Kunden em pfehlungen
Rezensionen von wolkenbücherwelt:
Alte Wunden - Neues Blut: Ein Kampf ums Überleben
We Who Will Die von Stacia Stark
„Der erste Tag von egal was ist für gewöhnlich der schlimmste.“
Der Einstieg in "We Who Will Die - Empire of Blood“ konnte mich direkt überzeugen und hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt der anderen Reihe der Autorin. Der Schreibstil lässt sich wirklich angenehm lesen und sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht und einfach dranbleiben möchte.
Auch wenn der viele Input zur Welt am Anfang - und stellenweise auch im Verlauf der Story - für manche vielleicht etwas zu viel sein könnte, empfand ich das alles als sehr ansprechend.
Besonders das vom antiken Rom inspirierte Setting hat mir richtig gut gefallen. Die Welt wirkt düster, lebendig und ungeschönt - gerade die Erbarmungslosigkeit und die Brutalität der Kämpfe, des Überleben-wollens, verleiht der Geschichte eine gewisse Härte, die einfach passt. Auch Arvelles innere Gedanken, vor allem die Flashbacks in ihre Vergangenheit, haben mich emotional abgeholt und sie für mich noch greifbarer gemacht.
Das Magiesystem rund um die Sigillen empfand ich als erfrischend und spannend. Es kommen viele verschiedene Elemente zusammen - Vampire, Intrigen, Götter, Machtspiele, innere Kämpfe, Egoismus - und trotzdem wirkt es an sich nicht überladen, sondern genau dadurch lebendig, glaubwürdig. Für mich hat gerade diese Mischung, dieses „Viele“, die Geschichte richtig getragen.
Auch die Nebencharaktere haben bei mir Eindruck hinterlassen. Gerade Maeva und Leon fand ich wirklich gelungen - beide sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von ihnen sehen werden.
Und Rorrik…ja Rorrik.. ich muss gestehen, er ist für mich bisher der spannendste Charakter. Unberechenbar, kalkuliert, düster, perfide, irgendwie immer einen Schritt voraus, nicht ganz greifbar, ruchlos.. - und genau das macht ihn so interessant.
„Es überrascht nicht, dass du Leute siehst, die sich amüsieren, und den Drang verspürst, das zu ruinieren.“
Und genau dieses Zitat, dieses Gefühl, fasst ihn für mich ziemlich gut zusammen - unberechenbar, interessant und definitiv jemand, bei dem ich noch sehr viel mehr erwarte und erhoffe!!
Ein wenig gefehlt hat mir stellenweise die wirklich greifbare, spürbare Tension zwischen Arvelle und Tiernon sowie ein klarerer roter Faden, da sich der Band teilweise wie ein längerer Einstieg in die eigentliche Handlung angefühlt hat. Mich persönlich hat das aber nicht wirklich gestört - im Gegenteil, ich mochte es, dass sich hier anders Zeit für Welt und Charaktere genommen wurde - für mich hat das so als Reihenauftakt dadurch gut funktioniert.
Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr schmerzhafte Zerrissenheit, mehr Einblicke, mehr Verwundbarkeit und Stärke und darauf, noch tiefer in diese Welt einzutauchen.
Also ja - für mich war Band 1 ein gut stimmiger, dichter Auftakt mit spannender Welt, starken Ansätzen, einem (vielleicht) moralisch verwerflichen Lieblingscharakter und viel Potenzial für die Fortsetzung - knappe, aber gute 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von KersG:
Humorvolle Romance
The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh
Dieses Buch ist ein wahres Highlight für mich. Obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte reingekommen und konnte dem Ganzen sehr gut folgen. Nun möchte ich aber unbedingt auch noch Band 1 lesen.
Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Humorvoll und trotzdem tiefgründig und voller Gefühl.
Es werden einige wichtige Themen angesprochen. Unter anderem geht es viel um das Thema Selbstliebe und Selbstwert.
Eleanore ist das brave Mädchen in der Kleinstadt Lower Whliby. Hilfsbereit, eine gute Freundin und zuverlässig. Doch sie hat es satt, so gesehen zu werden und will daraus ausbrechen. Als dann Dex in der Stadt auftaucht, sieht sie darin ihre Chance. Dex ist Musiker, aber er hat seinen Weg noch nicht so recht gefunden. Er will ihr dabei helfen, loszulassen und auch einfach mal nach Gefühl zu handeln. Sie profitieren beide von ihrem Deal und dabei wird auch ihre Gefühlswelt ordentlich auf den Kopf gestellt.
Lower Whilby ist eine richtig Klischeehafte Kleinstadt. Jeder kennt jeden und es gibt reichlich Klatsch und Tratsch.
