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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Komplexe Geschichte

Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri

Zum Inhalt:
Colomba, ehemalige Polizistin mit traumatischer Vergangenheit, arbeitet als Privatdetektivin. Als der Fussballstar Jesus tot in einer Kyrosauna aufgefunden wird und ein technischer Defekt nahezu ausgeschlossen ist, beginnt Colomba mit Partner Dante zu ermitteln, denn scheinbar hat es jemand es auf die Superreichen abgesehen.

Meine Meinung:
Das Ermittlerteam Colomba und Dante hat mir gut gefallen, mit ihren Ecken und Kanten hatten sie für mich schon was besonderes. Den Begriff Kyrosauna musste ich tatsächlich erstmal googlen, hatte ich noch nie gehört. Dass ausgerechnet Jagd auf die sehr Reichen gemacht wird, wirft natürlich auch den Blick auf die gesellschaftlichen Unterschiede und Ungerechtigkeiten, was schon sehr interessant erzählt wurde. Insgesamt war die Geschichte sehr komplex und man musste schon die sieben Sinne zusammen halten um der Geschichte zu folgen. Zum Glück konnte ich Buch und Hörbuch genießen und so war vieles klarer in der zweiten Runde.
Fazit:
Komplexe Geschichte

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Rezensionen von Sheilo:

Zuckersüße Romance

Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti

Wie es sich anfühlt, wenn man sich unglücklich in den besten Freund verliebt hat, weiß Daisy leider aus eigener Erfahrung. Denn ihr bester Freund Levi war in ihren Augen immer perfekt, im Umgang mit ihr oder auch seiner Familie. Als sie ihm endlich ihre Gefühle gesteht, bricht Levi ihr das Herz und es herrschte Funkstille zwischen den beiden.

Doch nach 4 Jahren sehen sie sich zufällig wieder und Levi hält es für eine gute Idee, dass Daisy seine Fake-Freundin spielt, womit wieder ein riesiges Gefühlschaos entsteht.


"Picking Daisies on Sundays" ist ein einfühlsamer Liebesroman von Liana Cincotti, der mich sehr gefesselt hat. Teilweise hat es sich für mich angefühlt, als würde ich selbst wieder in meine Jugend eintauchen, da die Gefühle von der Autorin so toll an die Lesenden vermittelt werden. Dabei kommt die Geschichte ohne Spice aus, aber ich habe diesen im Buch auch wirklich nicht vermisst. Das Cover wirkt zwar auf dem ersten Blick etwas schlicht, aber nach dem Lesen des Buches weiß man, wie perfekt es einfach zur Geschichte passt.

Daisy hat nach dem Verlust ihres Vaters sehr viel Halt bei Levi gefunden und sie sind sich immer näher gekommen. Nach dem Bruch ihrer Freundschaft hat sie zwar versucht, über Levi hinweg zu kommen, aber sie konnte ihn nie ganz vergessen. Daisy entwickelt sich für mich in Verlauf des Buches charakterlich weiter, vor allem ihr Selbstwertgefühl steigt und Levi ist ihr eine große Stütze dabei. Ich mag ihre kreative Ader sehr und ihren tollen Umgang, wertschätzenden Umgang mit ihren Freunden und Kommilitonen.

Levi habe ich beim Lesen sehr ins Herz geschlossen. Ich mag seine Prioritäten im Leben sehr und es zeigt, wie zuverlässig er ist. Nach und nach erfährt man immer mehr über ihn und ich fand es sehr spannend, wie sich die einzelnen Puzzleteile seiner Geschichte immer weiter zusammengesetzt haben.

Dadurch, dass Levi und Daisy früher jede freie Minute miteinander verbracht haben, kennen sie sich in- und auswendig. Es war wirklich schön, die beiden dabei zu begleiten, wie sie sich wieder angenähert haben und wie sie es genießen, wieder Zeit miteinander zu verbringen.

