Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Burgenlands Columbo ermittelt wieder
Allerheiligen-Fiasko von Thomas Stipsits
Ganz Stinatz/Stinjaki versammelt sich auf dem Friedhof, um seiner Toten zu gedenken und mehr oder weniger andächtig den Reden des Pfarrers Daniel Grandits in deutsch und kroatisch zu lauschen. Ganz Stinatz? Nein, einer fehlt - der Josef Grandits, genannt Mali. Denn der hat sich daheim in seinem Keller aufgehängt.
Gruppeninspektor Sifkovits eilt vom Stinatzer Friedhof zur Leiche und hat das untrügliche Gefühl, dass der augenscheinliche Selbstmord doch keiner ist. Denn, wie soll sich bitte der Mali aufgehängt haben, wenn es im Keller stockfinster ist? Lichtschalter gibt es, wie üblich nur oben, am Kellerabgang.
Blöderweise will Oberst Taschler, des Gruppeninspektors Chef nicht an einen Mord glauben, weshalb Sifkovits wieder einmal heimlich ermittelt. Wobei, heimlich ist nicht richtig, denn das heimische Trio der Kopftuchmafia, bestehend aus Sifkovits Mutter Baba, die dicke Grandits-Resl und die Resetarits-Hilda geben fleißig Ezzes und teilen ihm ungefragt ihre Beobachtungen mit.
Die Auflösung ist stimmig, wenn auch ein wenig überraschend.
Meine Meinung:
Die Stinatz-Krimis lesen sich leicht und locker weg. Trotzdem schwingt immer ein wenig Tristesse mit. Vom früheren blühenden Dorfleben ist wenig übriggeblieben, da viele Junge anderswo zur Arbeit gehen (fahren) - Wochenpendler. Einer der Höhepunkte ist Allerheiligen, das nach Ostern und Weihnachten drittwichtigste Ereignis in Stinatz. Alle gehen „g’schneuzt und kampelt“ im besten, oft extra dafür angeschafften Outfit, auf den Friedhof, um - nicht nur um der Toten zu gedenken, sondern um vor allem gesehen zu werden. Diesen Schaulauf der Eitelkeiten nimmt der Autor auf die Schaufel, wenn Baba lange vor dem Spiegel steht und sich beim Kleid die Qual der Wahl abzeichnet, nur um dann den alten Mantel über das neue Kleid anzuziehen. Herrlich!
Thomas Stipsits, ein nach eigener Aussage Columbo-Nerd, hat seinem Gruppeninspektor ähnliche Marotten wie der Kultermittler aus den USA: eine ewig abwesende Ehefrau, ein in die Jahre gekommenes Auto, seine Vorliebe für die Farbe beige sowie, nicht zu vergessen, die ständige Bitte nach heißem Wasser, um seinen Käspappeltee zuzubereiten und nicht zu vergessen, seine „letzte Frage“, angehängt.
Es wird wie schon in den Vorgängern bedächtig ermittelt. Manchmal stellt sich Sifkovits auch ein wenig „patschert“ an. Doch dieses Understatement ist auch ein bisserl die Masche, mit der der Ermittler seine Verdächtigen in Sicherheit wiegt, um dann mit vollem Geschütz, seine Erkenntnisse zu präsentieren.
Einzig der doch etwas mühsame Versuch des Greißlers einen uralten Witz, den ohnehin schon alle kennen, zu erzählen, hätte für mich entweder stark gekürzt oder ganz entfallen können. In einer etwaigen Verfilmung käme das Gestöttere des Greißlers, der ständig von der Kopftuchmafia unterbrochen wird, zu Geltung. Als geschriebenes Wort wirkt es gekünstelt. Aber, das ist Meckern auf höchstem Niveau!
Der fiese Cliffhanger „Baba Sifkovits sollte nicht mehr dazukommen, ihre Ziffer 20 am Haus einzuschalten.“ lässt für den nächsten Krimi Böses erwarten.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem 4. Stinatz-Krimi 5 Sterne.
