Kunden em pfehlungen
Rezensionen von froschman:
Unmögliches wird wahr!
Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter
Smilla und ihr Mann Jonas haben sich im Schwarzwald ein Haus gekauft und wollen ein neues Leben beginnen, da Smilla sich nach Krankheit erst erholen muss. Beim Joggen kommt sie an einem See vorbei und sieht, wie ein kleines Kind in den See gefallen ist. Sie rettet den Buben und erschrickt: der Knabe ist ihr Kind, was aber nicht stimmen kann, da sie nie schwanger war.
Seine Mutter beschimpft Milla aufs Gröbste und verschwindet mit ihrem Sohn. Doch am nächsten Tag gibt es ein Wiedersehen: Lou, ihr Mann Quentin und der fünfjährige Sohn Moritz wohnen im Nachbarhaus!
Je näher sie sich in der Nachbarschaft kennenlernen, umso eigenartiger wird das Verhältnis zu ihnen. Smilla hat das Gefühl, dass sich die Männer bereits kannten, beide Frauen hatten gesundheitliche Probleme und alle Erwachsenen lügen! Smilla hatte Krebs und Lou hat ihr erstes Kind verloren, es wurde nie gefunden.
Zahlreiche überraschende Wendungen bringen einen immer wieder auf falsche Spuren. Die psychischen Probleme von Smilla lassen immer wieder Zweifel aufkommen, ob ihre Wahrnehmungen real sind. Nova Winter hat mit diesem Thriller ein großartiges Buch verfasst, in dem sie immer wieder aus dem Blickwinkel der verschiedenen Personen schrieb
Rezensionen von Daggy:
Ein riesiger Baum wird geschmückt
Alles rennt im Advent von Thomas M. Müller
Auf dem Cover rennt das Eichhörnchen mit einem großen Stern durchs Bild. Danach kommt der Waschbär mit Kerzen, das Pferd bringt einen Vogel, die Katze ein Herz und der Fuchs gleich eine ganze Schubkarre voller roter Kugeln mit. Es folgen noch eine Menge Tiere, die alle etwas dabeihaben und zu guter Letzt wird ein großer Tannenbaum durch den Schnee gezogen.
So können wir am Ende das Buch hochkant aufschlagen und den geschmückten Baum sehen. Jedes Teil ist hier zu finden und alle Tiere bewundern ihn auf der Seite davor mit eine „Oh! Toll!“
Dieses Pappbilderbuch zeigt eine Menge winterlich gekleidete Tier, die gemeinsam Weihnachten feiern wollen und die alle etwas dazu beitragen. Wir können schon mit den Kleinesten die Tiere und die Gegenstände benennen und sie auf den letzten beiden Seiten wiederfinden. Kaum Text und herrliche Bilder.
Rezensionen von Daggy:
Humorvoll und spannend
Der Tag der tollkühnen Rettung von John Fardell
Schon an dem vor einigen Jahren erschienenen Buch „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ hatte ich großen Spaß, auch wenn ich beim Vorlesen sehr konzentriert sein musste, um die schwierigen Wortschöpfungen aussprechen zu können.
Auf dem Cover sind wieder Louis und seine große Schwester Sarah zu sehen, hinter ihnen taucht ein „Zackenschnauzeneisschnurgler“ auf.
Die beiden Kinder schlafen in ihren Betten als draußen ein heftiger Schneesturm wütet, aber es fallen nicht nur Schneeflocken vom Himmel, sondern auch kleine Wesen an Fallschirmen. Mit dem Schlitten geht es am nächsten Morgen zu einem Winterausflug. Als sie in ein Loch fielen, konnten sie sich fast schon retten da sah Louis eines der kleinen Wesen, das sie retten mussten. Leider wurde da eines der Ungeheuer mit dem komplizierten Namen wach und Louis und Sarah mussten schnell fliehen.
Sie kommen noch häufiger in diese Situation und die entsprechenden Textstelle wiederholen sich, was einen Teil des Humor dieser Geschichte ausmacht. Auch die Namen der Monster sind immer wieder ein Spaß, wenn das Vorlesen auch nicht ganz einfach ist. Eine herrlich witzige Wintergeschichte mit comicartigen Bildern.
