Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Zweigeteilt
Engel und Heilige von Eliot Weinberger
Der Autor trägt Wissen, Ansichten und Legenden über Engel im Laufe der Jahrhunderte und aus der Geschichte zusammen. Eliot Weinberger sammelt sozusagen Aussagen von Kirchengelehrten, berühmten Leuten und "Heiligen", in welchen sie ihre diversen Vorstellungen wie Engel aussehen und was sie tun, kund tun.
Dazu schreibt Weinberger kurz dazu, welche Engel tatsächlich in der Bibel erwähnt werden und welche nicht. Er stellt Aussagen nebeneinander ohne zu werten.
Bis hierhin fand ich das Buch gelungen, interessant und auch humorvoll.
Nun folgt der zweite Teil des Buches, in dem es um Heilige und Märtyrer geht. Der Autor zählt die Wundergeschichten einiger "Heiligen" auf. Manche sind bekannter als andere, von den meisten hab ich noch nie gehört. Allesamt sehr "unglaubliche" Lebensgeschichten, oft nur mit einem einzigen Satz beschrieben. Diese Aufzählung hab ich nicht verstanden, sie hat mich auch nicht interessiert. Ich frage mich, was daran - und für wen - das irgendwie lesenswert sein sollte.
Diesen zweiten Teil hätte es nicht gebraucht, da es keinerlei Mehrwert gibt, denn die vielen Namen hat man spätestens eine Seite später schon wieder vergessen. Vielleicht wäre dieser Teil lesbarer gewesen, wenn der Autor sich vielleicht nur auf die "vielen" Teresas oder Hyazinthen beschränkt hätte und statt nur Namen aufzählen, noch etwas dazu geschrieben hätte, Gemeinsamkeiten ausserhalb des Namens zum Beispiel.
Fazit: 4 Punkte für den Teil mit den Engeln. Der zweite Teil ist völlig nichtssagend und unnötig, deshalb keine Punkte dafür.
Rezensionen von Nele33:
interessant, aber nicht meins
Murder in the Family von Cara Hunter
Ein nicht gelöster Kriminalfall aus dem Jahr 2003 wird in einer True Crime Show neu aufgerollt. Luke Ryder wurde auf dem Familienanwesen ermordet und hinterließ eine Frau und 3 Kinder.
Ich bin ein sehr großer True Crime Fan und der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Das Buch ist mit keinem Thriller zu vergleichen den ich bisher gelesen habe.
Wirklich gut finde ich dies nicht. Der Schreibstil war für mich ungewohnt, ich lese gerne flüssig. Dies war mir durch die vielen Skripte, Gesprächsaufzeichnungen und telegarfischen Umgebungsbeschreibungen nicht möglich.
Dies ist ein neues und unbekannntes Konzept, welches mir anscheinend nicht wirklich liegt. Das erwartete Thriller-Feeling kam bei mir nicht auf.
Dadurch fand ich auch keinen wirklichen Zugang zu den Personen. Es sind zwar einige überraschende Wendungen dabei, aber leider konnten mich diese auch nicht mehr überzeugen.
Rezensionen von Lerchie:
Ein toller Roman
Die Zeit der Hoffnung von Bettina Pecha
1957 in Stuttgart. Katharina und Moritz können endlich heiraten. Sie bekommen ein Kind und das Glück ist vollkommen, auch wenn Katharina nicht mehr in ihrem geliebten Beruf arbeiten kann. Sie leben für ein Jahr in Berlin, wo Moritz einen Kollegen vertritt. Den Kalten Krieg erleben sie hier hautnah.
In diesen Jahren werden zwei Frauen zu Katharinas Freundinnen: Lisa, die sich gegen die gnadenlose Moral dieser Zeit behaupten muss und Marion deren Freund Claus in der Ostzone lebt und durch den Mauerbau bedroht ist. Sie selbst will ihren Traum einer beruflichen Zukunft nicht aufgeben. Finden diese drei Frauen ihr Glück oder zerbrechen ihre Träume?
