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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Igela:

Cleverer Plot

Nebelbeute von Benjamin Cors

Die Jagd beginnt!

Vor allem, wenn es nach Mila Weiss von der Sonderermittlungsgruppe vier geht. Sie fährt in die Berge, denn der gesuchte Johannes Toblach soll sich in einem abgelegenen Dorf aufhalten. Mila will ihn endlich stellen und erfahren, wo die beiden entführten Mädchen Romy und Mathilda sind.

Als sich die junge Kommissarin nicht mehr meldet, ist die Gruppe vier zutiefst beunruhigt. Ihr Leiter, Jakob Krogh, ordnet an, dass nach Mila gesucht wird. Da in dem Dorf Menschen ermordet werden, befürchten die Ermittler, dass der Serienmörder auch ihre Kollegin in seiner Gewalt hat.


Anders als bei seinem Vorgänger "Aschesommer" hatte ich Anpassungsschwierigkeiten mit diesem dritten Band. Ich habe befürchtet, dass sich die ganze Story um den altbekannten und perfiden Täter Johannes Toblach und Mila Weiss dreht. Also eine Ausweitung von Band zwei ist. Bis dann ein toter Mann, aufgehängt und grausig inszeniert, entdeckt wird. Es geht danach Schlag auf Schlag, denn schon bald wird ein Mann in der örtlichen Sägerei ermordet aufgefunden. Auch damit ist es nicht vorbei mit gruseligen Passagen, denn eine besondere Überraschung wird aus dem See gehoben.

Genau hier hat Benjamin Cors draufgesetzt an Spannung, Nervenkitzel und Wendungen. Ich habe zeitweise atemlos die Seiten umgeblättert.

Ich denke anders als beim zweiten Teil sollte man hier, bei Teil drei, Vorwissen haben. So, dass man einordnen kann, weshalb Mila so verbissen nach Toblach sucht.

Das Setting ist sehr gelungen. Ein kleines Dorf mit einer Kneipe, in der sich das soziale Leben abspielt. Die Einheimischen sind teilweise sehr zugeknöpft und misstrauisch gegenüber Fremden. Unter diesen Bedingungen sind die Ermittlungen weder einfach noch fruchtbar. Für logisch aufgebaute Ermittlungsergebnisse ist mir Benjamin Cors bekannt. In "Nebelbeute" ist ihm das auch wieder hervorragend gelungen. Was zu Beginn einseitig erschien, entpuppt sich schlussendlich zu einem abwechslungsreichen, überraschenden Thriller mit einem cleveren Plot!

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Rezensionen von Igela:

Horror-Thriller

Komm spielen von Linwood Barclay

Autorin Annie Blunt, die mit ihren Kinderbüchern bekannt geworden ist, benötigt dringend ein Tapetenwechsel. Nach dem Tod ihres Mannes John ist sie alleinerziehend und möchte mit ihrem Sohn Charlie eine Weile weg aus New York.

Ihr Lektor mietet für Mutter und Sohn ein Haus in Castle Creek, einem Städtchen auf dem Land.

Kaum angekommen, gehen merkwürdige Dinge in dem Haus vor. Zudem wird ein toter Mann in einem Strassengraben in Lucknow, unweit von Annies neuem Zuhause, gefunden. Als sich noch ein weiterer Unfall ereignet, weiss Annie nur eines: Sie muss so schnell wie möglich mit Charlie weg ...


Die Geschichte beginnt 2011 aus der Sicht von einem kleinen Jungen, der eine elektrische Eisenbahn bekommt. Er ist mit einer bösartigen, älteren Schwester geschlagen. Die drei Jahre ältere Glynis quält ihren kleinen Bruder Jeremy, wo sie kann und ich hatte Mitleid mit ihm.

Das Leben der Familie verwandelt sich schon bald zur Katastrophe und ist federführend für die folgende Handlung, die sich in der Gegenwart abspielt. Hier benötigte ich erst einmal Durchhaltewillen. Denn scheinbar endlos lange führt der Autor seine Leser in das Leben von Annie Blunt und ihrem Sohn Charlie ein. Es geht oft um die Annies Arbeit an ihren Kinderbüchern mit einem Pinguin als Protagonisten, der Arbeit von Annies verstorbenem Mann und dem Plot gebenden Thema Modelleisenbahnen und rund um deren Bau und Faszination.

