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Rezensionen von Martina Schmidt:

Keine Mutsch

Pina fällt aus von Vera Zischke

„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24



Inhalt:

Pina Luxen ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.

Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.



Cover:

Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.



Meine persönliche Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.



Fazit:

Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.

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Rezensionen von Martina Schmidt:

Keine Mutsch.

Pina fällt aus von Vera Zischke

„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24



Inhalt:

Pina Luxen ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.

Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.



Cover:

Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.



Meine persönliche Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.



Fazit:

Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

Rastlos

Ilaria von Gabriella Zalapì

Die Geschichte wird aus Sicht der 8jährigen Ilaria erzählt. Das Mädchen fährt mit ihrem Vater zwei Jahre lang durch Italien. Rastlos von einem Ort zum nächsten, damit sie von der Mutter des Kindes nicht gefunden werden können.
Was heißt es, niemals lange am selben Ort zu bleiben, nicht zur Schule zu gehen, keine Freundinnen zu haben?
Spannende, traurige Geschichte, die mir zu episodenhaft und zu wenig ausführlich erzählt wurde.

Für mich nicht eindringlich genug erzählt konnte mich diese Geschichte nicht wirklich berühren.

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Rezensionen von Martina Schmidt:

Keine Mutsch.

Pina fällt aus von Vera Zischke

„Er braucht sie nicht nur, weil sie ihn versorgt. Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in vertaubare Häppchen einteilt.“ S. 24



Inhalt:

Pina Luken ist Mutter eines erwachsenen Sohnes - Leo, 20, Autist. Sie kümmert sich alleine um ihn.

Nur für zwei Stunden pro Woche hat sie eine kleine Auszeit. Leo bleibt bei der Nachbarin, einer älteren Dame, für die Pina die Einkäufe erledigt. Leo hat 100 eigene Regeln wie der Tag verlaufen muss, damit er in seine Welt passt und diese Regeln kennt nur Pina. Als sie beim Einkauf mitten auf der Straße zusammenbricht, bricht auch eine Welt zusammen. Für Leo, dessen Mutsch fehlt und für Pina, die nicht weiß, wer sich um Leo kümmert und in seine Welt eintauchen kann.



Cover:

Das Cover ist gezeichnet und man sieht Pina, die sich nicht bewegen kann, wie man aus dem Titel schließen kann. Das Cover hat mich nicht angesprochen.



Meine persönliche Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort gefangen in der Geschichte. Ich habe auch einen beeinträchtigten Sohn und dieses Szenario ist meine schlimmste Vorstellung. Ich habe zwar ein gutes Unterstützungssystem und weiß, dass mein Sohn versorgt sein wird. Aber ich bin seine Welt und bricht die zusammen, bricht auch seine zusammen. Mein Sohn wird jetzt 17 und ich muss mich befassen mit der Situation wie es weiter geht mit ihm. Irgendwann steht auch das Thema Wohnen an der Tagesordnung und das bricht mir das Herz. Als ich das im Buch las, berührte mich es zutiefst. In der kurzen Zeit hat sich die Hausgemeinschaft sehr verändert. Zuerst wollte keiner vom anderen etwas wissen und zum Schluss halten sie zusammen, öffnen die Wohnungen und wollen Leo nicht mehr missen. Der Gedanke ihn in ein Wohnheim zu geben, zerreißt sie schier. Dieses Buch ist ungemein wichtig für Leute, die nichts mit dem Thema Behinderung zu tun haben und tut betroffenen Leuten gut.



Fazit:

Ein berührender Roman über den Struggle als Mutter eines beeinträchtigten Sohnes und die Veränderung der Menschen, wenn sie gerade ihn als eigenständige Person wahrnehmen.

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Rezensionen von Michaela:

Mit dem Herzen lesen!

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher

In 'Sie wollen uns erzählen', bringt uns Birgit Birnbacher, Ann und ihre besondere Familie näher. In einer sehr starken und feinsinnigen Sprache erzählt sie, wie Oz sich in der Schule schwertut, seine Mutter Ann versucht, ihm, ihrer Ehe bzw. ihrer Trennung, ihren Job und auch ihrer Mutter gerecht zu werden und dies obwohl auch sie mit sich und ihren Emotionen zu kämpfen hat.

