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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Wer verdirbt das Essen?

Die Einstein-Detektive: Das schmeckt nach Ärger / Silbenhilfe von Anne Scheller

Das dünne Heft mit der großen Schrift ist in sechs Kapitel eingeteilt. Zunächst stellen sich Sara und Cosmo vor, sie gehen gemeinsam in die dritte Klasse und sind als die Einstein-Detektive bekannt. Zusammen haben sie schon einige Fälle gelöst.
Diesmal geht es um das Essen in der Mensa. Es wir vom dem netten Koch Herrn Hönig gekocht und war bisher immer sehr lecker.

Doch heute schmeckt die Tomatensoße bitter. Unsere beiden Detektive eilen sofort in die Küche und erfahren, dass Herr Hönig nach dem Kochen eine kleine Pause macht. In der Zeit hätte jemand etwas Bitteres in die fertige Soße schütten können. Verdächtig sind zunächst die Schulsekretärin, weil Herr Hönig sich irgendwie komisch über sie geäußert hat und die Kinder vermuten, dass er mit ihr gestritten habe. Frau Bär, die das Essen ausgibt ist eine mürrische Frau und deshalb gehört auch sie zu den Verdächtigten.
Um zu erforschen, wie der Geschmack mit der Zunge erkannt wird, machen die beiden Kinder ein Experiment und probieren einige bitteres Lebensmittel. Dadurch erkennen sie, wo wir mit der Zunge das Bittere erschmecken. Denn der Koch probiert nur mit der Zungenspitze und konnte so bitter nicht bemerken.
Leider geht es mit dem Ärger um das Essen weiter, aber letztlich kommen die Detektive der/dem Täter*in auf die Spur. Immer gibt es auch ein kleines Experiment, bei dem die Kinder erforschen, wie man Gerüche unterscheidet oder ob man erkennt, woher Geräusche kommen. Alltägliche Dinge, über die man oft nicht so genau nachdenkt. Eine schöne Kombination aus Detektivarbeit und Versuchen.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Eine rührende Geschichte

Das Buch der neuen Anfänge von Sally Page

Sally Page schreibt einfach Bücher, die mir das Pipi in die Augen treiben und von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche bis ich sie dann lese. Dies hier ist ein wunderschönes Buch über Neuanfänge, Fremde die zu Freunden werden und darüber, dass es nicht schlimm es, sich auch mal verloren zu fühlen- man findet sich wieder.

Zum Inhalt: Jo führt ein sehr beschauliches Leben ohne viel Aufregung. Doch dann trennt sich ihr Freund von ihr und ihr Onkel wird krank, sodass er einen Schreibwarenladen nicht mehr führen kann. Kurzerhand springt Jo ein und findet nicht nur gefallen an der neuen Umgebung, sondern auch neue Freundschaften und zurück zu sich selbst.

Sally Page ist für mich eine dieser Autorinnen, die vor allem durch die wundervoll gezeichneten Charaktere glänzen- ein bisschen ab der Norm, aber mit ganz viel Herz und einer angenehmen Prise Humor. So auch hier wieder. Das Buch strotzt nur so vor liebenswerten Charakteren mit bewegenden Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Was ich total geliebt habe waren auch die Recherchen zum Friedhof und den Persönlichkeiten, die dort begraben liegen, sowie die fiktiven Begegnungen, die Jo, Ruth und Malcolm ersinnen. Auch mich hat das irgendwie total gecatcht, weil es eine schrullige wie poetische Idee war.

Dieses Gefühl allein und fremd zu sein, etwas unwiederbringlich verloren zu haben oder eine Chance verpasst zu haben kennt vermutlich jeder. Auch bei mir hat das Buch thematisch da eine Saite zum Schwingen gebracht, sodass ich mein Herz recht fix an diese Geschichte gehangen habe.
Eine wunderschöne, herzliche Geschichte darüber, dass es nie zu spät für Neuanfänge und neue Freundschaften ist

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Rezensionen von Petra:

Krimi Grusel oder Zeitgeschichte

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

Leipzig, das grafische Viertel, hier entstanden Bücher und wurden in alle Welt geliefert.
1933 geschieht hier ein Mord an einem Polizisten und einer jungen Frau. Cornelius Frey eigentlich wegen seiner politischen Ansichten oder nicht Meinung wurde entlassen und nun wegen Personalmangel zurück geholt.

