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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kwinsu:

Schonungsloses Lesehighlight

Die schönste Version von Ruth-Maria Thomas

Jella findet sich auf der Polizeiwache wieder, nachdem sie von ihrem Partner im Streit gewürgt und mit dem Umbringen bedroht wurde. Sie kann die Situation gar nicht fassen und weiß nicht so recht, wie es nun weitergehen soll. Schließlich findet sie sich bei ihrem Vater ein und beginnt nicht nur ihre Beziehung zu Yannick zu rekapitulieren, sondern ihr komplettes Leben.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Ruth-Maria Thomas gelingt mit "Die schönste Version" ein beeindruckendes Romandebüt, das schonungslos das Thema Partnergewalt mit all seinen Facetten aufzeigt: die einlullende Masche der Täter, die großen Selbstzweifel, die Menschen, die einem nicht glauben, die Realität, die Frau nicht wahrhaben will, den Rechtfertigungszwang und vor allem die patriarchalen Strukturen - die "kleinen" bis großen Übergriffe, denen Frauen ausgesetzt sind und sich selbst oft übergehen, weil sie es so gelernt haben; es gewohnt sind. Ständig wird die Selbstbestimmung, das sich-entwickeln-Wollen dargestellt, als wären wir Frauen alle selbst daran schuld, Opfer zu werden - ja, so wurden wir alle sozialisiert. Dass NEIN wird geflissentlich ignoriert, denn Mann dachte, sie wollte es doch eigentlich so. Die Autorin spart nicht damit den Ausnahmezustand facettenreich darzustellen, den eigenen inneren Widerstand, die ständigen Selbsthinterfragungen.

Beeindruckend ist auch die Sprache von Ruth-Maria Thomas. Das erste was mir dazu eingefallen ist, ist das Wort "derb", besonders, weil sie so offen und klar die sexuellen Bedürfnisse der Protagonistin darlegt - aber dafür "derb" zu verwenden, könnte falscher nicht sein, wir sind es bloß nicht gewohnt, dass auch Frauen ihre Wünsche offen artikulieren. Im wahrsten Sinne atemberaubend sind auch die inneren Monologe, die Jella mit sich führt, die getränkt sind voller Zweifel - war das Erlebte wirklich so schlimm, trägt sie nicht selbst Schuld an dem, was ihr passiert ist? Nein, tut sie nicht, trotzdem wurde uns Frauen Jahrtausende eingeimpft, dass wir das Problem sind, wie könnten wir da anders als an uns selbst zu zweifeln?

Einzig wie das Thema Freundschaft dargestellt wird, konnte mich nicht einhundertprozentig überzeugen, zwar gibt es eine Freundin, die Halt und Unterstützung bietet, aber trotzdem recht oberflächlich bleibt.

Das Ende des Romans verläuft anders, als Statistiken und sozialarbeiterische Erfahrungen es voraussagen würden, aber es gibt Hoffnung, dass wir uns irgendwann gegen das Sozialisierte stellen.

Mein Fazit: ein grandioser Roman, der das Thema Partnergewalt in den Mittelpunkt stellt, ohne offensichtlich zu sein. Es rekonstruiert anhand der Rückschau auf das bisherige Leben der Protagonistin die traurige Realität des Patriarchats - einfühlsam, ehrlich und selbstreflexiv. Für mich ein absolutes Lesehighlight des Jahres 2024, ein Roman, der lange nachhallt und ganz bestimmt noch einmal gelesen werden wird.

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Rezensionen von peedee:

Ein Dorf und zig Verdächtige

Finster von Ivar Leon Menger

Katzenbrunn, Mai 1986. Ein Junge verschwindet spurlos von einem Jahrmarkt. Leider passiert das in diesem Dorf nicht zum ersten Mal. Seit Jahren werden immer wieder Kinder vermisst. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., hat bereits vor Jahren in Katzenbrunn gearbeitet, doch der Fall konnte nicht gelöst werden.

Da er nun pensioniert ist, will er jenen Fall doch noch zum Abschluss bringen. In diesem Dorf, das vor allem für seine psychiatrische Klinik bekannt ist, gehen mysteriöse Dinge vor…

Erster Eindruck: Ein im wahrsten Sinne finsteres Cover – gut gemacht; mir gefällt die Haptik.

Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, so dass die Leser:innen mehr wissen als die einzelnen Protagonisten. Dies macht das Ganze lebendig, aber auch sehr herausfordernd.

