Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Manosphere
Alpha-Boys von Aurel Mertz
Aurel Mertz kannte ich bisher vorrangig aus der Comedy Szene, umso interessanter fand ich zunächst die Thematik des Buches: Ein Blick in die Manosphere. Je mehr ich gelesen habe, desto klarer wird, dass es durchaus möglich ist, einen humoristischen und ernsten Blick auf dieses Thema zu vereinen. Mertz berichtet durchaus lakonisch, dennoch geprägt von Witz und Charme von eigenen Erlebnissen auf einer Rundreise durch die Manosphere.
Die einzelnen Kapitel sind kurzweilig und lassen sich flüssig lesen. Ich habe einige Ausschnitte aus dem Hörbuch (gelesen vom Autor selbst) gehört und tatsächlich kann dies helfen den Humor besser zu verstehen/wahrzunehmen. Beim reinen Lesen könnten humoristische Bilder an einigen Stellen misinterpretiert werden. In diesem Buch geben sich Humor und bitterer Ernst mehrfach die Klinke in die Hand, so dass es Aurel Mertz gelingt trotz gesellschaftskritischen Perspektiven zu unterhalten. An einigen Stellen konnten aufgrund eigener Erfahrungen tatsächlich Vorurteile abgebaut, an anderen Fassaden entlarvt werden. Diese Mischung liest sich unterhaltsam und ist meiner Meinung nach ein gutes Buch, um un diese Thematik einzusteigen. Eine ausführliche theoretische Untermauerung findet sich in diesem Buch nicht, wenngleich einige Querverweise gegeben werden.
"Alpha-Boys" ist für mich eine gelungene Perspektive auf Männlichkeit. Die persönlichen Erzählungen wirken authentisch und nahbar, zeitgleich hilft die spitze Humoristik eine gewisse Distanz herzustellen.
Rezensionen von gabiliest:
So wie du bist, so bist du richtig
Ferri von Gertraud Mesner; Beate Welsch
Die bekannten Autorinnen Gertraud Mesner und Beate Welsch haben mit “Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt” ein kluges und unterhaltsames Kinderbuch für Kinder ab vier Jahren vorgelegt. Das schöne Hardcover dieses großformatigen Bilderbuchs zeigt schon die Hauptfigur der Geschichte, den Fisch Ferri, der mit den anderen Meerestieren fröhlich herumschwimmt.
Aber plötzlich ist alles anders. Der fröhliche Ferri singt ein Lied, als der Rochen Rocho beginnt, ihn zu ärgern. Auch andere Meerestiere fangen an, Ferri zu verspotten, keine Hilfe ist in Sicht. Aus Spott werden Drohungen, je mehr Tiere bei diesem bösen Spiel mitmachen, desto lustiger finden sie es. Qualli, der der verzweifelte Ferri leid tut, versucht, ihm zu helfen, verschwindet aber schnell, als Rocho kommt und mit Gewalt droht. Ferri weiß nicht, was er falsch gemacht hat, aber er muss doch schuld sein, dass die anderen Tiere so garstig zu ihm sind. Zu Hause erzählt der traurige Ferri nichts, seine Eltern bemerken nichts von seinem Kummer. Das kann Wali, der kluge Wal, nicht mehr mit ansehen. Glücklicherweise weiß er Rat und kann helfen…
Mit diesem Kinderbuch haben Gertrud Mesner und Beate Welsch in kindgerechter Weise beschrieben, wie Mobbing beginnt und wie sich die Spirale der verbalen und körperlichen Gewalt immer weiter dreht. Das Opfer fühlt sich hilflos, zieht sich zurück und verändert seine Wesensart, aus dem fröhlichen Ferri wird der traurige Ferri. Oftmals übersieht das Umfeld, wie sich das Mobbingopfer fühlt und der Betroffene selbst will nicht über seine Situation sprechen.
