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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kathie:

Voller Spannung und Dramatik

Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson

"Wir waren nur Mädchen" von Buzzy Jackson ist eine packende und mitreißende Erzählung, die einen sofort in die düstere Atmosphäre des besetzten Amsterdams einführt. Die Geschichte folgt Hannie Schaft, einer mutigen jungen Frau, die sich dem Widerstand gegen die Nazi-Besatzungsmacht anschließt.

Als Jura-Studentin mit großen Träumen für die Zukunft wird ihre Welt durch den Krieg zerstört. Doch sie entscheidet sich, zu handeln und auch zu töten. Als "das Mädchen mit den roten Haaren" wird sie bekannt und von den Besatzern gejagt. Trotz der Grausamkeit um sie herum versucht Hannie, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Doch dann verliebt sie sich in einen Mitkämpfer. Die wahre Geschichte hinter dem Roman macht sie noch bewegender, und die historischen Ereignisse werden erschreckend und berührend erzählt. Das Nachwort ordnet die Personen und Ereignisse zeitlich und historisch ein, was einen tieferen Einblick in die Geschichte ermöglicht.

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Rezensionen von Anndlich:

Die Risiken des Lebens

Das kleine Buch der großen Risiken von Jakob Thomä

In Das kleine Buch der großen Risiken berichtet Jakob Thomä alphabetisch, also von „Atombomben“ bis „Zombieapokalypse“, von 26 Risiken unseres Planeten.

Dabei beginnt jedes Kapitel mit der Frage, ob wir uns Sorgen machen müssen und der relativ kurzen Antwort darauf. Direkt im Anschluss bekommen wir dann eine größere Analyse mit einem Fazit, die mit Informationen gespickt ist und bei einigen Risiken zum Nachdenken und Reflektieren anregt.

Den teilweisen bedrückenden Risiken, manche empfand ich von vornherein weniger erschreckend, verleiht der Autor durch eine Prise Humor eine gewisse Leichtigkeit, ohne dabei die Ernsthaftigkeit des Themas zu verhöhnen.

Ich habe das Buch nicht am Stück gelesen, weil ich über einzelne Risiken auch gerne länger und in Gesprächen mit Familie und Freunden nachgedacht habe. Für mich war Das kleine Buch der großen Risiken genau das richtige und es bietet eine tolle Grundlage, um über das Leben zu philosophieren.

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Rezensionen von manu63:

Eigenwilliger Schreibstil

Der Rabengott von Ann Leckie

Der Rabengott ist ein Fantasy Roman der Autorin Ann Lecki in der es viel um die Entstehung von Göttern geht. Der Klappentext lässt das auf den ersten Blick nicht vermuten. Ich habe ehrlich gesagt eine etwas andere Geschichte erwartet als die, welche ich gelesen habe.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn die Geschichte wird von einem Erzähler geschildert welcher eine Romanfigur direkt anspricht.

Beispiel sinngemäß: „ Als ich dich das erste Mal sah rittest Du auf einem Pferd“. In diesem Stil geht es die ganze Geschichte über weiter. Dazwischen werden Szenen eingefügt in der es darum geht wie eine Gottheit entsteht.

Die eigentliche Geschichte aus dem Klappentext steht dabei eher im Hintergrund und es ergeben sich viele Stellen an denen sich die Geschichte zieht. Richtige Spannung kam bei mir nicht auf und bei einigen Seiten im Buch musste ich darum kämpfen an der Geschichte dran zu bleiben.

Wer sich mal auf eine andere Art von Fantasy Geschichte einlassen möchte liegt mit dieser Geschichte richtig. Wer lieber eine spannende Geschichte möchte wird von diesem Buch eher enttäuscht sein. Bei mir liegt es dazwischen, ich fand es mal interessant solch ein Buch gelesen zu haben, aber auf Dauer würde es mir nicht gefallen mehr davon zu lesen.

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Rezensionen von Miro:

Der Sturm im Inneren

Windstärke 17 von Caroline Wahl

17 Beaufort ist die maximale Windstärke und so fühlt sich der Orkan an, der immer wieder in Idas Brust tobt und sie laufen und brüllen lässt. Irgendwie muss vieles raus, aber irgendwie scheint nichts zu wirken.

Ida ist mittlerweile erwachsen, hat das Abitur hinter sich gebracht und ein Studium begonnen.

