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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gute_Laune:

Leise, aber gewaltig

Tage am Fluss von Jochen Mariss

Erlengrunds Fähre wird für die Fährfrau Sara Harmsen und einem verletzten jungen Mann namens Leon zu einem Schicksalsort. Sara ist bereit, Leon Unterschlupf zu bieten, wenn er ihr dafür in ihrem Garten, mit den Tieren, dem Stall und dem Haus hilft. Sie nähern sich einander immer mehr an. Doch dann drohen die Ereignisse die fragile Welt der beiden zu überrollen.

Jochen Mariss lässt den Leser oder Zuhörer die Gedanken der beiden Protagonisten wissen. So lernt man sie nach und nach immer besser kennen. Beide haben ihre Sorgen und Probleme, die sie tief in sich hineingefressen haben. Nur langsam merken beide, dass sie gemeinsam einfach doppelt so stark sind und sich gegenseitig gut tun. Die Probleme des Wassermangels, durch das der Brunnen leer ist und die Fähre nicht mehr fahren kann, sowie der Kampf gegen den Bau der Brücke sind die offensichtlichen Schwierigkeiten, doch es gibt auch weniger sichtbare Probleme. Für Leon ist der Schutz der Umwelt ein besonders großes Thema. Saras Lebensweise gefällt ihm trotz all der Arbeit sehr.

Der Autor erzählt eine Geschichte, die bewegt und aufrüttelt. Es gibt viele ruhige Phasen, aber auch dramatische Einschläge. Das ist exakt, wie im wahren, richtigen Leben. Ohne moralischen Zeigefinger hat er eine wichtige Aussage und Botschaft ins Buch gepackt. Man kann nicht anders, als nachzudenken und selbst ein wenig im eigenen Leben zu ändern.

Die Figuren sind mit wenigen Worten so gut beschrieben, dass ich sie alle bestens vor Augen hatte und sofort erkennen würde, würden sie lebendig werden und in meinem kleinen Dorf an mir vorbeigehen. Viele kleine Szenen gingen mir direkt ins Herz. Mariss hat unwissentlich ein paar Triggerpunkte bei mir gefunden. Darüber bin ich nicht böse, sondern tatsächlich dankbar. Das Ende lässt viel Raum für eigene Interpretation, ist offen, aber stimmig.

Kein Wohlfühlbuch! Aber ein Buch, das dazu auffordert, das Richtige zu tun. Mag ich! Auch die Stimmen von Heike Warmuth und Nils Kretschmer passen perfekt. Alles stimmig, alles realistisch, alles ohne rosarote Brille. Fünf Sterne!

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Rezensionen von Karin_50:

Ein wunderschöner und kurzweiliger Legespaß für die ganze Familie

Hüter des Schatzes von Reiner Knizia

Dieses Legespiel ist eine wunderbare Bereicherung für unsere gemeinsamen Nachmittage. Es eignet sich hervorragend, um es in gemütlicher Runde mit den Enkelkindern zu spielen, sorgt aber genauso gut bei einem Treffen mit Freundinnen für tolle Unterhaltung. Uns hat das Spiel ab der ersten Minute begeistert.

Der Aufbau des Spiels ist denkbar einfach und geht erfreulich schnell. Jede Person bekommt einen eigenen Spielplan, der den Drachenhort darstellt, und ein Set aus bunten Plättchen. Die Spielanleitung ist übersichtlich gestaltet und die Regeln sind im Handumdrehen verstanden. Das verhindert lange Wartezeiten, was besonders beim Spielen mit jüngeren Kindern ein großer Vorteil ist.
Die Spielmechanik hat mir besonders gut gefallen. Da alle Spieler immer gleichzeitig denselben Schatz heraussuchen und auf ihrem Plan ablegen müssen, entsteht eine wunderbare Dynamik. Niemand muss untätig herumsitzen und warten, bis er an der Reihe ist. Das Sortieren der Schätze in die verschiedenen Bereiche, die durch die kleinen Lavaspalten vorgegeben sind, erfordert einiges an Voraussicht und ein kluges Köpfchen. Man muss gut überlegen, wie man die Gegenstände dreht und platziert, damit sich die unterschiedlichen Schätze am Ende nicht gegenseitig blockieren. Das Spiel bleibt dadurch bis zum Schluss spannend und bietet eine tolle Mischung aus Logik und Unterhaltung.
Die Gestaltung des Spiels ist ein absoluter Hingucker. Die Zeichnungen des Drachenauges auf der Schachtel und die bunten Schatzplättchen mit Gold, Edelsteinen und Schwertern sind sehr liebevoll und detailreich gearbeitet. Das Thema mit dem chaotischen Drachenhort wurde wirklich gelungen umgesetzt. Die Karten und Pläne sind zudem stabil und die Symbole so klar gezeichnet, dass alles sehr gut zu erkennen und zu handhaben ist.
Für mich ist es das ideale Familienspiel, da es Jung und Alt an einen Tisch bringt und nach einer kurzen Runde von etwa zwanzig Minuten eigentlich immer sofort die nächste Partie gefordert wird. Ich kann das Spiel für fröhliche und gemeinsame Stunden sehr empfehlen.

