Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
opulent
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver
Demon Copperhead ist ein großes, opulentes Werk, wirklich beeindruckend.
Die amerikanische Schriftstellerin Barbara Kingsolver hat damit den Womens prize for Fiction gewonnen und wurde auch mit de Pulitzer-Award ausgezeichnet. Sie ist zur zeit übrigens auf Lesereise in Deutschland. Ich hoffe, sie dort sehen zu können.
Dirk van Gusteren hat das Buch übersetzt. Das Cover ist schlicht gehalten, aber mit verschlungenen Buchstaben versehen.
Ein David Copperfield-Zitat am Anfang bringt den Charles Dickens-Einfluß zum Ausdruck. Das angekündigte Coen-Brother-Element habe ich weniger verspürt.
Der Roman wird sehr von dem Ich-Erzähler geprägt. Eine Erzählstimme, die in Erinnerung bleiben wird.
Über 800 Seiten. Das Lesen war schon ein Erlebnis, aber auch eine gewisse Anstrengung. Schwer zu lesen ist das Buch aber nicht. Es ist in einem geschmeidigen Stil geschrieben,
Rezensionen von Natalie:
Hochspannung im Norden Schwedens
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück von Ulf Kvensler
Worum gehts?
Der jährliche Wanderurlaub in Schwedens Norden steht für Anna, deren Verlobten Henrik und ihrer Freundin Melina wieder vor der Tür. Die drei sind ein eingespieltes Team und vertrauen sich blind. Dieses Mal schließt sich ihnen jedoch kurz vor knapp Jakob, Melinas neuer Freund, an. Er schlägt spontan
eine andere, schwierigere Route in den Nationalpark Sarek vor.
Damit nehmen die Geschehnisse eine gefährliche Dynamik an…
Mein Fazit:
Wer selber wandert, weiß, dass ein wichtiger Faktor die Wander-/Bergpartner sind.. das man gut zusammenpasst und sich aufeinander verlassen kann. Ulf Kvensler hat das in seinem Thriller toll eingefangen. Die Gruppendynamik verändert sich durch Jakob drastisch und plötzlich vertraut keiner mehr irgendwem. Mit jedem Tag im Sarek wird das gegenseitige Misstrauen größer und Konflikte kommen hoch. Die Geschehnisse sind manchmal wirklich atemberaubend und man fliegt nur so durch die Seiten. Die Entwicklung der Charaktere und auch der teilweise echt gefährlichen Situationen habe ich mit großer Spannung verfolgt. Die Ausnahmesituation der vier Protagonisten wird absolut realistisch und nachvollziehbar dargestellt und mit einem tollen Setting der schwedischen Wildnis abgerundet. Der Schluss konnte mich dann auch nochmal überraschen.
Einer der besten Thriller, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Sarah:
Töte mich von Amélie Nothomb
Nachdem die 17-jährige Serieuse sich eines nachts heimlich davongeschilichen hat und von einer Wahrsagerin halb erfroren im Wald gefunden wurde, beginnt ihr Vater sich zunehmends sorgen um sie zu machen. Als er die Tochter abholt, bekommt er zusätzlich zu seinen Sorgen noch eine Prophezeiung von der Wahrsagerin- nämlich, dass er auf einer anstehenden Feier jemanden töten wird.
Als Serieuse dies mitbekommt, setzt sie sich fest in den Kopf, ihren Vater davon zu überzeugen, dass sie das perfekte Opfer für ihn darstellt und sie umbedingt von ihm getötet werden will.
Das Buch an sich hat nicht viel Inhalt- die ganze Story wird auf rund 130 Seiten erzählt, dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Ich war beeindruckt, wie ein so kurzes Buch mit so wenig Inhalt doch so viel im Leser auslösen kann. Es war erstaunlich, dass die Argumente der Tochter wirklich nachvollziehbar waren und die unterschiedlichen Reaktionen sowohl der Tochter als auch des Vaters haben mich teilweise echt wütend und stutzig gemacht. Das Buch ist wirklich sehr gelungen und ich habe es an einem Stück durchgelesen, da es mich wirklich von Anfang an total fesseln konnte.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Unfassbar
Trophäe von Gaea Schoeters
Die Jagd - archaisch und blutrünstig? Der Schwache siegt über den Starken? Sollte sich an und für sich im Einklang mit der Natur abspielen. Aber kann dies Trophäenjagd überhaupt? Ist sowas noch zeitgemäß?
Ein Roman, in dem es um die Jagd geht. Aber nicht nur. Hier werden viele Themen angesprochen.
Am Ende bleibt die Frage: darf sich der weiße Mann als Gott aufspielen? Und ... wer ist hier eigentlich der Sieger?
Wortgewaltig zeichnet dieses Buch ganz viele Bilder im Kopf. Und es schafft ganz viel Stoff zum Nachdenken.
Großartig geschrieben, konnte ich diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen.
Lesen sie es. Unbedingt!
