Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Eine Sekunde

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen

Eine Sekunde kann über ein ganzes Leben entscheiden, zum Guten oder Schlechten. Eine falsche Entscheidung, einmal nicht aufgepasst oder einfach nur ein Unglück. Wie stark sind die Menschen denen so ein Schicksal passiert, wie stark ist die Gemeinschaft in der sie leben. Wie leben sie mit ihrem Schicksal, Schuldgefühle, Rache oder Sühnegedanken, in diesem Buch ist soviel und noch mehr.

Die Autorin hat eine unnachahmliche Art zu schreiben. Voller Humor für die lustigen Alltagsgeschichten, mit viel Empathie für die Gefühle und Gedanken anderer, mit Respekt vor dem Gedankengut anders Denkender, voller Liebe für Freunde und Familie, auch wenn sie der Pastorin ( ihre buchige Stellvertreterin ) auf die Nerven gehen, mit Mitgefühl für diejenigen die eine schwere Last tragen, mit Verständnis für die Schwächen und mit einem Augenzwinkern für den örtlichen Klatsch und Tratsch.
Das Buch ist auf der Höhe der Zeit, was darf man sagen, wann verletzt man Gefühle wenn man Wörter benutzt die vor Jahren unbedenklich waren und jetzt nicht gehört werden möchten. Meine persönlichen Ansichten zu diesem Thema sind sehr differenziert, hier in diesem Buch habe ich sie wieder gefunden. Dabei ist mir aufgefallen, das ich auch schon damals bei einem deutschen Schlagertext mich nicht wohl gefühlt habe, es aber nie richtig erklären konnte. Heute habe ich die Worte dafür, weil ich nicht mehr allein mit meiner Meinung bin, es ist eben nicht nur ein alberner Text.
Das Buch ist ein Fortsetzung von "Wir sind schließlich wer", kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es wird zwar darin auf einige Begebenheiten Bezug genommen, aber ist für das Verständnis nicht nötig.
Ich bin ein großer Fan der Autorin, die Leichtigkeit wie sie uns Leser in eine andere Lebensgemeinschaft mitnimmt, so dass das Gefühl entsteht, man kennt die Menschen persönlich und hat wie in diesem Fall mit ihnen Spargel gegessen.
Ihre Erklärung im Nachwort, das sie weiß von was sie geschrieben hat, macht die Geschichte im Nachhinein noch eindringlicher.
Meine Lieblingsfigur die Großtante Othilie die im hohen Alter noch immer ihre Lebensfreude besitzt obwohl sie mit Sicherheit Schlimmes erlebt hat, ist mir ein Vorbild, die Weisheit und Liebe die sie ihren Mitmenschen zuteil werden lässt ist großartig.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von gerlisch:

Fesselnder Rhön-Krimi

Glutmoor von Lars Engels

Im besonders heißen August 2022 brennt bereits seit Tagen das Moor, als eines Nachts fast eine ganze Familie in ihrem Haus durch Kopfschüsse geradezu hingerichtet wird. Nur die Tochter Carina überlebt und gerät schnell in den Fokus der Polizeiermittlungen. Doch was haben dieser grausamen Morde mit der Schändung einer Gedenkstätte für Grenztote der ehemaligen DDR zu tun?
Mit diesem zweiten Teil der Rhön-Krimi-Reihe hat der Autor Lars Engels einen komplexen Fall mit einigen vielversprechenden Spuren geschaffen.

