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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherfreundin:

Brillant erzählte Geschichte über eine emanzipierte Frau

Lil von Markus Gasser

Im Mittelpunkt des neuen Romans "Lil" des österreichischen Autors Markus Gasser steht die erfolgreiche Unternehmerin Lillian Cutting, die es im New York der 1880er Jahre wagt, entgegen aller gesellschaftlichen Konventionen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Auf einer zweiten Erzählebene folgen wir im Hier und Jetzt der 40jährigen Journalistin Sarah, einer Nachfahrin Lils.

Sie hat gerade eine anstrengende Krebsbehandlung hinter sich, als sie die Nachricht erhält, dass von Bauarbeitern ein Brief gefunden wurde. Dieser Brief wurde im April 1880 an die Rechtsanwältin Colby Sandberg adressiert, ist aber nie abgeschickt worden. Er ermöglicht es Sarah, nun endlich Lils Geschichte niederzuschreiben.

Lil ist gerade 18 Jahre alt, als sie auf einer Zugfahrt den 22 Jahre älteren Augenarzt Chev Cutting kennen- und liebenlernt. Ein Jahr später heiraten die beiden, kurze Zeit darauf übernimmt Lil das Eisenbahnunternehmen ihres Vaters, da dieser schwer erkrankt ist. Sie ist als Unternehmerin sehr erfolgreich und mehrt das Vermögen. Der gemeinsame Sohn Robert ist weniger erfolgreich als seine Mutter, immer wieder muss Chev ihn finanziell unterstützen. Als Lil Anfang Fünfzig ist, stirbt Chev infolge zweier Schlaganfälle, und sie fällt in ein tiefes Loch. Diesen nun schon drei Jahre andauernden Zustand nutzt ihr Sohn während einer Wohltätigkeitsveranstaltung aus, um sie mit einer List in der Nervenklinik von Dr. Fairwell unterzubringen. Der Vater hatte sein Vermögen einzig Lil vererbt, und Robert sieht nun eine Chance, an sehr viel Geld zu kommen ...

Die fesselnde Geschichte ist ganz hinreißend in brillanter Sprache erzählt, sie ist unterhaltsam und teilweise auch humorvoll. Der Autor führt uns in eine Zeit, als es noch keine Gleichberechtigung gab und Frauen für das Wohl ihres Gatten und ihre Kinder zuständig waren. Gelang es einer selbstbewussten Frau, im Geschäftsleben eine erfolgreiche Rolle zu spielen, begegnete man ihr mit Skepsis und Neid, manchmal auch mit Hass. Das bekam auch Lil seitens der "Erlauchten 400" , der New Yorker High Society, zu spüren.

Schonungslos und offen beschreibt der Autor Lils Behandlung und Untersuchungen durch Dr. Fairwell, den Leiter der Nervenklinik. Die Schilderung einer missbräuchlichen Untersuchung war für mich sehr schwer zu ertragen. Als ein Highlight des Buches empfand ich neben Lils Rachefeldzug die zuvor stattfindende Gerichtsverhandlung, in der Stamford Brook, der weise Richter, über Lils Schicksal zu entscheiden hatte.

Nicht nur Lil und Sarah als Hauptfiguren, auch die zahlreichen Nebencharaktere, wie Chev, Libby und Cheng, Colby und Eve sowie Dr. Fairwell, Cora und Robert hat der Autor ganz großartig und bildhaft skizziert. Die beiden Erzählebenen sind gekonnt verwoben, dank Sarahs Hündin Miss Brontë war ein Wechsel immer sofort gut erkennbar, wobei ich allerdings die "Unterhaltungen" zwischen Sarah und ihrem Dobermann recht gewöhnungsbedürftig fand.

Das literarisch anspruchsvolle Buch, in dem es auch um Rassismus, Heimtücke und Dekadenz geht, hat mir sehr gut gefallen.

Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Lil von Markus Gasser

Dieser Roman ist eine beeindruckende Geschichte um eine starke Frau, viele falsche und ganz wenige echte Freunde sowie eine Familie, die diesen Namen nicht verdient.