Meine Meinung
Dieses Buch ist eine authentische Beschreibung der damaligen Zeit. Eine Zeit in der die Männer praktisch die Befehlsgewalt hatten. Frauen Probleme beim Vaterschaftsnachweis, und die meisten Menschen vor (falscher) Moral nur so strotzten. Eine Zeit, in der ein gewisser Jemand behauptete, dass niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten und wenig später seine Worte Lügen strafte. Wo die Tötung von Flüchtlingen an der Tagesordnung war, zumindest gegen Ende des Buches. Auch wenn ich damals, altersbedingt, noch nicht so viel davon verstand, so erfuhr ich doch später was da vor sich gegangen war. Es hat mich damals erschüttert und erschüttert mich heute noch, wenn ich nur daran denke. Zum Glück hatte ich keine Verwandtschaft im Osten. Und obwohl ich ja wusste was damals geschah, und mich meine Vermutung bezüglich der Geschehnisse im Buch nicht täuschte, war für es mich doch von Anfang bis zum Ende spannend. Es ist sehr schön geschrieben, auch die Dinge im Alltag der Familie waren interessant. Ein schöner Roman über das Familienleben im damaligen Deutschland. Am Ende des Buches gibt es auch noch eine kleine Überraschung. Ich bin sehr gespannt, ob die Autorin noch ein drittes Buch über diese Familie schreibt. Von mir eine Weiterempfehlung und fünf Sterne.
Rezensionen von Goejos:
Überleben
James von Percival Everett
Was für ein kraftvolles Buch. James, genannt "Jim", ist Sklave bei Mrs. Watson. Er kann schreiben und Lesen. Er stellt sich allerdings für die Welt der Weißen als dumm hin. Er will frei sein. Und er will auch seine Frau und seine Tochter freikaufen. Er ordnet diesem Traum sein ganzes Leben unter.
Gemeinsam mit dem Jungen Huck, einem Weißen, flieht er aus dem Sklavendasein Richtung Norden. Doch so einfach läuft das ganze Vorhaben nicht ab. Überall lauern neue Gefahren auf die Beiden. Auch etliche Wegbegleiter schaffen es nicht ihren Traum zu verwirklichen. Der Autor Everett schafft es aber grandios, die Geschichte von Huckleberry Finn in die Jetztzeit zu übertragen. Punktgenau wird das Schicksal der Schwarzen und das Verhalten der Weißen ihnen gegenüber beschrieben und abgehandelt. Erst zum Finale hin wird das Tempo dieser Geschichte unnötig schnell vorangetrieben. Das wäre nicht nötig gewesen. Ein unterhaltsamer aufrüttelnder Roman.
Rezensionen von aon.912401633@aon.at:
Überleben
James von Percival Everett
Was für ein kraftvolles Buch. James, genannt "Jim", ist Sklave bei Mrs. Watson. Er kann schreiben und Lesen. Er stellt sich allerdings für die Welt der Weißen als dumm hin. Er will frei sein. Und er will auch seine Frau und seine Tochter freikaufen. Er ordnet diesem Traum sein ganzes Leben unter.
Gemeinsam mit dem Jungen Huck, einem Weißen, flieht er aus dem Sklavendasein Richtung Norden. Doch so einfach läuft das ganze Vorhaben nicht ab. Überall lauern neue Gefahren auf die Beiden. Auch etliche Wegbegleiter schaffen es nicht ihren Traum zu verwirklichen. Der Autor Everett schafft es aber grandios, die Geschichte von Huckleberry Finn in die Jetztzeit zu übertragen. Punktgenau wird das Schicksal der Schwarzen und das Verhalten der Weißen ihnen gegenüber beschrieben und abgehandelt. Erst zum Finale hin wird das Tempo dieser Geschichte unnötig schnell vorangetrieben. Das wäre nicht nötig gewesen. Ein unterhaltsamer aufrüttelnder Roman.
Rezensionen von Goejos:
Überleben
James von Percival Everett
Was für ein kraftvolles Buch. James, genannt "Jim", ist Sklave bei Mrs. Watson. Er kann schreiben und Lesen. Er stellt sich allerdings für die Welt der Weißen als dumm hin. Er will frei sein. Und er will auch seine Frau und seine Tochter freikaufen. Er ordnet diesem Traum sein ganzes Leben unter.
