Kunden em pfehlungen
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Magisches Wohlfühlabenteuer mit ganz viel Charme
Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin
Das Cover ist richtig schön gestaltet und war auch ehrlich gesagt der Grund, warum ich mir das Buch näher angesehen habe. Auch der Farbschnitt und die Illustrationen im Inneren machen das Buch zu etwas Besonderem. Man merkt einfach, wie viel Liebe da reingesteckt wurde, und genau das zieht sich auch durch die ganze Geschichte.
Der Schreibstil von Ryan Graudin ist super angenehm zu lesen. Er ist locker, bildhaft und mit genau der richtigen Mischung aus Humor und Spannung.
Ich bin unglaublich schnell in die Geschichte reingekommen und hatte direkt das Gefühl, komplett in eine andere Welt einzutauchen. Besonders die Beschreibungen des Schlosses und all der magischen Details haben bei mir richtiges Kopfkino ausgelöst. Faye ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Sie ist mutig, ein bisschen rebellisch und gibt sich nicht mit dem zufrieden, was ihr vorgegeben wird. Gerade dieser Aspekt, dass sie sich nicht damit abfindet, dass Mädchen keine Magie wirken dürfen, macht sie zu einer starken und gleichzeitig sehr nahbaren Figur. Ich habe total gern mit ihr mitgefiebert und mochte, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt.
Auch die Nebenfiguren bringen richtig viel Leben in die Story. Vor allem die Dynamik mit dem Zauberer West sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente. Generell hat das Buch viele kleine, kreative Ideen, die es besonders machen. Magische Pflanzen, ungewöhnliche Wesen und ein Schloss, das voller Überraschungen steckt. Das alles fühlt sich total lebendig an und sorgt dafür, dass es nie langweilig wird.
Auch die Handlung hat mich überzeugt. Es gibt ein klares Ziel, worauf die Geschichte hinarbeitet, aber gleichzeitig gibt es auch genügend Wendungen und unerwartete Momente, die für Spannung sorgen. Besonders das Turnier bringt noch einmal richtig Dynamik rein und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Gleichzeitig verliert die Geschichte nie ihren warmen, fast märchenhaften Kern.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat, ist die Atmosphäre des Buches. Ich habe mich in der Welt von Faye immer wohlgefühlt, auch wenn zwischendurch Gefahren auf einen lauern. Auch das Ende hat mich insgesamt zufrieden zurückgelassen, da es stimmig ist, aber gleichzeitig neugierig genug macht, dass ich direkt weiterlesen möchte.
Fazit:
"Faye Fableheart" ist ein unglaublich liebevoll gestalteter, magischer Auftakt mit einer starken Protagonistin, einer fantasievollen Welt und ganz viel Charme. Für mich ein echtes Herzensbuch, das Spaß macht, verzaubert und einfach gute Laune hinterlässt.
5/5 Sterne
Rezensionen von Ryria:
Gefangen im Leben
Die Dinner Party von Viola Van de Sandt
Franca führt ein angenehmes Leben: Ihr Verlobter ist vermögend, sie planen ihre Hochzeit, sie muss nicht arbeiten gehen, nur für ein paar Gäste der Dinner Party kochen. Doch unter dem schönen Schein brodelt so einiges und ihr schickes Anwesen entpuppt sich mehr und mehr als goldener Käfig...
Dieses Buch ist alles andere als einfach.
Zwischendurch musste ich es immer wieder mal weglegen und das Ende auch erstmal eine Weile sacken lassen.
Dabei ist der Schreibstil teilweise schon fast wie ein Sog, besonders wenn sich die Geschehnisse immer weiter zuspitzen. Zwischendurch gab es für mich jedoch auch vereinzelt mal kleinere Abschnitte, die sich etwas gezogen haben.
Insgesamt ist die Geschichte aber sehr atmosphärisch und geht mit jeder Seite mehr unter die Haut. Die Beschreibungen des Geschehens wirken überwiegend schon fast alltäglich, aber trotzdem hat man die ganze Zeit so ein unangenehmes Gefühl, das Grauen versteckt sich zwischen den Zeilen, ähnlich wie in einem ruhigen Horrorfilm.
