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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Das Herz weint

Das Opernhaus: Rot das Feuer von Anne Stern

Rot das Feuer ist der Titel des zweiten Bandes der Opernhaus Trilogie der Autorin Anne Stern.

Wenige Jahre sind seit dem ersten Band vergangen und Elise fühlt sich in der Ehe mit Adam Jacobi immer unglücklicher. Eher zufällig begegnet sie Christian wieder und für Elise beginnt eine Zeit in der sie sich entscheiden muss, wie es mit ihrem Leben weiter gehen soll.

Der Schreibstil ist gut lesbar und die Charaktere haben sich in der Zwischenzeit weiter entwickelt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit und der Widerstand gegen die Obrigkeit werden gut dargestellt. Elises innere Zerrissenheit kommt gut rüber und als Leserin konnte ich ihr Dilemma gut nach vollziehen. Die Geschichte selber ist eher ruhig und die Spannungsbögen rar, Dennoch wird Elises Geschichte interessant weiter erzählt.

Die Geschichte endet ohne herausragendem Cliffhanger, verspricht aber einer guten dritten Band.

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Rezensionen von Sago:

Tässchen Blut gefällig?

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal

"Aber irgendwie hatte es etwas, ein Mädchen, das doch eigentlich alles über jeden wusste, und ein Junge, noch geheimnisvoller als der Mond."

Auch diese Geschichte hat etwas, auch wenn es lange gedauert hat, bis die Stärken ans Licht kamen. Die Autorin nimmt sich zunächst sehr viel Zeit, ihre fünf Hauptprotagonisten einzuführen, jedoch leider ohne dass man ihnen wirklich nahe kommt Das gilt sogar für Arthie, Jin und Flick, deren Perspektiven wir direkt folgen.

Das Land Ettenia und Arthies Teehaus Spindrift, das sich nachts in ein Bluthaus für Vampire verwandelt, sind vielversprechend. Das Spindrift wird bedroht und um es zu retten, muss Arthie gemeinsam mit ihrem Wahlbruder Jin, der Fälscherin Flick, dem Gardisten Laith und Vampir Matteo ausgerechnet ins Hauptquartier der Vampire einbrechen, um ein Kassenbuch zu stehlen. Das fand ich arg konstruiert und auch die Planungen zogen sich ebenso wie das tatsächliche Eindringen, bei dem die angeblichen Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet nicht gerade glänzten. Vor allem mit den Protagonistinnen Arthie und Flick konnte ich kaum warm werden. Jin, Matteo und Laith, der Extrapunke für seine Katze erntete, konnten mich mehr überzeugen.
Im letzten Teil des Buches zündete die Autorin dann ein wahres Feuerwerk an Ideen und Twists, die ich nur teilweise voraussehen konnte. Das lässt für den zweiten Teil der Dilogiie hoffen, denn an interessanten Grundideen wie auch das Rätsel um die entführten Vampire mangelte es nicht.

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Rezensionen von Tara:

Vielfältig & absolut lesenswert

Kaleidoskopische Welten von Dario Schrittweise

„Kaleidoskopische Welten: Kurzgeschichten, Miniaturen und szenische Texte“ ist eine bunte Mischung an Texten des Autors Dario Schrittweise.

Den Titel hat der Autor für seine Sammlung an Kurzgeschichten perfekt gewählt. Genauso könnt ihr euch die Geschichten vorstellen, wie die Bilder eines Kaleidoskop.

Es ist eine einzigartige, bunte Mischung, in der sich Texte finden, die zum Nachdenken anregen, welche die überraschen, den Leser zum Lachen oder Staunen bringen, mal ein wenig fantastisch und mal ganz realitätsnah.

Der Schreibstil des Autors liest sich angenehm. Jede Geschichte steht für sich und hat eine andere Botschaft. Dadurch eignet es sich auch für Menschen, die keine dicken Bücher mögen und nur hin und wieder lesen. Alle anderen haben es vermutlich leider viel zu schnell durch. Ich konnte das Buch nämlich nicht mehr aus der Hand legen, da ich einfach unglaublich neugierig war, worum es als nächstes gehen wird.

