht. Séance ist jetzt zwar nicht unbedingt mein Thema, aber es wurde schon spannend erzählt, ich habe jedenfalls mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ei gut zu lesender Schreibstil, eine spannende und überraschende Story und interessante Charaktere. Ich fand es durchaus unterhaltsam.
Rezensionen von Bekenner :
Ein neues Hoffnungslied
Kantika von Elizabeth Graver
Ich mag persönliche Erlebnisse. Ich mag auch Geschichten über starke Frauen. Ich mag Geschichten über das Judentum. Hier in dem Buch von Elisabeth Graver „Kantika“ geht es um alle meine drei Lieblingsthemen. Es klang alles sehr interessant, was Rebecca erlebte. Ich war auf das Buch sehr gespannt, meine Erwartungen hoch.
Zuerst mal war ich von dem farbenfrohen Einband begeistert. Der Einfluss des sephardischen orientalischen Judentums ist nicht zu leugnen. Es ist ein Roman der von drei Generationen handelt. Es beginnt mit Rebeccas Mutter Sultana, Rebecca selber und 7 Kindern aus mehreren Ehen. Alles zwischen 1907 und 1945. Was mich am meisten bewegt hat und immer noch bewegt ist, dass es sehr autobiografisch angelegt ist. Er lehnt sich eng Gravers eigenen Familienstammbaum an. Dies merkt man diesem Buch an, was fesselnd geschrieben ist und seine eigene Spannung von Anfang bis Ende hat. Einmal in die Hand genommen konnte und wollte ich es nicht mehr aus der Hand geben. Ein so wichtiges, wertvolles Buch.











