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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Im Krieg gibt es nur Verlierer

Die Niederlage des Siegers von Jacques Baud

Als am 7. Oktober 2023 die Nachrichten über die, von der Hamas als „Operation al-Aqsa-Flut“ bezeichneten, Angriffe auf Israel die Nachrichten beherrschten, war mein erster Gedanke: Haben die Geheimdienste, von denen es in Israel ja mehrere gibt, geschlafen? Wie kann es sein, dass ein so hoch gerüsteter Staat, die Vorbereitungen zu einem solchen Angriff nicht mitbekommt? Mein zweiter war, Benjamin Netanjahu wird die Tötung der 200 in den Händen der Hamas befindlichen Geiseln als Kollateralschaden verbuchen, die Anhänger der Hamas töten sowie die palästinensische Bevölkerung aus ihren Wohngebieten vertreiben und die Infrastruktur zerstören.

Nun ein Jahr danach, ist zu sehen, dass ziemlich genau das eingetreten ist. Zwar scheint es noch Verhandlungen um das Leben der Geiseln zu geben, viel Hoffnung habe ich nicht, denn Netanjahu scheint wild entschlossen, Israels Staatsgebiet auf Kosten der Palästinensischen Gebiete auszudehnen. Nun dreht sich die Spirale der Gewalt schneller als je zuvor. Dabei werden, von allen am Konflikt beteiligten Parteien, die Register der Propaganda gezogen und über wechselseitige Gräueltaten berichtet.

Daher dachte ich, das vorliegende Buch „Die Niederlage des Siegers“ von Ex-Geheimdienstmitarbeiter Jacques Baud wird ein wenig Licht ins Dunkel der Geheimdienste und ihr mögliches Versagen bringen. Leider wurde ich hier enttäuscht, denn wie der Autor zwischendurch ein Mal kurz erwähnt, hat er dieses Thema mit dem selben Titel bereits 2003 (allerdings nur auf französisch „La Guerre asymétrique ou la Défaite du vainqueur“) veröffentlicht und nur den aktuellen Ereignissen angepasst.

Ganz so unvoreingenommen wie auf der Rückseite des Buches vom Verlag angegeben, finde ich den Autor nicht. Er stellt allerlei Theorien in den Raum, nachprüfbare Quellenangaben liefert er nur wenige. Er verweist auf zahlreiche Nachrichten auf You Tube oder X (vormals Twitter). Seriöse Angaben sind möglicherweise gar nicht möglich. Abgebildete Screenshots von TV-Nachrichten sollen vermutlich so etwas wie Authentizität vermitteln. Leider sind die Abbildungen nur etwas größer als eine handelsübliche Briefmarke.

Allerdings hat der Autor mit seiner Feststellung, dass der Staat Israel unter Benjamin Netanjahu wiederholt das Völkerrecht bricht und gegen mehrere UN-Resolutionen verstößt, recht. Noch akzeptieren die meisten Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft Israels Vorgehen. Doch wie lange noch? Junge amerikanische Juden, die sich für einige Monate in den Dienst der israelischen Armee gestellt haben, kehren desillusioniert nach Hause zurück, weil sie nicht mehr, an die zuvor als „gerechte Sache“ verkauften Kämpfe glauben. Dieses in die Unglaubwürdigkeit Schlittern, ist wie der Buchtitel so treffend sagt: „Die Niederlage des Siegers“, wobei es bei diesem Krieg nur Verlierer gibt.

Wie es wohl im Nahen Osten weitergehen wird? Der Flächenbrand auf die Nachbarstaaten hat sich Richtung Libanon schon ausgebreitet? Würde ein anderer Ministerpräsident anders handeln?

Der letzte Ministerpräsident, der aktiv an einer friedlichen Zwei-Staatenlösung für Israel und die Palästinensischen Bevölkerung gearbeitet hat, war Jitzchak Rabin, der am 4. 11. 1995 von einem Mitglied einer ultraorthodoxen Partei bei der Veranstaltung „Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt“ ermordet worden ist.

