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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sassy:

Spannend mit Luft nach oben

Insel der Ratten von Jo Nesbø

Die beiden Sprecher*innen haben sehr angenehme Stimmen. Sie helfen den verschiedenen Perspektiven besser zu folgen.
Die zwei verschiedene Zeitebenen fand ich im Hörbuch jedoch zu Beginn etwas schwer einzuordnen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies im Buch besser funktioniert.
Es handelt sich um eine Geschichte über die Folgen einer Pandemie und den Zusammbruch der gesellschaftlichen Ordnung.

Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird noch deutlicher.
Eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Moral in Zeiten, in denen es ums nackte Überleben geht.
Der Erzählstil ist spannend und temporeich. Für mich an manchen Stellen aber zu brutal.
Das Hörbuch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. So unwahrscheinlich ist das Gehörte wahrscheinlich nicht.
Aber so ganz gepackt hat es mich irgendwie nicht. Die Figuren blieben zu blass und das Gehörte war irgendwie nichts neues. Gefühlt in ähnlicher Form, vor allem in letzter Zeit, schon ein paar Mal erzählt.
Trotzdem eine Hörempfehlung für alle, die spannende Dystopie mögen und kein Problem mit Gewaltdarstellungen haben.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Eindrücklich

Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann


Ich finds so spannend, wie die Autorin über eine Zeit schreibt, die ich selbst nicht erlebt habe und nur aus Geschichtsbüchern kenne. Und natürlich liegt ihr Fokus ganz anders als der meines Schulunterrichts. Sie ist nicht nur live dabei, die Ereignisse in Russland und der Ukraine betreffen ihr Leben und das ihrer Bekannten unmittelbar.

Ich fands sehr gelungen wie Gegenwart und Vergangenheit hier verknüpft werden. Nicht nur durch ihre Freundin, sondern auch die eigenen Lebenserfahrungen und die Menschen, die sie trifft und das weltpolitische Geschehen an sich. Man sagt, Geschichte wiederholt sich. Liest man dieses Buch, scheint sich diese Aussage zu bewahrheiten. Dabei schreibt die Autorin sehr plastisch und nahbar, sodass ich einen guten Eindruck von Erlebten gewinnen konnte.

Ich mochte auch die kleinen, persönlichen Anekdoten, die zwischendrin immer wieder eingestreut waren.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Bitte mehr solcher Geschichten

Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau

Ich finde es so angenehm und erfrischend, dass auch Reue, Bereuen und das Sehnen nach leichteren, unbeschwerteren Zeiten hier seine Legitimität hat. Aber auch ein ehrlicher Blick auf Beziehungen und die unterschiedlichen Erwartungen an Beziehungen stehen im Fokus

Das Buch beleuchtet auf offene Art die Themen Freundschaft, Partnerschaft und Mutterschaft.

Und dass es eine Legitimität hat in der aktuellen Rolle und Situation eben auch mal keine vollständige Erfüllung zu finden. Hier wird nichts verklärend geschönt, es werden auch schwere, unangenehme Seiten gezeigt und Fragen nach dem Rollenbild aufheworfen

Mir gefällt der Gedanke, dass Freundschaft alles aushalten und überwinden kann, solange man nicht aufhört, aufeinander zuzugehen. Ich habe das Buch sehr genossen und irgendwie hat es auch was in mir geheilt. Man muss nicht den selben Zielen nachjagen, solange man Verständnis füreinander aufbringen kann.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand die Sprecherin absolut großartig. Sie hat so eine angenehme, ruhige Stimme und hat die Figuren gut erfasst. Ich hätte ihr noch ewig zuhören können. Für mich ein authentisches, ergreifendes Buch, das mir sehr nahegegangen ist. Bitte gerne mehr davon

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Rezensionen von fantasia:

Fantasievoll

Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Der Thienemann-Verlag ist ein Verlag, der es versteht, inhaltlich gute Bücher mit einem schönen Layout herauszubringen.
Über das einladende Cover kommt man über eine bunte Innenseite, die das Thema des Buches aufgreift und neugierig macht. Die Übersicht ist in einer Art gestaltet, die mir nicht so gefällt (Sätze, in denen mehr oder weniger etwas zum jeweiligen Kapitel ausgesagt wird, z.