Rezensionen von Daggy:
Ottifanten-Abenteuer
Karl, der kleine Ottifant. Ein Rüssel wie kein anderer von Otto Waalkes
Auf seinem Rüssel haben einige Vögel platz genommen, das kann kein Elefant, das kann nur der Ottifant. Auf den ersten Seiten ist dann Otto Walkes der Schöpfer dieses Tieres zu sehen, er malt den Ottifant auf eine Leinwand und liest dann gemütlich im Sessel sitzend aus dem Buch vor. Unter auf jeder Seite ist der Rüssel wie eine Leine zu sehen und darauf sitzen meist Vögel, die ihre Kommentare in Sprechblasen abgeben.
Dann geht’s los, zu den Elefanten nach Afrika und fast am Bildrand der Ottifant. Er zeigt uns zunächst, was er mit seinem Rüssel alles anstellen kann, dann ziehe alle zusammen los. Aber der Ottifant entdeckt einen Schmetterling (unbekanntes Flugobjekt) und läuft ihm hinterher. Ihm begegnen noch andere Tier und bemerkt der Papafant „Ich glaube, wir haben Karl verloren!“
Am Ende sitzen alle im Dämmerlicht vor dem Saftladen und feiern gemeinsam, im Hintergrund ist „Dat Otto Hus“ zu sehen.
Ich sage mal, für alle Otto-Fans ist dieses Buch ein Muss! Ob andere auch so viel Spaß an den wilden Reimen und der irrwitzigen Handlung haben?
Rezensionen von Natalie:
Krimi-Spannung auf höchstem Niveau
Gnadenopfer von Viveca Sten
In Åre kommt es gehäuft zu Todesfällen bei älteren Menschen. Nicht außergewöhnlich möchte man meinen, aber der Instinkt von Ermittlerin Hanna Ahlander schlägt an.. nämlich, dass hier mit großer Wahrscheinlichkeit nachgeholfen wurde. Die Zeit läuft, denn bald wird das nächste Todesopfer gefunden…
Ich warte immer sehnsüchtig auf den nächsten Band aus dieser Scandi-Reihe.
Die Krimireihe überzeugt mich durch die tolle Kombination aus der skandinavischen Landschaft, den gut aufgebauten Kriminalfällen und den Charakteren. Auch bei „Gnadenopfer“ ist es wieder diese Kombination, welche das Buch so lesenswert macht. Dabei mag ich es auch sehr, dass die Fälle für mich logisch und realistisch aufgebaut sind, ohne dass diese unnötig konstruiert werden. Auch die Einblicke und das Einbinden des privaten Lebens von den Ermittlern fügen sich nahtlos und absolut passend in die Geschehnisse ein. Für mich ist jedes Band aus der Krimireihe genau deswegen ein Lesehighlight. Krimi-Spannung auf höchstem Niveau und absolute Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Natalie:
Krimi-Spannung auf höchstem Niveau
Gnadenopfer von Viveca Sten
In Åre kommt es gehäuft zu Todesfällen bei älteren Menschen. Nicht außergewöhnlich möchte man meinen, aber der Instinkt von Ermittlerin Hanna Ahlander schlägt an.. nämlich, dass hier mit großer Wahrscheinlichkeit nachgeholfen wurde. Die Zeit läuft, denn bald wird das nächste Todesopfer gefunden…
Ich warte immer sehnsüchtig auf den nächsten Band aus dieser Scandi-Reihe.