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Rezensionen von liesmal:

Wandern und Meer

LONELY PLANET Bildband Legendäre Küstenwanderungen in Europa von

Wandern und dabei das Meer nicht aus dem Blick verlieren, das klingt wie ein Traum.
Der Bildband von lonely planet zeigt unterschiedliche Küsten Europas. „Die schönsten Strecken von den Shetlands bis Sardinien“ heißt es in der Unterzeile. Das ist nicht übertrieben, wenn ich daran denke, mit welcher Begeisterung ich immer wieder in dem Buch versinke.

40 Küstenwanderwege werden vorgestellt, ihre Besonderheiten hervorgehoben und mit zum Teil großformatigen Fotos beeindruckend dargestellt. Die Reportagen sind überaus interessant zu lesen und wecken die Lust, die eine oder andere Strecke mal selbst zu begehen. Da sind die Hinweise gut, die auf den Schwierigkeitsgrad einer Wanderung zum Beispiel in Bezug auf Streckenlänge und Höhenunterschied hinweisen.
Jeder Wanderweg beginnt mit dem Umriss des Landes und dem Standort. Eine Grafik zeigt den Wegeverlauf mit verschiedenen Stationen. Außerdem gefällt mir die jeweilige Übersicht mit Angabe von Start und Ziel, Länge und Dauer. Es gibt Vorschläge für die Anreise und Tipps für die beste Jahreszeit, um sich auf den Weg zu machen. Besonderheiten findet man unter dem Stichwort „Gut zu wissen“. Wer mehr wissen möchte, kann auf die vorgeschlagenen Links zugreifen.
Das Buch ist einfach großartig, von mir bereits mit vielen Textmarkern versehen und außerdem bietet es immer wieder Lesens- und Sehenswertes.
Abenteuer, Wandern und Meer: Wer darauf Lust hat, sollte um dieses Buch keinen Bogen machen. Sehr empfehlenswert!

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Rezensionen von Katrin:

Smells like Teen Spirit

Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher

Das Cover zeigt die beiden Hauptprotagonistinnen Issa und Grace in einem eher comicartigen Stil, es ist nicht zu aufdringlich, fällt aber definitiv auf.
Mit etwas mehr als 180 Seiten ist der Roman doch eher kurz gehalten.

Story:

Grace und Issa besuchen ein Gymnasium der sogenannten "Rich Kids".

So wie die beiden Mädchen, gibt es dennoch viele weitere Kinder alleinerziehender Mütter in ihrer Klasse. Jede mit eigenen Problemen.
Während die Mutter von Issa mit Geld nicht umgehen kann, trägt Graces Mutter jeden Cent zusammen und ist sparsam.
Beide Mädchen stehen plötzlich vor Problemen:
Issa wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Mutter die letzte Klassenfahrt nicht bezahlt hatte und nun entschieden werden soll, ob es die anderen Eltern übernehmen werden. Grace wuchsen quasi über Nacht riesige Brüste, sie hat Schmerzen und will diese einfach nur loswerden, koste es was es wolle.
Im weiteren Verlauf wird die Freundschaft der Beiden auf die Probe gestellt, doch irgendwann merkt Issa, nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern gemeinsam Probleme meistern, ist viel einfacher.

Fazit:
Der Schreibstil von Daniela Dröscher gefällt mir wirklich gut, allerdings ist die Story etwas eigenwillig. Ich denke es sollte das Denken eines Teenagers widerspiegeln, denn Jeder weiß wohl selbst am besten, damals wollte man alles alleine und sofort regeln. Als es Issa dann bewusst wurde, dass man, wenn man an einem gemeinsamen Strang zieht oft schneller ans Ziel kommt, gefiel mir. Das ganze Tittenproblem war allerdings nichts für mich.
Der Roman selbst ist ganz ok, allerdings kann ich ihn nicht wirklich weiterempfehlen.

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Rezensionen von KersG:

Small-Town-Romance Deluxe

Mistakes were Made von Lucy Score

Ich liebe den Humor der Autorin. Das Buch hat mich immer wieder zum Schmunzeln und Lachen gebracht. Und trotzdem hat die Story ordentlich Tiefgang. Außerdem viel Gefühl und Emotionen. Die perfekte Mischung.
Leider hat es sich für mich im Mittelteil etwas in die Länge gezogen. Zum Ende hin nahm die Geschichte dann wieder Fahrt auf und es wurde noch mal richtig spannend.