Für mich ist "Picking Daisies on Sundays" eine wirklich wunderschöne Liebesgeschichte mit starken Protagonisten und emotionalen Momenten, welche im Buch zusammen mit den humorvollen Szenen eine perfekte Mischung ergeben.

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Rezensionen von Meli:

Liebe deinen Tyrannen

The Poet Empress von Shen Tao

Als Bauerntochter kennt Wei Hunger und Tod, darum nutzt sie die Chance, als eine der Konkubinen des neuen Thronfolgers Prinz Terren ausgesucht zu werden, um sich und ihre Familie zu retten. Im Gegensatz zu den anderen Konkubinen hat sie keine Verbündeten im Palast, aber gerade das macht sie für Terren interessant, denn so hat sie auch niemanden, der sie vor seinen Grausamkeiten beschützt.

Doch Wei hält durch. Sie ist verzweifelt genug, um Terren zu ertragen und will die Nähe zu ihm nutzen, um sein Ende herbeizuführen. Nicht nur um sich selbst zu retten, sondern das ganze Reich. Sie beweist Durchhaltevermögen, Stärke und Mut, aber um die Intrigen im Palast zu überleben und Terrens Zorn einigermaßen zu bändigen, braucht sie auch einen scharfen Verstand.

Terren ist auch ein sehr komplexer Charakter und ich wusste nicht, was ich von ihm halten sollte, weil ich erwartet habe, dass sein Verhalten im Laufe der Geschichte irgendwie gerechtfertigt wird, aber das ändert nichts an der Folter, die Wei ertragen muss und ich war schon neugierig, ob die Autorin dafür sorgen kann, dass ich ihm vielleicht ein bisschen verzeihe. Die komplizierte Beziehung zwischen Wei und ihm ist das wichtigste und auch das spannendste Element der Geschichte, weil Weis innerer Konflikt so mitreißend ist: Um ihn zu töten, muss sie zuerst irgendwie hinter Terrens Grausamkeit blicken können, aber gleichzeitig hält sie es eigentlich für unmöglich, Mitgefühl für diesen Tyrann zu empfinden.

Es ist wirklich unmöglich, bei ihrem gefährlichen und emotionalen Abenteuer nicht mitzufiebern. Ich fand es auch gut gelungen, dass ich mir bis zum Ende gar nicht so sicher war, wo das Abenteuer mich noch hinführen würde. Kleine Überraschungen und Wendungen überall, Geheimnisse aus der Vergangenheit, Bündnisse und Verrat, viel Gewalt und etwas magische Poesie bilden zusammen einen spannenden Fantasyroman, der mich von Anfang bis Ende packen konnte.

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Rezensionen von Petra:

Sturm und Familie

Summer Storms von Sarah MacLean

Alice kehrt nach fünf Jahren auf die Insel ihrer Familie zurück. Sie ist im Streit mit ihrem Vater gegangen, nun ist er tot. Der Milliadär hat seinen Kindern Briefe hinterlassen in denen er Aufgaben für sein Erbe einfordert. Nur Alice bekommt ihre mündlich mitgeteilt vom Assistenten ( der auch kurz vorher auch ihr One Night Stand war ).

Das ist die Ausgangssituation die sehr emotional und passend beschrieben wird. Die Familienverhältnisse sind dysfunktional und für war es das reinste Gift zu lesen, aber der Schreibstil war klasse. Es kam perfekt rüber wie die Geschwister sich wegen des Geldes gegenseitig unter Druck setzen, das ja jede und jeder seine Aufgabe erfüllt. Die Mutter ist in dieser Geschichte ein Fall für sich. Wer so eine hat braucht keine Feinde mehr.
Dieses Familiendrama in der Familie Storm war detailliert, nachvollziehbar und vor allem dieser Vater der auch noch nach seinem Tod die Strippen zieht eine ganz besondere Figur.
Es gab Spicy Szenen, sie passten in die Geschichte als Element einer Liebesgeschichte die dazu gehören sollte.
Diese Liebesgeschichte ging im Familiendrama und in den Naturgewalten etwas unter. Denn außer der abgelegenen isolierten Lage auf der Insel gab es natürlich auch noch einen heftigen Sommer Sturm. Das Buch war ein Lehrstück wie eine Familie nicht sein sollte und die Information: Geld allein macht nicht glücklich wurde jedem LeserIn deutlch gemacht.