Hier findet sich viel Stoff für Spekulationen und der Leser wird in die verschiedensten Richtungen gelenkt. Geht es um Familienstreitigkeiten, eine rechtsradikale Gruppierung, um Rache oder um etwas ganz Anderes?
Sehr gut gefallen haben mir die Ermittlungsansätze von Janosch und seiner Schwiegermutter und Vorgesetzten Diana Quester. Wie auch im ersten Teil "Totes Moor" zeigt Janosch seine eher ruhige, teilweise pessimistische Art, wo hingegen Tarek, sein Kollege im Büro, ein sonniges humorvolles Gemüt hat. Diana ist mir nicht immer sympathisch, aber auch sie wurde, wie alle anderen Charaktere auch, authentisch und lebensecht gezeichnet.
Wunderschön werden die idyllischen Landschaften der Rhön beschrieben, jedoch blitzen immer wieder mal zwischendurch, die Tücken des Moores auf.
Die Spannung ist durchweg vorhanden und gerade zum Schluss überrascht der Autor mit einem genialen Twist. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich hoffe auf einen baldigen dritten Fall.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gerlisch

Rezensionen von Lilli33:

Schröder unter Verdacht

Zorn - Der Fall Schröder von Stephan Ludwig

Schröder unter Verdacht

Inhalt:
Schröder ist der liebste Mensch, den Zorn kennt und der motivierteste Polizist. Und doch deutet alles darauf hin, dass dieser Schröder einen kaltblütigen Mord begangen hat. Zorn zerreißt es fast in dem Spagat, den Mord aufzuklären und Schröder zu schützen.

Meine Meinung:
Jedes Jahr freue ich mich auf einen neuen Zorn-Band, von denen mich noch keiner enttäuscht hat.

Der Untertitel „Der Fall Schröder“ ließ mich gleich aufhorchen. Wo ist der sympathische Schröder jetzt wieder rein geraten? Wer die Reihe bis hierher verfolgt hat, wird schnell erkennen, dass die Handlung auf Schröders Vorgeschichte fußt, die bereits in einem früheren Band erwähnt wurde. Man braucht aber keine Vorkenntnisse.

Stephan Ludwig erzählt hier in zwei Zeitebenen - Gegenwart und „Damals“, als Schröder noch ein Kind war. Die Damals-Szenen sind unglaublich bedrückend und können entsprechend veranlagte Leser*innen leicht triggern. Zum Glück sind sie immer relativ kurz. In der Gegenwart erlebt man dann wieder den typischen Ludwigschen Humor, der einen unbeschwert weiterlesen lässt.

Die Story ist absolut fesselnd und spannend. Ich habe mitgefiebert und konnte mich kaum entscheiden, welchen Ausgang der Geschichte ich mir wünschen sollte. Am Ende war ich mit der Lösung des Autors absolut zufrieden. Sie ist gut nachvollziehbar.

Die Reihe:
1. Tod und Regen
2. Vom Lieben und Sterben
3. Wo kein Licht
4. Wie sie töten
5. Kalter Rauch
6. Wie du mir
7. Lodernder Hass
8. Blut und Strafe
9. Tod um Tod
10. Zahltag
11. Opferlamm
12. Ausgelöscht
13. Schwarze Tage
14. Der Fall Schröder

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von Jacky:

Wunderschön illustriert

Earhart von Torben Kuhlmann

Das Cover von "Earhart" ist ein Blickfang, der sofort die Fantasie anregt. Die Illustration zeigt eine neugierige Maus, umgeben von technischen Details, die an frühe Flugversuche erinnern – perfekt passend zum Abenteuergeist der Geschichte. Das hochwertige Design und die liebevollen Details setzen sich auch im Buchinneren fort, wo Zeichnungen und Texte wunderbar miteinander harmonieren.

Die Geschichte um die Erfindungsfreude der kleinen Maus, inspiriert von der legendären Amelia Earhart, ist faszinierend. Kuhlmann gelingt es, historische Elemente spannend in die kindgerechte Welt der Mäuse zu übersetzen. Ohne viel Vorwissen kann man die Neugier und den Pioniergeist erleben, der die Figuren antreibt. Dieses kreative Zusammenspiel von Abenteuer und Technik macht das Buch für Kinder wie Erwachsene spannend und lehrreich.