Fazit:

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich viel zu wenig weiß oder nachprüfen kann. Der eine oder andere Gedanken ist es wohl wert, sich damit näher zu beschäftigen. Nach langem Abwägen gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Geht unter die Haut

Die Niederlage des Siegers von Jacques Baud

In diesem Roman, der Erzählkunst vom Allerfeinsten ist, lässt Autorin Alena Mornštajnová eine junge Frau mit den Erinnerungen an ihre Kindheit als Ich-Erzählerin auftreten. Die Autorin gönnt dem Mädchen nicht einmal einen Vornamen. Von ihrer Familie wird sie abwertend nur „Trutschel“ genannt.

Das Mädchen wird mit Vorhaltungen über ihre eigene Schlechtigkeit und die ständige Drohung mit dem Kinderheim, ganz klein und eingeschüchtert gehalten. Welche Stimmung in dieser Familie, der Mutter, Großmutter und Großvater angehören (ein vermeintlicher Vater verschwindet spurlos), erkennt der Leser daran, dass ihm Großmutter und Mutter unisono erklären, dass es besser abgetrieben worden wäre. Außerdem wird dem Kind Angst vor Fremden gemacht. Was das mit der Seele eine kleinen Mädchens macht, kann man sich vorstellen.

„In der Gegenwart von Oma war ich ein undankbares, verbittertes Mädchen, für Opa war ich ein Angsthase, für Mama eine Tochter, die ihr eine Last war.“ (S. 68)

Das Mädchen hat kaum Kontakte zu anderen Kindern, weshalb es sich Monika, eine imaginäre Freundin, zulegt. Auch in der Schule bleibt es lange alleine, denn man hat ihm eingeschärft, nichts, aber auch gar nichts über die Familie zu erzählen. Langsam freundet sie sich mit der Banknachbarin Ester an. Als Jakub und Adam, zwei Brüder aus einer höheren Klasse, mit dem Mädchen in Kontakt treten, kommt es mit Ester zu einer folgenschwerer Bemerkung aus „Trutschels“ Familie, die die Welt des Mädchens als auch jene der Brüder gänzlich aus den Fugen geraten lässt.

„Die Fragen kamen wie Gewehrsalven, aber ich saß da wie festgefroren und weinte. Ich schwieg, nicht einmal nicken konnte ich. Ich hatte Angst, solche Angst. Alles, was ich fühlte war Angst und vor allem: Hass. Ich hasste mich selbst und war voller Wut. Ich hasste die Frau, die mir gegenübersaß, wegen der schrecklichen Gefühle, die sie mit ihren Fragen in mir auslöste.“ (S. 175)

Als dann auch noch die Mutter verschwindet, ist sie mit der ewig zornigen Großmutter, dem Großvater sowie ihrer Angst vor dem Wald, der an das Haus angrenzt und der voller Bedrohung ist, alleine. Und das Mantra „Du wirst wie deine Mutter enden - und das geschieht dir recht.“ begleitet das Mädchen sein Leben lang.

Es gelingt dem Mädchen nach einigen Jahren diesem bedrückenden und bedrohlichen Umfeld zu entkommen. Doch dann wird sie von der Vergangenheit eingeholt ....

Meine Meinung:

Dieser Roman, der sich so ähnlich auch in der Realität abspielen kann, hat mich tief berührt.

In ihren Rückblenden erzählt das nunmehr erwachsen Mädchen, in welchem Klima der Angst es aufgewachsen ist, ohne die Situation richtig benennen zu können. Sie kannte ja nichts anderes. Freundliche Menschen waren und sind ihr suspekt. Sie machen ihr noch mehr Angst, als die Großmutter und der Großvater.

