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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SalMar:

Für jüngere Leser:innen aufregend und kurzweilig

K-Pop Academy 1: Tanz der Dämonen von Mina Finch

Hanas größter Traum scheint wahr zu werden: Sie wurde an der K-Pop Academy angenommen und darf dort als Trainee anfangen. Ganz glatt scheint dort aber nicht alles zu laufen, und bald muss Hana neben den obligatorischen Tanz- und Gesangsstunden noch ganz andere geheime Kurse absolvieren.
Ganz im Zeichen von „K-Pop Demon Hunters“ hat die Autorin hier eine Geschichte für jüngeres Publikum geschrieben, die sich fast ein bisschen wie eine Vorgeschichte für den Film liest.

Meine 10jährige war sehr begeistert und fand die Story um Hana und ihre Freunde superspannend, hatte den ersten Band der neuen Reihe aber in nur zwei Leserunden recht schnell durch.
Ich hatte mir zugegebenermaßen etwas mehr versprochen: Ein bisschen mehr Tiefe in der Handlung, ein bisschen mehr Erklärungen zum Hintergrund bzw. Erläuterungen bei englischen Begriffen, ein bisschen mehr Korea – auch für die angedachte Altersgruppe.
Von meiner Tochter gibt es aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Fans von K-Pop Demon Hunters und sie möchte unbedingt wissen, mit welchem Abenteuer der nächste Band (vssl. Oktober 2026) aufwartet.

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Wunderbar düster und erfrischend anders

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Um ihren schwer kranken Bruder zu retten, lässt sich Leena auf einen Handel mit dem Mann ein, vor dem sie alle warnen: dem Saint, der den Menschen Geheimnisse abkauft. Aber ihr Geheimnis ist ein ganz Besonderes, selbst für den Saint, und er will, dass sie bleibt.
Gleich vorneweg: Was hier versprochen wird, wird gehalten.

Das Marketing für ein Buch betont ja gerne mal Aspekte, die am Ende gar nicht im Mittelpunkt stehen, aber hier wurde ich genau da abgeholt, wo ich hinwollte: Es ist eine düstere Geistergeschichte mit vielen Charakteren in diversen Grauschattierungen, und die „heimelige“ Gruselatmosphäre hat mir auf Anhieb gefallen.
Die Handlung ist toll entwickelt und war, zumindest für mich, nicht vorhersehbar. Ohne zuviel verraten zu wollen: Es ist einfach eine etwas andere – erfrischend andere – Geschichte, was auch für die fantastischen Elemente gilt. Auch die Charaktere sind eigen, so dass sie schwer berechenbar sind und man sie erst nach und nach kennenlernt.
Mir hat das Buch wirklich rundum richtig gut gefallen – auch wenn der erste Band mit einem richtigen Paukenschlag endet, so dass man nur hoffen kann, dass der zweite nicht allzu lange auf sich warten lässt. Absolute Leseempfehlung!

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Schatzkiste des Wissens

National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon

Während wir von den verschiedenen Lebensräumen an Land doch den Eindruck haben, mit ihnen einigermaßen vertraut zu sein, wirken die Ozeane noch immer geheimnisvoll und in ihren Tiefen fast wie ein anderer Planet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es den Autoren von „Lexikon der Meere“ gelungen ist, über 250 Seiten prallvoll mit Wissen in den leuchtendsten Farben zu gestalten.

