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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherwurm78:

Sehr gelungener Thriller, spannend bis zum Schluss

Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Helga Jónsdóttir ist für ihre erste Mordermittlung zuständig. Eine junge Frau wurde ermordet und vergewaltigt in einem Pferdestall aufgefunden. Ihr 10jähriger Sohn verschwunden. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, Unterstützung bekommt sie von Bjarki, einem Polizisten.

Ein Island-Thriller von Hjorth & Thorsson.

Nachdem ich die Bücher von Hjorth & Rosenfeldt immer sehr gut fand, war ich gespannt und neugierig auf dieses Buch. Auch die Inhaltsbeschreibung klang sehr interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ein richtig guter Thriller. Ich fand es ab der ersten Seite an spannend und bin auch bis zum Schluss neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird. Es war flüssig geschrieben, für mich gab es keine langweiligen Passagen im Text. Die Story war gut durchdacht und umgesetzt. Mir hat auch gut gefallen, dass die einzelnen Kapitel immer recht kurz gehalten waren, außerdem waren sie immer mit Namen überschrieben, aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Die beiden Hauptermittler Helga und Bjarki kamen bei mir als Leser sehr sympathisch an und haben gut miteinander harmoniert. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.
Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend und schön gestaltet.
Fazit: Sehr empfehlenswerter spannender Island-Thriller.

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Rezensionen von Dragon:

Hinter dem perfekten Schein

Yesteryear von Caro Claire Burke

Als ich die ersten Seiten von Yesteryear umblätterte, fühlte ich mich wie vor einer glänzenden Glasvitrine. Alles wirkt perfekt: die Farm mit Tieren, der Mann an ihrer Seite, die lachenden Kinder, das makellose Performen vor der Kamera, wenn Natalie Heller Mills ein neues Rezept aufnimmt. Und doch spürt man von Anfang an, dass hier mehr ist als ein Instagram-Feed, der in Echtzeit erzählt.

Es ist eine Geschichte, die hinter dem Vorhang lauert.

Die Autorin Caro Claire Burke führt uns behutsam durch drei Handlungsebenen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der Vergangenheit zeichnet sich ein Muster ab, das viele kennen. Der Traum von einem stabilen, anerkannten Leben, der Druck, Erwartungen zu erfüllen, die sich wie eine zweite Haut anfühlen. Natalie versucht, alles zu managen, Familie, Karriere, Ansehen und doch schimmert darunter eine Ungeduld, eine stille Überforderung, die selten laut wird, aber ständig arbeitet. Diese Rückblenden sind kein nostalgischer Rückblick, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme der Erschöpfung, die sich hinter dem perfekten Bild verbirgt.

Mit wachsender Followerzahl steht Natalie mitten im Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Farm, die Social-Media-Perfektion, die scheinbar mühelose Organisation des Haushalts; all das wird zu einem Spiegel, dessen Glas längst Risse zeigt. Die Autorin scheut sich nicht davor, die inneren Monologe zu platzieren, die oft unausgesprochen bleiben: Zweifel an der eigenen Rolle als Mutter, Angst vor dem Verlust von Individualität im Druck des Familien-Images, das ständige Pendeln zwischen Selbstwertgefühl und dem Gefühl, doch nur eine Darstellerin zu sein.

Die Zukunftsperspektive zeigt, wohin das dauerhafte Spiel mit Identität führen könnte, wenn man sich zu sehr an das Bild bindet, das andere von einem haben wollen. Was Yesteryear meiner Meinung nach besonders stark macht, ist die Schonungslosigkeit, mit der die Autorin innere Konflikte, Ängste und Spannungen schildert, ohne in Klischees zu verfallen. Es gibt keine simplen Lösungen, nur ehrliche, manchmal schmerzliche Schritte in Richtung Selbstakzeptanz und echter Kommunikation.