Rezensionen von liesmal:
Ich verzichte auf so eine Bescherung
Ein Toter zur Bescherung von Eva Eich
„Ein Toter zur Bescherung“? Na klar – solange es sich um den neuen Escape Room Adventskalender von Eva Eich handelt!
In der aktuellen Geschichte werden alle Mitglieder einer Familie zusammen mit dem Hauptprotagonisten Max an Heiligabend von Max‘ Onkel Arthur in dessen abgelegene Villa eingeladen.
Beim Blick in die Vergangenheit werden dabei immer neue Geheimnisse aufgedeckt. Fast jede*r der Anwesenden hat etwas zu verbergen.
Das Buch hat Seiten zum Aufschneiden, doch welche Seite darf als nächste geöffnet werden? Die richtige Reihenfolge erfährt man nur, wenn man das tägliche Rätsel richtig löst und dadurch an jedem Tag im Advent die Folgeseite findet.
Eine fesselnde Geschichte und ganz unterschiedliche Rätsel, die oft durch logisches Denken und den geübten Blick gelöst werden können, sorgen jeden Tag für ein wenig spannende Unterhaltung.
Mir gefallen Geschichte und Rätsel gut, und ich empfehle den etwas anderen Adventskalender gern. Er ist auch als Geschenk für Leseratten und Rätselfreunde gut geeignet.
Rezensionen von Frechdachs:
Alles nur ein Traum?! - Wikingerjunge Alfred und sein Onkel Ragnar in einem fantastischen nordischen Winterabenteuer
Die Winterschwestern von Jolan C. Bertrand
Passend zum baldigen Winterbeginn versüßt der aktuelle Kinderroman "Die Winterschwestern" die bevorstehende dunkle Jahreszeit mit einem eben solchen Szenario aus dem hohen Norden.
Nordische Mythologie meets märchenhaftes Setting trifft es wohl am ehesten, um das Werk von Jolan C. Bertrand zu charakterisieren.
Gewürzt wird das ganze mit einer Vielzahl von fantastischen Elementen, die mich als Leser dann schnell verzauberten und in den Bann zogen.
Mittelpunkt der Geschichte ist der 10-jährige Wikingerjunge Alfred und sein Onkel Ragnar. Alfred hat am ehesten den Schalk im Nacken und könnte vielleicht auch ein Bruder von Michel aus Lönneberga sein. Treibt er doch sehr gerne allerlei Schabernack, um seine Liebsten und Freunde um sich herum zu foppen.
Als Alfreds Onkel Ragnar dann fast Hals über Kopf das Dorf verlässt, um die diebischen Trolle aufzuspüren beginnt ein sehr fantastisches Abenteuer, in dem beide unter anderem auch mit den beiden Winterschwestern Bekanntschaft machen.
Wie das Cover bereits außen erahnen lässt sind immer wieder auch im Inneren des Buches bunte Illustrationen eingebunden, welche die Charaktere erst richtig zum Leben erwecken und die eigentliche Storyline gekonnt aufgreifen. Für diese zeichnet der sehr talentierte Illustrator Chevalier Gambette verantwortlich.
Einmal in den winterlichen Bann und den zugehörigen Wald hineingezogen, kann man sich dem unheimlichen Sog der Geschichte nicht mehr entziehen. So wähnte ich mich Seite an Seite mit Alfred und Ragnar und mochte deren Begegnungen mit sehr mystischen Wesen und nordischen Gottheiten.
Summa summarum bieten "Die Winterschwestern" kurzweilige und vor allem spannende Lesestunden im winterlichen Setting, garniert mit zahlreichen fantastischen Elementen aus der nordischen Mythologie. Ein Kinderbuch, das gerade jetzt in die kalte und dunkle Jahreszeit passt und vielleicht auch die Zeit bis Weihnachten verkürzen kann.
Rezensionen von Chris:
Wundervoll illustriert und spannende Infos
Birding – Entdecke die Wunderwelt der Vögel. von Silke Hartmann
Ich war mir anfänglich nicht sicher ob dieses Buch interessant für meinen 9-jährigen Sohn ist, kann aber direkt sagen, dass es uns beiden sehr gut gefallen hat.