Dex kommt aus einer Musikerfamilie, doch sein Ziel war immer, es alleine zu schaffen. Doch der Durchbruch lässt auf sich warten und damit schwindet auch seine Hoffnung auf eine glamouröse Zukunft.
Eleanore war mir direkt sympathisch. Sie ist das nette Mädchen von nebenan, das nie aneckt und auf das man sich immer verlassen kann. Doch sie zweifelt an sich selbst und will endlich so sein wie die anderen. Das schwächt ihr Selbstvertrauen enorm.
Eine wunderschöne Geschichte, mit tollem Setting und authentischen Charakteren. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Shilo:
Was von Martha blieb
Vier Seiten Leben von Dorothee Kohler
Ein Name, der plötzlich auftaucht und Fragen hinterlässt. Mehr braucht es nicht, um in diese eindringliche Geschichte hineinzufinden.
Beim Lesen entsteht schnell das Gefühl, dass hier etwas lange verborgen geblieben ist. Zwischen alten Unterlagen taucht eine Frau auf, über die in der eigenen Familie nie gesprochen wurde.
Nur wenige Spuren sind vorhanden, vor allem eine knappe Akte aus einer psychiatrischen Einrichtung. Und doch beginnt sich nach und nach ein Bild zu formen.
Die Geschichte wird ruhig und klar erzählt. Ohne große Worte, jedoch mit viel Feingefühl. Gerade das macht sie so eindringlich. Es geht nicht nur um das, was damals geschehen ist, sondern auch um das Schweigen danach. Warum wurde Martha aus der Erinnerung gelöscht? Diese Frage bleibt die ganze Zeit präsent.
Im weiteren Verlauf wird die Suche nach Antworten immer persönlicher. Die wenigen Fakten stehen fest, doch vieles dazwischen bleibt offen. Und in diesen Lücken entfaltet das Buch seine besondere Wirkung. Es sind oft nur kleine Details, die hängen bleiben. Ein Satz aus einem Dokument, eine vorsichtige Einordnung. Daraus entsteht nach und nach ein Gefühl für das Leben dieser jungen Frau.
Auffällig ist, wie behutsam mit den vorhandenen Informationen umgegangen wird. Nichts wirkt ausgeschmückt oder übertrieben. Stattdessen entsteht ein stilles Nachdenken darüber, was gewesen sein könnte.
Der Blick auf die damalige Zeit wirkt bedrückend. Der Umgang mit jungen Frauen erscheint hart und oft kaum nachvollziehbar. Begriffe wie „unfügsam“ lassen erahnen, wie schnell jemand abgestempelt wurde. Dabei bleibt vieles unausgesprochen, und genau das wirkt nach.
Zum Ende hin wird das Buch noch ruhiger. Es geht weniger um neue Erkenntnisse als um das, was bleibt. Die wenigen Spuren fügen sich nicht zu einem vollständigen Bild. Denn nicht alles lässt sich klären.
Nach dem Lesen bleibt ein ruhiges Nachdenken. Gedanken kehren immer wieder zu dieser jungen Frau zurück, zu ihrem Widerstand und zu dem, was daraus geworden ist.
Dieses Buch ist ruhig, unaufgeregt, dabei sehr eindringlich und bleibt im Kopf.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für ruhige, wahre Geschichten und vergessene Schicksale interessieren.
Rezensionen von stomic:
Eine aufwühlende Geschichte
Bipolaras Glassprünge von Julika Lee
Bipolaras Glassprünge von Julika Lee erzählt die Geschichte von Lara, einer Frau, deren Leben durch eine bipolare Störung immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät. Anfangs wirkt ihr Alltag noch relativ normal: Sie ist verheiratet mit Matthias und hat Zukunftspläne. Doch schnell wird klar, dass diese scheinbare Stabilität brüchig ist.
Lara durchlebt starke Stimmungsschwankungen. In manischen Phasen ist sie überdreht, trifft unüberlegte Entscheidungen und entfernt sich zunehmend von der Realität. In den depressiven Phasen dagegen fühlt sie sich leer, verzweifelt und antriebslos. Diese extremen Wechsel zerstören nach und nach ihr Leben.
Besonders belastend ist dabei ihre Beziehung zu Matthias. Er unterstützt sie nicht wirklich, sondern trägt eher dazu bei, dass sie sich noch unsicherer und allein gelassen fühlt. Dadurch wird deutlich, wie wichtig ein verständnisvolles Umfeld wäre – und wie sehr es fehlt.