Sie ist ebenfalls eine gute Schwimmerin und sie schreibt. Doch nichts kann die Bilder auslöschen, die immer wieder ihr Gedächtnis stürmen. Als sie ihre tote Mutter fand, oder als sie ihr im Zorn riet, es endlich hinter sich zu bringen. Sie kämpft mit Schuldgefühlen, weil sie der Mutter nicht ausreichend geholfen hat. Sie ist destruktiv, kümmert sich nicht gut um sich selbst und weiß nicht wohin. Sie möchte nicht zu ihrer Schwester Tilda, die mit Viktor und zwei Kindern in Hamburg lebt. Also fährt sie mit ihrem Flex-Ticket so weit weg wie möglich und landet auf Rügen, wo der Sturm auch außen manchmal ziemlich tobt.

Und endlich hat Ida mal Glück. Sie findet einen Job in einer Bar und die Besitzer, ein älteres Ehepaar nehmen sie auf und päppeln sie auf. Außerdem lernt sie einen Jungen kennen, den ebenfalls eine dunkle Aura umgibt.

Als das Buch erschienen ist, war ich sehr überrascht, dass sich Caroline Wahl zu einer Fortsetzung entschlossen hat. Als ich dann merkte, dass wir nun Ida besser kennenlernen und erfahren, wie es ihr dann alleine mit der Mutter ergangen ist, habe ich mich sehr darüber gefreut. Ida hat noch mehr von dieser ganzen Tragödie abbekommen als Tilda, denn man kann sich vorstellen, dass es mit der Mutter weiter bergab ging und dementsprechend größer ist hier auch das Leid. Doch das Mädchen versinkt nicht darin. Sie kämpft mit allem was sie hat und versucht, den Mut nicht zu verlieren. Es ist schön zu lesen, dass ihr auch mal was Gutes passiert, auch wenn sie das selbst kaum glauben kann. Ihr Weg aus dem Auge des Sturm ist nicht einfach und verläuft auch nicht linear und das macht die Geschichte auch glaubwürdig.

Ich habe diesen Folgeband als noch stärker empfunden als 22 Bahnen, vergebe begeisterte 5 Sterne und freue mich sehr auf das nächste Buch von Caroline Wahl!

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Rezensionen von Niko:

viele Themen, die zum Nachdenken anregen und dazu eine schöne, ruhige Liebesgeschichte

Weil ich an dich glaube - Great and Precious Things von Rebecca Yarros

Camden Daniels kehrt nach sechs Jahren zurück in seine Heimatstadt Alba, weil sein Vater ihn um Hilfe gebeten hat. In Alba erwartet ihn aber eine Kleinstadt, wo man dazugehören muss, damit man sich hier gut fühlen kann... und es schaut so aus, als Cam nicht einfach so dazugehört.
Der Schreibstil von Rebecca Yarros ist fließend, die Geschichte, obwohl sehr viele Themen angesprochen werden, ist leicht zu verfolgen und die Spannung wird langsam aufgebaut.

Die Geschichte wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt, aus Willow's, Cam's Jugendliebe, und aus Cam's Perspektive. Wo Cam aufhört zu erzählen, erzählt Willow weiter und umgekehrt. So ergänzen sich die Geschichten und man kann leichter verstehen, was die HauptprotagonistInnen denken. Im ersten Teil des Buches kennen wir einige Bewohner der Kleinstadt Alba, Cam's und Willow's Familie und wir spüren sehr früh, dass hier für Cam nicht alles leicht wird. Sobald Cam und Willow zugeben, dass sie sich lieben, ist es sehr schön zu verfolgen, wie ihre Liebesgeschichte ständig wächst.
Neben der Liebesgeschichte werden auch weitere Themen diskutiert. Cams Vater, Arthur, ist an Alzheimer erkrankt und wünscht sich so stark, dass er nicht künstlich am Leben gehalten wird, wenn es so weit kommt, dass er sich sogar am Brust tätowieren lässt. Beide Themen, mit der Krankheit umzugehen und Selbstbestimmung auf das eigene Leben sind sehr gut thematisiert. Die Atmosphäre in der Kleinstadt ist auch sehr gut wiedergegeben. Die familiären Beziehungen werden gut untersucht, zwischen Geschwister, aber auch Eltern-Kindern.
Ein weiteres Thema wäre der Krieg und die Schuldgefühle, mit denen die Menschen danach weiterleben müssen. Zwischen all diesen Themen wächst die Liebesgeschichte zwischen Cam und Willow doch schön weiter bis sie nicht nur gegen einer ganzen Stadt (bei solche Themen sind die Kleinstädte mehr zu befürchten als die Großstädte) sich stellen können, sondern sogar die Menschen gewinnen, die am Anfang am meisten dagegen waren.
Mit einer ruhigen, aber sehr klaren Stimme erzählt Rebecca Yarros eine schöne Liebesgeschichte. Wichtige Themen wie Alzheimer, Selbstbestimmung, familiäre Beziehungen und die Atmosphäre in einer Kleinstadt sind angesprochen. Ich könnte nicht sagen, ob die Liebesgeschichte oder eins der anderen Themen das Hauptthema ist. Alle Themen gehen Hand in Hand, die Spannung wächst ständig durch das ganze Buch und am Ende war ich froh, dass ich das Buch gelesen habe.