Es ist durch das große Format, die zahlreichen Illustrationen und den kleinen Spielen im Buch definitiv für jüngere Kinder geeignet, enthält aber unzähliche interessante Infos die mein Sohn vorher noch nicht kannte.
Daher fand er es in jedem Fall spannend.
Was mir besonders gefallen hat sind die detaillierten Infos zu ganz speziellen Themen aus der Vogelwelt. Beispielsweise werden die unterschiedlichen Füße und Fußformen betrachtet und es wird dargestellt warum sie so gebaut sind und wie sich der spezifische Vogel damit fortbewegt. Oder aber es wird erklärt was der Schnabel verrät im Hinblick auf die Nahrungsbeschaffung und Nahrung an sich.
Das Buch bietet definitiv einen spannenden Mehrwert.
Rezensionen von Marie aus E.:
Anders als erwartet
Wir treffen uns im nächsten Kapitel von Tessa Bickers
Das Buch war anders als ich es erwartet habe.
Erwartet habe ich mir eine süße, harmlose Liebesgeschichte, aufgehängt an der Liebe zu Büchern. Genau das richtige für Bücherwürmer und ideal nach einem harten Tag, ein wenig Herz-Schmerz und Buchliebe.
Dem war aber nicht (nur) so.
Es geht um Erin, die einen Job hat, den sie mit vollem Einsatz wuppt, aber leider auch eine Chefin, die toxisch ist.
Als sie dann bei einer Ausmistaktion auch noch versehenlich ihr Lieblingsbuch in einem öffentlichen Bücherschrank stellt, da kann es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.
Aber welch Glück - beim nächsten Besuch steht das geliebte Buch wieder da und ist auch noch kommentiert. Erin berühren die Gedanken des Fremden und es entwickelt sich eine Buchfreundschaft und Stück für Stück auch noch ein wenig mehr.
Soweit die süße, harmlose Variante, mit der ich auch gerechnet habe.
Doch darum herum werden viele, sehr ernste Themen angesprochen.
Es geht um Mobbing, um toxische Familie, um tragische Verluste, ja, auch um Tod und um den Umgang mit dem eigenen Versagen und schlechtem Gewissen. Das ist alles nicht wirklich lockig-flockig und die Geschichte dadurch eben keine "seichte" Lovestory.
Auch wenn ich damit nicht gerechnet habe, fand ich es gut.
Allerdings waren das schon ganz schön viele Problemfelder, die unsere Charaktere da zu wuppen hatten, mir fast etwas zu viel, denn banal war da nichts.
Gleichzeitig zog es sich zeitweise trotzdem etwas.
Insgesamt aber lesenswert - für Buchliebhaberinnen und Buchliebhaber sowieso.
Rezensionen von Sina:
Gemeinsam alles schaffen!
Das Katzenhuhn: Was macht der Fisch auf dem Dach? von Bernhard Hoëcker; Eva von Mühlenfels
»Das Katzenhuhn - Was macht der Fisch auf dem Dach?« geschrieben von Comedian Bernhard Hoëcker und dessen Ehefrau Eva von Mühlenfels, welche als TV-Produzentin und Autorin tätig ist, und illustriert von Dominik Rupp, ist ein Kinderbuch ab 3 Jahren.
Auf 32 Seiten wird hier die Geschichte der Tiere eines Bauernhofs dargestellt, die sich in einen ziemlichen Schlamassel manövriert haben.
Nach einem vermeintlich harmlosen Spiel der beiden Freunde Timme und Max liegt der Karpfen Baldrian, welcher zuvor noch im Teich schwamm plötzlich auf dem Dach des Bauernhauses.
Mit gemeinsamen Kräften und viel Einfallsreichtum gehen die zwei Freunde und die übrigen Tiere des Nordhofs dessen Rettung an.
Die Illustrationen gefallen mir persönlich nicht, sind jedoch kindgerecht gestaltet und auch die Seiten sind schön groß - ideal also für kleinere Kinder.
Dennoch empfinde ich das Buch für Kinder ab 3 Jahren als zu lang und zu textlastig.
Die hier übermittelte Botschaft über Zusammenhalt hingegen gefällt mir sehr gut und die Umsetzung ist meiner Meinung nach toll gelungen.
