Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein toller Auftakt
Of Ice and Fire - Eissonne von Jana Stehr
Als Embers Zwillingsbruder kurz vor einem tödlichen Wettkampf stirbt, nutzt sie die Gelegenheit und gibt sich als ihn aus. So entkommt sie einer Zwangsheirat – bringt sich aber gleichzeitig selbst in Lebensgefahr. Zwischen Kämpfen ums Überleben, Geheimnissen und verbotenen Gefühlen wird schnell klar: Das Ganze ist viel größer, als sie gedacht hat.
Am Anfang hatte ich etwas Probleme, richtig in die Geschichte hineinzufinden, aber sobald ich drin war, hat sie mich komplett gepackt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Das Setting ist einfach richtig stark. Diese kalte, raue, nordische Welt fühlt sich total greifbar an. Die Aufteilung zwischen den Fjorden und dem Nordkern, die düstere Grundstimmung – das passte einfach.
Und die Drachen? Definitiv anders als erwartet und genau deshalb so interessant.
Im Fokus der Geschichte steht
Ember. Sie ist mutig, trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen und muss einiges einstecken, wächst aber daran. Genau das macht sie so authentisch.
Issolas fand ich als Charakter ebenfalls richtig spannend. Nach außen stark und kontrolliert, aber mit viel mehr Tiefe, als man zuerst denkt.
Seine Hintergrundgeschichte hat mich am Ende echt überrascht.
Nicht so richtig warm geworden bin ich mit der romantischen Entwicklung zwischen den beiden. Der Slow Burn und das Knistern waren zwar da, aber emotional hat es mich nicht komplett abgeholt. Das wirkte stellenweise etwas erzwungen.
Dafür hat die Story umso mehr überzeugt. Die Handlung ist spannend, stellenweise richtig intensiv und vor allem nicht so vorhersehbar, wie man vielleicht denkt.
Gerade der Plotttwist hat mich echt erwischt. Auch das Ende fand ich gelungen – kein fieser Cliffhanger, aber genug, um unbedingt weiterlesen zu wollen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft. Besonders die handschriftlichen Notizen und Tagebucheinträge zwischendurch haben der Geschichte nochmal eine persönliche Note gegeben.
Gewünscht hätte ich mir eine etwas ausführlichere Beschreibung der Prüfungen.
Fazit:
Ein toller Auftakt mit einem großartigen Setting, einer überzeugenden Protagonistin und einer Story, die einen nicht mehr loslässt. Kleine Schwächen in der Romance, aber insgesamt absolut fesselnd – Band 2 ist definitiv Pflicht.
Rezensionen von Hennie :
Mordermittlung in eigener Sache
Noch fünf Tage von Helena Falke
Die Autorin Helena Falke wählt für ihren Thriller zwei Stilelemente, die ich in anderen Büchern schon gelesen habe. Zum einen ermittelt das Opfer im eigenen Fall, zum anderen ist die Zeit dazu der wesentliche Faktor. Das hat sowohl seinen besonderen Reiz als auch einen wesentlichen Nachteil.
Zum Geschehen: Lis Castrop, eine Köchin von Weltrang, wird gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber, der Milliardärsfamilie Harman, mit einer tödlichen Dosis Polonium 210 vergiftet. Das Festmahl in der Silvesternacht überlebt die vierköpfige Familie nicht. Lis bleibt noch eine Frist von fünf Tagen, die sie im Pflegebett und am Tropf verbringt. Da sie die einzige Zeugin ist, wird sie von der Polizei verdächtigt. So fühlt sie sich gezwungen, auch um ihre minderjährige Tochter zu schützen und eine gesicherte Zukunft für sie zu erreichen, selbst aktiv zu werden. Sie muss ihre Unschuld beweisen und den Mörder finden.
Ich fand diesen Ansatz spannend. Fünf Tage! Und diese Vergiftung! Wie würde sich diese Story abspielen? Meine Neugier war geweckt.