Fazit: Ein schönes Buch, sowohl äußerlich als auch inhaltlich, mit vielen Themen, die zum Nachdenken anregen, das ich sehr gerne gelesen habe und auch gerne weiterempfehlen würde.

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Rezensionen von nanu?!:

Drei Jungs im Fadenkreuz

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord. von Nick Brooks

​Für Außenstehende hat die Urban Promise Prep School einen tadellosen Ruf. Hier sollen Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen auf die Colleges vorbereitet werden.
Deswegen wird der Gründer und Leiter, Mr. Moore, auch von allen verehrt.
Doch der Schock in der Stadt ist groß, ausgerechnet Mr.

Moore wurde in seinem Büro erschossen. Nur wenige Menschen waren zu diesem Zeitpunkt noch im Schulgebäude und stehen nun unter Mordverdacht. Unter anderem die Schüler J.B., Trey und Ramon, die mussten Nachsitzen.
Wer hat es getan?

Der Roman beginnt sofort mit der Pressemitteilung von Mr. Moores Ermordung.
So ist man von der ersten Seite an mitten im Geschehen, und sogleich wird mit der Ermittlungsarbeit begonnen.
Besonders ist hier der Aufbau der Geschichte. Es folgen nämlich eine Reihe von Protokollen und Aussagen von Leuten, die ihre Sicht der Geschehnissen darlegen.
Befragt werden so einige die vielleicht was wissen, vielleicht auch nicht, aber sicher ist, dass jeder gerne seine Meinung zu so einer Tat zum Besten gibt.
Diese Aussagen haben mich nur kurz am Anfang ein bisschen verwirrt, weil ich noch gar nichts über den Fall und die drei Jungs, die unter Mordverdacht stehen, wusste. Das hat sich aber ganz schnell gelegt und konnte der Handlung bis zum Ende problemlos folgen.

Erst nach den Aussagen beginnt die eigentliche Geschichte. Auch hier wechseln sich die Perspektiven regelmäßig ab. Meist wird aus J.B.s, Treys oder Ramons Sicht in der Ich-Form geschrieben.
Obwohl man so den Jungs ganz nah ist, kann man doch nicht sicher sagen, ob einer von ihnen der Täter war. Mit ihren Informationen, was zum Tatzeitpunkt genau geschehen ist, gehen alle drei sehr sparsam um.
Aber durch die regelmäßigen Einstreuungen von Aussagen und dem was man nach und nach erfährt, kommt man der Auflösung des Falls immer ein Stück näher.
Nebenbei gerät die Schule in den Fokus. Schnell wird hier klar, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Je weiter man kommt, häufen sich die Verdächtigen und Motive, ein wahrer Abgrund tut sich auf.
Außerdem geht es in diesem Roman um Chancengleichheit für P.o.c.

Ich fand das Buch wirklich spannend. Durch die vielen Perspektiven erfährt man als Leser immer nur so viel, dass mal wieder eine neue Person verdächtig wird. Der Fall hatte was von einem Puzzel, das man erst einmal zusammen setzen muss.
Man merkt gleich, dass der Autor eigentlich Filmemacher ist, der Spannungsbogen wird fast durchgehend hoch gehalten. Eigentlich könnte man das Buch, so wie es ist, verfilmen.
Der Roman wird mit "One of us is lying" von Karen M. McManus verglichen, aber außer das beide Romane in einer Schule spielen und bei beiden Nachsitzen anstand, finde ich nicht, dass die Bücher sich gleichen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Schwimmen in London

Am Himmel funkelt ein neuer Tag von Meike Werkmeister

Zoé, die man knapp aus "Am Morgen wartet ein neuer Horizont" kennt, zieht von Hamburg nach London. Auf ihre neue Stelle, die auf ein Jahr befristet ist, ist sie sehr gespannt, doch das Team erweist sich als relativ komplikationslos. Mit ihrer Bleibe ist Zoé ebenfalls höchst zufrieden. Ihr Vermieter Ravi, der im Erdgeschoss ein kleines Café führt, füttert sie nicht nur durch, sondern wird auch zum Freund.