Yesteryear ist kein schillernder Enthüllungsskandal, sondern eine ehrliche, manchmal schonungslos offene Auseinandersetzung mit dem Druck, als Frau, Ehefrau und Mutter in der digitalen Ära Perfektion zu spielen. Wer bereit ist, sich auf eine vielschichtige Erzählung einzulassen, wird berührt von der Menschlichkeit, die hinter dem Social-Media-Lichtschein liegt. Eine eindringliche Lektüre, die lange nachhallt und mich wirklich mitreißen konnte.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Über die Depression eines jungen Mannes und was sie mit einer Beziehung macht

Homesick von Silvia Saunders

Mara ist Mitte 20 und seit mehreren Jahren in einer Beziehung mit Tom. Sie verdient ein bescheidenes Einkommen in einer Bibliothek, während er viel Stress als Referendar hat. Altersmäßig befinden sich die beiden in einer Zeit, in der langsam der Druck größer wird, die Unverbindlichkeit zu beenden und herauszufinden, ob es genug Tragfähiges für eine längerfristige gemeinsame Zukunft gibt.

Da bekommt Mara durch ein frühzeitiges Erbe die Möglichkeit, eine Wohnung in London zu kaufen. Schon von Anfang an zeigt sich Tom, der nie ein großer Fan dieser Stadt war und seine Heimatstadt Birmingham, mehrere Zugstunden entfernt, vermisst, nicht sehr begeistert davon. Schließlich macht zieht er aber dann doch halbherzig mit, bis zu seinem psychischen Zusammenbruch, seiner darauffolgenden Krankschreibung und der Rückkehr zu seiner Herkunftsfamilie nach Birmingham. Es stellt sich heraus, dass er an schweren Depressionen leidet. Die Liebe zwischen Mara und Tom ist aber groß und sie versuchen, nach der allerschlimmsten Phase mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen an einer Fernbeziehung festzuhalten... doch kann das irgendeine Zukunft haben?

Das Buch ist leichtgängig und humorvoll geschrieben, doch thematisch sehr tiefgründig. Es besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die sich leicht und schnell lesen, damit ist es deutlich schneller gelesen als die meisten anderen Bücher dieses Umfangs.

Was aus dem Klappentext nicht hervorgeht, ist, wie stark das Thema männliche Depression ein Schwerpunkt des Buches ist. Überhaupt finde ich den Klappentext nicht sehr gut getroffen und er weckt eher einen falschen Eindruck von diesem Buch: es geht auch nicht darum, ob Mara sich zu sehr an ein Leben ohne Tom gewöhnt. Auch der Sticker "Comedy Women in Print Award" führt bei der Einschätzung des Buches eher in die Irre, es ist zwar durchaus zynisch-sarkastisch geschrieben, aber das Hintergrundthema ist doch zu düster und ernst für wirkliche Comedy.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man gemeinsam mit Toms schwerer Depression und allem, was daraus resultiert, zurechtkommen kann, ob die Beziehung damit noch eine Zukunft haben kann und wie diese aussehen könnte. Denn eine dauerhafte Fernbeziehung, noch dazu unter der Belastung einer psychischen Erkrankung eines Partners, ist keine tragfähige Basis für eine, die sich Verbindlichkeit, Heiraten und Kinder wünscht.

Ich empfehle also, den Klappentext zu ignorieren und bei der Entscheidung für dieses Buch zu überlegen, ob man gerade die psychischen Kapazitäten hat, sich mit dem sehr ernsten Thema Depression in einer Beziehung auseinanderzusetzen. Wenn man das hat, dann ist es durchaus ein lohnenswertes Buch für alle, die gerade selbst in ihren 20ern sind, aber auch durchaus noch für ältere Leserinnen und Leser, die auf diese Lebensphase zurückblicken. Denn es thematisiert tiefgründig reale Entscheidungen und Herausforderungen, vor denen die meisten Menschen in diesem Alter stehen, wenn sich immer mehr die Frage stellt, welche Beziehung langfristig die eigenen Zukunftswünsche tragen kann.

