Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Astrid:
Keine oberflächliche Liebesschnulze, sonder eine echte Liebeserklärung!
Das rote Vogelmädchen von Stephanie Marie Steinhardt
Die Geschichte ist eine Liebeserklärung von ihr (Bene) an ihn (Jacob).
Das Schöne an diesem Text ist, dass auch Jacobs Gedanken einfließen, und darin beantwortet er Benes Liebeserklärung.
Das Buch ist angenehm anders.
Niemand hetzt darin von Sexszene zu Sexszene, was ich als wohltuend empfinde.
Niemals trieft das Schmalz.
Alle sonst üblichen Klischees werden außen vor gelassen. Ach wie schön!
Bene ist ein ‚bunter Vogel‘. Sie ist das rote Vogelmädchen, liebenswert, durchaus mal hektisch, voller Gedanken und (Selbst)Zweifel.
Jacob ist der ruhige und verantwortungsvolle, eher nachdenkliche Mensch an ihrer Seite. Beide sind sie sehr kreativ.
Einfühlsam lassen uns Bene und Jacob an ihrer Liebe teilhaben und nehmen uns auf diese Weise mit in ihre Welt.
Sie beobachten, teilen Gedanken, Erinnerungen und schildern ihre jeweiligen Sichtweisen und Empfindungen.
Die Romanhandlung findet im Dezember statt und beginnt mit dem 01.12.
Der Lesende kann die Geschichte durchaus als Adventkalender lesen, denn sie unterteilt sich in 24 Kapitel.
‚Das rote Vogelmädchen‘ ist also nicht nur eine Liebeserklärung, sondern auch ein literarischer Adventkalender der besonderen Art.
Rezensionen von FogandBooks:
Emotional und Lebendig
A Song to Drown Rivers von Ann Liang
Ann Liangs »A Song to Drown Rivers« ist eine meisterhafte Mischung aus Historie, Mythologie und intensiven Charakterdarstellungen, die den Leser von Beginn an fesselt. Die Geschichte entfaltet sich mit einer Leichtigkeit, die sich dennoch detailreich und tiefgründig anfühlt. Besonders bemerkenswert ist Fanli, ein ruhiger, fast stoischer Charakter, der Xishis Unruhe perfekt ausbalanciert.
Diese gegensätzlichen Persönlichkeiten sorgen für eine Spannung, die das Buch durchgehend trägt.
Der Schreibstil von Liang ist packend, und die Beschreibungen sind lebendig und emotional – ich konnte Xishis Schmerz und Unsicherheit regelrecht spüren. Luyi, mit seinem humorvollen Wesen, ist ein willkommener Lichtblick und bringt immer wieder zum Schmunzeln. Die Zeitsprünge, die viele kritisieren, fand ich jedoch erfrischend und dynamisch. Sie fügen sich nahtlos in das narrative Tempo ein und verstärken den Eindruck einer sich entfaltenden Legende.
Die rauen und oft schonungslosen Beschreibungen von Blut, Krieg und Machtkämpfen zeichnen ein realistisches Bild der damaligen Zeit und verleihen der Geschichte eine gewisse Kälte, die perfekt zum Setting passt. Liangs Charaktere sind vielschichtig und glaubhaft. Fuchai, der als blinder Liebender oft töricht handelt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer der interessantesten Figuren. Sein tragisches Schicksal berührte mich tief und ließ mich über den Preis der Liebe und Loyalität nachdenken.
Obwohl das Ende überraschend und eher düster ausfiel, fügte sich dieser Abschluss passend in die Geschichte ein. Liang scheut sich nicht, ihren Figuren ein Schicksal zu geben, das sie verdient oder das dem Leser nicht gefallen muss. Dennoch bleibt ein Hauch von Unzufriedenheit zurück – vor allem Xishis Ende wirkt unvollständig. Doch vielleicht liegt genau darin der Zauber dieser Geschichte: Sie lässt uns mit offenen Fragen zurück und fordert, das Gelesene noch lange zu verarbeiten.
