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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Arambol:

Kein wirklicher Thriller

Schneesturm von Tríona Walsh


"Diese plötzliche Kehrtwende, dieses alternative Universum, war verwirrend."

Nichts wirklich Neues: Sechs Personen, wetterbedingt isoliert auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel. Schneesturm. Stromausfall. Finsternis. Es geschieht ein Mord, und die Mörderin bzw. der Mörder muss noch auf der Insel Inishmore sein.

Irgendwie kommt mir diese Geschichte zu bekannt vor, wie schon unzählige Male mit anderen Personen an anderen Orten erzählt.

Als Thriller und "pulsierender Bestseller" auf dem Buchcover angekündigt, kommt die Erzählung aber eigentlich nur langsam und eher langatmig voran.
Die teilweise sehr hölzern ablaufenden Dialoge wirken wenig lebensecht.
Und so bleiben letztendlich auch die handelnden Charaktere durchweg sehr blass, eine Identifikation mit ihnen und ihrer Geschichte fällt schwer.

Für einen guten Thriller fehlt es der Erzählung "Schneesturm" von Tríona Walsh eindeutig sowohl an Spannung als auch an unerwarteten und dramatischen Storywendungen.

Der finale Showdown ist leider mehr als unrealistisch, fast schon absurd und unbeholfen plump. Zu plötzlich passen alle Puzzleteilchen ineinander und alle Zweifel und Nebel lösen sich in nahezu wundersamer, allwissender Weise auf. Plötzlich kennt jemand alle Antworten!

Fazit: Leider, vor allem angesichts der immensen Vielfalt an Alternativen im Thriller-Genre, nicht wirklich fesselnd und teilweise unglaubwürdig.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hier wäre weniger mehr gewesen

Verhängnisvolle Toskana von Jens Burmeister

In diesem dritten Fall bekommen es der forensische Archäologe Josef Tiefenthal und seine Lebensgefährtin Stella Bernucci, die toskanische Commissaria, mit einem komplexen Kriminalfall zu tun, der sie sogar zur italienischen Armee, die sich naturgemäß nicht gerne in die Karten blicken lässt, führt.

Da ist zum einen der Handlungsstrang rund um tote Mountainbikerin, die man in einem Kiefernwäldchen im Chianti findet. Zunächst sieht alles nach einem bedauerlichen Unfall aus, war doch Eleonara Gatti als rasante Sportlerin bekannt. Doch bei näherer Betrachtung der Leiche der Biologin wird klar, dass hier nachgeholfen wurde. Nur warum? Hat ihr Tod mit der Rodung eines Weingutes zu tun, dessen Rebstöcke an einer gefährlichen Rebkrankheit befallen waren? Und warum ausgerechnet dieses eine Weingut, das nach biologischen Grundsätzen Wein produziert? Sollte da eine Konkurrenz ausgeschaltet werden?

In einem zweiten Handlungsstrang entdeckt Tiefenthal, der nun die Arbeit als Gerichtsmediziner übernehmen soll, mit dem von ihm entwickelten Computerprogramm zur Sequenzierung von DNA, dass ein Knochen eines angeblich etruskischen Skelettes gefälscht worden ist. Als dann noch die dazugehörige Archäologin, Carola Moretti, verschwindet, ist sein kriminalistischer Spürsinn wieder geweckt. Doch Tiefenthals Alleingänge erzürnen nicht nur Bernucci sondern haben weitreichende Folgen.

Meine Meinung:

Nachdem mir der zweite Fall für den forensischen Archäologen Josef Tiefenthal und Commissaria Stella Bernucci nicht gar so gut gefallen hat, habe ich Autor Jens Burmester noch eine Chance geben wollen. Diesmal finde ich den Krimi ziemlich überfrachtet. Es werden nämlich zu viele kriminelle Machenschaften in den Krimi verpackt, die getrost auf zwei Bücher aufgeteilt werden hätten können.

Ich finde ja die Story mit den an dem Feuerbakterium Xylella fastidiosa erkrankten Weinreben allein schon sehr interessant. Immerhin mussten in Apulien tausende Hektar von befallenen Olivenhainen gerodet werden, da es kein Mittel gegen das Bakterium gibt, das für mehr als 650 Pflanzenarten gefährlich ist. Da hätte es den zweiten Handlungsstrang rund um das etruskische Skelett gar nicht gebraucht, das vor allem das Klischee der Chinesen als Fälscher bedient, sowie den dritten rund um den Cold Case in Florenz rund die beiden weiblichen Skelette gar nicht gebraucht.