Als Erstes fangen einen natürlich die grafischen Elemente ein: Das Buch wartet mit einer Fülle von wunderschönen Fotos und informativen Schaubildern und Karten auf, die zum Staunen, aber auch direkt zum Weitererkunden einladen. Das gelingt durch die vielen Infoboxen und die vielen längeren und ausführlichen Texte auf fast jeder Doppelseite, die neben aufregenden Highlights bei vielen Themen auch richtig in die Tiefe gehen, so dass auch erwachsenes Publikum voll auf seine Kosten kommt.
Die thematische Aufteilung finde ich sehr gelungen und die thematische Bandbreite ist wirklich enorm: So gibt es neben den selbstverständlich erwarteten Themenbereichen zu den verschiedenen Ozeanen und Meeren und den Tier- und Pflanzenwelten unter Wasser beispielsweise auch Kapitel zu den Zusammenhängen zum Klima bzw. Wetter sowie den verschiedenen Küstenregionen. Auch das Verhältnis von Mensch und Ozean wird in einem separaten Abschnitt ausführlich behandelt.
Für mich ist dieses Buch eine wahre Schatzkiste an Wissen zum Thema Meer, das in unserer Familienbibliothek auf jeden Fall einen Platz ganz weit vorne bekommt – damit wir regelmäßig darin schmökern können. Unbedingte Leseempfehlung!

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Herrlich unaufgeregt und doch so mitreißend

Mit anderen Augen von Jane Tara

Tilda fällt aus allen Wolken, als eines Tages ihr kleiner Finger verschwindet. Als ihre Hausärztin ihr „Unsichtbarkeit“ diagnostiziert und diese auf mehr und mehr Körperteile übergreift, steht sie vor der Wahl: Akzeptiert sie ihr Verschwinden oder kämpft sie dagegen an?
Tilda gefiel mir gleich nach den ersten Zeilen ungemein, und doch hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich dieses Buch als bisheriges Überraschungshighlight des Jahres einordnen würde.

Eigentlich wird die Geschichte, obwohl sie doch im Grunde recht dramatisch ist, sehr unaufgeregt und ruhig erzählt. Deswegen fand ich es umso überraschender, wie sehr sie mich fasziniert und mitgerissen hat. Trotz einer Länge von fast 500 Seiten hätte ich am liebsten noch viel mehr Zeit an Tildas Seite verbracht. Sie macht eine inspirierende Entwicklung durch und ist dabei mit ihren Ecken und Kanten durchweg sympathisch.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich dabei wirklich begeistern: Sie hat in vielerlei Aspekten immer die für mich „Goldene Mitte“ getroffen und unglaublich viele inspirierende Gedanken zu Papier gebracht, mit ihrem Humor aber auch regelmäßig dafür gesorgt, dass ich herzhaft lachen musste.
„Mit anderen Augen“ ist ein unglaublich intelligenter und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, den ich nur uneingeschränkt empfehlen kann.

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Schillernd wie ein Regenbogen, aber leider auch beschwerlich

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

Das Leben in Rainshadow City sieht sehr unterschiedlich aus, je nachdem welchem Teil der Bevölkerung man angehört. Die Geschwister Toshiko, Jun und Mei gehören weder dem Kreis um die Kaiserin noch der berüchtigten Bande der Lucky Crows an. Vielmehr versuchen sie, aus dem Untergrund für ein wenig mehr Gerechtigkeit zu sorgen und den Menschen im Halbmond, dem Armenviertel vor den Toren der Stadt, zu helfen.

Die Geschichte, die zuallererst aus Sicht von Toshiko erzählt wird, wartet mit ungeheuer vielen bunten Facetten auf. Nicht nur die drei Geschwister sind sehr unterschiedlich, auch die weiteren Figuren, aus deren Perspektive man als Leser die Handlung erlebt, haben sehr verschiedene Hintergründe. So bekommt man einen sehr vielseitigen und abwechslungsreichen Blick auf Rainshadow City und die jüngsten Entwicklungen.
Das macht es einem aber auch nicht immer einfach, der Geschichte zu folgen, denn die Perspektivwechsel passieren doch recht häufig. Dadurch liest es sich leider nicht ganz so flüssig, so dass ich das Gefühl hatte, nie wirklich ganz einzutauchen.
Das ist superschade, denn der Autorin ist vieles richtig gut gelungen: Die Charaktere sind beispielsweise wirklich einzigartig. Auch die ganz besondere Art der Magie, die sie sich in diesem Buch ausgedacht hat, konnte mich sehr begeistern. Außerdem birgt die Geschichte viele Details, die sie zu etwas Besonderem machen.
Trotz diesem großen Potenzial konnte mich das Buch im Großen und Ganzen leider nicht komplett überzeugen und es fiel mir relativ schwer, es zu Ende zu lesen.