Insgesamt ein faszinierendes Werk, das in seiner Sprache und Struktur überzeugt. Ein Buch, das durch seine Authentizität und Tiefe besticht und lange nachhallt.
Rezensionen von Vobabooks:
Schwedenkrimi meets Yogaretreat - sehr empfehlenswert!
Still ist die Nacht von Sandra Åslund
Dies ist der 2. Fall der Maya-Topelius Triologie. Kriminalinspektorin Maya besucht ihre Freundin Emely für ein Yogaretreat auf der Insel Svartlöga. Die wunderschöne Schereninsel wird von den Yogaretreatteilnehmenden besucht, was nicht bei allen „Einheimischen“ auf Zuspruch stößt. Die Mittsommernachtsfeier endet turbulent und tragisch, als am nächsten Morgen ein Mordopfer gefunden wird.
Die Insel wird abgeriegelt und Maya ermittelt verdeckt. Wir erleben die Geschehnisse primär aus Mayas Sicht, über wechselnde Erzählperspektiven erhalten wir jedoch auch Einblick in die anderen Charaktere.
Außerdem werden auch Mayas Freundinnen und ihre Beziehungen untereinander thematisiert, sowie der Einfluss eines Ereignisses aus der Vergangenheit.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen - spannender Lesefluss, authentische Schilderungen der psychologischen Hintergründe und eine interessante Auflösung am Ende. Ich bin gespannt auf den 3. Band!
Rezensionen von Streiflicht:
Nicht meine Geschichte
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer
Auf dieses Buch war ich total gespannt, weil ich die Bücher von Autorin Nina George bisher alle sehr mochte. Die Geschichte klang so toll, das Cover ist mega und ich fand die Idee mit den Buchschutzgeistern so toll. Deswegen habe ich mir das Buch sofort bestellt und war voller Vorfreude auf die Lektüre.
Leider hab ich schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass mich die Buks einfach nicht erreichen. Ich wurde einfach nicht warm mit ihnen und fand sie mehr seltsam als liebenswert. Als es zu den Kindern ging, dachte ich zuerst, dass sie ja ganz nett sind, aber leider gingen sie mir auch sehr schnell auf den Geist. Ich fand es süß, dass sie als Zwillinge ein Ritual haben - aber das muss man nicht ständig schreiben, denn dann ist es irgendwann nur noch anstrengend.
Ja, was soll ich sagen. Die Idee hinter der Geschichte finde ich gut, aber leider kam ich nicht an. Mir war die Welt, in der die Kinder leben, zu fremd, und die Buks fand ich einfach nur schräg. Aber wahrscheinlich bin ich auch gar nicht die Zielgruppe. Daher wünsche ich dem Buch viele begeisterte Leser, die es ja - wenn ich die vielen guten Bewertungen sehe - auch gibt. Mein ist es leider nicht.
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine gelungene Fortsetzung
Blutiger Fjord von Niklas Sonnenschein
Nachdem mir der erste Teil "Eisige Nacht" ausgesprochen gut gefallen hat, war ich richtig neugierig auf den 2. Fall für Karl Sortland und seinen Partner Mats Samuelsson.
Kommissar Karl Sortland ist gerade auf dem Weg zur Geburtstagsfeier seines ehemaligen Kollegen und Freundes Trygves, als seine Vorgesetzte Aino Petersen ihn bittet zu einem Leichenfund in den Hafen von Kirkenes zu kommen.
Fischer Tormod Sivertsen ist mit seiner Astrid II mit einem menschlichen Körper kollidiert. Wer ist der Mann, der anscheinend schon ein paar Tage im kalten Fjord getrieben ist?
Außerdem hält eine neuartige, hoch potente Designerdroge, die zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen führt, das Drogendezernat in Atem. Kann es sein, dass diese Drogen über die neuerdings offene russische Grenze ins Land kommen?