Lil ist eine brillante Geschäftsfrau, erfolgreich und unabhängig. Sie geht ihren Weg eigenwillig und verstößt damit gegen alle gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit (um 1880).

Das bringt die oberen erlauchten Vierhundert gegen sie auf. Nur ihr Ehemann, Chev, mit dem sie eine gleichberechtigte Ehe führt, hat, ebenso wie einst ihr Vater, großes Verständnis. Der gemeinsame Sohn Robert ist leider in geschäftlichen Dingen völlig ungeeignet, hält sich aber für ein Finanzgenie. Eine verhängnisvolle Mischung! Als Chev stirbt, zeigt Robert sein wahres Gesicht. Gemeinsam mit seinem Freund, dem windigen Arzt Matthew Fairwell lockt er seine Mutter in eine Falle. Doch wenn er glaubt, seine Mutter damit dazu zu bringen, ihm sowohl ihr eigenes Vermögen als auch die Erbschaft zu überschreiben, hat er nicht mit Lillians Stehvermögen gerechnet. Es kommt zu einem Aufsehen erregenden Prozess, in dem ... nun, den Ausgang verrate ich jetzt nicht.

Meine Meinung:

Diese spannende, unterhaltsame, aber dennoch wütend machende Lektüre führt uns vor Augen, dass die „liebe Familie“ nicht „Heimat des Herzens ist“ (S.107) sondern häufig der Hort Gewalt und Verbrechen ist. Hier muss ich wieder einmal den österreichischen Schriftsteller Heimito von Doderer (1896-1966) zitieren, der gesagt hat „Wenn du dich in Familie begibt, kommst du darin um.“

Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert haben lieb, nett und unterwürfig zu sein, eine möglichst hohe Mitgift in die Ehe mitzubringen, die automatisch ins Eigentum des Ehemanns übergeht, viele Söhne zur Welt zu bringen und wenn dann noch ein bisschen Rest der Persönlichkeit übrig ist, bei Festen sich als hübsche Deko zu präsentieren. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, zu allen Exzessen des Ehemannes duldsam schweigen und sowohl die ehelichen Pflichten als auch diverse Geliebte (inklusive Ansteckung mit Syphilis) freudig hinnehmen.

Interessant ist dieser Roman auch deswegen, weil er nicht chronologisch erzählt wird, sondern zwischen dem 19. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert hin- und her springt. In der Gegenwart lernen wir die todkranke Sarah kennen, die mit ihrem Dobermann Miss Brontë über ihre viermal Ur-Großmutter Lillian spricht. Die Verbindung zwischen den beiden Frauenschicksalen ist ein verschollener Brief Lillians aus Hops Island, der in dem Prozess eine wichtige Rolle gespielt hat, und der zufällig bei der Räumung von Sarahs Wohnung wiederentdeckt worden ist.

Der Schreibstil von Markus Gasser ist mitreißend und vor allem im Prozess durch die Person des Richters ziemlich sarkastisch. Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann.

Fazit:

Diesem Roman, der sich mit dem schwierigem Thema von Gier, Frauenverachtung sowie fehlender Toleranz beschäftigt, gebe ich gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von Lesehamster12:

Krimi der anderen Art

OLAF ERMITTELT – Der Kanzler-Krimi von Wolfgang Hofer

Das Buch "Olaf ermittelt - Der Kanzler-Krimi" von Wolfgang Hofer ist ein Krimi mit teils lustigen, teils politischen Anekdoten. Somit der etwas andere Krimi.

Der Fall bzw. die Fälle sind sehr schön geschrieben, auch liest es sich relativ leicht und flüssig. Ein Spannungsaufbau ist immer mal wieder vorhanden, allerdings in einer untergeordneten Rolle.

Das Cover finde ich gut gewählt und ansprechend, durch die Farbe auch auffallend.

Die vielen politischen Hintergrundinformationen sind natürlich vom Autor so gewollt, jedoch teilweise grenzwertig zu viele. Es war gerade so, das es nicht langweilig wurde, aber sehr knapp. Daher auch der Punktabzug von mir.

