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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dorsay:

Eine Mauer des Schweigens

Wellengrab von Stefan Ahnhem

Ein plötzlicher Stromausfall an der Küste Schwedens hüllt alles in undurchdringbare Dunkelheit. Fabian Risk ist zu diesem Zeitpunkt mit seiner Tochter Matilda auf seinem Segelboot. Mysteriöse Fälle reihen sich ineinander, die möglicherweise mit dem Stromausfall zusammenhängen. Kinder werden entführt und ein Mantel des Schweigens schwebt über allem.

Fabian Risk und seine Kollegen stehen vor ihrem kompliziertesten Fall.
Ein kompakter, vielschichtiger Krimi, voller Wendungen, packend bis zum Schluss. Gewalttätige, grausame Protagonisten, die einem das Fürchten lehren. Brutalität, der einem den Atem nimmt. Über 600 Seiten starkes Spannungserlebnis, das zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen lässt, lange Lesenächte inbegriffen. Klarer packender Schreibstil fesselt ungemein und man kann kaum mit dem Lesen aufhören.

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Hör auf dein Gefühl

Das Zauberwort heißt Nein! von Rebecca Mir; Ruth Rahlff

Kater Fiete möchte unbedingt zur Katzengang dazugehören, deshalb begibt er sich immer wieder in gefährliche Situationen. Er meistert so manche brenzlige Situation, wenn auch mit ungutem Gefühl. Bis Rosi, die kleine selbstbewusst Maus, ihm beibringt, dass man auch ab und zu Nein sagen kann. Fiete lernt auf sein Gefühl zu hören.

Außerdem findet er heraus, wer wirklich sein Freund ist, denn Freunde nehmen aufeinander Rücksicht und verlangen keine gefährlichen Dinge von einem.
Ein bunt bebildertes Kinderbuch mit entzückenden Illustrationen. Die Botschaft, dass man auf sein Bauchgefühl hören soll, ist optimal in einer bezaubernden Geschichte verpackt, die fesselt und so manche offenen Fragen werden noch während des Vorlesens besprochen. Ein wichtiger Beitrag, damit das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt wird.

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Eisige Temperaturen

Lügennebel von Viveca Sten

Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind.

Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!

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Schmerzliche Wahrheit erkennen

Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Nunmehr ist der vierte Thriller von Romy Hausmann, Himmelerdenblau, erschienen, damit ist ihr wieder ein fesselndes Werk gelungen, das möglicherweise so wie einer ihrer Vorgängerromane Liebes Kind verfilmt wird.
Seit zwanzig Jahren gibt es kein Lebenszeichen von Julie. Was ist damals mit ihr passiert? Diese Ungewissheit lässt Julies Familie verzweifeln.

Die True Crime Podcasterin Liv rollt den Fall erneut auf und Theo, der Vater von Julie, der an rasant fortschreitender Demenz leidet will Klarheit und beginnt mit Hilfe der Podcasterin zu recherchieren. Ein vielschichtiger, aufregender Thriller von Romy Hausmann, der im Mittelteil etwas langatmig wirkt und ein paar Schwächen aufweist. Dafür überschlagen sich im letzten Teil die Ereignisse und alle Verdachtsmomente gegen mögliche Täter lösen sich in nichts auf. Spannungsgeladener Countdown mit überraschendem Ende.

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Britisches Rechtssystem

Die feindliche Zeugin von Alexandra Wilson

Rosa ist eine junge Strafverteidigerin in London, die noch unerfahren ist und noch keinen Gewaltverbrecher vertreten hat. Sie übernimmt die Verteidigung von Emmett, einem schwarzen Jugendlichen, der angeblich einen weißen Krankenpfleger erstochen haben soll. Die Beweise sind erdrückend, da ihn zwei Personen gesehen haben, wie er mit dem Messer in der Hand bei dem Opfer kniete.

Die Verhandlung wird vor einer Jury durchgeführt, die nur aus weißen Mitgliedern besteht, eine Vorverurteilung ist anzunehmen, vor allem in der Presse. Da Emmet nicht aus einem Slum stammt, sondern aus einer eher angesehenen Gegend, er sich rührend um seine Oma kümmert und ein ausgezeichneter Schüler ist, glaubt Rosa an seine Unschuld und will diese beweisen, auch wenn sie dabei ihr eigenes privates Umfeld vernachlässigt.
Das britische Rechtssystem funktioniert anders als unsere Rechtsprechung. Leider wurde dieses System nie richtig erläutert und ist daher nur schwer zu verstehen. Auch als Thriller würde ich dieses Buch nicht bezeichnen, Spannungselemente fehlen. Trotzdem ist der Krimi gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen. Alexandra Wilson, im Hauptberuf Rechtsanwältin, hat für diese Tätigkeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen

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Düsteres Kristinestad

Gerächt sein sollst du von Kaisu Tuokko

Bei den Kanuunakallio-Klippen in der Nähe von Kristinestad wird von Seglern die Leiche des 17-jährigen Jonas gefunden. Es wird vermutet, dass er sich das Leben genommen hat, er war als Einzelgänger bekannt und wurde in der Schule gemobbt. Dann tauchen Anschuldigungen gegen ihn auf, er soll sich Verbrechen schuldig gemacht haben, im Internet tauchen Videos auf.

