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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von DoraLupin:

Hatte ganz andere Erwartungen

Keeping it casual von Karina May

Ich muss sagen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, da mir der Klappentext sehr zugesagt hat. Ich fande dieses Mix aus Liebesgeschichte, gepaart mit dem ersten Hintergrund der Erkrankung, spannend, aber leider hat mir der Klappentext auch mehr versprochen als das Buch letzlich gehalten hat und am Ende muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht abholen konnte und ich es sogar abgebrochen hätte, wäre es keine Leserunde gewesen.

Das Buch handelt von Maxine, bei ihr läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?

Ins Buch bin ich ganz gut reingekommen, da der Schreibstil einfach und leicht zu lesen ist, aber leider konnte ich von Anfang nicht richtig mit Max mitfühlen, ihr Charakater blieb mir leider fremd und unnahbar. Leider ging es mir mit Johnny auch nicht viel besser, den man anfangs nur durch einen Chat kennen lernt. Eigentlich eine richtig coole Idee und ich hatte mich da schon drauf gefreut, aber es ging die ganze Zeit ums Thema Kochen was einfach nicht so mein Thema ist.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass ich vom Buch enttäuscht bin, in der Mitte habe ich kurze Zeit den Eindruck gehabt es gefällt mir besser, als Max im Krankenhaus ist, das hat mir auch gut gefallen, aber insgesamt ist das Buch zu locker und geht einfach gar nicht in die Tiefe für mich. Statt einer sehr tiefgründigen und bewegenden Geschichte, wie ich gehofft hatte, habe ich eine lockere Liebesgeschichte mit relativ vielen Klischees erhalten, die mich leider einfach gar nicht packen konnte. Hätte ich das Buch alleine gelesen, hätte ich es weggelegt, da ich mich immer wieder zum lesen aufraffen musste.

Fazit: Für mich leider kein Lesevergnügen, weil ich mit ganz anderen Wünschen und Erwartungen ans Buch rangegangen bin. Wer eine lockere Liebesgeschichte sucht, mit ein wenig chatten, kochen und reisen, der ist hier richtig, wer etwas tiefgründiges sucht, sollte besser zu einem anderen Buch greifen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Cosy Crime mit Witz und Natur

Gärten, Gift und kalte Rache von Klaudia Blasl

Schon alleine das tolle Cover hat mich sofort in den Bann ziehen können, denn ich liebe Pflanzen und ein gewisser Hauch zum Bösen durch das Fläschen in der Mitte, in dem Gift sein könnte, besteht auch gleich. Das Cover reiht sich ausserdem ganz wunderbar in die Buchreihe der Autorin ein, den Band eins und zwei sind ebenfalls ähnlich gestaltet und im Schrank sehen sie zusammen sicher wunderbar aus!

Dieser Cosy Crime dreht spielt in Oberdistelbrunn, hier soll alles aufblühen: mehr Insekten, mehr Biodiversität, mehr sanfter Tourismus.

Doch statt Bienensummen liegt plötzlich Angst in der Luft. Der Fund eines Hundeskeletts setzt eine mysteriöse Mordserie in Gang – ein Opfer nach dem anderen wird vergiftet. Schon bald schreien die Dorfbewohner nach Selbstjustiz, denn die Polizei tappt im Dunkeln. Und wieder einmal sind Berta und Pauline, die beiden Hobbygärtnerinnen mit Miss-Marple-Gen, gefragt, dem Täter auf die Spur zu kommen. Nur kommen sie ihm dabei gefährlich nahe.

Ich kenne die anderen Bände der Reihe leider noch nicht, hatte aber trotzdem keine großen Probleme im Buch mitzukommen, auch wenn es natürlich immer etwas schöner ist in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der Krimi ist aber in sich abgeschlossen und erfordert kein Vorwissen, das Privatleben der Protagonistinnen kennt man natürlich jetzt nicht so gut, wenn man mit diesem Teil anfängt. Der Schreibstil ist sehr flüssig-leicht und passt sehr gut zum Genre. Es findet sich allerlei Humor und Witz zwischen den Seiten, was den Krimi nicht nur in Sachen Spannung zu einem gelungenen Vergnügen macht!

Berta und Pauline sind wirklich sympathisch und man kann sehr leicht mit ihnen mitfiebern und mitermitteln. Die Autorin sogt im Buch gelungen für Wirrungen und falsche Fährten, sodass er Spaß macht bis zum Ende mitzurätseln was passiert ist. Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Landschaft, der Häuser und Pflanzen im Buch. Man kann sich als Leser alles gut vorstellen!

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch der Reihe, das ich nur empfehlen kann. Noch schöner ist es sicher nur, wenn man die ersten Bände der Reihe bereits kennt. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne und eine Empfehlung an Krimifans und Gartenfreunde.

