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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Krani:

Fesselnd erzählt

Die Tochter der Drachenkrone von Sabrina Qunaj

Die Autorin schrieb schon einige Romane, die im mittelalterlichen Wales an den Fürstenhöfen spielen und das Leben historischer Persönlichkeiten schildern. Hier steht eine starke Frau im Mittelpunkt: Gwenllian ferch Rhys.
Die Lebensgeschichte der Gwenllian ist fesselnd und emotional erzählt. Als kleines Mädchen und Tochter eines großen Fürsten erlebt sie furchtbare Demütigungen und Kriege.

Ihre Brüder bekämpfen einander, und sie selbst muss Position beziehen. Das Leben der Fürsten besteht aus Bündnissen und Kriegen, die immer wieder neu aufflammen. Gwenllian lehnt es ab, sich nur zu Bündniszwecken zu verheiraten. Sie hat das seltene Glück, eine große Liebe zu finden, die auch noch in die fürstliche Politik passt. Aber von schlimmen Erfahrungen bleibt sie nicht verschont.
Die Hauptperson entwickelt sich vom radikalen Kind zu einer reifen Frau. Durch eigene Kinder verschieben sich ihre Wertigkeiten und sie schafft es, Bündnisse und Freundschaften mit dem Feind einzugehen, um zu überleben und um den Frieden zu sichern. Ihre Entwicklung und ihr Charakter sind glaubhaft und sympathisch - sie könnte eine Frau von heute sein.
Detailreich wird auch die Lebensweise geschildert: Frauen und Männer leben getrennt von einander, selbst Eheleute treffen sich nur am Abend. Geiseln werden im Rahmen der Bündnispolitik freiwillig gegeben: Nur wenn sich der „Bündnispartner“ gut benimmt, erhält er sein Familienmitglied unverletzt zurück, auch wenn das Jahre dauert. Und selbst bei ihren eigenen Brüdern ist Gwenllian nicht vor Überraschungen sicher.
Eine ganz normale Frauengeschichte aus einer fremden Zeit, mitreißend erzählt. Weil ich wirklich abtauchen konnte, vergebe ich hier alle fünf Sterne.

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Rezensionen von Kathie:

Ein wertvoller Begleiter für alle Altersstufen

Das große Gynbuch von Prof. Dr. Mandy Mangler

Das große Gynbuch von Prof. Dr. Mandy Mangler ist ein umfassendes und zeitgemäßes Nachschlagewerk, das alle Phasen eines Frauenlebens behandelt – von der ersten Menstruation über Sexualität, Schwangerschaft und Geburt bis hin zu den Wechseljahren und gynäkologischen Krankheiten.
Das Buch deckt ein breites Themenspektrum ab: Zyklus, Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Wechseljahre und Postmenopause sowie Vorsorge, Infektionen und Krankheiten.

Damit ist es generationenübergreifend für meine Familie, passend für mich, meine Tochter und meine Enkelinnen.
Es ist aufklärend und hat mir gezeigt, dass ich nicht mehr ganz auf dem Laufenden bin, was die in der Schule verwendeten Begriffe betrifft, die meine Enkelin lernt. Zudem war ich überrascht, wie viele Halbwahrheiten und Mythen sich über die Jahre hartnäckig gehalten haben.
Der Ratgeber ist informativ und unterhaltsam, fachlich fundiert, aber in einem lockeren Stil geschrieben, der sich gut lesen lässt. Die Inhalte sind gut verständlich und werden durch farbige Abbildungen und Illustrationen veranschaulicht. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin bewusst aus der Perspektive einer Frau auf die Themen schaut und dabei auch ihre eigene Meinung einfließen lässt.

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Rezensionen von ReiShimura:

Sünde, Opfer und Leid

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar

Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine dark Romantasy gelesen habe und ich denke, es wird auch eher bei diesem einen Mal bleiben.
Die Idee von Autoin Beril Kehribar fand ich ausgesprochen interessant, was auch der Grund war, warum ich zu dem Buch gegriffen habe.

