Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julchentim:
Fesselnde Jagd zwischen Liebe und Verrat - Ein packender Auftakt
Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten von P. J. Ried
Dynasty of Hunters von P.J. Ried ist ein faszinierender Auftakt einer dystopischen Reihe, der mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte entführt in eine düstere, spannende Welt voller Intrigen, Machtspiele und unerwarteter Wendungen. Die Autorin schafft es, mit einem flüssigen und lebendigen Schreibstil eine Welt zu erschaffen, die bezaubernd und beklemmend gleichzeitig wirkt.
Die Protagonistin Laelia überzeugt als mutige und starke Heldin, die gezwungen ist, alles, was sie bisher kannte, infrage zu stellen. Ihre Charakterentwicklung ist bemerkenswert: Sie wächst an den Herausforderungen und lässt den Leser durch ihre nachvollziehbaren Emotionen und Kämpfe mitfühlen. Neben ihr glänzen auch die Nebenfiguren, die Tiefe und Nuancen in die Geschichte bringen und den Spannungsbogen weiter anziehen.
Besonders hervorzuheben ist das einzigartige Magiesystem und die faszinierende Dynamik zwischen Adeligen und Bürgerlichen, die sich hier in einem brutalen Jagdspiel entfaltet. Die Wendungen und unvorhersehbaren Überraschungen machen das Buch zu einem echten Pageturner, den man kaum aus der Hand legen möchte. Das Ende hält einen packenden Cliffhanger bereit, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.
Wer Romantasy und gut durchdachtes Worldbuilding schätzt, wird hier auf seine Kosten kommen. Dynasty of Hunters ist eine spannende, emotionale Geschichte, die sowohl durch die Charaktere als auch das Setting überzeugt.
4,5*
Rezensionen von Buch_puttel:
Schöne Geschichte
Die Goldene Schreibmaschine von Carsten Sebastian Henn
Gleich vorab: Ich liebe den Buchspazierer, aber in diese Geschichte bin ich leider nicht ganz reingekommen.
In Carsten Henns aktuellem Buch geht es um Anna, ein junges Mädchen, die sich am liebsten in der Bibliothek aufhält. Als sie die geheime Bibliothek in der Bibliothek findet, nimmt alles seinen Lauf.
Sie entdeckt die goldene Schreibmaschine, entdeckt, dass geänderte Textzeilen in den Büchern auch tatsächlich geändert werden. In allen Büchern auf der ganzen Welt. Aber das vermeintliche Glück, bringt auch eine Menge Unheil mit sich. Denn mithilfe der Maschine kann man nicht nur Bücher verändern, sondern auch die Realität. Der äußerst unsympathische Klassenlehrer Herr Dresskau, erfährt von der Maschine und möchte eigene Pläne in die Tat umsetzen und die Welt nach seinen Wünschen verändern.
Schreibstil und Cover sind wieder mal gut gelungen. Die Geschichte einer Schreibmaschine, mit der Man Bücher und Realitäten verändern kann, finde ich von der Idee her sehr schön. Mir fehlt aber eine gewisse Form von pädagogischer Reflexion in dem Buch. Ist es wirklich sinnvoll jegliche Geschichten einfach so zu verändern? Vielleicht interpretiere ich einfach zu viel rein und es liegt ausschließlich an mir, aber das Buch ist für Kinder ab 10.Eine gewisse Nähe zur Realität wünsche ich mir dennoch.
Ein solides Kinderbuch, welches mein Sohn sicher dennoch liebt.
Rezensionen von Sophie H.:
Kunterbunter Rummel
Murmelschreck und der Pantoffelfresser von Frank Maria Reifenberg
Der hässliche Troll Murmelschreck lebt mit seiner wunderhübschen Gattin, Elfe Mimi, auf dem Rummel. Dort tummeln sich auch sonst noch allerhand illustre Gestalten: die Wahrsagerin Madame Suzette, die Amsel Erwin, Mademoiselle Coco und ein ABC-Zauberer, der immer auf der Suche nach neuen Zaubersprüchen ist.
So unterschiedlich und so bunt die Rummelbewohner auch sind, so halten sie doch zusammen, wenn es ein Abenteuer zu bestehen gilt. Zum Beispiel als die Holzwürmer die Geisterbahn auffuttern oder Murmelschreck den alten Lieblingspantoffel seiner Frau verschenkt. Zusammen finden sie immer eine Lösung.