Die Alleingänge Tiefenthals erzürnen nicht nur Bernucci, sondern erwecken den Anschein, dass Gerichtsmediziner in Italien unterbeschäftigt sind, so dass sie ihren persönlichen Neigungen nachgehen können, wann immer es ihnen beliebt.

Der Schreibstil ist beschreibend, mehr „tell“ denn „show“. Weder blaugefärbte Haare und pinkfarbene Leggings von Touristinnen noch Stellas Blick in die haselnussbraunen Augen eines Mitstreiter der toten Eleonora bringen die Handlung weiter. Auf diese Beschreibung hätte gut und gerne verzichtet werden können, da sie nur dazu dienen, die Seiten mit Belanglosigkeiten zu füllen. Dann gibt es noch einige Tippfehler wie „Kindstot“ statt „Kindstod“ oder „Florence“ statt Florenz bzw. Firenze.
Das Privatleben von Josef und Stella kommt auch nicht zu kurz. Dass Stella demnächst Nonna also Großmutter wird, stellt die Weichen für einen vierten Fall.

Das italienische Flair wird uns durch Lieder von Antonello Venditti, Lucio dalla und Luciano Pavarotti sowie typisch italienische Speisen vermittelt. So dürfen die Protagonisten Steinpilzrisotto, Tortelli di patate sowie Pollo alla contadina, dessen Rezept im Anhang zu finden ist, speisen. Dazu wird passender Wein wie ein Sangiovese oder ein Primitivo aus Apulien kredenzt. Natürlich dürfen italienische Autos nicht fehlen. So fährt Stella einen Fiat Seicento und ein Verdächtiger ein feuerrotes Alfa Romeo Cabrio, dessen Anschaffungspreis sein Monatsgehalt um ein Vielfaches übersteigt.

Fazit:

Ein Krimi aus der Toskana, in den viel zu viel hineingepackt ist. Hier wäre weniger mehr gewesen, daher gibt es von mir 3 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Berührende Geschichte

Noto von Adriano Sack

Zum Inhalt:
Konrad reist mit der Asche seines verstorbenen Partners Adriano nach Sizilien. Dort hatten sie sich ein Haus gekauft und eine zweite Heimat geschaffen. Gemeinsam mit ihm reist der junge Santi, der im Gegensatz zu Konrad das Leben eher leicht nimmt. Sizilien wird beide auf ihre eigene Art herausfordern.

Meine Meinung:
Es fällt mir etwas schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, denn es ist ein sehr vielschichtiges Buch mit vielen Emotionen, die nicht nur die Protagonisten durchleben sondern auch den Leser erreichen. Ganz am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit dem Buch, aber irgendwann hatte das Buch mich völlig vereinnahmt. Die Erinnerungen an früher, aber auch die aktuellen Ereignisse nehmen einen gefangen und haben mich berührt. Der Schreibstil, an den ich mich erst gewöhnen musste, hat mir dann irgendwann gut gefallen.
Fazit:
Berührende Geschichte

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Rezensionen von brauneye29:

Wunderschön

Cato und die Dinge, die niemand sieht von Yorick Goldewijk

Zum Inhalt:
Cato kennt ihre Mutter nicht, denn sie ist bei ihrer Geburt gestorben. Wie gerne hätte sie die Chance gehabt, sie kennenzulernen. Doch man kann die Vergangenheit nicht ändern. Als sie eine Visitenkarte auf dem Klavier ihrer Vaters findet, geht sie zu der Adresse, denn hier soll es Filme geben, die nirgends laufen.

Und es wird noch besser, es geht um besondere Zeitreisen.
Meine Meinung:
Eigentlich habe ich das Buch gar nicht so richtig als Kinderbuch empfunden, denn die Geschichte handelt zwar von einem Kind, aber was Cato da so erlebt, ist eigentlich für jedes Alter geeignet. Ich fand die Geschichte richtig schön und gut erzählt. Wer wünschte sich nicht, mal zu bestimmen Ereignissen zurückkehren zu können oder Dinge zu erleben, die man eigentlich nicht erleben konnte. Ich fand das Buch wunderschön und empfehle es uneingeschränkt.
Fazit:
Wunderschön

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Rezensionen von Sheilo:

Spicy Dark Romance

Smoke von J. S. Wonda

Cinder begibt sich zusammen mit ihrer Freundin Ivy auf einen Roadtrip und die Suche nach den Spuren ihrer Großmutter in Montana. Bei einem Zwischenhalt besuchen sie einen Saloon, in welchem ihre Blicke sofort auf den gutaussehenden Cowboy Smoke fallen. Dieser warnt Cinder vor ihrem Aufenthalt und sagt ihr, dass sie und Ivy sofort verschwinden und nach Hause zurückkehren sollten.