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Rezensionen von Rolf Fox:

Familiendrama

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann

Der Roman über eine Familien- Saga über mehrere Generationen geht in den letzten und klärenden Teil über die Frauen einer Familien die den Nordseeinseln Sylt, Föhr und Amrum spielt. Es geht vornehmlich um Martje die unter einem neuen Namen und neuer Identivität bei einem alten Mann in einer Vogelwarte ein neues geruhsamen Leben findet.

Sie trägt eine alte Schuld mit sich die erst im Laufe der Handlung ans Licht kommt. Anna die in der Gegenwart über die Geschichte recherchiert kommt hinter das Familiengeheimnis und bringt aber damit auch die Halbschwester Fenja und Martje nach vielen langen Jahren der Ungewissheit wieder zusammen.
Fazit:
Eine schöne Geschichte die den Leser die Schönheit der Nordseeinseln näher bringt, denn es ist alles sehr bildlich beschrieben. Gut das die Autorin bei der Handlung immer auf die Vorgeschichte eingeht. Alles fügt sich am Ende zusammen und vor allen Dingen Martje findet ihren Frieden.

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Rezensionen von Petra:

Ich liebe die Buks und ihre Freunde

Die magische Bibliothek der Buks 3: Der Phantanasische Schlussel von Nina George; Jens J. Kramer

Ich bin traurig, die Geschichte um die Buks, die Buchschutzgeister ist zu Ende. Die Bibliothek war in höchster Gefahr aber durch die KInder ist nichts und niemand zu Schaden gekommen und ich durfte Seite für Seite an diesen Abenteuern teilhaben.
Am Anfang wird ein neuer Bukling geboren oder vielmehr gebukst.

Es war lustig, wie der kleine Knirps in die Gemeinschaft auftauchte. Finn und Geraldine verschwinden in den Buchwelten und ein alter Feind der Bücher taucht wieder auf.
Wie die Autoren es schaffen auch im dritten Band immer wieder Neues über Bücher und dem Umgang damit zu erzählen war beeindruckend. Zitate, Autoren und ihre Werke, alles ist in dieser Geschichte verpackt und es macht neugierig auf diese Bücher wenn man sie noch nicht kennt. Klar sind einige Autoren nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche geeignet aber auch die werden älter. Vor allem ist es spannend wenn nur eine Szene aus einem Buch beschrieben wird und es so plastisch geschieht das man es als Bild vor Augen hat. Genau so soll lesen sein. Ich konnte die Überraschung von Circe erleben als sie erführ das nicht nur Homer über sie geschrieben hat. Dieses sind nur zwei Einzelheiten aus diesem gelungenen Abschluss der Trilogie. Es gibt noch viele tolle Szenen über Mut, Vertrauen, Freundschaft, Familie und auch über das Abwägen welches Risiko oder welches der kleinere Fehler ist.
Die Welt, auch die Bücherwelt ist nicht nur schwarz oder weiß, sondern hat außer Grau noch sehr viele Farben. Die in der Bukschen Welt auch mal alle gleichzeitig schillern können.
Wer die Tintenherzgeschichten mag, für den sind die Buks genau richtig.

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Rezensionen von Ryria:

Unterwegs mit Loki

Loki - Her Twisted Heart von Franka Neubauer

Griechische, römische und nordische Götter, alle zusammen in einer Welt, getrennt durch ein Tor von der Welt der Menschen.
Das Setting hat mir von Anfang an richtig gut gefallen, vor allem da die Götterwelten normalerweise ja eher getrennt sind. Eine Karte ihrer Welt veranschaulicht das Ganze zusätzlich nochmal schön.