Auf jeder Doppelseite findet sich eine farbenfrohe Zeichnung. Die Schriftgröße ist für Kinder, die im Lesen noch nicht so geübt sind, ausreichend groß gewählt. Dennoch würde ich das Buch aus mehreren Gründen auf gar keinen Fall für Leseanfänger empfehlen. Zum einen sind die Geschichten für Anfänger viel zu lang und auch nicht spannend genug. Zum anderen gibt es viel zu viele lange Wörter, die teilweise auch der Phantasie entsprungen sind. Und der Drucksatz macht es auch noch schwer: Es gibt viel zu viele Trennungen, mit denen sich Leseanfänger schwertun. Zum Vorlesen ab 5 Jahren würde ich das Buch aber empfehlen, auch wenn man manchen Witz noch erklären muss.
Rezensionen von Anndlich:
Eine Freundschaft überwindet alles!
Wie man einen Bammel auf Hosentaschengröße schrumpft von Josefine Sonneson
Elli und Jaro sind beste Freunde und wohnen im selben Haus. Jaro hat unglaubliche Angst vor (bellenden) Hunden und Elli vor tiefem Wasser. Beide wollen ihren Bammel überwinden bevor es auf Klassenfahrt geht, dafür versuchen sie mit Otto, einem Hund aus der Nachbarschaft, Gassi zu gehen und im See zu schwimmen.
Doch dann steht ihre Freundschaft auf dem Spiel als Tami, ein Mädchen, das gerade in den zweiten Stock gezogen ist, auftaucht.
Wie man einen Bammel auf Hosentaschengröße schrumpft von Josefine Sonneson ist ein einfühlsames Buch für Kinder ab zehn Jahren, das sich mich vielen wichtigen Themen beschäftigt. Obwohl viele Themen angesprochen werden, sind diese wunderbar in die Geschichte eingebunden und erschaffen ein tolles Bild.
Die Freundschaft zwischen Elli und Jaro ist dabei besonders schön dargestellt, denn neben der unzertrennlichen Einheit die sie zu Beginn bilden, erleben wir auch den ersten richtigen Streit und die Versöhnung. Dabei bekommen wir die Gefühle von Elli gut transportiert, sodass Kinder sich in ihr wiederfinden oder mit ihr mitfühlen können. Gleichzeitig wird jedoch auch reflektiert und durch die Versöhnung das Eingestehen von Fehlern übermittelt.
Weitere Themen sind Ängste, dass es auch okay ist, wenn diese nicht auf Hosentaschengröße schrumpfen oder dass Ängste nicht immer rational erklärbar sind und sich verschieden verhalten können, aber auch, dass manche Ängste überwunden werden können. Diese Mischung finde ich wichtig und wunderbar transportiert.
Des Weiteren finden auch Themen wie Trennung der Eltern, unterschiedliche Familienformen, (großes) Geschwisterchen werden, neue Freundschaften, sich alleine fühlen und viel mehr ihren Platz. Rückblickend war ich geradezu begeistert, wie viele Themen sich in diesem Buch befinden und dabei doch nicht deplatziert wirken. Ein tolles Buch, dass einfühlsam die Gefühlswelt Ellis offenlegt und Platz zum sich mir ihr identifizieren bietet.
Auch das Hörbuch, das wunderschön von Friedel Morgenstern eingesprochen wurde, kann ich nur empfehlen!
Rezensionen von rainbowly:
Spannend
Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1) Dark Venice von Antonia Wesseling
Inhalt
Merle reist nach Venedig, um dort ein Auslandssemester zu verbringen und um einem Geheimnis der Vergangenheit ihrer Familie auf den Grund zu gehen.
Doch ihr attraktiver Mitbewohner lenkt sie dabei etwas ab und auch er scheint etwas zu verbergen.
Sprache
Antonia Wesseling hat hier eine spannende Geschichte geschrieben.
Ich liebe es, wenn es neben der Romance noch eine Nebenhandlung gibt. Und die gibt es hier und wie!
Wir haben das Familiengeheimnis von Merle, das sie versucht aufzudecken. Man spürt auch Matteo und seine Freunde haben ein Geheimnis und das führt dazu, dass sie keinen guten Ruf an der Uni haben. Und dann das Auslandssemester von Merle, wie sie sich erst einfinden muss, neue Leute kennenlernt. Das hat die Geschichte wirklich abwechslungsreich und fesselnd gemacht.
Die Lovestory war für mich auch gut gemacht. Es gibt ein bisschen Drama und knisternde Anziehung. Alles gut spürbar für mich.
Und natürlich macht auch das Setting die Geschichte besonders. Gerade zu Anfang der Story war Venedig wirklich gut eingefangen. Leider tritt das im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund.