Doch Cinder ignoriert diese Warnung, wodurch dieser Abend ein Wendepunkt in ihrem Leben wird.
"SMOKE: Du bist sein Besitz" ist der erste Band der dreiteiligen Reihe von J. S. Wonda. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Der Schreibstil ist absolut fesselnd und die Spannung im Buch ist zum zerreißen. Man sollte die Geschichte jedoch nur lesen, wenn man Dark Romance liebt und mit triggernden Inhalten zurecht kommt.
Cinder ist eine mutige, taffe Frau, die einen aber auch in den Wahnsinn treiben kann. Smoke findet sie seit ihrer ersten Begegnung anziehend und will sie daher nicht wieder gehen lassen. Immer mehr Geheimnisse kommen dabei ans Licht und die Puzzle fügen sich mehr und mehr zu einem Bild zusammen.
Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten sowie ihre innerliche Zerrissenheit haben mir besonders gut gefallen. Das Buch sticht zudem durch besonders viele spicy Szenen hervor und das Prickeln ist dabei deutlich spürbar.
Für mich ist "SMOKE: Du bist sein Besitz" ein perfekter Einstieg in die Reihe und ich bin natürlich schon neugierig, wie es wohl im zweiten Band weitergehen wird. Die Geschichte ist eine wundervolle Dark Romance, die sich teilweise in moralischen Grauzonen bewegt und den Leser einfach fesselt. Von mir gibt es daher eine Empfehlung für alle Liebhaber des Genres.

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Rezensionen von Ele:

Zauberbaum

Leuchtfeuer von Dani Shapiro

Leuchtfeuer, Roman von Dani Shapiro, Ebook von hanserblau
Das Leben zweier Familien in der Nachbarschaft durch das Schicksal miteinander verknüpft.
Das Geschwisterpaar Sarah und Theo beschließen in einer Sommernacht 1985, zusammen mit einer Freundin eine Spritztour mit dem Wagen der Familie zu unternehmen.

Ein Unglück passiert und nichts mehr ist so wie zuvor.
Eigentlich ist Theo noch viel zu jung um Auto zu fahren, Sarah hat getrunken und deshalb wird die Ursache und das Geschehen, des Unfalls, welches an einer großen Eiche in der Nachbarschaft endet, niemals ans Licht kommen, auch der Vater Ben, ein renommierter Arzt trägt einen Teil der Schuld durch seine Rolle im Geschehen. Dieses Geheimnis bestimmt das weitere Leben der Familie.
Der Zeitrahmen des Geschehens umspannt insgesamt 50 Jahre. Die Erzählungen und Einsichten erfolgen jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge. Verschiedene Zeitabschnitte sind mit Datum zusammengefasst, das ist auch nötig um den Überblick zu behalten. Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht einzelner Personen geschildert, und mit den Namen des erzählenden Charakters überschrieben.
Der Autor bemerkt im Anhang, dass chronologische Erzählung langweilig ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es lieber in der richtigen Reihenfolge, durchaus mit Rückblicken, genossen hätte. Doch hier springt die Erzählung in der Zeit vor und zurück. Das finde ich schwierig zu lesen, und auch den Überblick zu behalten ist mir schwer gefallen. Personen sind erwachsen haben ihre berufliche Laufbahn schon eingeschlagen im nächsten Abschnitt sind sie Kinder, es wird dadurch auch einiges von der Entwicklung des Geschehens und der Figuren vorweggenommen. Ein Spannungsaufbau ist auf diese Weise fast unmöglich.
Doch das Buch besticht durch die mannigfaltigen Charaktere die durchgehend tief und authentisch beschrieben sind. Sehr oft konnte ich mich mit den Gefühlen der Akteure identifizieren. Meine Lieblingsfigur war Dr. Ben und natürlich Waldo, der Außenseiter, hochbegabt und liebenswert, der von seinem Vater überhaupt nicht verstanden wird. Außerdem fand ich die Botschaft des Buches sehr tröstlich und bemerkenswert. Der Umgang mit Schicksalsschlägen, mit der Trauer und mit dem Tod ist bewegend rübergekommen.
Trotzdem fand ich die Geschichte nicht rund, sondern viel zu bruchstückhaft berichtet, die Lücken zwischen den Erzählabschnitten sind mir zu groß.
Von mir 3 Sterne.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Leuchtfeuer

Leuchtfeuer von Dani Shapiro

Zugegebenermaßen hat mir das Cover von "Leuchtfeuer" gar nicht gefallen - ich finde das Blumenmotiv äußerst nichtssagend und es scheint auf den ersten Blick nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun zu haben. Dennoch hat mich der Klappentext ausreichend neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht.

