Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Snookie:
Thriller mit moderater Spannung
Thornbird von E. Kennedy
Im Young-Adult-Thriller geht es um Ryan. Ihr Vater ist ein verurteilter Serienmörder, der auch ihre Mutter getötet hat. Als sie sieben Jahre alt war, zieht sie zu ihrer Großmutter in eine andere Stadt und ändert ihren Namen. Zehn Jahre später und kurz nach dem Tod der Großmutter zieht sie zu ihrer Tante in ihre alte Heimatstadt.
Ihr Vater ist in der Stadt immer noch großes Thema, zumal die Leichen noch nicht gefunden worden sind. Kann sie ihre Identität geheim halten? Werden die Leichen noch gefunden? Und welche Geheimnisse gibt es noch in der Stadt?
Zunächst einmal zum Schreibstil: Diesen empfinde ich als sehr angenehm; er ist gut und flüssig zu lesen. Es ist auch eine gewisse Grundspannung vorhanden, weshalb das Buch schnell zu lesen ist.
Die Charaktere finde ich auch sehr vielschichtig und authentisch. Gerade Ryan als Protagonistin wirkt sehr stark, mutig und sympathisch. Sie hat viele Herausforderungen zu bewältigen, was gut beschrieben ist, sodass man gut mit ihr mitfühlen und mitfiebern kann.
Allerdings bin ich zwiegespalten, wie ich das Buch bewerten soll. Die Handlung ist spannend beschrieben, jedoch werden sehr häufig Teenagerprobleme behandelt, zum Beispiel Jungs, Schule (Highschool-Klischees), usw. Die eigentliche Handlung entwickelt sich eher schleppend (Aufklärung der Mord, Auffinden der sterblichen Überreste). Erst in den letzten 25% des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf. Das Thriller-Gefühl ist bei mir auch im letzten Abschnitt leider nicht wirklich aufgekommen. Da hätte ich mir dann doch ein bisschen mehr erhofft, gerade bei den vielen guten positiven Bewertungen. Es gab ein paar Twists, manche kamen unerwartet, einige waren erwartbar. Der Nervenkitzel, den ein Thriller eigentlich ausmacht, blieb hier leider für mich auf der Strecke. Die entsprechenden Szenen kamen doch recht spät im Buch und wurden zudem auch sehr schnell abgehandelt, gerade hier hätte man die Ereignisse noch ausführlicher erzählen können und die Geschichte ein bisschen strecken. Die Auflösung war zwar logisch und schlüssig, aber ein Teil der Auflösung erschien mir dann doch zu konstruiert. Es wirkte für mich ein wenig zu erzwungen, so als ob man immer noch einmal eins draufsetzen wollte, um den Leser möglichst zu schockieren.
Vielleicht liegt das alles auch im Genre begründet, da es sich um einen Young Adult Thriller handelt, in dem auch andere Themen mehr beleuchtet werden und der Thrilleranteil seichter sein soll. Ich hätte mir dennoch eine tiefergreifende Handlung gewünscht, z.B. mit einem stärkeren Bezug zum Motiv des Mörders, zur Aufklärung der Taten oder zum Schicksal der einzelnen Opfer. Das Teenagerleben stand für mich zu sehr im Mittelpunkt statt des eigentlichen Plots. Insgesamt war es kein schlechtes Buch, aber es konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Daher kann ich nur eine begrenzte Empfehlung aussprechen. LeserInnen, die einen rasanten Thriller mit hoher Spannung und Nervenkitzel suchen, könnten hier nicht auf ihre Kosten kommen. Für Einsteiger oder jüngere LeserInnen könnte es allerdings spannend sein.
Rezensionen von Frechdachs:
Mehr als nur Großmutters Erinnerungen - Das Schicksal der Schwarzmeerdeutschen
Ferne Heimat Altmontal von Michael Riepl
Michael Riepl präsentiert mit seinem Roman "Ferne Heimat Altmontal" einen für mich bis dato noch eher unbeleuchteten Teil deutscher Auswanderungsgeschichten.
Er geht in seinem Werk den Spuren seiner Großmutter nach, die 1919 in Altmontal in der heutigen Ukraine als Kind von Schwarzmeerdeutschen geboren wurde.
Ausgangspunkt sind dabei die persönlichen Lebenserinnerungen der Großmutter von Riepl, die er wiederkehrend ins Buch mit einfließen lässt.