Die fünf Tage sind gleichzeitig die Überschriften: Tag 1, Tag 2... und dazu sind die Kapitel mit der digitalen Uhrzeit versehen. Es beginnt mit 04:38 und der Einlieferung von Lis in die Luxusklinik. Ich habe schnell ins Geschehen reingefunden und ich muss sagen, dass ich sehr erstaunt war, wie gefasst Lis ihrem sicheren Tod in fünf Tagen entgegensieht. Die Uhr mit der digitalen Zeitangabe in ihrem Krankenzimmer sieht sie zunächst als ihren Freund bzw. Verbündeten an.
Die Geschichte verliert sich leider recht bald in endlosen Beschreibungen des Umfeldes der Spitzenköchin, der verschiedensten exentrischen Speisen, Zutaten und Zubereitungsarten. Die Welt der Superreichen, der Lifestyle, der Luxus und ihre Befindlichkeiten, ihre Neurosen... Lis berichtet ausführlich aus der Vergangenheit. Und das bei diesem Zeitdruck! Durch ihre Erzählung konnte ich keine verdächtigen Menschen in ihrem Umfeld herausfiltern, bis auf einen, der zum Ende wie Kai aus der Kiste bei ihr am Sterbebett erscheint.
Das Ende empfand ich als sehr fragwürdig. Ich kann es nicht glauben, dass das real war. Ich interpretierte es für mich so, dass Lis sich in den Uhrzeiten mit Fragezeichen im Sterbeprozess befand und die Abläufe in ihrem Gehirn stattgefunden haben, nicht in der Realität. So konnte sie in Ruhe sterben.
Trotz des Ernstes der Lage, ist dieses Buch recht ruhig erzählt, unblutig. Es ist kein Thriller. Dafür fehlt etwas für mich ganz Wesentliches – der durchgängige Spannungsbogen. Vielleicht kann man es als Milieustudie bezeichnen. Ich hab es trotzdem gern gelesen und kann es empfehlen, aber meine Bewertung liegt bei drei von fünf Sternen.
Rezensionen von Danislesestube:
Ein Satz mit X, .....
Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf
Es gibt Bücher, die mich auf Anhieb begeistern können, dann gibt es welche, die ziemlich schnell bei mir durchfallen. „Die Auszeit“ und „Das Dinner“ haben mir wirklich gut gefallen. Etwas anderer Ansatz. Charaktere mit viel Substanz und eine Handlungshergang der nicht einfach zu durchschauen gewesen ist.
Insgesamt zwei sehr gelungene Thriller von Emily Rudolf. Dann gibt es „Die Housesitterin“, ein Buch, bei dem ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ab wann es mich endgültig verloren hat. Also: Wo fange ich da nur an?
Am besten bei der Grundidee. Cecilia arbeitet als Housesitterin (passt in der Abwesenheit der Bewohner auf das Haus auf) in einer Villa der Familie Waldner. Nicht zufällig, wie wir später erfahren. Unsere Protagonistin hat offenbar einiges an Vorarbeit geleistet, um so weit zu kommen. Aber warum? Um Johannes Waldner näherzukommen. Auch das ist kein Zufall, wie wir recht früh im Buch erfahren, oder wer zwischen den Zeilen des Klappentextes lesen kann, findet es auch so heraus. Prinzipiell bin ich voll fein mit der Idee. Hat recht viel Potenzial für eine interessante Umgebung. Am Anfang der Handlung, nach einem vielsagenden Prolog, wird auch angedeutet, dass wir uns auf Spannung freuen können. Nur um dann eine Vollbremsung zu machen, um erst einmal zu erläutern, wer Johannes ist, was er getan hat (auch hier lohnt sich ein Blick in den Klappentext). Ab diesem Moment begann meine Vorfreude zu bröckeln. Okay. Ich habe also erfahren, was Cecilia womöglich im Schilde führt. Dass Johannes sein dunkles Geheimnis hat. Worauf soll ich mich noch freuen, wenn ich ohnehin schon weiß, wie der Hase läuft? Richtig. WIE ist das alles eigentlich passiert. Ja, cool, rein ins Geschehen.
