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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Stimmungsvoller Advent- Krimi

Der echte Krampus von Uta Seeburg

"Der echte Krampus" von Uta Seeburg ist der vierte Band um Major Gryszinski, den königlich-bayerischer Sonderermittler der Münchner Kriminalpolizei. Chronologisch gesehen ist dieser Band der dritte dieser Reihe, da er im Jahr 1897 spielt.

Major Gryszinski reist mit Ehefrau Sophie und dem vierjährigen Sohn Fritzi samt Kindermädchen und Kochlöffel schwingender Köchin Aloisia Brunner nach Bayern, genauer gesagt ins kleine Bergdorf Berghall, um bei der etwas exzentrischen Wiener Gräfin Franziska von Wurmbrand die Adventzeit in deren neu erworbenen Bauernhaus zu verbringen.

Gryszinski, der protestantische Preuße staunt über die zahlreichen Bräuche, die hier im katholischen Bayern im Advent stattfinden und Fritzi erlebt Abenteuer im Schnee.

Doch die Beschaulichkeit der vorweihnachtlichen Idylle wird durch einen Mord gestört. Und weil er eh schon vor Ort ist, wird Major Gryszinski gleich einmal mit den Ermittlungen betraut. Doch wie soll er den Täter unter den als Krampus verkleideten Dorfbewohnern ausfindig machen?

Meine Meinung:

Passend zur aktuellen Vorweihnachtszeit ist dieser Krimi erschienen, der auch gut in der Gegenwart spielen könnte. Eine eingeschworene Dorfgemeinschaft mit all ihren großen und kleinen Geheimnissen, in der zuerst einmal Neuankömmlinge scheel angesehen werden. Nicht zu vergessen sind die mehr oder weniger heimlichen, weil oft unerwünschten Liebesbeziehungen, sowie handfeste Motive um Erbschaften und Vermögen.

Das alles präsentiert uns Uta Seeburg in ihrer unnachahmlichen Art zu schreiben. Das Ambiente rund um das Bergdorf und seine Bewohner ist penibel recherchiert. Daneben dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Gryszinskis Mitarbeiter die Wachtmeister Voglmaier und Eberle sowie mit Freiherrn von Grabow freuen.
Schmunzeln musste ich über Aloisia Brunner, die zunächst so gar nicht aus München ins unbekannte Berghall reisen und ihre Gewohnheiten aufgeben wollte. Erst die moderne Küche in Wurmbrands Refugium versöhnt sie mit dem „Kuhdorf“ und lässt sie wieder groß aufkochen. An manchen Stellen ist sie mir ein wenig unbotmäßig, nimmt sich einiges ihren Arbeitgebern heraus, was Gryszinski in der Dienststelle vermutlich nicht tolerieren würde. Ihr lautloses Anschleichen, das einem Meuchelmörder würdig ist, erschreckt Gryszinski auch hier.

Ausgezeichnet sind die vielen Bräuche der Vorweihnachtszeit inklusive Aberglauben sowie die Lebensumstände der Menschen beschrieben. Man kann sich ein gutes Bild der Örtlichkeit machen, auch wenn Berghall ein fiktives Dorf ist.

Auf Grund der Jahreszeit gerät der sonst so herrlich trockene Humor Gryszinskis ein wenig ins Hintertreffen. Dafür darf das Ehepaar Gryszinski einer trauten Gemeinsamkeit frönen, ohne die gesellschaftlichen Gepflogenheit der Großstadt beachten zu müssen.

Fazit:

Ein stimmungsvoller winterlicher Krimi, der spannend und unterhaltsam sowie ideal für gemütliche Lesestunden im Advent ist und dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Rezensionen von ReiShimura:

Kaffeeklatsch mit Krimitouch

Steif und Kantig von Gisela Garnschröder

"Steif und Kantig Zwei Schwestern ermitteln" ist der Auftaktband einer Krimiserie der Autorin Gisela Garnschröder.
Wie der Titel bereits verrät, dreht sich das Buch um die beiden Schwestern Isabella Steif und Charlotte Kantig. Beide reifere Damen, mehr oder weniger frisch verwitwet und im Ruhestand.