Genau dieses Geschehen beschreibt auf gut verständliche Weise die Geschichte von Ferri. Unterstützt wird die Erzählung durch die ganzseitigen farbenfrohen, phantasievollen und ansprechenden Illustrationen von Antje Bohnstedt. Da bereits im Kindergarten, im Alter von ungefähr vier Jahren, die Kinder beginnen, Schimpfwörter lustig zu finden, aber oft nicht daran denken, dass dadurch andere Kinder, aber auch Erwachsene gekränkt werden, ist das Vorlesen dieses Buches die richtige Methode, schon mit jungen Kindern über Mobbing zu sprechen, seien sie Betroffene oder Mitläufer, die Spaß an Beleidigungen und Drohungen haben. Da die Situation von Erwachsenen oft nicht bemerkt wird, weil das Kind zu Hause nicht über seine hässlichen Erfahrungen spricht, ist es gut, wenn alle Personen, die sich um Kinder kümmern, achtsam sind, ob sich ein Kind verändert oder Kummer hat. Als Hilfestellung bieten die Autorinnen im Anschluss an die Geschichte einen Überblick darüber, was Mobbing bedeutet, seine Ausprägungen und Ursachen. Auch das weitere Vorgehen, wenn ein Kind zum Mobbingopfer wird, wird thematisiert.
So bietet “Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt” eine überzeugende Geschichte über Freundschaft und Mut, die Kinder dazu anregen soll, nicht zu schweigen, wenn sie von Mobbing betroffen sind. Auch das Selbstvertrauen der Kinder soll gestärkt werden, damit sie erkennen, dass es keine Schwäche ist, sich Hilfe zu holen. Andererseits ist es wichtig, dass auch schon kleine Kinder verstehen, dass es Grenzen im Umgang mit anderen Menschen gibt. Das Buch nimmt in eine phantastische Unterwasserwelt mit und besticht durch seine hochwertige Ausstattung und das dicke Papier, sodass auch noch Geschwisterkinder mit Ferri Freude haben werden.
Ich habe die Geschichte mit meinem vier Jahre alten Enkel gelesen, der Ferri mochte und von den bunten Bildern begeistert war. Für uns war es das richtige Buch zur richtigen Zeit, denn mein Enkel bringt aus dem Kindergarten gerade Schimpfworte nach Hause, auch auf dem Spielplatz in der Gruppe neigen die Kinder zu Spott. Mit Hilfe des Buches konnten wir gut darüber sprechen, was andere Kinder empfinden, wenn sie gekränkt und zum Außenseiter werden. Wir werden das Buch noch oft zur Hand nehmen, denn um ein grundlegendes Verständnis dafür zu schaffen, wie sich ein Mobbingopfer fühlt, braucht es Zeit und Geduld. Aber die Mühe lohnt sich, Ferri kann dabei sicher helfen. Daher können wir dieses gelungene Buch gerne weiterempfehlen und bewerten es mit fünf Sternen.
Rezensionen von Lesemama:
Emotionen und Liebe
Don't fall for her von J. Wilder
Zum Buch:
Mit sieben Jahren trifft Piper Lucas zum erstenmal. Elf Jahre später ist sie unglücklich in ihn verliebt, denn Lucas ist der beste Freund von Pipers großen Bruder Marcus und ein ungeschriebenes Gesetz verlangt, Finger weg von Marcus Schwester. Lucas und Piper fällt es sehr schwer und dann passiert ein schrecklicher Unfall
Meine Meinung:
Von Beginn an ist klar, worauf es hinausläuft, aber der Weg, der hat mich emotional ziemlich zerstört.
Marcus, ein Hockeytalent mit großer Zukunft verunglückt, Lucas und Jax, seine Freunde, sind ebenfalls Eishockeyspieler, alle drei haben eigentlich eine großw Zukunft vor sich, bis zu dem Unfall. Und Piper, die kleine Schwester steht plötzlich alleine da.