Die Krimireihe überzeugt mich durch die tolle Kombination aus der skandinavischen Landschaft, den gut aufgebauten Kriminalfällen und den Charakteren. Auch bei „Gnadenopfer“ ist es wieder diese Kombination, welche das Buch so lesenswert macht. Dabei mag ich es auch sehr, dass die Fälle für mich logisch und realistisch aufgebaut sind, ohne dass diese unnötig konstruiert werden. Auch die Einblicke und das Einbinden des privaten Lebens von den Ermittlern fügen sich nahtlos und absolut passend in die Geschehnisse ein. Für mich ist jedes Band aus der Krimireihe genau deswegen ein Lesehighlight. Krimi-Spannung auf höchstem Niveau und absolute Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Annabell95:
Neuauferlegte Artussage
Die Herrin vom See – Schatten über Avalon von Sabrina Qunaj
Im Britannien des frühen 6. Jahrhunderts führt Nimue zunächst ein friedliches Leben als Tochter eines Waffenschmieds. Doch als Merlin in ihr die Erfüllung einer Prophezeiung erkennt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Zwischen Magie, alten Traditionen und neuen Glaubensrichtungen muss sie ihren eigenen Weg finden und wird dabei zu einer entscheidenden Figur für Arthurs Schicksal.
"Die Herrin vom See – Schatten über Avalon" ist der Auftakt in die neuauferlegte Artussage.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Nimue, wodurch man ihr während des gesamten Romans sehr nahe kommt. Man begleitet sie auf ihrem Weg, erlebt ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen hautnah mit und entwickelt schnell Mitgefühl für sie.
Nimue ist eine starke Persönlichkeit. Sie wächst an ihren Herausforderungen, lernt für ihre Überzeugungen einzustehen und macht im Verlauf der Handlung eine spannende Entwicklung durch. Im Kontrast dazu steht Merlin, der ebenfalls vielschichtig und überzeugend gezeichnet ist. Ihn umgibt eine düstere und oftmals unangenehme Aura. Gerade die Begegnungen und Konflikte zwischen den Figuren haben für die interessante Spannung gesorgt.
Neben Nimue und Merlin gab es noch viele weitere Nebencharaktere. Manche von ihnen waren ebenfalls authentisch gezeichnet, einige waren aber auch nur Figuren in der Handlung. Da es sehr viele Charaktere waren, bin ich teilweise etwas durcheinander gekommen oder aus dem Lesefluss gerissen worden, weil ich ins Personenregister geblättert habe.
Die verschiedenen Handlungsorte sorgen für Abwechslung und lassen die Geschichte lebendig wirken. Der Schreibstil ist passend zur damaligen Zeit, aber lässt sich dennoch angenehm lesen. Vereinzelt gab es allerdings Formulierungen oder Begriffe, die für mein Empfinden nicht ganz zur dargestellten Zeit passten. Dennoch wird alles sehr bildhaft dargestellt, sodass viele Szenen leicht vor dem inneren Auge entstehen.
Gut gelungen sind die emotionalen Momente. Ob Freundschaft, Verlust, Hoffnung oder innere Konflikte: Die Gefühle der Figuren werden greifbar vermittelt und verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Historische Ereignisse, alte Glaubensvorstellungen, Magie und kriegerische Konflikte wurden zu einer fesselnden Geschichte verwoben.
Mein Fazit:
Eine packende, emotionale und atmosphärische Artus-Adaption, die vor allem durch ihre starke Hauptfigur, die lebendige Welt überzeugt. Es ist eine gelungene Mischung aus historischem Setting und den mystischen Elementen rund um Avalon, die der bekannten Legende eine ganz eigene Note verleiht. Bin gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Natalie:
Familiendrama mit einem Hauch Psychothrill
Aprikosenkind von Judith Merchant
Nathalie, Gabriel und Ruby scheinen eine glückliche, kleine Familie zu sein. Vor allem Nathalie scheint endlich am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Doch irgendwann kann sie nicht mehr ignorieren, dass mit Ruby etwas ganz und gar nicht stimmt.. und die Wurzeln dazu ganz wo anders liegen, als sie dachte…
Der Psychothriller beginnt langsam, man lernt die Charaktere gut kennen und findet sich in die Geschehnisse ein.