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Rezensionen von sello:

hat mir gut gefallen

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal

Ich habe schon öfters von Hafsah Faizals Büchern gehört, aber A Tempest of Tea war mein erstes Buch von ihr.
Das Cover des Buches ist wirklich wunderschön. Auf dem Cover ist Arthie zu sehen und ich finde Rückblickend passt es einfach perfekt zum Buch. Auch die silberne Schrift unter dem Schutzumschlag ist wunderschön.

Der Schreibstil war etwas ungewohnt. An den meisten Stellen hat er mir gut gefallen aber hin und wieder gab es ein paar Beschreibungen die mir zu philosophisch waren und die nicht ganz reingepasst haben.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind Arthie und Jin Casimir die ein geheimes Bluthaus betreiben. Ihre ganzen Interaktionen und Dialoge waren eines der besten Aspekte an diesem Buch. Zu meinen Lieblingscharakteren gehören jedoch Matteo und Flick. Von Matteo hätte ich sogar am liebsten noch mehr gesehen, vor allem von ihm und Arthie zusammen.
Arthie ist ein ganz interessanter Charakter. Anfangs hat man das Gefühl, dass man versteht warum sie eine Sache macht und man merkt schon das Faizal versucht sie als superschlaue und berechnende Person darzustellen. Doch an einigen Stellen, hauptsächlich im letzten Drittel, war sie mir nicht mehr so lieb.
Laith ist ebenfalls sooooo interessant aber wir wissen so wenig über ihn. Ich hoffe im nächsten Band werden viele Geheimnisse gelüftet da ich auch einige Vermutungen über seine Herkunft habe.
Das Thema Kolonialismus sowie Diskriminierung wird in diesem Buch oft durch Arthie angesprochen und wie sie gewisse Dinge aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe erlebt. Ich finde diese Themen wurde auf clevere Weise eingeführt und in Dialoge eingebracht.
Am Ende vom Buch habe ich mich echt gefragt, ok was ist jetzt genau passiert, weil einfach so viel im letzten Teil geschieht.
Ich werde definitiv den zweiten Band lesen und ich frage mich schon wie das Buch wird.

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Rezensionen von Lilli33:

Für mich ist das kein Thriller

Das Waldhaus von Liz Webb

Für mich ist das kein Thriller

Inhalt:
Die siebenunddreißigjährige Hannah Davidson zieht wieder bei ihrem Vater ein, da er geistig immer mehr verfällt und nicht mehr alleine klar kommt. Während Hannahs Bruder Reece den Vater für den Mörder ihrer Mutter hält, die vor dreiundzwanzig Jahren ums Leben kam, war Hannah immer von dessen Unschuld überzeugt.

Doch jetzt hält der Vater Hannah für seine Frau Jen und bittet sie immer wieder um Verzeihung. Hannahs Überzeugung gerät ins Wanken. Sie will nun endlich den Mörder ihrer Mutter finden und beginnt im Wespennest zu stochern …

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hörte sich für mich sehr gut an, Thriller liebe ich, und neuen Autor*innen gebe ich gerne eine Chance. Aber „Das Waldhaus“ hat mich doch ziemlich ernüchtert. Ein Thriller ist das in meinen Augen beileibe nicht. Eher könnte man es als Familiendrama bezeichnen.

Das Gute: Die Handlung ist einigermaßen stringent …

Das weniger Gute: … leider aber auch in weiten Teilen vorhersehbar. So war mir schon sehr früh klar, wer Hannahs Mutter getötet hat.

Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Es fiel mir leicht, das Buch aus der Hand zu legen und eine Pause zu machen, denn so richtig spannend ist es nicht. Erst auf den letzten Seiten kommt ein bisschen Action auf.