Dass sich in der Nähe ihrer Wohnung kleine Schwimmteichs befinden, ist für Zoé das Highlight, denn sie liebt es zu schwimmen und kann nun ihrem Lieblingshobby auch in London unkompliziert nachgehen. Im Ladies Pond findet sie schnell Anschluss.

Soweit alles gut. Bis sie eines Tages plötzlich denkt, sie hätte Filipe, ihren Ex aus Portugal gesehen. Die Fotos, die er auf Social Media postet, sehen stark nach London aus. Zoé beschäftigt diese Situation, sie denkt nämlich immer noch an ihn.

Sie macht sich extrem viele Gedanken, immer wieder. Darüber spricht sie mit einer älteren Frau, mit der sie frühmorgens im Ladies Pond schwimmt. Doch dann denkt sie Geister gesehen zu haben, was zu den Legenden passt, die erzählt werden. Aber auch eine Wahrsagerin hat ihr in ihren ersten Londoner Tagen etwas mit auf den Weg gegeben, was Zoé sehr beschäftigt.

Meike Werkmeister schlägt hier leise Töne an, was mir am Anfang sehr gut gefallen hat. Diese leisen Töne wurden aber immer mehr durch Zoés ständiges Gedankenkarussell gestört. Die Unterstellung, dass Zoé forsch ist, nur weil Yon beleidigte Leberwurst spielte, konnte ich nicht nachvollziehen - für das hat Zoé viel zu oft drumrum geredet, anstatt direkt gesagt, wieso sie was gedacht, getan oder vermutet hat. Der Konflikt zwischen den beiden fand ich deshalb viel zu hoch geschraubt und konstruiert.

Zudem hatte ich ständig das Gefühl, ich hätte im Portugal-Roman etwas verpasst, denn es hörte sich hier so an, als ob die Trennung mit Filipe damals ein riesiges Drama war und wer jetzt wie Schuld war für was auch immer, das wurde mir hier zu dick aufgetragen (und ständig wiederholt). Ich hab dann im Vorgänger einige Szenen nachgelesen: dort kam das Drama gar nicht so extrem rüber. Auch komisch empfand ich, dass die super sympathische Portugal-Prota Katrin dermassen tratschen würde.

So sehr ich das Setting in Hampstead mit seinen Schwimmteichen, Ravi's Café und die unterschiedlichen Charaktere - alle besonders (und einige besonders toll) auf ihre eigene Art - liebte, fiel es mir, aufgrund der gerade genannten Dinge, schwer dran zu bleiben. Ich hatte, im Gegensatz zu "Am Horizont wartet die Sonne" leider nie das Gefühl, unbedingt weiter lesen zu wollen.

Das Ende war nett, doch gerne hätte ich gegen Ende nochmals etwas über die "weissen Blumen", die von der Wahrsagerin prophezeit wurden, gelesen. Am Anfang sah man überall weisse Blumen, am Ende spielten sie keine Rolle mehr, sie wurden nicht mal mehr erwähnt.

Fazit: Eigentlich eine schöne Geschichte, die mir, durch gewolltes Drama wo keines war, zu sehr aufgebauscht wurde.
3.5 Punkte.

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Rezensionen von Lesebienchen36:

Babyalarm und Gefühlschaos

Komm schon, Baby! von Ellen Berg

Inhaltsangabe:

Die 38jährige Juli liebt ihren Job als Hebamme mehr als alles andere, denn für sie gibt es nichts Schöneres als ihre Patientinnen auf dem Weg bis zu der Geburt zu begleitet und steht mit Rat und Tat ihnen zur Seite. Mit ihrer eigenen Familienplanung hat es allerdings noch nicht geklappt, denn Mr.