Im ersten Augenblick hat man das Gefühl, dass die ungleichen Schwestern so gar nichts gemeinsam haben und sich auch nicht wirklich ausstehen können. Schnell lernt man aber, dass sie sich eigentlich doch ganz gut verstehen und mehr gemeinsam haben als ihnen lieb ist.
Regional- und Heimatkrimis haben in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Die folgende Reihe passt gut in diesen Trend hinein, wenn sie auch qualitativ nicht ganz an andere Bücher herankommt. Die Charaktere sind durchaus interessant und schrullig und die Geschichte ganz nett, aber eher ein wenig dünn. Auch bezüglich dem Humor haben andere Serien mehr zu bieten.
Mit dem Buch war ich sehr schnell fertig, was einerseits an dem angenehm leichten und unkomplizierten Schreibstil liegt, andererseits auch durch die doch eher geringe Seitenzahl erklärbar ist. Langeweile kam hierbei nie auf und langatmige Passagen gab es meiner Meinung nach auch keine. Wobei relativ häufig darüber berichtet wird, dass eine der Schwestern einkaufen geht oder wieder mal gefrühstückt wird. Dies ist in dem Zusammenhang schon ein wenig auffällig. Den Großteil des Tages scheinen Isabella und Charlotte nichts anderes zu machen, als einzukaufen und Kaffee zu trinken. Ganz nebenbei stolpern sie dann eben über einen Toten und lösen den Mordfall.
Die Kriminalgeschichte rückt meiner Meinung nach ein wenig in den Hintergrund und ist, wie vieles andere in dem Buch, sehr einfach gestrickt. Der Fokus liegt eher auf den beiden Schwestern und ihrer Beziehung zueinander bzw. zu Männern. Da es sich wie gesagt auf einen Auftaktband handelt, finde ich das in Ordnung. Bei den weiteren Bänden würde ich mir wünschen, dass die Krimielemente mehr in den Fokus treten.
Zusammenfassend war das Buch durchaus angenehm zu lesen, aber es bleibt im Vergleich zu anderen Regionalkrimis weit abgeschlagen. Autorin Gisela Garnschröder konnte aber mein Interesse wecken und ich denke, dass ich auch weitere Bücher aus der Serie lesen werde.

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Rezensionen von Daggy:

Ein wenig verrückt

Haibär Hicks - Ein Kuscheltier hat Schluckauf von Nini Alaska

Selma, die zu Beginn des Buches ihren vierten Geburtstag feiert, bezeichnet ihr Kuscheltier, den Haibären, als ihren besten Freund. Der Hai mit dem ungewöhnlichen Namen, hat eine Besonderheit, sein Maul ist gleichzeitig eine Tasche, er hat ein „Reisverschlussmaul“. In diese Tasche kann Selma so einiges verschwinden lassen.

Ab und an schaut Papa mal in dieses Maul und findet so seinen Kugelschreiber wieder. Als es Für Selma Spinat gibt, füttert sie den Haibär damit und er lässt sich brav das grüne Gemüse, das Selma nicht mag in sein Maul löffeln. Doch der Haibär scheint Spinat in so großen Mengen nicht zu vertragen und muss sich im Garten übergeben. So landet der Haibär in der Waschmaschine und Selma schaut ihm beim Schwimmen in der Trommel zu. „Waschmaschinenzeit“ heißt das Gedicht, das den Waschvorgang beschreibt.
Selma gelingt es immer wieder in Situationen zu kommen, bei denen sie ganz genau weiß, dass sie zum Beispiel Mamas Farbe nicht aus der Schublade nehmen darf. Doch irgendwie hat dann Haibär die Tube in der Hand und Selma mahnt ihn zwar, unterstütz ihn dann aber doch bei seinen Malversuchen. So muss im Anschluss Selmas Zimmer renoviert werden.
Mit neun kurze Erzählungen mit großen bunten Bildern bildet dieses Buch ein Zwischenstück zum klassischen Bilderbuch und einem Vorlesebuch. Vierjährige werden Spaß an Selmas Abenteuer mit ihrem Haibär haben und vielleicht überlegen, ob sie auch ein Kuscheltier haben, das sie bei ihren Streichen unterstützen könnte.
Humorvoll aus Sicht des Kindes erzählt und dann mit tollen bunten Bildern bestückt, ein herrliches Vorleseerlebnis!

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Rezensionen von Daggy:

Viele Tierbabys zu entdecken

Mein großes Geräuschebuch - Tierbabys von Nini Alaska

Mein Enkel hat das Geräuschebuch mit den Tieren geliebt, ich weiß nicht, wie oft wir es uns angeschaut und die Tiergeräusche gehört haben. Diesmal geht es um Tierbabys, einige sehen wir schon auf dem Cover.
Man muss immer, damit die passenden Tierstimmen abgespielt werden, einen roten „Knopf“ drücken, nach dem Gong kanns los gehen.