Moralisch fragwürdige Charaktere, ein düsteres Setting in der Vorhölle, eine romantische Liebesgeschichte, klang für mich nach vergnüglich-spannenden Lesestunden. Leider wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht.
Zoé ist in mehr als einer Hinsicht ein fragwürdiger Charakter, nicht nur auf Grund ihres Berufes im horizontalen Gewerbe und weil sie sich ihr spärliches Einkommen mit Diebstählen aufbessert. Beides Dinge die ich noch am besten nachvollziehen konnte. Zoés Gedanken, die sich ständig im Kreis drehten und ihre Handlungen konnte ich da schon weniger verstehen. Autorin Beril Kehribar schreibt bereits im Vorwort, dass Zoé Zeit braucht, um zu wachsen und zu lernen und man ihr diese Zeit geben soll. Daher war ich darauf eingestellt, dass ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin haben werde. Dafür habe ich mir bei dem Hinweis aber auch erwartet, dass ich irgendeine Art von Charakterentwicklung erleben werde. Leider ist dies aber nicht der Fall. Mir ist bewusst, dass dies der erste Band einer drei bändigen Reihe ist, aber ein wenig Wachstum hätte man auch im ersten Band unterbringen können.
Die romantische Liebesgeschichte habe ich auch schmerzlich vermisst. Weder war für mich nur der Hauch von Romantik zu spüren, noch konnte ich Liebe erkennen. Aber vielleicht kommen auch diese Dinge erst in den nächsten Bänden vor. Im vorliegenden Teil gab es nur einige sehr explizite Szenen, bei denen es um den Akt an sich, Gewalt und Lust ging, aber mehr auch nicht.
Über die Welt an sich kann ich leider nicht viel sagen. Weder ist mir klar in welcher Zeit noch an welchem Ort der Roman spielt. Die Welt der Lebenden klang für mich sehr Französisch, während die Vorhölle slawisch wirkte. Alles sehr unklar. Dies gilt auch für die Handlung an sich. In groben Zügen ist mir bewusst, warum es geht und in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Doch an vielen Stellen habe ich den Faden verloren, weil es einfach nur verwirrend und langatmig war. Anscheinend hat mein Kopf da öfter eine Pause eingelegt.
Nach Abschluss des Buches bleibt bei mir das Gefühl über, dass die Autorin vor allem mit ihren expliziten Szenen schockieren möchte. An vielen Stellen wurde es mir fast zu viel. Die Handlung blieb da leider auf der Strecke.

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Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:

Buchempfehlung der Sternfreunde Ostermiething

Kosmos Himmelsjahr 2025 von Hans-Ulrich Keller

Wollen sie sich eingehend über das Himmelsgeschehen im kommenden Jahr informieren, dann empfehle ich das Handbuch "Kosmos Himmelsjahr 2025". Es ist ein ausführlicher Wegweiser zu den astronomischen Ereignissen. Enthalten sind die Kalenderdaten: der Beginn der Jahreszeiten, alle Fest- und Feiertage sowie die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, deren Stellung im Tierkreis und die Mondphasen, weiters der Planetenlauf durch die Sternbilder und wann unsere Nachbarn zu sehen sein werden.

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Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:

Buchempfehlung der Sternfreunde Ostermiething

Was tut sich am Himmel 2025 von Hermann-Michael Hahn

Wer einen schnellen Überblick über das Himmelsgeschehen im kommenden Jahr bekommen will, sollte sich das Büchlein "Was tut sich am Himmel 2025" (Kosmos Verlag) zulegen. Das Jahrbuch bietet Astro-Einsteigern kurz und übersichtlich alles Wichtige zum Himmelsgeschehen.

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Rezensionen von Sonne89:

Motivierender Lesestart

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch

Mit rund 44 Seiten hat das Buch eine tolle Länge für Leseanfänger. Zu Beginn werden die Figuren vorgestellt und die Geschichte beginnt. Zwischendurch lockern Rätsel rund um die Buchstaben das Buch auf und helfen nochmals beim Sprachverständnis.
Die Schrift ist schön groß und der Text befindet sich zur Abwechslung auch schon mal in einer Sprechblase.