B. „Uff das letzte Kapitel. Aber im Uhrenkeller ist nicht alles beim Alten.“)
Die Protagonistin Juli („wenn sie etwas beschloss, dann eigentlich für jetzt und sofort“, S.10) versucht zusammen mit Trim, einem Zeitgeist, die „Zeit wieder zum Laufen zu bringen. Dabei erhält sie weitere Unterstützung, um das Tun des Zauberers Allrich zu unterbinden, der für den Stillstand der Großen Uhr gesorgt hat. Und wie Zauberer so sind, verzaubert Allrich andere Menschen oder nimmt die Gestalt von anderen an - das bedeutet, einige spannende Situationen gilt es für Juli und ihre Freunde zu bestehen. Vergangen sind letztendlich fünf Minuten, aber für Juli dauerte das Abenteuer viel länger. Es gab immer wieder überraschende Situationen, was mir gut gefallen hat.
Auch die fantasievollen Figuren (z.B. ein Zeitgeist in Maikäferform, der Heuschobergeist oder Brückengeist) gefielen mir und v.a. die Idee, um die sich die Abenteuer ranken: der Stillstand der Zeit.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Perspektiven

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Diese Geschichte nagt an der Substanz, ist auf feinfühlige Art schmerzlich und gleichzeitig wirklich schön in ihrer Entwicklung. Es ist eine Geschichte von Familie, Schwesternschaft, Zusammenhalt und Freundschaft. Aber auch eine Art Entwicklungsroman, über Selbstfindung, Selbstakzeptanz und Selbstliebe.

Ich fand die Beziehung von Juna und Martha sehr lebendig ausgestaltet, die Reibungspunkte und Spannungen sind nachvollziehbar gewählt und beide Mädchen sind sehr plastisch und authentisch wiedergegeben. Diese verrückte Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein wird hier sehr atmosphärisch eingefangen und ich hab mich in ihren Streitigkeiten und den kleinen Kämpfen, die sie ausfechten durchaus wiedergefunden. Die wechselnden Perspektiven fand ich angeht zu lesen und ich fand sogar Marthas Sicht auf Jonas Krankheit fast spannender, als die von Juna selbst. Hier wird sehr gekonnt ein Bogen geschlagen.

Ich habe mit beiden Mädchen auf unterschiedliche Art mitgefühlt, den Schmerz und die Angst der beiden fand ich sehr nachvollziehbar dargestellt. Juni war in meinen Augen zwar etwas unnahbarer, aber ihre Erkrankung gibt der Geschichte eine interessante Facette, die mich total gepackt hat. Auch der Bezug zur Kunst war für mich etwas, was dem Gesamten Konstrukt einen schönen Rahmen gegeben hat, Relationen geschafften hat und letztlich auch die beiden Mädchen ein Stück weit wieder zusammenführt.

Die Geschichte beruht und regt zum Nachdenken an. Mochte ich gerne.

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Rezensionen von Brigitte :

"Kinderdorf"

Kinderdorf von Marina Camilla Hubmann

ist weit mehr als ein Buch – es ist ein erschütterndes Zeugnis einer Kindheit, die von Angst, Machtmissbrauch und tiefer seelischer Verletzung geprägt war. Marina Camilla Hubmann findet Worte für das Unsagbare und verleiht jenen eine Stimme, die viel zu lange schweigen mussten.

Selten hat mich ein Buch derart fassungslos zurückgelassen.

Mit jeder Seite wuchs meine Betroffenheit über das Leid, das Kindern zugefügt werden kann – ausgerechnet an einem Ort, der Schutz, Geborgenheit und Hoffnung hätte bieten sollen. Die Vorstellung, dass Kinder den Menschen ausgeliefert sind, denen sie eigentlich vertrauen sollten, ist kaum zu ertragen. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten.

