Kunden em pfehlungen
Rezensionen von .:
Ein absolutes Highlight
Curseborn von Celine Leonora
Schon nach dem ersten Band wusste ich, dass ich unbedingt weiterlesen muss. Meine Erwartungen waren deshalb ziemlich hoch und ich kann sagen, dass sie sogar noch übertroffen wurden. Ich war vom ersten Kapitel an wieder vollkommen in dieser besonderen Welt gefangen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Was mich am meisten begeistert hat, war die Entwicklung von Eden. Sie ist längst nicht mehr dieselbe Person wie zu Beginn der Reihe. Sie muss mit einer unglaublichen Last umgehen, wächst an ihren Aufgaben und macht dabei trotzdem Fehler, die sie für mich unglaublich authentisch wirken lassen. Gerade ihre inneren Zweifel und die Frage, was richtig oder falsch ist, haben sie zu einer Figur gemacht, mit der ich richtig mitgefühlt habe.
Auch Ace hat mich wieder vollkommen überzeugt. Zwischen ihm und Eden herrscht eine Spannung, die mich durchgehend gefesselt hat. Ich habe jede gemeinsame Szene verschlungen, weil ich nie sicher war, woran ich bei ihm eigentlich bin. Genau dieses Spiel mit Vertrauen und Misstrauen macht ihre Verbindung so interessant und sorgt dafür, dass man ständig weiterlesen möchte.
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte immer wieder eine neue Richtung einschlägt. Kaum dachte ich, ich hätte etwas durchschaut, kam eine Enthüllung, die alles wieder auf den Kopf gestellt hat. Dadurch blieb die Spannung bis zum Schluss auf einem richtig hohen Niveau und ich konnte kaum vorhersagen, was als Nächstes passieren würde.
Die Atmosphäre ist einfach großartig. Die geheimnisvolle Academy, die dunklen Wälder und die unheimliche Stimmung haben beim Lesen ein richtiges Kopfkino ausgelöst. Alles wirkt lebendig und gleichzeitig geheimnisvoll, sodass ich völlig in der Geschichte versunken bin.
Der Schreibstil liest sich wunderbar flüssig und sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Gleichzeitig schafft es die Autorin, viele Gefühle einzufangen, ohne dass sie übertrieben wirken. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, mitgelitten und mich über jeden kleinen Hoffnungsschimmer gefreut.
Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Es war spannend, emotional und hat mich mit einem riesigen Grinsen, aber auch mit vielen Gefühlen zurückgelassen. Für mich ist dieser zweite Band sogar noch stärker als der erste und hat die Geschichte perfekt weitergeführt. Wer spannende Fantasy mit einer geheimnisvollen Atmosphäre, starken Figuren und vielen überraschenden Wendungen liebt, sollte sich diese Reihe auf keinen Fall entgehen lassen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Ein überaus gelungener, atmosphärisch dichter Auftakt
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Schon die Grundidee von Weavingshaw hat mich neugierig gemacht. Statt auf ein klassisches Fantasy-Setting zu setzen, erschafft Heba Al-Wasity einen Ort, der sich von vielen anderen Genrevertretern deutlich abhebt. Weavingshaw wirkt von Beginn an geheimnisvoll und ein wenig unnahbar. Die Bewohner leben mit alten Traditionen, festgefahrenen Ansichten und Geschichten, die oft mehr Wahrheit enthalten, als zunächst angenommen wird.
Genau dieses Gefühl, dass sich hinter jeder Ecke ein weiteres Geheimnis verbergen könnte, hat mich durch das Buch getragen.
Besonders gut gefallen hat mir dabei die Atmosphäre. Die Autorin schafft es, eine Stimmung zu erzeugen, die gleichzeitig faszinierend und bedrückend wirkt. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, dass über der gesamten Handlung ein Schatten liegt und längst nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Gerade die düsteren Elemente haben für mich hervorragend funktioniert, weil sie nie ausschließlich auf Schockmomente setzen, sondern sich langsam und beinahe schleichend entfalten.