Sprecher
Hannah Schepmann, die die Sicht von Merle liest, und Louis Friedemann Thiele, der Matteo vertont, machen hier wirklich einen großartigen Job. Sie haben es geschafft immer die richtige Stimmung einzufangen und ich konnte mir die Szenen bildlich vorstellen.
Fazit
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band der Dilogie!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Liebevolle Einführung in das Thema
Die Kunst der Hexerei von Iris Panhans
"Die Kunst der Hexerei" von Iris Panhans, online als Vollmondfüchsin bekannt, ist ein sehr liebevoll und behutsam geschriebenes und wunderschön gestaltetes Büchlein zur Einführung in die Hexerei. Es geht dabei um den bedachten Umgang mit den Energien, die nach diesem Glauben allem innewohnen: Menschen, Tieren, Pflanzen, der Natur und den Elementen.
In einem sehr persönlichen und zugewandten Stil lässt die Autorin uns an ihrer persönlichen Erfahrung mit Magie teilhaben. Es ist, wie wenn sie Interessierte an der Hand nimmt zu einer kleinen gemeinsamen Erkundungstour in diese Weltsicht und Lebensweise.
Schon in den Buchklappen finden sich spannende Informationen zur magischen Wirkung der verschiedenen Farben, zu Sigillen zum Nachzeichnen, zur magischen Wirkung von Pflanzen und eine kurze Basics-Einkaufsliste sowie ein wunderschönes Lesezeichen zum Herausschneiden.
Das Buch selbst beginnt mit einer Einführung in die Lebenseinstellung und den Glauben einer modernen Hexe, dabei werden auch die Parallelen zu der uralten und international verbreiteten Welt des Glaubens an Energien, ob nun Hexerei, Wicca, Schamanismus oder anders genannt, erklärt. Dabei räumt die Autorin auch mit verbreiteten Vorurteilen auf und macht auch die Grenzen der Hexerei klar (z.B. dass es damit natürlich nicht möglich sein wird, auf einem Besen herumzufliegen).
Danach geht es an die Grundlagen, praxisorientiert beinhaltet dieses Kapitel ein spannendes Experiment mit den eigenen Handflächen, um einen ersten Einblick darin zu gewinnen, Energien zu spüren. Danach geht es um äußere Energiequellen wie Pflanzen, Kräuter, Steine und Farben, den Mond und die Elemente und das Arbeiten mit Entitäten, letzteres jedoch, wie die Autorin klar betont, nur für Fortgeschrittene. Auch hier zeigt sich wieder der achtsame und bedachte Zugang der Autorin zu ihrem Thema, von dem sie begeistert ist, in das sie einführen, aber mit dem sie auch niemanden überfordern möchte.
Schließlich werden in den darauffolgenden Kapiteln einige Zauber und Rituale dargestellt, zu Themen wie Wohnungsschutz, Auflösung von Negativität oder Selbstliebe. Und am Ende des Buches finden sich noch ein paar Räuchermischungen.
Mir persönlich gefällt der liebevolle, pragmatische und achtsame Zugang der Autorin sehr gut und ich kann das Buch allen, die eine humorvolle und persönliche Einführung in dieses Thema suchen oder sich allgemein für den bewussten Umgang mit Energien, das Setzen von Intentionen und eine tiefere Verbindung zur Natur interessieren, sehr empfehlen.
Rezensionen von nessabo:
Reflektiert, universalistisch und pragmatisch - ein menschliches Sachbuch
Empathie und Widerstand von Kristina Lunz
Disclaimer: Gerade gibt es Kritik an Lunz bzw. ihrer Organisation CFFP, in der ihr White Feminism vorgeworfen wird. Ich habe das nur am Rand mitbekommen und sie scheint sich auf ein Panel Ende Oktober zu beziehen. Obwohl das Buch vorher geschrieben wurde, geht Lunz auf diese grundlegende Kritik an ihrer Arbeit auch im Text ein, ohne sie zu negieren.
Anhand allem, was sie im Buch schreibt, sehe ich zumindest hier keinen Grund, ihr White Feminism vorzuwerfen, wenngleich ich den Kritisierenden ihren Eindruck nicht absprechen werde.
……..
Ein Buch, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche. Und ich bin skeptisch in die Lektüre gegangen, weil Kristina Lunz in meiner Blase auch immer mal für einen neoliberalen Feminismus kritisiert wird. Doch die Autorin konnte mich mit ihrer Reflektiertheit sehr schnell überzeugen.
