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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von DoraLupin:

Der Dämon

Die Schule der Mitternachtswelt 2 - Ein Dämon auf der Flucht von Maëlle Desard

Ich kannte bereits das erste Abenteuer rund um "Die Schule der Mitternachtswelt" und da mir dieser sehr gut gefallen hat, wollte ich wissen wie es mit den Freunden und der Schule weiter geht. Ich muss aber nach dem Lesen sagen, dass mir dieser Teil leider nicht ganz so gut gefallen hat wie der Vorgänger und mich das Buch nicht so sehr mitreißen konnte.

Diesmal geht es um Siméons Klassenkameradin Hanoko die Hilfe braucht. Sie muss einen Glücksdämon in sich gefangen halten, doch dieser wird immer stärker und versucht seinem menschlichen Gefängnis zu entkommen. Im Mitternachtsreich könnte er seine Kräfte um ein Vielfaches verstärken. Keine leichte Aufgabe den Dämon aufzuhalten...

Der Schreibstil ist kindgerecht und leicht zu lesen und wie schon beim letzten Mal ist das Buch sehr humorvoll geschrieben was vorallem dem jüngeren Publikum sicher gut gefällt. Wenn man den ersten Teil nicht kennt, gibt es am Anfang eine kurze Zusammenfassung vom ersten Teil, sodass man mit wenig Schwierigkeiten das Buch auch eigenständig lesen könnte.

Das Buch ist spannend und actionreich und es gibt viele interessante Situationen die es zu lösen gibt, aber irgendwie konnte mich das Abenteuer nicht so mitreißen wie der erste Teil und ich musste mich immer wieder selbst animieren das Buch weiterzulesen.

Auch der "Schulalltag" mit verschiedenen Unterrichtsfächern hat mir gefehlt, dafür ging es aber wieder viel um Freundschaft, Zusammenhalt und das lösen von schwierigen Aufgaben.

Fazit: Alles in allem ein schönes Abenteuer, das aber hinter dem ersten Teil zurückbleibt. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Rezensionen von Leser:

Jede Seele hat ihren Preis!

Reap & Sow von Charlotte B. Plumb

DIeses Buch hat mich sofort angesprochen. Neben der Buchbeschreibung, die meine Neugier auf diese Geschichte geweckt hat, war es auch sein wunderschönes Äußeres:

Mit exklusivem silbernem Farbschnitt in limitierter Auflage, edler Einbandgestaltung, vierfarbig illustriertem Vorsatz und Character-Lesezeichen!

Diese faszinierende, spannende Geschichte nimmt einen mit in eine finstere Welt voller Dämonen, ganz besonderer Tauschhandel mit hohen Einsätzen und viel Magie.

Einmal rein gelesen erliegt man ihrer Faszination und den Hauptfiguren Eda & Kit.
Die beiden sind einfach perfekt und haben mich sofort begeistert. Darüber hinaus sollte man aber auch die anderen Figuren nicht vergessen, die sich in einer Welt voller moralischer Grauzonen bewegen und für jede Menge aufregender Momente sorgen.

Ich habe das Buch genossen, hatte jede Menge Kopfkino und tolle Lesestunden!

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Rezensionen von Lesebegeisterte:

Eine Serie mit Suchtfaktor

Secret - Du sollst mich fürchten von S.T. Abby

Da wären Lana, die nur auf Rache aus ist und die meistgesuchteste Serienkillerin des Landes ist. Etwas Schreckliches ist in ihrer Vergangenheit passiert, und nun killt sie einen Mann nach dem anderen, die ihr damals unfassbares angetan haben.

FBI Agent Logan Bennett wird auf ihren Fall angesetzt und sucht sie.

Blöd nur, dass sich die beiden in einer Bar kennen lernen und von Anfang an eine starke Anziehung da ist. Klar wird daraus mehr, was natürlich alles nur noch komplizierter macht. Mehr möchte ich über den Inhalt schon gar nicht mehr erzählen, Fakt ist, dass das Ende ultraspannend ist, und man sofort beim nächsten Band weiterlesen möchte.

Eine Buchreihe die schon lange vor Erscheinen gehypt wurde und nun endlich auch verfügbar ist. Anfangs war ich skeptisch, eine Buchserie mit fünf Teilen, kann man da den Spannungsbogen halten? Nach mittlerweile vier gelesenen Bänden, meiner Meinung nach JA!! Die Meinungen der Leser: innen driften bei dieser Serie auseinander, aber das ist ja das Schöne, dass jeder seine eigene Meinung hat. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht.