Rezensionen von lectrice:
Großer Lesespaß
Kingdom of Lies von Stacia Stark
Als Leser*in wird man in diesem Buch direkt in die Handlung "hineingeworfen" und muss sich erst einmal zurechtfinden, aber ich mag solch einen Einstieg in eine neue Reihe gerne, bei dem sich erst so nach und nach alles klärt. Ich kann verstehen, dass man eine/r deswegen ungeduldig wird, aber bei so einem dicken Buch bleiben genug Seiten um vieles zu klären - und es bleibt aber noch jede Menge für die weiteren Bände, denen ich bereits entgegen fieber.
Prisca ist eine interessante und starke Protagonistin und das Buch ist vorrangig aus ihrer Sicht geschrieben, mit einigen "Abstechern" zur Sicht von Lorian.
Ich mochte den Schlagabtausch zwischen den beiden sehr und auch, dass Lorian eben nicht das ist, was er anfangs zu sein scheint.
Eine erfrischende Fantasy mit Göttern und Fae und nicht zu vergessen die Rolle des Königs.
Ich möchte auch gar nicht mehr auf die Handlung eingehen, weil ich befürchte, sonst den Lesespaß zu bremsen und zu viel zu verraten.
Einfach in die Geschichte abtauchen und ihr die Zeit geben, die sie braucht, um sich zu erklären - dann wartet ein großer Lesespaß.
Rezensionen von yellowdog:
Havran
Das Versprechen eines Lebens - oder: Der Sommer des Raben von Monika Detering
Unter dem Titel der Sommer des Raben ist der Roman bereits früher einmal erschienen,
Eine Frau namens Siri verliert ihren Lebensgefährten, mit dem sie 6 Jahren zusammen gelebt hat. Sie gibt sich eine Mitschuld an dem Unfall, der zu seinem Tod führte.
Für ein paar Tage Leben seine Eltern bei ihr, doch die Distanz bleibt.
Der Roman zeigt den Prozess der Trauer und Verarbeitung der Schuldgefühle.
Ein leicht melancholischer Ton durchzieht das Buch.
Hinzu kommt der leicht konstruierte Plot um Marionetten und der Suche nach einer Rabenfigur, die Siri nach Prag und Hiddensee führt. Es wird geheimnisvolles hinzugefügt.
Das gibt dem Buch noch eine andere Note bei.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Wundervolle Märchenadaption
Königin der Sterne von E.F. v. Hainwald
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich „Grimms Allerleirauh“ gar nicht kannte, bis ich auf dieses wundervolle Buch gestoßen bin.
Auch wenn mich der Gedanke, dass ein Vater seine Tochter ehelichen will, erst einmal schockierte, hat mich der Klappentext sehr neugierig auf die Story gemacht.
Aber kommen wir erst einmal zum optischen Eindruck.
Habt ihr das traumhafte Cover und den wunderschönen Farbschnitt gesehen? Designt hat E. F. Hainwald übrigens nicht nur Cover, sondern auch das zauberhafte Innenleben.
Es ist, passend zur Story, im Stil alter Märchenbücher gestaltet und macht das Buch zu einem wahren Schmuckstück.
Als ich es auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Drachenmondverlags gesehen habe, war ich direkt begeistert. Wer kann da schon widerstehen?!
Doch kommen wir zur Story.
Als Herzogin Eleonore im Sterben liegt, ringt sie im Fieberwahn ihrem Gemahl ein Versprechen ab. Er darf nur eine Frau heiratet, die genauso ist wie sie. Der Wunsch seiner Frau hält den Herzog in schweren Ketten, doch als seine Tochter mit 18 Jahren in die Gesellschaft eingeführt werden soll, sieht er diese plötzlich mit anderen Augen. Er beschließt, Nala zu ehelichen.
Diese ist entsetzt über die abscheulichen Pläne ihres Vaters. Um der Zwangsehe zu entkommen, beschließt sie, eine List anzuwenden. Sie fordert, in der Hoffnung das es dem Herzog nicht möglich ist, diesen Wunsch zu erfüllen, einen Mantel der sie in einen Fuchs verwandeln kann.