Es dauert und dauert bis wieder Thrill in die Story fliesst. Das geschieht ab der Ankunft von Mutter und Sohn in dem seltsamen Haus, das sie gemietet haben. Ab da geht es Richtung Horror und spielt mit übernatürlichen Elementen. Splitterwelten lassen grüssen. Eine Richtung, die ich nicht erwartet habe und bei der ich zweigeteilt bin. Einerseits hat mir die unterschwellige gruselige Atmosphäre dort in dem Spukhaus gefallen. Andererseits ahnte ich, dass der Grund dafür mystische, übernatürliche Energien sind. Ich habe es nicht so mit Geschichten, die einen Fantasy ähnlichen Touch haben. "Komm spielen" gehört bedauerlicherweise dazu, auch wenn man das aus dem Klappentext nicht heraus lesen konnte.

Linwood Barclay hat einen Horror-Fantasy-Thriller geschrieben, der mich leider aus den obengenannten Gründen nicht ganz erreichen konnte.

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Rezensionen von PMelittaM:

Was wäre wenn ...

Die Namen von Florence Knapp

Gordon Atkin ist ein beliebter und geachteter Arzt. Doch zu Hause wird er zum Monster, demütigt, misshandelt und isoliert seine Ehefrau Cora. Nach der Geburt des Sohnes schickt er Cora zum Amt, den Vornamen registrieren zu lassen. Für ihn ist klar, der Junge kann nur Gordon heißen, der Name hat seit Generationen Tradition in seiner Familie.

Doch für Cora sind zwei weitere Namen möglich. Sie selbst würde Julian wählen, während der Wunsch der neunjährigen Tochter Bear ist.

Und so trennt sich der Roman in drei Erzählstränge auf. Über 35 Jahre, beginnend am Tag der Registrierung des Namens im Jahr 1987, erfahren die Leser:innen, wie sich die Wahl des Namens auf Bear, Julian, Gordon und seine Familie auswirkt. Je nach Name sind die Ereignisse, die auf die Familien zukommen, sehr unterschiedlich.

Ich liebe solche Gedankenspiele. Was wäre, wenn man wichtige Entscheidungen anders getroffen hätte, wie hätte sich das Leben dann entwickelt? Man kann sich vorstellen, dass manche Entscheidung zu einem ganz anderen Leben geführt hätte.

So eine Entscheidung wirkt sich zudem oft nicht nur auf einen selbst aus, sondern auch auf das Umfeld, die Familie, aber vielleicht auch auf andere Personen. Auch hier gibt es Menschen, die das Leben von Coras Sohn und seiner Familie in jedem oder fast jedem Strang kreuzen, mal ist es nur ein kurzes Treffen und dann geht man getrennte Wege, mal ist es eine engere Beziehung, die sich aufbaut. In allen drei Geschichten gibt es auch zeitliche Fixpunkte, wie zum Beispiel die Lockdowns während der Covid-19-Pandemie

Ich habe alle drei Erzählstränge sehr gespannt gelesen, und fand jeden auf seine Art interessant. Die Ausgangssituation, die häusliche Gewalt, ist bei allen drei gleich, und hat seinen Einfluss auf jeden Strang, aber auch hier gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Manchmal ist es kaum auszuhalten, was man lesen muss, und, da das leider aus dem Klappentext auch nicht deutlich wird, und es keine Triggerwarnung gibt, möchte ich hier eine aussprechen. Mich persönlich haben die drei Lebensgeschichten emotional sehr berührt.

Die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere, basierend auch auf den unterschiedlichen Entwicklungen, erscheint mir sehr gelungen. Man kann deutlich erkennen, wie sich die unterschiedlichen Erfahrungen ausgewirkt haben und wie sie verarbeitet wurden. Auch die unterschiedliche Beeinflussung der Menschen außerhalb der engeren Familie, ist interessant und passend.

Im Anhang erfährt man etwas über die Bedeutung vieler Namen, die man in diesem Buch vorfindet, auch die Anmerkungen der Autorin sollte man lesen, denn hier erfährt man, was die Autorin inspiriert hat, vor allem bezüglich der Kunsthandwerker, die in einem der Erzählstränge eine Rolle spielen.