Die Bilder sind schön farbig.
Am Ende befinden sich Lese-Raben-Sticker, diese können nach geschafftem Kapitel in das vorgesehene Feld eingeklebt werden und auch nach jedem geschafften Rätsel. Das motiviert nochmals zusätzlich.
In der Geschichte kommt die Prinzessin Juno, die in einem Wolkenschloss lebt, zu Mia auf die Erde, nachdem der Wind sie hinabgefegt hat. Ohne ihre Flöte kann Juno nicht zurück. Mia hilft ihr dabei die Flöte zu finden und beide erleben in der Zwischenzeit eine schöne gemeinsame Zeit.

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Rezensionen von Carmen19994:

Vampirklassiker

Carmilla von Sheridan Le Fanu

An und für sich bin ich kein großer Fan von Vampiren- aber die Klassiker lese ich trotzdem gerne! Carmilla ist ein kurzweiliger Vampirklassiker, den man schnell beendet und der einen in die Steiermark entführt- eine Gegend, nicht unweit von meinem Wohnort. Das fand ich hierbei besonders spannend.
Die Figuren selbst und deren Beziehungen und Emotionen waren für mich aber leider nicht ganz einfach greifbar und ich konnte mich, obwohl Gefühle auch gut beschrieben wurden, nur schwer in sie hineinfühlen.

Die Handlung ist sehr dicht und vor allem zum Ende hin passiert alles sehr schnell.
Die Sprache fand ich toll und vor allem, wenn man im Hinterkopf behält, dass dieser Roman vor Drakula entstanden ist und noch dazu von einem weiblichen Vampir handelt, ist die Geschichte wirklich beeindrucken!
Vor allem auch die Cover-Gestaltung fand ich sehr gut gelungen.

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Rezensionen von jam:

Eine ungewöhnliche, lustige und durchaus romantische Geschichte

P. S. I Hate You - Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe von Donna Marchetti

"Ich schrieb ihr immer noch. In den drei Jahren hätte ich ihr so viel erzählen können, von mir und meinem Leben, und doch hatte nach wie vor nichts von dem, was wir uns schrieben, irgendeine Substanz. Stattdessen war unser Briefwechsel zu einer Art Wettkampf geworden, in dem wir versuchten, uns immer wieder zu übertrumpfen.

Und doch waren wir nicht dauerhaft gemein zueinander."
Kapitel 4
Seit der fünften Klasse sind Naomi und Luca Brieffreunde - wobei, wohl eher Brieffeinde. Denn Luca hatte keinerlei Lust auf den Briefwechsel, den seine Lehrerin angezettelt hat. Deshalb ist sein erster Brief bitterböse - doch er hat die Rechnung ohne Naomi gemacht. Sie steigt in das Spiel ein und so werfen sie sich seit Jahren Gemeinheiten an den Kopf - und verraten zwischen den Zeilen oft mehr, als sie selbst und der andere bemerken. Als Naomi nach zwei Jahren Funkstille einen neuen Brief von Luca bekommt, ohne Absender, ist ihr Ehrgeiz geweckt. So einfach will sie ihn nicht gewinnen lassen! Gemeinsam mit ihrer Freundin Anne reist sie zu seinen alten Adressen und versucht herauszufinden, wo er gelandet ist. Dabei stellt sie fest, wie viel ihr Luca bedeutet.
Doch da ist auch noch ihr heißer Nachbar, dem sie immer näher kommt. Irgendwann hat sie das Gefühl, den jeweils einen mit dem anderen zu betrügen...
Ich mochte das Buch von der ersten Seite weg! Naomi ist eine liebenswürdige Wetterfee, herzlich und freundlich - außer in ihren Briefen an Luca! Über ihn erfahren wir in Rückblenden weniger als über Naomi, aber seine schwere Kindheit hat mich sehr bewegt.
Die Briefe zwischen den beiden trafen genau meinen Humor und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Ihr Interesse aneinander ist herzerwärmend. Die immer wiederkehrenden Versuche, sich im echten Leben kennen zu lernen, scheitern jedes mal, an dem jeweiligen Partner oder an den Umständen. Jetzt endlich sieht es so aus, als wäre Luca Naomi nahe gekommen, und doch unerreichbar. Es macht sie irre, nicht zu wissen, wo er ist und ihm nicht antworten zu können. Doch Naomi ist pfiffig und findet einen Weg, mit ihm zu kommunizieren.
Mir hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht, auch die Freundschaft zwischen Anne und Naomi ist etwas Besonderes und hat noch eine interessante Nuance gebracht.
Fazit: Eine ungewöhnliche, lustige und durchaus romantische Geschichte über eine ungewöhnliche Brieffeindschaft.