Bereits nach den ersten Beschreibungen von Katzenbrunn war ich schon deprimiert. Würde ich dort wohnen – ich weiss, es ist nur ein fiktiver Ort –, würde ich umgehend meine Sachen packen und das Weite suchen. Eine düstere Stimmung; merkwürdige, geheimnisvolle Dorfbewohner; tragische Vorkommnisse. Wie kann man dort noch wohnen wollen? Eine Person nach der anderen hatte aus meiner Sicht das Zeug dazu, hinter all dem Grauenhaften zu stecken.
Hans Stahl war mir sympathisch. Einerseits ehrt es ihn, dass er den Fall noch lösen will – er meint, es den Eltern der Kinder schuldig zu sein –, andererseits ist allen bewusst, dass er nicht mehr ermitteln dürfte, sondern dies seinen Polizeikolleg:innen überlassen müsste. Mit der Gastwirtin Geli findet er unerwarteterweise Unterstützung. Die Lage spitzt sich zu, als wiederum ein Kind vermisst wird…

Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Schon als ich die Inhaltsbeschreibung las, war mir klar, dass dies keine Wohlfühllektüre werden würde. Beim Fortschreiten der Geschichte dachte ich, zu wissen, wer nun die gesuchte Person ist, aber dann – ein paar Seiten weiter – musste ich meine „Erkenntnisse“ bereits wieder über den Haufen werfen.
Fazit: Düster, beklemmend, sehr spannend – 5 Sterne.

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Rezensionen von Lilli33:

Eine vielschichtige Geschichte, die ihre Zeit braucht

In den Farben des Dunkels von Chris Whitaker

Eine vielschichtige Geschichte, die ihre Zeit braucht

Inhalt:
Patch und Saint sind Außenseiter und ihre Freundschaft für beide ein Glücksfall. Sie sind 13 Jahre alt, als Patch entführt wird. Saint setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn zu finden, auch als alle anderen schon die Hoffnung aufgegeben haben.

Tatsächlich kann Patch nach monatelanger Gefangenschaft befreit werden. Er berichtet, dass ein Mädchen bei ihm war, doch dieses ist unauffindbar. Hat Patch sie sich nur eingebildet? Er setzt alles daran, Grace zu finden, ist wie besessen davon und richtet sein ganzes Leben daraufhin aus. Saint unterstützt ihn auf ihre Weise.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt interessant und atmosphärisch. Man kann sich die Kinder im Jahr 1975 gut vorstellen, ihre Rollen nachvollziehen. Hier konnte mich Chris Whitaker locker abholen. Doch dann entwickelt sich die Handlung sehr zäh weiter mit Beschreibungen bis ins kleinste Detail und etlichen Wiederholungen. Es sind die Monate von Patchs Gefangenschaft, die sich schier endlos hinziehen. Sicher sind sie ihm auch so lange vorgekommen, aber für mich war es eine Qual. Ich musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen. Zum Glück sind die Kapitel äußerst kurz, sodass man immer mal noch eins lesen kann und so doch weiterkommt. Erst in der zweiten Hälfte hat mich das Buch dann richtig gepackt. Die verschiedenen Charaktere bekommen über die Jahrzehnte immer klarere Konturen. Geheimnisse werden aufgedeckt, Verbindungen geknüpft. Wie ein Mosaik wird das Geschehen für die Leserschaft zusammengesetzt. Hier erwarteten mich einige Überraschungen. Vor allem wuchsen mir aber auch die Protagonist*innen ans Herz, und zwar nicht nur Patch und Saint, sondern auch noch andere wichtige Figuren. Patch und Saint hangeln sich von einer Zwickmühle zur anderen und stehen dabei öfter auf verschiedenen Seiten, obwohl sie das gar nicht wollen. Mir persönlich fiel es schwer, mich auf eine Seite zu schlagen. Ich konnte beide gut nachvollziehen.

Am Ende stellt sich alles als eine sehr vielschichtige Geschichte heraus, die eben ihre Zeit braucht, um sich zu entwickeln, mich dann aber mitreißen und fesseln konnte.

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Rezensionen von nessabo:

Ein Buch voller Sensibilität, Schmerz und Loyalität von einer unfassbar begabten Autorin

Taumeln von Sina Scherzant

Ich bin komplett geflasht von „Taumeln“, obwohl ich anfangs aufgrund des wechselnden Erzähltempos nicht unbedingt damit gerechnet habe, dass es so ein Highlight wird. Aber was Sina Scherzant hier geschrieben hat, ist einfach nur bemerkenswert.

Zuerst einmal finde ich das Buch selbst wunderschön und haptisch richtig besonders.

<3
Inhaltlich geht es primär um die Suche nach Hannah, die seit 2 Jahren verschwunden ist. Und genauso lange begibt sich eine Gruppe von einander eigentlich fremden Personen rund um ihre Schwester Luisa jeden Samstag in den Wald und sucht sie.