Ich liebe Gedankenspiele, die Überlegungen anstellen, wie sich bei anderen Entscheidungen ein Leben anders entwickelt hätte, und so passte dieser Roman sehr gut zu mir. Ich habe ihn mit großer Spannung gelesen, wurde aber auch emotional berührt. Florence Knapps Romandebüt ist für mich ein Lesehighlight.

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Rezensionen von Linelovesreading :

Nette Geschichte

Chasing Hearts von Grace Newman

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, aber die Geschichte konnte meine Erwartungen nicht vollständig erfüllen.

Die Geschichte rund um Georgia und Luca war ganz nett, mehr aber leider nicht. Das Thema Formel 1 wurde zwar aufgegriffen, aber es gab immer wieder Dinge, die einfach nicht korrekt dargestellt wurden.

Meiner Meinung hat da die Recherche über den Sport teilweise gefehlt.
Die Liebesgeschichte an sich fand ich sehr gut gemacht und auch die spicy Szenen waren meiner Meinung nach sehr gezielt und nicht zu häufig angelegt.
Die Charaktere blieben zum Teil eher flach, vor allem Georgia. Über Luca und die Beziehung zu seiner Familie hat man viel erfahren und seine inneren Konflikte waren auch gut beschrieben. Georgia dagegen blieb eher flach und der Fokus bei ihr war auf ihr Verhalten in bestimmten Situationen gelegt. Einzig die Beziehung zu ihrem Zwillingsbruder wurde ein bisschen tiefer beleuchtet. Ansonsten blieb ihr Charakter aber eher flach.
Der Schreibstil war sehr gut lesbar und hat sehr viel Spaß beim Lesen gemacht.
Die Szene mit dem Hamster mochte ich besonders gern und mich hätte es interessiert, was im weiteren Verlauf der Geschichte aus dem Tierchen wurde.
Insgesamt ein eher mittelmäßiges Buch mit wenig Fachwissen und einer schönen Liebesgeschichte.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Überleben in der kalifornischen Wildnis

Wir gegen die Wildnis von Anne Nesbet

In „Wir gegen die Wildnis“ von Anne Nesbet campen die 8-jährige Amy, ihre 11-jährige Schwester Vivian und ihr 12-jähriger Cousin Owen eine Nacht ohne ihre Eltern am Ranger Lake in den Bergen Kaliforniens. Ein Abenteuer, auf das Vivian mit großer Vorfreude hingefiebert hat. Durch ein Erdbeben von ihren Eltern abgeschnitten, sind sie auf sich allein gestellt.

Es beginnt eine beschwerliche Wanderung durch die bergige und unberechenbare Wildnis mit wenigen Vorräten und zunehmender Erschöpfung. Dabei gehen die Kinder nicht nur an ihre Grenzen, sondern öffnen sich einander. Owen teilt ein trauriges Geheimnis mit seinen Cousinen, das ihn sehr bedrückt. Das gegenseitige Vertrauen und die überstandenen Schwierigkeiten, stärken den Zusammenhalt der Drei, während jeder seine Rollen ausfüllt: Amy ist die jüngste, fantasievoll und erlebt eine ganz besondere Begegnung, Owen ist für die Einteilung der Nahrung und das Kochen verantwortlich, während Vivians Lebensfreude sowie Mut alle ansteckt und auf den richtigen Weg bringt. Ihre Eindrücke und Gespräche stehen im Vordergrund, während die Natur mit all ihren Gefahren und Schönheiten als beeindruckende Kulisse dient. Das Erzählen in der außenstehenden Perspektive macht es möglich, in die Gedanken und Gefühle aller Figuren zu schlüpfen und mit ihnen mitzufiebern. Nebenbei erfährt man viel über das Überleben in der Wildnis und bekommt eindrucksvoll vermittelt, welche emotionalen und körperlichen Herausforderungen damit verbunden sind. «Sie waren alle drei so furchtbar hungrig und müde (…). Und trotzdem ging sie vorsichtig den Pfad hinunter, ohne sich allzu sehr zu beklagen.»

Fazit: Ein empfehlenswertes Schmöckerabenteuer über Mut, Freundschaft und die wilde Natur für Kinder ab 9 Jahren, die den Horizont erweitert. Die Geschichte wird immer spannender, aber nicht zu nervenaufreibend erzählt. Sie ist lebendig geschrieben, und durch die authentischen Charaktere kann man einfach abtauchen und Amy, Vivian und Owen durch die Wildnis begleiten.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Lesenswertes Debüt über ein wichtiges Thema

Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Im Debütroman "Hazel sagt nein" der amerikanischen Autorin Jessica Berger Gross steht die 18-jährige Schülerin Hazel Blum im Mittelpunkt, die gerade mit ihren Eltern Claire und Gus sowie ihrem 11-jährigen Bruder Wolf von New York nach Riverburg, einer ruhigen Kleinstadt in Maine, gezogen ist.

