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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annabell95:

Sehr konstruiert

Doppelspiel von Arne Dahl; Jonas Moström

Nach seinem großen Erfolg steckt der Krimiautor Tom Borg mit seiner anhaltenden Schreibblockade in einer tiefen Krise. Auf der Suche nach neuer Inspiration landet er in einem dubiosen Club in Stockholm. Er wird dort Zeuge eines Mordes, der erschreckend genau dem Plot seines neuen, kaum begonnenen Romans entspricht.

Plötzlich gilt er selbst als Hauptverdächtiger. Während immer mehr Realitätselemente mit seiner Fiktion verschmelzen, gerät Tom in ein gefährliches Spiel, in dem unklar ist, wer die Kontrolle über die Geschichte hat – und warum Menschen sterben, die eigentlich nur in seinem Buch existieren sollten.

"Doppelspiel" ist der Auftakt in die Trilogie mit dem Krimiautor Tom Borg.

Die Handlung startet mit einem enormen Tempo. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel sowie ein flüssiger Schreibstil sorgen dafür, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Die Story wirkt dabei oft wie ein Actionfilm: rasant, laut, voller Fluchtmomente und überraschender Wendungen. Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik und Spannung aber so manch eine Szene wirkt sehr drüber. Einige Entwicklungen sind so konstruiert und unrealistisch, dass man sich hier mehrfach gefragt hat, ob die Logik hier bewusst zweitrangig war.

Viele der Figuren waren recht undurchsichtig, was auch zur Spannung beigetragen hat. Unbekannte Mächte ziehen Fäden, doch welches Spiel hier gespielt wird, bleibt lange unklar. Tom Borg, Hauptcharakter in der Story fand ich mit seinen Handlungen sehr naiv. Aber er wurde wahrscheinlich bewusst so dargestellt, dass die Story auch einen Sinn ergibt. Olivia, ebenfalls Hauptcharakter fand ich eher unsympathisch. Sie hat ihre Ecken und Kanten, was sie greifbar macht, aber sie handelt sehr impulsiv und kopflos. Ihre Handlungen sind schwer nachvollziehbar.

Die Auflösung fand ich recht eigenartig. Es war zu sehr an den Haaren herbeigezogen, wirkte auch wieder sehr konstruiert und es blieben noch relativ viele Fragen offen bzw. kamen neue hinzu. Man merkt, dass hier Raum für die Fortsetzung der Trilogie gelassen wurde.

Mein Fazit:
Es war fast wie in einem Actionfilm. Sehr rasante Handlung, aber es wirkte oft sehr überzogen und konstruiert. Ob ich Band 2 lese, bleibt offen. Perfekt für Fans rasanter, filmreifer Thriller. Wenn Realismus wichtig ist, könnte dieser Auftakt der Trilogie enttäuschen.

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Rezensionen von manu63:

Schöne Geschichte mit Potential nach oben

Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel

Tale of sun and night ist der erste Band einer Trilogie geschrieben von der Autorin Magdalena Gammel.

Erzählt wird die Geschichte von Lio, die als Sklavin lebt und keine Erinnerung an ihr Leben vor der Sklaverei hat. Nachdem sie an den Traumweber Izan verkauft wird beginnt für sie eine Odyssee durch ein vom Krieg gespaltenem Reich, in dem die Autorin eine magische Welt mit Traumstaub, wilden Kreaturen und noch vielen weiteren Fantasy Elementen erschaffen hat.

Die Geschichte wird flüssig und bildhaft erzählt, wobei sich allerdings die Reise in Teilen zäh dahin zieht und für mich straffer erzählt werden könnte. Auch das es zwischen Izan und Lio knistert wird mir zu oft und wiederholend erzählt und wenn Lio während der Geschichte und den Kämpfen immer wieder viele Gedanken auf die Schönheit von Izan auf die Leser/innen loslässt wird es mir einfach zu viel und ich habe mehr als einmal gedacht,wir wissen es nun und es reicht langsam.

Die Geschichte entwickelt sich mit spannenden Wendungen und am Ende gibt es einen großen Cliffhanger den ich so nicht erwartet habe und der einen spannenden weitere Verlauf verheißt. Besonders gut gefallen mir die Zwielichtkreaturen welche mit ungewöhnlichen Eigenarten aufwarten.