Zuvor lernen wir noch unsere beiden Protagonisten, deren Perspektive wir abwechselnd erleben, und die Nebencharaktere kennen. Zwei davon kann man aus offensichtlichen Gründen direkt aussortieren. Einer ist interessant und sorgte mit seinem Verhalten für etwas mehr Zündstoff, den das Buch definitiv nötig hatte. Denn Cecilia und Johannes sind unglaublich langweilige Charaktere. Von Grund auf unsympathisch, auch wenn mir die Handlung weiß machen wollte, dass ich schon irgendwie Mitgefühl empfinden sollte. Immerhin mussten beide durch eine schlimme Zeit durch. Aber nein, dieses Gefühl haben sie sich beide zerstört. Zum einen, weil Cecilia keine wirklichen Stärken hatte, Schwächen dafür einige. Johannes fiel bei mir direkt durch. So oft wie bei der Knalltüte das Wort f….. fiel ist nicht mehr normal. Genauso wie seine Gedankenwelt und sein Verhalten. Cecilia hatte offenbar Tomaten auf den Augen, aber wie bereits erwähnt, hat sie sich nicht einfach so in ihn verliebt. Und wie sieht es mit dem Zündstoff-Nebencharakter aus? Er war der Einzige, dem ich sein Verhalten abgekauft habe. Und die beiden anderen Charaktere? Die eine war nur da, um die schlechte Seite des einen Charakters zu zeigen und die andere ….. war existent. Yay.
Der Schreibstil ist für mich das einzig Positive an dem Buch. Der Rest, puh, nein, nicht mein Fall. Von einem Thriller erwarte ich Spannung, Wendungen, unvorhergesehene Entwicklungen und kein Liebes- und Familiendrama.
Rezensionen von Gute_Laune:
Köstlich, abwechslungsreich, traditionell und doch modern
Teigtaschen aus den Alpen von Irene Hager
Teig mit Füllung ist immer lecker, ganz gleich, woher die Rezepte stammen. Aber die Teigtaschen aus den Alpen überraschen mich mit ihrer Vielseitigkeit, den Teigarten und den Füllungen doch positiv!
Irene Hager hat ein Gesamtwerk verfasst. Beginnend mit einem Theorieteil, der nicht nur die Herstellung erklärt, sondern auch die Geschichte und Tradition der Teigtaschen.
Das ist spannend und interessant zu lesen. Anschließend folgen die verschiedenen Rezepte. Danach findet man die Teige für die Teigtaschen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, sie wären vor den Rezepten, doch das ist Moppern auf hohem Niveau.
Nicht selten nehmen die Rezepte mehrere Seiten in Anspruch. Neben dem Foto der fertigen Teigtasche gibt es sehr oft auch weitere Fotos, die die Herstellung der Teigtaschen erklären und zeigen. Die Rezepte selbst sind ausführlich beschrieben und klar strukturiert. Neben der Teigart findet man die Zutatenlisten für die Füllung und das Anrichten. Die Arbeitsschritte sind unterteilt in Teig vorbereiten, Füllung zubereiten, Teigtaschen formen, kochen, anrichten. Wer Wert auf die Nährwerte legt, wird hier enttäuscht. Mir fehlen sie jedoch nicht.
Mich haben die Rezepte dazu inspiriert, Teige und Füllungen nicht nur wie im Buch zu kombinieren, sondern neu zusammenzustellen. Das macht Spaß und bringt noch mehr Abwechslung auf den Tisch. Die Zutaten sind teilweise nicht ganz so einfach aufzutreiben, im Großen und Ganzen aber doch im Supermarkt zu finden. Wer gern Spezialitäten aus anderen Ländern kocht, kennt das Prozedere. Man darf auch nicht unterschätzen, wie aufwendig diese leckeren Gerichte sind. Es lohnt sich aber! Für Anfänger in der Küche etwas sportlich, aber wer gern und viel kocht, wird das Buch so lieben, wie ich. Von daher gebe ich die vollen fünf Sterne.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein Volltreffer für kleine Fußballfans!