Der Schreibstil hat mir insgesamt ebenfalls gut gefallen. Er ist angenehm zu lesen, ohne dabei zu schlicht zu wirken, und legt einen starken Fokus auf die Figuren und ihre Emotionen. Dadurch fiel es mir leicht, mich in ihre Gedanken und Beweggründe hineinzuversetzen. Gleichzeitig nimmt sich die Geschichte viel Zeit für ihre Entwicklungen. Das empfand ich überwiegend als positiv, auch wenn sich einige Passagen im Mittelteil für meinen Geschmack etwas gezogen haben.
Ein großer Pluspunkt waren für mich die Charaktere. Viele Figuren bewegen sich nicht in klaren Schwarz-Weiß-Mustern, sondern handeln nachvollziehbar aus ihren eigenen Überzeugungen heraus. Gerade dadurch entstehen Konflikte, die sich glaubwürdig anfühlen. Besonders interessant fand ich, wie Vorurteile, Erwartungen und gesellschaftliche Strukturen die Entscheidungen der Figuren beeinflussen. Dadurch geht es in Weavingshaw um deutlich mehr als nur die eigentliche Handlung.
Auch das Worldbuilding konnte mich überzeugen. Die Autorin erklärt ihre Welt nicht in langen Infodumps, sondern lässt viele Informationen organisch in die Geschichte einfließen. Dadurch wirkt die Welt lebendig und gewachsen. Gleichzeitig verlangt das Buch etwas Aufmerksamkeit, da nicht jede Information sofort erklärt wird. Mir persönlich gefällt diese Art des Erzählens meist sehr gut, weil man die Welt gemeinsam mit den Figuren entdeckt.
Wenn ich einen Kritikpunkt nennen müsste, dann wohl das Erzähltempo. Während der Anfang und das Ende mich problemlos bei der Stange halten konnten, gab es im Mittelteil einige Abschnitte, die sich etwas wiederholend anfühlten. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Straffung gewünscht. Außerdem bleiben manche Aspekte der Welt zunächst recht vage, was zwar Neugier weckt, bei mir aber auch gelegentlich Fragen offenließ.
Nichtsdestotrotz habe ich Weavingshaw sehr gerne gelesen. Das Buch lebt von seiner Atmosphäre, seinen vielschichtigen Figuren und der Art, wie sich die Geheimnisse der Welt Stück für Stück entfalten. Wer Fantasy mit einem starken Fokus auf Stimmung, Charakterentwicklung und gesellschaftliche Konflikte mag, sollte sich diesen Titel definitiv näher ansehen.
4,5/5 Sterne
Rezensionen von Elinor:
Zu wenig Löwe
Löwe von Sonya Walger
„Löwe“ ist der Roman über einen außergewöhnlichen Mann mit einem außergewöhnlichen Leben, erzählt aus der Perspektive seiner ältesten Tochter, der Autorin. Sonya Walger beschreibt ihr Leben mit ihm in einer ebenso außergewöhnlichen Erzählform, springt in der Zeit hin und her, wie es ihr gefällt.
Sie beleuchtet dabei immer nur einzelne Punkte in ihrem eigenen Leben, dem ihres Vaters und der Menschen um ihn herum.
Sie schreibt natürlich alles aus ihrer Wahrnehmungsperspektive und kann letztlich nur das erzählen, was sie von ihrem Vater weiß, oft aus erster Hand, manchmal auch aus zweiter. Doch mir ist das zu wenig. Erst im letzten Viertel des Buches erfahre ich mehr von dem Mann, den seine späten Freunde „Löwe“ nennen, und wie er zu dem Spitznamen kam. Doch große Teile seines Lebens, z.B. seine Zeit als Rennfahrer oder seine obskuren Geschäfte, werden nur am Rande erwähnt und bleiben mysteriös.
Letztlich ist es also doch eher ein Roman über die Autorin selbst, was den Titel des Buches merkwürdig erscheinen lässt und Erwartungen weckt, die nicht erfüllt werden.