Schließlich stellt sich bei der Obduktion heraus, dass er ermordet wurde. Eevi Manner, Journalistin der lokalen Zeitung Suupohjan Kaiku, beginnt zu recherchieren und trifft dabei auf Kriminalkommissar Mats Bergholm, mit dem sie in Jugendzeiten zusammen war, beide sind jetzt verheiratet. Gemeinsam versuchen sie, herauszufinden, was wirklich geschehen ist.
Kaisu Tuokko hat einen Krimi im Kleinstadtmilieu geschrieben. Jeder kennt jeden – oder vielleicht auch doch nicht? Gewalt, Mobbing, Körperverletzung und Vergewaltigung, sowie Rache und Vergeltung spielen eine große Rolle. Wechselnde Perspektiven sowie namenlose Tagebucheinträge machen den Krimi interessant, der Spannungsbogen steigt bis zum Finale an. Ein wirklich gut gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe.

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Entscheidungen treffen

Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht

Die Protagonistin in diesen Roman erzählt von ihrem Leben. Mit fünfzig plus, schon lange geschieden, die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, hat sie sich ihr Leben gut eingerichtet. Sie hat eine kleine Wohnung in Wien, ein Häuschen mit Garten im Waldviertel und einen Hund. Sie pendelt zwischen Wien und dem Häuschen im Waldviertel, trifft sich mit Freunden und schreibt an einem Buch.

Alles scheint perfekt. Bis sich eines Tages die Ereignisse überschlagen. Ein Zahn droht auszufallen, ihre Schwester Paula braucht eine Auszeit und will sich für einige Tage in ihrer Wiener Wohnung einnisten, im Supermarkt trifft sie einen früheren Liebhaber, der sich im Nachbardorf niedergelassen hat und dort den Weinbaubetrieb seines Vaters übernommen hat. Sofort taucht nun die Frage auf, soll ich nochmal einen Mann in mein gut eingerichtetes Leben lassen?
Ein kluger Roman, der den Nerv der Zeit trifft. Eine Erzählung, die Frauenleben gut beschreibt und durchaus auch autobiografische Züge der Autorin Doris Knecht beinhalten könnte. Wirklichkeitsnah beschriebene Szenen, die so manche Parallelen zum echten Leben vermitteln. Ein klare Leseempfehlung.

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Monsterjäger

Der Totenarzt von Chris Carter

Die Gerichtsmedizinerin Carolyn Hove entdeckt bei der Autopsie eines Verkehrsunfallstoten, dass der Tote Verletzungen aufwies, die unmöglich von einem Verkehrsunfall stammen können. Die Todesursache sind Erfrierungen, und das in Kalifornien bei derzeit 33 °C! Damit ist sie zufällig einem Serienkiller auf die Spur gekommen, der jeden seiner Morde wie ein Unglück aussehen lässt.

Robert Hunter und Carlos Garcia vom Raub- und Morddezernat des LAPD werden auf diesen Fall angesetzt, kennen allerdings keinen Namen und auch nicht den Tatort, nur den Fundort. Noch während sie auf der Suche sind, kommt ein weiterer Toter mit ähnlichen Symptomen auf den Seziertisch von Dr. Hove. Ein angeblicher Selbstmord eines Mannes, der allerdings vor dem Sprung von der Brücke bereits tot war.
Christ Carter hat mit seinem 13. Band der beiden Ermittler Hunter und Carlos einen weiteren Thriller geschrieben, der düster und verstörend wirkt, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch auf einer wahren Geschichte beruht. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Kims Rache

Signum von John Ajvide Lindqvist

Kim Ribbing hat eine schwere Kindheit hinter sich. Nach dem Tod seiner Eltern wuchs er in Heimen bzw. bei Pflegeeltern auf. Niemand kam mit ihm zu Recht, deshalb wurde er in eine Anstalt eingewiesen. Dort wurde er vom behandelnden Arzt regelrecht gefoltert. Jetzt hat er seinen Peiniger entführt und hält ihn im Keller seiner Villa fest.

Er will in Erfahrung bringen, was einen erwachsenen Mann dazu bringt, ein Kind unter dem Vorwand der Wissenschaft zu foltern. Julia Malmros, eine Ex-Polizistin, ist Kims neue Partnerin. Sie recherchiert im Moment über die die Partei der Wahren Schweden, die extrem rechtsorientiert ist. Astrid Helander, eine 14jährige, die nach einem Anschlag ihre Eltern verloren hat und jetzt bei ihrem Onkel aufwächst, wohnt teilweise bei Kim. Diese beiden für Kim wichtigen Frauen sind allerdings auf sein Geheimnis gekommen und helfen ihm.
Mit Signum hat Lindqvist nach Refugium die Fortsetzung seiner Trilogie geschrieben, allerdings nicht so gut gelungen, als der erste Band. Zu viele Nebenszenen, wie neue Liebesbeziehung des Ermittlers Johnny Munthers zu der Forensikerin Moa, machen Signum etwas langatmig. Aber die Bezüge zu den Wahren Schweden mit ihren zahlreichen Kontakten in die kriminelle Szene weisen eine Brisanz auf, die nicht außer Acht zu lassen sind.

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