Die kurzen Kapitel und auch der flüssige Schreibstil laden hierbei definitiv ein, schnell rein- und voranzukommen. Gerade auch das Verhalten von Gabriel lässt schnell erahnen, dass etwas im Argen liegt, ohne dass man zunächst ahnt, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Das trägt natürlich zu einer gewissen Grundspannung bei. Allerdings hat es mir persönlich etwas zu lange gedauert, bis ein richtiges „Psychothrill“-Feeling hochgekommen ist, wodurch sich das Buch im Gesamten mehr nach Familiendrama angefühlt hat. Alles in allem trotzdem ein lesenswertes Buch, kommt für mich aber nicht an die vorherigen Bücher der Autorin ran.
Rezensionen von Natalie:
Familiendrama mit einem Hauch Psychothrill
Aprikosenkind von Judith Merchant
Nathalie, Gabriel und Ruby scheinen eine glückliche, kleine Familie zu sein. Vor allem Nathalie scheint endlich am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Doch irgendwann kann sie nicht mehr ignorieren, dass mit Ruby etwas ganz und gar nicht stimmt.. und die Wurzeln dazu ganz wo anders liegen, als sie dachte…
Der Psychothriller beginnt langsam, man lernt die Charaktere gut kennen und findet sich in die Geschehnisse ein.
Die kurzen Kapitel und auch der flüssige Schreibstil laden hierbei definitiv ein, schnell rein- und voranzukommen. Gerade auch das Verhalten von Gabriel lässt schnell erahnen, dass etwas im Argen liegt, ohne dass man zunächst ahnt, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Das trägt natürlich zu einer gewissen Grundspannung bei. Allerdings hat es mir persönlich etwas zu lange gedauert, bis ein richtiges „Psychothrill“-Feeling hochgekommen ist, wodurch sich das Buch im Gesamten mehr nach Familiendrama angefühlt hat. Alles in allem trotzdem ein lesenswertes Buch, kommt für mich aber nicht an die vorherigen Bücher der Autorin ran.
Rezensionen von Lilli33:
Konnte mich leider nicht abholen
Das Alphabet der Masken von Kai Meyer
Konnte mich leider nicht abholen
Kai Meyer ist einer meiner Lieblingsautoren. Dabei haben es mir vor allem seine (Jugend-) Fantasyromane angetan, aber auch die Reihe „Die Geheimnisse des Graphischen Viertels“ hat mir bisher gut gefallen. Der aktuelle Band konnte mich aber leider nicht begeistern.
Ich wurde mit den Figuren einfach nicht warm, egal ob es sich dabei um Amalia im Leipzig von 1930 handelt oder um Timm und Nada 1970 in Monaco. Zwei Zeitebenen, und immer sind die Protagonist:innen hinter einer Künstlerin mit der Signatur „L. Gora“ her.
Die Protas sind im Besitz von sieben Druckstöcken, den Stempeln für sogenannte Exlibris. Diese sind außergewöhnlich gestaltet mit vielen mysteriösen Details, deren Sinn sich erst allmählich erschließt. Je mehr die Protas nachforschen, umso mehr Geheimnisse kommen ans Tageslicht - Geheimnisse, die tödlich sind.
Für meinen Geschmack kam die Handlung in beiden Zeitebenen zu langsam in Fahrt. Stattdessen wird mit unglaublich vielen Details Atmosphäre geschaffen, allerdings werden dadurch auch Längen erzeugt. Sowohl 1930 als auch 1970 wird der Zeitgeist gut getroffen. Kai Meyers Schreibstil, Wortwahl, Satzbau und so weiter ist natürlich wieder klasse. Nur kam für mich leider erst spät Spannung auf. Ich hätte mir viel früher mehr Dynamik gewünscht.
Die Bände dieser Reihe sind nur lose miteinander verbunden, vor allem durch den Handlungsort Graphisches Viertel in Leipzig, aber auch durch einzelne Figuren, die in dem ein und anderen Band auftreten. Die Bücher können problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.
Die Reihe:
1. Die Bücher, der Junge und die Nacht
2. Die Bibliothek im Nebel
3. Das Haus der Bücher und Schatten
4. Das Antiquariat am alten Friedhof
5. Das Alphabet der Masken