Der Stil ist klar und lebendig, sodass man als Leser schnell in die Welt der Mäuse abtaucht. Kuhlmann verwendet einfache, aber wirkungsvolle Sprache, die das Abenteuer leicht nachvollziehbar gestaltet, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Auch Erwachsene werden Freude an den gut dosierten Anspielungen auf historische Flugpioniere haben.

Die Maus ist als Charakter überzeugend und sympathisch – ihr Mut und Erfindungsreichtum machen sie zu einer authentischen, fast greifbaren Figur. Ihre Begeisterung ist ansteckend und zeigt Kindern spielerisch, was Neugier und Mut bewirken können.

Torben Kuhlmanns Bücher sind einzigartig in ihrer Kombination aus Kunst, Abenteuer und Wissen. Nach seinen Werken wie "Lindbergh" und "Armstrong" setzt er hier erneut auf ein unterhaltsames, leicht zugängliches Bildungsformat. Die Maus, die mutig die Welt der Flugtechnik erforscht, ist eine wunderbare Identifikationsfigur und inspiriert zu kreativer Neugier und Forschergeist.

"Earhart" ist ein wunderschön illustriertes Buch, das auf fesselnde Weise Abenteuerlust und technische Neugier weckt. Torben Kuhlmann schafft es erneut, historische Themen in ein kindgerechtes, fantasievolles Format zu bringen. Für Kinder, die sich für Technik und Abenteuer interessieren, sowie für Erwachsene, die ansprechende Illustrationen und detailverliebte Geschichten schätzen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jacky

Rezensionen von Amena25:

Wenig überzeugend

Kein Land in Sicht von Christina Pertl

Eine Frau erwacht auf einem Kreuzfahrtschiff auf hoher See. Sie weiß weder ihren Namen, noch warum sie sich auf dem Schiff befindet. Allerdings weiß sie, dass sie Angst vor dem Meer hat. Und dass sie irgendeinen Auftrag hat. Nach und nach findet sie heraus, dass sie eigentlich Sarah Peters heißt, Kriminalkommissarin ist und undercover auf das Kreuzfahrtschiff eingeschleust wurde.

Sie ist Kinderhandel und illegalem Organhandel auf der Spur. Doch wem auf dem Schiff kann sie trauen?
Die Idee des Schauplatzes – ein Schiff auf hoher See – ist interessant. Allerdings wird sie nur mäßig interessant umgesetzt. Die Handlung zieht sich eher zäh dahin, immer mal wieder blitzen Erinnerungen bei Sarah Paters auf. Doch Spannung kommt nicht so richtig auf, da die Figuren recht oberflächlich wirken und ihr Verhalten nicht überzeugend dargestellt wird. Mich konnte ,,Kein Land in Sicht“ leider nur wenig unterhalten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Amena25

Rezensionen von Bücherfreundin:

Regina und ihre Töchter

Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen von Anna Brüggemann

Im Mittelpunkt von "Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen", dem neuen Roman von Anna Brüggemann, stehen die 51-jährige Regina und ihre beiden Töchter Antonia und Wanda. Wir schreiben das Jahr 1998, Regina ist Psychologin, ihr Mann Edgar arbeitet in einer Baubehörde. Antonia ist 19, sie hat gerade ihr Abitur gemacht und plant, Pharmazie zu studieren.

Ihre anderthalb Jahre jüngere Schwester Wanda ist nicht nur sportlich sehr aktiv, sondern auch eine begabte und zielstrebige Schülerin. Antonia ist nicht so ehrgeizig wie ihre Schwester, sie hat kein rechtes Glück in der Liebe und beneidet ihre Schwester, die einen festen Freund hat. Die Mutter hat keine innige Beziehung zu ihren Töchtern, und auch das Verhältnis der beiden zueinander ist eher schwierig.

