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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Micki:

Tolles Buch!

Intermezzo von Sally Rooney

Sally Rooney hat mit ihrem Roman "Intermezzo" erneut bewiesen, dass sie eine Meisterin darin ist, Charaktere zu erschaffen, die trotz ihrer Schwächen unglaublich sympathisch und nachvollziehbar sind. Die Hauptfiguren sind so lebendig und realistisch dargestellt, dass man sich mühelos in ihre komplexen Gefühlswelten und Beziehungen hineinversetzen kann.

Der Roman ist tiefgängig und regt auf vielfältige Weise zum Nachdenken an. Er thematisiert die menschliche Natur und das Zusammenspiel von Nähe und Distanz in zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine Art und Weise, die einem noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite im Gedächtnis bleibt.

Besonders das Ende hat mir gut gefallen. Es bietet einen befriedigenden Abschluss und lässt zugleich Raum für eigene Interpretationen, was dem Leser die Möglichkeit gibt, seine eigenen Gedanken und Gefühle mit einfließen zu lassen. Rooney gelingt hier das Kunststück, sowohl einen großartigen Unterhaltungsroman zu schaffen, der gleichzeitig anspruchsvoll und tiefsinnig ist.

"Intermezzo" ist ohne Zweifel ein Werk, das in Erinnerung bleibt und eindrucksvoll zeigt, weshalb Sally Rooney zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur zählt. Ein Muss für alle Fans von intelligentem und gefühlvollem Erzählen!

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Rezensionen von Micki:

Wissen auch für Erwachsene

WAS IST WAS Comic - Planeten und Raumfahrt - Im Orbit des Neptun von Zapf

Der Was-ist-Was-Comic „Planeten und Raumfahrt - Im Orbit des Neptun“ ist für mich eine beeindruckende Kombination aus Bildung und Unterhaltung. Was mir besonders gefällt, ist die Art und Weise, wie komplexe wissenschaftliche Themen durch eine fesselnde Handlung und lebendige Illustrationen zugänglich gemacht werden.

Der Comic schafft es, Neptun, einen oft übersehenen Planeten unseres Sonnensystems, ins Rampenlicht zu rücken und dabei sowohl bekannte Fakten als auch neueste wissenschaftliche Entdeckungen anschaulich darzustellen.

Ich finde es großartig, wie der Comic nicht nur technologische Aspekte der Raumfahrt beleuchtet, sondern auch die Faszination des Unbekannten vermittelt. Die liebevollen Details in den Zeichnungen und die dynamische Erzählweise wecken die Neugier und motivieren dazu, tiefer in die Materie einzutauchen.

Während sich der Comic offiziell zwar in erster Linie an ein jüngeres Publikum richtet, finde ich, dass er auch für Erwachsene eine spannende Lektüre darstellt und hat mir fast besser gefallen als meinem Sohn. Er erinnert daran, wie wichtig es ist, unsere Neugier und unseren Wissensdurst zu bewahren. Insgesamt halte ich „Planeten und Raumfahrt - Im Orbit des Neptun“ für ein gelungenes Werk, das Lust auf mehr Abenteuer im Weltraum macht.

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Rezensionen von brauneye29:

Spannend

Last Line of Defense, Band 2 - Die Bedrohung von Andreas Gruber

Zum Inhalt:
Jayden, Lenny und Erik von der Last Line of Defence erwartet ein schwieriger Auftrag. Sie sollen herausfinden, was die Organisation Moebius plant. Dafür müssen sie sich in das Ggeheimlager auf der Insel Hell Island begeben und nehmen dort an einem Ausbildungsprogramm teil, doch schneller als erwartet müssen sie auch wieder fliehen, allerdings mit brisanten Informationen.