Ich kann mich während des Lesens in fast jede Person hineinfühlen, Oz Angst und Verzweiflung, auch sein Versuchen, der Außenwelt gerecht zu werden, welche ihn nicht immer versteht. Anns Überforderung und auch ihrer Liebe zum Kind und auch zur Mutter Zäzilia kann ich mit jeder Zeile fühlen. Aber auch ihr Gefühl, des alleingelassen zu werden, von Personen, welche nur fordern, ohne zu geben bzw. sich entziehen, wenn es schwierig wird. Wobei ich durchaus auch verstehen kann, warum Nell einen anderen Weg geht, um ihr Glück zu finden. Mein Fazit wäre daher: Darauf einlassen, auch zwischen den Zeilen lesen und diesen besonderen Roman fühlen.

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Rezensionen von Philiene :

Schwere Zeiten

Tage des Wandels von Ulrike Renk

Das sechzehnte Jahrhundert war sicher keine einfache Zeit. Geprägt von Krieg und vielen anderen Wiedrigkeiten und doch mussten die Menschen ihr Leben leben.
Ulrike Renk erzählt vom Leben der einfachen Leute von dieser schweren Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Eva und Adam und die Menschen auf dem Hof Kamule.

Die Autorin erzählt vom Leben der einfachen Leute, sie erschafft ihre Welt mit einen Intensivität das ich beim Lesen jedes Bild direkt vor Augen hatte. Sie erzählt von echten Menschen die nicht perfekt sind, sondern menschlich. Genau das macht für mich diesen Roman zu etwas ganz besonderen. Ich habe gefühlt was Abam und Eva erlebten. Habe mit ihnen gelitten, gezittert, gehofft und die glücklichen Momente genossen.

Genauso beeindruckend ist die Recherche die hier betrieben wurde, denn die damaligen Zeit, das Leben, die Kriege , alles ist interessant und informativ festgehalten worden.

Das ganze ist zu einem Roman geworden der mich ganz tief in die damaligen Zeit eintauchen lassen hat und den ich sehr gerne gelesen habe.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

"Dorfleben"

Der Fährmann von Regina Denk

Atmosphärisch dicht führt uns dieses Buch in eine Zeit, die eigentlich noch nicht soo weit entfernt ist. Hat sich in den letzten 100 Jahren wirklich so viel verändert? Die Grundthemen, die unseren Alltag bestimmen, sind dieselben geblieben. Nämlich die Verpflichtungen anderen gegenüber, die Arbeit, die Brüchigkeit von Freundschaften und natürlich die Liebe.

Was auf den ersten Blick wie ein Heimatroman erscheint, entpuppt sich als vielschichtige Tragödie. Erzählt in einer eigenen, besonderen Sprache.
Das Buch ist wie ein Sog der einen mitreißt und nicht eher loslässt, als man an der letzten Seite angelangt ist.
Große Empfehlung!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wenn einer Frau der Zufall den Weg aus der Gefahrenzone zeigt

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Die Frau war mit der Freundin im Kino. Einmal im Monat macht sie das. Es scheint ihr einziger dauerhafter Sozialkontakt zu sein, neben ihrem Mann, mit dem sie seit über zehn Jahren verheiratet ist. Doch diesmal ist etwas anders als sonst. Sie fährt nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern lässt sich von den grünen Ampeln treiben, immer weiter weg.

Es ist keine wirklich bewusste Entscheidung, sie lässt sich einfach treiben und denkt ab und zu darüber nach, dass sie umkehren werde, sobald mal eine Ampel rot sein werde... doch es ist grüne Welle. Sie fährt auf die Autobahn auf und noch weiter weg. Sie lässt sich treiben, so ist sie es gewohnt. Entschlossen eigene Entscheidungen zu treffen, war vielleicht noch nie ihre Sache, vielleicht war sie schon immer der intuitive Typ, vielleicht hat sie in den letzten Jahren ihren Glauben an ihre Selbstwirksamkeit verloren...

