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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von jam:

Berührend und spannend zugleich, sehr lesenswert!

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen

"Mach dir keine Gedanken um mich. Ich habe mich vor vierzehn Jahren jede Nacht von meinem Kind verabschiedet. Dieser Schmerz ist ein alter Bekannter."
Kapitel 2
Und nun bangt Heike wieder um das Leben ihrer Tochter Raffaela, einem Mädchen mit besonderen Bedürfnissen. Nach einem schweren Unfall liegt diese verletzt im Koma.

Pastorin Anna wird als Seelsorgerin hinzugerufen und erkennt in Heike die alte Schulfreundin ihrer suchtkranken Schwester Maria. Ebenso wie der Rest des Dorfes ist Anna betroffen von Raffas Schicksal. Als sich dann die Hinweise verdichten, dass jemand sie bewusst zu Sturz gebracht haben könnte, kochen die Gerüchte und Emotionen über.
Dies ist mein erster Besuch in Alpen und der Ort samt seinen Bewohnern, mit all ihren Eigenheiten, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Subtil erzählt die Autorin eine Geschichte über Schuld und Vergebung. In vielen Rückblenden erfahren wir, wie es dazu kam, dass Raffaela zu einem Kind mit besonderen Bedürfnissen wurde und zu einem manchmal sehr herausfordernden Teenager heranwuchs. Wie eine Familie an einem Schicksalsschlag fast zerbrechen kann, jeder anders mit der Schuld und den Herausforderungen umgeht. Es ist ein hartes Gedankenspiel, auf das uns die Autorin einlädt, was wäre wenn in seinem grausigsten Ausmaß.
Und doch eine Geschichte voll Hoffnung, der Bitte um Vergebung, der schwierigsten Form davon: Sich selbst zu vergeben.
An Annas Seite der LKA-Beamte Volker Janssen, der ihr gerne näher wäre, und drumherum eine bunte Familie. Annas Mutter, die sie mit einem Adeligen verheiraten möchte, Marias Sohn Sascha, der derzeit bei Anna wohnt, bis seine Mutter hoffentlich wieder Fuß fasst. Martinchen, ein entzückender Briefträger, hormongebeutelte Hunde, eine gesprächige Bäckerin, eine FSJlerin, die sich von alten Liedern angegriffen fühlt - und mein Liebling Tante Ottilie, eine singende Frohnatur mit viel Lebenserfahrung und noch viel mehr Gespür.
Der ganze Ort rätselt und ermittelt fast härter als die Polizei, doch obwohl Anna mitten in der Geschichte steckt, wirkt sie an den Spekulationen nicht mit. Sie versucht vor allem für jene dazu sein, die es brauchen, obwohl sie durch ihre eigenen Erfahrungen selber Halt braucht.
Es fällt mir schwer, ein Genre für dieses Buch zu finden, denn obwohl es auf den ersten Blick um die Ermittlungen nach einer Gewalttat zu gehen scheint, ist es kein klassischer Krimi. Es ist eine packende Geschichte vom Leben und wie aus diesem gegriffen, mit all seinen unterhaltsamen, schönen, bewegenden und zerstörenden Facetten!

Fazit: Berührend und spannend zugleich, sehr lesenswert!

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)

Für immer, Darling von Christina Beer

Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)

Das Buch handelt von drei befreundeten junge Frauen, die sich in Deutschland in den Sechzigerjahren regelmäßig am Badesee treffen, bis jede von ihnen ihren eigenen Weg geht, der auch mit Schicksalsschlägen und unerfüllten Träumen begleitet wird.