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Rezensionen von Anjulia :

Leicht schauriger Klassiker

Carmilla von Sheridan Le Fanu

Wenn man an alte Vampirklassiker denkt, fällt den meisten wahrscheinlich zuerst Dracula ein. Doch Carmilla erschien bereits 20 Jahre früher und war zumindest mir bisher noch unbekannt.

Carmilla -Der weibliche Vampir- von Joseph Sheridan Le Fanu ist eine knapp 140 Seiten lange, in Briefform geschriebene Novel, aus dem Jahre 1872.

Laura schildert darin rückblickend ihre Begegnung mit der Vampirin Carmilla. Laura lebt gemeinsam mit ihrem Vater und zwei Governanten auf einem abgeschiedenen Schloss in der Steiermark. Sonstige sozialen Kontakte bestehen fast nicht. Nach einem Kutschunfall nimmt die Familie die junge Carmilla als Gast auf. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Freundschaft. Mit Carmillas teilweise obsessiven Verhalten kann Laura jedoch nur schwer ungehen. Auch häufen sich um Carmilla einige weitere Ungereimtheiten. Im nahegelegenen Dorf sterben plötzlich Frauen und auch Laura fühlt sich immer schwächer.

Die Schreibweise des Buches wirkt aus heutiger Sicht antiquiert. Ich denke es ist, wenn man sich darauf einlässt, dennoch gut lesbar. Der Handlungsort, das einsame Schloss, die abgeschiedene Umgebung, gibt der Erzählung die nötige unheilvolle Atmosphäre. Eine Liebesbeziehung zwischen Laura und Carmilla wird nicht offensichtlich angesprochen, was dem damaligen Zeitgeist geschuldet sein dürfte. Man kann sie jedoch in die Darstellung der Freundschaft hineininterpretieren. Interessant ist auch Carmillas Charakter. Beim Lesen wirkt sie fast etwas kapriziös auf mich. Im Gegensatz zu später dargestellten Vampiren hat sie kein Problem mit Sonnenlicht. Die Handlung selbst verläuft ohne große Überraschungen, vielleicht weil Titel und Inhaltsangabe bereits viel verraten. Der Gruselfaktor ist aus heutiger Sicht eher gering. Trotzdem war es für mich sehr interessant in diesen Klassiker einzutauchen.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Packen wir es an - für eine bessere Welt

Moralische Ambition von Rutger Bregman

Wie der Autor selbst schreibt, möchte er es uns mit seinem Buch "nicht leichter, sondern schwerer machen. Es ist ein Buch, das Ihnen keinen Trost spendet, sondern Unbehagen bereitet." Und doch ist es ein hochinteressantes, sehr zugängliches, gut verständliches und spannend geschriebenes Buch, das zum Aktiv-Werden inspiriert, ohne zu sehr mit der Moralkeule daherzukommen.