Die Charaktere Olaf und Britta im privaten Umfeld näher beschrieben zu bekommen, ist natürlich herrlich und zeigt mal wieder, auch der Kanzler ist nur ein Mensch :-)
Seine eigene Spürnase und die seines Hundes erläutert zu bekommen, ist schon eine tolle Idee. Dies dann auch noch im Zusammenhang mit Leichen ist natürlich spektakulär.

Wer gerne näheres über den Kanzler, sein eventuelles Privatleben und das einiger Politiker um ihn herum und dann auch noch eine Krimi erleben will, der ist bei dem Buch genau richtig.

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Rezensionen von PeLi:

ein kauziger Typ erzählt aus seinem Leben

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja Tsokos; Michael Tsokos

Heinz Labensky lebt jetzt schon seit 10 Jahren in einem Seniorenheim am Rande von Erfurt. Obwohl er es in seinem gesamten Leben nie besonders leicht hatte, hat er sich nie über irgendetwas wirklich Sorgen gemacht, was aber hauptsächlich an seinem schlichten Gemüt liegt. Schon in der Schule in der damaligen DDR wurde er als "nicht förderungsfähig" eingestuft und so hat er noch nicht mal die Grundschule ganz abgeschlossen.

Einen Menschen gab es in seinem Leben, den er von ganzem Herzen liebte und eigentlich immer noch liebt, obwohl dieser Mensch längst aus seinem Leben verschwunden ist. Seine Freundin Rita lernte er damals in der Schule kennen, beide waren Außenseiter und freundeten sich sofort an. Er wollte seine geliebte Rita am liebsten vor allem beschützen, obwohl die sich auch ganz gut selbst verteidigen konnte.
Irgendwann verschwand Rita einfach aus seinem Leben und seitdem wartete er immer darauf, dass sie eines Tages wieder auftauchen würde, was aber nie passiert ist.
Jetzt sitzt er also tagein tagaus in seinem "Feierabendheim" und wartet nur noch auf den Tod. Doch da bekommt er ganz überraschend einen Brief von einer Frau, die behauptet die Tochter seiner verschwundenen Freundin Rita zu sein. Sie erzählt, dass auch sie den Großteil ihres Lebens keinen Kontakt zu ihrer Mutter hatte, weil die einfach verschwand und jetzt wurde wohl auf einer Baustelle eine Leiche gefunden, von der sie vermutet, es könnte ihre Mutter sein.
Heinz Labensky überlegt nicht lange und macht sich auf den Weg zur Adresse dieser Frau. In seiner schrulligen sorglosen Art macht er auch gar nicht lange Pläne , sondern setzt sich einfach in einen Flixbus und fährt los Richtung Warnemünde.
Unterwegs unterhält sich Heinz, der noch nie Berührungsängste hatte, dann mit allerlei Mitreisenden und er erzählt ihnen so nach und nach seine gesamte Lebensgeschichte. Und die hat es wirklich in sich, denn langweilig war sein Leben nicht, ganz im Gegenteil, manches, was er so erlebt hat ist direkt unglaublich.
Und als er dann Ritas Tochter trifft, muss er eine Entscheidung treffen. Ist es wichtig, die ganze Wahrheit zu erfahren oder reicht es nicht, weiterhin einfach das zu glauben, was man glauben will?

Ich kannte bisher nur die Thriller von Michael Tsokos und war schon sehr gespannt auf dieses Buch, das ja mal so ganz anders ist und das der Autor zum ersten Mal zusammen mit seiner Frau Anja Tsokos geschrieben hat. Schon die Kurzbeschreibung hat mich sehr neugierig gemacht, denn ich liebe Bücher über so skurrile Personen . Ich fand die Geschichte über den etwas seltsamen aber herzensguten Heinz Labensky auch sehr gut, muss aber zugeben, dass sich einige Stellen zu sehr in die Länge zogen. Also wenn manches nicht ganz so ausufernd erzählt worden wäre, hätte es mir vielleicht noch etwas besser gefallen. Trotzdem gefiel mir dieses Buch gut und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Rezensionen von Lesehamster12:

Atemberaubende Story

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler

Schon das Cover von "Der Ausflug" zeigt einem die wilde Landschaft des hohen Nordens in Schweden. Durch die knall grüne Farbe macht das Buch sofort auf sich Aufmerksam und man wird neugierig auf den Klappentext.