Im Laufe der Handlung wird aber zunehmend klar, dass es gar nicht so sehr um Hannahs Verschwinden geht. Vielmehr dreht sich die Geschichte um die einzelnen Personen dieser Zweckgemeinschaft und darum, warum sie trotz aller Aussichtslosigkeit so beständig zusammenkommen. Scherzant stellt mit ganz viel emotionaler Sensibilität menschliche Einzelschicksale heraus, sodass die anfänglichen Nebenfiguren immer mehr zu Protagonist*innen werden.

Die Sprache des Romans ist bildlichen, manchmal metaphorischen Weg, die Tempi wechselnd und der Schreibstil phasenweise ausschweifend - Sätze über eine Seite sind keine Seltenheit. Das machte es mir mitunter schwer, gedanklich nicht den Faden zu verlieren, daher gebe ich auch nicht ganz die volle Punktzahl. Doch gleichzeitig bekommt das Buch dadurch an den richtigen Stellen eine Atemlosigkeit, die mich in die Handlung hineingesaugt hat.

Zu den Figuren konnte ich unterschiedlich viel Nähe aufbauen, aber wenn, dann war sie zerschmetternd. Die Autorin beschreibt die schlimmsten Zustände im Leben mit so viel Feingefühl, dass ich mehrfach zu Tränen gerührt war. Parallel dazu werden aber auch moralische Fragen universellen Mitgefühls und gesellschaftlicher Verantwortung behandelt.

Das Buch thematisiert die ganz verschiedenen Formen von Einsamkeit in unserer Gesellschaft, bietet aber auch Momente der Loyalität an, die richtig heilsam wirken. Achtet auf die Triggerwarnungen, aber lest „Taumeln“ unbedingt, wenn ihr euch emotional mitnehmen lassen wollt von einer Geschichte mit viel Aua-Aua, aber auch ein bisschen Heile-Heile.

4,5 Sterne

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TW:
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häusliche Gewalt, Panikattacken, Depression, Vernachlässigung von Kindern

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Rezensionen von Gaby 2707:

Nervenkitzel und Anspannung ab der ersten Seite

Schwarze Dame von Andreas Franz; Daniel Holbe

„Schwarze Dame“ ist der 24. Frankfurt-Krimi mit der taffen, mutigen und manchmal etwas eigensinnigen Kommissarin Julia Durant. Ich verfolge ihre Ermittlungen schon aus der Zeit vor 2011, als Autor Andreas Franz sich diese Fälle noch ausgedacht hat. Aber auch wenn er die weiteren Krimis leider nicht mehr selbst geschrieben hat – Daniel Holbe steht ihm in seiner Kunst Spannung aufzubauen, einen ausgefeilten Plot zu kreieren und den Leser an jedes einzelne Buch zu fesseln in nichts nach.

So ist es auch hier wieder.
Ich habe mit dem Lesen begonnen, den Mörder kurz kennengelernt und ab dem 14. April 2019 die mir schon lieb gewonnen Mitglieder des K11 in Frankfurt „begrüßt“. Allen voran natürlich Julia Durant mit ihren Kollegen Frank Hellmann, Uwe Liebig, der aber nach kurzer Zeit von den Ermittlungen ausgeschlossen wird und der neuen Leiterin des Kommissariats Doris Seidel, die sich auch immer mal wieder in die Ermittlungen einschaltet. Von der Leiterin der Rechtsmedizin Andrea Sievers kommen wieder wertvolle Hinweise, die die Ermittler aber auch nicht wirklich voran bringen. Dazu gibt es weitere Tote, die alle einem Täter zugerechnet werden können. Es ist ein langer, mühseliger Weg bis zur Aufklärung im September 2020. Und Julia trifft es wieder besonders hart. Gut, dass sie da ihren ehemaligen Kollegen aus München Butz Mayer an der Seite hat, der nicht nur ein 1860-Löwen-Fan ist, was ihn mir besonders sympathisch macht.
Neben ihren aufreibenden Ermittlungen kommt auch privat einiges Neues auf Julia zu. Das hat vor allem mit ihrem Mann Claus Hochgräbe, dem ehemaligen Kommissariatsleiter zu tun, den sie vor kurzem während Corona geheiratet hat. Aber auch hier ist es so schön zu sehen, wie sie sich in ihre neue Rolle hinein findet.
Die Spannung, die ab der ersten Seite kontinuierlich ansteigt, bekommt für mich noch einen Schub dazu, als ich dem Täter in kurzen Abschnitten dabei zuschaue, wie er über eine Seite im Darknet mit einem „Interessenten“ chattet. Mehr wird aber nun wirklich nicht mehr verraten.