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Rezensionen von yellowdog:

Routiniert

Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang

Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang ist ein Thriller aus Südkorea, der von der Machart im wesentlichen aber westlichen Romanen dieser Art ähnelt. Er zeigt eine Frau, die aus Verzweiflung viel tut, um einer gewalttätigen Beziehung und Verfolgung zu entgehen.
Jae-Young nimmt eine fremde Identität an.

Das bietet ihr kurzfristig Schutz.
Mit den Schilderungen der Gefühlswelt der Frau fährt die Autorin erstaunlich eindimensional. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. So bleiben mir die Figuren ein Stück weit gleichgültig.

Das Buch lebt von überraschenden Wendungen und ist so filmisch gestaltet, als wenn die Autoron schon beim Schreiben an eine Verfilmung gedacht hat.
Fazit: Ein routinierter Thriller.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Klingt leider nicht nach

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Das Buch ist so wunderschön gestaltet - hier hat der Verlag einfach großartige Arbeit geleistet. Ein stimmiges Cover, das sich auch unter dem Schutzumschlag fortsetzt, die Farbwahl so gelungen samt passendem Lesebändchen und dann auch noch der Buchschnitt und im Inneren ein Page Overlay. Nicht zu vergessen das Format, das breiter ist als gewohnt.

Ein echtes Schmuckstück, ich hoffe sehr, dass es noch weitere so schön gestaltet Bücher gibt.

Zum Inhalt: es geht um drei Freunde, Britta, Pia und Martin, die zusammen ihre Jugend in einer Kleinstadt verbringen. Eine Dreier-Konstellation wird meistens irgendwann schwierig, so auch hier und es kommt zum Bruch. Pia verschwindet und die drei haben keinen Kontakt mehr.

Dann wechselt das Buch ins Jahr 2020 - zwei Jahrzehnte später - und die Handlung spielt zu Beginn der Corona Pandemie. Wobei das nur angerissen wird und nicht wirklich Bedeutung hat (was ich seltsam fand, denn die Stimmungs- und Faktenlage damals findet kaum Eingang in die Geschichte, dabei hat es doch das damalige Leben so dominiert). Hier treffen die damaligen Freunde wieder aufeinander, genau in der Kleinstadt, in der sie alle schon lange nicht mehr leben.

Ganz langsam wird der damalige Sommer, der zum Bruch führte, geschildert.

Dazu gibt es noch die persönlichen Handlungsstränge des Freunde-Gespanns, die an Nebenschauplatzdramen nicht sparen.
Und trotzdem hat mich das Buch emotional nicht abgeholt, es war mir zu flach.

Was mich auch wirklich genervt hat, das waren die Überschriften über jedem Kapitel, die in Kalenderspruchqualität dort standen.

Andererseits hat sich das Buch aber richtig schön lesen lassen, ich habe mich trotz Vorhersehbarkeit überhaupt nicht gelangweilt.

Mein Fazit: Der Inhalt kann mit der wunderschönen Optik nicht ganz mithalten, ist aber eine unaufgeregte Sommerlektüre. Und das ist ja überhaupt nicht verkehrt.

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Rezensionen von Ryria:

Beeindruckende Mischung aus Fantasy und historischem Drama

The Poet Empress von Shen Tao

The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell klar, dass dies keine leichte Geschichte sein wird, sondern stattdessen von Leid und Grausamkeiten gezeichnet ist.

Yin Wei wächst als Tochter eines Reisbauern in Armut und Hunger auf, sieht aber einen Ausweg, als Konkubinen für den Thronfolger des Kaisers gesucht werden.
Leider nur ist das Leben im Palast voller Gefahren und erinnert immer wieder an historische Erzählungen über Intrigen im chinesischen Kaiserpalast.
Hier gelingt der Autorin eine tolle Mischung: Das wohlbekannte Setting wird mit Fantasy-Elementen nicht nur ergänzt, sondern wunderbar bereichert.
Die Magie wirkt nicht fehl am Platze, sondern fügt sich ganz natürlich in die Welt ein, das System dahinter ist leicht verständlich und doch außergewöhnlich.