Rezensionen von Sarah:
Über Menschen von Juli Zeh
Doras Leben wurde durch die Corona Pandemie total auf den Kopf gestellt. Ihr Ehemann wird auf einmal zum kompletten Coronafanatiker, ihr Job wird auf Homeoffice umgestellt und in ihrer kleinen Berliner Stadtwohnung fällt ihr zunehmends die Decke auf den Kopf. Nachdem ihr Mann ihr nun auch noch verbieten will, mit dem Hund gassi zu gehen, fasst sie kurzerhand den Beschluss, aufs Land zu ziehen.
Mit ihrem letzten Ersparten kauft sie sich also kurzerhand ein Haus in einem kleinen Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, doch schon schnell gerät ihr Bild vom ländlichen Glück ins Wanken, denn die Bewohner des kleinen Dorfes sind fremden gegenüber selten friedlich gestimmt.
Nachdem in das Buch 'Neujahr' von Juli Zeh total genial fand, hatte ich schon sehr hohe Erwartungen an dieses Buch und was soll ich sagen, diese Erwartungen wurden sogar übertroffen. Ich hätte nicht erwartet, dass die Story so viel humor und gleichzeitig doch so einen Tiefgang hat. Die Protagonistin Dora ist von der ersten Seite an einfach nur sympathisch und es ist so interessant, wie ihre Weltanschauung im Laufe des Buches immer mehr erschüttert wird. Ich selber musste auch mehrfach schmunzeln, da ich ihre Doras Krise prinzipiell in die Gegenrichtung durchgemacht habe, als ich als Landei in die Stadt gezogen bin und ebenfalls einen Kulturschock hatte, nur eben konträr zu jenem, den Dora erlebt hat. Das Buch hat mich in dieser Hinsicht auch echt zum Nachdenken gebracht, da sich das ländliche Denken schon mehr in mir eingefleischt hat, als ich bis dato wahrgenommen habe. Ich würde daher sogar sagen, dass dieses Buch mir ein wenig die Augen geöffnet hat, da ich nun mal lesen konnte, wie die Situation hätte sein können, wenn sie umgekehrt gewesen wäre. Ich kann das Buch aber jedem, der keine Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat, ans Herz legen, da die Geschichte einfach toll ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Verwirrt
Chor der Erinnyen von Marion Poschmann
Dieses Buch lässt mich ratlos und verwirrt zurück. Was will die Autorin mir hier erzählen? Ich habe nicht die leiseste Ahnung.
Die Geschichte begann vielversprechend. Mathilda 'spürt', dass da etwas auf sie zukommt. Sie muss an ihre Jugendfreundin Birte denken, die dann tatsächlich auftaucht. Beide besuchen übers Wochenende die Freundin Olivia.
So weit, so gut. Aber dann kann ich den Ereignissen nicht mehr folgen. Was ist Wirklich, was bildet Mathilda sich ein. Und viel wichtiger... warum dies alles?
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 14 - Roboter von Annette Neubauer
Ich hab aus dieser Reihe bereits mehrere Bücher und finde die Reihe sehr gelungen. Die großen Stärken sind für mich die übersichtliche Schrit und der Mitmachcharakter. Rätsel, Sticker und ein Spiel machen das Buch zu einem sehr abwechslungsreich gestaltetem Erstlesebuch. Manche Wörter und Rätsel finde ich persönlich aber gar nicht so leicht, ich hab das Buch unserem 6 Jahre alten Sohn zum lesen gegeben und etwa das Wort Android bilden viel ihm noch schwer als Rätsel, da es einfach nicht so alltäglich ist.
Auch im Fliestext gab es viele Worte, die ich für 6 etwas zu schwer halte. Das Wissen ist sehr spezifisch, aber nicht schlecht aufbereitet. Es gibt größere Sinnabschnitte, dann ein Rätsel und dann das nächste größere Kapitel. Besonders gelungen fand ich die optische Umsetzung. Die Bilder sind sehr eindeutig zu unterscheiden zwischen realistischen Fotos und gezeichneten Comics. Beides hat das Buch gleich viel ansprechender gemacht. Ein etwas schweres und sehr ins Detail gehende Erstlesebuch.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
witzig-freches Buch
Leselöwen 3. Klasse - Wie zähmt man einen Drachen? von Vanessa Walder
In diesem Erstlesebuch geht es um Sam. Sam wünscht sich unbedingt einen Hund. Denn: Einen Hund darf man mit zum Zelten in die Schule nehmen, andere Haustiere nicht. Also geht es ab ins Tierheim. Dort findet er aber nicht nur viele Hunde, sondern etwas viel cooleres: einen Drachen. Doch mit dem Drachen ist es gar nicht so leicht, wie Sam sich das so vorgestellt hat.