Dani Shapiro erzählt die Story in verschiedenen Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Zeitebenen folgen nicht linear aufeinander, sondern springen ohne erkennbares System hin und her. Wechsel der Zeitebene und Perspektive sind sehr gut gekennzeichnet und somit nachvollziehbar. Schreibstil und Sprache haben mir sehr gut gefallen, sind flüssig und leicht zu lesen.
Auch wenn es in "Leuchtfeuer" um Auswirkungen von unausgesprochenen und verdrängten Geheimnissen geht, ist die Freundschaft zwischen Ben Wilf und Waldo Shenkman mein unumstrittenes Highlight dieses Buches. Die Handlung selbst ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert, spielt in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Autorin Dani Shapiro schafft es in einer unaufdringlichen, stillen und dennoch eindringlichen Art und Weise die Geschichte zweier Familien zu erzählen, dabei zugleich große Sinnfragen und die kleinen Momente zu beleuchten. All das in einem sehr amerikanischen Vortort-Setting. Hier und da sind mir jedoch einige Handlungsstränge zu sprunghaft, wenig erklärliche Lücken zwischen Zeitebenen oder eine etwas oberflächliche Abhandlung.
Insgesamt konnte mich das Buch jedoch völlig in den Bann ziehen, ich habe es gern gelesen, hatte dabei einige Charaktere mehr ins Herz geschlossen als andere und war schlussendlich wirklich traurig, dass das Buch zu Ende war.

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Rezensionen von dorli:

Malkurs und Mord in Neuharlingersiel

Faule Fische fängt man nicht von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

Neuharlingersiel. Auf dem Steffens-Hof findet ein Malkurs statt, zu dem sich neben Rosa Moll noch acht weitere Teilnehmer angemeldet haben. Kursleiter Conrad Gravenstein hat alle gebeten, ein Bild mitzubringen. Karin Müller, die wegen ihrer gnadenlosen Strafzettel für Falschparken in Neuharlingersiel auch als „Knöllchen-Karin“ bekannt ist, hat ein Gemälde dabei, das seit vielen Jahren bei ihrer Oma in der Küche hängt.

Conrad studiert es aufmerksam und vermutet einen echten van Gogh. Karin amüsiert sich über seine Expertise, denn ihre Großeltern sind schließlich einfache Leute, etwas so Wertvolles besitzen sie ganz sicher nicht. Doch am nächsten Tag ist Karin mausetot; ermordet, wie nach der Obduktion feststeht. Und dann stirbt ganz plötzlich auch Conrad…

„Faule Fische fängt man nicht“ ist bereits der elfte Einsatz für Lehrerin Rosa, Postbote Henner und Dorfpolizist Rudi - der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Schon nach wenigen Seiten haben mich die Ereignisse in dem beschaulichen Küstenort wieder fest im Griff. Die Ermittlungen im Mordfall Karin Müller erweisen sich als äußerst knifflig und halten nicht nur die Kripo Wittmund, sondern auch die Hobbyermittler aus Neuharlingersiel durchweg in Atem. Rosa ist ruckzuck in ihrem Element, als bekannt wird, dass Karin einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Henner ist wieder eher unfreiwillig mittendrin im Geschehen. Rudi versucht, die Hinweise seiner Freunde und seine Arbeit für die Polizei unter einen Hut zu bringen. Und Oberkommissar Schnepel macht, was er am besten kann: wild über mögliche Täter und Motive spekulieren und verworrenen Theorien nachjagen.

Falsche Fährten, mehrere Verdächtige, unerwartete Wendungen und immer wieder neue Hinweise halten nicht nur die Handlung lebendig, sondern haben mich auch prima über Motive, Hintergründe und die Identität des Täters miträtseln und mitgrübeln lassen. Neben der spannenden Krimihandlung hat mich auch das herrliche Drumherum wieder gut unterhalten. Lebensnahes Alltagsgeschehen, das amüsante Zusammenspiel der Dorfbewohner und die schönen Momente in Mudder Steffens Küche sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Wie man es von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert gewohnt ist, wird das kriminelle Geschehen auch diesmal wieder durch interessante Themen bereichert. So geht es um Kunstraub oder auch um den fahrlässigen Umgang mit Medikamenten. Darüber hinaus sind auch die Beschreibungen der Handlungsorte in und um Neuharlingersiel wieder äußerst gut gelungen - man kann sich die einzelnen Schauplätze alle bestens vorstellen und wird von der Nordseeküsten-Atmosphäre schnell eingefangen. Und auch auf einige Spezialitäten und Leckereien aus der ostfriesischen (und diesmal auch polnischen) Küche nebst Rezepten im Anhang kann sich der Leser wieder freuen.