Eine unglaublich emotionale Story, die mich sehe berührt hat. Ich mochte das Gefühl zwischen Piepszwerg und Lucas, aber auch Jax konnte mich berühren, wobei seine Gefühle ein wenig ins hintertreffen gerieten, da wäre mehr drin gewesen. Ein paar Spicy Szenen weniger bzw. weniger ausschweifend und dafür mehr Tiefe in den Gefühlen hätten der Story gutgetan und für mehr Verständnis gesorgt, das hat mir ein wenig gefehlt. Ansonsten war es eine sehe berührende Geschichte über eine große Liebe.
Rezensionen von DoraLupin:
Ein krönender Abschluss!
Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen von Theresa Bell
Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Soh gelesen, er ist fast 10 Jahre alt und wir kennen natürlich auch die anderen beiden Teile der Reihe und waren begeistert! Es ist auch zu empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufeinander aufbauen und man außerdem die schöne Geschichte in ihrer Gesamtheit verpassen würde!
In diesem finalen Band geht es nun darum das die Tintenstadt Flohall am Rand des Untergangs steht: Ein eisiger Nebel verschlingt Licht, Bücher und ganze Häuser.
Sepia läuft die Zeit davon – sie muss ihre verschwundenen Tintenwesen-Freunde retten! Im verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit wagt Sepia mit Niki und Sanzio den Sprung durch ein verborgenes Portal – direkt in die sagenumwobene Welt von Flo, der legendären Heldin, die einst den Tintendrachen bezwang. Doch die Legende birgt ein düsteres Geheimnis: Ein uralter Fluch bedroht nicht nur Flohall, sondern alle Welten.
Mein Sohn und ich haben schon die ersten beiden Teile der Reihe geliebt und gleich nachdem wir mit dem Buch begonnen haben, wussten wir auch wieder warum :) Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes, sehr einfach und locker zu lesen, sodass auch Kinder wunderbar alles verstehen können, aber doch so mitreißend und spannend, dass auch Erwachsene ganz in den Bann gezogen werden! Besonders schön versteht es die Autorin auch die Städte und Länder dieser fantasievollen Welt zu beschreiben und diese zu etwas ganz besonderem zu machen, durch fulminate, fantastische Ideen! Es gibt stets etwas zu entdecken in diesem Buch und es wird einem niemals langweilig!
Die Story besticht einerseits durch Spannung und Nervenkitzel, egal ob Action oder Rätsel, es ist in diesem Buch immer etwas los, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt in der Gruppe werden groß geschrieben und wie das Trio aus Protagonisten zusammenarbeitet ist einfach schön zu lesen! Mein Sohn und ich haben wirklich in jeder freien Minute weiterlesen wollen und wir sind regelrecht durch die Seiten geflogen!
Das Ende des Buches ist ganz großartig und passt super zu dieser ganzen einzigartigen Trilogie! Immer wenn man denkt es geht nicht besser, legt die Autorin noch eine Schippe drauf und dies war der krönende Abschluss! Man blickt nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück, da das Buch großartig war aber eben auch ein Abschluss.
Fazit: Eine ganz wunderbare Trilogie, die man nur empfehlen kann. Der Abschlussband ist ganz besonders gelungen. Einer unserer absoluten Lieblingstrilogien des Genres!
Rezensionen von @beautybooks (Instagram):
Hat mich wirklich positiv überrascht!!
Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow von Jennifer Bright
Aurélie kehrt nach einiger Zeit an die angesehene Pure Grace Academy in Paris zurück, eine Schule, die ganz dem Ballett gewidmet ist. Der Anlass für ihre Rückkehr ist tragisch: Ihre Mutter, eine berühmte Tänzerin und wichtige Figur der Akademie, ist unter ungeklärten Umständen gestorben. Obwohl offiziell von einem Selbstmord ausgegangen wird, zweifelt Aurélie daran und möchte die Wahrheit herausfinden.
Wieder an der Academy angekommen, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Besonders die Begegnung mit Lucian, zu dem sie früher eine enge Verbindung hatte, sorgt für Spannungen. Während Aurélie beginnt, Fragen zu stellen und Nachforschungen anzustellen, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten. Hinter der eleganten und perfekten Fassade der Academy verbergen sich Geheimnisse, Machtspiele und ein enormer Leistungsdruck. Schritt für Schritt erkennt sie, dass der Tod ihrer Mutter möglicherweise mit diesen dunklen Strukturen zusammenhängt.