Die drei Hauptprotagonistinnen Gerda, Ingrid und Jule sind ganz unterschiedliche Charaktere und dennoch kommen alle drei sehr sympathisch rüber. Gerda ist die einzige, die im Ort bleibt und ihrem Vater hörig ist, der der damaligen Zeit entsprechend sehr herrisch dargestellt wird und über seine Frau und seine Tochter bestimmt. Der gute Schreibstil der Autorin ermöglicht sehr rasch die Vergangenheit von Gerda zu erfassen und erkennt den Kampfgeist der jungen Frau, die sich anfangs dem Willen ihres Vaters beugt und ihre Träume hinten anstellt, bis sie beginnt aus diesen Fängen auszubrechen ohne Rücksicht darauf, wie das Umfeld im Ort darauf reagiert. Jule, die Deutschland verlässt, nach Amerika geht, dort heiratet und mit ihrem Mann von einer Ranch träumt. Doch bei ihr trifft das Schicksal bald hart zu, als ihr Mann an Krebs stirbt, während sie schwanger ist. Auch mit Jule hat die Autorin eine Persönlichkeit dargestellt, die sich nicht unterkriegen lässt und sich für das Leben in Amerika entscheidet. Ingrid gelingt der Durchbruch als Filmstar und mit ihr zeigt die Autorin eine bodenständige Frau, die trotz ihres Erfolges immer an der Seite ihres Mannes bleibt und ihn unterstützt, der beruflich eine schwierige Zeit durchmacht.
Die Autorin hat es sehr gut geschafft, drei unterschiedliche Frauen, die mit beiden Beinen in der schwierigen Zeit der Sechzigerjahre im Leben stehen, darzustellen und hat es auch geschafft, ihr Streben, einen eigenen Beruf zu ergreifen und unabhängig zu werden, gut zu beschrieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen!

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Rezensionen von Alo:

Macht furchtbar wütend, aber so wichtig

Unversehrt. Frauen und Schmerz von Eva Biringer


„Entweder werden die reproduktiven Funktionen der Frau als von Natur aus abnormal pathologisiert […] oder aber es wird behauptet, dass sie normal sind, und wenn sie Symptome verursachen, dann nur, weil die Reaktion der einzelnen Frau darauf abnormal ist – sie ist einfach besonders empfindlich oder reagiert über.

Kurz gesagt: Entweder sind alle Frauen krank, oder einige Frauen sind verrückt.“ (S. 120)

Die Lektüre von unversehrt hat mich wütend gemacht, sehr wütend. Es war super informativ und augenöffnend und dann wusste ich wiederum oft nicht, ob ich lachen oder doch lieber weinen soll, weil vieles einfach nur absurd ist. Manche Stellen musste ich überspringen, weil mir das Geschilderte nur zu bekannt und es zu lesen zu schmerzhaft war. Kurz gesagt: Lest es!

In dem Buch geht es um Schmerz. Schmerz, der Frauen zugefügt wird. Schmerz, den sie sich selber zufügen und den Schmerz, der ihr Körper ihnen verursacht. Es geht darum, wie die Gesellschaft und die Medizin mit dem Schmerz der Frauen umgeht und woher das historisch gesehen kommt.

5/5 Sterne

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Rezensionen von begine:

Humorvoll und feinsinnig

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen



Anne Gesthuysens neuer Roman,
Vielleicht hat das Leben Besseres vor, ist wieder ein gut gemachtes Werk. Sie kann mich mit ihren Romanen immer wieder begeistern. Ihr Schreibstil gefällt mir.

Anna von Batteray Ist Pastorin in der Gemeinde Alpen. Das Dorf ist besonders tratschsüchtig. Beim Bäcker wird alles weiter erzählt.

Manchmal werden auch Missverständnisse weiter getragen.
Bai Anna lebt ihr Neffe Sascha. Seine Mutter ist Annas Schwester, die alkoholkrank ist. Sein Vater ist im Gefängnis. Marias Freundin Heike hat ein besonders hartes Los. Ihre Tochter ist geistig behindert und wurde in einem Graben aufgefunden. Da wird ermittelt, ob sie von jemanden belästigt wurde.
Anna ist mir als Pastorin etwas naiv. Dann ist da noch der witzig beschriebene Hund Freddy.
Die Autorin hat das alles wunderbar formuliert.
So wurde es eine tolle Geschichte, die mich gut unterhalten konnte.

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Rezensionen von Alo:

Klischeehaft, einseitig und langweilig

The Freedom Clause von Hannah Sloane

Die Grundidee des Buches fand ich superspannend, die Umsetzung ist klischeehaft und hat mich sehr geärgert.

Daphne und Dominic sind seit 3 Jahren verheiratet, es war die erste große Liebe für beide. Da ihre Beziehung, also vor allem ihr Sexleben, etwas eingeschlafen ist, kommt Dominic auf die Idee die Ehe zu öffnen.