Die Autorin schafft es wunderbar, Francas mentale Verfassung durch kleinste Dinge vertieft darzustellen, von Beschreibungen der Küchengeräte hin zu teilweise fast verstörenden Szenen.
Berührende Gedanken und Situationen wechseln sich ab mit unangenehmen Schilderungen, immer besteht viel Raum für eigene Interpretationen.
Wirklich sympathisch war mir dabei keiner der Charaktere so wirklich, nur mit Franca habe ich später doch etwas mitgelitten. Die Charakterisierungen waren jedoch durchaus authentisch und man konnte sich die Personen alle sehr gut vorstellen.
Jeder trägt sein eigenes Päckchen mit sich rum, jeder spielt eine Rolle, und es ist erschreckend und befreiend zugleich zu lesen, wie sich das im Laufe des Abends immer weiter auflöst.
Manche kleineren Überraschungen fand ich gut gelungen, ein größerer Plottwist hat mich sehr überrascht, jedoch im Nachhinein irgendwie nicht so ganz überzeugen können.
Ein Buch voller wichtiger Themen, das einen nachdenklich und ein wenig aufgewühlt zurücklässt.
Rezensionen von Annabell95:
Verschwunden im Moor
Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann
Die 18‑jährigen Zwillinge Nike und Jana verschwinden spurlos im nebligen Moor. Trotz intensiver Suche findet man nur ihre Kamera. Kurz darauf tauchen plötzlich beunruhigende Videos von Jana auf TikTok auf. Kommissarin Malia Gold nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei auf ein Netz aus Lügen, das die eingeschworene Dorfgemeinschaft um jeden Preis schützen will.
Während sie versucht, die Mädchen zu finden, wird sie zudem gezwungen, sich den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen.
"Moorland - Die Zwillinge" ist der Auftakt in eine neue Thriller-Reihe mit der Kommissarin Malia Gold.
Der Einstieg in die Handlung erforderte ein wenig mehr Konzentrationsleistung, weil viele Figuren mit ihren Namen auf einmal auftauchen. Da musste man sich recht konzentrieren, um nicht durcheinanderzukommen. Nachdem sich aber alles gesetzt hat und man wusste wie man die Figur einzuordnen hat, entfaltet die Handlung ihre ganze Kraft. Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Diese sorgen dafür, dass man immer wieder neue Puzzleteile bekommt und gleichzeitig ständig neue Fragen auftauchen.
Durch den bildgewaltigen Schreibstil, der sich zudem wie gewohnt flüssig lesen lässt und einen ans Buch fesselt, wurde eine düstere und teilweise gruselige Atmosphäre geschaffen. Das Setting aus Nebel, Moor und nächtlichen, winterlichen Szenen schafft es das alles unheimlich wirkt. Man spürt beim Lesen förmlich die Kälte und die Feuchtigkeit.
Der Fall selbst ist clever aufgebaut. Es ist so voller Wendungen, falscher Fährten und Momente, in denen man sicher ist, die Lösung zu kennen, und dann im nächsten Moment doch wieder auf dem Holzweg zu sein. Die Cliffhanger am Ende vieler Kapitel verleiten einen dazu immer weiterzulesen und somit entwickelt sich eine Sogwirkung.
Sehr gut gelungen fand ich die Dialoge zwischen den einzelnen Figuren. Sie wirken so lebendig und authentisch, dass man das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Dadurch entsteht eine Nähe zu den Figuren und sie werden greifbarer.
Die Hauptprotagonistin Malia wirkt anfangs undurchsichtig, fast verschlossen, und man merkt schnell, dass sie ihre eigenen Geheimnisse mit sich herumträgt. Stück für Stück erfährt man mehr über ihre Vergangenheit und vor allem über das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter. Diese private Ebene verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und Spannung. Außerdem macht es neugierig auf die Fortsetzung der Reihe, weil alles geklärt ist noch nicht.
Mein Fazit:
Dieser Thriller konnte mich wieder absolut fesseln. Die unheimliche Atmosphäre und die vielen Cliffhänger, wo man denkt "nur noch ein Kapitel" haben dafür gesorgt, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ein absoulter Pageturner und natürlich ein MUSS zu lesen für alle Winkelmann-Fans.