Gus hat dort eine Professur angetreten, Claire ist studierte Modedesignerin und arbeitet an einer eigenen Kollektion. 
An ihrem ersten Schultag des letzten Schuljahrs an der Highschool wird Hazel zu Richard White gerufen, dem Direktor der Schule. Er eröffnet ihr, dass er sich in jedem Jahr eine Schülerin aussucht, mit der er eine sexuelle Beziehung hat. In diesem Jahr fällt seine Wahl auf Hazel, und er verspricht ihr, als Gegenleistung dafür zu sorgen, dass sie den ersehnten Studienplatz an ihrem Wunschcollege Vassar bekommt. Doch Hazel ist die Erste, die es wagt, ihn abzuweisen, nicht ahnend, welche Kette von Ereignissen dieses Nein in Gang setzen wird.
 
Die Geschichte ist in klarer Sprache abwechselnd aus der Sicht von Hazel, Wolf, Claire und Gus erzählt und liest sich sehr flüssig. Die Erzählweise hat mir gut gefallen, sie ermöglichte es mir, in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Familienmitglieder zu blicken. Sie alle werden nun mit den Konsequenzen von Hazels Nein konfrontiert und müssen versuchen, damit zu leben. Es bleibt nicht aus, dass der ungeheuerliche Vorfall und Hazels Identität bald bekannt werden. Für sie und ihre Familie kommt es zu Schikanen und Anfeindungen, während Richard White zwar vom Dienst suspendiert wird, die Vorwürfe jedoch bestreitet. Er behauptet sogar, dass Hazel sich ihm gegenüber unangemessen verhalten habe. 

Bis zu der Stelle, als Hazels Aufsatz veröffentlicht wird, habe ich das fesselnde Buch gern gelesen. Die Handlung driftete leider ins Unrealistische ab, ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine 18-jährige Schülerin aufgrund eines Aufsatzes nun quasi als Star am Literaturhimmel gefeiert und gedrängt wird, ein Buch zu schreiben, das nach seinem Erscheinen vielleicht sogar verfilmt wird. Dieser ganze Medienrummel nimmt sehr viel Raum ein, ich fand ihn übertrieben und unrealistisch, und es wurde mir damit schon bald zu viel.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, und ich fand es interessant, Hazels Entwicklung zur selbstbewussten jungen Frau, die nun weiß, was sie will, zu verfolgen. Meine Lieblingsfigur war ihr Bruder Wolf, der ADHS hat und wegen des Vorfalls die ersehnte Hauptrolle in einer Theateraufführung der Schule verliert. Allerdings fand ich ihn nicht altersgerecht dargestellt, ich kenne keinen Elfjährigen, der sich so verhält und spricht wie Wolf. 

Trotz meiner Kritikpunkte finde ich das Debüt der Autorin, in dem es neben Machtmissbrauch auch um Mobbing, Ausgrenzung und Antisemitismus geht, durchaus lesenswert.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Zauberhaft skurril und originell

Mehl, Magie und Machenschaften von T. Kingfisher

«In der Bäckerei meiner Tante lag ein totes Mädchen.» Mit diesem Satz beginnt die abenteuerliche Geschichte der vierzehnjährigen Teigzauberin Mona, die als Bäckereilehrmädchen in der Backstube ihrer Tante Tabitha arbeitet. Mona kann nicht nur richtig gute Sauerteigbrote und Muffins backen, panische Angst bringt ihre Magie richtig in Schwung und lässt Lebkuchen tanzen.

Unter Mordverdacht stehend, wird Mona in die Burg der Herzogin gebracht. Später lernt Spindle kennen, einen klugen Junge mit umfangreichen Fähigkeiten. Beide sehen sich mit einer Übermacht konfrontiert, die strategisch Magiker des Zaubervolkes tötet.

«Lasse dich nicht davon zurückhalten, dass dir etwas albern oder unmöglich erscheint. In der Magie ist Kreativität ebenso wichtig wie Wissen.»