Kosmos SchlauFUX Fußball, von Birk Grüling
Ich bin wirklich begeistert von dem Buch „Fußball“ von Dirk Grünling. Für mich ist das Konzept nahezu unschlagbar: Kinder werden hier nicht einfach nur mit Informationen „gefüttert“, sondern wirklich ernst genommen und dazu eingeladen, sich auf ihre ganz eigene Art Wissen rund um den Ball anzueignen.
Genau das macht dieses Buch so besonders.
Erschienen ist das Buch im Kosmos Verlag und gehört zur Reihe SchlauFUX. Auf unglaublichen 64 Seiten stecken hier nicht nur jede Menge fundierte Informationen, sondern auch herrliche Fotos, die das Gelesene lebendig machen und zusätzlich begeistern.
Besonders gut gefallen mir die klar strukturierten Kategorien, die durch gleichbleibende Icons sofort erkennbar sind. Das sorgt für Orientierung und macht es auch jüngeren Leserinnen und Lesern leicht, sich zurechtzufinden und gezielt in Themen einzutauchen, die sie gerade interessieren.
Inhaltlich lässt das Buch für mich keine Wünsche offen. Es deckt wirklich alles ab, was man über Fußball wissen kann: von den Anfängen des Spiels über große Superstars und Vereine bis hin zu Taktik, kuriosen Fakten und spannenden Einblicken in den Frauenfußball. Auch Themen wie Fußball auf verschiedenen Kontinenten, die Bundesliga, wichtige Trophäen und Pokale, die Rolle der FIFA sowie Fußball im Fernsehen und Radio werden anschaulich behandelt.
Ich habe das Gefühl, dass hier ein echtes Gesamtpaket entstanden ist. Es ist so umfassend, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendetwas Wichtiges fehlt. Mein kleiner Fußballexperte wird dieses Buch ganz sicher nicht mehr aus der Hand legen. Für alle fußballbegeisterten Kinder ist es aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung.
Rezensionen von PMelittaM:
Ich bin auf Band 2 gespannt
Nightingale von Danielle Weidig
Gerade aus den Flitterwochen zurück, soll nun Lydia Nightingales neues Leben als Countess beginnen. Schon am ersten Tag wird sie in einen Mordfall verwickelt, und ihr Ehemann Nigel bald als Täter verdächtigt. Was bleibt ihr anders übrig, als selbst zu ermitteln und den Fall zu lösen. Zum Glück steht ihr dabei Godfrey Goodfellow, der Butler ihrer Schwiegermutter zur Seite.
Ein britischer Cosy Crime, der in der heutigen Zeit spielt, sich aber trotzdem in Adelskreisen bewegt, dazu der Start in eine neue Reihe, das machte mich zusätzlich zum Klappentext neugierig.
Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Erzählstil, zu viel ging es um die Beschreibung des Äußeren, die Kleidung und vor allem das Make up, doch dann las ich, dass Lydia von Beruf Kosmetikerin und Maskenbildnerin ist, und so konnte ich es zumindest akzeptieren, im weiteren Verlauf wird es auch weniger.
Lydia ist mir sympathisch, aber mein Favorit unter den Charakteren ist ganz klar der Butler, der durchaus die butlerübliche Verhaltensweisen an den Tag legt, aber auch darüber hinaus gehen kann, und zum Beispiel die Zeit nutzt, wenn seine Chefin anderweitig beschäftigt ist, und seine Dienste voraussichtlich nicht benötigt. Außerdem besitzt er die eine oder andere nützliche Fähigkeit, kennt sich an den Örtlichkeiten aus, und ist ziemlich liebenswert. Dass er zudem gerne Sprichwörter, diese aber grundsätzlich falsch, benutzt, lässt einen immer wieder schmunzeln.
Lydias Schwiegermutter, die für das junge Paar ihr bisheriges Domizil im Castle aufgegeben und in ein Herrenhaus gezogen ist, hat natürlich gewisse Allüren, man kann sie aber mögen, auch wenn sie Probleme gerne in Sherry ertränkt. Das Personal der Familie und einige Bewohner:innen des nahegelegenen Örtchens spielen ebenfalls eine Rolle, manche wird man sicher wiedertreffen.