Right ist unauffindbar. Für Juli ist dies noch kein Grund zur Sorge, aber als sie unerwartet schwanger wird, wird dies ihr größtes Problem. Der potenzielle Vater ihres ungeborenen Kindes ist ausgerechnet der Freund einer Patientin und als die beiden aufeinandertreffen, ist das Gefühlschaos vorprogrammiert.

Nach zahlreichen Romanveröffentlichungen (wie z.B. „Tofu oder was?“ oder „Alles muss man selber machen“) hat Ellen Berg nun ihr neustes Werk „Komm schon, Baby“, das im Mai 2024 im Aufbau Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie lange ich ein Fan von ihren Büchern bin und sobald sich ein neuer Roman auch nur ankündigt, weiß ich: dieses Buch muss ich unbedingt haben und vor allen Dingen lesen! Da geht kein Weg vorbei und so kurz darauf hieß es auch schon: Babyalarm und Liebeschaos a la Ellen Berg!

Wer schon einmal das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen, aber nicht nur damit kann Ellen Berg punkten. Ihren bildhaften Erzählstil, der mit einer extragroßen Portion Humor garniert wird, ist einfach einzigartig, nahezu brillant. Rein theoretisch könnte man den Roman in einem Rutsch weg lesen, aber das sollte man hier tunlichst vermeiden. Seite für Seite muss man ihn einfach genießen und sich die eine oder andere Träne, die man vom Lachen bekommt, wegwischen. Bei jedem Buch frage ich mich, besser kann man es doch gar nicht mehr machen, aber Pustekuchen: Ellen Berg legt immer noch eins oben drauf! Wow und mein aller größten Respekt, dass sie ihren Wortwitz über all die Jahre so perfekt beibehalten hat. Aber was wäre ein guter Wortwitz, wenn die Charaktere nicht stimmen würden. Die Angst ist hier total unbegründet. Die Autorin wählt ihre Figuren so aus, so dass der Leser meint, sie seit Jahren zu kennen. Sie wurden direkt aus dem Leben gegriffen und in eine lebenslustige Geschichte reingepackt. Authentisch, lebensnah und mit Ecken und Kanten ausgestattet. Was will man als Leserin mehr. Nichts!

Die Handlung ist (k)eine Liebesgeschichte, nein, sie ist auch eine Lebensgeschichte. In ihrem aktuellen Roman erzählt sie die Geschichte über Juli, eine junge Hebamme, die mehr als nur ihren Job macht. Für ihre Patientinnen hat sie immer ein offenes Ohr und steht mit Rat und Tat zur Seite. Selbst als Juli schwanger wird, kennt sie nur eins: das Wohlergehen ihrer Patientinnen. Ihr Privatleben wird zu einer Achterbahn der Gefühle. Ihre Freunde und Oma Hilde stehen, so gut wie es geht, ihr bei. Selbst hier hat das Leben noch einige Überraschungen für Juli auf Lager. Welche es sein werden, verrate ich natürlich nicht. Was ich unheimlich schön fand, war, dass Ellen Berg ihre Leser einen kleinen Einblick in das Leben einer Hebamme vermittelt. Einfühlsam beschreibt sie, mit welchen Fragen oder Sorgen sich Schwangere beschäftigen. Selbst medizinisches Fachwissen bleibt nicht außen vor und dadurch erhält die Handlung eine Authentizität, die besser nicht hätte sein können. Während des Lesens merkt der Leser recht schnell, dass sich die Autorin mit dem Thema „Hebamme und Baby“ auseinandergesetzt hat und dies hat sie nicht nur ihrem eigenen Mutterdasein zu verdanken. Wer jetzt Angst bekommt, dass dies ein medizinischer Ratgeber ist, der liegt völlig falsch. Hierbei handelt es sich um eine turbulente Lebens-Liebesgeschichte, die durch ihre brillant eingesetzten Wortwitze und der Situationskomik zu einen wahren Leseerlebnis wird. Humor wird hier ganz großgeschrieben!

374 Seiten pures Leben, Gefühlsachterbahnfahrten und einzigartige Unterhaltung!

5 von 5 Sterne (mehr gibt es leider nicht) und eine absolute Leseempfehlung obendrauf!

Eins meiner Lesehighlights 2024!!!