Allerdings nur für eine Nacht im Jahr, nie zweimal mit demselben, für 5 Jahre und sie dürfen mit niemandem darüber reden. Aber klappt es wirklich die Ehe mit dieser Freiheitsklausel wieder in Schwung zu bringen?

Das erste Mal wollte ich das Buch nach 50 Seiten abbrechen. Ich empfand den Schreibstil und vor allem auch die Dialoge als hölzern und wie es dann zu dem Deal kommt, hat mich einfach nur sauer gemacht, er hat sie total dazu überredet und geradezu gezwungen. Was ist denn das für eine Grundlage?!

Der Schreibstil wurde besser, aber der Rest hat sich für mich nicht zum Positiven entwickelt. Gewünscht hätte ich mir ein Buch, in dem ein Paar an einer offenen Beziehung wächst und entweder wieder zusammenwächst oder eben getrennte Wege geht.
***Vorsicht hier spoilere ich ein bisschen***
Stattdessen entwickelt sich Daphne und Dominic ist "der Böse", der sich einen Fehltritt nach dem anderen erlaubt. Warum wurde aus zwei Perspektiven geschrieben, wenn es nur um die Entwicklung von Daphne gehen soll?

Ich war von den Protagonisten und den Klischees irgendwann so genervt und auch gelangweilt, sodass ich es nur noch überflogen habe. Von mir keine Leseempfehlung. 1,5/5 Sterne

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Rezensionen von Jule:

Zwischen Hass und Liebe

Thorne Princess von L. J. Shen

Mit Thorne Princess hat L J Shen ein Buch geschrieben, dass mich erst nach ein paar Seiten überzeugen konnte. Mit Hallie und Ransom begegnen wir zwei Protagonisten, an die man sich erst gewöhnen muss, die einem schlussendlich aber doch ans Herz wachsen.

Hallie Thorne ist jemand ganz besonderes, das habe ich nach wenigen Seiten festgestellt.

Ich habe aber auch meine Zeit gebraucht um mit ihr warm zu werden, da sie doch sehr exzentrisch und extrovertiert ist – allerdings lernt man sie mit der Zeit besser kennen und auch ein wenig lieben. Im Gegensatz dazu kam die mürrische Art von Ransom, der von Beginn an etwas an sich hatte, dass ich nicht richtig greifen konnte. Dennoch hat er mich in seinen Bann gezogen und besonders die Dynamik der zwei entwickelt sich immer weiter und es wird immer interessanter, wie man es von L J Shen gewohnt ist.

Auch der Schreibstil passt wieder hervorragend zur Geschichte: emotional, ergreifend, leicht zu lesen, aber vor allem nicht zu viel. Es wurde wieder die perfekte Mischung gefunden, um über zwei Protagonisten zu schreiben, die erst zueinanderfinden müssen. Sich erst hassen und dann doch lieben.

Irgendwie ist es eine besondere Geschichte, mit besonderen Charakteren, die Ecken und Kanten haben und nicht perfekt sind. Zwar habe ich so meine Zeit gebraucht, um richtig in die Geschichte zu finden, aber es hat sich gelohnt. Deshalb ist es auch eine Empfehlung für alle, die nicht perfekte Protagonisten mögen und auch vor Spicy-Szenen nicht zurückschrecken.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir gefallen

Man kann auch in die Höhe fallen von Joachim Meyerhoff

Zum Inhalt:
Nachdem Schlaganfall, den Joachim Meyerhoff einigermaßen überstanden hat, hofft er auf einen Neuanfang in Berlin, doch die neue Stadt zerrt an seinen Nerven und so beschließt er zu seiner Mutter aufs Land zu ziehen. Auch wenn die beiden sich immer schon nah waren, werden diese Wochen zu etwas Besonderem, mit dem wohl keiner von beiden gerechnet hatte.