Viele Fragen und vor allem viel Arbeit für Karl Sortland und Mats Samuelsson von der Ermittlungseinheit für Kapitalverbrechen in Kirkenes im Norden von Norwegen.
Ich habe Karl und seinen Kollegen Mats, die sich zwischenzeitlich zusammengerauft haben und die jetzt sogar eine Freundschaft verbindet, ja schon bei ihrem ersten gemeinsamen Fall kennengelernt. Karl, der hier kurz vor seinem 30. Geburtstag steht, mir aber oft viel älter erscheint, scheint sich gerade in Sachen Alkohol immer mehr im Griff zu haben. Was vielleicht auch an der Freundschaft zu Sofia liegen mag, aus der langsam mehr zu werden scheint. Mats mag ich mit seiner ruhigen, besonnenen Art auch richtig gerne. Und ich habe mich gefreut, dass auch Mikkel Kuhmanen aus Spitzbergen wieder mit von der Partie ist. Karl und Mats haben diese Unterstützung auch dringend nötig, da wegen der Drogenfälle viele Kollegen dem Drogendezernat von Daniel Killgren unterstellt werden. Aino Petersen sitzt nicht nur ihr Chef und die Presse wegen der Drogen und dem Toten aus dem Fjord im Nacken. Sie hat auch ein tolles Angebot bekommen, was sie hier entscheiden muss.
Der Fall um den im kalten, feuchten Erdkeller des Ferienhauses seines Großvaters auf der Insel sitzenden Kristian Vesterbekkmo, der seinen Bruder Jakob gesucht hat und nun tot auf dem Seziertisch liegt, ist sehr spannend aufgebaut. Es dauert lange, bis die Kommissare hier den Durchblick bekommen und den Fall lösen können. Sehr interessant finde ich den Fall der Drogentoten und wie schwierig es ist, eine offene Grenze auf diese Sache hin zu kontrollieren. Die räumliche Nähe zu Russland spielt hierbei eine große Rolle.
Auch das Private der Kommissare wird immer wieder angesprochen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Macht es die Menschen doch noch nahbarer und echter. Besonders einer alten Dame gehört hier mein ganzes Mitgefühl. Aber ihre Geschichte solltet ihr selbst lesen.
Autor Niklas Sonnenschein schafft es gleich in Kapitel 1 meine ganze Aufmerksamkeit auf die Geschichte zu lenken. Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, war mir sehr lange nicht klar, in welche Richtung sich die Fälle entwickeln würden. Durch seinen leicht zu lesenden und sehr bildhaften Erzählstil kann ich mir die nördlichen Gegebenheiten und die Orte zu denen er mich führt, sehr gut vorstellen. Die relativ kurzen Kapitel mit ihren Cliffhangern machen die Geschichte temporeich und packend. Die verschiedenen Stimmungen und auch die Gefühle kommen hier insgesamt sehr gut rüber.
Man muss Bd. 1 "Eisige Nacht" nicht unbedingt gelesen haben. Aber um gerade die Kommissare und ihr Umfeld besser kennenzulernen, würde ich das schon empfehlen.
Eine spannende, knifflig konstruierte und sehr interessante Geschichte, bei der ich mitgefiebert und mit gerätselt habe. Ein Muss, nicht nur für Fans der nordischen Literatur.
Rezensionen von Leonie Puntaier:
Fesselnde Geschichte
20 Minuten. Life is a Story - story.one von Lisa Mayrl
Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen!! Sehr empfehlenswert für alle Leseratten, die lokale Schriftstellende unterstützen wollen! Kaum zu glauben, dass eine so junge Autorin, solch eine mitreißende Geschichte schreiben kann!! Großes Kompliment
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Leonie PuntaierRezensionen von ReiShimura:
Schonungslos ehrlich
Strong Female Character von Fern Brady
Ein autobiographisches Buch zu rezensieren, empfinde ich als deutlich schwieriger als Belletristik. Denn wäre dies eine erfundene Geschichte könnte ich der Autorin vorwerfen, dass manche Teile ein wenig zu übertrieben sind und sie ein bisschen zu viel in das Buch hineingepackt hat. Allerdings ist dies eben keine erfundene Geschichte und alles, was Autorin Fern Brady in ihrem Buch berichtet, hat sie wirklich erlebt und ist ihr auch wirklich passiert.