Rezensionen von gabiliest:
Glanz, Intrigen und zwei Morde
Einigkeit und Recht und Rache von Wolfgang Ainetter
Mit “Einigkeit und Recht und Rache” hat der bekannte Autor Wolfgang Ainetter seinen zweiten Kriminalroman um den Ermittler André Heidergott vorgelegt. Als profunder Kenner nicht nur des politischen Berliner Parketts sondern auch der Medienlandschaft entwirft der Verfasser das Bild einer Gesellschaft der Reichen, Schönen und Mächtigen, in die der Ermittler Heidergott nicht recht passen will.
Als gebürtiger und eher bodenständiger Wiener bringt er nach Berlin den Wiener Charme- er wird immer gerne eingesetzt, wenn man etwas erreichen möchte- und den berühmten Wiener Schmäh mit.
Der Untertitel “Ein Kanzleramtskrimi” führt bereits mitten in eine prestigeträchtige Veranstaltung, den Bundespresseball. Natürlich nehmen nicht nur der Bundeskanzler Oskar Vergis, sondern auch weitere Regierungsmitglieder teil. Doch als der Champagner serviert wird, brechen Kanzler und Finanzminister zusammen- tot!
André ermittelt mit seiner Chefin Emily Schippmann nun in der besten Berliner Gesellschaft, wo kam das verwendete, aber ausgefallene Gift her und wer hätte ein Mordmotiv? Stecken politische Täter hinter diesem feigen Verbrechen oder ist es religiös motiviert? Die Nachforschungen gestalten sich schwierig, denn auch die größte Medienzarin des Landes, Maresa Röhn, verfolgt dabei eigene Interessen, eines davon ist die gnadenlose Selbstdarstellung. Ihren Zugang zur Macht verdankt sie vor allem ihrem milliardenschweren Ehemann Alexander, der seiner Frau in keiner Weise gewachsen ist. Und doch- man sagt ja, stille Wasser seien tief!
Besonders gut gezeichnet ist der Ermittler André Heidergott. Aus dem Wiener Arbeiterbezirk Ottakring gebürtig ist er ebenso überzeugter Sozialdemokrat wie auch AfD Gegner. Obwohl er ein altes Auto fährt und keinen gesteigerten Wert auf Luxus legt, genießt er doch den gehobenen Lebensstandard mit seiner Freundin Caro. So gibt es inmitten von politischen Intrigen, persönlichen Befindlichkeiten und Eitelkeiten eine schöne Liebesgeschichte.
Wolfgang Ainetter hat einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur die Aufklärung eines Verbrechens in den Vordergrund stellt, sondern die politische Elite aus der Zeit der Ampelregierung elegant persifliert. Obwohl die Protagonisten dieses Buches schon im Vorsatz eidesstattlich erklären, nicht zu existieren, trägt die Namensgebung der Figuren dazu bei, dass kaum Interpretationsspielraum bleibt, wen der Autor in seinem Buch porträtieren möchte. Aber natürlich ist alles frei erfunden, natürlich gilt für alle namentlich genannten oder nur angedeuteten Personen, wie man in Österreich vorsorglich sagen würde, die Unschuldsvermutung.
Wer dieses mit subtilem Humor und feiner Ironie geschriebene Buch lesen möchte, muss keineswegs ein Politprofi sein, aus den zahlreichen- natürlich erfundenen und witzigen Geschehnissen- erschließt sich auch für mäßig Interessierte ein Kosmos, aus dem hier ein Insider plaudert. Als Österreicherin freut es mich natürlich besonders, dass auch österreichische Prominente nicht vergessen werden, René Benko wird sogar namentlich erwähnt, schließlich verantwortet es die größte Pleite, die die Alpenrepublik je gesehen hat.