Die Hauptfiguren sind allesamt ziemlich unsympathisch und wirken irgendwie psychisch lädiert, paranoid, arrogant und narzisstisch. Ich konnte mich weder für die Protagonistin noch für ihren Bruder erwärmen. Es war mir im Endeffekt piepschnurzegal, wie ihre Geschichte sich entwickelt. Die einzige interessante Person, der ehemalige Detective, der damals in dem Mordfall an der Mutter ermittelt hat, kommt leider viel zu kurz. Da hätte man viel mehr draus machen können.

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Rezensionen von Claudia R:

geisterhaft ....

Geister im Computerfieber von Anna Eschenhagen

Klappentext / Inhalt:

„Die Welt ist schön, wenn man Freunde hat.“
Herkules kann sich glücklich schätzen. Ob in der Toskana oder in Quarantäne, sein bunter Freundeskreis aus Menschen und Geistern hält zu ihm, egal, wie brenzlig es wird. Doch als Herkules nach den aufregenden Ferien in Italien glaubt, dass sein Leben ruhiger wird, hat er die Rechnung ohne den Schulgeist Jonathan von Nobelnobel gemacht.

Denn der langweilt sich, seit die Schulen geschlossen sind. Und nicht nur er, auch Jonathans weitläufige magische Verwandtschaft hat die Wunder der Computertechnik für sich entdeckt.
Geheime Gewölbe, Betrüger, Umweltsünder und dann noch Sumpftante Hasras Prophezeiung – wieder stolpern die Kinder von einem Abenteuer ins nächste. Und während sich Herkules mit unliebsamen Besuchern und einem rätselhaften Laptop herumschlägt, erwartet die Geisterwelt von ihm nichts Geringeres als eine Heldentat.
Auch die temporeichen Ereignisse im zweiten Band der Geschichten um Herkules und seinen Freundeskreis bringen wieder Spannung und zahlreiche magische Überraschungen!
Bereits erschienen:
Anna Eschenhagen, Geister fahren Straßenbahn, ISBN 978-3-943622-66-9

Cover:

Das Cover ist interessant gestaltet und macht neugierig auf das Buch. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt.

Meinung:

Herkules und sein Freundeskreis aus Menschen und Geistern ist mir bereits bekannt gewesen. Dies ist nun das zweite Buch, aber man kann hier hinein starten, auch ohne Vorkenntnisse.

Das Buch enthält drei spannende Geschichten, die jede für sich separat lesbar ist. So begleitet man Herkules auf seiner Reise nach Italien, wird an den Lockdown erinnert und im letzten Abenteuer geht es um Umweltsünder. Jede Geschichte ist spannend und interessant erzählt, wobei mir persönlich die zweite und dritte Geschichte am meisten gefallen haben.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Angaben dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Die drei Geschichten sind in sich sehr gut gegliedert und gestaltet. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich so sehr gut lesen. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Die bunten Illustrationen runden jede der Geschichten zusätzlich sehr gut ab. Die Bilder lockern auf und machen es einfach perfekt. Diese sind toll umgesetzt.

Die Geschichten sind spannend, witzig und einfach unterhaltsam. Geisterhaft schöne Unterhaltung wird hier geboten und bereiten kurzweiliges Lesevergnügen. Einfach richtig toll umgesetzt und Herkules mit seinem besonderen Freundeskreis hat hier wieder allerhand zu bieten. Auch Themen wie Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Mut werden hier geschickt mit eingebaut. Begeisternde Stimmung und Unterhaltung.

Fazit:

Geisterhaft schöne Unterhaltung wird hier geboten und bereiten kurzweiliges Lesevergnügen.

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Rezensionen von Danislesestube:

Ein hervorragender dritter Teil mit einem gelungenen Showdown

Ashturia von Naomi Huber

Dafür, dass uns im Klappentext so viel Rasanz versprochen wird, fängt das Buch sehr friedlich an und bleibt es auch über mehrere Kapitel hinweg. Eine willkommene Abwechslung, wenn man bedenkt, was in den Teilen zuvor geschehen ist. Jedoch ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. Bis hierhin gefiel, mir, was ich gelesen habe.