Und das ist eine ganze Menge, die auch in allen nicht so schönen Details und einer sehr direkten Sprache beschrieben wird.
Mir ist bewusst, dass Fern Brady ihr bisheriges Leben so genau beschreibt, um aufzuzeigen wie sich ihr Autismus geäußert hat und warum es so wichtig ist Autismus möglichst früh zu diagnostizieren. Wahrscheinlich bzw. ziemlich sicher wäre ihr Leben anders und vor allem auch einfacher verlaufen, wenn irgendein Arzt in ihrer Kindheit erkannt hätte, dass Fern Autistin ist.
Leider ist Autismus gerade bei Frauen noch immer ein sehr schwieriges und vor allem komplexes Thema. Wie in so vielen anderen Bereichen werden männliche Kriterien und Verhaltensweisen als Basis für die Diagnose herangezogen. Autismus bei Frauen/Mädchen äußert sich aber meistens in einer anderen Art und Weise als bei Männern/Buben und daher werden Frauen meistens (zu) spät diagnostiziert. Das Buch zeigt diesen Umstand mehr als deutlich auf, wenn auch „nur“ auf Basis eines Einzelschicksals. An wenigen Stellen zeigt Fern auch das Schicksal von anderen Personen auf und verdeutlicht damit wie falsch die Gesellschaft auf Personen mit Autismus während eines Meltdowns reagiert. Dieses Fehlverhalten basiert meiner Meinung nach auf fehlenden und falschen Informationen, was dieses Buch für mich noch wichtiger und wertvoller macht. Ich befürchte nur, dass Fern Bradys Buch nicht die Reichweite bekommen wird, um gleich das ganze System zu ändern. Aber es ist ein wichtiger und weiterer Schritt, um Autismus und vor allem weiblichen Autismus in der Bevölkerung sichtbarer zu machen.
Strong Female Character ist alles andere als ein Wohlfühlbuch. Es ist knallhart, offen und schonungslos ehrlich. Mich hinterlässt das Buch ziemlich nachdenklich und ich denke, dass ich noch nach weiteren Büchern zu dem Thema suchen werde. Denn einige Fragen zum weiblichen Autismus sind für mich nach der Lektüre unbeantwortet geblieben. Dies kann ich aber der Autorin nicht wirklich anlasten, da sie nie den Anspruch hatte ein Fach- oder Aufklärungsbuch zu schreiben.
Rezensionen von Anjulia :
Rummelmitarbeiter des Monats
Murmelschreck und der Pantoffelfresser von Frank Maria Reifenberg
Der hässliche Troll Murmelschreck lebt mit seiner wunderhübschen Ehefrau Elfe Mimi auf dem Rummelplatz. Dort erlebt er allerhand Abenteuer. Zum Beispiel als er die alten Pantoffeln seiner Frau an einen Pantoffelfresser verschenkt, sie diese aber auf jeden Fall noch braucht oder als Holzwürmer beginnen an der Geisterbahn zu nagen.