So hat Wolfgang Ainetter mit “Einigkeit und Recht und Rache” einen hervorragend konstruierten, kurzweiligen und spannenden Kriminalroman geschrieben, in dem er nicht nur die Ermittler, sondern auch die Lesenden genüsslich in die Irre führt. In kurzen Kapiteln werden die Lesenden direkt angesprochen und befinden sich plötzlich selbst im Zentrum der Macht. Auch das gelungene Cover des Buches signalisiert, dass hier nicht nur ernste Regierungsgeschäfte beschrieben werden, sondern dass auch das echte Leben in all seinen Facetten nicht zu kurz kommt. Die Stärke des Buches liegt jedoch in der Darstellung des Berliner Regierungsviertels, die sowohl ungläubiges Staunen wie herzhaftes Lachen herausfordert. “Einigkeit und Recht und Rache” bietet satirische Unterhaltung im besten Wortsinn und damit ein herrliches Lesevergnügen.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Leider enttäuscht
We Who Will Die von Stacia Stark
Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall. Man wird ohne große Einleitung in das Worldbuilding geschmissen und es gibt viele Begriffe, die einem anfangs nicht erklärt werden. Hier wäre ein Glossar sehr hilfreich gewesen. Selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, waren mir viele Dinge über die Sigillengezeichneten im Unklaren.
Was mich aber am meisten gestört hat, waren die vielen losen Enden. Jedes Mal, wenn sich ein neuer Plot entwickelt hat, kam der nächste und der vorherige geriet lange in Vergessenheit, erst auf den letzten 100 Seiten werden manche davon wieder aufgegriffen. Manche waren aber auch völlig sinnlos, da sie nicht weiter verfolgt worden sind. Für mich hat sich das Lesen angefühlt, als würde ich durch Reels oder kurz Videos scrollen, so schnell ist man von einer Szene zur nächsten gehüpft.
Auch die vielen Nebencharaktere haben mich überfordert. Ich habe irgendwann aus Neugier angefangen, mitzuzählen, wenn ein neuer Charakter aufgetreten ist, und ich bin auf ungefähr 64 Namen gekommen (Die Gottheiten habe ich nicht dazu gezählt). Die meisten werden in die Geschichte geworfen, ohne wirklich beschrieben zu werden, und haben auch nur einen kurzen Auftritt. Aber durch diese große Menge an Figuren habe ich einfach den Überblick verloren und ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen.
Arvelle ist mir durch ihre Liebe und Fürsorge zu ihren Brüdern sympathisch gewesen. Es dauert jedoch unglaublich lange, bis man einmal überhaupt ihren Namen erfährt und noch länger, um eine optische Beschreibung von ihr zu bekommen. Deshalb blieb sie lange Zeit eher blass.
Tiernon, der Maine Love Interest, hat bei mir nicht für Schmetterlinge gesorgt. Ich fand seine Art in vielen Bereichen super übergriffig und Besitzergreifend. Obwohl er lange Zeit nicht in Arvelles Leben war, nimmt er sich das Recht heraus, sie nach ihrer sexuellen Aktivität zu fragen, als er nicht bei ihr war.
Rorrik war der einzige Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man wird aus ihm nicht ganz schlau, ob er nun gut, böse oder etwas dazwischen ist. Die Dialoge und die Chemie zwischen ihm und Arvelle haben mir deutlich besser gefallen. Dennoch reicht das für mich nicht aus, das nächste Buch lesen zu wollen.
Fazit: Die Idee war vielversprechend. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich selbst nicht ganz sicher war, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Fantasy-Elemente und Charaktere wurden dann in die Geschichte geworfen, wenn sie gerade vonnöten waren, weshalb sich mir kein klar strukturiertes Weltbild gezeigt hat.
Rezensionen von KersG:
Auf ins Abenteur!
Der neue SPIEGEL-Bestseller: Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter
Ich habe schon lange kein Buch mehr innerhalb eines Tages ausgelesen. Aber dieses hier hat mich so gefesselt, dass ich es direkt in einem Rutsch gelesen habe.
Die Autorin schreibt so gefühlvoll und einfühlsam. Ich konnte mich so gut in Lena hineinversetzen. In ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Ihre Selbstzweifel, die sie immer wieder überkommen kenne ich selbst nur zu gut.
Man kann direkt spüren, was in Lena vorgeht. Wie es ihr geht und wie sie immer wieder mit sich hadert.
Unser Körper zeigt einfach, wenn es nicht mehr geht. Lena ist am Limit. Immer am arbeiten und planen. Ich finde es sehr mutig von ihr, dass sie sich auf diese Reise begibt. Dass sie sich auf den Weg nach Italien macht. Doch Berta sorgt schon dafür, dass ihre Pläne sich in Luft auflösen. Ein Bulli mit Charakter!
