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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina :

Eine Reise in die Vergangenheit

Ist doch schön hier von Miriam Burdelski

Die Autorin Miriam Burdelski erzählt uns die Geschichte von Emmi , Melanie und Liesel. Das sind Oma , Mutter und Tochter . Diese haben ein schwieriges Verhältnis miteinander und davon wird uns nun in diesem Buch erzählt. Es geht um Verlust , Depression , Vergewaltigung. Alle samt schwierige Themen , die miteinander verwoben wurden , aber es wurde auch zeitweise zu viel und die Konzentration auf weniger hätte mir besser gefallen, den so wirkte es nicht unbedingt passend.

Der Schreibstil aber lässt sich gut lesen und beschreibt detailreich und bildhaft , was passiert und lässt uns die Gedanken und Gefühle beim lesen spüren. Das Cover ist schlicht und so konzentriert man sich auf den Inhalt. Eine Geschichte mit Tiefgang nur etwas überladen mit den Problemen. Die Hauptprotagonisten sind besonders und jede für sich hat seine Geschichte.

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Rezensionen von DoraLupin:

Richtig tolle und süße Geschichte

Der kleine Grusel-Lieferdienst, Band 1 - Der magische Katzen-Finder von Meike Haas

Ich hatte gar keine so großen Erwartungen an dieses Kinderbuch, aber da ich das Cover niedlich fande und bald Halloween vor der Türe steht, wollte ich das Buch dann doch ganz gerne lesen. Ich bin auch sehr froh, denn meine Erwartungen wurden wirklich überroffen und die Story war sehr mitreißend!

Der Schreibstil eignet sich optimal für die Zielgruppe, denn er ist angenehm und leicht zu lesen ohne schwierige Wörter.

Dennoch ist die Geschichte so spannend und mitreißend, dass ich auch als Erwachsene immer wissen wollte wie es weiter geht.

Samy und Fiona sind sympathische Kinder mit denen ich schnell mitfiebern konnte, am meisten hatte es mir allerdings der kleine Lieferdienst angetan! Was für eine tolle Ideen und was für fantasievolle Dinge es dort zu kaufen gibt ist einfach großartig! Das alleine macht schon richtig Spaß und die tollen Bilder zwischen den Textseiten unterstützen das Gelesene noch ganz prima.

Das Buch handelt von Gruselartikeln, Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfe und auch Abenteuer und Action. Einfach ein Mix der Spaß macht. Ich bin begeistert und werde gerne auch den nächsten Band lesen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Eintauchen in die Geschichte

Die barfüßige Marquise von Valérie Caron

Ich tauche immer wieder gerne in historische Romane ein und lerne dabei etwas neues über die Zeit. Da ich aber bisher relativ wenig über die französische Revolution gelesen habe, wollte ich das mit diesem Buch unbedingt ändern. Und ich bin sehr froh das ich diese tolle Geschichte gelesen habe, es hat sich absolut gelohnt!

Frankreich, 1793: Im Chaos der Französischen Revolution bricht Marguerite de Bonchamps’ Welt zusammen.

Als ihr Mann in den Aufstand der Vendée zieht, beginnt für sie eine lebensgefährliche Flucht durch ein zerrissenes Land. Inmitten der Gewalt kämpft sie verzweifelt um das Überleben ihrer Kinder und ihre eigene Würde. Doch die Begegnung mit dem jungen Henri de La Rochejaquelein stellt sie vor eine Zerreißprobe zwischen Ehre und Gefühl. Wie weit trägt Loyalität, wenn alles, was man liebt, in Flammen steht?

Der Schreibstil zieht einen direkt mit in vergangene Zeiten, obwohl er einfach und leicht und sehr angenehm zu lesen ist. Die Autorin schafft es schnell das Frankreich dieser Zeit sehr bildhaft und lebendig vor Augen zu führen und ich war die ganze Zeit über richtig in der Zeit gefangen, sobald ich das Buch aufgeschlagen habe.

Marguerite de Bonchamp ist eine sympathische Protagonistin, mit der ich schnell mitfiebern konnte und mit deren Gedanken und Gefühlen ich mich auch ganz gut identifizieren konnte. Im Laufe des Buches hat es großen Spaß gemacht den Weg mit ihr zu gehen und sie zu begleiten. Das Zeitalter wurde ungeschönt und sehr realistisch beschrieben, aber so mag ich eben auch gerne.