Die Geschichte erzählt von den drei Freunden, Anna, Henrik und Milena, die jedes Jahr
zur dritt in den Norden Schwedens zum Wandern gehen.

Anna und Henrik sind ein Paar, Milena hat nun seit kurzem auch einen Freund (Jacob), welcher in diesem Jahr kurzfristig mit zum Wandern will.
Anna und Henrik lernen Jacob allerdings erst am Bahnhof beim Start ihrer Reise kennen und nun geht die wilde Reise los.
Jacob lenkt von Anfang an die Gruppe, wie er es will und ändert direkt die Route. Durch sein Verhalten, geben ihm alle nach und das Risiko steigt.

Man fühlt sich währende des Lesens, als wäre man direkt dabei - die Spannung wird immer wieder aufgebaut und es gibt ständig Höhepunkte, bevor die Tour wieder einen Moment in ruhigen Bahnen läuft.

Ein herrliches Buch für alle, die den Nervenkitzel lieben, das Abenteuer in freier Natur und letztlich ein Herz für Krimis besitzen :-)
Von mir eine absolute Empfehlung - viel Spaß beim Lesen!!!

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Rezensionen von Katja:

Damit hätte ich nicht gerechnet

The Ravenhood - Flock von Kate Stewart

Cecilia wird gezwungen für ein Jahr zu ihrem entfremdeten Vater nach Triple Falls zu ziehen und in seiner Fabrik zu arbeiten, erst dann wird sie von ihm ein beachtliches Vermögen erhalten und damit möchte sie ihre Mutter dann unterstützen. Sie ahnt nicht, dass ihr der Start in der Firma für sie als Tochter des Chefs alles andere als leicht wird.

Doch dann lernt sie Sean kennen, er ist ihr Vorgesetzter in der Firma und sie freunden sich sogleich an, er nimmt sie bereits am ersten Tag mit zu seinen Freunden, die alle ein Raben-Tattoo tragen. Dort trifft Cecilia den geheimnisvollen Dominic und ihre Gefühle spielen verrrückt, als sie sich sowohl zu Sean aber auch zu ihm immer mehr hingezogen fühlt. Sie ahnt nicht auf welche Männer sie sich da einlässt.

Der Auftakt dieser Trilogie ist richtig gut gelungen. Das Buch ist spannend, hat den richtigen Grad an Spice und viele Wendungen, mit denen man als Leser so nicht rechnen kann. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und man hat den Drang, sofort mit Band zwei weiterzumachen. Am Ende ist auch nicht 100% klar, was genau die Bruderschaft der Raben nun eigentlich macht und es ist alles noch sehr geheimnisvoll. Genauso mysteriös sind auch die Männer, die in diesem Buch eine Rolle spielen, dennoch war mir Sean sehr sympathisch, was man  von Dominic nicht behaupten kann. Cecilia hat mir wirklich gut gefallen, ihre Entwicklung im Buch ist  toll. Da die Geschichte auch aus ihrer Sicht erzählt wird, bekommt man beim Lesen ein sehr gutes Bild von ihr.Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen und ich war sofort mitten im Geschehen, die Bilder in meinem Kopf liefen während des Lesens mit und ich flog nur so durch die Seiten. Das Setting war auch sehr gut gewählt und trotz dem spice im Buch wurde es nicht eintönig und die Szenen dominierten in der Geschichte nicht.Ich freue mich auf Band zwei und kann dieses Buch jedem empfehlen.