Einfach ein Traum diese Geschichte! Der lockere Schreibstil und die tiefgründige Botschaft dahinter.
So gut geschrieben und genau das was ich jetzt gebraucht habe. Es ist nicht nur eine Geschichte. Es ist so viel mehr! Dann noch dieses farbenfrohe Cover dazu und man ist direkt in Urlaubsstimmung.
Ich liebe dieses Buch und von mir gibt er hier eine ganz klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Novalie:
Zuckersüß
Good Spirits von B.K. Borison
Zuckersüß
Die Geschichte mit den drei Weihnachtsgeistern kennen wir wahrscheinlich alle. Aber was, wenn der Geist der vergangenen Weihnacht, ein heißer Typ namens Nolan ist und zu einer verpeilten, knuffigen jungen Frau geschickt wird, die auf den ersten Blick kein schlechter Mensch ist?
Wie konnte es dazu kommen? Ist es ein Fehler im System, oder hat die Antiquitätenhändlerin Harriet doch etwas zu verbergen?
Die Suche nach Antworten führt die beide tief in Ihre Vergangenheit.
Dazu kommt dann auch noch etwas Zeitstress, weil Weihnachten immer näher rückt. Doch umso näher sie der Wahrheit kommen, umso näher finden sie auch zueinander.
Ich bin ein riesiger Fan davon, bekannte Ideen neu aufzuarbeiten und finde, dass es hier sehr gut funktioniert hat. Die beiden Protas waren mir sehr sympathisch und zuckersüß. Manchmal wollte ich sie einfach nur schütteln, aber meistens war ich mit ihren Handlungen ganz zufrieden.
Die Geschichte war auch sehr gut lesbar und die Kapitellänge angenehm. Das Buch hatte ein paar Längen, die aber gut genutzt werden, damit sich beide Protas glaubwürdig weiterentwickeln können.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen (Pluspunkt für die Katze).
Es ist einfach eine richtig knuffige Geschichte, die man auch zu anderen Jahreszeiten gut lesen kann.
Rezensionen von brauneye29:
Hat was
Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel
Zum Inhalt:
Sophie meistert Schule und Studium mit links, jetzt macht sie ein langweiliges Praktikum. Sie weiß eigentlich gar nicht mehr, was sie eigentlich will und kauft im Internet für einen Spottpreis ein Haus in Ostdeutschland und lässt alles hinter sich. Aber was will sie eigentlich wirklich? Und wie soll sie die langen Tage eigentlich rumbringen?
Meine Meinung:
Was für ein schräges Buch.
Sophie mit ihrer Bruchbude ohne Strom, eigentlich gar nicht viel Geld und dennoch will sie was daraus machen. Und sie macht es auch, fängt einfach an, findet sogar einen Job, aber will sie das alles wirklich? Immer wieder kommt sie ins Grübeln, wozu sicher auch ihre Freundin beiträgt, aber am Ende des Tages kann nur Sophie selbst herausfinden, was sie wirklich will. Ob ihr das gelingt, wird natürlich nicht verraten. Ich habe das Buch gerne gelesen und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Wer mal was ganz anderes lesen will, ist hier gut aufgehoben.
Fazit:
Hat was
Rezensionen von Daggy:
Ungwöhnlich geschrieben, aber sehr lebensnah
Amokalarm von Uli Black
H.C., dessen Vorname nur aus diesen beiden Buchstaben besteht wird von seinen Lehrern nie so angesprochen, sondern immer mit seinem Nachnamen „Nachtnebel“. H.C. wird bald 16 und er ist ein durchschnittlicher Schüler nur in Mathe ist er ein Genie, so bezeichnet ihn auch sein Mathelehrer. Am liebsten spielt er Basketball mit einen Freunden Mateo, Julian und Linus, auch hier ist er sehr er ein echter Meister im Körbe werfen.
Er hat keine Geschwister und seine Eltern kümmern sich vielleicht etwas zu sehr um ihn, denn H.C. hat vor einiger Zeit einen Zusammenbruch erlitten als sein großes Idol der Basketballer Kobe Bryant bei einem Helikopterunfall ums Leben kam. Inzwischen finden er beim Tragen des Trikots von Kobe Trost und er zieht sich dann damit ihn sein Zimmer zurück. Als Keira in H.C. Klasse auftaucht, spürt er gleich eine besondere Anziehung, aber er traut sich nicht sie anzusprechen. So macht Keira den ersten Schritt. Als sie dann allerdings an seinem 16. Geburtstag auftaucht und er dadurch ohne Abmeldung den Tag mit ihr statt mit seinen Eltern verbringt, ändert sich sein Verhältnis zu seinen Eltern und zu seinen Freunden.