Als sich ihr Zustand zuspitzt, kommt Lara in eine psychiatrische Klinik. Dort erlebt sie die Situation oft als Zwang und Kontrollverlust, was ihre Lage zusätzlich verschärft. Sie muss sich nicht nur mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, sondern auch mit dem Gefühl, keine Kontrolle mehr über ihr eigenes Leben zu haben.
Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte besonders intensiv und erschütternd macht. Meiner Meinung nach ist es eine sehr berührende und zugleich aufrüttelnde Erzählung. Sie zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, Depressionen und bipolare Störungen ernst zu nehmen und offen darüber zu sprechen. Gerade weil solche Themen oft tabuisiert werden, ist dieses Buch ein wichtiger Beitrag, um mehr Verständnis zu schaffen.
Rezensionen von Anno:
Die Uhr tickt
Noch fünf Tage von Helena Falke
Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder.
Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.
Rezensionen von Shilo:
Und plötzlich ist alles anders
LavendelSommerTräume (Im Herzen der Provence) von Hanna Holmgren
Manchmal gibt es Geschichten, die genau das ausstrahlen, was man beim Lesen sucht. Ruhe, Wärme und das Gefühl, für eine Weile ganz woanders zu sein. Genau so ein Buch liegt hier vor. Schon nach wenigen Seiten entsteht ein Bild von weiten Lavendelfeldern, warmem Licht und einem Ort, an dem ein Neuanfang möglich scheint.
Dabei fühlt sich alles leicht an, ohne oberflächlich zu wirken.
Im Mittelpunkt steht Mia, die ihrem alten Leben den Rücken kehrt und in der Provence neu anfängt. Ohne festen Plan, aber mit dem Wunsch, wieder zu sich selbst zu finden. Diese Suche zieht sich leise durch die Seiten und wirkt dabei ehrlich und greifbar. Die kleinen Schritte, die sie geht, fühlen sich stimmig an und lassen gut nachvollziehen, wie schwer und zugleich befreiend so ein Neuanfang sein kann.
Besonders schön ist die Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Provence wird mit ruhigen Bildern beschrieben, ohne überladen zu wirken. Auch die Begegnung mit Jules fügt sich stimmig in die Handlung ein. Zwischen den beiden entsteht etwas Zartes, das sich langsam entwickelt und gerade dadurch glaubwürdig bleibt.
Ganz ohne Schatten bleibt es allerdings nicht. Gerade als sich alles ein wenig sortiert und leichter wirkt, holt Mia ihre Vergangenheit ein. Das bringt Unruhe in ihr neues Leben und sorgt dafür, dass man beim Lesen automatisch wissen möchte, wie es für sie weitergeht. Vor allem die ruhigeren Szenen zeigen, dass sie noch nicht ganz angekommen ist und vieles noch offen bleibt.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm zu lesen. Alles wirkt klar und verständlich, ohne kompliziert zu sein. Die Seiten lassen sich flüssig lesen, und es fällt leicht, in die Handlung einzutauchen. Dabei stehen nicht große Ereignisse im Vordergrund, sondern die leisen Momente, die lange nachwirken. Genau das macht den Reiz dieses Buches aus und sorgt dafür, dass man gern weiterliest.
Am Ende bleibt ein warmes Gefühl, das noch eine Weile anhält. Die Mischung aus Neuanfang, leiser Liebe und der Suche nach dem eigenen Weg wirkt stimmig und ehrlich. Die Handlung entwickelt sich ruhig, ohne langweilig zu werden, und lädt dazu ein, einfach mitzugehen.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige Geschichten mögen, die ohne große Dramatik auskommen und gerade dadurch berühren. Dafür vergebe ich sehr gern 5 Sterne.
Rezensionen von Anno:
Liebenswertes Federvieh
Mein Leben mit Hühnern von Arthur Parkinson
Ist das schön, wie Arthur hier von seinem Leben und seinen Hühnern berichtet. Mir ging dabei wirklich das Herz auf, so wunderbar war es davon zu lesen. Dieses Buch ist jedoch weder eine reine Biografie noch ein Ratgeber im klassischen Sinne. Es ist ein vielmehr ein liebevoller Mix aus beiden und wirkt dadurch mehr wie ein persönliches Gespräch, das man mit einem Hühnerexperten führen darf.
Arthur Parkinson‘s Fokus hierbei natürlich auf seiner Hühnerschar. Und er gibt anhand seiner Erzählungen und Sachtexteinwürfen auch enorm viel Wissen in Form von praktischen Tipps und Informationen weiter. Er spricht zugleich aber auch über sich selbst, seine Erfahrungen, vom Landleben, seinem Verwandten, Kollegen und dem eigenen Werdegang. Er steuerte eigens angefertigte Illustrationen bei und auch das ein oder andere beeindruckende Foto befindet sich im Buch. Alles, ob Text, Bild oder Illustration sprüht nur so von Herzblut, zeigt wie liebenswert Hühner sind und reduziert sie nicht auf ihre Legefähigkeit oder sieht sie als emotionsloses Nutztier. Nein, hier sind sie Lebewesen, vielschichtig und toll. Und genau diese respektvolle Sichtweise beeindruckte mich sehr.