Gemeinsam mit dem Jungen Huck, einem Weißen, flieht er aus dem Sklavendasein Richtung Norden. Doch so einfach läuft das ganze Vorhaben nicht ab. Überall lauern neue Gefahren auf die Beiden. Auch etliche Wegbegleiter schaffen es nicht ihren Traum zu verwirklichen. Der Autor Everett schafft es aber grandios, die Geschichte von Huckleberry Finn in die Jetztzeit zu übertragen. Punktgenau wird das Schicksal der Schwarzen und das Verhalten der Weißen ihnen gegenüber beschrieben und abgehandelt. Erst zum Finale hin wird das Tempo dieser Geschichte unnötig schnell vorangetrieben. Das wäre nicht nötig gewesen. Ein unterhaltsamer aufrüttelnder Roman.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der schmale Grat zwischen Recht, Gerechtigkeit und Unrecht
Nachtkommando von Simon Scarrow
„Nachtkommando“ ist der zweite Fall für Kriminalinspektor Horst Schenke und mein erster dieser Reihe.
Worum geht’s?
In einer eiskalten Jännernacht des Jahres 1940 kehren der Kinderarzt Manfred Schmesler und seine Frau von einem Konzertbesuch nach Hause zurück. Da Schmesler noch ein paar Akten bearbeiten will, geht seine Frau schlafen.
Am nächsten Morgen ist nichts mehr, so wie es war: Sie findet ihren Mann tot im Arbeitszimmer, auf dem Schreibtisch einen Abschiedsbrief. Während die Polizei den Tod als Selbstmord zu den Akten legt, kann sich die Witwe damit nicht abfinden und bittet über Vermittlung von Ruth Frankel Kriminalinspektor Horst Schenke um Hilfe.
Schenke steht in Frankels Schuld, denn die junge Jüdin hat ihm vor einiger Zeit geholfen, einen Serienmörder zu fassen, weshalb er sich dieser Bitte nicht entziehen kann.
Schnell entdeckt Schenke Ungereimtheiten am Tatort und schließt einen Selbstmord aus. Eine Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens wird ihm von „ganz oben“ untersagt. Doch Horst Schenke ist keiner, der sich bevormunden lässt und mit Autoritäten so manche Schwierigkeit hat, besonders dann, wenn etwas vertuscht werden soll.
Gemeinsam mit ähnlich gestrickten Mitarbeitern ermittelt er heimlich weiter. Dabei decken sie Machenschaften auf, die schrecklicher nicht sein könnten und begeben sich in große Gefahr.
Obwohl Horst Schenke die Vorschriften gerne eigenwillig und manchmal auch die Nazi-Doktrin absichtlich falsch auslegt, kann er in diesem Fall letztlich nicht über seinen Schatten springen. Mord bleibt Mord, der den Buchstaben des Gesetzes nach geahndet werden muss, auch wenn es für den Täter gute Gründe für seine Tat gibt und er dafür auch Verständnis aufbringen kann.
Meine Meinung:
Simon Scarrow ist für seine historischen Roman-Serien aus der römischen Antike und der Napoleonischen Kriege bekannt. Mit dieser Reihe „Dunkles Berlin“ steigt er in die grausame Zeit des NS-Regimes ein.
In diesem zweiten Fall der Reihe bekommen wir es mit einen besonders abstoßenden und grausamen Kapitel des NS-Diktatur zu tun: Mit Euthanasie, dem Mord an behinderten Kindern und Menschen, die „für die Volksgemeinschaft nicht nützlich sind“ - also Behinderten, Kranken oder Personen, die nicht in den Wahn der „Reinheit der arischen Rasse“ passen.
Horst Schenke ist ein sympathischer Ermittler mit Ecken und Kanten, der sich mit dem NS-Regime so gar nicht anfreunden kann. Zum einen, erhalten zahlreiche Männer Positionen nicht auf Grund ihrer Fachkompetenz sondern auf ihrer fanatischen Parteizugehörigkeit und zum anderen kann er es nicht leiden, wenn ihm von seinen Vorgesetzten das Ermitteln schwer bzw. durch Interventionen unmöglich gemacht wird. Dass er dabei sein eigenes Leben und das seiner Mitarbeiter aufs Spiel setzt, scheint ihm nicht immer klar oder aber im Sinne der Gerechtigkeit egal zu sein. Auch diesmal muss er letzten Endes eine Entscheidung treffen, die möglicherweise eine fatale Konsequenz für ihn haben wird.
„Schenke öffnete die Tür, an deren Rahmen ein poliertes Messingschild mit seinem Dienstgrad und seinem Namen in Frakturschrift geschraubt war. Der alte, robuste Schreibtisch zeugte von Tradition und Pflichtbewusstsein – ein irgendwie beruhigender und ehrfurchtgebietender Gedanke. Von der Wand hinter dem Schreibtisch starrte ein Porträt des Führers in einem glänzenden schwarzen Rahmen durch den Raum.