Generell hat mich die Atmosphäre durchgängig in ihren Bann gezogen, man ist in jeder Szene mitten drin, kann sich die Kulisse gut vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit.
Diese waren auch schön ausgearbeitet - Wei war mir schnell sympathisch, aber auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und selbst Prinz Terren lernt man im Laufe der Geschichte besser kennen.
Vereinzelt hätte ich mir noch eine Charakterübersicht gewünscht, aber auch ohne konnte ich mir die wichtigsten Namen recht gut merken.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, wenn auch nicht super außergewöhnlich oder poetisch (wie es der Titel vielleicht vermuten lässt), dies hat mich aber gar nicht gestört.
Insgesamt ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte und das mich auf die beste Art an Werke wie "A Song to Drown Rivers" erinnert hat.

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Rezensionen von Ruth:

Zwiespältiger Eindruck

Mirabellentage von Martina Bogdahn

Martina Bogdahn hatte 2024 mit ihrem Debüt „Mühlensommer“ einen Riesenerfolg; monatelang stand der Roman auf der Bestsellerliste. Und auch ihr neues Buch „Mirabellentage“ hat sich dort schon einen Platz erobert. Anscheinend stillt die Autorin mit ihren Geschichten das Bedürfnis vieler nach einem überschaubaren Ort, der zwar auch keine Idylle bietet, aber ein dörfliches Miteinander.

Wir sind wieder in Blumfeld, einem fiktiven Dorf im Fränkischen. Hier ist Anna, die Ich-Erzählerin, aufgewachsen und hier war sie dreißig Jahre lang die Haushälterin des Dorfpfarrers, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet ist. Doch nun ist Josef überraschend gestorben und Anna muss sich neu orientieren. Wird der zukünftige Pfarrer sie überhaupt brauchen? Und wo ist fortan ihr Platz in der Gemeinde? Kann sie mit Mitte Fünfzig eine andere Aufgabe finden?
Doch zunächst muss sie noch ein ganz anderes Problem lösen, nämlich den letzten Wunsch des Verstorbenen erfüllen. Der wollte nicht in das Familiengrab zu seiner Mutter. Die hatte ihn mit sehr viel Liebe und Druck sein Leben lang dominiert. Traumatisiert von den Erlebnissen im Krieg und auf der Flucht war ihr ganzer Lebensinhalt ihr Junge. Er sollte einmal Pfarrer werden, das war der sehnlichste Wunsch der frommen Frau. Und Josef als braver Sohn gehorcht. Doch im Tod will er endlich frei sein von ihr. Seine Asche soll im Meer verteilt werden. Und so kommt es, dass die Gemeinde einen mit Steinen gefüllten Sarg beerdigt und Anna dasteht mit einer Dose voller Asche.
Mit Anna lernen wir eine Frau kennen, wie es viele geben mag. Ihr Alltag ist mit so vielen Aufgaben ausgefüllt, dass sie einfach funktioniert. Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse stellt sie hintenan, kennt sie kaum. Ganz selten streift sie der Gedanke, dass auch ein anderes Leben möglich gewesen wäre. „Viele Dinge, die ich mir wünschte, waren einfach nicht passiert, und ich wusste nicht, wie ich das hätte ändern sollen. Andererseits war mir klar, dass derjenige, der eine Wahl hat, sich auch für den falschen Weg entscheiden kann.“
Auch in dieser Situation, in der wir sie kennenlernen, versucht sie es allen recht zu machen. Einerseits Josefs letzte Reise zu
ermöglichen, andererseits ihre Pflichten nicht zu vernachlässigen. Sie muss die Beerdigung organisieren, sich um den jungen Pfarrer kümmern, der mit seiner Aufgabe völlig überfordert scheint, und außerdem sind die Mirabellen reif und sie sollte wie jedes Jahr Unmengen an Marmelade einkochen. Für Trauer bleibt da wenig Zeit.
In Rückblenden erfahren wir manches aus Annas Kindheit und Jugend, aber auch unzählige Anekdoten aus dem Dorfleben. Manche davon erschienen mir überzeichnet und albern, andere dagegen waren sehr berührend. So hätte ich z.B. auf die Kneippfahrt, unter der die Männer des Dorfes etwas anderes verstanden haben, verzichten können. Das war Bauerntheater, nicht lustig, sondern platt und diffamierend. Es wäre besser gewesen, hier einige Episoden zu streichen und stattdessen den Fokus stärker auf Anna und ihre Entwicklung zu richten. Es gibt zwar deutliche Anzeichen, dass sich für Anna neue Perspektiven auftun. Leider wird das Ende etwas zu schnell abgehandelt.
Ich habe den Roman zwar gerne gelesen. Martina Bogdahn entwirft Bilder und Szenen, die voller Atmosphäre sind. Mit einem liebevollen Blick betrachtet sie die meisten ihrer Figuren.
Allerdings erschien mir die Geschichte wie aus der Zeit gefallen. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 2010; vieles wirkt aber wie in einem alten Heimatroman. Wann hat man in letzter Zeit eine Geschichte über eine Pfarrhaushälterin gelesen? Ich bin allerdings froh, dass die Autorin keine Liebesgeschichte zwischen dem Pfarrer und seiner Haushälterin erfunden hat. Auch wenn eine tiefe emotionale Verbindung zwischen den beiden spürbar war.
So ist „Mirabellentage“ für mich eine etwas irritierende Lektüre gewesen. Einerseits hat mich das Thema „Abschied und Neubeginn“ angesprochen und auch in der Umsetzung weitgehend überzeugt. Andere Teile des Buches waren überzeichnet und wenig sinnhaft.
Trotzdem: Wer sich ein paar entspannte Stunden mit einem Wohlfühlbuch gönnen möchte, liegt hier nicht falsch.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Kranich und Radtour