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Spannende Reise um die Welt

National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren von

Der Weltatlas von National Geographic Kids soll ein Nachschlagewerk für Kinder ab 8 Jahren sein. Tatsächlich birgt er aber einen richtigen Schatz an Informationen über die ganze Welt, der die ganze Familie zum Erkunden und Schmökern einlädt.

Es wird eine große Bandbreite an Themen aufgegriffen - vom Planeten Erde als Ganzem im Weltraum, über weltweite Aspekte wie Klima oder Weltenergie, bis hin zu den einzelnen Kontinenten, die jeweils allgemein und in Bezug auf die für sie jeweils wichtigen Themen behandelt werden.

Dabei wird der Inhalt immer auch für Kinder ansprechend aufbereitet (beispielsweise mit entsprechenden Infoboxen und Schaubildern), aber trotzdem auch eingehend und mit den korrekten Fachbegriffen.

Mir gefällt insbesondere, wie die unterschiedlichsten Karten eingebunden werden und auch aufgezeigt wird, wie diese erstellt werden und zu lesen sind. Es gibt auch immens viele Fotos, die besonders die Kinder begeistern und zum Weitererkunden animieren.

Insgesamt konnte uns der Atlas wirklich allesamt begeistern und wir werden sicherlich regelmäßig weiterhin darin stöbern.

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Wunderschön gestaltetes Länderporträt

Südkorea von Christin Bohnke

Auf 81 Seiten hat das Autorin-Illustratorin-Duo Josephine Pauluth und Christin Bohnke ein ausführliches Länderporträt über Südkorea für Kinder ab 10 Jahren (und natürlich auch alle älteren Korea-Interessierten) geschaffen.

Von K-Pop und K-Drama über typisches koreanisches Essen bis hin zu den Regionen, Gebräuchen und der Geschichte des Landes – auf jeder Doppelseite gibt es neue interessante Informationen zu vielen verschiedenen Themen zu entdecken.

Dabei bekommt man einerseits einen guten Überblick über die Besonderheiten des Landes, in kleinen Infoboxen gibt es andererseits aber auch zusätzliche spannende und manchmal kuriose Details.

Die grafische Ausgestaltung ist unglaublich abwechslungsreich und eigentlich auf jeder Doppelseite ein kleines Kunstwerk. Da wir uns auch für die Sprache interessieren, fanden wir es besonders toll, dass diese nicht nur eine Doppelseite bekommen hat, sondern zu allen Themen auch immer wieder Begriffe auf Koreanisch angegeben sind.

Alles in allem hat das Buch auf jeden Fall unsere Erwartungen erfüllt und optisch auch übertroffen. Sowohl von mir als auch von meiner 10-jährigen Tochter gibt es daher eine klare Kauf- bzw. Leseempfehlung.

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Ein langer Sommer und die Frage, was jetzt

Little Hollywood von Inga Hanka

Es sind die späten 90er und Leo hat gerade die Abiprüfungen hinter sich und einen langen Sommer vor sich. Neben dem schwierigen Alltag mit der Familie und dem ersten Verliebtsein drehen sich ihre Gedanken dabei hauptsächlich um die Frage: Und was kommt jetzt?

Als Kind der 80er gehöre ich wohl definitiv zur unmittelbaren Zielgruppe dieses Coming-of-Age-Romans, denn die vielen Erinnerungsdetails (von bestimmter Musik im Hintergrund bis hin zur Telefonzelle) sind bestimmt mit Bedacht platziert und haben so manches Mal ein „Ach Gott, stimmt, das gab’s damals!“ ausgelöst.