Den Einstieg findet sie über ihre Vergangenheit bzw. ihren Karriereweg. Sie listet ihre aktivistischen Errungenschaften selbstbewusst auf und ich musste mich selbst fragen, warum ich da widerständige Gefühle hatte. Sie hat viel feministische Arbeit geleistet und tut es noch - warum sollte sie das nicht teilen dürfen? Hier wurde ich mit meiner internalisierten Misogynie konfrontiert, die Frauen als bescheiden und leise klassifizieren will.
Lunz widmet sich dann den beiden Komponenten, auf denen sie guten Aktivismus begründet sieht. Empathie sei dabei wichtig, muss aber regelmäßig geprüft werden. Empathie wird sich ungesteuert nämlich immer vor allem auf unsere In-Group richten und damit selektiv sein. Als Basis dessen sollten wir Menschen offen und vorurteilsfrei begegnen, auch oder gerade wenn sie eine andere Meinung vertreten und mit Methoden des Peacebuildings Brücken schlagen. Genau diese daraus entstehenden Allianzen sind es schließlich, die der linken Bewegung inhärent sein sollte - und es leider immer weniger sind.
Empathie sollte aber dort ihre Grenze haben, wo das Gegenüber grundlegende Werte missachtet. Wo diese Grenze liegt, muss jeder Mensch für sich herausfinden und stetig neu überprüfen. Wie schwierig es ist, diese Balance zu halten - sich weder vorzumachen, alles zu wissen, noch sich von unmenschlichen Ideen korrumpieren zu lassen - beschreibt Lunz sehr greifbar. Sie unterscheidet in ihrem Vorgehen auch hinsichtlich der Macht, die eine Person hält. Ein mächtiger Minister bekommt weniger Empathie, wenn er wichtige Gesetzesänderungen blockiert, als ein Privatmensch, der durch eine Veränderung Nachteile befürchtet. Diesen Ansatz finde ich so herausfordernd wie schön.
Beim Lesen habe ich mich mehrfach selbst ertappt. Ich neige zu schneller Meinungsbildung und befeuere somit selbst Lagerdenken. Statt immer nur zu dekonstruieren, so Lunz, sollte der anschließende Schritt immer die Konstruktion einer besseren Alternative sein. Einzelpersonen, z. B. erfolgreiche Autoren, für ihren Erfolg anzugreifen, trifft oft die falsche Stelle. Konstruktive Kritik ist angemessen, Schuldzuschreibung für die Wirkweisen eines jahrtausendealten Systems eher nicht.
Kristina Lunz schreibt auf eine extrem reflektierte Weise, thematisiert Kritik an ihrer Form des Aktivismus (von innen heraus verändern) und respektiert sie, ohne den anderen Ansatz zu diffamieren. Sie meidet hochkomplexe Themen nicht und schreibt so wiederholt über die Situation in Nahost seit dem 7. Oktober 2023, besonders über den Stellvertreterkrīeg hier bei uns. Ihre Forderungen sind dabei so klar, dass sich mir nicht erschließt, wie ihr vorgeworfen werden kann, sie würde sich nicht an die Seite der Palästinenser*innen stellen. Ich bewundere ihre Fähigkeit, Grenzen zu setzen, ohne in Dogmatismus und vereinfachte Dichotomien zu verfallen. Und das kann ich, obwohl ich ihren gewählten aktivistischen Weg nicht unbedingt teile.
Der letzte Abschnitt, welcher aktivistische Frauen porträtiert, kam mir an manchen Stellen etwas zu gewollt vor. Es sollte hier gezeigt werden, wie diese Empathie und Widerstand in ihrem Aktivismus praktizieren, doch dafür waren mir die Texte zu kurz. Daher ziehe ich einen halben Stern ab, bewerte das Buch aber noch immer sehr gut.
Ich habe mich von diesem Werk in meinem Universalismus bestärkt gefühlt und gleichzeitig gemerkt, wie herausfordernd es ist, nicht einem ideologischen Denken zu verfallen, das uns vorgaukelt, wir hätten die einzige Wahrheit für uns gepachtet. Damit hat „Empathie und Widerstand“ es geschafft, dass ich mich weiter im Aushalten verschiedener Perspektiven üben möchte (Stichwort: Ambiguitätstoleranz), ohne dabei meinen Widerstand gegen Unmenschlichkeit aufzugeben.
4,5 Sterne
Rezensionen von Lerchie:
Der französische Kriegsgefangene
In Zeiten der Hoffnung von Elisabeth Marienhagen
Im beschaulichen Moseldorf Wingert wird das Leben von der Ankunft der französischen Kriegsgefangenen in Aufruhr versetzt. Der junge Jacques Legrand wird der Familie Gronau zugeteilt um auf dem Hof zu arbeiten. Zunächst ist Ella, die Tochter des Hauses, ihm gegenüber sehr misstrauisch, doch dann keimt eine innige Liebe zwischen ihr und ihm.