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Rezensionen von nessabo:

Anspruchsvolle Familiengeschichte und eine spannende literarische Stimme

Die Stimmen der Nacht von Tochi Eze

„Die Stimmen der Nacht“ ist ein literarisch anspruchsvolles Debüt mit einer wichtigen Perspektive. Ich habe echt eine Weile gebraucht, um in die Figurenwelt einzufinden - ein selbst gezeichneter Stammbaum hat mir im Laufe der Handlung dann sehr geholfen. Es bietet sich eindeutig an, den Roman so gut es geht am Stück zu lesen, weil er einfach sehr dicht ist.

Meine persönliche Herausforderung war Margaret als eine Person mit Schizophrenie. Einerseits finde ich die Darstellung der Figur sehr sensibel und ich ziehe meinen Hut vor dem Talent Tochi Ezes, hier nicht in Klischees abzudriften und dann auch noch die Balance zu wahren zwischen moderner Psychiatrie und kulturell-religiösem Umgang. Andererseits wird Margaret damit auch zu einer für mich unberechenbaren sowie leicht unzuverlässigen Figur und mit solchen habe ich immer meine Schwierigkeiten. Das ist aber einfach eine persönliche Präferenz.

Der Roman ermöglicht den Leser*innen spannende Einblicke in eine Kultur, die literarisch bislang wenig Aufmerksamkeit erhält. Ich fand es sehr geschickt, wie die Autorin koloniale Taten und das damit einhergehende Erbe sowie konkrete Identitätsfragen in die Geschichte einwebt - wobei sie hier auch gern noch deutlicher hätte werden können. Stark war auf jeden Fall die Herausstellung patriarchalen Anspruchsdenkens über die Zeit und Ländergrenzen hinaus.

Ein ambivalenter Punkt ist die Dichte der Erzählung, die zwar wirklich bemerkenswert ist, allerdings auch dazu führt, dass mir die Figuren weitläufig eher distanziert blieben. Die Handlung wird trotz aller Komplexität jedoch sehr atmosphärisch und authentisch beschrieben, lokale Sprache klug eingesetzt und für Nicht-Sprachkundige elegant im Erzählfluss übersetzt.

Ein Werk, das definitiv mit hohem literarischen Anspruch daherkommt und eine vielschichtige Familiengeschichte geschickt ineinanderspinnt. Durch die vielen Nebenerzählungen, komplexen Figurenverflechtung und verschiedenen Zeitebenen hat mir das Buch einiges abverlangt und dadurch auch die Emotionalität ein wenig in den Hintergrund verschoben, obwohl mich die Geschichte gerade in der zweiten Hälfte sehr fesseln konnte. Eze hat hier wirklich einen sehr würdigen Debütroman geschrieben, der viele Leser*innen verdient hat.

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Rezensionen von Julia :

Frankls Werk - erklärt durch Praxisbeispiele und Austausch zweier Expert:innen

Es ist nie zu spät für ein sinnerfülltes Leben von Elisabeth Lukas; Valentin Opll

Das Buch ist eine Hommage an das Werk von Viktor Frankl. Leser, die von ihm noch nichts gehört haben, bekommen einen Eindruck über dessen Art der Psychotherapie. Dadurch dass das Autoren-Duo seit Jahren bzw. im Fall von Frau Lukas, mehrere Jahrzehnte Praxiserfahrung zu Frankls Theorie haben, können sie mit vielen Beispielen aus ihren Erfahrungen mit Patienten berichten.

Das reicht von Sitzungen aus der Suchtklinik bis hin zur Therapie einer bisweilen „gelangweilten, gut situierten Hausfrau“. Dieses Spektrum zeigt, wie vielfältig Frankls Logotherapie Anwendung finden kann.

Den Untertitel fand ich persönlich etwas irreführend, da von einem „Dialog“ zweier Frankl Kenner die Rede ist. Vielmehr ist es eher eine Abwechslung von kurzen Essays, die meist eine kurze Meinung zum vorangegangenen beinhalten. Im Laufe des Buches erfährt man auch einiges über den Werdegang der Autor/innen- das sie aus unterschiedlichen Generationen (40
Jahre Altersunterschied) stammen. Daher gehen die Meinungen manchmal auseinander, wobei das konstruktiv ist und nicht in einem Generationen- Bashing endet.

Ein Buch für Interessierte an der Psychotherapie- keine stumpfe Theorie, sondern anwendungsbezogen. Auch für Menschen, die sich mit Achtsamkeit beschäftigen und noch nie etwas von Frankl gehört haben. Es zeigt, wie wichtig auch hier das Leben im gegenwärtigen Moment ist.

