Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Spechstunde beim Kinderarzt
Willkommen beim Kinderarzt von Sandra Grimm; Vitor Gatinho
Das Cover zeigt einen Arzt, der ein Kind, das seinen Bären im Arm hält, untersucht. Er lächelt freundlich und auch das Kind wirkt entspannt.
Das Buch beginnt mit einem Vorwort des als „Kid.Doc“ bekannten Dr. Vitor Gatinho. Dann sind wir direkt in der Praxis, in der uns Pauline an der Rezeption nett begrüßt.
Dann geht es in ein gut gefülltes Wartezimmer. Hier warten Kinder mit unterschiedlichen Anliegen mit ihren Eltern. Kein Kind ist in Begleitung seiner Oma. In einer Sprechblase gibt der Doktor Tipps für die Eltern. Theo wird aufgerufen und zunächst gewogen und gemessen, dazu muss er seine Kleidung bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der „Kid.Doc untersucht den Jungen dann, hört ihn ab, schaut in die Ohren und danach werden die Augen untersucht. Winkend verabschiedet sich Theo vom Kid.Doc. Danach beobachten wird was der Kid.Doc mit Nahla macht, die erkältet ist. Pablo kommt mit einer Schürfwunde und bekommt einen Verband. Danach wird geimpft und bei den Zwillingen Scharlach diagnostiziert.
Da der Text schon sehr lang ist, würde ich das Lesealter etwas höher ansetzen, wobei man mit jüngeren Kinder über die Bilder sprechen kann und so die Angst vor einem Besuch beim Kinderarzt verringern kann.
Dass immer wieder vom Kid.Doc die rede ist, statt von einem Kinderarzt gefällt mir nicht so gut. Evtl. hätte man ihm auch einen Namen geben können, was ich persönlicher gefunden hätte. Es ist wichtig, die Kinder auf beängstigende Situationen vorzubereiten und dazu kann dieses Pappbilderbuch beitragen.
Rezensionen von Daggy:
Witzige Gute-Nacht-Geschichte
Eine Kuh in meinem Bett von Daniel Fehr
Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da.
Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird. Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt.
Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.
Rezensionen von Daggy:
Die Angst ins Sprungbecken zu springen
Der Sprung von Joaquín Camp
Schon auf dem Cover ist das kleine Sprungbecken zu sehen, rundherum sehen wir Menschen und Tiere in Badekleidung. Eine Leiter geht am Rand so hoch, dass das Bild nicht reicht das Ende abzubilden.
„Ein mutiger Held“ steht auf dem Sprungbrett, wir sehen ihn zuerst nur auf dem Brett stehend, dann das Schwimmbad und den Mann ganz klein auf dem Brett.
Dann wechselt die Perspektive wieder und wir sehen aus der Sicht des Mannes seine Füße auf dem Brett. Jetz tauchen hinter ihm andere auf, die ihn drängeln zu springen. Er läuft an und bleibt wieder am Ende stehen, denn er macht sich Gedanken, was wohl im Wasser sein könnte. Das Bild zeigt uns Haie im Becken. „Die Zeit vergeht, doch unser tapferer Freund bewegt sich nicht.“ Inzwischen sehen wir schon Pflanzen zwischen seinen Füßen wachsen. Es wird dunkel und die Menschen hinter ihm verharren immer noch auf der Treppe, die anderen liegen schlafend um das Becken.
Die Bilder sehen sehr kindlich aus, wirken aber lebendig durch die wechselnden Perspektiven. Die Angst, die so ein Sprung in die Tiefe bei uns allen auslöst, wird hier sehr eindringlich und humorvoll beschrieben. Der Gag am Ende hat mir besonders gut gefallen.
Rezensionen von Daggy:
Humorvolle Geschichte mit überraschendem Ende
Ich bin der Stärkste im ganzen Land! von Mario Ramos
Schon auf dem Cover hat der Wolf eine Haltung, die ihn als Sieger als etwas Besonderes darstellt. Nachdem er sich satt gegessen hat, macht er sich auf den Weg in den Wald, er möchte gerne die Bestätigung dafür haben, dass er der Stärkste ist.
Zunächst trifft er auf eine kleinen Hasen, er spricht ihn freundlich an und der Hase bestätigt ihm, dass er der Stärkste im ganzen Land sei.
Rotkäppchen begegnet ihm als nächstes und auch sie bestätigt ihm, dass er der Stärkste sei. Auch die drei kleinen Schweinchen widersprechen ihm nicht, ebenso wenig, wie die sieben Zwerge. Erst ein „komischer kleiner Kröterich“ meint seine Mama sei die Stärkste im ganzen Land.