Währenddessen wird der Mann zu Hause unruhig, schließlich ist er gewohnt, dass die Frau nach dem Kinobesuch mit der Freundin einmal im Monat direkt zu ihm nach Hause fährt. Er kontaktiert die Freundin der Frau, diese weiß auch nicht mehr. Die beiden reden darüber, ob etwas getan werden solle. Die Polizei solle nicht gerufen werden, wünscht der Mann. Und so schreitet die Nacht voran und dann bricht ein neuer Tag an und die Frau ist immer noch in ihrem Auto unterwegs.

Ich habe mich bemüht, diese kurze Zusammenfassung in einem ähnlichen Stil zu schreiben, in dem das Buch verfasst ist. Denn dieses besondere Buch lebt stark von der Art, wie es geschrieben ist. Es sind nicht Menschen mit konkreten Namen, mit denen wir zu tun haben, es sind "die Frau", "der Mann", "die Freundin der Frau" und später zwei Mädchen, die sie trifft: "die Große" und "die Kleine". Das macht schon deutlich, worum es in diesem Buch geht: nicht um konkrete Personen und Einzelschicksale, sondern um Muster und destruktive Beziehungsdynamiken von Gewalt in der Beziehung und damit einhergehender Isolation von anderen Menschen und Entfremdung von der Welt.

Auf ihrem Roadtrip lernen wir die Frau besser kennen und erfahren nach und nach mehr über sie. Früher war sie eine lebensfrohe junge Frau, sie hat auf der Kunsthochschule studiert und ist Künstlerin, doch dann hat sie den Mann kennen gelernt und in der Beziehung mit ihm ist ihre Welt immer kleiner und enger geworden. Auch körperliche Verletzungen sind an ihrem Körper zu entdecken. Und sie ist sehr ängstlich, fürchtet ständig, bei einem Stopp könne jemand die Autotüren aufreißen, weil die Verriegelung des alten Autos nicht mehr funktioniert. Dabei gibt es auf den ersten Anblick in der Umgebung, die sie durchfährt, kaum offensichtliche Gefahren... abgesehen von Wild, das plötzlich auf die Straße rennen könnte.

Wenn man näher hinschaut, ist dieses Buch voll von interessanter Symbolik, die sich an vielen Stellen zeigt und wiederholt. Dadurch wirkt das Buch insbesondere emotional sehr stark nach, was ich auch beim Verfassen dieser Rezension, mehr als eine Woche nach Beendigung der Lektüre, noch deutlich in mir spüre. Sobald ich wieder an dieses Buch denke, habe ich das Gefühl, wieder mit der Frau auf ihrem Roadtrip zu sein, ihre Beklemmung zu spüren, aber auch gemeinsam mit ihr auf ihre Befreiung aus ihrem unglücklichen Leben und der Gewaltbeziehung zu hoffen.

Nachdenklich macht das Buch auch über die destruktive Dynamik von Gewaltbeziehungen und darüber, wie schwer es ist, aus diesen auszubrechen - auch deshalb, weil die Täter ihre Opfer sozial isolieren und deren Selbstwert systematisch zerstören. Ob der Frau das am Ende gelingen wird, beantwortet dieses Buch nicht abschließend, das muss es auch nicht. Der größte Wert des Buches liegt darin, auf eindringliche Weise gerade durch die allgemein gehaltenen Charaktere und die eingebundene Symbolik für das Thema häuslicher Gewalt zu sensibilisieren. Es ist ein rundum gelungenes Werk, das ich allen, die tiefgründige Bücher mögen, in denen es einiges an zu entschlüsselnden Metaphern gibt, sehr empfehlen kann!

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Rezensionen von PMelittaM:

Ein guter erster Einblick in Oscar Wildes Leben, Werk und Charakter

Oscar Wilde - die Comic-Biografie von Tommaso Vitiello

Sowohl der Titel als auch das Cover haben mich neugierig gemacht. Eine Comicbiografie, wie wird das aussehen? Oscar Wilde, der nicht nur durch seine Werke,k sondern auch durch sein Leben interessant und unsterblich ist, und dann noch dieses wirklich schöne Cover, durch das man schon einen guten Eindruck des Künstlers bekommt.

Ja, das wollte ich unbedingt lesen.