Leider enthüllt die Autorin nur in sehr sparsamen Häppchen die Geheimnisse der Charaktere, das fand ich auch nicht so toll. Ich mag es in Geschichten nicht, wenn es ewig neue Geheimnisse gibt die nicht gelöst werden.

Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt hoffe ich nun das es im zweiten Teil mehr Enthüllungen gibt und die Geschichte etwas straffer erzählt wird.

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Rezensionen von Lilli33:

Intelligent aufgebauter "Soft-Thriller"

Beth is dead von Katie Bernet

Intelligent aufgebauter „Soft-Thriller“

„Beth is Dead“ ist der erste veröffentlichte Roman der US-amerikanischen Autorin Katie Bernet nach etlichen Absagen. Zum Glück hat sie nicht aufgegeben und es immer wieder versucht, denn dieses Buch ist bisher mein Highlight des Jahres.

Inspiriert von „Little Women“ von Louisa May Alcott aus dem 19.

Jahrhundert hat Bernet eine unglaublich dichte Story um eine Familie mit vier jugendlichen bzw. gerade erwachsenen Töchtern ersonnen. Wie im Original heißen sie Meg, Jo, Beth und Amy. Ob es darüber hinaus Parallelen gibt, kann ich nicht sagen, da ich die Vorlage nicht kenne. In der neuen Version ist der Vater Autor und hat einen Roman über seine Töchter veröffentlicht. Dabei ließ er Beth am Ende sterben. Und am Neujahrstag tritt genau dies auch in der Wirklichkeit ein. Beth ist tot.

Die Polizei, aber auch die überlebenden Schwestern versuchen herauszufinden, wer Beth ermordet hat. Dabei geraten sie selbst, ihr Vater, ihre Freunde und andere in Verdacht. Die Lesenden können hier sehr gut selbst miträtseln. Aber die Fakten werden nur ganz langsam nach und nach offenbart. Meg, Jo und Amy erzählen in eigenen Kapiteln über das Vorher und das Nachher. Beth kommt natürlich nur im Vorher zu Wort.

Die Dynamik innerhalb der Familie und auch innerhalb von Freundschaften außerhalb der Familie wird hier intensiv dargestellt. Einerseits besteht ein unerschütterlicher Zusammenhalt zwischen den Schwestern, doch hat jede auch ihre Geheimnisse, die sie nicht mit den anderen teilt. Jedes davon könnte theoretisch mit dem Mord an Beth zu tun haben. Falsche Fährten gibt es dadurch zuhauf. Praktisch in jedem Kapitel erwartet die Lesenden eine neue Wendung. Aber keine Sorge, man kann dem Ganzen sehr gut folgen.

Ich empfand die Figuren als hervorragend ausgearbeitet. Die Schwestern könnten kaum unterschiedlicher sein, was die Story so interessant macht. Mir fiel es leicht, mich in alle vier hineinzuversetzen. Obwohl Meg, Jo und Amy zum Teil egoistische Züge tragen, mochte ich sie sehr, denn Katie Bernet konnte mir vermitteln, dass sie in ihrem Innersten auch ganz viel Gutes verbergen.

Durch die häufigen Perspektiv- und Zeitwechsel, oft mit Cliffhanger, entsteht ein unglaublicher Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich diesen Thriller verschlungen. Ich fand ihn äußerst intelligent konstruiert, sodass man zwar mitermitteln kann, aber nicht zu früh auf den Täter gestoßen wird.

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Rezensionen von Claudia H.:

Loving German Lassie

Brewing Tension von Stevie Jo

Worum es geht:

Nachdem Charlotte spontan ihren Job gekündigt hat und ihr auch noch der Vermieter wegen Eigenbedarf die Kündigung überreicht hat, kommt das Angebot, einem Pub bei der Umgestaltung zu helfen, gerade richtig. Problem dabei ist nur, der Pub ist in Schottland und die Besitzerin Caitlin weiß gar nicht, dass sie engagiert wurde.