Zugvögel wie wir von Julia Dibbern

Ich gebe zu, dass ich mich bisher in meinem Leben nicht wirklich mit Kranichen auseinander gesetzt habe. Dieses Buch hat mir eine ganz neue Perspektive auf diese Vögel aufzeigen können. Die Begeisterung von Protagonistin Eva für diese Vögel ist ansteckend und macht Lust, sich näher mit ihnen auseinander zu setzen.

Kraniche, bzw. ihre Reise in den Süden, bilden einen zentralen Punkt in der Geschichte um Protagonsitin Eva. Dabei liegt der Fokus vor allem auch auf Evas Charakterentwicklung und ihrer Reise von Schweden nach Frankeich und vor allem auch zu ihr selbst. Dank des sehr angenehmen Schreibstils von Autorin Julia Dibbern lies sich das Buch in wenigen Tagen lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen und die Handlung konnte mich für sich einnehmen. Diese ist dabei eher unspektakulär, kommte ohne Cliffhanger oder Überraschungsmomente aus, sondern lebt viel eher von einer Ruhe und Besonneneheit.

Ich habe Eva gern auf ihrer Reise begleitet, auch wenn vieles über ihre situation und Person unklar blieb. So begleitet man Eva in diesem Buch über eine gewissen Etappe ihres Lebens. Einzeln gibt es Rückblenden oder auch Perspektiven von anderen Charakteren, wodurch vor allem auch Evas Charakter etwas runder wird. Mir hat es gefallen so unaufgeregt bei einer Tour zu sich selbst zuschauen zu können.

Dennoch habe ich vor allem zum Ende des Buches noch viele offene Fragen und Unklarheiten, die mich etwas unbefriedigt zurücklassen. Ich hätte ich mir einen runderen Abschluss gewünscht.