Ein weiterer spannender und sehr interessanter Frankfurt-Krimi mit einer sympathischen und taffen Ermittlerin, die diesmal einen ganz besonders kniffligen Fall zu lösen hat. Sie und ihre Kollegen haben mich während der Lesestunden sehr gut unterhalten.

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Rezensionen von Pearl:

Nachkriegszeiten

Don't kiss Tommy. Eine Liebe in der Stunde Null von Theresia Graw

Der Krieg ist vorbei die Menschen atmen auf auch die Bürger von Bad Oeynhausen. Doch falsch gedacht die Engländer marschieren ein und machen den Ort zu ihrer Hauptzentrale. Ein Stacheldrahtzaun wird gezogen und die Stadt zu Sperrgebiet ernannt. Die bürge müssen weichen, und ihre Häuser verlassen und werden am Ortsrad in Brettbuden verbannt.

Die Sperrzone dürfen sie nicht mehr betreten. So geht es auch Rosalie und ihrer Freundin Anne deren Eltern ein Traditionshotel im Ort seit einhundert Jahren besitzen.Die Engländer hassen alle Deutschen und denken alle wäre auch Nazis gewesen, daher ist es auch nicht leicht für die beiden Frauen mit den Tommy zurechtzukommen. In den Hütten herrschen schlimme Zustände, die Menschen erfrieren im Winter dort, hungern, werden krank und viele Bewohner sterben sogar. Fassungslos ist man das die Engländer in der Sperrzone im Überfluss leben.Trotz dem Kontaktverbot entsteht eine Liebe zwischen Anne und einem Colonel, die Beide erst nicht wahrhaben wollen.

Fazit:
In dem tollen Cover mit den schwebenden Verliebten, verbirgt sich eine Geschichte mit wahren Hintergrund und zwar der Evakuierung der Menschen aus Bad Oeynhausen durch die Besatzer den Engländern. Gut recherchiert mit interessanten neuen Erkenntnissen, was die Besatzer so alles angerichtet haben, macht eine fassungslos. Der Roman ist von der ersten Seite an packend und lebendig. Einfach eine spannende Geschichte die brilliert.

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Rezensionen von Sarah:

Tyger von S. F. Said

Schon sein Leben lang hat Adam aufgrund seiner Herkunft mit Vorurteilen zu kämpfen. Als er eines Tages einen Botengang für seine Eltern erledigt und dabei im hintersten Winkel von London landet, begegnet er dort der verwunderten Tyger. Sofort fühlt er sich mit ihr Verbunden, doch sie schwebt in großer Gefahr.

Zusammen mit seiner Freundin Sadie beschließt Adam alles dafür zu geben, damit Tyger wieder in Sicherheit ist.

Ich musste dieses Buch umbedingt lesen, da ich in meiner Kindheit ein riesen Fan von Titus Tatz war und mir das Buch bis heute in Erinnerung geblieben ist. Das Buch geht auf sehr kindgerechte Art und Weise auf das Thema Rassismus ein und schafft hier einen wirklich guten Einblick. Zudem vermittelt es wirklich gut, wie man sich für jene Dinge einsetzen soll, die man liebt und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Ich fand die Geschichte wirklich sehr gut und lehrreich geschrieben, verpackt in einem Kokon aus Spannung und Action. Zudem finden sich zwischendurch immer wieder Illustrationen, welche wirklich wunderbar auf den Text angepasst sind und dem Buch noch einen zusätzlichen flair geben.

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Rezensionen von nanu?!:

Ein echter Pageturner

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor von Lauren Muñoz

Endlich ist der Abschluss geschafft! Um das gebührend zu feiern, begeben sich die sieben Freunde auf Ashwood Manor, einem alten Herrenhaus. Dort wollen sie eine Woche lang wie in den Zwanzigern leben und feiern, eine endlose Mottoparty also.
Doch die Freude ist nicht von langer Dauer, denn bald schon geschieht Grausiges.

Was für ein Pageturner! In meinen Augen hat das Buch alles, was so ein Spannungsroman für Jugendliche braucht.
Angefangen bei dem Schauplatz: Es eignet sich wohl kein besserer Ort als Ashwood Manor, um solch eine Geschichte entstehen zu lassen. Ashwood Manor ist nicht nur ein altes Herrenhaus, hier wurden in den Zwanzigern auch Filme gedreht. Perfekt also, um hier Kassidys Mottowoche zu feiern.
Anwesend sind nur Kassidy, ihre sechs Gäste und eine Handvoll Personal. Gebaut wurde das Haus auf einer kleinen Insel, wo sonst kaum etwas ist und die eigentlich ganz idyllisch ist.