Die Geschichte wird aus der Sicht von H.C. erzählt, er lässt uns an seinen Ängsten und Hoffnungen teilhaben und so erfahren wir in kleinen Dosen, wie es dazu kommt, dass er die Lehrer in Raum 24 der Schule mit einer Bombe bedroht. Zunächst geht es um den normalen Schulalltag, um Basketball und die Mathestunde. Später um seine Gefühle für Keira und die neue Hoffnung, die er aus dieser Liebe schöpft.
Besonders der Zusammenbruch aufgrund des plötzlichen Todes seinen Idols wurde sehr eindringlich beschrieben. Erst im letzten Teil erfuhren wir von der Intrige, des H.C. zu seiner Tat veranlasst hat, bis dahin berichtet er auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen vom Geschehen, das ist am Anfang etwas verwirrend, aber im Laufe der Geschichte entwirrt sich denn alles. Auch an die Jugendsprache musst ich mich erst gewöhnen und ich kann nicht beurteilen, wie identisch sie ist.
Ein spannendes Buch über einen Jungen, der einen Verlust verarbeiten muss, seine erste Liebe erlebt und der aus seinem Erleben heraus eine schlimme Entscheidung trifft. Ungewöhnlich sensibel erzählt - mit Einblicken in eine verletzte junge Seele.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mir noch besser als Band 1 gefallen
Fables - Farm der Tiere von Bill Willingham
Nachdem ein Feind das Märchenland erobert hat, sind die Fabel- und Märchenwesen, die Fables, in die reale Welt geflohen. Alle, die menschlich aussehen oder sich entsprechend verwandeln können, haben eine neue Heimat in New York gefunden und nennen ihre Gemeinde Fabeltown, doch jene, die das nicht können, leben auf der Farm, einem abgeschiedenen und magisch geschützten Ort.
Snow White, die stellvertretende Bürgermeisterin von Fabeltown, schaut in regelmäßigen Abständen auf der Farm nach dem Rechten, dieses Mal begleitet von ihrer Schwester Rose Red, die nach den Ereignissen im vorherigen Band noch Buße tun muss. Angekommen auf der Farm, stellt Snow White schnell fest, dass Weyland Smith, der Verwalter, verschwunden ist, und dann gibt es auch noch einen Mord.
Das Thema dieses Bandes ist schon mit dem Titel klar, aber natürlich gibt es hier einige Besonderheiten, denn die Bewohner:innen sind hier nicht nur Schweine, Kühe und Hühner, sondern auch der Tiger Shere Khan, eine Bärenfamilie mit ihrer Ziehtochter Goldilock und weitere aus vielen Geschichte bekannte Wesen. Die Namenschreibung habe ich übrigens aus dem Comicband übernommen. Der Ort ist abgeschieden und wird doch Sabotage noch abgeschiedener, und die Schwestern sind auf sich alleine gestellt. Was auf der Farm los ist, wird relativ schnell geklärt, doch wie kann man dagegen ankommen?
Schon der erste Band der Reihe hat mir gut gefallen, ich mag sowohl die Zeichnungen mit dem Charme der 1950er und 1960er Jahre und den kräftigen Farben, als auch die Geschichten an sich. Auch im zweiten Band trifft man wieder viele bekannte Fabel- und Märchenwesen, die im Anhang noch einmal näher beleuchtet werden. Die Geschichte ist spannend und hat ein paar Überraschungen auf Lager. Gut gefallen hat mir auch das abgeschlossene Setting.
Im Anhang finden sich Cover-Skizzen und weitere Entwürfe, sowie das schon genannte Personenverzeichnis.
Band 2 der Comicreihe hat mir noch besser als Band 1 gefallen, Idee, Charaktere, Zeichnungen und Setting unterhalten mich gut, ich freue mich schon auf die weiteren Bände.