Spätestens als sich die kleine Ich-Erzählerin mit ihrer imaginären Freundin Monika in den hintersten Winkel ihrer Kammer zurückzieht, ist mir klar, was in dieser dysfunktionalen Familie los ist.

Genial finde ich den Konnex von Titel und Wald, der gleich hinter dem Haus der Großeltern beginnt. Der Wald ist dunkel und bedrohlich, denn die Großmutter erzählt ihrer Enkelin allerlei Schauergeschichten, dass im Wald unfolgsame, kleine Mädchen auf Nimmerwiedersehen verschwinden, was auch von einem Gedenkstein bewiesen wird, der an die fünfjährige Blanka erinnert, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Doch gleichzeitig ist der Duft des Waldes ein vertrautes Gefühl, denn der Großvater riecht nach ihm.

Autorin Alena Mornštajnová lässt uns an den Gedanken der Neunjährigen teilhaben, die systematisch gedemütigt und verletzt wird. Sie kann, dermaßen eingeschüchtert, dass Unaussprechliche nicht in Worte fassen, sodass neben ihr, letztlich Jakub und Adam die Zeche zahlen müssen.

Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Sprachlich ist er ein Genuss, wenn auch das Thema bedrückend ist. Nicht die Fremden sind jene, vor der man sich fürchten muss, sondern die eigene Familie.

Fazit:

Diesem Roman, der in seiner Erzählkunst beeindruckt, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Mord und Selbstmord in Mayerling

Sisis schwerste Stunden von Uwe Klausner

Der Stapel Bücher, die rund um den Mord und Selbstmord von Kronprinz Rudolf geschrieben worden sind und vermutlich auch noch weiter verfasst werden, ist um ein Exemplar reicher.

Den Kern der Sache darf ich voraussetzen? Wenn nicht, hier eine kurze Zusammenfassung: Kronprinz Rudolf, des Lebens als Thronfolger, der seinem Vater nichts recht machen kann, überdrüssig, syphiliskrank und von Morphium abhängig, erschießt am 30.

Jänner 1889 zuerst seine Geliebte Mary Vetsera und anschließend sich selbst.

Was dann folgt, ist ein Panoptikum sondergleichen. Da Selbstmörder kein christliches Begräbnis erhalten, wird alles daran gesetzt, die Ereignisse zu vertuschen, um Rudolf in der Kapuzinergruft beisetzen zu können.

Diese Vertuschungsaktionen (es sind ja gleich mehrere) greift Uwe Klausner für diesen historischen Roman auf, der Fakten und Fiktion mischt.

Er wählt dazu verschiedene Erzählperspektiven, der damit befassten Personen: Hermann von Widerhofer (Rudolfs Leibarzt), Pater Alban (Kustos der Kapuzinergruft), Graf Eduard Taafe (k. und k. Ministerpräsident) und Irma Sztaray (Hofdame der Kaiserin Elisabeth). Pater Alban ist eine fiktive Figur, die es in Hand hat, für einen Skandal im Kaiserhaus zu sorgen.

Man kennt ja die Geschichten und G’schichtln um die Kaiserin, die überall lieber ist, als in Wien bei ihrem Mann. Daher sind auch die Liebschaften des Kaisers durchaus bekannt. Dass es eine bislang verheimlichte gegeben hat, ist durchaus möglich. Darüber kann man sich in einem zweiten Handlungsstrang gerne den Kopf zerbrechen.

Meine Meinung:

Ja, der Tod des Thronfolgers und einzigen Sohnes ist tragisch, zumal ja bereits seine Schwester Sophie als Kleinkind gestorben ist. Ja, so öffentliche Personen wie Kaiser und Kaiserin haben kaum Möglichkeit angemessen zu trauern, da sie ständig unter Beobachtung stehen.

Interessant ist ein kleiner Einblick in die Verschlussakten, aus denen hervorgeht, dass auch die Kaiserin bespitzelt worden ist. Fürst Metternich lässt herzlich grüßen!