Story Lake ist so eine richtig typische Kleinstadt. Gerüchte und Neuigkeiten verbreiten sich in Windeseile und jeder kennt jeden.
Ich habe Band 1 der Reihe nicht gelesen, bin aber trotzdem sehr gut in die Geschichte hineingekommen und konnte dem Ganzen gut folgen. Band 1 steht aber jetzt auf jeden Fall auf meiner Wunschliste.
Die Story rund um Gage und Zoey hat mir richtig gut gefallen. Er sucht die Frau fürs Leben und sie lässt sich eigentlich nur auf One Night Stands ein. Aber wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an. Der Schlagabtausch zwischen den beiden ist einfach genial. Ihre hitzigen Wortgefechte haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Und trotzdem ist da diese Anziehung zwischen den beiden, die von Anfang an spürbar ist.
Eine tolle Story mit viel Humor und Tiefgang.

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Rezensionen von marli_04:

Kuschelige Gute-Nacht-Geschichte voller Wärme

Gute Nacht, Zoo von Sophie Schoenwald

„Gute Nacht, Zoo“ ist für mich ein richtig zauberhaftes Einschlafbuch, das ich sehr gerne mit meinem kleinen Cousin gelesen habe. Der kleine Igel Ignaz und seine Freunde machen es leicht, den Tag sanft ausklingen zu lassen. Auf jeder Seite dürfen wir die Tiere begleiten, wie sie nach und nach ins Traumland wandern, ob Faultier, Elefant oder Nilpferd.

Die Texte sind angenehm kurz, leicht vorzulesen und genau auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt. Besonders schön finde ich, dass die Geschichte nicht aufregt, sondern behutsam zur Ruhe führt.

Die Illustrationen sind einfach wunderschön, detailreich, farblich harmonisch und zugleich kindgerecht gestaltet. Jede Szene strahlt Wärme und Geborgenheit aus und lädt dazu ein, gemeinsam still zu werden.

Auch das Cover ist freundlich und einladend, es weckt sofort Lust auf das gemeinsame Lesen.

Für mich ist es ein rundum gelungenes Gute-Nacht-Buch, das Nähe vermittelt und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Rezensionen von Snookie:

Konnte mich leider nicht abholen

The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

In "The Witch in the dead of Night" geht es um die Hexe Finn, die zunächst als Dienstmädchen arbeitet. Als sie eines Nachts alleine unterwegs ist, wird sie überfallen. Der Vampirkönig kommt ihr zur Hilfe. Nachdem er erfahren hat, dass sie eine Hexe ist, möchte er sie im königlichen Rat haben.

Dafür muss sie ihre Fähigkeiten trainieren. 

Das Buch hat mich durch das Cover sehr angesprochen. Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich mir erhofft mal wieder eine neu interpretierte Vampirgeschichte zu lesen. Leider konnte dies meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Geschichte hatte zwar eine gute Atmosphäre, die gut zur Geschichte passt, jedoch konnte mich die Handlung weder packen, noch war es thematisch wirklich neu. Die Handlung war vorhersehbar und wenig Spannung wurde über das Buch hinweg aufgebaut. Außerdem hat sich die Geschichte teilweise ziemlich lange und unnötig gezogen. Leider hat mir auch die charakterliche Tiefe gefehlt und die Figuren blieben für mich emotional auf Distanz, sodass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte. 

Insgesamt ist es kein schlechtes Buch und Fans von düsterer Fantasy und Vampirgeschichten könnten durchaus auf ihre Kosten kommen. Für mich blieb jedoch einiges an Potenzial ungenutzt.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

berührend

In den Flügeln das Licht von Aidin Halimi

In den Flügeln das Licht von Aydin Halimi ist ein Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird – vor allem wegen seiner außergewöhnlich poetischen Sprache. Jeder Satz wirkt sorgfältig gewählt und verleiht der Erzählung eine besondere Intensität.

Ich habe das Buch an einem einzigen Tag gelesen, weil es mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.

Die autofiktionale Erzählweise verleiht der Geschichte eine große emotionale Wucht und lässt die geschilderten Erfahrungen besonders nah und authentisch wirken. Halimi schreibt über Familiengeschichte, Krieg und die Verbindungen zwischen Menschen. Dabei gelingt es ihm, Persönliches mit größeren historischen und gesellschaftlichen Fragen zu verknüpfen, ohne dabei an Feinfühligkeit zu verlieren. Gerade diese Verbindung aus poetischer Sprache und existenziellen Themen macht den Roman so eindringlich.