Mitten drin sind natürlich der allseits bekannte Gott Loki sowie Harlow, die als eine Agrai die Welt der Menschen bewacht.
Auch das Konzept der Agrai fand ich sehr interessant und spannend, ebenso wie die Beschreibungen der Götterwelt samt Göttern und mystischen Wesen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Harlows Perspektive erzählt, jedoch kommt auch Loki vereinzelt mal zu Wort. Sein Anteil hätte gerne noch ein wenig größer ausfallen können, aber generell hat mir Harlow als Erzählerin auch gefallen.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, nur das Tempo habe ich teilweise als etwas komisch empfunden: Manche Szenen fühlten sich leicht überhastet an, andere hingegen als etwas zu lang.
Überwiegend mochte ich den Aufbau aber - die Einführung gelingt gut, es werden direkt einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen, während man in kleinen Häppchen mehr Infos über die Welt etc. erhält.
Während manche Fragen schnell beantwortet werden, kommen immer wieder auch neue hinzu, sodass die Spannung aufrechterhalten wird.
Auch die Kampfszenen und die Beschreibungen der Welt haben mir sehr gefallen, ebenso wie Lokis Charme in großen Teilen. Bei ihm habe ich manchmal allerdings noch den Funken des gewissen Etwas vermisst, genau wie bei der Liebesgeschichte.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber bisher gut unterhalten und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Zum runden Geburtstag eine Leiche

Mordseeparty von Emmi Johannsen

Der 40. Geburtstag von Caro Falk steht an, und dafür ist eine große Party geplant! Sogar ihre Schwestern reisen schon eine Woche vorher an - und zwar genau an dem Tag, an dem eine nackte männliche Leiche auf der Seehundbank vor dem Nordstrand gefunden wird.
Klar, dass Caro und Jan wieder ermitteln; sehr zum Missfallen von Kommissar Bachmann, der jedoch in jedem Band etwas mehr auftaut.

Ich denke, Caro und er können tatsächlich irgendwann sowas wie Freunde werden!
Schnell stellt sich heraus, dass der Tote Uwe Petersen ist, ein auf der Insel verhasster Borkumer, der nach einer schlimmen Kindheit ganz aus eigener Kraft ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde, doch kürzlich in Insolvenz gehen musste.
Er wurde eigentlich von allen Insulanern gehasst, denn er war unhöflich, arrogant, egoistisch und auch gewalttätig; vor allem Frauen gegenüber; auch seinen Angestellten. Der Fund auf der Seehundinsel ist auch sehr aussagekräftig, denn er wurde mal beschuldigt, die Seehunde vergiftet zu haben.
Somit bekommt man eine große Menge Tatverdächtiger (sowohl männlich, als auch weiblich) präsentiert. Man selbst schwenkt immer von einer/m Verdächtigen zur/m nächsten, denn viele hatten ein stichhaltiges Motiv.

Ich fand das Buch wieder toll, der Schreibstil ist so lebendig und mitreißend, und die Einschübe aus Tätersicht (auch gleich im Prolog) sind wieder spannend, aus denen man sich trotzdem keinen Reim machen kann.
Leider fand ich diesmal das Hin- und Her zwischen Caro und Jan etwas zäh - gerade aus Sicht von Caro! Denn ihre Schwester Conny findet Jan toll und flirtet viel mit ihm. Was Caro zwar nicht passt, aber trotzdem ist sie sich immer noch nicht (!!) über ihre Gefühle Jan gegenüber sicher.
Caros Gedanken übers Älterwerden konnte ich nachvollziehen, die hatte ich vor dem 40er auch. Aber ich finde sehr gut, dass sie zu dem richtigen Ergebnis kommt: die inneren Werte zählen! (und auf Borkum hält eine aufwändige Frisur im starken Inselwind sowieso nicht ;)