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Meine persönliche Meinung:
Ich durfte das Buch in einer gemeinsamen Leserunde auf @lovelybooks.de lesen. Der Klappentext hat mich sofort überzeugt und als ich die ersten Seiten zu lesen begonnen habe, habe ich schon gemerkt, dass das richtig gut werden kann. Und was soll ich sagen? Mich hat dieses Buch unglaublich überrascht. Ich habe es geliebt und verschlungen! Eine Story, mit tollen Wendungen und noch dazu so spannend vom Anfang bis zum Ende. Wer hier von einer seichten Geschichte spricht, liegt definitiv falsch. Charaktere, die ich sehr gerne mochte und jeder war auf seine Art und Weise so besonders. Die Auflösung, was es mit dem Tod von Aurelie's Mama auf sich hat, weiß man tatsächlich bis zum Schluss nicht. Die Autorin führt ihre Leser so richtig an der Nase herum, das natürlich auch für das Buch spricht. Eine Geschichte, in der so einiges nicht von Anfang an vorhersehbar ist und genau deswegen hat es mich so sehr überrascht. Ich freue mich riesig auf den 2. Band, der im September 2026 erscheinen wird.
Rezensionen von @beautybooks (Instagram):
Super spannend!
EDEN - Wenn das Sterben beginnt von Marc Elsberg
Ein Riesenkalmar attackiert in der Karibik vor den Augen vieler Touristen einen Walhai. Im Amazonas verdorrt der Boden. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Weltweit beginnt die Natur zu kippen. Der IT-Experte Piero Manzano hat ein neues KI-Programm entwickelt, jenes sofort Alarm schlägt und die Prognose ist eindeutig: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise.
Gemeinsam mit dem Influencer Linus Strand und der Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich. Mächtige Gegenspieler tun ab sofort alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während schon die nächste Naturkatastrophe auf sie zukommt. Nach und nach werden Geheimnisse über die Hintergründe des Projekts aufgedeckt. Es zeigt sich, dass neben wissenschaftlichen Zielen auch Macht und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen dem Wunsch nach einer besseren Welt und der Gefahr, Menschen gezielt zu manipulieren.
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Meine persönliche Meinung:
"Eden" ist ein ganz schöner Wälzer mit fast 800 Seiten, wie wir es von Marc Elsberg gewohnt sind. Gott sei dank sind seine Bücher immer so spannend, dass man im nu all diese Seiten durchgelesen hat. Bei diesem Buch hat mich sofort das Thema interessiert. Hier handelt es sich um eine etwas anspruchsvolleren Thriller, mit viele Daten und Fakten, die man sich alle überhaupt nicht merken kann. Da müsste man das Buch glaube ich nochmal lesen. Daten und Fakten, die gar nicht so uninteressant sind, mir aber manchmal ein wenig zu viel waren. Die Kapitel mit dem Influencer Linus und der Meeresbiologin Sarah haben mir am allerbesten gefallen. Mit den Kapitel, in denen die ganzen Minister aus den verschiedenen Ländern ihre Krisensitzungen abgehalten haben, habe ich mir eher schwer getan. Die konnten mich irgendwie nicht so richtig packen, obwohl diese natürlich wichtig für die Story waren. Den Schreibstil empfand ich als flüssig und richtig toll zum lesen. Die Spannung wird vom Anfang bis zum Ende des Buches durchgezogen. Ein realistisches Ende und wie wir wissen, stecken hinter Marc Elsbergs Geschichten immer ganz viel Wahrheit und Realität, die uns schon ganz bald selbst einholen könnten. Ich bewundere den Autor für seine Bücher, denn da steckt auf jeden Fall immer jede Menge Recherche dahinter. Für dieses Buch gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!
Rezensionen von Gute_Laune:
Humorvoll und trotzdem auch spannend!