Regina ist kurz nach Kriegsende geboren und hat gegen den Wunsch der Eltern ihr Elternhaus früh verlassen, um Psychologie zu studieren. Noch heute nimmt sie es den Eltern übel, dass sie nicht genügend gefördert wurde. Das will sie bei ihren Töchtern anders machen. Während Wanda stets bereit ist, die Ratschläge ihrer Mutter umzusetzen, zieht Antonia sich immer mehr zurück und geht ihren eigenen Weg. Ohne Wissen der Eltern ändert sie ihre Zukunftspläne und schlägt eine ganz andere Laufbahn ein, als Regina es sich vorgestellt hat. 

Die Handlung spielt über einen Zeitraum von 21 Jahren, wir erleben die Höhen und Tiefen der Familienmitglieder, ihre Sehnsüchte, Sorgen und Tragödien. Der Erzählstil und die schöne Sprache der Autorin gefallen mir sehr gut, das Buch liest sich flüssig. Anna Brüggemann beschreibt die Charaktere authentisch und bildhaft, die Entwicklung der Protagonistinnen über die Jahre ist überzeugend dargestellt. Die Unzufriedenheit der Mutter und ihre Lieblosigkeit gegenüber Edgar und ihren Töchtern kommen sehr gut zum Ausdruck, ebenso die Sehnsucht der beiden nach Anerkennung. Bei Wanda ist diese Sehnsucht so ausgeprägt, dass sie eine Essstörung entwickelt. Regina ist extrem ichbezogen, wenig empathisch, neigt zur Selbstüberschätzung, ist aufbrausend und autoritär. Ihrem Mann Edgar fühlt sie sich überlegen und findet ihn langweilig. Antonia empfindet sie als unsichtbar und kritisiert sie übertrieben streng, Wanda wird von ihr bevorzugt und akzeptiert, weil sie sich nach Reginas Wünschen entwickelt.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es hat mich gefesselt und berührt. Ich hatte wenig Sympathie für Regina, die die Bedürfnisse ihrer Töchter nicht erkennt, sich dennoch für eine gute Mutter hält. Meine Lieblingsfigur war Antonia, die den Mut hat, entgegen Reginas Vorstellungen ihren eigenen Weg zu gehen.

Absolute Leseempfehlung für dieses mitreißende Buch über schwierige Mutter-Töchter-Beziehungen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücherfreundin

Rezensionen von yellowdog:

starkes Buch

Eine feine Linie von Maryam Madjidi

Wie schon ihr erster, preisgekrönter Roman Du springst, ich falle ist auch Eine feine Linie ein starkes Buch. Es ist offensichtlich stark autobiografisch gefärbt.
Seine Stärke nimmt der Roman aus der Erzählstimme. Maryam erzählt von ihrem Leben und Empfindungen als 13jährige in Drancy. Sie und ihre Familie stammen aus dem Iran.

Sie ist eigentlich inzwischen eine normale, französische Schülerin, und doch gehört sie manchmal irgendwie nicht ganz dazu. Es ist eine feine Linie, die sie trennt. Sie erzählt intensiv. Als Leser kann man sich dem nicht entziehen und ist nah an der Figur dran.
Bei all der Wut, die die Jugendliche manchmal in sich hat, gibt es auch eine Spur Ironie, auch Selbstironie. Daher ist es kein hoffnungsloser oder humorloser Roman.
Maryam Madjidis erzählerische Stärke umfasst auch kleine Porträts von ihren Mitschülern und Verwandten. Das hat mir außerordentlich gut gefallen. Ein Buch, das man unbedingt empfehlen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von PMelittaM:

Hat mich, bis auf einen gelungenen Twist, nicht überzeugt

Finster von Ivar Leon Menger

1986 verschwindet in Katzenbrunn ein dreizehnjähriger Junge. Dies passiert in den kleinen Dorf nicht das erste Mal, vor zehn Jahren hatte sich Kriminalhauptkommissar Hans J. Stahl noch geschworen, den, Greifer genannten, Täter zu fassen, doch ein schwerer Unfall hinderte ihn daran. Nun ist Stahl, mittlerweile pensioniert, zurück, um seinen Schwur endlich in die Tat umzusetzen.