Mich hat die Geschichte tief berührt. In den Flügeln das Licht ist ein leises, aber kraftvolles Buch, das zeigt, wie Erinnerungen, Verlust und Liebe über Generationen hinweg nachwirken. Eine klare Empfehlung für alle, die literarische, sprachlich anspruchsvolle Romane schätzen.

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Rezensionen von yellowdog:

Merle, Katharina und Henri

Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau

Dabei waren wir uns immer so nah ist der Debütroman von Jette Kötschau, in der sie über die Freundschaft von drei Frauen schreibt.
Katharina, Merle und Henri haben viel gemeinsam, sind aber auch unterschiedliche Charaktere.
Für Merle, zum Beispiel, zählt ihr Dasein als junge Mutter im Moment am meisten, Katharina hat Probleme in der langjährigen Beziehung mit ihrem Freund Ole.

Und Henri ist die extrovertierteste unter ihnen.
Die Autorin setzt auf ein undramatisches Erzählen und thematisiert die alltäglichen Schwierigkeiten, die die Frauen haben, ohne Übertreibungen und ohne Pathos. Ihr Schreibstil ist dabei einfach und direkt gehalten. Es fehlt dabei aber leider auch an Raffinesse.
Auch hatte ich erwartet, dass die Brüche in den Freundschaften mehr gezeigt werden. Streckenweise fehlt es an Spannung.
Vielleicht gewinnt das Buch, wenn man sich mit den Figuren identifizieren kann.

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Rezensionen von Snookie:

Düstere, märchenhafte Erzählung mit Luft nach oben

Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth

„Im Bann des Erlkönigs“ dreht sich alles um Zora. Sie sieht Wesen, die für andere Menschen unsichtbar sind. Eine Fee sucht sie auf, da sie Hilfe braucht und Zora soll sie zurück in die magische Welt bringen. Auf ihrem Weg taucht Zora in eine Welt voller alter Magie, gefährlicher Wesen und dunklen Geheimnissen ein.

Zunächst einmal hat mich direkt das Cover und der Farbschnitt angesprochen. Angezogen wurde ich aber noch mehr vom Titel. Der erste Gedanke bei Erlkönig ist natürlich das Gedicht von Goethe und ich war gespannt auf die Interpretation dieser Figur im Buch. Das Buch bietet eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und die Welt wirkt geheimnisvoll.

Das Buch beginnt direkt in der Handlung, was ich ansich einen guten Einstieg finde. Allerdings wurden gleich viele Wesen eingeführt ohne das man die Welt und die Zusammenhänge kennt. Auch im Verlaufe des Buches habe ich das Gefühl das viele Aspekte der Welt und ihrer Regeln recht vage sind und ich Zusammenhänge teilweise nur schwierig verstehen konnte. Gerade bei der Magie und den Hintergründen hätte ich mir mehr Erklärungen und Details gewünscht. Für mich gab es ab und an auch ein paar Logiklücken.

Den Schreibstil empfand ich am Anfang auch ein bisschen schwierig, da ich immer wieder aus dem Lesefluss kam, dies hat sich aber ab circa der Hälfte deutlich gebessert. Der Schreibstil war allerdings sehr bildhaft, wodurch man gut in die märchenhafte, dunkle Fantasy Welt eintauchen und sich alles sehr gut vorstellen konnte. Leider empfande ich auch das Erzähltempo schwierig. An manchen Stellen wurde alles recht langsam erzählt, wodurch die Handlung immer wieder ins Stocken geriet. An Stellen, wo ich mir mehr Tiefe und Beschreibung gewünscht hätte, war das Erzähltempo dann wieder zu schnell.

Auch die romantische Beziehung zwischen Zora und Kilian konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Entwicklung der Gefühle wirkte auf mich nicht immer nachvollziehbar und hätte an dieser Stelle mehr Raum vertragen können um die emotionale Wirkung noch stärker zu entfalten.

Die Figuren ansich empfand ich als sehr positiv. Zora ist für mich eine starke Protagonistin, die mutig und sympathisch ist. Die anderen Charaktere bringen sehr unterschiedliche Facetten in die Geschichte ein. Eine Entwicklung der Charaktere ist spürbar und diese wirken auch authentisch für mich. Auch die Dynamik der Charaktere zueinander empfand ich als gut gelungen.

Insgesamt ist „Im Bann des Erlkönigs“ für mich ein solides Fantasybuch mit einer spannenden Grundidee, einer gelungenen Atmosphäre und interessanten Charakteren. Leider wurde meiner Meinung nach das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft.

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