Eine Ahnung, was mit „der Vendorey“ gemeint sein könnte, bahnt sich schon hier an. Zunächst war ich mir unsicher, ob die Information nicht zu früh serviert wird, jedoch rückt dieser Gedanke recht schnell aufgrund der nachfolgenden Ereignisse in den Hintergrund. Diese haben es in sich.

Aus der Vergangenheit weiß ich, dass Naomi eindrucksvolle und energiegeladene Szenen hervorragend beherrscht. Aber hier hat sie sich noch einmal so richtig ausgetobt. So langsam der Anfang war, so schnell flog ich durch den mittleren Teil des Buches, nur um dann kurz vor dem Showdown ruckartig abgebremst zu werden, um dann wiederum mit Vollgas Richtung Ende zu fliegen.

Genug vom allgemeinen Eindruck. Hinein in die Details. Trina und Liam durften ihre neue Macht vollends ausleben. Das gefiel mir gut. So hatte ich das Gefühl, dass diese durch die Ereignisse aus der Vergangenheit geistig und körperlich gewachsen sind. Variationen ihrer Kraft fügten sich natürlich in die neue Handlung ein. So als hätten sie sich ganz natürlich die Frage gestellt, was sie damit sonst noch so anstellen können. Fecyre, dem mächtigen Drachenwesen, erging es nicht anders. Was diese mittlerweile für Fähigkeiten erlangt hat, ist nicht ohne. Sei es die Wandlung ihrer Gestalt, oder ihrem Wissen bezüglich der Mida, welches sie nach und nach erlangt hat.

Dennoch freute es mich zu lesen, dass die drei deswegen nicht mit Leichtigkeit durch die feindlichen Truppen und dem schlussendlichen Endgegner schnetzelten. Es brauchte weiterhin gute Planung und ein schnelles Reaktionsvermögen. Die Tatsache, dass die drei zwischendurch getrennte Wege gehen mussten, machte es für mich umso spannender. Wie ging bspw. Trina ohne ihren Mann und ihr Drachenmädchen mit einer unbekannten Situation um?

Die Nebencharaktere machten ebenfalls eine positive Entwicklung durch. Viele davon unterstützten unser kleines Team bei ihrer Rettungsaktion mit ihren speziellen Fähigkeiten und waren mir auch sonst sympathisch. Neue Charaktere gliedern sich nahtlos in die Handlung mit ein und waren trotz geringer Tiefe keine bloßen Statisten oder gar Lückenfüller.

Zum Schluss möchte ich noch die im Buch vorkommenden Speisen erwähnen. Bin ja ein großer Fan von detaillierten Beschreibungen dieser. Hatte einige Male so Lust darauf, selbst einen Löffel zu probieren. Wie Reaka schmeckt, würde mich sehr interessieren.

Es war eine gute Entscheidung, meine Pause zu unterbrechen und mich diesem Buch zu widmen. Insgesamt wieder ein tolles Buch. Danke dir Naomi.

Die Ashturia Reihe kann ich jedem Fan des Genres sehr empfehlen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ich liebe die Dinoschule

Die Dinoschule – Flucht vor dem Hurrikan! (Band 5) von Britta Sabbag

Auch der fünfte Ausflug auf die Insel Sauritius mit ihren vielen Dinos hat mir sehr gut gefallen. Diesmal müssen die Kinder die Forscher überzeugen, dass ein Hurrikan auf die Insel zu rollt. Aber erst mal bekommen sie in der Schule einen neuen Lehrer, einen ausgebildeten Meteorologen und Klimaforscher, der von ihren Erkenntnissen allerdings gar nichts hält.

Aber dann, nach einer wirklich fahrlässigen Situation, erkennt Mr. Grumpy, dass Tom, Onea und Freddy doch wahre Inselhelden sind.