Die Geschichte, die Riepl hier (nach)erzählt, gibt tiefe Einblicke in das damalige Leben seiner ausgewanderten Vorfahren weit fern der Heimat. Was sich zunächst sehr idyllisch mit entprechenden Privilegien und Wohlstand anlässt schlägt dann fast urplötzlich um, in immer stärker werdende Repressionen, Hungersnöten, Kriege, Verfolgungen und Deportationen. Eine sehr bewegende Geschichte einer jungen Frau die viele Höhen und Tiefen durchleben durfte.
Riepl verbindet dabei die "konservierten" Erinnerungen seiner verstorbenen Großmutter aus der Vergangenheit mit seinen eigenen aktiven Eindrücken aus der Ukraine und dem Kaukasus.
Das Buch ist sicherlich vordergründig der Großmutter von Michael Riepl gewidmet, allerdings erfahren hier Interessierte auch viel über das Schicksal der Schwarzmeerdeutschen.
Rezensionen von Streiflicht:
Für alle Katzenfans
Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher
Auch wenn ich altersmäßig absolut gar nicht zur Zielgruppe gehöre, war ich doch total neugierig auf dieses Buch. Ich bin ein totaler Katzenfan und schon das Cover mit der Katze auf dem giftgrünen Hintergrund hat mir Lust auf das Buch gemacht. Ein Tagebuch von einer Katze selbst geschrieben, da war ich doch neugierig.
Abgesehen von der Jagd nach der Bestie, die es ganz schön in sich hat, war auch der Rest des Buchs lustig, spannend und sehr unterhaltsam. Ich musste immer wieder grinsen und habe das Buch so gerne gelesen. Kann mir richtig gut vorstellen, dass Kinder ab neun Jahren wirklich begeistert sind. Ich jedenfalls war es und würde mir noch viel weitere Abenteuer mit Kater Knutbert wünschen.
Ich mag seine leicht motzige, überhebliche und dann doch wieder absolut lustige Art. Für mich tatsächlich genauso, wie ich mir vorstellen würde, dass mein eigener Kater schreibt und denkt!
Richtig gut gefallen hat mir auch die moderne, kindgerechte Gestaltung des Buchs gefallen. Der Text ist nicht immer nur linear und die cool Idee des Covers mit den Illustrationen zieht sich auch durch das ganze Buch. Fett gedruckte Wörter, solche in anderen Schriftarten und witzige Illustrationen und Kästen lassen das Buch gut lesbar erscheinen und machen gute Laune!
Rezensionen von peedee:
Märchenhaft zum Zweiten
Cordina's Royal Family 2. Ein königlicher Kuss von Nora Roberts
Cordina's Royal Family, Band 2: Der Thronfolger Prinz Alexander de Cordina weiss sich in jeder Situation tadellos zu benehmen. Nichts und niemand macht ihn nervös. Wirklich niemand? Schauspielerin Eve Hamilton, eine Freundin der Familie, gastiert mit ihrer Truppe am Hof der Fürstenfamilie. Sie ist die Einzige, die ihn aus der Ruhe bringt.
Als eine Serie von Anschlägen auf Mitglieder des Hofes erfolgt, ist auch Eve in Gefahr…
Erster Eindruck: Ein zum Buchtitel passendes Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Das englische Original erschien 1987.
Kronprinz Alexander und seine Geschwister könnten unterschiedlicher nicht sein: Bennett, sein Bruder, der als „Playboy-Prinz“ bekannt ist; Brie, seine Schwester, die mit Reeve verheiratet ist und vier Kinder hat. Auf Alexanders Schultern lastet viel. Eve hat sich sehr gefreut, als sie das Angebot erhalten hat, mit ihrer Schauspieltruppe vier Stücke in Cordina aufführen zu können. War das der einzige Grund für ihre Freude? Nein. Sie freut sich auch auf Alexander. Nein, tut sie nicht. Tut sie doch!
Als Leserin weiss man mehr als die Protagonisten selbst. Es wird keine Überraschung sein, dass Alexander von Eve hingerissen ist, sich aber meistens kühl und distanziert gibt, und dass Eve ihrerseits Gefühle für Alexander hegt. Alexander ist mit dreissig Jahren der seit Generationen älteste noch ledige Thronfolger in seiner Familie. Es wird ihm des Öftern gesagt, dass er doch heiraten und für Nachwuchs sorgen sollte. Er will aber nur die Eine: Eve. Als Theaterleiterin und Nicht-Adlige aus Amerika ist sie es gewohnt, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Bei ihm kommt immer zuerst sein Land. Könnte sie sich wohl vorstellen, an seiner Seite Cordina zu dienen?