Was mich besonders bewegt hat, war nicht nur das unfassbare Ausmaß des geschilderten Leids, sondern die unendliche Einsamkeit der betroffenen Kinder. Ihre Sehnsucht nach Liebe, Sicherheit und einem Menschen, der ihnen glaubt, hat mich tief berührt. Beim Lesen empfand ich eine große Empathie für jedes einzelne Kind, das lernen musste, in einer Welt zu überleben, in der Vertrauen missbraucht und Unschuld verletzt wurde.

Marina Camilla Hubmann schreibt nicht, um Mitleid zu erregen. Sie schreibt, um aufzuklären, zu erinnern und dafür zu sorgen, dass das Erlebte nicht in Vergessenheit gerät. Gerade diese Aufrichtigkeit verleiht dem Buch seine enorme Kraft. Es ist ein Werk, das schmerzt, das erschüttert und zugleich großen Respekt vor dem Mut der Autorin weckt, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen.

Kinderdorf ist keine leichte Lektüre – und das soll sie auch nicht sein. Es ist ein Buch, das aufrüttelt, betroffen macht und lange nachhallt. Ich habe es mit Tränen in den Augen und einem schweren Herzen beendet. Meine Fassungslosigkeit über das Schicksal dieser Kinder, meine tiefe Betroffenheit und mein Mitgefühl werden mich noch lange begleiten.

Dieses Buch sollte gelesen werden – nicht, weil es unterhält, sondern weil es erinnert, mahnt und denjenigen eine Stimme gibt, denen man viel zu lange nicht zugehört hat.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

war wild

Alles Liebe von Ronja von Rönne

Ich fand die Erzählart dieses Buches irgendwie besonders, es ist kein klassischer Roman. Es sind eher mehrere Kurzgeschichten in einer großen, rahmengebenden Storyline, manche Geschichten berühren einander direkt, andere hängen nur lose, thematisch zusammen.

Die Geschichten sind geprägt von Trauer und Verlust, von Liebe und Herzschmerz und von dem sich flüchten in alternative Realitäten.

Es stehen verschiedene zwischenmenschliche Beziehungen im Fokus der Geschichten, aber alle sind geprägt von einem Sehnen nach etwas, dass den Figuren scheinbar fehlt, von Neid und Selbstsucht.

Ich mag einfach wie Ronja schreibt und fast noch mehr mag ich, wie sie liest. Könnte ihr wirklich stundenlang zuhören. Habe das Hörbuch sehr genossen, Ronja liest ruhig, gefasst. Die Schicksale der Figuren werden angenehm neutral vertont, was dem Zuhörer Raum lässt sich darauf einzulassen, sich selbst zu positionieren.

Die Geschichten haben teilweise schon einen unterschwellig bösen Ton, sind teilweise sehr ungnädig mit den Mitmenschen der jeweiligen Protagonisten und gehen teilweise schon hart mit uns als Gesellschaft ins Gericht. Und trotzdem ist da auch eine unnahbare Schönheit, ein Streben nach Anerkennung, an das Gesehen werden.

Mich haben Männer in diesen Geschichten einfach ultra genervt. Vor allem die Geschichte von Christina und Fedor hab ich sehr gefühlt und hatte zwischendrin so eine richtige Wut im Bauch. Auch die letzte Geschichte hat mich total fertig gemacht. Ich hatte das Gefühl die Art der Lügen und Realitätsfluchten wurde von Geschichte zu Geschichte drastischer. Das Ende des Buches war für mich wie in ein Loch fallen, ein bisschen wie ein Schlag ins Gesicht.

Teilweise echt keine leichte Lektüre, aber klingt nach.

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Rezensionen von fantasia:

Fantasievoll

Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund


Der Thienemann-Verlag ist ein Verlag, der es versteht, inhaltlich gute Bücher mit einem schönen Layout herauszubringen.
Über das einladende Cover kommt man über eine bunte Innenseite, die das Thema des Buches aufgreift und neugierig macht. Die Übersicht ist in einer Art gestaltet, die mir nicht so gefällt (Sätze, in denen mehr oder weniger etwas zum jeweiligen Kapitel ausgesagt wird, z.