Toll finde ich auch die Zeichnung des Opfers: ein Mann, der auf der ganzen Insel nicht gemocht bzw. sogar gehasst wird; der eine schwere Kindheit hatte, von den anderen Kindern gemobbt wurde; auch in beruflicher Hinsicht hat er sich alles erarbeiten müssen, wurde sehr erfolgreich, um dann plötzlich vor dem Nichts zu stehen.
Ich kann die negativen Gefühle der anderen Inselbewohner nachvollziehen: auch wenn Uwe Petersen mir richtig leid tut, was er als Kind erleben musste, aber wie er sich als Erwachsener verhalten hat, geht gar nicht.
Leider hat mich die Auflösung bzw. das Motiv für den Mord nicht so ganz überzeugen können.


Fazit:
In Band 7 feiert Caro runden Geburtstag und ist zuvor mal wieder live bei einem Leichenfund dabei. Die sympathischen Protagonisten, die süße Hündin Aila, der lebendige Schreibstil, die Urlaubsatmosphäre und der Humor dieser Reihe überzeugen! Die Auflösung hat mich leider nicht ganz abholen können.

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Rezensionen von wolkenbücherwelt:

Legenden, Stürme und ein Meer voller Dunkelheit

Born of Salt and Storm von Sophia Reynard

„So ist das Leben. Manchmal wirft es uns dorthin, wo wir nicht sein wollen.“

Aber genau in diese Geschichte wollte ich - und das schon nach wenigen Sätzen. Ich wollte tiefer eintauchen, verweilen, den aufkommenden Stürmen trotzen, das Salz auf meinen Lippen schmecken, den Grund des Meeres erforschen und in den Legenden leben - sie erleben.

Ich habe die Segel gerne gesetzt, das bedrohlich schwankende Deck unter meinen Füßen gespürt und dem Flüstern der Wellen gelauscht - ich war mittendrin, Teil von vielem, Teil von allem.

Wir haben hier einen spannenden Start - ein Prolog, der sich am Ende wunderbar schließt, ein starkes Worldbuilding und eine dicht gewebte, raue, intensive Atmosphäre. Ein wirklich gelungener Auftakt in eine Welt, aus der man sich nicht so leicht wieder lösen kann, in der man sich schnell verfängt - wie in einem Netz, in dem man sich unweigerlich verstrickt und je mehr man sich bewegt, desto dichter und tiefer wird sein Sog.

„Was willst du von mir hören? Ich bin Fischerin, unbedeutend, ein Niemand.“

Tavi ist eine Protagonistin, die bei weitem keine klassische Heldin ist - und auch keine sein will. Sie ist stellenweise naiv, handelt impulsiv, manchmal geradezu egoistisch, aber genau das macht sie so greifbar, glaubhaft und erfrischend. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht nachzuvollziehen und doch versteht man sie, baut Verständnis auf, weil wir ihre Vergangenheit kennenlernen… man versteht, warum sie handelt, auch wenn man nicht immer mit ihr mitgeht und ja - auch ich war mehr als einmal kurz davor, wegen Tavi die Augen zu verdrehen.
Die Dynamik zwischen ihr und Eero hat mir ebenfalls richtig gut gefallen: Misstrauen, Widerstand, unausgesprochene Spannungen - ein nicht nur anfangs stetiges Gegeneinander, das sich langsam entwickelt, ein Schlagabtausch, der gerne auch weiterhin bestehen bleiben darf! Und dazu ein Romance-Anteil, der dabei angenehm im Hintergrund bleibt - ein Slow Burn, der sich Zeit lässt und genau dadurch funktioniert.

Der Schreibstil war für mich ein echtes Highlight. Bildgewaltig, lebendig, stimmungsvoll - fast schon fordernd. Ja, man muss sich am Anfang ein wenig einfinden, man muss es mögen - viele Begriffe, viel Welt, viel Input, viel Komplexität. Aber genau das macht diese Geschichte auch aus. Für mich hat sich alles stimmig angefühlt, durchdacht und atmosphärisch dicht. Ich habe mich freiwillig in die Fluten geschmissen, um in diese Geschichte zu versinken, bin regelrecht in den Worten untergegangen - im besten Sinne.