Das Buch ist vor knapp vierzig Jahren geschrieben worden; diese Zeitspanne ist im Hinterkopf zu behalten. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass es ein Märchen ist. Es war eine unterhaltsame Auszeit mit Liebe und Drama im fiktiven Cordina – 3 Sterne.
Rezensionen von Dragon:
Wenn Freundschaft den stärksten Zauber entfacht
Vier Hexen und ein Zufallszauber von Marie Braner
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wunderschön gestaltet, zeigt alle wichtigen Elemente der Geschichte ohne zu viel vorwegzunehmen und die glitzernde Bordürenranke verleiht dem Buch einen ganz besonderen, magischen Charme.
Die Geschichte dreht sich um vier Mädchen, die auf außergewöhnliche Weise miteinander verbunden sind und durch einen Zufall einen uralten Bannzauber brechen.
Von da an überschlagen sich die Ereignisse: turbulent, witzig, spannend und natürlich voller Magie. Genau die richtige Mischung für junge Lesende ab 9 Jahren.
Besonders gut gefallen hat mir, wie unterschiedlich die vier Freundinnen dargestellt werden. Jede bringt ihre eigenen Stärken, Schwächen und Eigenheiten mit, sodass sich eigentlich jeder in mindestens einer der Figuren wiederfinden kann. Auch kleine Streitereien, Unsicherheiten und Eifersüchteleien werden nicht ausgeklammert. Gerade diese Momente machen die Freundschaft glaubwürdig und die Charaktere lebendig.
Ein weiteres Highlight sind die detailreichen Schwarz-Weiß-Illustrationen. Sie sind wunderschön gestaltet, kindgerecht und fangen die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein. Damit ergänzen sie den Text auf gelungene Weise und machen das Leseerlebnis noch anschaulicher. Zu Beginn des Buches findet sich auch eine Seite mit „Fotos“ der Mädchen zur besseren Vorstellung.
Die Story bietet eine tolle Portion Magie und Geheimnisse, die Lust aufs Weiterlesen macht. Immer wieder wollte ich wissen, wie es weitergeht und welche Überraschungen noch auf die vier Mädchen warten. In ihren Grundzügen hat mich das Buch sogar an Geschichten über Hexenfreundinnen oder Hexenschwestern erinnert, wie man sie eher aus Büchern oder Filmen für Erwachsene kennt. Hier natürlich kindgerecht und altersgerecht umgesetzt.
Als Auftakt einer neuen Reihe macht „Vier Hexen und ein Zufallszauber“ richtig Lust auf mehr. Ein gelungener Reihenstart mit sympathischen Figuren, viel Magie und einer spannenden Geschichte, die zum Mitfiebern einlädt. Darum kann ich dieses Buch für ein zauberhaftes Lesevergnügen für alle ab 9 Jahren empfehlen, die Freundschaft, Magie und spannende Abenteuer lieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Rezensionen von Claudia R.:
fesselnd, spannend
Thornbird von E. Kennedy
Klappentext / Inhalt:
Von der Autorin der beliebten Off-Campus-Serie.
Mit Farbschnitt in limitierter Erstauflage. Lieferung je nach Verfügbarkeit.
Nach dem Tod ihrer Gran muss die 17-jährige Ryan Shipley zu ihrer Tante in das Städtchen Starling tief in den Wäldern von Tennessee ziehen und dort die Highschool beenden.
Was niemand erfahren darf, Ryan hütet ein schreckliches Geheimnis: Ihr wahrer Name ist Gabrielle Thorn, und sie ist die Tochter des »Starling Slayer«. Eines Serienmörders, der vor zehn Jahren sieben Frauen tötete, darunter Ryans Mutter. Die Leichen wurden nie gefunden. Zurück am düsteren Ort ihrer Kindheit kann Ryan ihren schlimmsten Erinnerungen nicht entkommen. Nur beim umschwärmten Quarterback Everett fühlt sie sich sicher und vergisst beinah all ihre Vorsicht. Doch wenn Ryan ihre finstere Vergangenheit wirklich entschlüsseln will, muss sie höllisch aufpassen, wem sie vertraut …
Cover:
Das Cover wirkt in sich verschlungen und rätselhaft. Die Silhouette eines Vogels wird angedeutet und Strukturen des Waldes und von Blättern überziehen und durchqueren diesen. Optisch ist das Ganze sehr interessant umgesetzt und die dunklen Farben erzeugen zugleich eine gewisse Düsternis. Der extreme Kontrast dazu ist der knallige pinke Farbschnitt, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht,
Meinung:
Eine spannende und fesselnde Geschichte, die einem Nahe geht. Gemeinsam mit Ryan und den anderen versucht man herauszufinden, was mit den Leichen geschehen ist und verliert sich mehr und mehr in Beschuldigungen, Verdächtigungen, findet mehr und mehr Geheimnisse und offene Fragen, so dass sich mehr und mehr Puzzleteile auftun, als verbinden. Ob sie es dennoch lösen können?