Es gibt ordentlich viel Chaos…
Dieses Chaos wird in einem für uns sehr witzigen, ja ein wenig frechen Schreibstil erzählt. Die Geschichte ist so nicht ganz vorhersehbar und demensprechend auch durchaus mit Spannung versehen. Die Textmenge ist schon fortgeschrittener als jetzt bei einem Buch für die 1. oder 2. Klasse, aber durchaus schaffbar für die 3. Klasse. Die Bilder motivierten bei uns gut und waren sehr aussagekräftig. Die Schrift ist gut zu lesen, manche Wörter sind auch schon ein wenig schwerer, was aber für die 3. Klasse auch gut passt, schließlich will man ja auch den Wortschatz erweitern und neue Wörter auch schriftlich versinnbildlichen. Das Thema ist natürlich ein wenig phantastisch und nicht ganz realistisch (schließlich sind Drachen als Haustiere jetzt nicht gerade geläufig ????), gerade daran lag für uns auch der Reiz der Geschichte. Da passte es auch, dass der Drache sprechen kann…
Ein tolles Leseabenteuer ab 8 Jahren!
Rezensionen von S.:
Söldner im Krieg
Essex Dogs von Dan Jones
Söldner im Krieg
Es ist während des 100-jährigen Krieges, 1346, an der Küste der Normandie gehen zehn englische Söldner an Land. Eine gemischte Truppe, sehr verschiedene Charaktere. Anführer Loveday und seine Mannen sichern die Flotte des englischen Königs.
Es folgen historische Fakten und blutige Metzeleien.
Einigen der „Essex Dogs“ merkt man die Freude am Töten, Abschlachten, Brandschatzen und Foltern deutlich an. Söldner gab es immer, wird es immer geben. Deren vielfach geschilderte, abgestumpfte Geisteshaltung, die hier sehr ausführlich beschrieben wird, brauche ich nicht. Ebenso wenig die späte Läuterung von Loveday. Meine Vorstellungen gingen in Richtung Historie und Zusammenhalt einer Kämpfergruppe. Gibt es hier auch, der Zusammenhalt ist trotz unterschiedlicher Meinungen gegeben, aber die gesamte Geschichte konnte mich nicht erreichen. Die Charaktere bleiben flach, die Historie wird zu Kapitelbeginn stets lehrbuchhaft und vorwegnehmend aufgezeigt und langweilig und abstoßend im Text der Erzählung ausgebaut.
Nicht wirklich meins.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Tiere und ihre Superkräfte von Soledad Romero Mariño; Sonia Pulido
Tiere und ihre Superkräfte ist ein Tiersachbuch für etwas größere Kinder. Angegeben ist es mit ab 9 Jahren, wobei mit 9 Jahren sicherlich das eine oder andere Wort noch erklärt werden muss. Etwa schon bei den Eigenschaften wusste mein Sohn nicht, was mit Regeneration und Imitation gemeint ist. Die Fremdwörter sind aber auch schnell erklärt, rein optisch ist es selbst für unseren 4-jährigen Sohn schon ansprechend, also ist die Altersangabe durchaus realistisch und das Dazulernen neuer Wörter ja nichts Falsches – es braucht in diesem Fall einfach nur ein wenig Begleitung für den jüngeren Leser/ die jüngere Leserin.
Das Sachbuch enthält verschiedenste Tiere, bekanntere wie fast gänzlich unbekannte, die jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt werden. Gleich neben dem Tiernamen findet man die Anzahl der Sterne, für jeden Bereich gibt es einen Stern, wenn das Tier in diesem Bereich eine Superkraft hat. Die Bereiche sind klug gewählt und durch Symbole nochmal verdeutlicht. Zu jeder Superkraft gibt es noch manchmal kurze, manchmal ausführlichere Erklärungen. Dabei lernt man echt viel Detailwissen über die einzelnen Tiere. Ich habe dabei selbst noch so einiges dazugelernt, etwa warum Narwale wahre Supermamas sind, wie sich Kugelfische genau tarnen und vieles mehr. Das es dabei nicht bei Infos über Elefanten, Eisbären und Katzen blieb (die es auch in dem Buch gab), sondern auch unbekanntere Tiere vorgestellt wurden und auch alle Gattungen behandelt wurden, hat mir als Erwachsener besonders gut gefallen. Den Kids hat vor allem die bunte und dennoch übersichtliche Gestaltung angesprochen und die dargestellten Infos waren für alle interessant und lehrreich. Es gab einen klassischen Tierlexikonbereich mit Größe, Gewicht, Lebenserwartung und daneben einen Bereich für jede Superkraft. Wie gesagt, beim einen oder anderen Tier waren die Fakten mit etwas zu spezifischen Worten ausgedrückt, sodass das eine oder andere Fachwort noch einer Erklärung bedurfte (wenngleich sich auch vieles dann aus dem Text ergibt). Deshalb empfehle ich für die Grundschule, das Buch gemeinsam zu lesen. Dann eignet sich das Buch auch wunderbar, um etwa erste Referate vorzubereiten, sich auf einen Zoobesuch vorzubereiten oder einfach nur sich in der Tierwelt zu verlieren!