Da beweihräuchert sich der Wolf und sucht bei bekannten Märchenfiguren eine Bestätigung seiner Stärke. Wie schön ist es zu beobachten, wie er immer mehr angibt und erst das kleine grüne Tier widerspricht ihm (zu Recht!) In den Illustrationen erleben wir den Wolf, der mit seiner Körperhaltung ausdrückt, wie er sich fühlt.
Ein Pappbilderbuch über einen Angeber, der erkennen muss, dass es immer auch eine stärkere gibt. Zudem treffen wir auf Bekannte aus anderen Büchern, was ich sehr witzig finde.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Mischung zwischen Reiseführer und Campingurlaub
OTTO fährt los – Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Otto, so heißt der hell türkise Camper Van, der diesmal nach England reisen wird. Arthur, Freda und ihr Papa Martin tauchen bei Otto auf und er freut sich, dass ein neues Reise-Abenteuer beginnt.
Obwohl Otto etwas Angst hat durch den Eurotunnel nach England zu fahren, landen sie bald in London. Hier begegnet ihnen Sherlock Holmes, der einen Plätzchendieb sucht.
Nachdem Tante Lissy und ihren Hund Daisy zugestiegen sind, sitzen am Abend alle zusammen am Feuer und singen „We all live in a super-otto-van“. Am nächsten Morgen geht es früh nach Stonehenge, hier können sie beobachten, wie die Sonne mystisch durch die Steinsäulen scheint. Weiter geht es nach Cornwall ans Meer, dort essen sie Fish and Chips und wir werden gefragt, welche englischen Worte wir kennen. Hinten im Buch gibt es dazu eine kleine Auswahl an Worten. Nach einem Regentag führt der Weg von Otto und seinen Menschen nach Tintagel Castle, hier erfahren wir einiges über König Arthus. Vor einem netten Cottage nehmen dann alle den 5 o´clock-Tee und erfahren einiges über Scones.
Eine tolle Reise, die Otto da macht, ich bin ganz neidisch und würde auch gerne diese Tour machen. Diese Buch verbindet das Abenteuer mit einem Camper Van unterwegs zu sein mit einem kindgerechten Reiseführer. Hinzu kommt noch die Fantasie, die benötigt wird, Otto sprechend und reagierend in die Reise einzubinden. So wird er zu einem fühlenden Wesen, der immer wieder spannende Ideen einbringt.
Die schönen Illustrationen tragen dazu bei, uns die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und an den Unternehmungen auf diese Weise teilnehmen zu können.
Ich kann Ottos Reisen nur empfehlen, sie machen so viel Spaß und wir lernen so viel dabei.
Rezensionen von Daggy:
Humorvolles Warten auf Mama
Ich bin feeertig! von Arnold Hovart
Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Ko gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Ko sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es blieb still.
Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg in Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitz im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reis aus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen.
So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen als seine Mutter hereinkommt.
Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.
Rezensionen von Daggy:
Eine ungewöhnliche Freundschaft
Emil und die Bärin von Leonard Erlbruch
Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht.
Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald, da er sehr ängstlich ist, beschließt er nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit ihn ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht.
Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlichen Familie. Ein zauberhaftes voller Wärme.
Rezensionen von Ryria:
Rückkehr nach Japan
Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach
Das Buch knüpft direkt an den ersten Band an und so befinden wir uns zusammen mit Lucy wieder auf der japanischen Insel Soshima.
Im Laufe der Geschichte erfahren wir, wie es mit der Kamelienölmanufaktur, ihrer Freundin Lili, ihrer großen Liebe Finn und ihrer Familie in Frankreich weitergeht.
Diese Fortsetzung hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1 - natürlich waren die Charaktere diesmal schon etwas vertrauter, aber auch neue Personen konnten von sich überzeugen.
Die Insel wird mit jedem Kapitel lebendiger: Zusammen mit Lucy erkundet man die Natur und abgelegene Ecken, die wirklich schön beschrieben wurden, während man gleichzeitig aber auch immer mehr der Einwohner kennenlernt.
Jeder dort hat seine eigene Geschichte, besondere Stärken und eine eigene Rolle im großen Ganzen. Ich habe die kleinen Erzählungen über die Nebencharaktere genauso gerne verfolgt wie die Hauptgeschichte. Diese sind nicht immer perfekt ausgearbeitet, jedoch hat mich das nicht sonderlich gestört.