Im Gegensatz zum Schreibtisch war die Fotografie nicht Teil der Büroausstattung seines Vorgängers gewesen, sondern kurz nach Schenkes Ankunft angebracht worden – auf Anordnung des Bezirkskommandanten, eines dicken Mannes, der seinen Posten weniger seiner Fachkompetenz, sondern in erster Linie seiner fanatischen Hingabe an die Partei zu verdanken hatte. Schenke wagte es nicht, das Porträt abzuhängen, bemühte sich jedoch nach Kräften, es zu ignorieren.
Er gab sich mit der Genugtuung zufrieden, bei der Arbeit dem Führer den Rücken zuzukehren."
Sehr geschickt verquickt der Autor Fakten mit Fiktion. So treten Reinhard Heydrich als Initiator des Programmes T4 sowie zahlreiche andere willfährige Helfer der Mordmaschinerie auf.
Dieser zweite Fall endet mit mehr als einem Cliffhanger und lässt viel Spielraum für eine oder mehrere Fortsetzungen. Vor allem auch deshalb, weil Horst Schenke zwischen zwei Frauen steht: Karin Canaris, die Nichte von Admiral Wilhelm Canaris sowie der Jüdin Ruth Frankel, deren Schicksal höchst ungewiss sein wird.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Krimi aus der dunklen Zeit des NS-Unrechtsregime 5 Sterne und eine Leseempfehlung, auch wenn ich die reißerische Ankündigung „Pageturner“ oder „Thriller“ nicht leiden kann.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine unbedingte Leseempfehlung
Hitler, Stalin, meine Eltern und ich von Daniel Finkelstein
Der britische Journalist Daniel Finkelstein erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Familie, die nicht nur der Shoa sondern auch dem stalinistischen Regime entkommen sind.
Der Autor geht der Frage nach, wie die Finkelsteins es fertiggebracht haben, diese Traumata zu überstehen und trotzdem normal zu bleiben.
Das liest sich dann, als er erfährt, dass Präsident Reagan die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen besuchen wird, unter anderem so:
„Mum, Reagan fährt nach Bergen-Belsen!“ Ohne sich umzudrehen, antwortete sie: „Na und, da war ich auch.“
Obwohl Finkelsteins Großvater mütterlicherseits, der Berliner Jude Alfred Wiener, die Gefahr, die von Hitler ausgeht, recht früh erkannt hat, entscheidet er sich recht spät, zu spät für die Flucht. Die Familie wird gefangen genommen und nach Bergen-Belsen deportiert. Dort entgeht sie in letzter Minute der Gaskammer.
Die Familie väterlicherseits, wohlhabende polnische Juden, erlebt den stalinistischen Terror als sie nach dem Hitler-Stalin-Pakt vom kommunistischen Regime in einen sibirischen Gulag deportiert werden.
Meine Meinung:
In Zeiten, in denen Antisemitismus wieder „salonfähig“ ist und in Russland ein Diktator herrscht, der alle jene, die nicht seiner Meinung sind, in Straflager deportiert oder umbringen lässt, ist dieses Buch sehr wichtig. Haben wir aus der Geschichte nichts gelernt?
„Was meinen Eltern widerfahren ist, wird mir nicht so leicht widerfahren. Auch nicht meinen Kindern. Aber es könnt passieren? Ja, auf jeden Fall.“
Daniel Finkelstein schildert die Mitglieder seiner Familie allen ihren Schrullen sehr liebevoll. Sie haben trotz aller Gräuel ihren Humor nicht verloren. Sie haben weder vergessen noch verziehen, aber „überwunden“.
Daniel Finkelsteins Buch ist keine Abrechnung mit zwei mörderischen Regimes, sondern eine liebevolle Erinnerung an seine Familie und eindringliche Warnung an seine Leser zugleich.
Fazit:
Dieser Familiengeschichte, die von Hoffnungsschimmern erzählt, als es keine Hoffnung mehr gegeben hat, gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von wiechmann8052:
Abenteuer im Zoo
Drei Wasserschweine brennen durch von Matthäus Bär
Ein Buch zum Vorlesen, selber lesen wird schwierig weil die Kinder dafür schon sehr gut lesen können müssen. Allein die Raben die ersten anderen Tiere die die drei kleinen Wasserschweine kennenlernen haben ihre eigene Sprache. Sie krächzen und das wird auch in der Schreibweise dargestellt, genau das gleiche bei dem Esel dessen Laute I-Ah sind.