Toll finde ich, wie die Autorin die Geschichte nur langsam aufbaut. Man weiß als Leser zwar, dass jemand bald sterben wird, aber man weiß nicht wer es sein wird und wann es passieren wird.
Erst wird sich die Zeit genommen, die Figuren einzuführen. Die Party ist längst im Gange als es losgeht.
Je mehr man von den Figuren erfährt, umso mehr merkt man dann auch, dass eigentlich jeder der Anwesenden ein Motiv hat.
Erzählt wird immer nur aus Izzys Sicht in der Ich-Form, wenn es um die Gegenwart geht. Aber nur weil man Izzy als Leser so besonders Nahe ist, heißt das nicht, dass man ihr vertrauen kann. Auch sie hält gewisse Informationen vor dem Leser verborgen.
Nach und nach werden auch noch Rückblenden eingestreut. Die sollen dabei helfen, den Mord am Ende aufzulösen und werden aus den Blickwinkeln der anderen Figuren erzählt. Diese Wechsel mochte ich sehr gerne und sorgten nicht nur für Abwechslung, sie helfen auch die anderen Personen besser einzuordnen.

Die Autorin schafft es, eine ganz besondere Atmosphäre aufzubauen. Erst diese losgelöste Stimmung, den Abschluss geschafft zu haben. Dann die goldenen Zwanziger, die wieder aufgelebt werden. Der allgemein große Schock nach der Tat und dann das Misstrauen als alle verstehen, dass der Mörder nur einer von ihnen sein kann.
Für mich war das ein rundherum gelungener, spannender Roman, der bestimmt auch über die Zielgruppe hinaus überzeugen wird.
Diese Autorin werde ich jedenfalls im Auge behalten.

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Rezensionen von Sarah:

Der Stich der Biene von Paul Murray

Die Familie Barnes ist alles andere als eine Vorzeigefamilie. Die Tochter steckt mitten in der Pubertät und möchte am liebsten so schnell wie möglich weg von der Familie und aufs College, der Vater hat nach dem Aus seiner Autofirma eine regelrechte Obsession für den Bau eines Bunkers in den Wäldern entwickelt, die Mutter fühlt sich nicht mehr zu ihrem Mann hingezogen, dafür aber zu einem anderen Mann und der Sohn fühlt sich von allen vernachlässigt und spielt mit dem Gedanken, von zu Hause wegzulaufen.

Was muss geschehen, um solch eine Entfremdung noch aufzuhalten?

Dieses Buch ist die reinste Gefühlsachterbahn. Man liest abwechselnd aus der Perspektive der einzelnen Familienmitgliedern und jeder Erzähler hat seinen ganz eigenen Stil. Man schafft es durch die vielen stilistischen Unterschiede auch wirklich gut, sich in den jeweiligen Erzähler hineinzuversetzen und leidet wirklich mit. Die Geschicht an sich ist gefüllt mit Liebe und Hass, Trauer und Glück und fesselt einen wirklich von der ersten bis zur letzten Seite. Schlussendlich ging die Geschichte in eine komplett andere Richtung, als ich es anhand des Klappentextes erwartet hätte, ich habe das Buch aber wirklich sehr genossen und kann es wärmstens weiterempfehlen.

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Rezensionen von Sarah:

Shining von Stephen King

Nachdem Jack Torrance aufgrund seiner psychischen Probleme seinen alten Job verloren hat, nimmt er als "Neuanfang" einen Job in einem Hotel in den Bergen Colorados an. Kurzerhand zieht er über die Wintermonate in das verrufene Hotel, in dem es Spuken soll und kümmert sich dort um die Instandhaltung.

Bereits bei der Ankunft scheint das Hotel Jack in seinen dunklen Bann zu ziehen und das Böse in ihm nimmt immer mehr und mehr Gestalt an...

Da ich immer mal wieder gerne zu einem Stephen King greife, dachte ich mir, ist es nun endlich an der Zeit, zu diesem doch hoch gelobten King zu greifen. Kings Schreibstil war wie immer ausschweifend und sehr bildsprachlich, ich fand die Geschicht zwar fesselnd, aber im Endeffekt auch etwas zu langatmig. Was ich hier allerdings positiv hervorheben muss, ist, dass das die Geschichte im Gegensatz zu manch anderen Büchern von ihm doch durchaus realistisch gehalten ist. Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen, es gibt deutlich schlechtere Werke von King, aber eben auch deutlich bessere.

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