Mich lässt das Buch mit dem Gefühl zurück, dass ich auf einen extraordinären Mann nur einen kleinen Blick erhaschen durfte und noch viel mehr zu sehen gewesen wäre, wenn man mich ein bisschen näher herangelassen hätte — vielleicht ganz so, wie es Walger selbst mit ihrem Vater erging.
Rezensionen von Elinor:
Poetisches Porträt einer tragischen Liebe
Wildboden von Constantin Lieb
Constantin Lieb erzählt in „Wildboden“ die letzten Lebensjahre des Malers Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebensgefährtin Erna Schilling. Von 1923 bis zu Kirchners Tod 1938 leben beide zurückgezogen im Haus Wildboden in der Schweiz. Kirchner leidet unter Krankheit, Morphiumabhängigkeit und zunehmendem Verfolgungswahn.
Erna selbst kämpft mit Depressionen und trägt dennoch unermüdlich die Last des gemeinsamen Lebens. Sie organisiert den Alltag, schützt ihn nach Kräften und bleibt bis zuletzt seine wichtigste Stütze – auch wenn sie seinen Suizid letztlich nicht verhindern kann.
Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie Constantin Lieb Geschichte erzählt. Sein Schreibstil ist poetisch und bildhaft, wirkt dabei aber stets glaubwürdig und historisch fundiert. Man spürt, dass der Roman auf Briefen und Tagebüchern basiert, die der Autor mit fiktiven Szenen ergänzt hat. Dadurch entsteht das Gefühl, den beiden Menschen sehr nahe zu kommen.
Vor allem Ernas Einsamkeit hat mich berührt. Ihr Leben scheint sich vollständig um Kirchner zu drehen, während sie sich in den Schweizer Bergen immer mehr von der Welt zurückzieht. Gleichzeitig liegt über dem Roman die beklemmende Atmosphäre der NS-Zeit, deren Schatten selbst bis in die neutrale Schweiz reichen. Lieb vermittelt historische Zusammenhänge dabei ganz selbstverständlich, ohne belehrend zu wirken – Geschichte wird hier nicht erklärt, sondern fühlbar gemacht.
Der rätselhafte Tod Kirchners bildet den bewegenden Höhepunkt des Romans. Besonders eindrücklich fand ich, dass die Geschichte danach nicht endet. Erna bleibt auf Wildboden, und auch nach seinem Tod kreisen ihre Gedanken und ihr Leben weiterhin um den Mann und sein Werk. Gerade dieses Nachspiel verleiht dem Roman eine besondere Tiefe.
„Wildboden“ ist kein leichtes Buch, sondern ein stilles, melancholisches und bewegendes Porträt zweier Menschen, die auf unterschiedliche Weise an ihren inneren Kämpfen leiden. Ich empfehle den Roman allen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus, für Kunstgeschichte oder für eindringliche biografische Romane interessieren.
Rezensionen von gerlisch:
Enttäuschend
Noch fünf Tage von Helena Falke
Noch fünf Tage startet mit einer starken, temporeichen Grundidee: Eine Protagonistin, die vergiftet wurde und nur noch fünf Tage zu leben hat, verspricht eigentlich Spannung, Druck und einen nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Doch statt eines packenden Thrillers rückt die Autorin die Vergangenheit der Protagonistin in den Mittelpunkt.
Die Handlung verliert dadurch spürbar an Tempo. Für mich wirkte das enttäuschend.
Auch die Figuren bleiben blass. Ich konnte mich zu keiner Zeit in sie hineinversetzen, da es ihnen an Tiefe und Emotionen fehlte.
Der Schreibstil hingegen liest sich angenehm und flüssig. Besonders auffällig ist die große Aufmerksamkeit, die die Autorin den kulinarischen Details widmet. Die extravaganten Kochkünste nehmen überraschend viel Raum ein, was beim Lesen zwar den Appetit anregt, aber die eigentliche Spannung zusätzlich ausbremst.
Schade, am Ende bleibt das Gefühl, dass die Autorin aus der starken Idee, Lis als Opfer, das verzweifelt nach dem Giftmischer sucht, deutlich mehr hätte machen können.