Meine Meinung:
Das Buch bietet wieder Hochspannung, nie weiß man so genau wer auf welcher Seite spielt und wem man trauen kann. Was die Verbrecher Vorhaben ist höchst brisant und könnte ein ganzes Land zum Erliegen bringen, mehr noch, es könnte das Land und seine Einwohner zerstören. Zudem ist dieses Szenario in Teilen auch nachvollziehbar und bedrohlich.
Fazit:
Spannend

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Rezensionen von brauneye29:

Nicht so ganz mein Buch

Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk

Zum Inhalt:
Mariddja lebt mit ihrem dementen Mann Biera im Norden Schwedens. Nun hat sie erfahren, dass sie bald sterben wird, was ihr Mann nicht erfahren darf. Aber einen Wunsch hat sie noch, sie möchte ihren Neffen nochmal sehen, der lange bei ihnen wie ein Sohn gelebt hat, doch sie weiß nicht, wo dieser ist.

Mit Hilfe von Siré in Bieras neuen Handy macht sie sich auf die Suche nach ihm.
Meine Meinung:
Das Buch hatte mich aufgrund des Klappentextes und des Covers total angezogen. Leider hatte ich aber erhebliche Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen. Schon diese Zeitsprünge und Perspektivwechsel, ohne für mich erkennbaren Hinweis, haben mich immer total verwirrt und machten es auch schwer, der Geschichte zu folgen. Ich fand das Buch insgesamt eher schwer lesbar. Was allerdings immer amüsant war, waren die "Gespräche" mit Siré, die mich immer wieder haben schmunzeln lassen. Ich war dennoch oft kurz davor, dass Buch abzubrechen. Ich denke, dass ich vielleicht etwas anderes erwartet hatte und deshalb nicht so richtig mit dem Buch warm geworden bin.
Fazit:
Nicht so ganz mein Buch

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Rezensionen von Katja:

Durch Perspektiv- und Zeitwechsel kaum möglich zu genießen

Twelve of Nights - Das verlorene Leben von Nena Tramountani

Dies ist Band zwei der Reihe und ich habe mich schon gefragt ob ich das Buch überhaupt lesen sollte, nachdem mir Band eins nicht wirklich gefallen hatte. Dennoch war ich neugierig und habe es gewagt, wurde allerdings nicht überzeugt. Man muss im Übrigen den ersten Band kennen, unabhängig von einender lesbar sind sie nicht, denn die Geschichte wird hier weiter erzählt.

Natürlich begleiten wir auch hier wieder Ioanna und Daphne, diesmal allerdings nach den Rauhnächten und Daphne hat sich nach den Geschehnissen in Band eins verändert, Ionna möchte allerdings ihre Liebe wieder zurück.

Wie auch schon beim vorherigen Band konnte ich hier nur schwer in die Geschichte hinein kommen, denn durch die dauernden wechselten Zeitebenen und Perspektiv-wechsel ist es schwer den Durchblick zu bewahren und in die Geschichte einzutauchen. Deshalb brauchte ich auch hier wieder definitiv zu lange um zu wissen um was es denn nun eigentlich wirklich ging und richtig den Bezug zu der Geschichte aufbauen war mir nicht möglich. Ich habe mich nur durchgequält, weil ich gehofft habe dass es irgendwann mal besser werden würde.
Das Setting wiederrum hat mir gut gefallen, es ist mal was anderes auch die Geschichte auf eine Legende aufzubauen und auch der Schreibstil von Nena Tramountani ist nicht schlecht, aber die Geschichte war in ihrem Aufbau einfach nicht meines. Dadurch kann ich dieses Buch leider auch nicht wirklich empfehlen.

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Rezensionen von clematis:

1,2,3

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

Am Campingplatz Himmelreich, direkt am See, sucht der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus ein paar Tage Erholung. Ein Hund, der scheinbar allein auf einem Paddleboard am Wasser treibt und eine Leiche stören jedoch die Idylle: rasch ist der Pensionist unfreiwillig in Ermittlungen verwickelt. Während die Polizei einen Unfall für wahrscheinlich hält, wittern Kupernikus und die weltgewandte Künstlerin Annabelle Schäfer ein Verbrechen.