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Rezensionen von Katja:

Eine Achterbahn der Gefühle

The Ravenhood - Exodus von Kate Stewart

Was für Cecilia wie ein langweiliges Jahr begann, wird zum besten Sommer als sie Sean, Dominic und die Anderen Mitglieder der Bruderschaft kennen lernt. Doch mit der Rückkehr des Anführers Tobias, wird ihr neu gewonnenes Glück jäh zerstört. Dem Franzosen ist sie ein Dorn im Auge, denn sie könnte seine lang geschmiedeten Rachepläne zerstören.

Cecilia wiederum hat alles Grund ihn zu hassen, für das was er ihr alles weggenommen hat, doch zwischen Liebe und Hass ist nur ein schmaler Grat.

Der zweite Band der Reihe beginnt dort, wo der erste endet und er ist genauso fesselt wie der erste Band. In diesem Band passiert so viel, es ist eine Achterbahn der Gefühle und das nicht nur für den Leser, sondern auch für Cecilia. Man erhält einen besseren Blick in die Bruderschaft und das Besondere daran ist, dass es auch in der Gegenwart spielt, dadurch wird das Emotionale noch ein bisschen mehr. Als ich dachte, es könnte nicht noch schlimmer kommen, passierte genau das, mit so einer Entwicklung rechnete ich nicht. Allerdings gab es hier ein paar Stellen die sich für mich ein bisschen gezogen hatten.Hier lernen wir den Anführer der Raben kennen, anfangs wirkt Tobias recht düster, doch er wird ein angenehmer Zeitgenosse je weiter man seine Zeit mit ihm verbringt. Cecilia erlebte auch hier wieder eine Entwicklung, nicht immer eine positive, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn dann würde ich zu viel spoilern.
Der Autorin gelang es mich zu fesseln und hat mich teilweise fertig gemacht. Triple Falls und seine Bewohner sind in meinen Gedanken lebendig geworden und ich bin sehr gespannt auf den letzten Band der Reihe.

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Andor Junior (4) von Jens Baumeister

Andor Junior ist eine Abenteuerreihe für Kinder, die die Figuren aus dem Spiel aufnimmt und in eine spannende Geschichte verpackt. In jedem der Bände kommen zu den vier Hauptprotagonisten (2 Mädchen, 2 Jungen) noch neue dazu und die Kinder erleben richtige Abenteuer. Klassisch für Phantasy gibt es gute und böse Charaktere, etwa einen sehr weisen und gutherzigen König, den überheblichen und von sich überzeugten Prinzen, einen bösen Zauberer.

.. Dieses Mal ist es Kendor, jemand, den der König aus der Vergangenheit noch kennt und Garz, ein Zwergen Händler. Zu welcher Seite diese beiden gehören, müsst ihr selbst ab morgen hören.
Wir haben das Wochenende extra nochmal alle Hörspielfolgen gehört und meine Kinder mochten Band 1 und 2 mehr, meinten sie. Weil die neuen Kinder für sie einfach toll waren. Jetzt kamen Erwachsene hinzu, was auch spannend war, sie aber nicht ganz sooo begeisterte wie die ersten beiden Bände. Sie waren aber auch echt begeistert von den ersten beiden Bänden, also war die Latte wirklich hoch. Ich fand den Band besser als Band 3, mir gefielen die Geheimnisse der Vergangenheit und die Tatsache, dass die Kinder auch nicht immer alles richtig einschätzen genauso wie der König. Keiner wird überhöht und alle werden menschlich dargestellt, mit Stärken und Schwächen.
Die Stimmen der Sprecher haben wieder super gepasst, sie haben der Geschichte Spannung verliehen und die Geschichte zum Leben erweckt. Einzig das Lied find ich persönlich nervig und zerstört ein wenig die Phantasystimmung, die sonst super aufgebaut wird.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

KI-Thriller - Odyssee im Kerker

Die Burg von Ursula Poznanski

Milliardär Nevio hat die Burg Greiffenau fachgerecht restaurieren lassen und mithilfe von modernster Technik und künstlicher Intelligenz zu einem Escape-Highlight ausgebaut. Siebzigtausend Euro winken Maxim Ascher, wenn er Nevios Einladung folgt, und beim ersten Test dabei sein. Maxim ist Geschäftsführer seiner eigenen Escape-Rooms und Spezialist für Rätsel.