Rezensionen von evaki:
Wie mit Wut umgehen? Gut erklärt und gelöst auch für Erwachsene!
Wenn liebe Waschbären wütend sind von Sandra Grimm
"Wenn liebe Waschbären Wütend sind" ist ein zauberhaft illustriertes Buch von Matthias Derenbach mit treffendem Text von Sandra Grimm. Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass liebe Waschbären wütend werden, aber wie man liest, wenn es um Futter geht, kennen sie keinen Spaß! Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass einen die Wut packt.
Sehr schlau vom kleinen Waschbären, dass er dann seine Waldfreunde alle fragt, wie sie damit umgehen? Da sind dann viele Möglichkeiten dabei, um wieder runterzukommen. Das Ende ist ein weiser Rat, der nicht verwundert, weil's einfach menschelt. So bietet das Kinderbuch, gedacht ab 2 Jahren, auch den großen "Pappnasen" eine gute Lösung mit ihrer eigenen Wut umzugehen. Probiert's doch am besten gleich mal aus. Übrigens das griffige Bilderbuch mit dickerer Pappe, wird so manche Wutattacke gut aushalten.
Rezensionen von gerlisch:
Gefährliche Prüfungen
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Sophia de Winter ist durch einen Blutsbund an ihren Onkel den Sammler gebunden, der sie voll unter Kontrolle hat. Um auszubrechen muss sie unbedingt die Aufnahme an die altehrwürdige Killmarth Academy schaffen. Gefährliche Prüfungen warten auf sie, doch wer ist Freund und wer Feind?
Schon das Cover verspricht dunkle Geheimnisse und genau diese Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Story.
Als Auftakt einer Romantasy und Dark Academia Reihe hat das Buch definitiv meinen Geschmack getroffen.
Das alte Magiesystem mit seinen vier Säulen - Alchemie, Botanik, Maskiererei und Illusion - fand ich richtig spannend. Die magischen Fähigkeiten der Figuren sind kreativ ausgearbeitet und machen Lust auf mehr. Beim Worldbuilding hätte ich mir allerdings noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, gerade weil die Welt so viel Potenzial verspricht.
Über allem schwebt eine bedrohliche Macht, die die Spannung konstant hochhält. Besonders zum Ende hin gab es einige Überraschungen, die mich wieder richtig abgeholt haben.
Sophia ist mutig, empathisch und sofort greifbar. Alden Locke dagegen bleibt lange geheimnisvoll, was die Dynamik zwischen den beiden umso reizvoller macht. Die Romance ist schön beschrieben, und bei jedem Aufeinandertreffen war sofort ein Knistern spürbar.
Beim Schreibstil blieb das Buch für mich etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hätte mir bildgewaltigere Szenen gewünscht; manchmal schweiften meine Gedanken beim Lesen ab.
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit starker Magie, tollen Charakteren und einer prickelnden Romance. Für die Fortsetzung verspreche ich mir viel Potenzial.
Rezensionen von begine:
Hilfreiche Truppe
Pina fällt aus von Vera Zischke
Vera Zischke schreibt mit einfühlsamer Sprache.
In dem Roman „Pina fällt aus“ ist Autismus das Thema. Das setzt sie perfekt durch.
Die jahrelange Überlastung einer alleinerziehenden Mutter ist gut dargestellt. Auch das sie ihre eigene Gesundheit hintenan stellt kann ich mir gut vorstellen.
Pina ist so eine Mutter, die Tabletten nimmt um nicht auszufallen.
Der zwanzigjährige Leo ist ein besonders schwerer Fall.
Wenn man bedenkt man kann sein Kind nicht einmal alleinlassen, um einkaufen zu gehen.
Als sie zusammenbricht, hat sie ihn bei ihrer sechsundachzigjährigen Nachbarin Inge vor dem Fernseher geparkt. Was für ein Alptraum, als Pina nicht zurückkehrt und Leo bei ihr randaliert.
Die anderen beiden Nachbarn sind auch nicht so einfach.
Allerdings wächst die sechzehnjährige Zola über sich hinaus.
Diese Haustruppe ist grandios, wäre gut, wenn das möglich wäre.
Der Roman war spannend und fesselnd.
Ich möchte das Buch wärmstens weiter empfehlen.