Für diejenigen, die nicht genau wissen, warum und wieso Franz Joseph 1848 mit nur 18 Jahren Kaiser wird, ist eine kurze Zusammenfassung über die damaligen Ereignisse gut in die Handlung eingepasst.

Grundsätzlich hab ich zur causa prima wenig Neues erfahren.

Dieser historische Roman sorgt durchaus für einiges Schmunzeln sowie (vielleicht) ein paar neue Wiener Ausdrücke und für alle jene, die mit dem Wiener Dialekt so vertraut sind: Im Anhang gibt es ein Glossar.

Fazit:

Ein historischer Roman, der zeigt, dass die Mächtigen manchmal ziemlich überfordert wirken. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Humorvoll geschriebener Coming-of-Age-Roman

Die große Sehnsucht von René Sydow

"Die große Sehnsucht" von René Sydow ist ein humorvoll-nachdenklich machender Coming-of-Age-Roman, in dem wir drei junge Männer kurz vor dem Abitur und deren Umfeld durch die letzte Zeit in der Schule begleiten.

Es handelt sich um Raphael, genannt Rabe, der immer in schwarz gekleidet ist und von einer Karriere als Drehbuchautor träumt.

Weiters Thomas, genannt Fete, von allen als sehr cool eingeschätzt, ein Mädchenschwarm und bei jeder Party dabei. Und dann schließlich der etwas schüchterne, zurückhaltende Michael, der bei seiner alleinerziehenden Mutter lebt und seinen Vater nicht kennt. Wir befinden uns in den 1990er-Jahren, in einer Zeit noch ohne Smartphones und in den Anfängen des Internets, aber dafür mit großen Träumen und Visionen einer wunderbaren Zukunft.

Die drei träumen von der Zukunft, verlieben sich in Mädchen, beginnen erste zaghafte Beziehungsversuche, legen sich mit Lehrkräften an, gehen auf Partys und vieles mehr. Es ist ein authentisches Bild dieser Lebensphase, das hier mit sehr viel Leichtigkeit und Humor gezeichnet wird, und gleichzeitig bleibt auch die Ernsthaftigkeit nicht aus und es kommen auch diverse herausforderndere Themen der Jugendzeit vor, etwa Mobbing.

Die drei jungen Männer selbst sind sehr sympathisch und es verbindet sie eine wunderschöne Freundschaft. Das Buch lädt dazu ein, sie beim Erwachsenen-Werden zu begleiten und mit ihnen über die Träume nachzudenken, die man selbst als Jugendliche/r hatte und was aus ihnen geworden ist. Einen kleinen Teil im Buch nehmen auch die Eltern der Jugendlichen und deren Perspektive auf das Leben ein, dieser Teil steht aber keineswegs im Vordergrund, zu 90 % geht es klar um die Jugendlichen selbst und deren Erfahrungswelt.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Ich war selbst in den 1990ern Kind und dann Jugendliche und es hat mich beim Lesen ein bisschen in diese Zeit zurückversetzt. Auch mochte ich die sehr sympathischen Hauptcharaktere und ihre Freundschaft sowie den humorvollen Schreibstil sehr.

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Rezensionen von S.:

Die Insel

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten von P. J. Ried

Per Los wird entschieden, wer aus den adeligen Farbfamilien welchen bürgerlichen Ausgelosten jagen und zu lebenslangem Dienst verpflichten muss. Dazu müssen sie zehn Tage auf einer gefährlichen Insel überleben und ihr Opfer kennzeichnen. Nur so glauben die Herrschenden, ihre Macht demonstrieren und festigen zu können.