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Rezensionen von nessabo:

Kurzweiliges Leseerlebnis, jedoch nicht ganz mein Geschmack

Komm schon, Baby! von Ellen Berg

„Komm schon, Baby“ ist mein erstes Buch von Ellen Berg. Ich mag farbenfrohe Cover, deshalb ist mir dieser Roman auch initial ins Auge gefallen. Die Gestaltung reiht sich gut in die anderen Bücher der Autorin ein. Trotzdem könnte es je nach Betrachter*in auch als etwas altbacken gelesen werden. Ich bin da ein wenig hin- und hergerissen.

????

Der Roman selbst dreht sich um Hebamme Juli, ihre eigene Schwangerschaft und den Vater dazu - der aber anderweitig verpflichtet scheint. ????Von ihrem ersten Wiedersehen an ist eigentlich klar, dass hier ordentlich Anziehung da ist und das setzt sich auch bis zum Schluss fort. Doch Matteo scheint den väterlichen Verpflichtungen seiner ebenfalls schwangeren Partnerin Emily gegenüber nachkommen zu wollen, wodurch Einiges an Gefühlschaos entsteht. Und das alles in einem Zeitraum von lediglich einer Woche! Bei all dem Chaos ist der Epilog dann wieder was für’s Herz. ????

Ich fand die kurzen Kapitel schnell und gut zu lesen. Der Ton ist leicht, humorvoll und der Text mit einigen Informationen rund um die Arbeit der Hebammen sowie Geburten allgemein gespickt. Hier zeigt sich, dass die Autorin wirklich viel recherchiert hat. Die meisten Figuren sind liebenswert, eine ganz besondere Sympathieträgerin ist dabei natürlich Oma Hilde, die mein Herz ganz klar gewonnen hat. ????

Einige Schwierigkeiten hatte ich aber mit dem gewählten Humor. Ich empfand ihn stellenweise als eher platt, da auch öfter mit Klischees gearbeitet wurde. Da wurde mein persönlicher Humor einfach nicht getroffen. Manche Handlungsentwicklungen kamen mir zu plötzlich und damit unrealistisch vor. Dadurch bin im beim Lesen dann doch immer mal ins Stocken geraten. Auch, dass manche Figuren recht streng als bösartig und falsch gezeichnet wurden, hat mir nicht gefallen. Ich mag ambivalente Charaktere und hätte mir hier noch mehr Tiefe gewünscht.

Das Ende ist natürlich irgendwie vorhersehbar und das empfinde ich nicht als schlimm bei dieser Art Romane. Mir war die Geschichte insgesamt nur nicht rund genug und ich konnte mich auch nicht so wirklich mit den Figuren identifizieren. Wenn letzteres gegeben ist, fällt der Lesegenuss sicherlich viel leichter.

Wer also nach einem leichten Leseerlebnis sucht, sich für Schwangerschaft & Geburten interessiert und irgendwie immer wissen will, wohin die Reise geht, wird hier bestimmt Spaß beim Lesen haben.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ein Feuerwerk zum Schluss!

Evas Rache von Thomas Ziebula

Auf dieses vierte Buch aus der Reihe um Paul Stainer habe ich mich schon sehr gefreut. Zugleich bin ich traurig, dass es nicht nur der vierte, sondern auch der letzte Band ist. Thomas Ziebula schreibt so, dass man direkt dabei ist, dass man ganz nah dran ist an den Figuren. Gleichzeitig ist es wie eine Zeitreise, gut recherchiert und authentisch beschrieben.

Das mag ich sehr! Man merkt, dass der Autor eine Leidenschaft für Geschichte hat, das Buch sprüht nur so vor Lokalkolorit und Zeitgeschehen.

Die vielen unerwarteten Wendungen haben mich bestens unterhalten und dazu geführt, dass ich das komplette Buch voller Spannung gelesen habe. Am Ende war ich begeistert, aber traurig zugleich, dass das auch der Abschied von Paul war. Aber ich bin ja Optimist und hoffe, dass da irgendwann vielleicht doch noch irgendwas geht.

Sehr gelungen fand ich die Zusammenführung der verschiedenen Handlungsstränge, die sich immer weiter verbinden. Alles ist gut nachvollziehbar, es bleiben keine Fragen offen und das Geschehen wirkt immer authentisch und gut durchdacht. Einfach lesenswert und umso schöner, wenn man auch die Vorgängerbücher kennt. Ein Feuerwerk zum Schluss dieser lesenswerten Reihe, die für meinen Geschmack mindestens doppelt so lang sein sollte!

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