Meiner Meinung nach liest sich Band 1 super spannend, kurzweilig spicy, blutrünstig, teilweise auch witzig. Die Aufmachung total passend, die Albert-Einstein-Zitate genial. Abwechseln wird aus der Sicht von Lana und Logan erzählt. Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Ich hatte das Buch an einem Tag gelesen und habe mir sofort alle anderen lieferbaren Bände der Serie bestellt.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Sehr schöne und mit Zusatzinformationen angereicherte Ausgabe des berühmten Klassikers

Sturmhöhe von Emily Brontë

"Sturmhöhe" ist ein berühmter Klassiker der Literatur, dessen Inhalt an vielen Stellen ausgiebig diskutiert wird, sodass sich alle Interessierten leicht darüber informieren können. Deshalb werde ich hier in diesem Fall auf eine kurze Inhaltsangabe verzichten.

Stattdessen möchte ich darauf eingehen, was diese Ausgabe des Reclam-Verlages, zusätzlich zu der optisch ansprechenden Gestaltung, besonders macht: auch bei diesem Buch wieder hat sich der Verlag große Mühe gegeben, das Buch mit interessanten Beilagen anzureichern.

So gibt es beispielsweise eine Ahnentafel der Familien Earnshaw und Linton, die bei der leichteren Einordnung der im Roman vorkommenden Charaktere und ihrer Verwandtschaftsbeziehungen unterstützt, eine Zeittafel, die dabei hilft, das Leben der Autorin einzuordnen und zu verstehen, und ein ausführliches Nachwort, in dem ich einiges Interessantes lernen und den Roman noch besser verstehen konnte.

Zum Beispiel habe ich so erfahren, dass die Autorin wenig auf die allgemeinen sozialen Entwicklungen ihrer Zeit einging, da sie ihr Zuhause nur wenig verließ und diese vermutlich gar nicht genauer kannte, aber auch, welchen Skandal der Roman damals bei seiner Erscheinung auslöste.

Diese Zusatzinformationen des Verlages sind also sehr hilfreich für eine bessere historische Einordnung des Romans und außerdem sehr interessant zu lesen.

Ich kann also allen, die sich für diesen berühmte Klassiker der Literaturgeschichte interessieren, sehr empfehlen, dafür zu dieser Ausgabe des Reclam-Verlages zu greifen.

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Rezensionen von Claudia R.:

historisch unterhaltsam

TINTE und SCHWERT (2) – Verzweiflung von Matthias Soeder

Klappentext / Inhalt:

Manches Böse sieht man, anderes sieht man nicht. Dem einen kannst du trotzen, dem Unsichtbaren nicht.
Herbst 1619, Böhmen steht in Flammen.
Die Rache scheint vollbracht.
Jacob und Anna suchen im Bistum Würzburg eine Zukunft und Frieden. Sie finden jedoch etwas ganz anderes.

Gorg Sintum, ein gesuchter Mörder, schließt sich ihnen an. Können sie ihm trauen? Anna mit ihrem scharfen Verstand glaubt daran.
Oberst Albrecht von Wallenstein unterstützt sie in ihren Plänen, doch nichts ist, wie es scheint.
Jacob erlebt das Glück. Doch es hält nur für einen kurzen Moment. Die Jagd beginnt erneut – und aus Hoffnung wird Verzweiflung.
Darfst du töten, wenn das Gesetz schweigt, dein Gewissen aber schreit?
Ein fesselndes Rachedrama über die moralischen Kosten des Krieges. (Band 2 der Reihe »Tinte und Schwert«)

Cover:

Die Silhouette eines Kampfes werden hier angedeutet. Der Hintergrund mit einigen Häusern und Bäumen ist schraffiert und skizziert. Die schattenhafte Kampfszene rückt in den Vordergrund und ist farblich herausgearbeitet. In diesem Band sind Blautöne auf dem Cover vorherrschend. Wiedererkennungseffekt zum ersten Band sind vorhanden, die Struktur ist ähnlich gewählt.