„Faule Fische fängt man nicht“ hat mir sehr gut gefallen - ein Küstenkrimi, der kurzweilige Unterhaltung bietet und zum Miträtseln einlädt.

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Rezensionen von mari_liest:

Einen Löwen fängt man mit dem Herzen ...

Trophäe von Gaea Schoeters

„Einen Löwen fängt man mit dem Herzen, einen Elefanten mit den Füßen, einen Büffel mit den Eiern und einen Leoparden mit Geduld.“ (S. 69)



Wir tauchen in das kontroverse Universum der Großwildjagd ein, verkörpert durch Hunter White, einen wohlhabenden Amerikaner mit einer tiefen Leidenschaft für die Jagd.

Gemeinsam mit seinem Freund und professionellen Jagdorganisator Van Heeren strebt Hunter danach, seine "Big Five" in Afrika zu vollenden, mit dem Spitzmaulnashorn als letztem Ziel. Die Jagd, die ursprünglich als Tribut an seine Frau gedacht war, die eine Vorliebe für derartige Trophäen hegt, wird unerwartet von Wilderern überschattet. Hunter ist sauer, keine Trophäe. Van Herren schleift Hunter in den Busch auf einen Hochsitz, drückt ihm den Feldstecher in die Hand, um eine Situation zu beobachten und stellt die allumfassende Frage an den Jäger: Interesse an den Big Six?



Schoeters scharfe Beobachtungen und die detaillierten Beschreibungen der afrikanischen Landschaft und der dort lebenden Menschen zeichnen ein lebhaftes Bild der Schönheit und Brutalität der Wildnis. Die Konfrontation mit moralischen Dilemmata wirft u.a. die Frage über die Wahrnehmung Afrikas durch den Westen, den Wert des Lebens und die Konsequenzen menschlichen Eingreifens in die Natur auf. Schoeters gelingt es, eine Geschichte zu erzählen, die sowohl spannend als auch nachdenklich stimmt, und mich mit einer Mischung aus Bewunderung und kritischer Reflexion über die Welt, in der wir leben, zurücklässt. Ihre Erzählung ist ein meisterhaftes Spiel aus Spannung, moralischer Ambiguität und der tiefen Verbindung zwischen Menschen und Natur, verpackt in eine Sprache, die sowohl scharf als auch poetisch ist. Die Übersetzung trägt das Ihre dazu bei, die Komplexität und Schönheit von Schoeters' Werk zu unterstreichen



„Sie glauben, dass sie eins sind mit ihrer Beute. Vor allem mit Elenantilopen, die sie als heilige Tiere ansehen, verbindet sie eine Art mystisches Band. Deshalb müssen sie sich ausruhen, als wären auch sie krank, während das Tier stirbt, sonst würde auch die Antilope gesund. Gleichzeitig stirbt auch das Kind in ihnen, und der Jäger wird geboren.“ (S. 117)



Diese Geschichte wird mich bestimmt lange nicht loslassen, denn ich verspüre hohe Achtung vor den Menschen, die dort leben und sich täglich diesen Gefahren beim Jagen aussetzen müssen. Nicht nur den Gefahren von den Tieren, die sie jagen, sondern auch vor den Menschen, die Geld haben und denken, die Welt gehört ihnen. #leseempfehung

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Rezensionen von brauneye29:

Sehr schwermütig

Krummes Holz von Julja Linhof

Zum inhalt:
Jirka kommt auf den Hof seiner Eltern zurück. Zuvor hatte er die Bitten seiner Schwester immer ignoriert, ihr gegen den Vater beizustehen. Jetzt scheint keiner mehr auf ihn zu warten. Der Vater nicht zu finden, Großmutter und Schwester schweigen ihn an. Nur Leander, der Sohn des letzten Verwalters spricht mit ihm.

Doch die Nähe zu Leander ist fast noch schwerer zu ertragen als die Feindseligkeit der Schwester.
Meine Meinung:
Das Buch ist kein Buch, dass man mal so eben nebenbei lesen kann, denn die vielen schweren Erinnerungen, die aktuellen Schwierigkeiten machen das Buch schon sehr schwermütig und das muss man als Leser auch erst mal verarbeiten und einordnen. Die Erinnerungen an eine wirklich nicht einfache Kindheit sind schon schwer zu ertragen und ich habe mich oft gefragt, wie man damit selbst umgehen würde. Den Schreibstil habe ich als gut empfunden und passend zu einer eher schwierigen Familiengeschichte.
Fazit:
Sehr schwermütig

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