B. „Uff das letzte Kapitel. Aber im Uhrenkeller ist nicht alles beim Alten.“)
Die Protagonistin Juli („wenn sie etwas beschloss, dann eigentlich für jetzt und sofort“, S.10) versucht zusammen mit Trim, einem Zeitgeist, die „Zeit wieder zum Laufen zu bringen. Dabei erhält sie weitere Unterstützung, um das Tun des Zauberers Allrich zu unterbinden, der für den Stillstand der Großen Uhr gesorgt hat. Und wie Zauberer so sind, verzaubert Allrich andere Menschen oder nimmt die Gestalt von anderen an - das bedeutet, einige spannende Situationen gilt es für Juli und ihre Freunde zu bestehen. Vergangen sind letztendlich fünf Minuten, aber für Juli dauerte das Abenteuer viel länger. Es gab immer wieder überraschende Situationen, was mir gut gefallen hat.
Auch die fantasievollen Figuren (z.B. ein Zeitgeist in Maikäferform, der Heuschobergeist oder Brückengeist) gefielen mir und v.a. die Idee, um die sich die Abenteuer ranken: der Stillstand der Zeit.

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Rezensionen von morlin:

Bedrückende Spurensuche

Frieda von Geraldine Oetken

Als Geraldine Oetkens Großvater stirbt, wird auf dem Grabstein nicht nur sein Name eingraviert, sondern auch der von Frieda Helms, ihrer Urgroßtante. Doch wer war die Frau, von der in der Familie so wenig gesprochen wurde? Und warum hat sie kein eigenes Grab?
Die Autorin begibt sich auf die Suche nach Frieda, von der Sie nur die Eckdaten, geboren am 22.

Dezember 1881 in Wildeshausen, gestorben am 05.Februar 1941 im Kloster Blankenburg bei Oldenburg, kennt. Doch diese Daten reichen aus, um sich in Archiven durchzuwühlen.
Ich war beim Lesen überrascht, was mittlerweile alles zugänglich ist. Viele Archive wurden digitalisiert und infolge der vergangenen Zeit, sind nun auch Sperrfristen ausgelaufen. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen auf diese Reise in ihre Familiengeschichte begeben.
Es war auf jeden Fall eine spannende und lehrreiche Lesereise. Stilistisch eine Mischung aus Roman und Sachbuch. Für mich hat das wunderbar funktioniert. Ich liebe Bücher, die mich dazu anregen, selber Nachforschungen zu betreiben. Und genau so war es hier auch. Google und YouTube waren wie immer sehr hilfreich und haben mich beim Lesen begleitet.
Das Buch kann ich auch jeden Fall weiterempfehlen, wenn man sich für die jüngere Geschichte von Deutschland interessiert.

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Rezensionen von Odina:

Atemlose Spannung

Alles ihre Schuld von Andrea Mara

In „Alles ihre Schuld“ von Andrea Mara verschwindet Marissa Irvines vierjähriger Sohn Milo nach einem angeblichen Playdate spurlos. Die angegebene Adresse entpuppt sich als Falle und schnell kommen dunkle Geheimnisse und gefährliche Verdächtigungen ans Licht. Das Cover ist farbintensiv und ein echter Blickfang.

Es passt sehr gut zur spannungsgeladenen Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Ich war sofort in der Story gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten, die angenehme Kapitellänge und die Rückblenden in die Vergangenheit, die nach und nach neue Details offenbaren. Die Spannung ist von Anfang an hoch und bleibt es bis zum Schluss. Ich habe durchgehend mitgefiebert und mitgerätselt. Die Atmosphäre ist intensiv und beklemmend, dazu ist die Geschichte sehr wendungsreich und nie vorhersehbar. Mit Marissa habe ich sehr mitgefühlt, denn die Vorstellung, dass das eigene Kind verschwindet, ist einfach schrecklich. Auch Jennys Gefühl der Mitschuld wurde nachvollziehbar dargestellt. Das Ende hat mich komplett überrascht - damit hätte ich nicht gerechnet! Insgesamt hat mich dieser sehr gute Thriller definitiv überzeugt. Absolute Leseempfehlung!

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