Wir beginnen mit den Haustrieren, neben dem niedlichen Welpen und der kleinen Katze, gibt es auch einen Goldhamster und ein Kaninchen, der Stimmen nicht ganz so bekannt sind. Auf der jeweils linken Seite kann man Sachinformationen zu den Tieren vorlesen, auch hier gibt es Fotos zu den Texten. Bauernhoftiere sind auf der nächsten Seite zu finden, eine Schwalbe sehen wir hier und einen kleinen Esel. Ein Rehkitz und ein Fuchswelpe sind bei den Waldtieren zu entdecken. Wie niedlich der kleine Bär aussieht und wie eindringlich er ruft, auch das Fiepen des Wolfwelpen lässt hoffen, dass seine Mama ihn bald hört. Erstaunlich welche Töne ein junges Nashorn von sich gibt. Die Stimme des Krokodils ist auch nicht sehr geläufig. Den Gesang des Wales auf der letzten Seite haben wir schon häufiger vernommen.
Eine ausführliche Tiersammlung von denen ich nur einige erwähnt habe. Lebendige Fotos und sehr gute Sounds, auch die „Knöpfe“ sind leichter zu drücken und die kleinen Finger werden das immer wieder begeistert tun.

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Rezensionen von Daggy:

Tolle Truppe - tolles Buch

Die Handball-Piraten (Band 2) - Nicht zu stoppen! von Julia Nikoleit

Ich habe bei dem Buch sofort zugegriffen, denn ich finde neben den vielen Fußballbüchern muss auch mal ein anderer Mannschaftssport Thema eines Buches sein.
Die Handballpiraten sind eine Truppe, neun und zehnjähriger Mädchen und Jungen. Zu Beginn werden die neun Spieler*innen bildlich und mit einem kleinen Text vorgestellt, danach sehen wir das Spielfeld und Erklärungen dazu.

Hinten im Buch kann man im Glossar noch die Fachbegriffe nachschlagen.
Tim, der Erzähler berichtet davon, dass ihr Trainer Jesper ihnen eine Belohnung für ihre guten Spiele verspricht, und diese Belohnung ist eine Fahrt nach Dänemark zu einem Turnier. Alle sind begeistert und freuen sich auf das Wochenende. Nur Phillipp vergräbt sein Gesicht in dies Hände und erklärt, dass sein Mutter sich so eine Fahrt nicht leisten kann. Doch seine Freund*innen lassen ihn nicht im Stich. Es ist erstaunlich, was diese Kids auf die Beine stellen, um ihrem Freund zu helfen. Leidet fahren auch die Handball-Teufel mit zum Wettbewerb und die haben Matteo und Hannah sehr gemein behandelt. Werden die Handball-Piraten es schaffen gegen ihre Angstgegner zu besteh?
Diese Mannschaft besteht aus ganz tollen Kindern, besonders Tim ist für sein Alter sehr reif und besonnen, dazu kann er noch hervorragend augmentieren.
Die schwarz-weiß Illustrationen im Buch sind sehr gelungen und zeigen die beschriebenen Szenen ganz genau. Wie sehr die Bilder die Dynamik des Spiels ausstrahlen, sieht man schon auf dem Cover. Neben dem Zusammenhalt der Mannschaft, die Unterstützung der älteren Mannschaften, zählt in erster Linie die Freundschaft in diesem Buch, aber es fehlt auch nicht an Humor und Spannung. Eine tolle Mischung und flott zu lesen.

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Rezensionen von Daggy:

Cool zu lesen

Die coolste Klasse des Planeten von Anja Janotta

Vor mir liegt ein dünnes Buch auf dem Cover sind vier Jugendliche zu sehen, die sich ABBA-mäßig gekleidet haben. Hohe Plateau-Sohlen und Schlaghosen bestimmen ihren Stil, passenderweise nennt sich die Band Baba-Gold.
Jamie, der große Bruder von Suki, die immer sehr emotional regiert und auch in der Band mitsingt, fragt, was in den letzten Tagen passiert ist.