Rezensionen von SalMar:
Schatzkiste des Wissens
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Während wir von den verschiedenen Lebensräumen an Land doch den Eindruck haben, mit ihnen einigermaßen vertraut zu sein, wirken die Ozeane noch immer geheimnisvoll und in ihren Tiefen fast wie ein anderer Planet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es den Autoren von „Lexikon der Meere“ gelungen ist, über 250 Seiten prallvoll mit Wissen in den leuchtendsten Farben zu gestalten.
Als Erstes fangen einen natürlich die grafischen Elemente ein: Das Buch wartet mit einer Fülle von wunderschönen Fotos und informativen Schaubildern und Karten auf, die zum Staunen, aber auch direkt zum Weitererkunden einladen. Das gelingt durch die vielen Infoboxen und die vielen längeren und ausführlichen Texte auf fast jeder Doppelseite, die neben aufregenden Highlights bei vielen Themen auch richtig in die Tiefe gehen, so dass auch erwachsenes Publikum voll auf seine Kosten kommt.
Die thematische Aufteilung finde ich sehr gelungen und die thematische Bandbreite ist wirklich enorm: So gibt es neben den selbstverständlich erwarteten Themenbereichen zu den verschiedenen Ozeanen und Meeren und den Tier- und Pflanzenwelten unter Wasser beispielsweise auch Kapitel zu den Zusammenhängen zum Klima bzw. Wetter sowie den verschiedenen Küstenregionen. Auch das Verhältnis von Mensch und Ozean wird in einem separaten Abschnitt ausführlich behandelt.
Für mich ist dieses Buch eine wahre Schatzkiste an Wissen zum Thema Meer, das in unserer Familienbibliothek auf jeden Fall einen Platz ganz weit vorne bekommt – damit wir regelmäßig darin schmökern können. Unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von SalMar:
Herrlich unaufgeregt und doch so mitreißend
Mit anderen Augen von Jane Tara
Tilda fällt aus allen Wolken, als eines Tages ihr kleiner Finger verschwindet. Als ihre Hausärztin ihr „Unsichtbarkeit“ diagnostiziert und diese auf mehr und mehr Körperteile übergreift, steht sie vor der Wahl: Akzeptiert sie ihr Verschwinden oder kämpft sie dagegen an?
Tilda gefiel mir gleich nach den ersten Zeilen ungemein, und doch hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich dieses Buch als bisheriges Überraschungshighlight des Jahres einordnen würde.
Eigentlich wird die Geschichte, obwohl sie doch im Grunde recht dramatisch ist, sehr unaufgeregt und ruhig erzählt. Deswegen fand ich es umso überraschender, wie sehr sie mich fasziniert und mitgerissen hat. Trotz einer Länge von fast 500 Seiten hätte ich am liebsten noch viel mehr Zeit an Tildas Seite verbracht. Sie macht eine inspirierende Entwicklung durch und ist dabei mit ihren Ecken und Kanten durchweg sympathisch.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich dabei wirklich begeistern: Sie hat in vielerlei Aspekten immer die für mich „Goldene Mitte“ getroffen und unglaublich viele inspirierende Gedanken zu Papier gebracht, mit ihrem Humor aber auch regelmäßig dafür gesorgt, dass ich herzhaft lachen musste.
„Mit anderen Augen“ ist ein unglaublich intelligenter und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, den ich nur uneingeschränkt empfehlen kann.
Rezensionen von LeserinLu :
Anspruchsvoll
Wildboden von Constantin Lieb
Im Mittelpunkt von „Wildboden“ stehen Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling. Ihre Geschichte war mir vor der Lektüre völlig unbekannt und genau das hat den Roman für mich so interessant gemacht. Constantin Lieb verbindet historische Fakten mit literarischer Fiktion und zeichnet das Porträt einer außergewöhnlichen Beziehung vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche der 1930er-Jahre in der Schweiz, die mir auch vorher noch nicht so bewusst waren.