«Mehl, Magie und Machenschaften» ist genau das, was der Titel verspricht und vergisst dabei nicht die Erwartungen der jungen Zielgruppe. Autorin T. Kingfisher hat mich noch nie enttäuscht und mit Mona eine Heldin wider Willen geschaffen, die sehr nahbar ist. Zum ersten Mal ist mir eine Buchfigur begegnet, deren Bedürfnisse thematisiert werden – Bedürfnisse, die sonst oft einfach weggelassen werden, als müssten Figuren in Büchern nie auf die Toilette gehen. Mona ist eine junge Heldin, die viel in kurzer Zeit bewältigen muss, und mit der man sich identifizieren kann. Bildhafte Sprache rund ums Backen, gruselige Momente, Humor, Magie und eine spannend-unerwartete Handlung machen diese Geschichte so originell. Den skurrilen Sauerteigansatz Bob fand ich grandios und mir gefiel, wie am Ende alle roten Fäden zusammenliefen.

«Mehl, Magie und Machenschaften» sticht aus dem Jugend-Fantasy-Bereich hervor und macht einfach Spaß. Ganz besonders, wenn man sich von dem ersten Satz angezogen fühlt und Lust auf eine mittelalterliche Kulisse hat.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Freundschaftsgeschichte voller Weisheit und Herz

Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte von Barbara Rose

«Der kleine Grimlin und das ganz große Herz» erzählt die warmherzige und fantasievolle Geschichte des schüchternen Wichtels Grimlin, der durch die Unterstützung seiner Freunde über sich hinauswächst, um dem Wichtelzauberer Tjelle zu helfen. Dabei erleben sie ein spannendes Abenteuer und gewinnen wertvolle Aha-Momente, die zentrale Themen wie Vorurteile, Ausgrenzung, Missverständnisse, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Mut kindgerecht aufgreifen und, ohne erhobenen Zeigefinger, zum Nachdenken anregen.

«Oft entspricht die Vorstellung gar nicht der Wirklichkeit! Erst wenn man ein Wesen kennengelernt hat, darf man sich ein Urteil erlauben. Und auch dann gebietet es die Wichtelehre, freundlich und milde zu sein.»

Kindgerechte Weisheiten und eine heimelige Atmosphäre zeichnen dieses Kinderbuch aus, denn das Zuhause von Grimlin und seinen Freunden ist der urigste Ort der Welt – mit Wurzeltee, Mirabelmus und anderen Köstlichkeiten. Die farbprächtigen Illustrationen von Laura Bednarski laden zum Träumen ein und verbreiten eine wohlige Stimmung. Durch das Unwetter, die Ungewissheit über den Verbleib des Wichtelzauberers und die Sorge um gefährliche Wesen wird es richtig spannend – dabei bleibt es durchgehend altersgerecht und eignet sich sogar für ängstliche Kinder. Es gibt ein Wiedersehen mit den liebgewonnen Charakteren aus dem ersten Buch, aber es kommen auch neue Wesen dazu. Ich würde empfehlen, in der Reihenfolge zu lesen, aber es ist auch möglich, mit diesem Buch zu beginnen.

Abgesehen von herausfordernden Namen wie „Wiesenzischler“ lässt es sich leicht vorlesen und hält für Kinder ab 5 Jahren auch die eine oder andere unvorhersehbare Wendung bereit, während sich mit älteren Kindern spannende Gespräche ergeben. Ein interaktiver Bonus im Buch sind ein leckeres Kuchenrezept und eine Bastelanleitung. Außerdem gibt es die spielerische Möglichkeit, nach jedem gelesenen Kapitel hinten im Buch ein Bild auszuschneiden (das auch ausgedruckt werden kann) und vorne in die Karte einzukleben. Eine tolle Idee mit Belohnungseffekt.

Fazit: Diese liebevolle Fortsetzung steht dem ersten Band in nichts nach und überzeugt mit Herz, Klugheit und einer spannenden Geschichte, die ich Groß und Klein uneingeschränkt empfehlen würde.

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Rezensionen von FogandBooks:

Wunderschön verpackt, inhaltlich enttäuschend

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Optisch ist dieses Buch kaum zu übersehen. Cover, Farbschnitt und die liebevollen Details im Inneren wirken durchdacht und hochwertig, fast wie ein kleines Sammlerstück, das sofort Lust aufs Lesen macht. Genau diese starke äußere Wirkung steht jedoch in einem deutlichen Kontrast zu dem, was sich zwischen den Seiten entfaltet.

Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, deren Freundschaft vor vielen Jahren an einem entscheidenden Sommer zerbrochen ist. Die Handlung bewegt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit und versucht, die Ereignisse von damals nach und nach aufzuarbeiten, während unterschiedliche Perspektiven einen umfassenderen Blick ermöglichen sollen.

Was auf dem Papier nach einer intensiven, emotional aufgeladenen Geschichte klingt, bleibt in der Umsetzung überraschend blass. Viele Entwicklungen sind früh vorhersehbar, wodurch Spannung kaum entstehen kann und wichtige Wendepunkte ihre Wirkung verlieren. Noch schwerer wiegt für mich jedoch der Schreibstil, der es mir durchgehend erschwert hat, wirklich in die Geschichte einzutauchen. Formulierungen wirken stellenweise holprig, wenig ausgearbeitet und lassen oft die Tiefe vermissen, die es gebraucht hätte, um die komplexen Themen glaubhaft zu transportieren. Gerade emotionale Szenen verlieren dadurch an Gewicht und schaffen es nicht, die notwendige Intensität aufzubauen.

Auch auf Figurenebene bleibt vieles unausgeschöpft. Britta bringt noch am ehesten eine gewisse Nahbarkeit mit, während Pia und Martin häufig distanziert wirken und in ihrem Verhalten nur bedingt nachvollziehbar sind. Die Dynamik zwischen ihnen hätte deutlich mehr Raum für Konflikte, ehrliche Auseinandersetzung und Entwicklung gebraucht, stattdessen verläuft die Annäherung stellenweise zu glatt und wirkt im Verhältnis zur gemeinsamen Vergangenheit wenig überzeugend. Hinzu kommt, dass sich die Geschichte zum Ende hin spürbar zieht, ohne dabei neue Impulse zu setzen, wodurch sich das Leseerlebnis insgesamt eher zäh anfühlt.

So bleibt ein Roman, der äußerlich beeindruckt, inhaltlich jedoch weder emotional noch sprachlich überzeugen kann und sein eigentlich starkes Grundthema nicht ausschöpft. Ein visuelles Highlight mit interessanter Ausgangsidee, das durch einen schwachen Schreibstil, vorhersehbare Entwicklungen und fehlende emotionale Tiefe deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Für mich leider eine Enttäuschung.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Heilsam und warmherzig erzählt

Heimkehr nach Morioka von Yuki Ibuki

Heilsam und warmherzig erzählt die Autorin Yuki Ibuki vom Erwachsenwerden der 17-jährigen Mio, die unter den psychischen Folgen von Schikanierung und Ausgrenzung leidet und vor ihrer aussichtslosen Lage nach Morioka zu ihrem Großvater flieht, der ihr die Kunst des Webens beibringt. Sowohl Mios familiäres Konfliktumfeld als auch ihre sanften Fortschritte nehmen viel Raum ein, aber trotz dieser belastenden Themen, finden sich immer wieder schöne Momente und Beschreibungen der Leichtigkeit und achtsamen Entwicklung.

Dieser ruhige Roman hält, was der Klappentext und das Cover versprechen: nachvollziehbare Selbstfindung, faszinierende Einblicke in die japanische Kultur und das Handwerk der Weberei, eine starke Verbindung zur Natur, intensive Auseinandersetzungen mit den Gedanken, Gefühlen und Konflikten der Figuren und eine subtile, zurückhaltende Erzählweise. Bei diesem Buch muss man gar nicht viel über die Handlung wissen, wenn man sich von diesen Punkten bereits angesprochen fühlt. Unterstützt durch die gelungene Übersetzung aus dem Japanischen von Charlotte Scheurer, war es ein beruhigendes und emotionales Leseerlebnis mit Tiefgang, das zum Nachdenken und Verweilen einlädt. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von Mio und ihrem Vater Hiroshi, gewebt in eine dichte Atmosphäre und eine bildhaft ausgeschmückte Kulisse, deren Stille und Schönheit beruhigend wirkt.

Für alle, die japanische Literatur mögen und die, die eine Auszeit aus dem hektischen Alltag brauchen und sich ein Buch mit entschleunigender Kraft wünschen.

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