Zunächst antwortet ihm Hugo, der mit seinem Text und einem Video auf TikTok die Sache initiiert hat.
So kam es, dass die Band aus der 6c mit Unterstützung ihrer Musiklehrerin zum Musik-Wettbewerb fährt. Ein Auftritt im Fernsehen ist der Preis für den Gewinner. Schon zu Beginn gibt es Probleme mit den Privatschülern, die mit tollen Kostümen ihre Band „A-Klasse“ zum Erfolg verhelfen wollen. Aber trotz ihrer Secondhand-Kostüme schafft es Baba-Gold die Vorrunde zu gewinnen. Allerdings gibt es immer wieder Probleme so verschwinden Kostüme und Instrumente sind verstimmt. Wer mag hinter diesen „Anschlägen“ stecken, jemand, der unbedingt gewinnen möchte?
Ich finde es erstaunlich, wieviel Intrigen, wieviel Spannung, Gefühl und Freundschaf auf diesen 87 Seiten untergebracht wurden. Das Buch mit den 15 kurzen Kapiteln und den kurzen Textabschnitten liest sich total zügig. Superlesbar! Dass kann ich nur bestätigen.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

sehr interessant

Leuchten am Meeresgrund von Brad Fox

Ich finde das Cover des Buches super passend zu dem Thema und auch sehr gut umgesetzt. Denn es ist sehr dunkel gestaltet und zeigt vereinzelt Ziefseekreaturen darauf. Ich kannte mich bis zur Lektüre des Buches mit dem Tiefseetauchen nicht aus und deshalb fand ich das Buch so interessant, da es hier um die erste Tiefseeexpedition geht.

Ich kann nur an dieser Stelle sagen, dass das Buch super interessant ist und uns auf eine beeindruckende Tiefseetauchreise mitnimmt. Wir tauchen tief ab und erforschen mit dem Autor gemeinsam den Hergang dieser Expedition und erfahren ganz viel und noch viel mehr. Ich habe ganz viel gelernt. Über die Technik, den Verlauf und natürlich die Tiefsee an sich. Aus meiner Sicht wurde das Buch sehr gut recherchiert und es ist auch so gut geschrieben, dass ein jeder Leser gut abgeholt wird und alles verstehen kann.

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Rezensionen von Normanfips:

Durchwachsen

Gute Gründe von Nadine J. Cohen

Yael leidet unter einer Depression. Sie will nicht mehr leben, aber ihre Psychiaterin und ihre Schwester versuchen sie zurück ins Leben zu bringen. Auch Yael sucht gute Gründe, um wieder Ja zum Leben zu sagen. Sie schließt Freundschaft mit einer älteren Dame, die sie im Frauenschwimmbad am Meer kennengelernt hat.

Sie lenkt sich mit Lesen ab und verbringt Zeit mit den Kindern ihrer Schwester. Das Buch lässt sich leicht lesen, da die Autorin sehr kurze Leseabschnitte gewählt hat. Der Schreibstil ist flüssig und trotz aller Schwere liegt immer ein Hauch Humor und Sarkasmus über dem Geschehen. Als Leser wird man innerhalb kürzester Zeit immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her geworfen. Eigentlich mag ich diese Art des Erzählens auf zwei Zeitebenen, aber hier sind mir die Abschnitte zu kurz. So konnte ich mich nie richtig einfinden. Während man Yael durch ein ganzes Jahr begleitet, erfährt man bruchstückhaft welche Verluste die Protagonistin in ihrem Leben bereits erleiden musste. Vieles wird dabei nur angerissen. Das Buch hat wirklich gute Ansätze und ich habe es auch gerne gelesen. Dennoch fehlt mir hier etwas, um die Geschichte wirklich rund zu machen.

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Rezensionen von Ryria:

Eine Frau schlägt sich durch

Not your Darling von Katherine Blake

Nur mit ihren Träumen und ein wenig gestohlenem Geld im Gepäck erreicht Loretta 1950 Hollywood. Ihr Ziel: Maskenbildnerin für all die berühmten Stars werden und sich dort ein neues Leben aufbauen.
Während sie zu Beginn des Buches erstmal einen aufgeweckten und frechen Eindruck macht, kommen in der neuen Stadt dann doch auch ihre naiven Seiten zum Vorschein.

Dies hat auf mich ziemlich authentisch gewirkt, Hollywood ist halt doch anders als die Kleinstadt in England.
Je länger sie jedoch dort lebt, desto besser passt sie sich an das Leben an und beweist Hartnäckigkeit und Stärke, was mir gut gefallen hat. Manchmal hat sie mich auch an Midge aus The Marvelous Mrs. Maisel erinnert, sie trickst sich durch, aber nimmt dabei auch öfters mal keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen - also kein komplett "guter" Charakter.
Auch zu den Nebencharakteren hatte ich zu Beginn so gar keine Bindung, diese hat sich dann auch erst mit der Zeit aufgebaut.
Ähnlich wie Loretta sich erst in Hollywood einleben musste, muss sich auch der Leser erstmal ein wenig in das Buch hineinfinden.