Sechs weitere Personen nehmen noch an dem Test teil: Ein fachkundiger Historiker, der überprüfen soll, wie authentisch die KI das Mittelalter darstellt, eine Influencerin, um Werbung zu machen, eine zufällig ausgewählte Gewinnerin eines Preisausschreibens, ein ehemaliger Olympiaschwimmer und C-Promi, ein Mitarbeiter des Teams und der unberechenbare Geldgeber Nevio höchstpersönlich. Es soll vor der Eröffnung nichts über das Spiel nach außen dringen, weshalb manche der Teilnehmer nicht wissen, was sie erwartet, als sie in den Kerker hinabsteigen und vier Stunden lang, einem Tyrannen entkommen sollen. Gewünscht haben sich die Teilnehmer bei der Zusammenstellung des Spiels „eine Mischung aus Krimi und Fantasy, und alles mit historischem Flair.“

Poznanski´s neues Werk überzeugt mit einer unheimlichen Atmosphäre, hält ein paar alptraumhafte Schreckmomente bereit und lebendig beschriebene, gruselige Effekte. In diesem KI-Thriller scheint KIsmet, wie sie von den Angestellten genannt wird, ein übermächtiger Gegner zu sein: sie bestimmt die Regel und nutzt jede missverständliche Formulierung aus. Die Rätsel, die es besonders im zweiten Drittel zu lösen gilt, wirken leicht, im Gegensatz zu dem „Seelenstriptease“, den die sieben Teilnehmer machen müssen, obwohl sie sich kaum kennen, um zu überleben. Erzählt wird aus der Perspektive von Maxim und der Mitarbeiterin Alissa in der dritten Person. Dadurch erhält man auch Eindrücke, wie KIsmet die Rettungsmaßnahmen sabotiert. Der Fokus liegt auf dem Martyrium, das sich unter der Burg abspielt und wie sich die Teilnehmer schlagen. Das Entwicklungspotenzial mancher war gelungen dargestellt und das unvorhersehbare Ende konnte mich überraschen. Begleitet wird man stets von der Frage, warum die KI so agiert? Die Lösung hat mich nicht ganz zufriedengestellt, aber ingesamt wurde ich gut und spannend unterhalten. Toll fand ich auch die Karte der Burg im Buch.

Das Hörbuch macht besonders Spaß. Es wird von dem grandiosen Rainer Strecker gesprochen und ist eine gesonderte 5-Sterne-Empfehlung wert, weil die verschiedenen Klangfarben die unheimliche Atmosphäre aufheizen, und die gruseligen Figuren dadurch noch lebendiger wirken.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Drei Waldhelden bestehen ihr erstes Abenteuer

Unterholz-Ninjas, Band 1 - Das Abenteuer beginnt von Michael Mantel

Es gibt ja schon einige Geschichte, in denen Tiere mit vereinten Kräften versuchen, ihren Lebensraum zu bewahren, aber so kämpferisch und witzig war bisher keine davon. Das erste Abenteuer der «Unterholz-Ninjas» überzeugt mit viel Humor, Kreativität, temporeichen Dialogen und drei starken Heldenfiguren - kindgerecht und verspielt illustriert.

Dazu gehören das Eichhörnchen Ella, der Igel Piks und der Uhu Bubo, die als Frischlinge eigentlich den älteren Tieren die Rettung des Waldes überlassen sollten, sich aber mit viel Elan und Tapferkeit in das Abenteuer stürzen. Dabei bekommen sie sogar die Hilfe eines Fellwechslers. Was das ist? Findet es heraus! Im Buch gibt es zudem eine farbige Karte der Umgebung. Die weiteren Bände stehen bereits in den Startlöchern und das sieht nach einer vielversprechenden Reihe aus, die es sogar zu hören gibt. Tolles Leseerlebnis zum Vorlesen und Selberlesen.

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