Britta Sabbag hat die Geschichte auch diesmal wieder kindgerecht, sehr gut verständlich, gut vorlesbar und vor allem spannend gestaltet. Es ist so schön zu lesen, dass wirklich alle mit anpacken um dieses Unheil abzuwenden. Denn gerade die Dinos sind hier stark in Gefahr. Hier setzt jeder wieder seine besonderen Fähigkeiten ein und zusammen gilt es mit Teamgeist, Witz, Klugheit und ein bisserl Glück einen passablen Ausweg zu finden.
Auf der vorderen und auf der hinteren Umschlagseite finde ich jeweils eine Karte der Insel Sauritius, wo die Stellen eingezeichnet sind, wo ich mich mit den Kindern immer mal wieder aufhalte.
Die Dinoschule – Flucht vor dem Hurrikan! - ein weiteres Abenteuer, für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren, das sich durch die große Schrift und die kurzen Kapitel neben dem Vorlesen auch sehr gut zum selbst lesen eignet. Mit solch einer Geschichte macht das Lesen lernen doppelt so viel Spaß. Eine Geschichte über Freundschaft, Mut, Hilfsbereitschaft, Ideenreichtum, Gelassenheit und Zusammenhalt. Dazu jede Menge Dinos als Gefährten. Sieben von ihnen werden mir hinten im Buch im Dinolexikon noch näher vorgestellt. Die farbigen Illustrationen von Clara Vath ergänzen die Geschichte hervorragend und durch sie wird alles noch vorstellbarer. Außerdem bekomme ich eine kurze Leseprobe zu Band 6 „Auf die Lehrer, fertig, los!“. Die macht schon wieder neugierig auf das nächste Abenteuer von Tom, Onea und Freddy.

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Rezensionen von Claudia R:

Kinderlied

Hänschen klein ging allein ... von Franz Wiedemann

Klappentext / Inhalt:

Das kleine Hänschen will die Welt entdecken. Das heißt Abschied nehmen und allein auf sich gestellt sein. Ganz gewiss warten Abenteuer auf ihn. Wer etwas wagt, erlebt auch was. Die Mutter lässt ihn schweren Herzens ziehen. Und wenn ein klügerer und selbstbewusster Hans heimfindet, dann ist das der Lauf der Welt.

Von Geborgenheit, Trennung, Selbständigkeit und Wiederfinden erzählt dieses Lied, das zu den bekanntesten Kinderliedern überhaupt gehört. Schon die ganz kleinen Kinder können es erlernen. Die detailfreudigen Bilder des Buches führen ihnen vor Augen, was Hänschens auf seiner Wanderschaft erlebt.

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll gestaltet und zeigt einen kleinen Jungen auf Wanderschaft. Optisch und auch farblich ist es wehrschön gestaltet.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um einen wunderschönes Pappbuch mit dem Originaltext von Hänschen klein in der ursprünglichen Fassung von Franz Wiedemann. Zumeist kennt man eher die verkürzte Version von Otto Frömmel.

Die Texte und Strophen sind wundervoll umgesetzt und die Illustrationen dazu sind sehr liebevoll verfasst.

Das Pappbuch ist von guter Qualität und die verstärkten Pappseiten eignen sich auch gut für kleine Kinderhände. Jede der Pappseiten ist wunderschön gestaltet ud macht sehr viel Freude beim Betrachten.

Die bunten Illustrationen geben den Inhalt des Textes gut wieder, so dass dieser sehr schön veranschaulicht wird. Am Ende des Buches findet man zudem die Noten des Liedes.

Die Geschichte ist sehr liebevoll und niedlich umgesetzt und bringt dieses wunderschöne Kinderlied auch den Kleinsten sehr nah.

Fazit:

Bekanntes Kinderlied in einem wunderschön illustriertem Pappbuch umgesetzt.