Der Autor erzählt von den Menschen ihren Lebensumständen zu dieser Zeit und das besondere der Faible für das Okkulte das seit den zwanziger Jahren einen großen Raum einnimmt. Es ist modern sich mit Hellseherei und Geisterbeschwörungen zu beschäftigen.
Gleichzeitig erzählt das Buch im Jahr 1913 von der Reise der jungen Lektorin Paula ins Baltikum zu einem Autor den sie betreut. Sie erzählt von ihren Erlebnissen, von dem seltsamen Benehmen des Schriftstellers und ihrer Liebe zu ihrem Verlobten.
Was haben die beiden Erzählstränge gemeinsam, was verbindet sie. Auf dem ersten Blick sind es Bücher. Ein hervorragender Grund das Buch zu lesen. Egal welche Figur man näher betrachtet, sie haben viele Facetten, sie können sich bis zu einem gewissen Grad verbiegen um ihre Ziele zu erreichen, geben aber besonders Cornelius ihre inneren Überzeugungen nicht preis. Dazu kommt die Art und Weise des Autors das Unheimliche, das Diffuse, den Nebel spürbar zumachen. Beim Lesen über die Schulter zu schauen, ob da jemand ist oder das Gefühl es ist gerade etwas kälter im Raum geworden. Die Geschichte hat eine Tiefe so das man in die Zeit eintaucht, in den Schnee im Baltikum oder man wird vom Nebel in Leipzig verschluckt.
Diesen Eindruck hatte ich schon bei den ersten beiden Büchern dieser Serie, alle Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen, sie haben nur Leipzig gemeinsam.

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Rezensionen von Daggy:

Weihnachtswunsch

Anna wünscht sich einen Hund / Silbenhilfe von Bettina Obrecht

Anna wünscht sich zu jedem Fest einen Hund und zu diesem Weihnachtsfest ist sie davon überzeugt, dass sich ihr Wunsch endlich erfüllen wird. Sie überlegt, wie die Eltern es wohl schaffen werden, das Tier unbemerkt ins Weihnachtszimmer zu bekommen. Welche Rasse mag der kleine Hund, denn klein muss er sein, wegen der Wohnung, wohl haben?
Am Morgen des Heiligabend malt sie ein Bild auf dem Mama, Papa, der Hund und sie selbst zu sehen sind.

Alle lachen und zeigen dabei ihre Zähne. Doch leider steht unter dem Weihnachtsbaum kein Hund, sondern ein Fahrrad. Trotz ihrer Enttäuschung möchte Marie ihren Eltern den Spaß am Schenken nicht verderben, aber dann kann sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.
Ich glaube, viele Kinder können sich in Marie hineinversetzten. Es wird auch sehr bildlich beschrieben, wie sich ganz konkret überlegt, wie es mit dem Hund als Geschenk laufen wird. Um so mehr kann ich auch Maries Enttäuschung verstehen und es gefiel mir sehr gut, dass Marie trotzdem an ihre Eltern und deren Gefühle denkt. Die Lösung, die die Familie wieder findet, ist auch sehr schön erdacht. Aber Marie hofft jetzt auf ihren Geburtstag und dass sie dann den gewünschten Hund bekommt.
Das Buch ist in großen Buchstaben gedruckt und es gibt viele teilweise große Bilder. So werden Leseanfänger sicher leicht diese kleine Geschichte selbst lesen können. Aber meiner kleinen Enkelin hat auch das Vorlesen des Buches gut gefallen.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

So viel mehr als Drachen

Ich fürchte, Ihr habt Drachen von Peter S. Beagle

Ich habe noch nichts von Peter S. Beagle gelesen, kenne aber die Verfilmung des letzten Einhorns, das sich zwischen Heldensaga und Fantasy bewegt und durch die wundervoll gezeichneten Figuren besticht. „Ich fürchte ihr habt Drachen“ reiht sich in da in Sachen Figuren wunderbar ein, die Story selbst hat mich streckenweise aber ein bisschen verloren.

Zum Inhalt: Prinzessin Cerise von Bellemontagne soll heiraten. Und sucht sich dafür ausgerechnet den Kronprinzen von Corvinia aus. Doch der muss erst Abenteuer erleben und ein Held werden und sowieso hat das Schloss ein Drachenproblem, das zuerst behoben werden muss. Und zu kommt es, dass eine Prinzessin, ein Held in Ausbildung und ein Drachenfänger losziehen, um Abenteuer zu bestreiten.

Ich fand den Einstieg in die Geschichte eigentlich ganz wunderbar und schnell wurden auch die Hauptcharaktere eingeführt. Dafür, dass die Drachen titelgebend sind, standen sie für meinen Geschmack lange eher neben dem Platz, wo ein riesiges Theater um die Vermählung von Prinzessin Cerise gemacht wurde. Sie selbst, der angehende Held und Kronprinz, sowie der Drachenbezwinger gaben aber auch ein ganz wunderbares und amüsantes Gespann ab und sorgen für viel Unterhaltung in absolut köstlichen Dialogen.