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Rezensionen von Piet1990:

Zwischen Ruhe und innerer Unruhe

Schlaf von Honor Jones

„Schlaf“ ist ein leiser, nachdenklicher Roman, der sich mit innerer Unruhe, Erschöpfung und dem Wunsch nach Rückzug beschäftigt. Die Geschichte entwickelt sich langsam und konzentriert sich stark auf die Gedankenwelt der Hauptfigur.

Der Schreibstil ist ruhig und reduziert, teilweise sehr eindringlich.

Gerade diese Zurückhaltung sorgt dafür, dass viele Szenen eine besondere Intensität bekommen. Gleichzeitig verlangt das Buch Geduld, da es wenig äußere Handlung gibt und vieles eher angedeutet wird.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre im Buch, die zwischen Stillstand und unterschwelliger Anspannung schwankt. Nicht alles wird erklärt, was gut zur Thematik passt, aber auch dazu führen kann, dass man sich stellenweise etwas verloren fühlt.

Fazit:
Ein ruhiger, atmosphärischer Roman über innere Zustände und das Bedürfnis nach Ruhe. Keine leichte Lektüre, aber eine, die zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt.

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Rezensionen von froschman:

Hauskauf – koste es, was es wolle!

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen.

Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos

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Hauskauf – koste es, was es wolle!

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen.

Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos

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Hauskauf – koste es, was es wolle!

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen.

Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos

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Hauskauf – koste es, was es wolle!

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen.

Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Herrlich atmosphärisch!

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann

"Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann war für mich ein richtig schönes, atmosphärisches Leseerlebnis.

Obwohl ich den ersten Band der Dilogie nicht kannte, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen würden. Die Autorin hat die Handlung so geschickt aufgebaut, dass man problemlos in die Geschichte eintauchen kann - sehr leserfreundlich.

Das Personenregister zu Beginn war ebenfalls eine große Hilfe.

Auch optisch hat mich das Buch sofort angesprochen; die frischen Blau- und Lilatöne des Covers passen perfekt zur Stimmung.

Inhaltlich dürft ihr euch auf eine gelungene Mischung aus Familiengeschichte, Gegenwartsliteratur und historischen Elementen freuen. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven, was ich sehr mochte. Die Übergänge zwischen den Kapiteln und Zeiten sind dabei fließend und angenehm zu lesen, nichts wirkt holprig oder konstruiert.

Mein absolutes Highlight war ganz klar die Atmosphäre. - Die detaillierten, bildreichen Beschreibungen der Inseln haben mich komplett abgeholt. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, vor Ort zu sein, mitten im Geschehen. Einfach herrlich geschrieben und unglaublich stimmungsvoll.

"Mitte August war eine wundervolle Zeit auf Sylt: Um kurz vor sechs ging die Sonne auf und erst gegen neun Uhr abends unter. Es war meistens nicht mehr so heiß, und an manchen Tagen lag bereits ein Hauch von Herbst in der Luft. Die einst so kräftigen Farben verblassten nach und nach, besaßen jedoch immer noch genug Leuchtkraft. Die Heide blühte in sattem Lila oder Purpur, und es duftete herrlich nach Spätsommer, Nordsee, Salz und Verheißung."

Die Figuren sind insgesamt gut ausgearbeitet, wobei ich sagen muss, dass mir Anna in der Gegenwart deutlich näher (und sympathischer) war als Martje in der Vergangenheit. Annas Gedanken und Gefühle konnte ich besser greifen, während Martje für mich ein kleines Stück distanzierter blieb. Ihre Bindung zum väterlichen Freund Nanning liebte ich jedoch sehr.

Was die Geschichte zudem besonders macht, ist auch ihre Tragik. Sie zeigt eindrücklich, wie sehr Zufälle und Begegnungen das eigene Leben beeinflussen können … und dass man manchmal, ohne es zu merken, einen völlig falschen Weg einschlägt, wenn man sich von den falschen Menschen leiten lässt. Das war stellenweise wirklich schmerzhaft zu lesen, aber auch sehr berührend und eben vollkommen realistisch.

Es ist definitiv keine kitschige Liebesgeschichte, im Gegenteil - eher eine bewegende Geschichte über Verlust, schicksalhafte Entscheidungen, Reue, Sehnsucht, Familie und Wahrheitssuche, mit kleinen Lichtblicken dazwischen.

Ein Detail, das ich ebenfalls toll fand: die Erwähnung realer Buchhandlungen wie "Der Bücherwurm" in Westerland und "Die Büchertruhe" am Keitumer Watt.

Der Schreibstil der Autorin ist durchgehend einladend, flüssig und vor allem atmosphärisch dicht. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen!

Fazit:
Hat mir wunderbar gefallen! Klare Empfehlung für alle Leser:innen, die Insel-Feeling, Familiengeheimnisse und fesselnde, emotionale Geschichten lieben.

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