Unterhaltsam und humorvoll geht es zu in diesem „Wohlfühlkrimi“. Überzeichnete Szenen, Wortwitz und Selbstironie dominieren die einzelnen Kapitel, der Kriminalfall ist zwar Ankerpunkt, aber nicht uneingeschränktes Zentrum des Geschehens. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, wodurch der Leser ein umfassendes Bild erhält. Besonders hervorheben muss man hier die Detailtreue, welche Winkelmann in seine Zeilen packt und die Lebendigkeit, welche daraus entsteht. Neben dem Hochdeutschen fließen ab und zu auch Berlinerisch und eine eher ungewöhnlich anmutende Jugendsprache mit ein, sodass man sich die unterschiedlichsten Personen sehr gut vorstellen kann. Interessant ist Kupernikus‘ Methode, größere Probleme zu lösen: er erinnert sich gerne an seine Jugendkrimis mit den Drei ??? und stellt sich selbst immer wieder drei Fragen 1,2,3, welche er beantwortet, bevor er den nächsten Teil eines größeren Ganzen in Angriff nimmt. Ob er mit dieser Methode vorankommt, oder ob doch Kriminalkommissar Fass die Nase vorne hat? Das wird hier nicht verraten, eines ist aber gewiss: Hündin Pinguin trägt ihren Teil dazu bei, dass schlussendlich die wahre Ursache für eine turbulente Mördersuche gefunden wird.

Mord im Himmelreich ist der Auftakt zu einer amüsanten Camping-Krimi-Reihe, bei der wahrlich nicht alles glaubwürdig abläuft, welche aber durch Wortwitz und sehr spezielle Figuren punkten kann.

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Rezensionen von clematis:

Unvergesslich

Im Takt der Freiheit von Hanna Caspian

Unvergesslich soll der Sommerball in Berlin werden, den der Eisenbahn-Magnat Egidius Louisburg im Dreikaiserjahr 1888 ausrichtet, um die Verlobung seiner älteren Tochter Felicitas bekanntzugeben. Die Verbindung zum Grafen Brück-Bürgen soll ihn endlich in die vornehmsten Kreise aufsteigen lassen und ihm einen gigantischen Auftrag sichern.

Felicitas, ganz ohne Mutter aufgewachsen, ist mehr als verärgert, als sie diesen Kuhhandel aufdeckt, zudem sie erst vor wenigen Wochen den sympathischen Studenten Lorenz Schwerdtfeger mit seinem Sicherheits-Niederfahrrad kennengelernt hat.

Eine großartige Atmosphäre umgibt dieses Buch und nimmt sich mit leichter Feder so vieler verschiedener Themen an: das Kaiserreich, der wirtschaftliche Aufschwung, soziale Gerechtigkeit, persönliche Freiheit – die Tochter des Reichen hat alles Materielle, darf aber keinen Schritt allein unternehmen, schon gar nicht, eine eigene Entscheidung treffen, höchstens, welche Marmelade auf ihr Frühstücksbrötchen kommt –, Kolonialismus, die Weiterentwicklung des Fahrrades und noch vieles mehr. Unvergleichlich daran ist, dass all das sich wie von selbst in die Handlung einfügt und niemals den Eindruck des Aufdringlichen oder Mahnenden erweckt. So kann man gar nicht anders, als stracks eine Szene nach der anderen in sich aufzusaugen und die sympathische, aber dennoch energische Felicitas auf ihrem Weg - in die Freiheit? – zu begleiten. Großartige Figuren und eine lebendig gezeichnete Kulisse aus Kaiserreich und Wandel der Zeit tun ein Übriges, um den Leser zu begeistern, auch Gefühle und Humor kommen nicht zu kurz.

Mittels detaillierter Recherche und einem Finger am Puls der Zeit kann Hanna Caspian ebenso punkten wie mit einem Schreibstil, der berührt und den Leser in seinen Bann zieht. Ich jedenfalls bin begeistert und freue mich, diesen schönen historischen Roman weiterempfehlen zu dürfen.