Katzenbrunn ist ein winziges Dorf mit weniger als zwanzig Häusern, es gibt keine Kinder im Dorf, aber eine psychiatrische Klinik. Die Stimmung im Ort hat etwas düsterers, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass alle Einwohner:innen etwas auf dem Kerbholz zu haben scheinen, jedenfalls diejenigen, die man näher kennenlernt. Der Autor legt damit einige Fährten, der Greifer könnte auf jeden Fall einer von ihnen sein.

Leider bleiben alle Charaktere recht blass, unsympathisch sind die meisten sowieso. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, auch der Greifer ist dabei, sympathischer wird dadurch niemand, eher im Gegenteil. Auch Stahl kam mir nicht nahe. Im Grunde benehmen sich alle außerst merkwürdig, Logik ist nicht wirklich angesagt, auch die Polizei, die erst spät ins Spiel kommt, scheint eher inkompetent, wenn man bedenkt, was ihnen als Beweis ausreichen würde.

Spannung kam für mich kaum auf, am ehesten noch durch die Frage, was man wohl noch alles für Abgründe erfährt. Und dann hat mich der Autor doch noch kalt erwischt, den Twist hatte ich nicht kommen sehen und habe die entsprechende Szene zweimal lesen müssen, um es tatsächlich zu begreifen, rückblickend ist der Twist übrigens nicht unlogisch. Unterm Strich bleibt aber daneben wenig übrig, das mich begeistern konnte.

Leider hat mich der Roman nicht überzeugt. Lediglich der erwähnte Twist konnte mich kurzzeitig überraschen, dafür aber so richtig, daher vergebe ich doch noch 2,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PMelittaM

Rezensionen von Ameland:

Herzerwärmende Geschichte über Liebe und Mut

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut von Milla Shan

Der kleine Mäuserich bekommt von seinem Großvater eine wichtige Botschaft mitgeteilt, die ihn auf dem Weg durch sein Leben begleitet bis er selbst als Großvater diese Worte an sein Enkelkind weitergibt.

Eine berührende Geschichte über Mut, Nächstenliebe und Mitgefühl für andere, die auch ernstere Themen enthält.

Es gibt einige Anknüpfungspunkte, um diese Themen mit dem Kind oder den Kindern intensiver zu besprechen.

In den kleinen Mäuserich habe ich mich sofort verliebt. Er ist so ein liebenswerter und hilfsbereiter Protagonist, dem nicht nur das Herz seiner Liebsten zufliegt, sondern auch das der Leser.

Milla Shan hat die Geschichte in Reimform verfasst und die Worte des Großvaters, quasi das Mantra des kleinen Mäuserichs, tauchen immer wieder auf. Kinder haben diesen Reim schnell gelernt und können ihn dann jeweils mitsprechen.

Das große Format des Buches ist toll, weil die Kinder beim Vorlesen auch von der Seite her auf die Bilder schauen können. Der Wortschatz allerdings entspricht meines Erachtens nicht der Altersangabe ab vier Jahren.

Anita Schmidt hat die vielen großformatigen Illustrationen sehr liebevoll gestaltet. Auf jeder Seite findet man nicht nur winzige und wunderschöne Details, sondern auch ein Funkeln. Die überwiegend gedeckten Farben vermitteln Wärme und Geborgenheit und passen sehr gut zu den herzerwärmenden Worten.

Ich kann dem Großvater nur zustimmen, denn Ein Funke nur, ein kleines Licht. Liebe und Mut, mehr braucht es nicht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ameland

Rezensionen von Gaby 2707:

Weihnachten steht vor der Tür

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald von Andreas K. Buchholz

Für Lokalreporter Frederik Loebell stellt das allerdings vor ein ernstes Problem. Er muss für die Damen und Herren der Altersresidenz Lordmarschallhaus, in der auch er jetzt gezwungenermaßen in einem Kammerl logiert, Weihnachtsplätzchen backen. Und er soll seiner Mutter, seiner Freundin Fleur und seinem neues Zuhause einen Weihnachtsbaum organisieren.