Von mir gibt es deshalb die volle Punktzahl und eine große Leseempfehlung, besonders wenn man sich für die Zeit der französischen Revolution interessiert.

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Rezensionen von meggie3:

Sprachlich sehr überzeugend

Leuchtende Schatten von Iris Wolff

Sprachlich sehr überzeugend

Ella lebt im Jahr 1943 mit ihren Eltern, der Großmutter, ihrer Tante, ihrem Onkel und Cousin und Cousine in einem einfachen Haus in der rumänischen Stadt Herrmannstadt. Sie leben ein einfaches Leben, haben es aber zusammen gut und leiden keine Not. Der Krieg ist allerdings allgegenwärtig und bestimmt die Familiengespräche.

Als Harriet in Ellas Klasse kommt, ist sie sofort von dem anderen Mädchen fasziniert. Sie beschreibt sie als hübsch und anziehend, zugleich auch als unnahbar. Dann kommt es zu einem Unfall am See und Ella rettet Harriet. Ab diesem Zeitpunkt sind die beiden Freundinnen. Und so bekommt Ella Zugang zu der Villa der wohlhabenden Familie von Harriet und fühlt sich dort bald zuhause. Gleichzeitig werden ihr die Unterschiede zwischen Harriets Leben und dem ihren immer bewusster. Mit Voranschreiten des Krieges dringt dieser auch immer mehr in den Alltag von Ella und Harriet und deren Familien und nimmt mehr und mehr Einfluss auf das Leben und die Freundschaft der Mädchen.

Sehr zart beschreibt Iris Wolff die anfängliche Faszination Ellas für Harriet, dann das Aufkeimen der Freundschaft, die Themen, die junge Teenager beschäftigen, auch unabhängig vom Zweiten Weltkrieg. Fast nebensächlich scheinen zu Beginn noch die gesellschaftlichen Veränderungen, der Druck, der auf die Männer ausgeübt wird, in den Krieg zu ziehen. Und auch der Druck, der gegen Ende des Krieges zunimmt und das Leben für die dort lebende deutsche Bevölkerung erschwert. So verändert sich mit Fortschreiten des Krieges auch das alltägliche Leben von Ella und ihrer Familie sowie die Freundschaft zwischen Harriet und Ella.

Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen und auch die Protagonistinnen werden sehr liebevoll beschrieben. In der Mitte hat mich der Roman kurzzeitig ein wenig verloren, warum genau, kann ich gar nicht ausmachen. Möglicherweise waren mir einige wenige Passagen etwas zu langatmig. Dennoch habe ich den Roman insgesamt wirklich gerne gelesen, sodass „Leuchtende Schatten“ sicherlich nicht mein letzter Roman von Iris Wolff gewesen sein wird.

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Rezensionen von meggie3:

Gut geschriebener Roman über Veränderungen und den Lauf des Lebens

Ein Samstag im August von Birgit Bachmann

Gut geschriebener Roman über Veränderungen und den Lauf des Lebens

Als Elvira und Jobst auf der Rückfahrt ihres Urlaubs ein Pärchen mitnehmen, ahnen sie nicht, dass der Nachmittag noch lange nachhallen wird. Und nicht nur für Elvira beginnt eine aufregende Zeit, die sie und ihre Perspektive auf ihr Leben und ihre Familie verändert.

Auch bei Elviras Schwägerin, ihrem Neffen, ihrer Nichte und ihrer Schwester passiert so einiges – zum Teil völlig unabhängig von den anderen, zum Teil auch nicht.

Die vermeintlich losen, sich abwechselnden Erzählstränge sind eine absolute Stärke des Romans. Ähnlich wie bei einem Sudoku werden erst einzelne Aspekte klar, bevor alles ineinandergreift. Ungewöhnlich war auch, dass ich keine Perspektive hatte, die mich weniger interessiert hat und bei deren Kapiteln ich nur schnell durchkommen wollte. Im Gegenteil – für mich waren die Geschichten und Charaktere sehr ähnlich gut aufgebaut. An einigen Stellen, insbesondere zum Ende hin, hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Sprachlich hat mich das Debüt von Birgit Bachmann aber zu 100 Prozent überzeugt, sodass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und trotzdem ab und zu innehalten und über einen Satz nachdenken konnte.
Ich habe mich immer wieder gefragt, was mir der Roman eigentlich sagen möchte. Jetzt mit etwas Abstand denke ich, dass es darum geht, dass Veränderung erstmal weh tun kann, aber vielleicht auch absolut notwendig und langfristig positiv ist.

Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen und würde sicherlich auch zu einem weiteren Buch der Autorin greifen. Ein schön geschriebenes Debüt über Veränderungen, die schmerzen können, aber auch zum Leben dazugehören.

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Rezensionen von meggie3:

Was wäre, wenn wir es zulassen?

Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking

Was wäre, wenn wir es zulassen?

Amanda Atkins‘ Leben folgt klaren Regeln und Strukturen. Jeder Tag folgt einem klaren Ablauf. Freitags geht Ms. Atkins nach der Arbeit immer in die Lady Ophelia Harringdale Library, um sich dort drei Sachbücher für die kommende Woche auszuleihen. Als sie feststellen muss, dass die langjährige Bibliothekarin nicht mehr da ist und stattdessen Henry, Teenager und Schüler, an deren angestammtem Platz sitzt, ist sie empört.

Henry hat den Auftrag, Ms. Atkins als exklusives Mitglied in einen unscheinbaren Raum an der Kinderabteilung zu führen – den Vorraum zur Bibliothek der Träume. Robert Joy, langjähriges Mitglied in der Bibliothek der Träume, hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Mitglieder in die Geheimnisse der Bibliothek einzuführen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Für die sonst so rationale Amanda kommt das alles ein bisschen plötzlich – und so rauscht sie erstmal ab und läuft Xiao Mei dabei fast über den Haufen.

Nach ein bisschen Zeit lässt sich Amanda auf diese ungewöhnliche Bibliothek ein und entwickelt zu Robert fast so etwas wie eine Freundschaft. Und auch die beiden Teenager Henry und Xiao Mei lernt sie besser kennen, die die Bibliothek der Träume oft besucht, um ihren Sorgen zu entfliehen.

Kapitelweise wechseln sich die Perspektiven ab – mal wird Amandas Perspektive beschrieben, mal die von Robert, Xiao Mei oder Henry. Das macht es durchaus spannend. Für mich war es genau richtig viel Magie – für viele, die sich einen Fantasyroman wünschen, wird der Anteil aber vielleicht enttäuschend sein. In erster Linie geht es um die Magie von Träumen, um das Aushalten von Möglichkeiten und dem Zulassen von Nähe und Geschichten – diese Magie ist allgegenwärtig. Darüber hinaus bewegen sich die Protagonist:innen außerhalb der Bibliothek der Träume in der ganz unmagischen Wirklichkeit.

Ich finde das Zusammenwachsen der vier verschiedenen Charaktere zu einer Gruppe toll beschrieben – ohne zu viel Kitsch. Gleichzeitig wird deutlich, dass alle Erlebnisse mit sich tragen, die sie geprägt haben und die sie noch immer belasten.

Sprachlich gefällt mir der Roman super, ich konnte richtig schön abtauchen. Die Türen, hinter denen sich die Träume befinden, und die Bibliothek insgesamt, werden so detailliert beschrieben, dass man gar nicht anders kann, als sich mittendrin zu fühlen. Dass solche Bilder vor meinem inneren Auge entstehen, passiert sehr selten. Die Charaktere sind ebenfalls bildhaft beschrieben und sind in gewisser Hinsicht relativ klar voneinander abzugrenzen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass sie zu klischeehaft beschrieben sind.

Im Mittelteil hat mich der Roman leider nicht mehr ganz so gepackt – so richtig kann ich aber nicht sagen, weshalb. Zum Glück war das aber nur ein kurzer Abschnitt – der Schlussteil hat mich dann wieder vollumfänglich gefesselt.

Mir hat der Roman gut gefallen, für mich war es genau das richtige Maß an Fantastischem. Das ist umso höher einzuschätzen, da ich keine Fantasy-Leserin bin.