Stilistisch ist „Wildboden“ durchaus anspruchsvoll. Die Sprache ist ruhig und literarisch, die Erzählweise erfordert Konzentration. Gerade das hat mir gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Leser:innen mit einem größeren kunsthistorischen Hintergrund vermutlich noch mehr aus dem Roman mitnehmen können. Viele Bezüge zu Kirchners Werk und zur Kunst seiner Zeit erschließen sich sicher noch besser, wenn man sich mit dem Thema bereits auskennt. Außerdem kann man dann wahrscheinlich Fakten und Fiktion besser auseinanderhalten. Dennoch hat mich das Buch auch ohne dieses Vorwissen überzeugt.
Rezensionen von Piet1990:
Gefühle spielerisch entdecken
Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck
„Play+ Mein lustiges Spielbuch – Wut im Bauch“ ist ein wirklich schönes Mitmachbuch für kleine Kinder. Das Thema Gefühle finde ich gerade in dem Alter super wichtig, weil Kinder oft noch gar nicht richtig benennen können, was in ihnen los ist. Genau da setzt das Buch gut an: Es zeigt verschiedene Gefühle auf einfache und spielerische Weise.
Besonders gut gefallen hat mir die interaktive Idee mit den Chips. Kinder können nicht nur zuhören oder Bilder anschauen, sondern selbst mitmachen und Gefühle zuordnen. Das macht das Buch lebendig und sorgt dafür, dass man ganz automatisch miteinander ins Gespräch kommt. Auch die Illustrationen sind sehr süß, bunt und kindgerecht, ohne zu überladen zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass die Umsetzung an manchen Stellen noch etwas runder hätte sein können. Teilweise hätte ich mir noch ein bisschen mehr Erklärung oder Tiefe gewünscht, damit die Gefühle noch klarer greifbar werden. Trotzdem funktioniert das Buch insgesamt sehr gut und macht Kindern Spaß.
Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes, interaktives Buch über Gefühle, das Kindern hilft, Wut und andere Emotionen besser zu verstehen. Nicht perfekt, aber sehr sinnvoll und schön gemacht – besonders zum gemeinsamen Anschauen und Besprechen.
Rezensionen von Ameland:
Durch Bücher die Welt erfahren
Adalina und die Liebe zu den Büchern von Tessa Hansen
Adalina kehrt nach acht Jahren in die Basilikata mit ihren abgelegenen Bergdörfern zurück. Sie sucht nicht nur einen Rückzugsort, um ihren neuen Roman zu schreiben, sondern möchte auch wieder den Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen. Als sie das Büchermobil in einer Garage entdeckt, kommen Erinnerungen hoch und sie startet eine Rettungsaktion für das berühmte Bibliomotocarro.
Tessa Hansen hat nicht nur eine schöne und warmherzige Geschichte über die Bedeutung von Büchern geschrieben, sondern auch sehr geschickt Realität und Fiktion verbunden. Bei der sympathischen und anpackenden Adalina handelt es sich um eine fiktive Person, aber Maestro Antonio La Cava und sein bekanntes Bibliomotocarro gibt es wirklich. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt mit seinen Büchern in die Bergdörfer zu den Kindern zu bringen. Selbst eine Leseratte seit Kindesbeinen weiß ich welche Bedeutung Bücher haben können. Sie eröffnen dem Leser neue Welten, lassen ihn abtauchen in diese Geschichten, sind eine kleine Auszeit vom wahren Leben, spenden Trost und bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung.
Mich beeindruckt der Einsatz von Antonio La Cava, der auch im hohen Alter noch mit seinem Bibliomotocarro durch die Basilikata tourt. Überall wird er sehnsüchtig erwartet, aber leider decken die Spenden und der gelegentliche Geldsegen der öffentlichen Stellen nicht immer die Kosten und der Maestro buttert aus eigener Tasche zu. Nicht nur die Kinder fänden es schade, wenn dieses Projekt eingestellt werden müsste. In ihrem Roman hat die Autorin eine Lösung für eine dauerhafte Fortführung dieses tollen Projekts in etwas abgewandelter Form gefunden. Es wäre schön, wenn die Realität irgendwann nachziehen würde.