Allen Wörtern wird ein KR oder ein IA voran gestellt. Zum Vorlesen etwas anstrengend weil ich es ja so darstellen musste das das Kind die eigentlichen Begriffe auch verstehen konnte.
Die Geschichte war gut gemacht. Drei Freunde auf der Suche nach Abenteuer und Mehr. Was ist Mehr? Etwas was man noch nicht kennt, andere Tiere, Ereignisse, neue Freundschaften, oder einfach nur anderes Futter, ein anderen Schlafplatz. Einfach mal was Neues entdecken.
Die Themen, Neugierde, Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft waren sehr deutlich dargestellt. Andere wie Verrat, Betrug, Erpressung, Entführung und Gewalt werden ebenso erwähnt. Aber gemeinsam mit den neuen Freunden lässt sich das alles überwinden. Das die Meerschweinchen als eine Art Mafia mit Luigi als Chef herhalten mussten, nahm dem Ganzen etwas die Schärfe. Aber es sind viele Fragen aufgetaucht, die nicht ganz einfach zu beantworten waren. Am Ende waren sie dann doch noch alle Freunde und alles Böse war einfach nur gekränkte Eitelkeit. Das wider rum war gut an Hand von Beispielen zu erklären. Die nicht erhaltene Einladung zum Kindergeburtstag ist schon mal vorgekommen. Das daran eine Freundschaft zerbrechen kann und wieder gekittet wird, auch.
Die Altersangabe mit sechs Jahren finde ich anspruchsvoll. Den Kindern ist alles bekannt was in dem Buch vorkommt, aber die komplexen Zusammenhänge zu begreifen erfordert ein verständigeres Alter.
Rezensionen von Meli:
Ein Student, die Geheimnisse seiner Mutter und verbotene Beziehungen
Brynmor University - Versuchungen von Dominik Gaida
Nate und Lucas verbringen eine leidenschaftliche Nacht, die abrupt endet, als Nates Großvater dazwischen geht. Ihm ist wichtig, dass sein Enkel sich seinem Studium widmet und seine Noten verbessert, dabei soll Nate sich ganz sicher nicht von irgendwelchen männlichen Liebhabern ablenken lassen. Nate ist die Brynmor University aber ziemlich egal, bis er auf die Spuren seiner Mutter stößt, die bei seiner Geburt starb; anscheinend hat sie vor ihrem Tod noch einiges erlebt.
Lucas freut sich über seinen neuen Job an einer renommierten Universität, doch alles wird komplizierter, als ihm ausgerechnet sein One Night Stand Nate über den Weg läuft. Zuerst glauben sie noch, dass sie ihre Gefühle unterdrücken können, doch da sie sich kaum aus dem Weg gehen können, fällt es ihnen gar nicht so leicht. Als es darauf ankommt, ist Lucas auch für Nate da und unterstützt ihn bei seinen Recherchen.
Wie auch im ersten Buch steht ein Mysterium im Mittelpunkt, das mindestens einer der Protagonisten ergründen will, und die Handlung entwickelt sich darum herum. Nate und Lucas verbringen viel Zeit damit, weitere Hinweise zu sammeln, und außerdem gibt es eine weitere Perspektive, die jede Menge Einblicke gewährt. Dadurch war es für mich schon deutlich weniger spannend, dabei hätte die Geschichte mit den interessanten Protagonisten schon noch mehr Potenzial gehabt.
Aber außerhalb des Geheimnisses erleben sie nicht sehr viel, auch nicht miteinander. Es geht außerdem noch um ihre Familienprobleme: Nates Familie macht ihm sehr viel Druck und hat viele Erwartungen, während Lucas seiner Mutter ziemlich egal ist, es sei denn, sie braucht Geld, was eigentlich immer der Fall ist. Außerdem muss Nate trotz der Anziehung zwischen ihm und Lucas auch seine heimlichen Gefühle für seinen aktuellen Schwarm erstmal hinter sich lassen.
Fazit
Insgesamt fand ich die Protagonisten durch ihre Probleme, ihre Wünsche und ihre Gefühle füreinander sympathisch, aber das Geheimnis an der Brynmor University fand ich eher mittelmäßig und kaum spannend.