Nun zur Heldentat selbst: diese ist überraschend anders angelegt, auch wenn natürlich mit den gängigen Klischees gespielt wird. Für mich gab es allerdings nicht so richtig einen Spannungsbogen und das Ende kam dann doch recht kurz. Ich hab beim Lesen immer wieder geschwankt zwischen höchst unterhaltsamen Momenten und eher langatmigen Passagen.

Insgesamt ist es ein ganz nettes Märchen für Erwachsene und vor allem Roberts Drachenmeister-Gabe war durchaus spannend und faszinierend zu verfolgen.

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Rezensionen von Daggy:

Mutters Freund benimmt sich verdächtig

Das muss doch nicht so bleiben / light von Heidemarie Brosche

Sina lebt allein mit ihrer Mutter und die beiden haben ein gutes Verhältnis zueinander. Leider läuft es mit ihrer langjährigen Freundin Lisa nicht mehr so gut, seitdem diese nur noch Jungs im Kopf hat. Durch einen Zufall lernt Sinas Mutter Tom kennen und der stellt sich als sehr einfühlsam und klug heraus.

Obwohl er lediglich in einer Gärtnerei arbeitet, kann er Sina einiges in Biologie erklären, die damit ihre Note verbessert. Tom ist immer häufiger bei Sina und ihrer Mutter und den beiden gefällt es so.
In Sinas Ethikstunde taucht ein neuer Junge auf, mit dem sie sich gut versteht und mit dem sie gerne über ihre Probleme spricht. Denn obwohl Tom ihr nach wie vor sympathisch ist, benimmt er sich oft eigenartig und Sina ist unschlüssig, ob sie ihre Beobachtungen ihrer Mutter erzählen soll. Sie freut sich ja mit ihr, dass sie in Tom so einen guten Freund gefunden hat. Aber ihrer Mutter ist Ehrlichkeit sehr wichtig und Tom scheint in einem Punkt nicht die Wahrheit zu sagen.
Sina ist ein nettes Mädchen, dass keine Probleme mit dem neuen Freund ihrer Mutter hat, ganz im Gegenteil, sie ist gerne mit ihm zusammen. Er kann ihr sogar das Gedicht, dass Sina auswendig lernen muss, vermitteln. Sein Wahlspruch „Das muss doch nicht immer so bleiben“ wurde zum Titel des Buches und hier wird ganz hoffnungsvoll beschrieben, dass man diesen Spruch im Leben anwenden kann.
Da das Buch mit der Bezeichnung „Light“ versehen wurde, ist es in großen Buchstaben gedruckt und es gibt einige farbige Bilder zur Erläuterung. Es liest sich dann auch leicht, ist aber trotzdem voller Spannung und pubertären Konflikten, die durch Gespräche, Toms besonnener Art und der hilfreichen Ratschläge des neuen Mitschülers gut geklärt werden.
Sinas Gefühle und Handlungen werden durch die Ich-Erzählung gut erklärt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten.

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Rezensionen von Mabla59 :

Hinein ins Himmelreich

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

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Winkelmann entführt seine Leser:innen in seinem neuesten Werk auf einem idyllisch gelegenen Campingplatz auf dem schon bald ein Mordfall passiert.
Die Camper sind eine verschworene Gemeinschaft in der jeder ein Motiv, aber auch ein Alibi haben könnte.
Es gibt kein klassisches Ermittlerteam, sondern Björn Kopernikus ist lediglich ein Hobby-Ermittler, der zusammen mit der Künstlerin Annabelle Schäfer versucht, den Fall, bei dem die Polizei von einem Unfall ausgeht, zu lösen.

Die beiden sind liebenswerte, sympathische Charaktere und Winkelmann führt ungewohnt humorvoll, leicht und unterhaltsam durch die Handlung.
Mit "Mord im Himmelreich" begibt sich Andreas Winkelmann auf ein neues Terrain.
Ich möchte behaupten, dass ich alle seine Bücher, auch die, welche er unter seinem Pseudonym Frank Kodiak geschrieben hat, gelesen zu haben.
Waren sie bisher immer gewaltsam und sehr blutig, ist es in seinem neuesten Werk etwas anderes
Aber deshalb nicht schlechter. Wie immer ist sein Schreibstil flüssig und gut lesbar. Die Kapitel kurz und knackig
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein paar entspannte, unterhaltsame Lesestunden möchte.
Mir hat es gut gefallen

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Spooky

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars von Ryan La Sala

Ich hatte ehrlich gesagt, überhaupt keine Ahnung worauf ich mich hier einlasse. Angeteasert wurde das Buch ja mit einem Vergleich zu Pretty little Liars und Gossip Girl. Aber das erfasst nicht mal im Ansatz das Ausmaß dieser Geschichte. Irgendwo zwischen übernatürlich und düster ist dieses Buch die ideale Lektüre für die dunkle Jahreszeit.