Wer sich nicht vor komplexem Worldbuilding, Begriffen, Strukturen, verschiedenen Perspektiven und einer Geschichte scheut, die sich Zeit nimmt - und dabei Legenden, Intrigen, Ängste und einen nahenden Krieg miteinander verwebt und das alles erleben möchte, der sollte hier unbedingt an Bord gehen. Denn nicht in diese Geschichte einzutauchen, wäre fast so, als würde man das Meer nur vom Ufer aus betrachten - statt sich von den Wellen tragen zu lassen.

Meine Segel sind auf jeden Fall gesetzt - und zwar auf Band zwei.
Denn ich will zurück auf dieses schwankende Deck, zurück in diese Welt und hoffe auf mehr Antworten, auf Vergebung, auf weitreichende Entscheidungen, auf mehr Legenden - die zu echt sind, zu bedeutend -, auf Stärke, Verlust, Rache und Verbundenheit.
Ich hoffe auf eine schicksalshafte Reise, auf tosende Stürme und darauf, mich wieder von den Wellen dieser epischen Welt mitreißen zu lassen.


Kurzfazit:
Atmosphärisch dicht, bildgewaltig - eine Geschichte wie ein Sturm auf offener See: rau, intensiv und voller Tiefe. Für mich ein Highlight, in dem ich nur zu gerne untergegangen bin.

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Rezensionen von Tara:

Humorvoller Cozy Crime unter mediterraner Sonne

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord von Catherine Mack

„Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord“ ist ein humorvoller Cozy Crime der Autorin Catherine Mack.

Bestsellerautorin Eleanor Dash hat inzwischen den zehnten True-Crime mit ihrem Protagonisten Connor Smith veröffentlicht. Während sie die Namen sämtlicher Charaktere verändert hatte, ist ihr dies bei Connor durchgegangen.

Nachdem diesem bewusst geworden ist, dass er der Star in ihren Krimis ist, wollte er am Gewinn beteiligt werden. Inzwischen reicht es Eleanor, sie will etwas Neues. Um der Reihe ein Ende zu setzen, soll ihr Protagonist sterben.
Zunächst kündigt Eleanor ihre 10-tägige Lesereise an der Amalfiküste an, bei der ihre Leser sie live bei ihren Recherchearbeiten begleiten können. Mit dabei sind u.A. ihr Protagonist Connor, ihre Schwester Harper und ihr Ex Oliver. Bei dieser Reise gibt es einen Mordanschlag auf Connor und es wird gefährlich. So steckt Eleanor plötzlich in einem richtigen Kriminalfall.

Der Schreibstil von Catherine Mack liest sich leicht und locker. Sie fängt das Flair der Amalfiküste gut ein und bei mir direkt ein angenehmes Sommer-Urlaubsfeeling auf.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Eleanor erzählt. Sie ist eine humorvolle und authentische Protagonistin, deren Gedanken ich nachvollziehbar fand und die eine große Portion Sarkasmus und Humor in sich trägt. Auch die übrigen Charaktere werden lebendig dargestellt.

In dem Buch gibt es unzähligen Fußnoten - insgesamt 234 - in denen die Protagonistin etwas anzumerken hat. Zunächst fand ich das ein wenig lästig oder vielleicht auch nur gewöhnungsbedürftig, da ich mich im weiteren Verlauf der Handlung wunderbar darüber amüsiert habe.

Mir hat es Spaß gemacht den Ermittlungsarbeiten zwischen Luxushotels zu folgen und herumzurätseln. Dabei wurde ich immer wieder überrascht und musste nochmals umdenken.

Wer gerne Wohlfühlkrimis liest und ein wenig mediterrane Atmosphäre genießen möchte, für den dürfte dieses Buch genau das richtige sein.

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