Meinung:

Auch in diesem Band haben es Anna und Jacob nicht wirklich leicht. Als Hebamme und junger Priester haben sie so einiges zu tun. Es handelt sich hier um den zweiten Band der Reihe und auch hier geht es spannend und interessant weiter. Die Verflechtungen von historischer Wirklichkeit, fesselnder Spannung und tiefgründigen moralischen Fragen ist hier klasse umgesetzt.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist der Zeit und Epoche angemessen und passend gewählt und so auch die Erzählweise. Man findet sich schnell und gut in Zeit und Geschichte hinein. Auch wenn der erste Band schon eine Weile her war, so kam ich doch recht gut und schnell in Charaktere und Geschehnisse wieder hinein.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und sehr schön herausgearbeitet. Neben den fortlaufenden Kapiteln sind auch die Überschriften gut gewählt und verraten dabei nicht zu viel. Orts- und Zeitangaben sind hilfreich und dienen der Zuordnung.

Die Geschehnisse werden bildlich beschrieben und auch die Spannung und Unterhaltung kommt hier nicht zu kurz.

Toll fand ich auch hier die Mischung aus historischen Begebenheiten und Hintergründen, sowie einer fesselnden und unterhaltsamen Geschichte, die mitreißt und Lust auf mehr macht. Ein lebendiger historischer Roman, der die verschiedenen Emotionen der Epoche gut miteinbindet.

Fazit:

Gelungene Mischung aus historischen Begebenheiten und fesselnder Geschichte.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Ich rede, also bin ich

Ich rede, also bin ich von Julia Mailänder

Julia Mailänder hat verschiedene Studienabschlüsse in den Bereichen Sprachen und Linguistik (Germanistik, französische Philologie, Cognitive Neuroscience of Language). Mit diesem Buch hat sie sich das Ziel gesetzt, aktuelles Wissen zu diesen Themen unterhaltsam und niederschwellig zu vermitteln.

Dieses Ziel ist ihr geglückt: in 42 kurzen Kapiteln wird leicht verständlich und sehr interessant geschrieben viel Wissen zu diesen Themen vermittelt: da geht es zum Beispiel darum, bis zu welchem Alter die Muttersprache verlernt werden kann, was zweisprachige Erziehung für das Gehirn bedeutet, welcher Mensch die meisten Sprachen gelernt hat, was die Funktion von Humor ist und vieles mehr.

Die Themen werden jeweils kurz angerissen, sodass man einen ersten Überblick bekommt. Somit ist es insgesamt eindeutig ein Buch, das mehr in die Breite als in die Tiefe gehen will, damit ein breites Lesepublikum anspricht und für das Thema begeistern will. Für ausführlichere Informationen zu dem einen oder anderen Thema bräuchte es spezifischere Fachbücher.

Dennoch sind so viele unterschiedliche Informationen darin enthalten, dass auch für Menschen, die sich schon viel mit Sprache beschäftigt haben, die eine oder andere neue dabei sein wird.

Damit komme ich auch schon zu meinem einzigen kleinen Kritikpunkt an dem ansonsten sehr unterhaltsamen und interessanten Buch: an manchen Stellen finde ich die Phänomene so oberflächlich beschrieben, dass die Erklärung bei genauerem Hinsehen fast schon als falsch oder zumindest lückenhaft angesehen werden könnte, zum Beispiel, wenn es um das "Double Empathy Problem" zwischen autistischen und neurotypischen Menschen geht und die Autorin schreibt, "dass beide Seiten Schwierigkeiten haben, die Empathie des anderen zu erkennen" (S. 143).

Tatsächlich geht es dabei um weit mehr als darum, die gegenseitige Empathie zu erkennen, nämlich um Schwierigkeiten mit der gesamten Einfühlung in die jeweils andere Lebenswelt und darum, dass diese auch und gerade für neurotypische Menschen sehr schwierig ist, wenn es um die für sie sehr andersartig wahrgenommenen autistischen Lebenswelten geht: beide Seiten haben also nur begrenzt Empathie für das jeweils andere Erleben.

Ein weiteres Beispiel ist das Kapitel zu Legasthenie, in dem von "phonologischem Bewusstsein" (S. 145) gesprochen wird, während der korrekte Fachausdruck in diesem Zusammenhang "phonologische Bewusstheit" wäre.

Wenn man ganz genau hinsieht, haben sich also an der einen oder anderen Stelle kleine Unkorrektheiten eingeschlichen. Das wird den meisten mit den Themen nicht so vertrauten Leserinnen und Lesern vermutlich gar nicht auffallen, hätte aber bei einem sehr sorgfältigen Lektorat noch korrigiert werden können (vielleicht eine Anregung für eine mögliche zweite Auflage?).