Laelia le Bleu, hochrangige Adlige, wird aber schockierenderweise nicht Jägerin, sondern Beute. Die von ihrem Geliebten. Dass eine/r von Beiden die Insel unbeschadet übersteht, ist ausgeschlossen.
P. J. Ried hat sehr aufregende und spannende Abenteuer beschrieben.
Viel Unerwartetes spielt sich auf der seltsamen Insel ab. Sie ist ganz anders als erwartet, nun erklärt sich, warum über sie vorher nichts zu erfahren ist. Unerklärliche Vorfälle häufen sich, Jäger und Gejagte verhalten sich unerwartet. Mit roher Gewalt war zu rechnen, aber … ?
Ein Pageturner vom Feinsten, mit Verrat, Intrigen, aber auch mit Freundschaft, Hilfsbereitschaft und, ja, natürlich Liebe. Und einem extrafiesen Cliffhanger!

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Rezensionen von Anjulia :

Ein Plädoyer fürs Familienbett

Gute Nacht, kleiner Strubbel - Das Bilderbuch für alle Familien, die ruhige Nächte lieben von Eliane Retz

Strubbel ist ein aufgewecktes kleines Eichhörnchen, das tagsüber gerne herumtobt und sich abends durch Streicheleinheiten in den Schlaf begleiten lässt. Er schläft Nachts im Nest der Eltern, jedoch so unruhig, dass diese nicht mehr gut schlafen können. Ist Strubbel wirklich verwöhnt, wie der Kuckuck meint, und braucht ein eigenes Nest? Gut, dass Mama Eichhörnchen lieber auf die weise Eule hört.

Gute Nacht, kleiner Strubbel von Eliane Retz und Nora Paehl ist ein sehr schönes, liebevolles Buch für Kinder ab 3 Jahren zum Thema Familienbett und behutsame, bedürfnisorientierte Gewöhnung an das eigene Bett. Strubbel ist ein niedliches Eichhörnchen. Seine Eltern sind sehr liebevoll, auch wenn der unruhige Schlaf ihnen zu schaffen macht. Die Zeichnungen sind bunt und ansprechend. Den Text des Buches finde ich fast schon etwas zu lang für das angegebene Lesealter. Die wichtigste Aussage ist, dass Kinder nachts diese kuschelige Geborgenheit brauchen, dem aber auch irgendwann entwachsen. Eine Erfahrung, die ich auch selbst als Mutter gemacht habe.
Einen Stern muss ich abziehen, da ich das Buch nicht für alle Kinder empfehlen kann. Viele Familien praktizieren das Familienbett eben nicht und es gibt im vorgesehenen Lesealter durchaus Kinder die bereits alleine schlafen können. Hier wird das Buch zu mehr Irritationen führen, als das es hilfreich ist.

Fazit: Ein schönes Kinderbuch für alle die das Familienbett praktizieren und ihrem Kind einen sanften, langsamen Schubs in Richtung eigenes Bett geben wollen.

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Rezensionen von Tara:

Vielfältige Möglichkeiten

Meine Sticker + Karten + Box - Wichtelwelt, m. 1 Beilage von Cornelia Giebichenstein

Mit dem Set „Meine Sticker + Karten + Box – Wichtelwelt“ ist für kreative Abwechslung in der Vorweihnachtszeit gesorgt.

Die Box enthält 30 Karten, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise gestalten lassen. Jede der Karten ist liebevoll gestaltet und in kräftigen Farben illustriert.

Zu den Karten gibt es 180 Sticker mit denen sich diese entsprechend verzieren lassen. Je nach Karte kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen oder es sind kleine Rätsel zu lösen. So lassen sich individuelle Weihnachtskarten mit persönlicher Note gestalten.
Alternativ kann man sie auch Adventskalender verwenden. Hierzu befinden sich in der Box Sticker mit den Zahlen von 1 bis 24.
Die Box selbst hat ein handliches Format und eignet sich dadurch auch gut zum Mitnehmen, um unterwegs für Ablenkung und Beschäftigung zu sorgen.
Egal ob als kleines Mitbringsel oder zum Selbstgestalten, die Box passt perfekt in die Adventszeit und macht einfach Spaß.