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in Geschehnisse und Charaktere hinein. Und mehr und mehr wird man an die Geschehnisse gefesselt. Es tun sich immer mehr Fragen und Geheimnisse auf und man findet immer mehr überraschende Wendungen und neue Fäden, so dass es bis zum Ende offen und spannend bleibt. Mich konnte dieses Buch mitreißen, fesseln und sehr gut unterhalten.
Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar. Die Kapitel einfach durchnummeriert. Die Überschriften einfach und passend und verraten nicht zu viel.
Durch die Ich-Perspektive findet man sich gut hinein. Gefühle, Atmosphäre und Emotionen sind nah spürbar. Man ist immer nah dran und kann die Geschehnisse gut mit- und nachempfinden. Gänsehautmomente fesseln und durch die authentisch wirkenden Charaktere fühlt man sich sehr nah und spürbar dabei. Ein rundum gelungener Thriller, der fesselnd und begeistert. Toll umgesetzt.
Fazit:
Ein rundum gelungener Thriller, der fesselnd und begeistert.
Rezensionen von Harakiri:
Kates grausamster Fall
Bittere Reue von Linda Castillo
Kate Burckholders grausamster Fall.
Als die grausam zerstückelte Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, taucht Kate Burckholder wieder tief in die Welt der amischen Leute ein. Doch dieses Mal nützt ihr ihre Herkunft nicht viel und alle Beteiligten mauern.
So kenne ich die Autorin gar nicht. Normalerweise sind ihre Kriminalromane nicht so blutig.
Mir gefällt es, aber für Leute mit schwachem Magen könnte es etwas viel sein.
Castillos Schreibweise ist gewohnt flüssig und anschaulich und die Einblicke in die fremde Welt wieder faszinierend. Der Spannungsbogen beginnt gemächlich, schraubt sich aber schnell hoch und gipfelt in einem spannenden Finale. Und das hat es in sich, weil die Polizeichefin in eine fast ausweglose Lage gerät.
Was mich ein wenig gestört hat, aber das ist in fast allen Krimis so: die Klärung der Motive. Das wirkt einfach zu aufgesetzt.
Fazit: auch den 17. Fall der beliebten Autorin habe ich wieder sehr gerne gelesen.
Rezensionen von Harakiri:
Unfall oder Mord?
Kaltes Versprechen von Katharina Peters
Unfall oder Mord?
Rebekka Just ist neu bei der Mordkommission Hamburg und glaubt nicht an einen Unfall. Doch das Gegenteil zu beweisen ist schwierig.
Ein Fall wie Konfetti: tauschend winzige Schnipsel führen die Ermittler letztendlich auf eine Spur – und dann gilt es noch, diese Schnipsel wie ein Puzzle zusammenzusetzen.
Auf diesem Weg begleitet der neue Kriminalroman von Katharina Peters den Leser und unterhält ihn dabei sehr gut. Anfangs fand ich den Roman noch etwas zäh. Spätestens beim 2. Mal hatte ich verstanden, dass Krölle Hannah und ihrem Hund damals das Leben gerettet hat. Spätestens beim 4. Mal war ich nur noch genervt von der Wiederholung.
Kaltes Versprechen geht da weiter, wo die Hannah Jakob-Reihe aufgehört hat. Im letzten Band dieser Reihe ist Krölle verschwunden, nun treffen wir ihn wieder, was ich klasse finde, weil ich ihn und seine Methoden immer sehr gern mochte. Spielte er in der Hannah Jakob-Reihe nur eine kleinere Nebenrolle, wird er in der Reihe um Rebekka Just eine tragende Rolle und unterstützt die Kommissarin tatkräftig.
Fazit: Natürlich ist es schade, dass die Hannah-Jakob-Reihe endet, aber mit Rebekka Just ist Katharina Peters eine weitere Heldin gelungen, der man gerne folgt.