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Rezensionen von ReiShimura:

Götter, Monster und Magie

The Games Gods Play - Schattenverführt (Schattenverführt-Reihe 1) Schattenverführt-Reihe von Abigail Owen

Heutzutage ist es wirklich schwer, wenn nicht so gar unmöglich, das Rad neu zu erfinden. Irgendwie gibt es immer das eine oder andere Buch, in dem eine gleiche oder ähnliche Idee aufgegriffen wird. Antike Götter, die in der Neuzeit in das Leben von Sterblichen eingreifen kennt man schon, Menschen, die in seltsamen Spielen gegeneinander antreten ebenso.

Die Frage, die es zu beantworten gibt, ist hierbei dann eben, wie sehr unterscheidet sich dieser Roman von anderen mit ähnlicher Idee und wie gut oder anders wurden die bekannten Themen behandelt oder abgearbeitet.
Hier muss ich der Autorin Abigail Owen wirklich ein Kompliment aussprechen. Obwohl sie im Großen und Ganzen nichts Neues erzählt, hat mich die Geschichte und vor allem aber die Personen von Anfang an gefesselt. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und hervorragend beschrieben, so dass ich mir leicht ein Bild von Ihnen machen konnte. Die Idee Hades, den Gott der Unterwelt mal nicht als den absoluten Bösewichten zu beschreiben hat mich ebenfalls begeistert.
Obwohl zwischen der Hauptperson Lyra und mir einige Jahre Altersunterschied bestehen, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich nicht jede ihrer Handlungen verstehen oder nachvollziehen konnte. Besonders die sarkastische und manchmal leicht ironische Art Lyras hat es mir angetan.
Die Geschichte selbst hat, wie so oft, ihre Höhen und Tiefen und obwohl Abigail Owen einen vernünftigen Spannungsbogen über die Geschichte spannt, wird es stellenweise ein wenig langatmig. Diese Partien haben für mich den Gesamteindruck aber nicht getrübt. Wohin gegen die Liebesgeschichte zwischen Hades und Lyra für mich an manchen Stellen einfach zu viel war. Man möge mich prüde nennen, aber ich bin eben kein besonders großer Fan von Spice, wie man das heutzutage wohl nennt.
Für das Hörbuch wurde als Sprecherin Franziska Trunte ausgewählt. Für mich war dies vom Verlag eine ausgezeichnete Wahl, denn ihre Stimmmelodie und Betonung haben dem ganzen noch eine besondere Note verliehen. Ich würde sofort wieder zu einem Hörbuch greifen, welches von ihr eingesprochen wurde. Außerdem hoffe ich sehr, dass auch die weiteren Bände der Reihe von ihr gelesen werden.
Da es sich bei The Games Gods Play um den ersten Teil einer Reihe handelt, ist die Geschichte natürlich nicht komplett abgeschlossen und es bleiben einige Fragen offen. Ich freue mich schon sehr darauf zu erfahren wie es mit Lyra und Hades weitergeht.

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Rezensionen von Jule:

Anstrengender Beginn

Intermezzo von Sally Rooney

Zu Beginn von "Intermezzo" wusste ich nicht so recht was mich erwartet – auch weil dies mein erstes Buch von Sally Rooney war. Mit Peter und Ivan begegnen wir zwei Brüdern, die wie Tag und Nacht sind. Und das ist besonders spürbar, wenn beide mal aufeinandertreffen – was eher selten der Fall ist.

Zudem begegnen wir den unterschiedlichsten Nebenprotagonisten, die die Geschichte und Peter sowie Ivan deutlich beeinflussen.

Über die gesamte Geschichte entwickeln sich interessante Dynamiken und man taucht tiefer in die Beziehungen ein. Gerade Ivan und Margaret sorgen für etwas, mit dem man so vielleicht nicht gerechnet hätte, auch wenn sich ihre Beziehung – für mich – besonders zu Beginn etwas zu repetitiv anfühlte. So erging es mir generell auf den ersten, sagen wir mal 200 Seiten. Dort steigt man in die Geschichte ein, findet sich zurecht und wird manchmal vielleicht doch vom Schreibstil aus dem Konzept gebracht.