Große Spannung wird man hier vergebens suchen, aber die Autorin schafft es sehr gekonnt, dass man als Leser mit in diese heißen Sommertage und – dank Leos vielen Schwimmausflügen – in das kühle Wasser des Sees eintaucht. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin diese wackelige Zeit zwischen dem Wunsch, sich zuhause wohlzufühlen und dazuzugehören, und dem dringenden Bedürfnis, auszubrechen und sich endlich abzunabeln.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, ein wenig Zeit an Leos Seite zu verbringen und ihre Entwicklung im Laufe des Sommers mitzuerleben. Ein richtig schönes Debüt, das ich gerne weiterempfehle.

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Ganz anders, aber unbedingt lesenswert

Pina fällt aus von Vera Zischke

Pinas Leben gleicht einem Hamsterrad. Doch als die alleinerziehende Mutter eines Tages zusammenbricht und vollständig ausfällt, muss trotzdem alles irgendwie weitergehen. Bekommt ihr Umfeld es hin, sich um ihren erwachsenen Sohn zu kümmern, der eben nicht selbständig leben kann?
Der Erstling der Autorin, „Ava liebt noch“, hatte mich völlig überraschend umgehauen.

Entsprechen hoch waren natürlich die Erwartungen bei diesem zweiten Buch von ihr. Und ich muss gestehen, beim ersten Reinlesen konnten mich Thematik und Geschichte nicht gleich packen – es war doch recht düster und trostlos, das hatte mich etwas abgeschreckt. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt, denn in Summe konnte mich auch diese Geschichte von Vera Zischke richtig begeistern.
Was dabei auf jeden Fall eine große Rolle gespielt hat, ist der wunderbare Schreibstil der Autorin: Schnörkellos, direkt und mit einem ganz besonderen Humor. So fiel der Einstieg nach ein paar weiteren Seiten doch noch leicht.
Begeistern konnte das Buch aber insbesondere auch mit seinen ganz besonderen Charakteren, die für sich schon eigen sind, aber im Zusammenspiel zu wirklich herrlichen (lustigen wie berührenden) Situation führen.
Besonders mochte ich außerdem, dass die Geschichte Zeit hatte, sich zu entwickeln – genau wie die Beziehungen der Personen untereinander. Hier wird nichts mal eben schnell abgehandelt und es gibt auch keine magische Komplettlösung, die einfach alle Probleme beseitigt. Wobei das Ende einen als Leser dennoch zufrieden zurücklässt!
Alles in allem ein wunderschönes zweites Buch der Autorin, das zwar ganz anders als ihr erstes, aber trotzdem unbedingt lesenswert ist.

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Rasante Dystopie

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Als eine Art Kopfgeldjägerin verdient sich Raven ihren Lebensunterhalt damit, die ins Gefängnis zu bringen, die gegen die Regeln von Dividium verstoßen haben. Als jedoch ihr eigener Bruder dort landet, lässt sie sich selbst einschleusen, um ihn zu beschützen – auch wenn sie weiß, dass man in diesem Gefängnis höchstens eine Weile überleben, es aber nie verlassen kann.

Bevor ich zu diesem Buch gegriffen habe, wusste ich lediglich, dass es eine Dystopie ist und bereits unglaublich viele Menschen begeistert hat. Gleich vorneweg: Es hat auch mich sehr begeistert!
Die Geschichte fängt einen als Leser wirklich innerhalb weniger Seiten, und dank der unglaublichen Spannung bis zum Schluss kann man es zwischendurch kaum beiseitelegen. Das World Building ist durchdacht und immer wieder kreativ, aber besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin ihre Charaktere geschrieben und entwickelt hat – sowohl die Hauptfigur als auch die Nebenfiguren.
Ich gebe zu, was den Romance-Anteil im Buch angeht, hätte mir auch weniger gereicht – das hat die Geschichte meiner Meinung nach gar nicht gebraucht –, aber ich muss auch sagen, dass die Dynamik zwischen Raven und Vale toll geschrieben war und beide sympathische Charaktere sind.
Insgesamt wurde ich von dieser dystopischen Geschichte bestens unterhalten und dementsprechend freue ich mich, dass sie noch nicht auserzählt ist. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht! Klare Leseempfehlung.

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