Insgesamt bleibt es aber dennoch ein sehr interessantes, unterhaltsames, leicht lesbares und informatives Buch, das ich gerne gelesen habe, das vor Begeisterung für Sprache nur so sprüht und aus dem ich einiges Neues lernen konnte.

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Rezensionen von Claudia R.:

Magie Fussball

Die Fußballakademie der Träume - Juri und der Ball mit dem Riss von Tom Weiler

Klappentext / Inhalt:

Das magische Fußballabenteuer, das Kindern zeigt: Fehler machen dich stärker!

Liebt dein Kind Fußball über alles, aber Bücher legt es nach ein paar Seiten wieder weg?

Wünschst du dir, dass es nach einem Fehler nicht aufgibt, sondern sich traut, es noch mal zu versuchen?

Suchst du eine Geschichte, die richtig spannend ist und trotzdem etwas fürs Leben mitgibt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger?

Dann ist „Juri und der Ball mit dem Riss“ genau das richtige Buch für euch!

Darum geht es:

Seit seinem Eigentor traut sich Juri nichts mehr.

Das Video kennt jeder, und im Spiel versteckt er sich lieber, als einen Fehler zu riskieren. Bis ihn eines Abends das leuchtende Tornetz in die Fußballakademie der Träume zieht, eine geheime Schule über den Wolken. Dort sucht sich jeder Ball sein Kind selbst aus. Juris Ball ist der kleinste von allen: grau, ohne Glanz, mit einem feinen Riss. Als dann auch noch sein Trainingsplatz zu kippen beginnt und das Team zerbricht, bleiben nur wenige Tage bis zum großen Spiel. Kann ein Ball mit einem Riss ein Spiel entscheiden? Und kann Juri es?

Cover:

Das Cover wirkt spannend und lebendig. Actionreich steht ein Junge mit Fussball hier im Vordergrund und dahinter ist das Fussballfeld und die Mannschaft in Umrissen erkennbar und angedeutet. Die Atmosphäre ist toll getroffen und der Fussball Sport rückt hier ins Zentrum. Optisch und farblich finde ich das ganze sehr gut erfasst und umgesetzt.

Meinung:

Die Magie des Fussballs und die Leidenschaft dafür wird hier mit Tiefe und toller Botschaft umgesetzt. Die Idee dahinter gefällt mir richtig gut und auch Juri konnte mich schnell von sich überzeugen.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man in Charaktere und Geschehnisse hinein. Die kurzen Kapitel bringen Tempo und Spannung hinein. Die Anfänge sind gut erkennbar und toll herausgearbeitet. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Die schwarz-weiß Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder sind toll ausgewählt und geben der Geschichte zusätzlich Atmosphäre.

Auch die Schriftgröße ist passend gewählt und die Geschichte eigener sich gut für Leser ab 8 Jahren. Nicht nur Fußball Fans wird diese Geschichte begeistern.

Die Geschichte ist einfach magisch, spannend und unterhaltsam umgesetzt und hat mir viel Freude beim Lesen gemacht. Ein tolles und interessantes Buch und eine schöne Geschichte.

Fazit:

Die Magie des Fussballs und die Leidenschaft dafür wird hier mit Tiefe und toller Botschaft umgesetzt.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Polemisch, oberflächlich und pauschalisierend

Die Zukunft der Männer. Eine Generation zwischen Wut und Utopie von Tristan Horx

Tristan Horx ist der Sohn des bekannten Zukunftsforschers Matthias Horx und arbeitet selbst im selben Bereich. Tatsächlich konnte ich es gar nicht glauben, als ich das Geburtsjahr des Autors recherchiert habe: 1993! Denn an vielen Stellen klingt das Buch für mich so, als ob es ein Mann geschrieben hätte, der altersmäßig wesentlich weiter von der derzeit jungen Generation entfernt ist.

Das Buch will darstellen, warum sich heute so viele Männer benachteiligt fühlen und sich zornig Bewegungen wie den Incels zuwenden oder die AfD wählen. Wer diese Phänomene wirklich verstehen will, für den gibt es mittlerweile schon einige sehr fundierte, gut recherchierte Bücher am Markt. Dieses hingegen behandelt die besprochenen Themen nur sehr oberflächlich und verliert sich in vielen Stellen in Pauschalisierungen und unnötiger Polemik, ohne differenzierten Blick auf komplexe Phänomene.