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Rezensionen von yellowdog:

Katharina

Meinetwegen von Dagmar Schifferli

Die 17jährige Katharina wurde straffällig, befindet sich in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche und muss sich jetzt regelmäßig zu einem Gespräch mit einem Psychiater einfinden.

Der Roman hat eine ungewöhnliche Erzählperspektive. Es erzählt ausschließlich Katharina in all den Kapiteln, dennoch ist es kein Monolog.

Sie tritt schon in Dialog mit ihrem Psychiater.
Mit der Zeit erfährt man mehr Hintergründe, auch wieso Katharina in der Geschlossenen gelandet ist und was sie getan hat.

Mit der Zeit bekommt man als Leser aber so seine Zweifel. Stimmen Katharinas Behauptungen oder ist sie manipulativ? Eine richtig glaubwürdige Erzählerin ist sie jedenfalls nicht. Dieses Spiel mit Katharinas Rolle ist der Clou des Romans und als Leser ist man selbst gefordert, seine Schlüsse zu ziehen.

Dennoch zweifle ich nicht an Katharinas seelischen Qualen, die sie durchmachen musste. Interessanterweise wird es einen weiteren Roman von Dagmar Schifferli über Katharina geben. D darf man gespannt sein.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

wieder spannend bis zum Schluss

Die Wahrheit liegt in Tötensen von Robin D. Jensen

In Die Wahrheit liegt in Tötensen wird der Leser erneut in die spannenden Ermittlungen von Steffen Baumann hineingezogen. Dieses Mal startet alles in einer Kneipe, wo Steffen mit dem Kommissar Jens Jakobsen, mit dem ihn mittlerweile eine freundschaftliche Verbindung verbindet, eine entspannte Partie Billard spielt.

Doch nach dem Verlassen der Kneipe eskaliert die Situation: Jens wird plötzlich angeschossen. Bevor er das Bewusstsein verliert, haucht er Steffen nur noch die Worte „Rosengarten… Töten…“ zu. Steffen, erschüttert und ratlos, bleibt zurück – was hat Jens ihm damit sagen wollen?
Während Jens schwer verletzt auf der Intensivstation im UKE liegt, beginnt Steffen auf eigene Faust nachzuforschen. Unterstützt von den Polizisten Karsten, Bianca und Svenja, die die alten Fälle von Jens durchleuchten, stößt er jedoch zunächst nur auf leere Spuren. Doch Steffen verfolgt seinen eigenen Verdacht, der ihn schließlich in Jens' alte Heimatstadt führt – und dort stößt er tatsächlich auf Hinweise und mögliche Verdächtige.
Die Schilderungen sind so lebensecht, dass man das Gefühl hat, mitten in den Ermittlungen dabei zu sein. Die Handlung ist bis zuletzt spannend und voller überraschender Wendungen. Zwar hatte ich eine leise Vermutung, wer der Täter sein könnte, doch die endgültige Auflösung hat mich dann doch überrascht. Dazu kommt noch eine Entdeckung, die mich ebenfalls sprachlos gemacht hat – aber das müsst ihr selbst lesen! Trotz kleiner Unstimmigkeiten hat mir der Krimi sehr gefallen, und ich empfehle ihn gerne weiter.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Wunderschöne Liebesgeschichte

Die schottische Bäckerei zum Glück von Emma Bishop

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich nicht nur Schottland, sondern auch Geschichten mit Happy-End liebe?
In der Isle-of-Mull-Reihe von Emma Bishop finde ich beides und schon das ist ein Grund, warum ich ihre Bücher liebe.
Die drei Freundinnen Hailey, Allison und Lin leben in Tobermory. Es ist eine Stadt auf der Isle of Mull, einer Insel vor der Nordwestküste Schottlands.

Alle drei haben jeweils ein eigenes Geschäft. Ally besitzt einen kleinen Buchladen, Lin einen Blumenladen und Hailey nennt eine kleine Bäckerei mit einem angegliederten Café ihr Eigen.