Wie schon im ersten Teil mochte ich die Einbindung der japanischen (und französischen) Kultur sehr. Man merkt hier richtig, dass die Autorin viel recherchiert und dafür mit Japanern zusammengearbeitet hat. Die Feinheiten der Kultur, der Sprache und des Zusammenlebens werden authentisch dargestellt und fügen sich perfekt in den Lesefluss ein. Obwohl ich mich bereits gut mit der Thematik auskenne, konnte ich trotzdem auch noch einiges dazulernen.
Auch empfand ich es als positiv, dass nicht immer alles ganz rund läuft und Lucy nicht auf magische Weise einfach so Erfolg hat. Probleme werden durch harte Arbeit und kluge Strategien gelöst, sodass man auch einen schönen Einblick in den Betrieb einer Manufaktur erhält.
Manchmal kommt der Zufall jedoch trotzdem noch zur Hilfe, allerdings hielt es sich hier noch so im Rahmen, dass man drüber hinweglesen kann - vor allem da es ja auch ein Wohlfühlbuch ist.
In diesem Sinne freue ich mich schon sehr auf den nächsten Band!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Originell
Yesteryear von Caro Claire Burke
Natalie Heller Mills ist Mutter, Ehefrau und Influencerin. Sie hat fünf Kindern, ist schwanger, lebt mit ihrem Mann auf einer Farm in Idaho samt Milchkuh und Hühnern und teilt ihr perfektes Leben mit ihren zahlreichen Followern auf Instagram. Natürlich sieht man dort nur das, was Natalie möchte und sie entscheidet, was die Öffentlichkeit über ihre Kinder erfährt.
Dabei strebt sie nach äußerster Perfektion.
Aber was würde passieren, wenn die Protagonistin nur auf sich gestellt wäre und ihr die helfenden Hände, die tagtäglich hinter den Kulissen zum Einsatz kommen fehlen würden?
Genau mit dieser Frage und sogar der Situation wird Natalie konfrontiert. Ihre Sichtweise ist interessant und ich bin ihren Gedankengängen gerne gefolgt.
Mich hat dieser Blick auf die Rolle der traditionellen Ehefrau ebenso schockiert wie amüsiert.
Der Roman ist wunderbar geschrieben, er zeigt die Schattenseiten des Mutterseins, lässt seine Leser hinter die Kulissen des Influencerdaseins blicken und ist dabei ebenso spannend wie fesselnd.
Ich habe noch kein ähnliches Buch gelesen. Die Kombination aus der aktuellen schnelllebigen Socialmediawelt mit dem Leben einer Tradewife, kulturellen und religiösen Werte verbunden mit Gesellschaftskritik ergeben ein einzigartiges Leseerlebnis. Ich habe es geliebt!
Rezensionen von Julia:
Wenn zwei Welten aufeinander treffen
Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick von Bente van der Meer
Was passiert, wenn man das Leben in der Münchner High Society gewohnt ist – und plötzlich vor dem Nichts steht? Genau das erleben Isabell, Clara und Lucas, als ihr Vater wegen Steuerbetrugs verhaftet wird und sämtliche Konten eingefroren werden. Der einzige Ausweg scheint ein Umzug zu Stine nach Deerhusen zu sein.
Doch das bringt gleich mehrere Probleme mit sich: Stine und Isabell hatten seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr, und Deerhusen liegt am anderen Ende Deutschlands – weit entfernt von ihrem bisherigen Leben.
Entsprechend holprig gestaltet sich der Start in die neue Realität, und auch das Zusammenleben ist alles andere als einfach. Nach und nach beginnen die drei jedoch, sich mit den veränderten Umständen zu arrangieren – wobei dieser Prozess nicht für alle gleich schnell oder leicht verläuft. Erzählt wird die Geschichte aus den wechselnden Ich-Perspektiven der vier Hauptcharaktere, was spannende Einblicke in ihre Gedanken und Entwicklungen ermöglicht.
Deerhusen selbst bedient dabei viele Klischees eines norddeutschen Dorfes – allerdings auf eine charmante und humorvolle Weise. Die Geschichte ist durchzogen von witzigen Momenten, schafft es aber gleichzeitig, auch nachdenkliche Töne anzuschlagen.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und lebendig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Lediglich das Erzähltempo empfand ich als etwas unausgewogen: Während sich die Geschichte zu Beginn noch etwas Zeit lässt, wirkt das Ende vergleichsweise gerafft. Gerade dort hätte ich mir weniger Zeitsprünge und dafür etwas mehr Raum gewünscht.
Nichtsdestotrotz ist es eine rundum gelungene Geschichte, die mich zum Lachen gebracht hat und durch ihre Mischung aus Humor und Emotionen überzeugt. Ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.