Murmelschreck und der Pantoffelfresser
von Frank Maria Reifenberg, mit Illustrationen von Maja Bohn umfasst 4 mittellange Geschichten rund um Troll Murmelschreck, der in der Geisterbahn arbeitet, und weitere Figuren des Rummels, wie z.B. Wahrsagerin Suzette mit ihrer Amsel Erwin und dem ABC Zauberer. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und somit auch einzeln lesbar. Sowohl inhaltlich, als auch von den Illustrationen her, empfand ich diese Buch als eher durchschnittlich. Phantasie und Wortwitz sind gegeben. Ob man die durchaus ungewöhnlichen Schausteller mag, ist natürlich Geschmackssache. Ich bin jedenfalls nicht wirklich mit Ihnen warm geworden. Die ein oder andere Idee von Murmelschreck fand ich aber sehr gelungen. Zum Vorlesen ab 5 Jahren ist die Geschichte auf jeden Fall geeignet. Leseanfänger dürfen sich hingegen etwas schwertun, zumal es den Geschichten etwas an Spannung fehlt.
Rezensionen von nessabo:
Augenöffnendes Sachbuch zum Thema Degrowth mit hoffnungsmachenden Vorschlägen und zugänglicher Schreibweise
Das Ende der Erschöpfung von Katharina Mau
Sachbücher und ich haben gerade eine Beziehungskrise. :D „Das Ende der Erschöpfung“ hat mich aber trotzdem überzeugt, weil es theoretisch und praktisch wirklich sehr viel im Bereich Degrowth abdeckt.
Schon vor vielen Jahren habe ich meinen ersten Kontakt mit der Postwachstumsökonomie gehabt und in dem Zuge viel über den Rebound-Effekt, Suffizienz- sowie Subsistenzwirtschaft und die Grenzen des Wachstums gelernt.
Dieses Buch bietet noch einmal so viel mehr und blickt gleichermaßen in die Welt wie auf die deutsche Situation.
Das Buch startet mit einem kurzen Abriss zu den Problemen unseres aktuellen kapitalistischen Wirtschaftssystems und thematisiert dabei auch die Verknüpfungen zu Patriarchat und Kolonialismus. Ich mochte es ausdrücklich sehr, dass Katharina Mau klare und scharfe Worte für die Verantwortung des Globalen Nordens findet. Besonders hängen geblieben ist mir hier, dass die kurzfristigen Nachteile eines lokaleren Wirtschaftens für den Globalen Süden durch Reparationszahlungen abgemildert werden müssen. Eine so grundsätzlich einfache wie wirksame Idee!
Im viel längeren zweiten Teil tangiert Mau unzählige Bereiche unseres aktuellen Gesellschafts- bzw. Wirtschaftssystems. Es geht um Gerechtigkeitsdiskurse aka „Darf es eigentlich noch reiche Menschen geben?“, um die Neu-Strukturierung von Arbeit (Stichwort: Vier-in-einem-Perspektive), um das gute Leben für alle und die Umsetzbarkeit einer allgemeinen Grundversorgung, die uns ein Denken losgelöst von BIP und Wachstum überhaupt ermöglichen könnte. Etliche Konzepte werden in diesem Buch angerissen, viele Initiativen vorgestellt und klare Maßnahmen vorgeschlagen, ohne unser hochkomplexes System vereinfacht darzustellen.
Die Sprache ist grundsätzlich leicht zu verstehen, die Kapitelstrukturierung mit Zusammenfassungen am Ende fand ich auch sehr zugänglich. Die Autorin umreißt Einiges an makroökonomischer Theorie und geht auch mal detaillierter auf den Finanzmarkt ein, was ich etwas zäh fand. Andererseits: Wer kann VWL schon juicy machen?! :D
Viel mehr Raum nehmen jedoch konkrete praxisorientierte Lösungsvorschläge ein - einige davon noch theoretisch, andere bereits etabliert. Diese Aufteilung hat mir gut gefallen und wer tiefer einsteigen will, kann das dank der vielen Quellen ganz einfach tun.