Die Polizei, in Form von Liam Lawson, der Lydias Ehemann von Kindheit an kennt und anscheinend nicht so richtig mag, schießt sich schnell auf Nigel ein. Ihn auf andere Spuren zu bringen ist nicht so einfach, zumal wirklich einige Indizien auf Nigel hindeuten. Am Ende wird der fall einigermaßen nachvollziehbar aufgeklärt.
Dieses Ende allerdings hat mir den Roman etwas verleidet. Viel zu früh erfährt man die Auflösung, und dann wird über viele Seiten hinweg erklärt, was passiert ist, natürlich von dem:der Täter:in hochstpersönlich. Das Drumherum zu diesen Erklärungen, ich möchte das aus Spoilergründen nicht näher ausführen, soll wohl spannend sein, ist es vielleicht auch für einige, mich konnte es nicht überzeugen, mir war das Ganze viel zu langatmig und wirkte auf mich etwas weit hergeholt und nicht immer logisch. Die Motivation konnte ich schon erkennen, aber das Drumherum empfand ich als eher albern.
Ich bin gespannt, ob im nächsten Band, der schon am Ende diesen Bandes seinen Auftakt hat, noch einmal auf die Geschehnisse zurück gekommen wird. Ich würde es begrüßen, auch um zu erfahren, wie es für manche aus- beziehungsweise weiterging.
Der erste Band der Reihe konnte mich, trotz seines weniger ansprechenden Endes, unterhalten. Ich mag das Setting und besonders den die Protagonistin bei ihren Ermittlungen unterstützenden Butler. Ich vergebe hoffnungsvolle 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde, und bin auf Band 2 gespannt.
Rezensionen von manu63:
Auftakt mit Potential nach oben
Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer
Witch of the wolves Halbmonderbe ist der Auftakt der Blood Legacy Reihe der Autorin Kaylee Archer. Auf wie viele Teile die Reihe angelegt ist, konnte ich noch nicht heraus finden, es gibt zumindest zwei Bände von denen der zweite noch nicht erschienen ist.
Cordelia entstammt einer Reihe von mächtigen Hexen und wächst bei ihrer Tante Lenora in London auf.
Als plötzlich ein geheimnisvoller Fremder in ihr Leben tritt, wird dieses völlig aus der gewohnten Bahn geworfen und Cordelia erfährt Dinge aus ihrer Vergangenheit die ihr nicht bekannt waren und die sie zum Teil verstören.
Die Geschichte wird flüssig erzählt und hat in der Handlung einige sprunghafte Szenen in denen sich die Wahrheiten und Gegebenheiten rasch ändern. Cordelia muss sich immer wieder auf neue Wahrheiten oder Lügen einstellen und als Leser kann man den verschiedenen Wendungen manches mal gar nicht so schnell folgen wie sie erscheinen. Viele Charaktere werden erwähnt die nur ein kurzes Szenario haben und man weiß oft nicht, ob sie nur Randfiguren sind oder ob ihnen stärkere Bedeutung zukommt. Da wäre weniger oft mehr gewesen.
Die in der Beschreibung angedeuteten Spicy Szenen fand ich an einigen Stellen recht unpassend und auch eher nicht so spicy.
Cordelias Gedankenwelt dreht sich mehrfach im Kreise und da wäre mir eine straffere Erzählweise lieber gewesen.
Trotz der erwähnten Schwächen hat mich die Geschichte im Ganzen recht gut unterhalten und ich bin neugierig wie es in Teil zwei weiter geht.
Rezensionen von Tara:
Düster & atmosphärisch
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
„Home Before Dark“ ist ein atmosphärischer Psychothriller der in Reykjavík lebenden Autorin Eva Björg Ægisdóttir.