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Rezensionen von Dorsay:

Fesselnde Story

Gnadenopfer von Viveca Sten

Plötzliche Todesfälle von alten, pflegebedürftigen Menschen erschüttern das Bergdorf Åre. Was steckt da bloß dahinter? Hanna hat eine Vorahnung, handelt es sich hier vielleicht um kuriose Morde? Sie will sich mit ihrem Arbeitskollegen Daniel austauschen. Seit einiger Zeit herrscht allerdings eisiges Schweigen zwischen den Beiden und Hanna hat keine richtige Erklärung dafür.

Als sie mit Daniel das Gespräch sucht, komme es zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Können Hanna und Daniel den Streit beilegen, um gemeinsam den Fall zu lösen?
Die Autrorin Viveca Sten hat wieder einen kompakten, spannenden Krimi vorgelegt. Ihre Art zu Schreiben übt einen besonderen Sog aus. Man fiebert mit den sympathischen Figuren mit. Die kurzen Kapitel regen zum Lesen an und man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Auch der 5. Fall der Åre Morde ist wiederum exzellent gelungen.

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Rezensionen von meggie3:

Absolute Entdeckung, sehr empfehlenswert

Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan

Absolute Entdeckung, sehr empfehlenswert

Brendan und Ronan sind beste Freunde, allerdings nur in der Schule. Außerhalb der Schule haben sie keinerlei Kontakt. Und so freut sich Brendan nach den langen Sommerferien darauf, gemeinsam mit Ronan ins letzte Schuljahr vor dem College zu gehen. Wie immer wartet er auf Ronan am Schultor, diesmal allerdings vergeblich.

Er erfährt, dass Ronan in den Ferien einen schweren Unfall hatte, der eine schwere Hirnverletzung zur Folge hatte. Nach dem ersten Schock ist für Brendan klar, dass ihre Freundschaft weitergehen muss, jetzt unter ganz anderen Vorzeichen. Nun ist Brendan der, der für Ronan da sein muss, der für ihn kämpft und ganz nebenbei die sonstigen Herausforderungen eines Sechzehnjährigen bewältigen muss.

Ich muss zugeben, dass ich von diesem Roman zunächst gar nicht so viel erwartet habe. Vom Cover her wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich hinter den Buchdeckeln eine so außergewöhnliche, tiefgründige und berührende Geschichte verbirgt. Umso froher bin ich, dass ich den Roman entdeckt habe und er zu einem meiner Lesehighlights des Jahres 2026 werden konnte.

Colin Morgan beschreibt auf eine unfassbar leichte und berührende Weise zunächst eine Tragödie. Ein junger, beliebter und talentierter Schüler wird von einem Moment auf den anderen zu einem hilfsbedürftigen Menschen, der sich weder eigenständig bewegen noch ausdrücken kann. Sämtlicher Stärken, die ihn ausgemacht haben, ist er so auf einmal beraubt. Und gleichzeitig wird eindrücklich beschrieben, welche Kraft und wie stark der Glaube und die Hoffnung seiner Eltern und seines Freundes Brendan sind.

Was den Roman für mich so ungewöhnlich macht, ist die bedingungslose Freundschaft und Zuneigung zwischen Brendan und Ronan. Die Verletzlichkeit und Ehrlichkeit in den Gefühlen, die Überforderung und Hilflosigkeit und dann wiederum der unerschöpfliche Willen und der feste Glaube Brendans an eine Verbesserung bei Ronan sind so intensiv, dass ich sie fast körperlich spüren konnte.

Der Roman ist aus der Sicht von Brendan geschrieben. Dessen Blickwinkel ist dabei sehr authentisch gelungen. Als Protagonist ist er sehr interessant. Auf der einen Seite ist er beinahe naiv, wenn er fest davon ausgeht, dass Ronan ihm irgendwann von dem Unfall erzählt und auf der anderen Seite ist er diszipliniert und erwachsen, um so viel Zeit wie möglich für Ronan zu haben. Nebenbei passieren ihm natürlich auch die Dinge, die einem Teenager so passieren können. Die erste zarte Liebe mit der einhergehenden Unsicherheit, die Unklarheit über seinen weiteren Bildungsweg. All diese Themen erhalten Raum, ohne dass die Freundschaft zu Ronan aus dem Fokus gerät.