Mallekatz von Kaspar Panizza
Kommissar Steinböck nimmt sich drei Monate Auszeit auf Mallorca, der ursprünglichen Heimat von der Katze Frau Merkel. Prompt findet die Katz im Nachbar-Bungalow eine Leiche. Der YouTuber hat eine Kugel im Kopf! Der diensthabende Comisario bittet Steinböck um Amtshilfe. Aus ists mit der Ruhe! Und weil es selten bei einer Leiche bleibt und Steinböcks Team ganz einfach das beste der Welt ist, lässt er Huong und Ilona einfliegen.
Gemeinsam werden sie auch diesen Fall lösen, das ist ja mal so sicher, wie die Butterbrezen oder Croissants!
Hach, es ist immer wieder so herrlich, auf die bekannten Protagonisten und auch die in jedem neuen Band neu dazukommenden Figuren zu treffen. Sofort ist man wieder drin, auch wenn schon wieder ein Jahr vergangen ist! Und diesmal ist es quasi das Jubiläum, denn dies ist der 10. Fall für Steinböck und sein Team!
Die Figuren entwickeln sich kontinuierlich weiter, aber nicht zu ruckartig, sondern schön hübsch gemütlich. Die Personen, die die Katz verstehen können, werden immer mehr und das hat sehr köstliche Nebeneffekte! Die Story entwickelt sich fast von allein. Damit kann man zwar fast schon mit der einen oder anderen Wendung rechnen, das nimmt aber kein bisschen den Spaß am Lesen.
Panizza hat ein ganz besonders schlimmes Thema, bei dem ein ähnlich gelagerter Fall durch die Presse ging, aufgegriffen. Er hat die Figuren etwas anders handeln lassen und die schrecklichen Ereignisse nicht zu ausführlich beschrieben. Das in einem an sich humorvollen Krimi unterzubringen, ist meiner Meinung nach sehr schwer und große Kunst.
Für mich ist Mallekatz nicht zuletzt deshalb ein ganz besonders empfehlenswerter Krimi. Ich gebe die vollen fünf Sterne und warte wieder gebannt auf den nächsten Band dieser außergewöhnlichen Reihe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Rezensionen von Astrid:
Ein intensives Leseerlebnis, das Geschichte greifbar macht und emotional berührt
Schwesternland von Katharina Fuchs
Der Roman ist eine bewegende und spannende Mischung aus Familiengeschichte, Zeitreise und Selbstfindung.
Im Mittelpunkt steht Antonia, die bei einem Familientreffen anlässlich des 100. Geburtstags ihrer Großmutter nicht nur mit Spannungen innerhalb der Familie konfrontiert wird, sondern auch durch ein Ahnengutachten beginnt, sich intensiv mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen.
Dabei entdeckt sie eine besondere Fähigkeit, die es ihr ermöglicht, in die Vergangenheit zu blicken und Geschichte ihrer Ahnin unmittelbar zu erleben.
Gekonnt werden zwei Zeitebenen – Gegenwart und Vergangenheit – verknüpft, was für eine lebendige, eindringliche Darstellung historischer Ereignisse sorgt. Die Härte des 17. Jahrhunderts Hugenotten gegenüber, ihrem Glauben wird herausgearbeitet. Die starken weiblichen Protagonistinnen tragen zentrale Botschaften wie Toleranz, Gleichberechtigung und zwischenmenschliches Verständnis in ihre Welten.
Wie gerne hätte ich noch weitergelesen (nach 478 Seiten ???? war aber Schluss), denn die historische Jeanne Beauvais hat es mir angetan.
Rezensionen von Chris:
Ein gefühlvoller Roman über alte Wunden und neue Nähe
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Ein wunderbar flüssig geschriebenes Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt – perfekt für den Urlaub. Besonders gut hat mir gefallen, wie greifbar die drei Hauptfiguren Britta, Pia und Martin beschrieben sind. Obwohl sie so unterschiedlich sind, spürt man ihre gemeinsame Vergangenheit und die emotionale Verbindung zwischen ihnen deutlich.