Die Handlung beginnt 1977 in Island aus der Perspektive der 24-jährigen Marsibel – kurz Marsi. Vor zehn Jahren ist ihre Schwester Stina verschwunden. Damals wollte sie sich mit einem Brieffreund treffen, dem gegenüber sie sich als ihre Schwester ausgegeben hatte.
Sie schafft es nicht zu dem Treffen, stattdessen verschwindet Stina. Nun erhält sie einen rätselhaften Brief von ihrem damaligen Brieffreund. Sie ist geschockt, will aber, dass die Wahrheit über das, was damals passiert ist, endlich ans Licht kommt. Zum zehnjährigen Jahrestag von Stinas Tod gibt es einen weiteren Todesfall und es wird ein weiterer Brief an Marsi gefunden.
Marsibil leidet seit zehn Jahren unter Schuldgefühlen, Schlaflosigkeit und Halluzinationen. Die Erinnerungen an ihre Kindheit sind bruchstückhaft und sie weiß nicht, ob sie ihnen trauen kann. Dadurch wurde sie auch für mich als Leserin zu einer unzuverlässigen Erzählerin.
Bereits zu Beginn wird eine beklemmende Atmosphäre aufgebaut. Marsis Schuldgefühle und ihre Verzweiflung sind spürbar.
Die Handlung wechselt zwischen den derzeitigen Ereignissen im Jahr 1977 und der Vergangenheit, dem Jahr, in dem Stina verschwand. Zudem wird sie aus unterschiedlichen verschiedene Perspektiven erzählt, wodurch die Spannung hoch gehalten wird. Dazu kommen zahlreiche unvorhersehbare Wendungen. Letztendlich ist nichts, wie ich zunächst dachte und gleichzeitig hat Eva Björg Ægisdóttir genau dies zuvor angedeutet, ohne, dass ich es erkannt habe.
Auch wenn ich ein wenig überrascht war, dass die Brieffreundschaft nur eine recht untergeordnet Rolle gespielt hat, konnte mich der Thriller durch seine intensive und beklemmende Atmosphäre fesseln und überzeugen, so dass ich gespannt auf weitere Bücher der Autorin bin.
Rezensionen von nanu?!:
Zusammen isst man weniger allein
Easy Morning - Frühstück & Brunch von Christina Schierlinger-Brandmayr
Der Morgen ist die liebste Tageszeit der Autorin, denn da nutzt sie die morgendliche Ruhe, um für sich und der Familie ein gemütliches Frühstück zuzubereiten.
Im Alltag ist das meistens nur ein schnelles Granola oder Brot, aber wenn die Zeit es erlaubt, wird das Frühstück richtig zelebriert.
Die Autorin betont in ihrem Vorwort, dass sie bewusst nach Rezepten gesucht hat, für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss, oder die im Vorfeld schon leicht vorzubereiten sind.
Man selber will schließlich auch mit am Tisch sitzen und schlemmen, den Tag genießen und nicht noch ständig herumwuseln um tausend Sachen noch fertig zu kriegen.
Aufgeteilt ist das Buch in sechs Kapitel, wobei die Einführung gar nicht mitgezählt ist.
Die Autorin erzählt erst ein wenig über sich und ihre Vorlieben und worauf es bei ihr auf ein gutes Frühstück ankommt. Dabei kommt sie sehr sympathisch und entspannt rüber.
- Dann geht es los mit den BASICS wie selbstgemachtes Granola, Marmelade, Gewürzmischungen, die echte Gamechanger sind, verschiedene Varianten von Hummus, andere Dips, usw.
- Das GETRÄNKEkapitel finde ich für mich persönlich nicht so interessant. Hier geht es um kalt aufgebrühten Kaffee und Tee, der wohl gerade voll im Trend liegt.
Dann noch weitere Kaffee- und Teespezialitäten, Drinks und selbstgemachte Limonaden.
- Das Kapitel mit dem BROT & GEBÄCK gefällt mir dagegen sehr, denn die Vorschläge sind unkompliziert und auch für Anfänger machbar. Ruckzuck-Focaccia, Joghurt-Fladenbrote, Scones und Hefezöpfe. Nur das Sauerteigbrot braucht ein bisschen mehr Zuwendung, und Anstellgut hat ja auch nicht jeder zu Hause.