Caitlin, der auch noch die örtliche Brauerei gehört, mag es gar nicht, wenn man sich in ihre Angelegenheiten einmischt. Deshalb wäre es Caitlin auch ganz lieb, wenn Charlotte so schnell wie möglich, wieder verschwindet. Doch die ist zäher als es auf den ersten Blick erscheint. Mehr und mehr ist Caitlin von Charlotte fasziniert.

Mein Fazit:

Dies ist der Debütroman von Stevie Jo und er hat mir sehr gut gefallen. Ich mag ihren Schreibstil und ihre Leichtigkeit. Die beiden Protagonistinnen sind mir gleich ans Herz gewachsen. Dabei finde ich, wurden auch die übrigen Dorfbewohner sehr liebevoll beschrieben. Ich habe sofort Lust auf Schottland bekommen. Zwischendurch fand ich es dann doch manchmal ein wenig langatmig, wobei es allerdings auch ein paar nette spicy Szenen gab. Ich hatte jedenfalls ein paar schöne Lesestunden. Bitte mehr davon liebe Stevie.

Deshalb gibt es von mir auch eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 4 sehr gute Sterne.

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Rezensionen von nanu?!:

Familienbande

Tom Tauber - Ratte der Lüfte von Hannah Schenk

Die Rattenfamilie aus Haus Nummer 12 staunt nicht schlecht, als ihnen ein Taubenküken samt Nest quasi vor die Füße fällt.
Das Küken ist völlig hilflos und ganz allein, da bleibt der Familie gar nichts anderes übrig, als das Vogelbaby zu adoptieren.
Tom, wie sie das Kleine bald nennen, wächst gut behütet und liebevoll bei den Ratten auf, aber bald merkt er, dass er irgendwie anders ist.

Eines Morgens hüpft er vor lauter Neugierde, und weil er Antworten auf seine Fragen sucht, aus dem Kellerfenster von Haus Nummer 12 und entdeckt eine völlig neue Welt.

Was für ein fabelhaftes Bilderbuch ich hier vor mich liegen habe.
Ganz besonders schön finde ich die Ratten und wie die beiden Macherinnen es auf wenige Seiten schaffen, den einzelnen Tieren verschiedene Charaktere einzuhauchen, sodass man sie auch auf den Bildern ganz leicht unterscheiden kann.
Ob es jetzt die kleine Lotte ist, der knurrige, fluchende Opa Theo, der sehr kluge Töffel oder auch die Rattenmama Rita, ich finde sie alle ganz zauberhaft gelungen.
Überhaupt finde ich die Bilder ziemlich gut. Es gibt viele Details zu entdecken und besonders die Behausung der Ratten, ist sehr liebevoll gestaltet worden.
Benutzt wurden erst gedecktere Farben, was auch logisch ist, befinden wir uns anfangs ja meist im dunklen Keller. Umso lebendiger erscheinen da die Farben, als Toms Abenteuer am helllichten Tage beginnt.

Das Buch hat die perfekte Länge zum Vorlesen. Die Seiten sind sehr dick und robust.
Der Text ist nicht zu kompliziert, aber auch nicht zu kindlich. Die Geschichte ist aufregend und spannend.
Der Verlag empfiehlt das Buch allen Kindern ab 4, was ich ganz okay finde. Es ist nicht schlimm, wenn man nicht sofort alles beim ersten Mal Lesen versteht.
Das Hauptthema der Geschichte ist das Gefühl der Zugehörigkeit und das man auch an zwei verschiedenen Orten Heimat finden kann. Auch dann, wenn man ganz anders, als die anderen ist.
Gleichzeitig wird aber auch über das harte Los der Stadttauben aufgeklärt. Warum sie fast überall verjagt werden und eigentlich nichts für ihre unglückliche Situation können.

Der CalmeMara-Verlag unterstützt soziale Projekte und mit dem Kauf dieses Buches, unterstützt der Käufer speziell den Deutschen Tierschutzbund, der sich um Stadttauben kümmert.
Außerdem werden alle Bücher aus dem Verlag vegan und ausschließlich in Deutschland hergestellt.