Zum Inhalt: Mars und seine Schwester Caroline waren einst die besten Freunde, bis sie es plötzlich nicht mehr waren und sich Caroline zunehmend von ihm abkapselt. Als sie unter furchtbaren Umständen ums Lebens, kehrt Mars an den Ort zurück, an dem Caroline so glücklich war und der für ihn selbst nie eine Zuflucht gewesen ist.

Das Grundkonzept rund um das Elitecamp in Aspen fand ich sehr ansprechend und ich mochte die Schilderungen der klassischen Camp-Aktivitäten. Es gibt eine interessante Grundstimmung, definiert von den einzelnen Camp-Gruppierungen und Rivalitäten. Wie hier immer wieder auf Themen wie Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung eingegangen wird, fand ich gut mit der Handlung verflochten.

Ich war absolut nicht darauf gefasst welch schräg anmutende Wendung diese Geschichte nehmen würde. Es gibt zwar immer mal wieder Momente, die mir merkwürdig vorkamen, aber die haben mich absolut nicht darauf vorbereitet, in welch düstere und abgründige Richtung sich diese Geschichte bewegte.

Es gab einiges an Horror- und Mysteryelementen, die der Geschichte eine schauerliche Atmosphäre verliehen. Ich hing wirklich gebannt an den Seiten und fand auch das Ende ein wirklich grandioses Finale. Hat mir überraschend gut gefallen, viel besser als erwartet.

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Rezensionen von Mabla59 :

Mit Längen

Blutrotes Karma von Jean-Christophe Grangé

Wir schreiben das Jahr 1968. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft, weil Studenten, Arbeiter und Berufsgruppen in Paris gegen die DeGaulle-Regierung rebellieren. Herve Jouhandeau, der sich am Widerstand der Studenten beteiligte, findet seine Freundin Susanne, die er aus der Gemeinde kannte, brutal ermordet in ihrem Haus und ihren Körper in einer Yoga-Pose.

Herve beginnt zusammen mit Polizeiinspektor Jean Louis Mersch und seiner Freundin Nicole in den chaotischen Straßen von Paris zu recherchieren
Ihre Suche reicht bis nach Kalkutta und Varanisi in Indien, wo Unruhen, unterschiedliche Glaubenssysteme, Sekten und Sekten eine Rolle spielen und in der Vergangenheit vergrabene Geheimnisse liegen .Der Anfang des Buches ist, solange der Roman in Paris spielt, vielversprechend, aber der Rest des Buches ist eher enttäuschend, die Handlung in Indien und Rom ist nicht sehr glaubwürdig
Zuviel Längen, die Charaktere schlecht konstruiert und nicht immer glaubwürdig. Die Handlung lang, weit hergeholt, nicht sehr überraschend und ohne größere Wendungen.
Im Vergleich zu Jean Christophe' Granges letzten Buch "Die marmornen Träume" und insbesondere seinen ersten Romanen um die "Purpurnen Flüsse " war ich von dem Buch enttäuscht

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Fünf Jahre

The Freedom Clause von Hannah Sloane

Am Anfang fand ich die Grundidee und den Plot reichlich klischeehaft: mein Durchschnittsmann der unzufrieden mit seinem Sexleben ist und daher vorschlägt, die Ehe zu öffnen, was natürlich für ihn nach hinten losgeht. So weit, so bekannt. Aber dann kommt etwas, was in Romanen viel zu selten aufgegriffen wird: die Frau wächst über sich hinaus.

Und über ihre Ehe mit besagtem Volltrottel.

Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, die die fünf Jahre des Abkommens zwischen Daphne und Dominic markieren. In Schnelldurchlauf erlebt der Leser aus ihren wechselnden Perspektiven, was die beiden so umtreibt. Dabei wird dem Leser bereits im ersten Jahr klar, dass Dominic so deep wie eine Pfütze ist. Ich will nicht sagen, dass hier ein bisschen Männerbashing betrieben wird, aber da ist keine nennenswerte Entwicklung spürbar.

Daphne hingegen findet nicht nur ihre Stimme und gewinnt unglaubliches Selbstvertrauen, sie schafft es auch sich aus den toxischen Mustern ihrer Ehe zu lösen. Besonders ihre Blogbeiträge inklusive Rezepten fand ich richtig ansprechend.

Generell liest sich das Buch leicht und flüssig, trotzdem hat es oft eher ungute Gefühle in mir ausgelöst, weil ich mich von Dominic sehr getriggert gefühlt habe. Ich kann die Message des Buches daher nur unterstützen, dass man auch wenn es erstmal vielleicht unbequem scheint, man sich unbedingt aus solchen Strukturen lösen muss.

Das mich das Buch auch Tage später noch beschäftigt und in meinen Gedanken rumgeistert, hat die Autorin da scheinbar einen Nerv bei mir getroffen, daher vier Sterne von mir.

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