Und nun ist es gelesen, und ich bin ein bisschen schlauer als vorher. Oscar erinnert sich rückblickend an seine Kindheit, während er im Rahmen seiner Vortragsreise in den USA an einer Pokerrunde teilnimmt. Hier erzählt er auch von der Frau, die er zu heiraten gedenkt. Wir erfahren sein Leben in verschiedenen Etappen, die wichtig für ihn waren, unter anderem wie es kam, dass er seine Geschichten verlegen ließ, wie er Alfred Douglas, genannt Bosie, kennenlernt, und schließlich der Prozess, der ihn ins Gefängnis bringt. Man bekommt neben Einblicken in sein Leben und Werk vor allem auch eine guten Eindruck von seinem Charakter.

Die Zeichnungen, speziell die der Charaktere, hätte ich mir einen Touch realistischer gewünscht, sie geben den Charakteren aber deutliche Eigenschaften mit, so dass immer klar ist, wer wer ist. Sehr gut hat mir gefallen, wie das Motiv der Sonnenblume, die man auch auf dem Cover entdecken kann, immer wieder aufgenommen wird. Am Ende der Geschichte findet sich eine Auflistung der Werke Oscar Wildes und der Werke über ihn.

Der Comicband ist gut geeignet, einen ersten Blick auf Oscar Wildes Leben, Charakter und Werk zu werfen, er regt an, weiter und tiefer einzutauchen.

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Rezensionen von Annabell95:

Sehr konstruiert

Doppelspiel von Arne Dahl; Jonas Moström

Nach seinem großen Erfolg steckt der Krimiautor Tom Borg mit seiner anhaltenden Schreibblockade in einer tiefen Krise. Auf der Suche nach neuer Inspiration landet er in einem dubiosen Club in Stockholm. Er wird dort Zeuge eines Mordes, der erschreckend genau dem Plot seines neuen, kaum begonnenen Romans entspricht.

Plötzlich gilt er selbst als Hauptverdächtiger. Während immer mehr Realitätselemente mit seiner Fiktion verschmelzen, gerät Tom in ein gefährliches Spiel, in dem unklar ist, wer die Kontrolle über die Geschichte hat – und warum Menschen sterben, die eigentlich nur in seinem Buch existieren sollten.

"Doppelspiel" ist der Auftakt in die Trilogie mit dem Krimiautor Tom Borg.

Die Handlung startet mit einem enormen Tempo. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel sowie ein flüssiger Schreibstil sorgen dafür, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Die Story wirkt dabei oft wie ein Actionfilm: rasant, laut, voller Fluchtmomente und überraschender Wendungen. Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik und Spannung aber so manch eine Szene wirkt sehr drüber. Einige Entwicklungen sind so konstruiert und unrealistisch, dass man sich hier mehrfach gefragt hat, ob die Logik hier bewusst zweitrangig war.

Viele der Figuren waren recht undurchsichtig, was auch zur Spannung beigetragen hat. Unbekannte Mächte ziehen Fäden, doch welches Spiel hier gespielt wird, bleibt lange unklar. Tom Borg, Hauptcharakter in der Story fand ich mit seinen Handlungen sehr naiv. Aber er wurde wahrscheinlich bewusst so dargestellt, dass die Story auch einen Sinn ergibt. Olivia, ebenfalls Hauptcharakter fand ich eher unsympathisch. Sie hat ihre Ecken und Kanten, was sie greifbar macht, aber sie handelt sehr impulsiv und kopflos. Ihre Handlungen sind schwer nachvollziehbar.

Die Auflösung fand ich recht eigenartig. Es war zu sehr an den Haaren herbeigezogen, wirkte auch wieder sehr konstruiert und es blieben noch relativ viele Fragen offen bzw. kamen neue hinzu. Man merkt, dass hier Raum für die Fortsetzung der Trilogie gelassen wurde.

Mein Fazit:
Es war fast wie in einem Actionfilm. Sehr rasante Handlung, aber es wirkte oft sehr überzogen und konstruiert. Ob ich Band 2 lese, bleibt offen. Perfekt für Fans rasanter, filmreifer Thriller. Wenn Realismus wichtig ist, könnte dieser Auftakt der Trilogie enttäuschen.

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