Hier ein paar Beispiele dafür:

"Fast jeder Neunte zwischen vierzehn und neunundzwanzig Jahren ist in therapeutischer Behandlung, weil wir ihnen lieber instagramtaugliche Frühstücksboxen zubereitet haben, anstatt sie auf das Leben vorzubereiten." (S. 81)

Von welchem "wir" spricht der Autor hier, wenn er selbst gerade 33 Jahre alt ist? Wohl nicht von seinen eigenen Kindern. Warum habe ich hier beim Lesen das Gefühl, es schreibt ein verbitterter 60-jähriger? Inhaltlich ist dieser Satz natürlich völlig unzureichend als Erklärung, warum einerseits psychische Erkrankungen und andererseits aber auch die Bereitschaft, sich dafür Unterstützung zu suchen (was grundsätzlich etwas sehr Positives ist, weil damit die Chance verbunden ist, nicht nur selbst ein glücklicheres Leben zu führen, sondern die eigenen Probleme auch aufzuarbeiten und nicht später an die eigenen Kinder weiterzugeben), so stark zugenommen haben.

"Nun ist es aber so, dass die Boomer auf einem beachtlichen Geldberg sitzen: ungefähr der Hälfte des deutschen Privatvermögens. Das bedeutet mit anderen Worten: Die MIllenials und die Generation Z müssen viel länger auf ihr Erbe warten als vorherige Generationen. Wir haben noch keinen anderen Mechanismus zur Wohlstandsverteilung zwischen Generationen gefunden..." (S. 96)

Auch hier wieder: simpelste Gedanken zu einem sehr komplexen Phänomen. Natürlich gäbe es andere Mechanismen zur Wohlstandsverteilung, hier ein paar Stichworte dazu: Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuern, Höhe der Renten, Renteneintrittsalter, Lebensverdienstkurven und vieles mehr. Es gibt viele andere kluge Bücher, die diese Themen diskutieren und analysieren, dieses gehört nicht dazu.

Und schließlich:

"Während die Babyboomer mit vierzig Jahren etwa 20 Prozent des gesamtdeutschen Privatvermögens besaßen, liegen bei den Millenials im gleichen Alter heute gerade einmal 7,8 Prozent davon auf dem Konto." (S. 102)

Hier wird im weiteren null darauf eingegangen, was für ein unzulässiger Vergleich das ist, schon allein deshalb, weil die Generation der Millenials aufgrund des damaligen Geburteneinbruchs zahlenmäßig viel kleiner ist als die der Boomer, es sich also um weniger Menschen handelt. Geschweige denn auf weitere Faktoren, die nichts mit der individuellen Leistungsbereitschaft zu tun haben und es jungen Menschen heute aber schwerer als früher machen, sich Vermögen aufzubauen, stattdessen schimpft der Autor in der Folge wiederum nur polemisch auf seine eigene, angeblich so unfähige Generation.

Nein, was solide Wissensvermittlung angeht, kann ich diesen Autor nicht ernst nehmen, in dieser Hinsicht ist von ihm nichts zu lernen. Viel zu schlecht recherchiert und zu wenig durchdacht ist das Buch, fundierte neue Einsichten kann ich mir daraus keine mitnehmen.

Bleibt noch das Thema, unter dem das Buch angekündigt ist, nämlich die Desillusionierung junger Männer. Wer sich mit diesem Thema noch überhaupt nicht auseinandergesetzt, kein bisschen, und eine oberflächliche, polemische Einführung darin sucht, etwa, um zum ersten Mal etwas über Incels zu hören, der kann an der einen oder anderen Stelle auf Phänomene aufmerksam gemacht werden, die es sich lohnen könnte, mit anderen, differenzierteren Werken, von denen es am Markt schon eine Menge gibt, näher zu erforschen. Dafür zwei Mitleidssterne von mir.

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Rezensionen von askyfullofpages:

Verkehrte Welt

Bellende Katzen von Eka Kurniawan

Triggerwarnung: Das Buch behandelt Tod und eine sehr strenge religiöse Erziehung. Es enthält außerdem eine derbe Sprache und teils ekelerregende Szenen.

Ein wirklich wilder Ritt!