Rezensionen von Sonne89:
Polizeiarbeit und familiäre Hintergründe
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Tödliches Verderben ist der zweite Band der North-Falls-Reihe von Karin Slaughter. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hatte aber keine Anschlussprobleme.
Emmy ist Sheriff in North Falls und hat es mit einem sehr schwierigen Fall zu tun: Der Mord an einer Polizistin, die sie gut kannte.
Neben der Ermittlungsarbeit lernt man auch die Beziehungen von Emmy zu ihrer Familie kennen und die Schwierigkeiten, die sie als Frau in ihrem Ort als Sheriff zu bewältigen hat, zudem kommt noch der kürzliche Verlust von Vater und Mutter und am Ende ist doch alles anders als es scheint und es steckt noch viel mehr dahinter.
Für mich ist es nicht Karin Slaughters bestes Buch, da ich es stellenweise sehr langatmig fand, bzw. Emmy sich sehr durch ihr Leben kämpfen muss und es ihr dadurch sichtlich schwer fällt den Fall mit klarem und scharfem Verstand zu sehen. Das fand ich etwas mühsam. Das Buch ist eher ruhiger und arbeitet die Figuren besser aus. Andere Bücher der Autorin fand ich durchaus spannender.
Das ist natürlich Geschmackssache. Im Grunde ein solides Buch über Polizeiarbeit und familiäre Hintergründe.
Rezensionen von Igela:
Charakterstudie mal 5
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Fünf Menschen stehen in London am Bahnsteig und warten auf den Zug, der um 7.06 Uhr einfahren soll. Die Uhr tickt, es bleiben fünf Minuten, dann wird einer von ihnen sterben.
Wen wird es treffen?
Wird die seltsame Mrs. Worth den Tag nicht erleben? Oder wird Emma ihren kleinen Sohn Gideon verlieren oder er ohne Mutter aufwachsen? Es könnte aber auch sein, dass Geschäftsmann Liam seinen letzten Deal am Vortag gemacht oder der junge Sonny sein Leben schon gelebt hat.
Five - Fünf Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Lebensumständen, Wünschen und Hoffnungen stehen am Bahnhof in einem Londoner Vorort. Diese Kapitel sind mit der Uhrzeit gekennzeichnet. Die Uhrzeit wird heruntergezählt bis zum grossen Showdown - dem Tod einer Figur. In diesen Kapiteln verknüpfen sich die Leben miteinander, obwohl diese Menschen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. In rückblickenden Kapiteln, jeweils mit dem Namen der Figur übertitelt, lernt man sie besser kennen. Diese Kapitel fand ich sehr spannend und fesselnd. Merkt man doch, dass auf den ersten Blick nicht alles so ist, wie es scheint.
Da ist zum Beispiel die alte Mrs. Worth, die ihr Leben lang als Pathologin gearbeitet hat und nicht über ihren Schatten springen konnte. Ein Schatten, der ihr schon von Kindesbeinen an von ihrem Vater eingeimpft wurde. Oder aber die junge und bewusst alleinstehende Mutter Emma, deren Sohn Gideon anstrengend und schwierig zu händeln ist. Wir lernen jedoch auch Liam kennen, der mit einem beeinträchtigten Zwillingsbruder, mit dem er sich tief verbunden fühlt, aufwächst. Dann ist da noch Sonny, der nirgendwo so richtig hineinpasst und überall aneckt.
Nebenfiguren, die mit den Protagonisten dort auf diesem Bahnsteig sind, tragen Namen wie To-do-Liste, Medizinstudent oder Rückenleiden. Dies als kleine Spielerei.
Die Autorin betreibt beinahe Charakterstudien und darauf muss man sich einlassen. Als Leser taucht man immer tiefer in das Leben der Figuren. Diese Kapitel sind sehr lang und dadurch verlor ich öfter einmal den Fokus auf die Geschehnisse auf dem Bahnsteig. So sehr, dass mich die Frage, wer denn nun stirbt, irgendwann nur noch minimal interessierte. Ich tauchte nämlich so intensiv in die einzelnen Figuren und ihre Vergangenheit ein, dass die Frage "wer wird sterben" nebensächlich wurde. Ganz und gar nicht gefallen hat mir, wie die Autorin den Schluss in die Länge gezogen hat. Gefallen hingegen hat mir, wie der Leser immer wieder mal direkt angesprochen und nach seiner Meinung gefragt wird.