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Rezensionen von Tara:

Frisch, frech & völlig absurd

Die Känguru-Rebellion,6 Audio-CD von Marc-Uwe Kling

„Die Känguru-Rebellion“ ist bereits der fünfte Teil mit dem Känguru und dem Kleinkünstler Marc-Uwe des Autors Marc-Uwe Kling. Vorwissen aus den vorherigen Büchern ist nicht notwendig.

Dieses Mal ruft das Känguru zur Rebellion auf. Es rebelliert gegen die Zustände und sucht Mitstreiter. Marc-Uwe ist dabei.

Die beiden betrachten die aktuelle Weltlage sehr detailliert und finden eine Menge, wogegen sich rebellieren lässt. Das passiert auch dieses Mal wieder auf eine äußerst unterhaltsame und humorvolle Art und Weise, da kein Blatt vor den Mund genommen wird.
Die derzeitige weltpolitische Lage und die in Deutschland eignen sich aber auch leider nur zu gut, um sie prüfend zu hinterfragen.
Das Känguru und sein Mitbewohner sind kritisch und zeigen dabei Haltung.

Das Buch ist satirisch und widmet sich zahlreichen aktuellen Themen wie u.A. dem Klimawandel, soziale Ungleichheit und Digitalisierung. Auch vor unseren Politikern machen die beiden keinen Halt.
Allerdings hatte ich den Eindruck hatte, dass das Känguru inzwischen ein wenig gemäßigter geworden ist als in den vorherigen Büchern. Diese waren aus der Ich-Perspektive des Kleinkünstlers Marc-Uwe geschrieben und auch hier gibt es etwas Neues. Das Känguru schlüpft zwischendurch in die Erzählerrolle.

Der Autor liest sein Buch selbst und gibt jedem seiner Charaktere eine einzigartige, unverkennbare Stimme.

Obwohl ich viel gelacht habe, hat mich das Buch auch zum Nachdenken gebracht, da so viel Absurdes und gleichzeitig Wahres angesprochen wird.

Wer über Kritik an der derzeitigen weltpolitischen Lage lachen kann, der dürfte mit diese Hörbuch seinen Spaß haben.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Eine scheinbar kleine Entscheidung und ihre Folgen

Die Namen von Florence Knapp

Cora ist gerade zum zweiten Mal Mutter geworden. Sie hat schon eine neunjährige Tochter, Maia, doch diesmal ist es ein Junge, der ersehnte Stammhalter für ihren Mann Gordon. Dieser ist ein erfolgreicher, charismatischer Hausarzt aus alter, stolzer Ärztefamilie, in der es selbstverständlich ist, dass an den ersten Sohn immer der Name "Gordon" weitergegeben werden muss.

Nun steht Cora kurz vor der Entscheidung, zum Standesamt zu gehen und den Namen des Säuglings eintragen zu lassen. Doch sie zögert... denn nicht nur würde sie dem Baby gerne einen eigenen Namen mitgeben, verbindet sie außerdem mittlerweile viel Ungutes mit dem Namen "Gordon", denn ihr nach außen so liebevoll wirkender Mann ist ein geschickter Manipulator und brutaler Schläger, der sie von allen anderen Menschen in ihrem Leben isoliert, ihr immer mehr Freiheiten nimmt, sie beschimpft, demütigt und brutal misshandelt. Diesen Namen soll ihr Sohn nicht tragen, doch wird sie es schaffen, sich anders zu entscheiden, und was wird daraus resultieren?

Das Buch besteht aus drei alternativen Handlungssträngen: in einem davon wagt es Cora nicht, gegen den Willen ihres Mannes zu handeln, und der Junge wird Gordon heißen. In einem weiteren nennt sie auf Anregung der großen Schwester des Babys den Jungen "Bear" und hofft, dass er damit verbunden stark, aber auch kuschelig, herzlich und liebevoll werden würde. Im dritten Szenario schließlich bekommt er den Namen "Julian", was für Himmelsvater steht, und Cora versucht, ihrem Mann das als Würdigung seiner Position als Vater zu verkaufen.