Allerdings ist es gefährlich, denn Verbrüderung mit dem Feind darf nicht sein. Sie halten die Beziehung geheim und während überall Krieg tobt, nimmt auch das Schicksal der Familie Gronau eine dramatische Wendung, die alles verändern könnte.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text vermochten meinen Lesefluss zu stören. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Die arme Ella, die sich in Jacques, den französischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter verliebte und super aufpassen musste, dass da nichts rauskam. Ob sie das wohl geschafft hat? Der Leser wird es erfahren. Zu allem Elend gibt es da im Ort noch den Gestapomann Johann Lauterer, der die Familie sowieso schon auf dem Kieker hatte und sich wohl diebisch gefreut hätte, hätte er ihnen etwas Regimefeindliches nachweisen können. Ob ihm das irgendwann wohl noch gelingt? Auch das wird der Leser erfahren, wenn er dieses Buch liest. Ich habe mit Ella gelitten und mich gefreut, wenn Johann leer ausging. Doch auch der Bruder von Ella musste in den Krieg ziehen mit gerade mal achtzehn Jahren. Später wurden ja, wie wir wissen, sogar noch viel Jüngere eingezogen. Das Buch war wirklich spannend, auch wenn ich über diese Zeit schon sehr viel gelesen habe und in diesem Buch auch nichts Neues erfuhr. Denn oft ist es so, dass ich doch etwas erfahre, was mir so vorher nicht bekannt war. Es hat mir gut gefallen, hat mich gefesselt, weil doch richtig spannend, und hat mich auch sehr gut unterhalten. Von mir eine Lese Empfehlung und fünf Sterne.
Rezensionen von Nele33:
erfrischend anders
Das Haus in dem Gudelia stirbt von Thomas Knüwer
"Das Haus in dem Gudelia stirbt" des Autors Thomas Knüwer hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sicht der 81-jährigen Gudelia, die sich trotz Evakuierungen bei dem angekündigten Hochwasser in ihrem Haus versteckt. In diesem, ihrem Haus verbirgt sich ihr dunkelstes Geheimnis, welches sie bis zum Schluss bewachen und wahren möchte.
Mit der Zeit steigt das Wasser immer weiter und es schwimmen nicht nur Schweine an ihrem Haus vorbei, auch Leichen, die augenscheinlich ermordet wurden, gelangen in ihr Blickfeld. Die Zeitspanne in dem Gudelias Geschichte erzählt wird erstreckt sich über die Jahre 1984, 1998 und der Gegenwart. Der Autor hat mit Gudelia eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick alles andere als eine Sympathieträgerin ist, aber anhand ihres traurigen Lebens kam bei mir so etwas für Verständnis für ihre Handlungen auf. Die Ehe mit einem Alkoholiker prägte sie sehr, als dann noch ein schwerer Schicksalsschlag dazu kommt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen.
Insgesamt konnte mich das Buch fesseln, auch wenn ich es nicht unter dem Genre klassischer Kriminalroman einreihen würde. Der Schreibstil war super gut zu lesen und ich werde nun nach anderen Büchern des Autors Ausschau halten.
Rezensionen von Nele33:
zäh
Im Unterholz von Sara Strömberg
Bei "Im Unterholz" handelt es sich um den schwedischen Debütkrimi von Sara Strömberg und stellt den Auftaktband um die Journalistin Vera Bergström dar.
Vera Bergström, nach der Trennung von ihrem Mann und Kündigung ihres Jobs als Aushilfslehrerin tätig, hängt gefühlsmäßig irgendwo zwischen Wechseljahrsbeschwerden und Depressionen.
Anfangs hat mich die Beschreibung ihrer psychischen Gesundheit noch angesprochen, leider zieht sie sich durch das ganze Buch und nimmt ihm dadurch einiges an Spannung. Nachdem eine Frauenleiche gefunden wird, bekommt Vera von ihrem alten Chef eine neue Chance: Sie soll darüber berichten und recherchieren. Die Aufgabe tut Vera sichtlich gut und sie läuft teilweise zu ihrer alten Form auf.
Dabei übersieht sie die Gefahr, in die sie sich begibt und spielt dadurch mit dem Feuer.
Der Krimi wurde hochgelobt und angepriesen, bedauerlicherweise konnte er mich nicht durchweg überzeugen. Die Spannung wurde durch die Nebenerzählungen konsequent durchbrochen.
Einen zweiten Band werde ich nicht lesen.