An sich hatte ich kein Problem mit den fehlenden Satzzeichen bei der Wörtlichen Rede, dafür aber mit den kurzen, manchmal wirklich sehr abgehakten Sätzen, die ich immer wieder lesen musste, damit ich verstehe, was gerade eigentlich gemeint ist. Dennoch schafft Rooney es, die Charaktere wirklich menschlich zu schreiben, und ihnen die genaue Menge an Authentizität zu verpassen. So trifft man – wie schon erwähnt – auf wirklich unterschiedliche Nebenprotagonisten wie Margaret, die mitten im Leben steht, Naomi, die gar nicht so recht weiß, wie das mit dem Leben geht und Sylvia... Ja. Über Sylvia erfährt man doch nicht so viel.

Insgesamt hat mich die Geschichte doch auch zum Nachdenken gebracht, gerade weil die menschlichen Beziehungen so intensiv wurden. Die Emotionen trotz des nüchternen Schreibstils spürbar. Und ich habe das Gefühl, je länger ich über die Geschichte nachdenke, desto spürbarer wird, was eigentlich wirklich in der Geschichte passiert.

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Rezensionen von LeserinLu :

Perspektive der Opfer

Bright Young Women von Jessica Knoll

Der Roman zeigt eindrucksvoll und empathisch, wie der berühmte „zweite Anschlag“ funktioniert, also der Anschlag auf die Überlebenden, der nach dem tatsächlichen Verbrechen durch das Verhalten der Öffentlichkeit, der Polizei und der Gerichte verübt wird: dadurch, dass den Überlebenden nicht geglaubt wird, sie nicht in Sicherheit gebracht werden und den Opfern die Schuld in die Schuhe geschoben wird.

All dies passiert auch Pamela und ihren Verbindungsschwestern, nachdem zwei ihrer Mitglieder im Verbindungshaus brutal von einem Serienmörder ermordet wurden. Ich bin kein großer Fan von True Crime oder Thrillern, weil hier meistens die Perspektive des Täters untersucht wird. Aber obwohl die Geschichte, die im Roman erzählt wird, von Serienmörder Ted Bundy inspiriert ist, kommt sein Name im gesamten Roman nicht vor: Die Geschichten und Perspektiven der überlebenden Opfer und die Empathie mit den Opfern stehen im Mittelpunkt, was den Roman in meinen Augen besonders aktuell und relevant macht.

Und auch wenn die geschilderten Geschehnisse teilweise so furchtbar sind, dass ich zwischendurch eine Lesepause brauchte, sind sie immer so feinfühlig und nicht zu drastisch beschrieben, dass die Würde der Opfer gewahrt wird. Deshalb und sicher auch wegen der großartigen Übersetzerin Jasmin Humburg liest sich der Roman sehr flüssig. Dadurch, dass die Kapitel Einblicke in die Perspektive unterschiedlicher Opfer zu unterschiedlichen Zeiten geben, liest sich der Roman zusätzlich sehr abwechslungsreich und die Spannung bleibt bis zum Schluss hoch, obwohl ich persönlich eigentlich schon vor Lesen des Romans wusste, wie die Geschichte ausgehen würde.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war die unglaubliche Widerstandskraft und Resilienz der überlebenden Opfer. Der Roman zeigt, wie sie Schmerz und Trauma in positive Handlungen umwandeln. Das macht trotz des vielen Frusts darüber, dass auch heute noch Frauen und anderen marginalisierten Opfern nicht geglaubt wird und Männer für ihre Mittelmäßigkeit bewundert werden, ein bisschen Hoffnung! Ich habe den Roman insgesamt sehr gerne gelesen und er hat mich sehr beschäftigt. Das kommt definitiv nicht bei jedem Buch, das ich lese, vor. Eine kleine Kritik spreche ich jedoch aus: Der Roman ist sehr amerikanisch, weil die Todesstrafe gegen den Täter nicht infrage gestellt wird, das fand ich teilweise unangenehm. Jasmin Humbug hat wie immer großartig übersetzt.

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