Von Anfang ist die Leidenschaft des Autors für dieses Thema spürbar. Er kritisiert, wie viele hochintelligente und hochgebildete, privilegierte Menschen ihr Talent und ihre Lebensenergie nicht einsetzen, um die Welt besser zu machen, sondern in Jobs verharren, bei denen sie nichts Positives beitragen oder sogar Schaden anrichten. Dabei richtet er sich ausdrücklich nicht an die Menschen, die schon jetzt wichtige Aufgaben übernommen haben, bei denen sie sich für andere und für eine bessere Welt einsetzen, wie z.B. jene im Gesundheits- oder Bildungswesen. Sorgfältig mit empirischen Daten und wissenschaftlichen Quellen untermauert, zeigt der Autor auf, dass es leider eine Korrelation zwischen dem durchschnittlichen Einkommen in einem Bereich und dem, wie unmoralisch dieser Bereich angesehen wird, gibt: ganz oben in beiden Bereichen sind etwa die Finanz- und Tabakindustrie und die Waffenproduktion.

Über das Buch hinweg werden viele Beispiele einzelner Menschen beschrieben, die ihr Talent und ihre Leidenschaft - oft gemeinsam mit anderen und in Organisationen - dafür eingesetzt haben, die Welt zu einer besseren zu machen. Das Beispiel, das sich am stärksten durch das Buch zieht, ist die Bewegung des Abolitionismus, die sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte, und damit am Ende auch erfolgreich war. Weitere Beispiele sind Menschen, die im 2. Weltkrieg Juden versteckten, die Suffragetten und ihr Kampf für die Rechte der Frau, aber auch Menschen der heutigen Zeit, die sich für den Schutz aller Menschen vor vermeidbaren Krankheiten, z.B. für die Bekämpfung der Malaria, oder auch für Tierschutz einsetzen.

Dabei stellt der Autor auch sehr interessante und manchmal unbequeme Fragen zur heutigen Zeit: so, wie Sklaverei früher mal gesellschaftlich akzeptiert und tief in den Vorstellungen der Menschen verwurzelt war, was sind die Übel der heutigen Zeit, die wir als normal ansehen und für die spätere Generationen uns verurteilen könnten? Werden zukünftige Generationen ähnlich entsetzt über die Massentierhaltung der heutigen Zeit sein, wie wir es sind, wenn wir an Sklaverei denken? Wofür lohnt es sich jetzt zu kämpfen?

Der Klimawandel ist weit fortgeschritten und hätte am besten vor Jahrzehnten schon bekämpft werden sollen... welche Themen sind es heute, die später zur Bedrohung werden könnten und wo wir frühzeitig einschreiten könnten, wenn wir jetzt was tun würden? Wie gehen wir z.B. mit der künstlichen Intelligenz und ihren Chancen und Herausforderungen um?

Wer sich dafür interessiert, sich für eine bessere Welt einzusetzen, findet in diesem Buch viele Rollenmodelle und inspirierende Ideen. Wir erfahren von einer eigenen Akademie für Idealisten. Von Menschen, die unglaubliche Summen Geld für eine gute Sache aufgetrieben haben. Aber auch von den Hindernissen, die einem Einsatz entgegen stehen können, z.B. zu starke Radikalität, die dazu führt, dass man kaum Unterstützer und Verbündete findet. Das Buch macht also auch sehr nachdenklich darüber, in welchen Bereichen wir uns daran hindern, etwas Gutes zu bewirken und auch, in welchen Bereichen wir uns vielleicht selbst anlügen (z.B. die Illusion, dass Bewusstsein alleine so bedeutsam sei, auch wenn ihm keine Handlungen folgen würden).

Am Ende wird auch noch der Bogen hin zu einer gesunden Balance geschlagen und darauf aufmerksam gemacht, dass bei aller Weltbesserungsfreude diese allein kein Selbstzweck sein müsse und es auch gute Argumente dafür geben könne, einfach Freude am Leben zu haben und dieses zu genießen, ohne, wie z.B. Gandhi, zu einem übergroßen Asketen fernab jeglicher weltlichen Genüsse werden zu müssen. Das macht das Buch erfrischend realistisch und lebensnah.

Ich kann das Buch allen, denen die Zukunft unserer Welt am Herzen liegt, nur eindringlich empfehlen.

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