Die Atmosphäre der kleinen Stadt und die sommerlich-melancholische Stimmung sind sehr gelungen eingefangen. Allerdings war das „große Geheimnis“, das die Geschichte umgibt, für mich recht vorhersehbar, sodass der überraschende Moment am Ende ein wenig ausblieb.
Trotzdem ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein schönes, einfühlsames Buch über Freundschaft, Vergebung und die Macht gemeinsamer Erinnerungen – ideal für alle, die ruhige, emotional stimmige Geschichten mögen...
Rezensionen von nessabo:
Ein wichtiges Thema künstlerisch und mit hohem Anspruch umgesetzt
Paradise Beach von Dara Brexendorf
Das Thema Endometriose ist mir literarisch noch nie begegnet und das ist angesichts der Zahl der Betroffenen eine große Schande. Umso begeisterter habe ich auf „Paradise Beach“ geblickt, das sich dieser Thematik in Kombination mit einer queeren Coming-of-Age-Story annimmt.
So ganz warm geworden bin ich mit dem Werk aber leider nicht.
Ich würde den Sprach- und Erzählstil als eher kunstvoll beschreiben, was ich als Hürde beim Lesen empfinde. Die Autorin schwankt zwischen einer gegenwärtigen Perspektive, in der die Protagonistin nach einer Endo-OP und entsprechender Hormontherapie mit Schlafstörungen ziemlich isoliert in ihrer Wohnung liegt, und einer vergangenen, in welcher Ada sich an den Sommer ihrer ersten Menstruation erinnert.
Brexendorf hat ganz starke Passagen in diesen Roman eingebunden und übt deutliche Kritik - unter anderem an Medical Gaslighting („Alle Frauen haben solche Schmerzen“, „Sie steigern sich da in etwas hinein, gehen Sie mal spazieren“) und der männlichen Sexualisierung von jungen weiblichen Körpern. Dabei ist sie gar nicht einmal explizit, verwendet oft einen kindlichen und damit fast verharmlosenden Blick. Doch die Tragweite ist allen, denen ähnliche Erfahrungen eingeschrieben sind, wohl sehr bewusst. Ich habe so einige Szenen als gewaltige Donnerschläge empfunden, die nachhaltig in mir resoniert haben.
Die subtile Spannung der ersten, in diesem Fall queeren, Liebe ist ebenso spürbar wie die innere Einsamkeit der erwachsenen Ada nach ihrer OP. Sie versucht sich Satz um Satz auch wieder ein Stück weit mit ihrem Körper zu versöhnen.
Doch abseits dieser starken Elemente muss ich sagen, dass mir die Erzählform hier zu sehr über Inhalt und Emotionen gestellt wurde. Dadurch ist es zweifelsfrei ein besonderes Werk, in dem die Autorin etwas gewagt hat. Es hat mir aber damit auch nicht so wirklich ermöglicht, mich nachhaltig in die Protagonistin einzufühlen. Oft war sie mir zu distanziert und unverständlich. Ich hätte sehr gerne noch ein tieferes Verständnis für die Erkrankung bekommen und mehr über ihre Konsequenzen für die Betroffenen erfahren. Abgesehen von ein paar starken Eindrücken kann ich das für das gesamte Werk nicht behaupten.
Diese Side-Story rund um den Nachbarn fand ich außerdem zunehmend eigenartig und ihr Sinn hat sich mir nicht erschlossen, vor allem in Anbetracht ihres Endes. Den Schluss fand ich grundlegend gut gewählt, aber er kann meinen Gesamteindruck des Werkes nicht wirklich verbessern.
Damit bleibt es ein anspruchsvolles Werk über ein überaus wichtiges Thema, dem ich ein bisschen mehr sprachliche Zugänglichkeit sowie emotionale Nähe gewünscht hätte. Gerade für Menschen mit Freude an tendenziell poetischen Sprachstilen, die sich von der Masse abheben, ist dieses Debüt aber durchaus eine Empfehlung.