Es gab einige Stellen in dem Roman, an denen ich schwer schlucken musste. Bei Romanen passiert mir das äußerst selten. Colin Morgan gelingt es, ein schweres Thema leicht zu verpacken und dabei trotzdem nicht kitschig und dafür zu jeder Zeit empathisch und berührend zu sein. Klare Leseempfehlung von mir!

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Rezensionen von Dorsay:

Fesselnde Story

Gnadenopfer von Viveca Sten

Plötzliche Todesfälle von alten, pflegebedürftigen Menschen erschüttern das Bergdorf Åre. Was steckt da bloß dahinter? Hanna hat eine Vorahnung, handelt es sich hier vielleicht um kuriose Morde? Sie will sich mit ihrem Arbeitskollegen Daniel austauschen. Seit einiger Zeit herrscht allerdings eisiges Schweigen zwischen den Beiden und Hanna hat keine richtige Erklärung dafür.

Als sie mit Daniel das Gespräch sucht, komme es zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Können Hanna und Daniel den Streit beilegen, um gemeinsam den Fall zu lösen?
Die Autrorin Viveca Sten hat wieder einen kompakten, spannenden Krimi vorgelegt. Ihre Art zu Schreiben übt einen besonderen Sog aus. Man fiebert mit den sympathischen Figuren mit. Die kurzen Kapitel regen zum Lesen an und man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Auch der 5. Fall der Åre Morde ist wiederum exzellent gelungen.

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Rezensionen von bedard:

Liebe überwindet nicht alle Schranken

Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

Liebe überwindet nicht alle Schranken

Schon „Die schönste Version“, den ersten Roman von Ruth-Maria Thomas, fand ich großartig. Mit „Die zweitgrößte Liebe“ hat sie mich erneut begeistert – und gleichzeitig ziemlich mitgenommen. Denn hinter dem Titel verbirgt sich keine romantische Liebesgeschichte mit Happy End, sondern die schmerzhafte Geschichte einer Liebe, die trotz aller Gefühle keine gemeinsame Zukunft findet.

Michelle und Henry lieben sich, kommen aber aus völlig unterschiedlichen Welten. Während für Henry finanzielle Sicherheit selbstverständlich ist, musste Michelle sich vieles selbst erkämpfen. Als sich ihr die Chance bietet, beruflich aufzusteigen, möchte sie diese nutzen und sich aus eigener Kraft eine Zukunft aufbauen. Henry glaubt hingegen, eine bessere Lösung für sie gefunden zu haben: Er will ihr eine erneute Selbstständigkeit finanzieren und damit auch mehr gemeinsame Zeit ermöglichen. Dass Michelle einen ganz anderen Weg einschlagen möchte, versteht er nicht. Ohne ihre Zustimmung leitet er bereits alles in die Wege. Was großzügig gemeint sein mag, ist bevormundend – und zeigt, wie sehr Henrys finanzielle Möglichkeiten seinen Blick auf Michelles Wünsche verstellen. Er möchte ihr helfen, nimmt ihr dabei aber ausgerechnet die Selbstbestimmung, um die sie kämpft.

Gerade das macht diese Beziehung so schmerzhaft: Die Liebe ist da, aber sie allein reicht nicht. Herkunft, Geld und unterschiedliche Lebenserfahrungen prägen, was beide für möglich halten und was sie voneinander erwarten.

Ruth-Maria Thomas zeigt eindringlich, dass Geld zwar Sicherheit geben kann und Möglichkeiten schafft, aber nicht automatisch glücklich macht. Und dass sich die Unterschiede zwischen zwei Lebenswelten nicht einfach durch Liebe auflösen lassen.
Ihre Sprache ist präzise, dicht und emotional, ohne die Figuren zu vereinfachen oder es sich mit Schuldzuweisungen leicht zu machen. Ich war von diesem Roman absolut begeistert, auch wenn er mich traurig zurückgelassen hat. Nach „Die schönste Version“ hat Ruth-Maria Thomas mich ein weiteres Mal überzeugt. Ihr nächstes Buch würde ich lesen, ohne vorher wissen zu müssen, worum es geht.

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