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Rezensionen von MarcoL:

Eine Liebeserklärung an die Literatur mit dem Rahmen von grausamen Kriegen

Echos der Vergangenheit Roman. Gebunden. von Hamilton Hugo

Beruhend auf einer wahren Begebenheit lässt der Autor hier ein Buch einen sehr vielschichtigen Roman erzählen. Richtig gelesen! Ein Buch erzählt es uns. Es ist der Roman von Joseph Roth „Die Rebellion“, der 1933 vor der Bücherverbrennung der Nazis von einer Familie gerettet wurde. Es ist eine Erstausgabe, noch in Sütterlin verfasst.

Das Buch berichtet von seiner Rettung, den Verstecken, und vor allem ganz viel von seinem Verfasser Joseph Roth sowie seiner Frau Friederike Richter. Es sind teils erfolgreiche Schicksale, aber auch sehr traurige. Den Bogen zur Gegenwart spannt die Enkelin des Bücherretters, Lena – eine Künstlerin. Sie erbt eines Tages das Buch, auf dessen letzter Seite eine Art Landkarte gezeichnet worden ist. Von Amerika aus macht sie sich auf den Weg nach Berlin. Sie möchte mehr über das Buch und ihre Verwandten erfahren. Und vor allem auch, was es mit dieser ominösen Zeichnung auf sich hat.
In Berlin lernt sie zwei junge Menschen kennen, die als Kinder vor dem grausamen Tschetschenienkrieg flüchten konnten. Armin trägt ein paar Granatsplitter in seinem Körper, seine Schwester Madina verlor damals ein Bein und unterhält eine spezifische Sammlung von Prothesen. Sie ist mittlerweile eine erfolgreiche Musikerin.
So weit eine kurze Inhaltsangabe. In Wirklichkeit ist dieser Roman viel komplizierter, verschachtelter. Der Spannungsfaden mit Lena und ihrer Kunst, Armin und Madina zieht sich durch den Roman, ist wie der Puls. Die Atemzüge sind das Leben des Schriftstellers Roth mit all seinen Facetten, die nicht immer glorreich waren. Seine Frau „Frieda“ litt sichtlich unter der Beziehung.
Vergangenheit und Gegenwart sind geschickt miteinander kombiniert. Der Große Krieg damals, sowie die Massaker der Russen in Tschetschenien in jüngerer Zeit auf der politischen Ebene; Schriftstellertum zur Nazizeit und bildnerische wie musikalische Künstler:Innen heute.

Hamilton arbeitet Vergleiche von einst versus heute heraus, die sehr erschreckend sind:

S.73: „Nach dem Krieg [Anm.: Erster Weltkrieg] werden die Menschen von einer Schwäche erfasst. Sie sind anfällig für Parolen. Die Grenzen zwischen Tatsachen und Fiktion sind inzwischen so schwammig, dass man beides nicht mehr voneinander unterscheiden kann. Als hätten die Leute einen Appetit auf Falschmeldungen entwickelt.

S. 75: „Wenn man etwas gesichert nennt, gilt es zugleich als ungesichert. Lügen bedienen Ängste. Die Wahrheit ist zu beschwerlich.“

Der Roman liest sich trotz der Fülle an Details leicht und flüssig, baut einen guten Spannungsbogen auf, der nicht nur von der Suche Lenas geprägt ist, sondern auch die Literaturgeschichte und die Liebe zu den Büchern involviert. Ganz allgemein kann gesagt werden, dass dieses Buch eine Liebeserklärung an die Literatur darstellt. Die Idee, dass ein Buch erzählt, ist zwar nicht neu, aber immer wieder schön zu lesen. Auch die Gedanken und das „Leben“ der erzählenden Erstausgabe sind faszinierende schriftstellerische Besonderheiten, die ich sehr mochte. Darum gibt es von mir ein allumfassende #Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch.
Auch das Cover ist treffend gestaltet, auch wenn man es auf den ersten Blick natürlich nicht erahnen kann, was die Schaukel dort zu suchen hat.

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