Als er zusammen mit den beiden Damen und seinem Dackel Wilhelm in der Tannenbaumplantage „Weihnachtswald“ der Familie Pläschke ihre drei Bäume holen will, trifft er nicht nur auf Kommissarin Edda Kleist und ihren Kollegen Jan Winter, die ebenfalls auf Weihnachtsbaumklau sind. Als er die Bäume einnetzen will, steckt in der Netzmaschine schon einer drin. Aber kein Tannenbaum, sondern eine Leiche.
Ob da wirklich die Weihnachtsbaummafia aus dem Ostblock dahinter steckt, wie seine Mutter vermutet?

Autor Andreas K. Buchholz hat mich mit seinem bildhaften und leicht zu lesenden Erzählstil sofort in die Geschichte hinein gezogen. Es macht richtig Laune, Loebell mit Dackel Wilhelm, der überall dabei ist und seiner Spürnase alle Ehre macht, und seinen Mitstreitern durch die Geschichte zu folgen.
Einige der Menschen, denen ich hier begegne, habe ich vor kurzem erst im Neuen Palais in Potsdam kennengelernt und mich gefreut, sie hier wieder zu treffen. Als erstes natürlich Frederik Loebell mit seinem zuckenden Augenlid, der hier immer wieder für alles verantwortlich gemacht wird, was er stoisch über sich ergehen lässt, mit seinem süßen Zwergdackel Wilhelm. Dann seine Freundin Fleur, die gleichzeitig die Schwester von Kommissarin Edda Kleist ist. Und seine Mutter Maria, hier mal ohne Haferbrei. Auch der Albtraum eines jedes Kollegen Kay Kickmann von den Potsdamer Stadtnachrichten und Chefredakteur Winfried Gallig, den ich auch nicht sympathischer finde und die hier beide etwas größere Rollen spielen, sind wieder mit von der Partie. Genau so wie Loebells Tante Katharina und Graf Anton aus der Altersresidenz Lordmarschallhaus. Dazu die vielen Neuen, die ich hier erst kennenlerne und die alle zu dieser humorvollen Cosy-Crime-Geschichte beitragen. Alle finde ich hier so gut getroffen. Jeder hat so seine Eigenheiten und besticht durch seine eigene manchmal nicht ganz einfache Persönlichkeit.
Aber es ist nicht nur dieser Mordfall, der Loebell, seinem Team und Edda Keists Mannschaft zu schaffen macht. Edda bekommt den total unfähigen Kollegen Hansi Brummsmann vor die Nase gesetzt. In Hagemanns Tannenschonung fehlen plötzlich 50 Tannen, was die vorweihnachtliche Gerüchteküche brodeln lässt. Dann ist da auch noch der unbekannte Anrufer mit der Nachricht „Folge dem Kennzeichen“. Welche Rolle eine weiße Tischdecke bei der Tätersuche spielt, wird jetzt nicht verraten. Das werdet ihr beim lesen dieses humorvollen und trotzdem spannenden Krimis selbst schnell herausfinden.
Wie schon beim Vorgängerband gefällt mir neben dem zuckersüßen Cover auf dem Wilhelm in weihnachtlichem Ambiente zu sehen ist, dass jeder Tag mit einem kleinen schwarzen Dackel eingeleitet wird. Solche Kleinigkeiten machen für mich den Charme eines Buches mit aus und geben diesem einen hohen Wiedererkennungswert.

„Tannenmord im Weihnachtswald“ – ein Krimi mit ganz viel weihnachtlichem Flair, mit viel Situationskomik, mit interessanten Protagonisten und Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Ein empfehlenswerter 3. Bd. der Cosy-Krimi-Reihe „Morden ohne Sorgen“, der mich sehr gut unterhalten hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707