Ich bin ehrlicherweise etwas pessimistisch eingestellt, was den Kampf gegen die Klimakrise und die Umgestaltung unseres Wirtschaftssystems angeht. Und doch hat Katharina Mau es mit diesem Buch geschafft, dass ich motiviert und hoffnungsvoll(er) in die Zukunft blicke. Weil es Menschen gibt, die Ideen haben und diese leben. Weil wir trotz der ein oder anderen Einschränkung so massiv von einem neuen Wirtschaftssystem profitieren würden. Weil ein solches schlicht alternativlos ist. Und so anstrengend diese Aushandlungsprozesse sein werden: Aufgeben ist halt einfach keine Option. Das macht dieses Sachbuch sehr deutlich.
4,5 Sterne
Rezensionen von Frechdachs:
Außen hui und innen ... magisch?
Kingdom of Lies von Stacia Stark
Die limitierte Erstausgabe von "Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön" mit dem optisch ansprechenden Farbschnitt machte mich zunächst aufmerksam auf den Auftakt der neuen Romantasy-Buchreihe "Kingdom of Lies" von Stacia Stark.
Macht die Autorin ihrem Nachnamen alle Ehre und legt hier einen fulminanten und starken Start hin?
Ich bin nach der Lektüre echt zwiegespalten zum Inhalt des Buches und mich konnte der Plot dann leider nicht gänzlich überzeugen.
Zu Beginn des Romans ist man sehr schnell mittendrin im Geschehen, ohne groß zu wissen, wo man sich genau befindet und auch die unterschiedlichen Personen machten mir etwas mehr als sonst zu schaffen. Dort hätte ich mir persönlich dann vielleicht ein Personenverzeichnis im Buch gewünscht, um hier schneller einen groben Überblick zu bekommen.
Die Storyline selbst ist sicherlich nicht wirklich neu, aber dennoch in Teilen zumindest sehr raffiniert erzählt. Die manchmal noch ziemlich unbedarfte Protagonistin Prisca besitzt magische Fähigkeiten, von denen sie zwar weiß, aber genau diese magischen Fähigkeiten noch nicht richtig lenken und einsetzen kann. Diese Fähigkeiten dürfte Prisca allerdings gar nicht mehr besitzen, da diese quasi mit der Geburt den Göttern des Königreichs vorbehalten sind. Prisca muss dann vor den Schergen des Königs urplötzlich fliehen, um sich und ihre magischen Kräfte zu schützen. Eine Flucht auf Leben und Tod beginnt.
Genau diese urplötzliche Flucht hatte dann für mich persönlich Höhen und Tiefen. Hier hätte ich mir beispielsweise als grafische Unterstützung ganz vorne im Buch eine Landkarte gewünscht, um den Weg der Hauptprotagonistin auch grafisch verfolgen zu können. Wieso diese Karte, welche übrigens auf Amazon (wahrscheinlich aus der englischen Ausgabe des Buches) im Anschnitt zu sehen ist, fehlt, wissen leider wohl nur die Götter bzw. die Verantwortlichen des Verlags selbst.
Über weite Teile des Plots hätte ich mir persönlich auch sehr viel mehr Drive und vor allem auch mehr Spannung gewünscht. Manchmal dümpelt die Geschichte einfach so dahin und ich dachte mir einfach nur "Mädel (Pricsca) mach bitte mal hinne" sonst wird das mit uns nichts.
Stacia Stark geht bei der Erzählung sehr behutsam vor und baut auch die Charakteren sehr detailliert auf, ohne gleich anfänglich zuviel zu verraten. So werden nach um nach immer wieder wichtige Details in die Geschichte eingearbeitet, welche die Handelnden dann immer besser charakterisieren.
Die äußerst bildhafte Sprache erzeugte bei mir schnell die entsprechenden Bilder im Kopf, die bis zum Schluss dann weiter liefen.
Alles in allem ein für mich solider Auftakt, der für mich dann zumindest in Teilen eher wie ein Prequel zur eigentlichen Story wirkt. Die ganze Tragweite dieser neuen Romantasy-Buchreihe wird man meiner Meinung nach erst mit den nächsten Folgebänden dann richtig wertschätzen können.