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Rezensionen von Ulrike:

Magische Traumwelt

Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel

Tale of Sun and Night ist meiner Meinung nach ein gelungener Debutroman der Autorin Magdalena Gammel. Wir begleiten die Sklavin Lio auf ihrer Flucht aus der Gefangenschaft und ihrer Reise durch das Königreich Aurikulos. Der Aufbau der Welt ist gut gelungen. Nach und nach lernen wir mehr davon kennen.

Die Beschreibungen sind passend gewählt, man kann sich vieles gut und bildlich vorstellen. Auch die Hintergrundgeschichten und Vergangenheit wird gut in die Story eingebracht.
Das Magiesystem ist wunderbar ungewöhnlich und ist mir so noch nie untergekommen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dies noch etwas intensiver erklärt und dargestellt wird. Mir ist nicht ganz klar, wie die Traummandalas funktionieren und die Magier wissen, was sie tun müssen um ihre Kraft wirken zu lassen.
Sehr gut gefallen haben mir die magischen Wesen, die in der Geschichte vorgekommen sind. Wenngleich auch nichts 'neues' dabei war, so wurden sie doch recht kreativ, witzig und teilweise auch unerwartet eingesetzt.
Auch die Liebesgeschichte ist der Autorin gut gelungen. Sie nimmt keinen allzu großen Platz ein, trägt aber doch zum Fortschritt der Geschichte bei. Lange weiß man nicht, welche Absichten Izan wirklich verfolgt und ob er tatsächlich an Lio interessiert ist. Das baut Spannung auf und verleiht der Geschichte die nötige Würze.
Das Buch endet in einem Cliffhanger, der für erfahrene Fantasy-Leser allerding nicht recht überraschend war. Dennoch macht er Lust auf den zweiten Teil!
Fazit: Eine wunderschöne Romantasy-Geschichte in einer schön gestalteten Welt mit einzigartigem Magiesystem.

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Rezensionen von gerlisch:

Düsterer Romantasy-Auftakt

Nightweaver von R. M. Gray

Der Leser wird ohne Vorwarnung in eine dramatische Seeschlacht hineingezogen, in der das Schiff Lightbringer und die Piratenfamilie Oberon um ihr Leben kämpfen. Der Tod von Asters Bruder versetzt sie in eine düstere, schmerzhafte und wütende Stimmung.
Die Geschichte wird aus Asters Perspektive erzählt.

Nachdem sie und ihre Familie gefangengenommen werden, finden sie sich auf dem Anwesen der Nightweaver wieder, doch trotz der scheinbaren Sicherheit, die ihnen dort geboten wird, bleibt Aster misstrauisch. Selbst Will, der Nightweaver, der ihr das Leben rettet, kann ihr Vertrauen nicht gewinnen. Denn Menschen und Nightweaver sind Feinde.
Blutige und brutale Auseinandersetzungen, Machtspiele und der ständige Konflikt zwischen Menschen und Nightweavern schaffen eine beklemmende, aber faszinierende Atmosphäre. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, Asters Trauer und ihren inneren Kampf sehr emotional darzustellen.
Die Welt von Nightweaver ist reich an Mythen und Fantasy-Wesen. Allerdings kann die Vielzahl an Begriffen und Figuren anfangs überfordern. Trotz des Stammbaums der Familie Oberon bleiben manche Charaktere eher schemenhaft und schwer greifbar.
Die Geschichte bietet zahlreiche Wendungen, die immer wieder überraschen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass vielleicht zu viel in die Handlungen gepackt wurde. Manches hätte mehr Raum verdient.
Die Romance ist Slow Burn und eher Nebensache, der Fokus liegt eher auf den Konflikten zwischen Menschen und Fantasywesen.
Ein Düsteres Fantasy-Abenteuer mit starken Mythen und intensiven Konflikten. Etwas überladen, aber absolut packend.

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