- Im vierten Kapitel geht es um Rezepte FÜR JEDEN TAG.
Hirsebrei, Müsli, selbstgemachten Joghurt, ... alles Dinge, die perfekt für ein schnelles Frühstück sind, und trotzdem spontan abgewandelt werden können, je nach Laune, und damit es nicht jeden Tag gleich schmeckt.
- Meine persönlichen Lieblingskapitel sind die beiden letzten, mit den herzhaften Brunchgerichten. Hier geht es um Salate, Platten mit Grillgemüse, Frittata, ... alles ein bisschen gehaltvoller und perfekt für ein ausgedehntes Frühstück.
Ausprobiert habe ich hier bereits die Pancakes mit Joghurt und Beeren, den ofengerösteten Kürbis mit Dukkah, Joghurt und Cranberrys, die gegrillten Spitzpaprika mit Feta-Topping und den Dinkelreissalat mit Gurke und Rosinen.
Mir gefällt wie die Autorin salzige und süße Komponenten miteinander kombiniert.
Praktisch ist auch, das diese Gerichte auch gut zum Barbecue oder Abendessen serviert werden können.
- Das letzte Kapitel behandelt deftige Rezepte aus aller Welt, wie englisches Frühstück mit Bohnen oder türkisches Menemen.
Das Buch selbst ist modern gestaltet, mit verschiedenen Schriftgrößen zur besseren Ansicht.
Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Einleitungstext mit Erklärungen und oft findet man darin noch weitere Tipps, wie man das jeweilige Gericht noch verändern oder verbessern kann.
Die Kochanleitungen sind laufende Texte, und keine Schritte zum abhaken. Trotzdem sind sie klar und deutlich geschrieben, Fragen bleiben keine offen.
Die Zutaten sind überall leicht zu bekommen und nichts kompliziert exotisches ist dabei.
Alle Rezepte sind vegetarisch, bis auf eines. Die Autorin erklärt aber, warum sie dieses eine ins Buch aufgenommen hat.
Die Fotos finde ich sehr gelungen. Die Autorin hat ihre Speisen immer sehr schön in Szene gesetzt und auch oft mit Blüten dekoriert.
Das Buch empfehle ich gerne weiter, es bietet jede Menge Abwechslung und viele neue Ideen. Daumen hoch!
Rezensionen von Streiflicht:
Wenn die Realität zur Inspiration wird ...
Am helllichten Tag von Peter Probst
Wenn die Realität zur Inspiration wird, dann ist es oft spannender und grusliger, als wenn sich jemand einfach irgendetwas ausdenken würde. Ich habe bisher kein Buch von Peter Probst gelesen, aber da habe ich wohl was verpasst! Gut, dass ich über dieses Buch gestolpert bin, das mich vom ersten Moment an fasziniert hat.
Schon die Kurzbeschreibung und das Cover in Kombination mit dem eingängigen Titel haben mich sofort neugierig gemacht.
Basierend auf wahren Begebenheiten hat der Autor hier einen richtigen Pageturner geschrieben. Toni war mir sofort sympathisch, ich konnte wunderbar mit ihr mitfühlen und mitfiebern. Das Rätsel, das ihr ihr Vater aufgegeben hat, war mehr als schwierig, gut, dass sie ein paar Helfer und Mitstreiter hatte. Leo mochte ich auch sehr und ich würde mich freuen, weitere Bücher mit dem ungleichen Duo, das sich aber so gut ergänzt, zu lesen.
Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch sehr berührend und bringt einen immer wieder ins Nachdenken und Grübeln. Umso mehr, weil man weiß, dass es damals wirklich entführte Kinder gab und die Taten nie aufgeklärt wurden. Da überlegt man ja immer ... Gleichzeitig hat der Autor es geschafft, die Atmosphäre damals und heute gut einzufangen und erlebbar zu machen. Ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich war ein bisschen traurig, als ich es zu Ende gelesen hatte.