Dann liest es sich jedoch super flüssig und schnell, die Sprache ist locker und leicht gehalten, die Kapitel sind schön kurz und auf den Punkt. Anstatt sich ewig in Situationen aufzuhalten, gibt es auch mal kleinere Zeitsprünge, die die Entwicklung verdeutlichen.
An manchen Stellen gingen mir die Szenen allerdings zu schnell, besonders die Entwicklung in manchen Dialogen fand ich teils komisch.
Dafür konnte mich die Geschichte immer wieder auch mal überraschen und es gab einige unerwartete Wendungen.
Die Mischung aus den Sonnen- und Schattenseiten Hollywoods war für mich das Highlight des Romans: Einerseits all die lieben Menschen, die Loretta auf ihrem Weg unterstützen, andererseits die schlechten Personen, die sämtlichen Anstand und Moral für ihr eigenes Vergnügen und ihren Erfolg über Bord werfen.
Die Atmosphäre war meiner Meinung nach gut getroffen, ich hatte viel Spaß dabei, Lorettas Weg in Hollywood zu verfolgen.

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Rezensionen von PMelittaM:

Lange Zeit viel zu langatmig erzählt

Die Uhrmacher der Königin von Ralf H Dorweiler

Wie viele andere Schwarzwälder Bauernfamilien verdient sich auch die Familie Faller ein Zubrot durch den Bau von Holzuhren. Ernst, der jüngste, 1824 geborene Sohn, hat ein besonderes Talent für den Uhrenbau, und so wandert er eines Tages mit seinem Bruder Johannes ins „Uhrenland“, nach London aus.

Sophia Carpenter fällt auf einen Betrüger herein, der sie mit hohen Schulden zurücklässt, die sie glücklicherweise abarbeiten kann. Auch sie macht sich eines Tages nach London auf, wo sie nicht nur die Gebrüder Faller trifft, sondern auch die junge Queen Victoria, sowie die Gebrüder Winterhalter, bekannte Maler, die ebenfalls aus dem Schwarzwald stammen, und von der Königin an den Hof eingeladen wurden.

Leider nimmt der Klappentext schon viel zu viel vorweg, am besten wäre, man liest ihn erst gar nicht und lässt sich überraschen. Auch sonst lässt mich der Roman zwiegespalten zurück. Das Thema ist interessant, und wie der Autor das Leben seiner fiktiven Charaktere mit dem historischer Persönlichkeiten verwebt, ist gelungen. Wer historische Persönlichkeit ist, kann man übrigens dem Personenverzeichnis entnehmen, das dem Roman vorangestellt ist. Mir hat auch gut gefallen, dass man tatsächlich viel über den Uhrenbau erfährt, und dass die einzelne Teile des Romans nach Uhrteilen wie Antrieb oder Unruh benannt sind, und die Namen auch ganz gut zum jeweiligen Geschehen passen.

Leider ist der Roman lange Zeit sehr langatmig, da wird ausführlich Ernsts und Johannes Kindheit und Jugend erzählt, und erst ab etwa der Mitte hat es der Roman dann geschafft, mich etwas mehr zu packen. Gestört hat mich auch, dass er zu Beginn fast wirkte, als sei er für Kinder geschrieben, sehr einfach, und eben aus Sicht von Kindern.

Die Charaktere sind recht gut gezeichnet, erzählt wird vorwiegend aus der Sicht Johannes‘ beziehungsweise Sophias. Dadurch wird das Leben der Uhrmacher nicht nur im Schwarzwald sondern auch in London, so wie auch das Umfeld der Königin lebendig.

Über das Ende kann man sicher streiten, aber mich machte es unzufrieden, obwohl ich normalerweise keine Probleme habe mit unerwarteten Enden beziehungsweise Enden, die meine Erwartungen nicht erfüllen. Diese hallt nach, aber eher negativ.

Ralf H. Dorweiler konnte mich mit anderen Werken schnell packen, hier ist ihm das nicht gelungen, der Roman ist mir in weiten Teilen zu langatmig erzählt. Interessant ist die Thematik des Uhrenbaus, die gut ausgearbeitet wurde. Auch die Einbindung historischer Persönlichkeiten hat mir gefallen. So hinterlässt mich der Roman zwiegespalten. Dennoch gibt es sicher viele Genrefans, dem er gefallen könnte.

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