Doch ihrem Vater gelingt es durch einen Pakt mit den Sídhe dieses magische Geschenkt zu beschaffen. Nala bleibt nur die Flucht. Unterwegs erhält sie unerwartet Hilfe von drei Feen. Doch diese magischen Wesen helfen meistens nicht aus Gutherzigkeit….
Ich bin eigentlich gar nicht so der Fan von Märchenadaptionen und die Umsetzung muss mich schon richtig vom Hocker reißen, um mich zu begeistern. E.F. Hainwald ist das mit seiner Märchenadaption zu „Grimms Allerleirauh“ gelungen.
Er hat mich mit seinem leichten und sehr bildhaften Schreibstil sofort gecatcht. Mit viel Liebe zum Detail, aber ohne zu ausschweifend zu werden, wurde ich durch die Handlung gezogen und es fiel mir schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.
Nala hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen.
Sie mich sehr überrascht, denn sie entspricht nicht dem zu Beginn erwarteten Klischee. Im Gegenteil, sie wächst mit jeder weiteren Herausforderung und entwickelt sich von der behüteten, schüchternen Prinzessin zu einer selbstbewussten jungen Frau und Kämpferin.
Doch auch alle anderen Charaktere sind wunderbar lebendig und bildhaft gestaltet und besonders
Enzio habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Der Handlungsverlauf ist reich an unvorhersehbaren Wendungen. Es gibt nicht nur Action, sondern auch bewegende Momente und eine geballte Ladung an Emotionen.
Wunderschön bildhaft beschrieben sind auch die Schauplätze. Der Palazzo, der Wald und das Lager der Gaukler hatte ich direkt vor Augen. Die Atmosphäre verzaubert einen so, dass man eigentlich gar nicht möchte, dass die Geschichte aufhört.
Das Ende hat mich sehr überrascht. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht, aber nachdem ich es nochmal in Ruhe habe wirken lassen, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es so genau richtig ist.
Fazit
E. F. Hainwald hat mich mit seiner wunderschönen Interpretation gefangen genommen und verzaubert.
Ich hätte nie erwartet, dass eine Märchenadaption, und dann noch mit so einem Ende, einmal zu meinen Jahreshighlights gehören würde. Von mir gibt es deshalb selbstverständlich auch eine Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.
Rezensionen von liesmal:
Nicht alles steht in der Bibel!
Jo und die eiligen drei Könige von Rüdiger Bertram
Für mich gehört die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium zu Weihnachten. Aber nicht nur die Bibelgeschichte, sondern auch Geschichten, die aus anderen Blickwinkeln geschrieben werden, lese ich sehr gern. Mittlerweile kenne ich auch einige, die aus der Sichtweise von Tieren erzählen.
In diesem Buch ist es Jo, ein kleiner Hund, der ziemlich schnell entdeckt, dass die drei Könige ohne seine Hilfe wohl kaum den Weg zur Krippe finden werden.
Nicht nur, dass jeder von ihnen ein anderes Handicap hat, sondern auch durch die Tatsache, dass der Stern nicht immer deutlich zu sehen ist, wäre das Vorhaben ohne Jos Hilfe, der bekanntlich eine ganz besondere Spürnase hat, zum Scheitern verurteilt.
Es ist eine turbulente und humorvolle Geschichte, die mich oft zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht hat. Daran ist nicht nur der witzige Schreibstil des Autors Rüdiger Bertram beteiligt, sondern in hohem Maße auch der Illustrator Karsten Teich mit seinen bunten Illustrationen. Seine Bilder passen bis ins kleinste Detail zu den Texten und sind eine tolle Ergänzung zur Erzählung.
Erwähnenswert sind noch Jos Gedanken an seine Großmutter, einer weisen Hundedame, die mit ihren Sprüchen dafür sorgt, dass einige Dinge besonders nachdenkenswert sind.
Dieses Buch von Jo und den eiligen drei Königen ist es wert, dass man sie zu einer wunderschönen Weihnachtsgeschichte zählt. Darum meine volle Lese- und Vorlese-Empfehlung!