In der Klappenbeschreibung ist angekündigt, dass es in dem Buch darum gehe, wie ein Name einen Menschen prägt, doch es geht um so viel mehr als das. Nicht nur die Namen unterscheiden sich, auch die Lebenswege der Kinder werden drastisch verschieden sein, denn der Vater Gordon reagiert jeweils unterschiedlich auf die Namensgebung und das hat Konsequenzen für das weitere Leben. Es werden jeweils wechselnde Episoden aus dem Leben der Familie in verschiedenen, voranschreitenden Zeitepochen beschrieben, im Abstand von ungefähr sieben Jahren, von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart.

Ich habe dieses Buch geliebt und in kürzester Zeit verschlungen! Es ist äußerst spannend geschrieben und man will unbedingt wissen, wie es mit der Familie weitergeht, bangt und zittert mit den Kindern und deren Mutter und ist neugierig auf ihre weitere Entwicklung. Die Charaktere sind detailliert und authentisch ausgearbeitet und die Gewaltdynamik in der Beziehung ist anschaulich beschrieben - auf eine durchaus drastische Art und Weise, auf die man beim Lesen vorbereitet sein sollte. Das Buch ist also nichts für Menschen, die Beschreibungen schlimmer Gewalt nicht gut aushalten können.

Dennoch ist zum Glück die Handlung nicht nur davon getragen, sondern es gibt auch viele schöne Begegnungen zwischen Menschen und es ist generell sehr interessant, die Figuren in den verschiedenen Szenarien über diese Zeit zu verfolgen. Dabei schafft das Buch eine gute Balance zwischen Tiefgründigkeit und Spannung. Insgesamt ist es ein sehr starkes Debüt einer begabten Autorin, von der ich sehr gerne noch weitere Bücher lesen würde!

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Rezensionen von Gute_Laune:

Die Suche nach dem Manuskript und der Wahrheit

Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller

Nach einer Party zum Erscheinen seines neuen Romans ist der Schriftsteller Marceau Miller verschwunden. Seine Frau Sarah sucht ihn vergeblich. Dann wird er tot am Fuß einer Felswand gefunden. Alle, auch die Polizei, glauben an einen Unfall, da Marceau immer ohne Sicherung kletterte. Doch Sarah spürt, dass mehr dahinter steckt und macht sich auf eigene Spurensuche, denn auch das Manuskript seines letzten Buches ist verschwunden und scheint der Schlüssel zu allem zu sein.

Dabei findet sie Dinge heraus, die alles Bisherige infrage stellen.

Dieser Spannungsroman ist clever aufgebaut. Nicht nur, dass der mutmaßliche Autor dieses Buches der Autor des Buches im Roman ist, sondern auch die Erzählstränge. Immer wieder kommt Marceau selbst zu Wort. So erfährt man Dinge, die bisher verdeckt und geheim waren, wird dennoch noch mehr auf die Folter gespannt und an die Story gefesselt. Den zweiten Strang erzählt seine Frau Sarah, sodass man mit ihr fühlt und empfindet, sie auf der Suche begleitet und ihre Gedanken teilt. Was so nach und nach herauskommt, ist beängstigend. Sarah kann sich nichts und niemand mehr sicher sein. Ihre komplette Existenz ist bedroht. Sie weiß nicht mehr, wem sie tatsächlich vertrauen kann. Jede weitere Entdeckung lässt sie mehr verzweifeln. Mit dem Knall am Ende hätte niemand gerechnet.

Die Figuren sind klar und lebhaft gezeichnet. Man kann sie sich prima vorstellen. Ob sympathisch oder nicht, sie alle sind stimmig und realistisch dargestellt. Die Handlung ist ebenfalls logisch und realistisch, wenn auch an einigen Stellen natürlich nicht gerade alltäglich. Die Wendungen sind klug und sehr überraschend. Sie führen die Geschichte immer wieder in neue Richtungen und lassen am Ende mit offenem Mund staunend zurück. Sehr unterhaltsam, spannend und fesselnd!

Ich mag es sehr, wenn zwei Sprecher eingesetzt werden, wenn es zwei Erzählstränge gibt. Noch dazu machen Marlen Ulonska und Johannes Quester ihren Job mehr als nur gut. Sie passen zu den Figuren und der Story wie Faust auf Auge. Ich habe mich von ihnen problemlos ans Setting entführen lassen können und bin in die Geschichte komplett eingetaucht. Für diese großartige Unterhaltung durch Autor und Sprecher gebe ich gern die vollen fünf Sterne.