An einem regnerischen Abend taucht in Haileys Bäckerei ein fremder Mann auf. Er ist völlig durchnässt, trägt zerrissene Kleidung und ist völlig verwirrt. Der erste Name, der ihm einfällt, ist Arran Hamilton, doch er weiß weder, ob er wirklich so heißt, noch woher er kommt. Er kann sich nur daran erinnern, dass er am Strand zu sich gekommen ist und hat keine Ahnung, was mit ihm passiert ist.
Er weiß nur, dass es besser ist, wenn er weder einen Arzt, noch die Polizei aufsucht.
Hailey, die ein großes Herz für Bedürftige hat, nimmt ihn bei sich auf ohne zu ahnen, wem sie da Obdach gewährt. Obwohl sie, geprägt durch ihre Vergangenheit, keine Beziehung möchte, kommt Arran ihr gefährlich nahe. Doch Hailey hat Angst, verletzt zu werden und versucht auf Abstand zu gehen.

Das Cover passt perfekt zur Reihe und gefällt mir sehr gut.
Der wunderbar lebendige Schreibstil der Autorin ist mir bereits aus Band 1 und aus ihren Fantasybüchern bekannt.
Mit ihrer bildhaften Ausdrucksweise erweckt die Autorin das Setting förmlich zum Leben.
Ich hatte das kleine Hafenstädtchen Tobermory direkt wieder vor Augen, roch die Seeluft in der Nase und spürte den Wind im Gesicht.

Im zweiten Teil der Reihe treffen wir wieder auf die drei Freundinnen Allison, Hailey und Lin.
Nachdem wir im ersten Band Allison begleitet haben, steht nun Hailey im Fokus.
Ich bin schnell in die Handlung eingetaucht und hatte gleich dieses Gefühl des „Nachhausekommens“.
Am ersten Tag habe ich über 300 Seiten gelesen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Ich finde die Freundschaft der drei jungen Frauen so toll. Sie halten fest zusammen und unterstützen sich gegenseitig wo immer es nötig ist. Doch sie lassen sich auch Freiräume und akzeptieren, wenn eine von ihnen über irgendwas nicht reden möchte.

Als Hailey Arran in ihrem Schuppen Unterschlupf gewährt, ahnt sie noch nicht, das sich zwischen ihnen schon bald Gefühle entwickeln werden.
Arran entpuppt sich nicht nur als sehr aufmerksam und einfühlsam, sondern auch als sehr empathisch und hilfsbereit. Auch die Clique nimmt ihn schnell in ihrer Mitte auf, doch Hailey ist geprägt durch ihre Kindheit. Sie hat Angst davor, enttäuscht und alleingelassen zu werden.

Obwohl ihre Freundinnen nicht alle Hintergründe kennen, sind sie zu jeder Zeit für sie da und unterstützen sie. Auch ihre anderen Freunde helfen, wo immer sie können.
Die Charaktere haben ausreichend Tiefe und eine latente Spannung sorgt dafür, dann man immer weiterlesen möchte. Die Emotionen waren zu jeder Zeit spürbar und zwischendurch habe ich auch ein paar Tränen vergossen, wenn ich mit Hailey mitgelitten habe.

Gut gefallen hat mir, dass es bei beiden auch sehr um die inneren Werte des anderen geht (obwohl Arran natürlich auch mit seinem guten Aussehen punktet).

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass Schottland und seine wunderschöne Natur während der Ausflüge detailliert beschrieben wurde und ich die Landschaft bildhaft vor Augen hatte.

Fazit:
Wer einen wunderschönen Wohlfühlroman sucht, in dem es um Freundschaft, Vertrauen, Verlust und Liebe geht ist hier auf jeden Fall richtig.
Ich freue mich schon auf Band 3 der Reihe und die Geschichte von Lin.

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