Meine Meinung:
Ich kenne bei weitem nicht alle Bücher des Autoren, aber das Buch, wo es um seinen Schlaganfall geht, schon und das hat mir damals ausgesprochen gut gefallen und habe gehofft, dass dieses Buch eine ähnliche Qualität hat und ich wurde nicht enttäuscht. Mal erzählt er von seinem früheren Leben, mal von der Gegenwart, mal gibt es was zu lachen und manchmal kämpft man auch mit den Tränen. Die Mutter hat mir auch sehr gut gefallen, irgendwie ein wenig schräg, aber zupackend und einfach liebenswert. Geschrieben fand ich das Buch sehr gut.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir gut gefallen

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen

Zum Inhalt:
In Alpen laufen die Vorbereitungen für das alljährliche Spargelfest, doch Pastorin Anna hat ganz andere Sorgen. Raffaela wurde bewusstlos aufgefunden und wie üblich in kleinen Orten schießen die Vermutungen darüber, was passiert ist, ins Kraut. Gerade auch, weil Raffaela seit einem Unfall geistig hinterher hinkt.

Und auch in der eigenen Familie hat Anna Kummer. Ihre Schwester kämpft mit ihrer Sucht und Ängsten, ihr Neffe sucht Halt.
Meine Meinung:
Wer wie ich in einem niederrheinischen Kaff aufgewachsen ist, weiß genau, worüber die Autorin schreibt, denn genau so ist es auf dem Dorf. Jeder weiß was und das natürlich auch ganz sicher und jeder biegt sich die Wahrheit zurecht. Noch schöner ist nur noch, dass man die Orte, die vorkommen natürlich kennt und eine Vorstellung davon hat. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und viel zu schnell war das Buch zu Ende.
Fazit:
Hat mir gut gefallen

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Rezensionen von Lesebegeisterte:

Ein etwas anderer Roman

Ich kann das von Bodo Schäfer

Ich habe schon einige Bücher von Bodo Schäfer gelesen und war immer stets begeistert, wie er mit oft einfachen Dingen großes bewirkt. Das Cover ist eher unspektakulär, aber das ist wie bereits schon erwähnt bei den anderen Büchern von diesem Autor auch so. Da aber die Inhalte der Bücher von Bodo Schäfer immer sehr informativ, lehrreich und motivierend sind, wie ich finde, ist das Cover hier Nebensache.

Der Titel: „ICH KANN DAS“ spricht an und macht neugierig. Die Leseprobe hat mich sofort gefesselt. Der Schreibstil ist sehr anspornend und leicht lesbar.
Erzählt wird die Geschichte von Karl, der alles andere als selbstbewusst ist. Er wäre gerne Schauspieler, aber seine Eltern haben einen anderen Plan, den er halt einfach durchzieht. Als er eines Tages in das Auto von Marc fährt, ändert dies sein Leben schlagartig. Denn Marc ist sehr selbstbewusst, ruhig und führt ein tolles Leben. So möchte Karl auch sein!!

Es war Schicksal, dass Karl und Marc sich treffen, denn Marc ist zufällig ein Coach und will Karl zu mehr Selbstsicherheit verhelfen. Dies ist gar nicht so einfach, wenn man noch dazu so unsicher ist wie Karl. Doch als er dann auch noch auf Anna trifft, versucht er endlich einen neuen Weg in seinem Leben einzuschlagen.
Ein Roman voller Weisheiten und „versteckter“ Tipps. Tolle Idee vom Autor!

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Rezensionen von yellowdog:

Mutter und Sohn

Man kann auch in die Höhe fallen von Joachim Meyerhoff

Das Buch ist der sechste Band der Reihe Alle Toten fliegen hoch, ist aber auch problemlos separat zu lesen.
Der Schauspieler Joachim Meyerhoff ist 56 und hat sich körperlich gut von einem Schlaganfall erholt. Aber seelisch ist er noch fahrig und angeschlagen.
Für eine Erholung fährt er zu Hof seiner patenten Mutter, die 86 Jahre alt ist, aber topfit und positiv zum Leben eingestellt.

Zwischen Mutter und Sohn gibt es witzige Dialoge. Meyerhoffs Selbstironie ist nicht gering einzuschätzen und verleiht dem Buch eine wichtige Komponente. Es ist auch ein sympathisches Mutterporträt. Ihr Schwung und ihr aktives Leben reisst mit.
In dieser ruhigen Umgebung denkt Meyerhoff viel über sich nach, zum Beispiel auch über seine Karriere.
Es gibt auch eine großartige Passage über eine ungewöhnliche Lesung.

Man kann auch in die Höhe fallen ist vielleicht der entspannteste Teil der Reihe! Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen.

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