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Rezensionen von Julchentim:

Leise, intensiv und bleibt im Kopf

Real Americans von Rachel Khong

Ich habe Real Americans von Rachel Khong gelesen und war am Ende echt überrascht, wie sehr mich das Buch doch gepackt hat.

Am Anfang wusste ich nicht so ganz, wohin die Geschichte will, aber genau das hat es dann irgendwie besonders gemacht. Die verschiedenen Perspektiven von Lily, Nick und Mei haben sich für mich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Vor allem Lily ist mir richtig nah gegangen. Ich wollte sie oft einfach nur in den Arm nehmen und fest drücken.
Nick tat mir an vielen Stellen leid, weil er so zwischen allem steht und versucht, seinen Platz zu finden. Und Mei bringt nochmal eine ganz andere und überraschende Tiefe rein, auch wenn ihr Teil für mich stellenweise etwas schwerer zu greifen war.

Das Buch ist eher ruhig erzählt, aber genau das hat bei mir sehr gut funktioniert. Es passiert nicht ständig etwas Großes, aber die Gedanken und Gefühle der Figuren tragen die ganze Geschichte über das Buch hinweg. Man merkt auch, dass hier Themen wie Familie, Herkunft und Identität eine große Rolle spielen.

Ein kleiner Punkt, der mich manchmal rausgebracht hat, war dieser wissenschaftliche Aspekt im Hintergrund. Der war wichtig für die Story, aber nicht immer leicht zu verstehen.

Trotzdem, die Art wie alles zusammenkommt und wie sich mein Blick auf die Figuren immer wieder verändert hat, fand ich richtig gut. Das ist so ein Buch, über das man noch länger nachdenkt.

Für mich starke 4 Sterne.

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Rezensionen von rewareni:

Die zweite Chance nutzen

Zweimal Karma und zurück von Christiane Köhn-Ladenburger

Cathy und Anne lernen sich zufällig in Indien kennen, wo sie in einer Palmblatt Bibliothek mehr über ihr zukünftiges Schicksal erfahren. Das, was sie dabei zu hören bekommen, wirft beide aus der Bahn und zurück in Deutschland beginnt jede auf ihre Art sich gegen die Vorhersage zu stellen.
,,2 x Karma und zurück“ lässt den Leser in eine besondere Welt eintauchen, die geprägt ist von Spiritualität, Karma und Vorhersagen.

Da die Autorin Christiane Köhn-Ladenburger selbst in Indien war und sich ihr Palmblatt lesen hat lassen, konnte sie die Geschichte dem Leser intensiver näher bringen.
Zu Beginn konnte ich schwer der Handlung folgen, da beide Protagonistinnen ähnliche Familienverhältnisse und daraus resultierenden Probleme hatten. Beide Frauen arbeiten und bringen das Geld nach Hause, beide haben dadurch wenig Zeit für ihre Familie und um ihre Ehen steht es auch nicht gut. Erst mit der Zeit, als sich beide in eine andere Richtung entwickeln, war es leichter der Geschichte zu folgen.
Die Frage stellt sich dabei immer wieder, ob oder wie weit ist man dazu bereit, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Dass man dabei oft Wege gehen muss die unbekannt sind oder man auf etwas verzichten muss, damit etwas Neues entstehen kann, kommt dabei gut zur Geltung.
Es gibt zwar viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht verstehen kann, aber in der Geschichte waren mir manchmal zu vielen Szenen die mir zu spirituell waren. So konnte z.b Shari, eine Freundin von Anne , bei einer Meditation ,,sehen“, dass es Anne bei ihrer Wanderung gut geht, oder Shari in Trance mit der Stimme von Annes Vater sprechen.
Den Protagonistinnen werden zwar immer wieder Steine in den Weg gelegt, aber irgendwie schaffen sie es doch, diese aus den Weg zu räumen, um am Ende mit dem, was sie erreichen wollten, glücklich zu sein.

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