Mit „Bellende Katzen“ erzählt der indonesische Autor Eka Kurniawan die Geschichte eines Jungen, der sich gegen die strenge religiöse Erziehung seines Vaters auflehnt und sich nichts sehnlicher wünscht als Freiheit.

Aus dem Indonesischen übersetzt hat den Roman Sabine Müller.

Sato Reang liebt es, bis spät in die Nacht Fußball zu spielen. Er möchte lieber frech und frei sein als das fromme Kind, das sein streng religiöser Vater von ihm erwartet. Seine Nachmittage soll er lieber betend in der Moschee verbringen, statt mit seinen Freunden Spaß zu haben. Denn laut Sato wollen Erwachsene einfach nicht, dass Kinder Spaß haben. Doch mit seiner Beschneidung endet für ihn die unbeschwerte Kindheit, und von nun an soll er seine religiösen Pflichten erfüllen.

Ausgerechnet mit Jamal, dem frömmsten Jungen der Schule, soll er sich auf Wunsch seines Vaters anfreunden. Sato hat aber keinerlei Interesse an einer Freundschaft. Er setzt sich zum Ziel, auch ihn zum Ungehorsam anzustiften.

Die Botschaft des im Unionsverlag erschienenen Romans „Bellende Katzen“ finde ich wichtig. Das Buch zeigt, wie sehr strenge Regeln und ein kontrollierender Vater einem Kind die Unbeschwertheit nehmen können. Und es zeigt, wie aus der großen Sehnsucht nach Freiheit eine ausgewachsene Rebellion werden kann, die schwerwiegende Folgen hat. Gleichzeitig stellt es die Frage, ob man nicht doch ein Stück weit wie die eigenen Eltern wird, obwohl man sie ablehnt. Und wie schwer es ist, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

Ich hätte mir das Buch allerdings mit weniger derber Sprache gewünscht, denn sie hat mir den Lesegenuss etwas genommen. Auch den Humor, den viele Kritiker:innen loben, habe ich leider nicht gefunden.

Wer sich für Bücher aus anderen Kulturen interessiert, mit derber Sprache gut umgehen kann und gerne provokante Literatur liest, sollte sich unbedingt selbst ein Bild machen.

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Unionsverlag erhalten. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Rezensionen von Ryria:

Einblick in die Werte der japanischen Gesellschaft

Akikos kleines Café von Yoko Mure

Die Gäste in Akikos Café beschweren sich manchmal, ihr Essen sei zu fade und es fehle die Würze, und irgendwie lässt sich so auch dieses Buch beschreiben.
In letzter Zeit sind ja Romane aus dem asiatischen Raum über Geschäfte aller Art sehr beliebt, diese sind meistens sehr cozy, man fühlt mit dem Personal und den Gästen mit und geht mit einem warmen Gefühl, aber auch neuen Gedanken, aus dem Buch.

Dies fand ich hier nicht wirklich zutreffend, auch wenn der Klappentext dies hat vermuten lassen. Es fühlte sich so an, als hätte der deutsche Verlag versucht, ein japanisches Buch aus 2012 jetzt irgendwie in diesen Trend zu pressen.
Stattdessen ist es halt einfach ein typisch japanischer Roman, der die dortigen Wertevorstellungen der Gesellschaft bedient und daher zum Bestseller wurde.

Durchgängig wird alles, was irgendwie von der Norm abweicht, in kleiner oder großer Form negativ dargestellt. Menschen, die zu viele Fragen stellen, die bunt gekleidet oder stark geschminkt sind, die sich nicht an Traditionen halten... Um auf dem japanischen Buchmarkt Erfolg zu haben, ist sowas meistens erforderlich, aus westlicher Sicht finde ich es jedoch schade. Besonders das Café-Setting würde doch eher dazu einladen, ganz unterschiedliche Gäste kennenzulernen, aber das bleibt hier komplett auf der Strecke. Stattdessen dreht sich die Handlung fast komplett um Akiko selbst. Man lernt ihr Leben und ihre Einsamkeit kennen, jedoch konnte ich trotz trauriger Momente nicht wirklich mitfühlen, da der Schreibstil den Leser doch auch auf Distanz hält. Auch Spannung oder besondere Momente sucht man vergebens.
Als cozy Roman konnte das Buch echt nicht bei mir punkten, dafür war es auf seine eigene Weise ein interessantes Zeitzeugnis der japanischen Gesellschaft.

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